Biodiesel und Biogas Aktien: Schmack, Biogas Nord, EOP, Biopetrol... | aktie.at Forum
Biodiesel und Biogas Aktien: Schmack, Biogas Nord, EOP, Biopetrol...
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.3.22 13:44)

Editiert am 29-08-07 um 05:52 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=2&ID_NOTATION=18452981.png
Envitec: Sollen heuer ca. 1,50 verdienen. KGV bei aktuellem Kurs 27 also ca. 18.

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=14906383.png

Schmack Biogas: Branchenführer und technologisch am weitesten. Eigentlich 1.Wahl, aber leider auch recht teuer.

2006e 2007e 2008e
Ergebnis/Aktie (in EUR) 0,77 1,51 2,73
KGV 69,40 36,97 20,42
edit: Nach einer Gewinnwarnung werden heuer eventuell sogar Verluste eingefahren. Keine Bewertung anhand vom KGV möglich.

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=16355512.png
Biogas Nord:Besseres KUV, ansonsten noch wenig Gewinn. Kann bei gleicher Profitabilität besser wie Schmack performen, aber oft haben die Brancheführer eine höhere Gewinnmarge.

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=143210.png
9M Marktkapitalisierung und sehr undurchsichtig. Erst vor kurzem auf den "Trend" aufgesprungen und 2 Unternehmen der Branche gekauft. Baut auch keine komplette Anlagen. Aber andererseits könnte die Bewertung interessant sein.

http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=1035&market_id=1&spid=ws &tr=1y&ct=jc&grid=on&gb=1d&log=0&redvol=0&gd1=0&gd2=0&size=tool&till=1151539200&1151480301.png

http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=3873&market_id=1&spid=ws &tr=1y&ct=jc&grid=on&gb=1d&log=0&redvol=0&gd1=0&gd2=0&size=tool&till=1151539200&1151480332.png

Nach dem Absturz der Aktien, könnte ein Rebound einsetzen. Die Branche scheint oberflächlich betrachtet interessant zu sein (Ölabhängigkeit reduzieren, hohe Erfolge in Brasilien).

Die Branche ist von der Steuerbefreiung und von der Beimischungspflicht abhängig. Es wurde diskutiert die Steuerbefreiung fallen zu lassen. Gestern kam die Meldung, daß diese schrittweise bis 2012 fallen wird. Die Aktien sinken. Übertrieben? Ich werde weitere Fundamentaldaten reinstellen.

Fazit: Ich habe NICHT gekauft. Die Aktien sind aufgrund eines Hypes übertrieben gestiegen und korrigieren jetzt. Aber beobachten kann man mMn die Branche. Reboundchance & vielleicht fundamental ja doch interessant.


Das führte zum Absturz:
"DGAP-News: BIOPETROL INDUSTRIES AG deutsch

20:07 21.06.06

Besteuerung von Biodiesel senkt Gewinnerwartung und Veränderung in der operativen Führung

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

- BESTEUERUNG VON BIODIESEL SENKT GEWINNERWARTUNGEN DEUTLICH
- VERÄNDERUNGEN IN DER OPERATIVEN FÜHRUNG


Zug, 21. Juni 2006. Seit mehreren Monaten diskutieren die
Regierungsparteien über die Besteuerung von Biodiesel. Der letzte Stand
der Diskussion sah vor, ab 1. August 2006 auf reinen Biodiesel (B100) eine
Mineralölsteuer von 9 Cent pro Liter, auf Biodiesel zur Beimischung (B5)
eine Mineralölsteuer von 15 Cent pro Liter zu erheben, ohne dass es
gleichzeitig eine Verpflichtung zur Beimischung von Biodiesel in fossilen
Dieselkraftstoff gibt. Die Einführung der Beimischungspflicht war dagegen
erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Diese Diskussion hat bereits für die das zweite Halbjahr betreffenden
Biodiesel-Verträge zu einem starken Druck auf die Margen geführt. Das
Management der BIOPETROL INDUSTRIES AG geht auf Grundlage der Reaktionen
aus dem Biodieselmarkt davon aus, dass die anhaltende Diskussion und erst
recht die Realisierung der Besteuerungspläne für Biodiesel in Verbindung
mit der fehlenden Beimischungspflicht den Margendruck noch verstärken
werden. Vorsorglich weist die BIOPETROL INDUSTRIES AG nach ihrer heutigen
Verwaltungsratssitzung darauf hin, dass sie aus heutiger Sicht nicht an den
Zielvorgaben für das laufende Jahr festhalten kann. Das Ergebnis für das
Geschäftsjahr 2007 wird entscheidend von der Ausgestaltung der
Beimischungspflicht abhängen.

