AD HOC Information: Bene setzt auf Internationalisierung und Wachstum im 3. Quartal 2012/13
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Umsatzsteigerung in allen Segmenten
- Gesamtumsatz um 16,2 % gesteigert
- Ergebniskennzahlen
durch Rückgang der Rohertragsmarge und Zukunftsinvestitionen belastet
Wien/Waidhofen
an der Ybbs, 12. Dezember 2012. Die an der Wiener Börse notierte BENE AG konnte in den ersten neun
Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 (01.02.2012 bis 31.10.2012) in einem sehr kompetitiven Umfeld ihren
Wachstums- und Internationalisierungskurs fortsetzen und den Umsatz um 16,2 % steigern. Damit hat Bene
den Umsatz im Quartalsvergleich seit mehr als zwei Jahren immer gesteigert und mit diesem kräftigen
Umsatzwachstum auch eine wesentlich bessere Entwicklung als der Europäische Büromöbelmarkt gezeigt.
Die Ertragskennzahlen waren durch den Rückgang der Rohertragsmarge in Folge eines in diesem Quartal
atypischen Produktmixes sowie der noch nicht ausreichend greifenden Zukunftsinvestitionen im Zuge der
Internationalisierungsstrategie belastet.
Kräftiger Umsatzanstieg in allen Segmenten
Nach deutlichen Umsatzsteigerungen in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres konnte
die Bene Gruppe diese Entwicklung auch im dritten Quartal weiter fortsetzen und in allen Segmenten zum
Teil deutliche Zugewinne gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres erzielen. Insgesamt erreichte der
Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres EUR 153,9 Mio. und lag damit um 16,2 %
über dem entsprechenden Vergleichswert des Vorjahres (Q1-Q3 2011/12: EUR 132,5 Mio.).
Zweistellige Zuwachsraten erzielte Bene in den ersten neun Monaten in den Kernmärkten Österreich (+
13,9 % von EUR 33,8 Mio. auf EUR 38,5 Mio.), Deutschland (+ 10,2 % von EUR 38,2 Mio. auf EUR 42,1 Mio.)
und Russland (+ 73,5 % von EUR 9,8 Mio. auf EUR 17,0 Mio.). Dynamisch zeigte sich auch die Entwicklung im
Segment ‚Sonstige Märkte’. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz in diesem Segment deutlich um 14,8 %
auf EUR 40,3 Mio. (Q1-Q3 2011/12: EUR 35,1 Mio.). Insbesondere in den Märkten Polen, Rumänien, Irland,
Skandinavien, Kasachstan und Indien lagen die Umsätze deutlich über jenen der Vergleichsperiode des
Vorjahres. Im Segment UK konnte die Bene Gruppe den Umsatz in den ersten neun Monaten des aktuellen
Geschäftsjahres um 2,7 % auf EUR 16,0 Mio. steigern (Q1-Q3 2011/12: EUR 15,6 Mio.).
Erfolgreich in Südostasien und Australien
Im Zuge ihrer Internationalisierungsstrategie setzt
die Bene Gruppe auf weiteres Wachstum in Südostasien und Australien. Das mit Ende Februar 2012 neu
gegründete Joint Venture ‚Bene Asia Pacific‘ hat im dritten Quartal ihre Aktivitäten intensiviert.
So hat eine weitere Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Shanghai ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Die
erste Expansionsstufe in China ist damit abgeschlossen. Insgesamt hat Bene in der Region ‚Asia
Pacific‘ in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres zahlreiche internationale Projekte
realisiert und den Umsatz auf EUR 3,6 Mio. gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres mehr als
verdoppelt (Q1-Q3 2011/12: EUR 1,1 Mio.).
Ergebniskennzahlen durch Rückgang der
Rohertragsmarge belastet
Die Ergebniskennzahlen der Bene Gruppe waren im dritten Quartal 2012/13
von einem schwachen Auftragseingang im Urlaubsmonat August sowie einer deutlich ungünstigen und für
Bene in dieser Art atypischen Verteilung zwischen dem margenstarken Breitengeschäft und dem
margenschwachen Großprojektgeschäft belastet. Belastet von diesen Sondereffekten konnte Bene nicht an
die positive Entwicklung der Ergebnisse aus den Vorquartalen anschließen. So verringerte sich die
Rohertragsmarge (= Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen – Aufwendungen für Material und bezogene
Leistungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) nach den ersten neun Monaten der Berichtsperiode auf
53,4 % (Q1-Q3 2011/12: 54,5 %). Im Zuge der konsequenten Umsetzung ihrer Wachstums- und
Internationalisierungsstrategie hat die Bene Gruppe in den ersten neun Monaten des laufenden
Geschäftsjahres zahlreiche Zukunftsinitiativen gesetzt. Verstärkt wurden insbesondere die Aktivitäten
in der Region Asia Pacific, wo nicht nur das neue Joint Venture gegründet sondern auch die Einkaufs- und
Sales Support Aktivitäten deutlich erhöht wurden. Gleichzeitig hat Bene in den angestammten
Kernmärkten in Westeuropa und hier insbesondere in Deutschland die bestehenden Vertriebsaktivitäten
deutlich ausgebaut und mit dem Aufbau einer Key Account Abteilung für globale Rahmenvertragskunden eine
zentrale Stelle für internationale Kunden geschaffen. In diesem Zusammenhang hat Bene auch die
internationalen Projekt Management Kapazitäten erhöht, die internationale Logistik erweitert sowie ein
Supply Chain Management aufgebaut. Unterstützt wurden diese vertriebsseitigen Aktivitäten durch die
Teilnahme an der Orgatec 2012, der größten Büromöbelmesse Europas, bei der die Bene Gruppe mit ihren
in den letzten Monaten neu entwickelten Produkten wie beispielsweise mit einem alternativen
Arbeitsplatzangebot für temporäre Tätigkeiten (DOCKLANDS) oder Modularbeitsplätzen für stationäres
Arbeiten mit integriertem Stauraum (CUBE_S) sowie mit neuen Produkten rund um PARCS, einer exklusiven
Stoffkollektion und einem neuen Stuhl für großes Aufsehen gesorgt hat. Diese zukunftsweisenden
Aktivitäten sowie vorgenommene Personalrückstellungen für ein flexibles Arbeitszeitmodell haben in
einer Erhöhung des Personal- und Sachaufwandes resultiert.