Dessen ungeachtet hält die BIOPETROL INDUSTRIES AG an ihrem
Investitionsprogramm und dem Zeitplan für die Inbetriebnahme der neuen
Anlagen in Rostock und Rotterdam mit logistisch günstigem Zugang zu
internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkten fest. Die Anlage in Rostock
mit einer Kapazität von 200.000 jato Biodiesel geht im November 2006 in
Betrieb. Produktionsbeginn der Anlagen in Rotterdam mit 400.000 jato
Biodiesel und 60.000 jato Pharmaglycerin ist August 2007. Die BIOPETROL
INDUSTRIES AG strebt an, mit 750.000 jato Biodiesel und 90.000 jato
Pharmaglycerin zu den fünf größten Anbietern von Biokraftstoffen in Europa
zu gehören."...

------------------

DGAP-News: EOP Biodiesel AG

11:14 22.06.06

EOP Biodiesel AG verlangt Planungssicherheit

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

PRESSEINFORMATION

EOP Biodiesel AG verlangt Planungssicherheit

Ergebnisziele für laufendes Geschäftsjahr nicht gefährdet

Falkenhagen, 22. Juni 2006 – Die EOP Biodiesel AG, Falkenhagen, bedauert,
dass die Entscheidung über die zukünftige Besteuerung von Biokraftstoffen
abermals verschoben wurde. 'Die Unsicherheit schadet Herstellern,
Verbrauchern und Anlegern gleichermaßen', sagt Prof. Dr. Karl-Wilhelm
Giersberg, CFO des Unternehmens. 'Zwar wäre es wünschenswert, dass sich die
Bundesregierung an die geltende Gesetzeslage hält, die eine völlige
Steuerbefreiung bis 2009 vorsieht. Mit einer moderaten Besteuerung von
Biodiesel (B 100) könnten wir aber leben.'

Gleichzeitig bestätigte Giersberg die Umsatz- und Ergebnisziele der EOP
Biodiesel AG für das Geschäftsjahr 2005/2006. Danach soll ein Umsatz von
mehr als 30 Mio. Euro erzielt und dabei ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) von 2 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Der Jahresüberschuss soll bei
rund 1 Mio. Euro liegen. Das Geschäftsjahr endet am 30. Juni 2006. Die
Produktion der EOP Biodiesel AG ist bereits für das gesamte Kalenderjahr
2006 ausverkauft. Anfang 2007 soll durch eine neue Produktionsanlage die
Kapazität auf 132.500 Tonnen Biodiesel p.a. vervierfacht werden. 'Nachteile
durch eine moderate Besteuerung wird die EOP Biodiesel durch die
Fixkostendegression kompensieren können', so Giersberg.

-------------

27.06.2006 19:20
SPD: Volle Besteuerung von Biodiesel erst 2012
BERLIN (Dow Jones)--Biodiesel soll nach Angaben aus der SPD-Fraktion noch bis einschließlich 2011 steuerlich begünstigt werden und damit deutlich länger als bisher in Plänen der Bundesregierung vorgesehen. "Die Koalitionsfraktionen haben in der Auseinandersetzung um die künftige Förderung von reinem Pflanzenöl und Biodiesel einen Kompromiss gefunden", bestätigten der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg-Otto Spiller, und der zuständige Berichterstatter Reinhard Schultz am Dienstag in einer Mitteilung in Berlin.

Die Beimischungspflicht im Rahmen einer unternehmensbezogenen Quote für Diesel und Otto-Kraftstoff werde "zum Königsweg der Förderung von Biokraftstoffen". In Abwägung aller Umstände solle allerdings die ursprünglich nur bis zum Jahr 2009 vorgesehene Vertrauensschutzregelung für Hersteller und Vertrieb von Pflanzenöl und reinem Biodiesel bis einschließlich 2011 verlängert werden.

"Ab 2012 gilt der Regelsteuersatz", erklärten die SPD-Politiker. Bis dahin steige der Mineralölsteuersatz bei reinem Pflanzenöl in gesetzlich bereits jetzt festzulegenden Schritten von Null in den Jahren 2006/2007 bis zur Regelbesteuerung im Jahr 2012.

Geplant sei eine Anhebung auf 0,10 EUR im Jahr 2008, 0,18 EUR 2009, 0,26 EUR 2010, 0,33 EUR 2011 und schließlich 0,45 EUR im Jahr 2012. Für reinen Biodiesel steige der Steuersatz von 0,09 EUR in den Jahren 2006/2007 bis zur Regelbesteuerung von 0,45 EUR/Liter im Jahr 2012 steil an.

In den Jahren 2008 bis 2011 steige der Satz um jeweils 0,06 EUR im Jahr. Durch diese sanfte Anpassung der steuerlichen an die ordnungsrechtliche Förderung seien "andere Maßnahmen zur Begleitung des Strukturwandels in der Branche entbehrlich".

  