So erhöhte sich in den ersten
neun Monaten der aktuellen Berichtsperiode die Anzahl der Mitarbeiter um 4,5 % auf 1.380 Personen (Q1-Q3
2011/12: 1.321).
Das EBITDA betrug in den ersten neun Monaten der Berichtsperiode EUR 2,2 Mio.
und lag damit um EUR 1,8 Mio. unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Q1-Q3 2011/12: EUR 4,0 Mio.). Im
gleichen Zeitraum beliefen sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen auf
EUR 6,4 Mio. (Q1-Q3 2011/12: EUR 6,2 Mio.). Entsprechend reduzierte sich das EBIT nach den ersten neun
Monaten des aktuellen Geschäftsjahres auf EUR -4,2 Mio. (Q1-Q3 2011/12: EUR -2,2 Mio.).
Aufgrund der reduzierten Rohertragsmarge und den dargestellten Kosteneffekten sank das EBT der Bene
Gruppe in den ersten drei Quartalen auf EUR -7,2 Mio. (Q1-Q3 2011/12: EUR -3,5 Mio.).
Vermögens- und Kapitalstruktur
Im Vergleich zum Abschlussstichtag am 31.01.2012 erhöhte sich die
Bilanzsumme per 31.10.2012 um EUR 12,4 Mio. auf EUR 149,6 Mio. (31.01.2012: EUR 137,2 Mio.). Die
Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31.10.2012 bei 18,3 % (31.01.2012: 25,5 %).
Per 31.10.2012
erhöhte sich das Working Capital (= Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – erhaltene Anzahlungen) im Vergleich zum
Abschlussstichtag 31.01.2012 um EUR 35,2 Mio. auf EUR 43,4 Mio. (31.01.2012: EUR 8,2 Mio.). Dieser
Anstieg war auf den Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 27,5 Mio., den
Aufbau der Vorräte in Höhe von EUR 5,8 Mio. sowie auf den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. zurückzuführen.
Investitionen
Die
Expansionsschritte in Asien spiegeln sich auch in den Zugängen zu Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten wider. Diese erhöhten sich auf EUR 7,2 Mio. gegenüber EUR 4,5 Mio. in der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Maschinen- und Ersatzinvestitionen am Standort Waidhofen/Ybbs sowie die
Eröffnung, der Ausbau und die Modernisierung der Schauräume in Asien, Moskau, Zürich und Budapest
bildeten dabei die größten Positionen.
Mitarbeiterstand leicht erhöht
Zum Stichtag
31.10.2012 beschäftigte die Bene Gruppe insgesamt 1.380 Mitarbeiter und damit um 59 Personen oder 4,5 %
mehr als am 31.10.2011.
Ausblick
Nach dem ersten Halbjahr 2012/13 war der Vorstand vor
dem Hintergrund der damals zu erwarteten erhöhten Projektaktivität in den Kernmärkten und der
geplanten Wachstumsinitiative in Asien mit seiner Einschätzung für das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt
vorsichtig optimistisch.
Diese Einschätzung wurde auch teilweise dadurch bestätigt, dass die
Bene Gruppe in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld den Umsatz in den ersten neun Monaten
deutlich gesteigert hat. Aufgrund einer deutlich ungünstigen Verteilung zwischen margenstarkem
Breitengeschäft und margenschwachem Großprojektgeschäft (auch aufgrund eines schwachen
Auftragseinganges im Urlaubsmonat August) musste die Bene Gruppe jedoch im dritten Quartal deutlich
negative Ertragskennzahlen hinnehmen. Diese Entwicklung kann im vierten Quartal wahrscheinlich nicht mehr
kompensiert werden. Die Bene Gruppe wird daher im Gesamtjahr 2012/13 voraussichtlich ein negatives
Ergebnis ausweisen.
Anbetracht der positiven Reaktionen auf die im Oktober anlässlich der
Orgatec 2012 vorgestellten neuen Produktwelten, der weiterhin stabilen Projektpipelines in allen
wesentlichen Märkten und trotz der sich abzeichnenden konjunkturellen Abkühlung ist der Vorstand der
Ansicht, dass die Bene Gruppe mit ihrer breiten geografischen Aufstellung, dem starken
Direktvertriebsnetz und ihrem umfassenden Vollsortiment strategisch richtig positioniert und für die
wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gut vorbereitet ist.
Kennzahlen (in TEUR).
Q1-Q3
2012/13
Q1-Q3
2011/12
Umsatz
153.929
132.522
EBITDA
2.219
4.031
EBIT
-4.212
-2.187
Beschäftigte (zum Stichtag)
1.380
1.321
Der Bericht über das erste Halbjahr 2012/13 ist im Internet unter http://bene.com/bueromoebel/investor-relations-zwischenberichte/ abrufbar.