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Antworten zu diesem Thema
Biodiesel und Biogas Aktien: Schmack, Biogas Nord, EOP,..., ModeratorRang: Wien Broker(90), 13.3.22 13:44
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      RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
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5
      RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
02.2.07 21:12
6
      RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
02.2.07 22:52
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      RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
03.2.07 08:18
8
Verbio scheint noch am interessantesten zu sein
08.2.07 01:26
9
CropEnergies
08.2.07 09:59
10
RE: Abengoa
08.2.07 11:54
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08.2.07 12:16
12
RE: Abengoa
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Short in SB1 und long in Envitec
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29.8.07 17:44
26
      Envitec: Abverkauf geht weiter
30.8.07 10:03
27
      Rebound eingesetzt
30.8.07 13:05
28
      Insiderkäufe bei EnviTec Biogas - guter Indikator?
01.9.07 11:18
29
      RE: Insiderkäufe bei EnviTec Biogas - guter Indikator?
02.9.07 20:16
30
      EnviTec Biogas
03.9.07 13:18
31
      Biogas Allgemein 2 Unternehmen
03.9.07 13:37
32
      RE: Biogas Allgemein 2 Unternehmen
03.9.07 15:48
33
      Ende gut, alles gut...Meine Envitec Position
04.9.07 11:12
34
      RE: Ende gut, alles gut...Meine Envitec Position
04.9.07 16:57
35
      Biodieselbranche geht es schlecht
11.9.07 09:25
36
      Biodiesel - vernichtendes Urteil!
13.9.07 16:19
37
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
14.9.07 11:19
38
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????gut analysiert
14.9.07 12:48
39
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
14.9.07 13:39
40
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
14.9.07 17:05
41
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
14.9.07 16:15
42
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
14.9.07 16:43
43
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
14.9.07 20:53
44
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
15.9.07 10:16
45
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
15.9.07 11:04
46
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
15.9.07 20:16
47
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
15.9.07 20:38
48
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
16.9.07 11:38
49
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
16.9.07 16:56
50
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
17.9.07 09:15
51
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
18.9.07 15:10
52
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
18.9.07 15:54
53
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
18.9.07 16:00
54
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
18.9.07 16:07
55
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
19.9.07 10:33
56
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
19.9.07 23:55
57
      RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
20.9.07 17:25
58
Wettlauf um das begehrte Gär-Gas
17.10.07 16:51
59
Biodiesel aus Pflanzenöl von Algen gewonnen
19.10.07 09:41
60
      RE: Biodiesel aus Pflanzenöl von Algen gewonnen
29.10.07 12:36
61
      RE: Biodiesel aus Pflanzenöl von Algen gewonnen
04.11.07 17:08
62
      http://www.globalgreensolutionsinc.com
05.11.07 21:46
63
      Analyse/Meinung zu Envitec
23.11.07 00:35
64
      Studie: Biosprit schadet Klima - durch Shorten ausnütze...
09.2.08 16:16
65
      RE: Studie: Biosprit schadet Klima - durch Shorten ausn...
11.2.08 19:02
66
      RE: Studie: Biosprit schadet Klima - durch Shorten ausn...
11.2.08 22:18
67
Weltweite Agrarproduktion – Potentiale und Wechselwirku...
12.2.08 16:55
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biosprit
13.2.08 10:03
69
      RE: biosprit
13.2.08 16:20
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      RE: biosprit
13.2.08 16:58
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      RE: biosprit
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      Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDRinteressant
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      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
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74
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
11.3.08 13:00
75
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76
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
11.3.08 15:59
77
      Förderung Alternativantriebe Niederösterreich
12.3.08 12:20
78
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
12.3.08 14:15
79
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
12.3.08 14:37
80
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
12.3.08 15:20
81
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
12.3.08 16:36
82
      RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 ...
12.3.08 17:08
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85
RE: Biodiesel und Biogas Aktien: Schmack, Biogas Nord, ...
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86
Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
12.4.08 10:14
87
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
12.4.08 11:05
88
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
12.4.08 13:58
89
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
12.4.08 14:36
90
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
12.4.08 16:26
91
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
12.4.08 18:38
92
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
13.4.08 10:03
93
      EU will "Nachhaltigkeit" bei Biosprit prüfen
13.4.08 21:09
94
      RE: EU will "Nachhaltigkeit" bei Biosprit prüfen
13.4.08 21:40
95
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 10:27
96
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 10:40
97
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"interessant
14.4.08 11:21
98
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 11:30
99
      Erdgas-Autos
14.4.08 12:20
100
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 12:30
101
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 12:44
102
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 13:00
103
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 13:15
104
      RE: Erdgas-Autos
14.4.08 13:30
105
      RE: Erdgas-Autos
14.4.08 14:20
106
      RE: Erdgas-Autosinteressant
14.4.08 14:43
107
      RE: Erdgas-Autos
14.4.08 15:05
108
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 11:32
109
      RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
14.4.08 16:05
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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
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114
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
15.4.08 17:56
115
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
15.4.08 19:27
116
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
15.4.08 18:58
117
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
16.4.08 10:31
118
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
16.4.08 10:55
119
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
16.4.08 12:08
120
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
16.4.08 12:15
121
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
16.4.08 12:23
122
      RE: EU beendet Biosprit-Subventioneninteressant
16.4.08 14:09
123
      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
16.4.08 15:37
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      RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
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154
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
08.2.10 22:06
155
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
08.2.10 22:11
156
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
08.2.10 22:24
157
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
09.2.10 08:28
158
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
09.2.10 09:42
159
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
09.2.10 09:53
160
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
09.2.10 10:51
161
      RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
09.2.10 11:12
162
      "Biorevolution" bei British Airways
20.2.10 18:53
163
Verbio: Zahlen + Ausblick
24.3.10 09:58
164
Envitec mit Auftraginteressant
20.4.10 09:18
165
      RE: Envitec mit Auftrag
25.10.10 20:27
166
      Viele Biomasse-Kraftwerke „äußerst ineffizient“interessant
26.11.11 20:41
167
           Nationalakademie warnt vor Biokraftstoff
26.7.12 08:44
168

Negativer Artikel
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.6.06 10:28)

http://www.verivox.de/news/ArticleDetails.asp?aid=31143&pm=1

Fauler Kompromiss bei Biokraftstoffen

Zur Einigung der Regierungskoalition bei der Besteuerung von Biokraftstoffen erklärt Hans-Kurt Hill, energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.:

27.06.2006 - Die stufenweise Besteuerung von Biosprit nach festen Sätzen widerspricht dem EU-Recht. Die Kompromissformel zwischen CDU/CSU und SPD vernichtet Arbeit auf Raten. Strucks "Steuerwut" trifft vor allem die Landwirtschaft und bremst den Klimaschutz aus.

DIE LINKE. fordert die Bundesregierung auf, ein seriöses Besteuerungsmodell für Biokraftstoffe vorzulegen. Dabei müssen vor allem Klima- und Umweltschutz sowie die Versorgungssicherheit im Vordergrund stehen. Das sieht auch das EU-Recht vor.

Die Biokraftstoff-Richtlinie aus Brüssel bevorzugt ausdrücklich den klimafreundlichen Biosprit. Die Energiesteuer-Richtlinie verlangt eine steuerliche Bewertung von Biokraftstoffen nach Marktlage, nicht nach starr steigenden Steuersätzen. Steigt der Preis für Mineralöl nicht weiter an, verschwindet mit dem Stufenmodell Biodiesel und Co. ab 2008 schlagartig vom Markt.

Es bleibt dann nur der Beimischungsmarkt. Dabei wird der Ökosprit dem mineralischen Kraftstoff in geringen Anteilen zugemischt. Er deckt nach dem Willen der Regierungskoalition bei Biodiesel aber nur 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr ab. Das sind gerade einmal 38 Prozent der Produktionskapazität der Biokraftstoffbranche in Deutschland.

Die Mineralöl-Industrie wird für die Beimisch-Quote auf möglichst billigen Import-Biosprit setzen. Die deutschen Biokraftstoff-Bauern können da nicht mithalten. Als klein- und mittelständische Unternehmen haben sie mit der Biosprit-Produktion tausende Arbeitsplätze geschaffen. Viele dieser heimischen Betriebe stehen mit dem faulen Kompromiss der Großen Koalition nun vor der Pleite.

  

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Biodiesel löst Hungersnot aus
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.2.07 08:10)

http://www.orf.at

Mexiko: Zehntausende bei Demo gegen hohe Tortilla-Preise

In Mexiko-Stadt haben zehntausende Menschen gegen den dramatischen Anstieg der Tortilla-Preise und Präsident Felipe Calderon demonstriert. "Calderon ist nicht nur ein Dieb, er ist ein Mörder, weil er will, das wir verhungern", sagte die Demonstrantin Elvira Acevedo.

An dem Protestzug nahm gestern auch Calderons linker Gegenkandidat bei den vergangenen Präsidentschaftwahlen Andres Manuel Lopez Obrador, teil.

Biodiesel ist schuld
Die Maismehl-Fladen sind ein Grundnahrungsmittel in dem lateinamerikanischen Land. Besonders in armen Haushalten gehören sie zu fast jeder Mahlzeit. Vor allem diese Bevölkerungsschicht trifft die Verdreifachung der Preise auf 15 Peso (ein Euro) pro Kilo in den vergangenen Wochen.

Grund für die Preiserhöhungen ist die wachsende Nachfrage nach Biosprit in den USA, der auch aus Mais gewonnen wird. Deshalb stiegen die Maispreise auf dem Weltmarkt. Ein Abkommen der mexikanischen Regierung mit großen Einzelhändlern verschaffte Medienberichten zufolge kaum Entlastung.

  

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RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.07 12:30)

Für arme Bauern ist das doch ein Vorteil, wenn die Produktpreise steigen?

  

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RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
DiveMaster(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.07 13:53)

>Für arme Bauern ist das doch
>ein Vorteil, wenn die Produktpreise
>steigen?

Ja, aber für arme Nicht-Bauern ja wohl kaum oder?

  

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RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.07 20:15)

Arme Völker sind doch meistens Bauern oder zumindest Selbstversorger, zumindest am Land.

  

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RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.07 21:12)

>Arme Völker sind doch meistens Bauern oder zumindest Selbstversorger, zumindest am Land.

"In Mexiko-Stadt haben zehntausende Menschen gegen den dramatischen Anstieg der Tortilla-Preise und Präsident Felipe Calderon demonstriert. "Calderon ist nicht nur ein Dieb, er ist ein Mörder, weil er will, das wir verhungern", sagte die Demonstrantin Elvira Acevedo"

Die Frage ist auch, ob den Bauern Ihre Ware nicht schon vertraglich längst abgekauft wurde und die Profite damit woanders bleiben. Ein wenig verkehrte Welt ist das derzeit schon, wenn die Treibstoffversorgung derart Einfluss nimmt. Wird auch uns bald betreffen, siehe das Posting zum Weizenpreis im Agrana-Thread.

Die konsequente Lösung: Selber Land bestellen

  

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RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.2.07 22:52)

>Die konsequente Lösung: Selber Land bestellen

Eben. Mein Mitleid mit der Bevölkerung ressourcenreicher Länder und fruchtbarer Böden hält sich in Grenzen.

  

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RE: Biodiesel löst Hungersnot aus
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.2.07 08:18)

Eines der erklärten Hauptprobleme armer Länder ist doch, daß Bauern für ihre Waren (zu) geringe Preise bekommen. Gegenmaßnahmen wie Fair Trade zielen genau in diese Richtung. Jetzt steigen die Preise, und es ist wieder nicht recht, weil man leider übersehen hat, daß es in armen Ländern nicht nur Produzenten, sondern auch Konsumenten gibt... Man sieht an diesem Beispiel schön, daß Sinowatz recht hatte - es ist wirklich alles sehr kompliziert.

  

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Verbio scheint noch am interessantesten zu sein
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.07 01:26)

Verbio ist da ein größerer Anbieter. Wenn jemand Lust hat, kann er ein paar Infos reinstellen. Bewertung ist durchaus ok, Chart passt auch.

Bei den anderen bin ich nicht mehr so am laufen.

BDI ist ein Anlagebauer, der nicht in die Gänge kommt. Kann man auch beobachten.

Insgesamt könnten die wirklichen Profiteure die Bauern sein. Die Rohstoffpreise steigen. Die Anlagen scheinen technisch gar nicht so kompliziert zu sein. Mal ein paar M Euro hernehmen und eine Anlage aufstellen, kann jeder (der das Geld hat). Je mehr Anlagen es gibt, desto geringer werden deren Gewinne ausfallen. Insofern könnte die Rechnung "Ich verzehnfache meine Kapazität in den nächsten Jahren also verzehnfacht sich auch mein Gewinn" eine falsche Rechnung sein. Momentan baut jeder nur Kapazitäten auf.

  

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CropEnergies
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.07 09:59)

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=15725147.png

85M Aktien, Kurs 8 Euro - charttechnisch über 8 interessant.
Bewertung bei rund 700M. Nettogewinn 2010(!) von 61.7M erwartet. Fundamental uninteressant.

10:31 24.01.07

München (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der VISCARDI Securities stufen die Aktie von CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1/ WKN A0LAUP1) mit "buy" ein.

CropEneriges sei ein führender europäischer Ethanol-Hersteller mit starkem technischem Know-how als Teil der Südzucker-Gruppe, dem größten Zuckererzeuger in Europa. CropEnergies habe in Deutschland eine solide Marktposition. Zusätzlich sei CropEnergies ein Produzent hochwertiger Proteinfuttermittel für Nutz- und Heimtiere und plane ab 2008 die Produktion von Gluten als Koppelprodukt in der belgischen Bioethanol-Anlage.

Der Aktienkurs habe sich seit dem Börsengang im September 2006 zunächst vom Ausgabepreis von 8 Euro auf 6,50 Euro pro Aktie entwickelt. Der Aktienkurs habe sich seither leicht erholt, der Kurs bliebe aber etwa 6% unter Ausgabepreis. Die Nachfrage nach Bioethanol solle angesichts der Subventionen stark steigen. Die Nachfrage innerhalb der EU werde dabei von 1,3 Mio. m³ in 2005 auf über 7 Mio. m³ bis 2010 steigen. CropEnergies plane, die europäischen Produktionskapazitäten von 260.000 m³ auf 750.000 m³ bis 2009 zu erhöhen.

Der Konzern habe bereits 50% seiner Produktion bis 2008 bereits verkauft. Damit könnten im nächsten Jahr ein Umsatz von 195 Mio. Euro, ein EBIT von 25,4 Mio. Euro und ein Nettogewinn von 15,8 Mio. Euro erreicht werden. Bis 2010 könne der Umsatz 489 Mio. Euro erreichen, der Nettogewinn 61,2 Mio. Euro. CropEnergies habe sich gegen die Kosten der Hauptrohstoffe abgesichert. Der Konzern habe einen relativ günstigen langfristigen Energievertrag für die Anlage in Zeitz, Laufzeit bis 2019. Für die Anlage in Belgien plane der Konzern die Energieversorgung durch Verbrennung von bei der Herstellung von Bioethanol nicht genutzter Agrarstoffe. CropEnergies habe die Belieferung mit Weizen, Zuckerrübensirup und Bioethanol durch mehrere Kontrakte sichergestellt.

Der Konzern baue seine Produktionskapazitäten in den kommenden drei Jahren stark aus. Eine kurzfristige Bewertung deute auf eine faire Bewertung in der Nähe des aktuellen Aktienkurses hin. Die mittelfristigen KGV-Prognosen bis Februar 2010 und 2011 hätten auf einen fairen Wert von 8,30 Euro bzw. 9,60 Euro pro Aktie hingedeutet. Cash flow und EV-Ratios hätten ebenso einen höheren Aktienkurs gerechtfertigt.

Die Analysten der VISCARDI Securities bewerten die CropEnergies-Aktie mit dem Rating "buy". Das Kursziel liege bei 9,20 Euro pro Aktie. (24.01.2007/ac/a/nw)

  

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RE: Abengoa
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.07 11:54)

Über Abengoa habe ich auch schon einiges gelesen. Ab einer gewißen Marktgröße interessieren mich aber solche Titel nicht, weil ich auf theoretische Verdoppler setze und das bei größeren Unternehmen a) schwer ist und b) sich eher an die Indizes orientiert.

Abengoa: Hat lt. onvista eine Marktcap. von 3000M Euro. EPS06-08: 1,02 - 1,28 - 1,53. Bei Kurs 32 also selbst auf 08er Basis ein KGV von 20. Was jedoch wiederum bei 20% Wachstum fair ist.

Somit durchaus eine interessante Firma, für mich zu schwer - bin da eher ein Zocker und 100% Spekulant. Danke für den guten Beitrag, UTe!

Bin auch kein Fan von dieser Branche. Sehe die Margen durch steigende Rohstoffpreise deutlich unter Druck kommend. Außerdem ist diese Zumischung auch wirtschaftlich nicht so toll (hohe Transportkosten, kann unter dem Strich nicht viel dazu beitragen - also kann nie eine große Rolle in der Energiepolitik spielen. Da ist Biogas schon interessanter)

  

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RE: Abengoa
UTe(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.07 12:16)

>Ab einer gewißen Marktgröße interessieren mich aber solche Titel nicht,
>weil ich auf theoretische Verdoppler setze und das bei größeren Unternehmen
>a) schwer ist und b) sich eher an die Indizes orientiert.

>Somit durchaus eine interessante Firma, für mich zu schwer - bin
>da eher ein Zocker und 100% Spekulant. Danke für den guten Beitrag, UTe!

Gerade vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass Abengoa ungeachtet der beträchtlichen Unternehmensgröße und vor allem trotz des gewaltigen Rücksetzers im Mai auf Jahressicht gut 80 % zugelegt hat; auf zwei Jahre sind es sagenhafte knapp 300 % plus (siehe Charts unten). Freilich muss das nicht so weiter gehen ...

Alles Gute,
UTe

Abengoa 1-Jahreschart (%):
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1y&type=CONNECTLINE&asc=lin&dsc=rel&avgtyp e=simple&ind0=VOLUME&¤cy=&&lSyms=AYO.FSE&lColors=0x000000&sSym=AYO.FSE&hcmask=.png

Abengoa 2-Jahreschart (%):
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=2y&type=CONNECTLINE&asc=lin&dsc=rel&avgtyp e=simple&ind0=VOLUME&¤cy=&&lSyms=AYO.FSE&lColors=0x000000&sSym=AYO.FSE&hcmask=.png

  

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RE: Abengoa
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.07 10:23)


>Gerade vor diesem Hintergrund ist es
>interessant, dass Abengoa ungeachtet der
>beträchtlichen Unternehmensgröße und vor allem
>trotz des gewaltigen Rücksetzers im
>Mai auf Jahressicht gut 80
>% zugelegt hat; auf zwei
>Jahre sind es sagenhafte knapp
>300 % plus (siehe Charts
>unten). Freilich muss das nicht
>so weiter gehen ...

So wie ich das sehe: Wird eine Hypebranche entdeckt, dann unbedingt auf die Größten setzen, z.b. bwin damals oder Solarworld usw. Damals eben Abengoa. Wenn die Branche dann erstmal entdeckt wurde, dann bieten kleinere Sondersituation oft höhere Chancen - bei höheres Risiko natürlich auch. Abengoa ist eine gute Aktie, auch nicht zu teuer. Verdoppler sehe ich nur, bei sehr, sehr freundlichem Börsen- + Brancheumfeld (also die ganze Branche x2).

  

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RE: Abengoa
UTe(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.2.07 12:47)

So viel als Bestätigung zum schon diskutierten Thema Biodiesel und Rohstoffversorgung (für Abengoa - wenn auch wohl eher als Machtspiel gedacht - bedeutet das gestern und heute durchaus herbe Kursrücksetzer; zusätzlich gab es in der Zwischenzeit auch eine, allerdings bloß prolongierte, Sell-Empfehlung der Ibersecurities):

"21.02.2007 08:58
Abengoa halts production at bioethanol plant on high cereal prices - report

MADRID (AFX) - Abengoa SA (Nachrichten) has halted production at its bioethanol plant in Babilafuente, Salamanca, due to the hike in wheat and barley prices, Expansion reported, without citing a source.

The plant is a 50:50 joint venture with Ebro Puleva SA and produces 160,000 tonnes annually.

The decision to halt production comes in the wake of a breakdown in the talks to renew the supply contract.

tfn.europemadrid@thomson.com

cl/jdy/ped/jlc

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Alles Gute,
UTe

  

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Ethanol
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.2.07 08:47)

Heute Mo. 26.2.07:
ARTE 22.20 Uhr
Ethanol-Brasiliens grüne Revolution
Kann Ethanol die Treibstoffnachfrage der Welt lindern? Sind Produktion und Verbrauch wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll? Wie viele Biokrafststoffe kann die Welt vertragen?

  

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Biogas Einspeiseverodnung?
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.07 21:46)

Die Meldung unten ist sehr interessant. Biogasanlagen können Erdgasqualität liefern und einspeisen. Wenn die Vergütung nun gefördert werden würde, dann würde das den aktuellen Boom noch verstärken. Die obigen 3 Biogasaktien würden weiter gespielt werden.

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Seehofer für Einspeisung von Biogas in Netze der Gaskonzerne

dpa-Meldung, 05.03.2007 (15:39)

Nürnberg - Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, künftig Biogas in die Netze der großen Gaskonzerne einzuspeisen. Eine entsprechende Einspeiseverordnung werde gerade mit Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) abgestimmt, sagte Seehofer am Montag zum Auftakt einer zweitägigen EU-Konferenz unter dem Motto "Nachwachsende Rohstoffe geben dem ländlichen Raum neue Impulse" in Nürnberg.

"Beim Gas wollen wir eine stärkere Dezentralisierung praktizieren, keine Oligopolisierung oder gar Monopolisierung", sagte Seehofer. Die Widerstände einiger Konzerne gegen die Einspeisung von Biogas in ihre Netze halte er für "nicht unüberwindbar". Einzelheiten zu den Plänen nannte Seehofer nicht.

Gleichzeitig denke er über eine staatliche Förderung beim Bau von Leitungsnetzen nach, die Biogasanlagen mit den Netzen der Gaskonzerne verbinden. "Ich bin der Überzeugung, dass wir diese Netze als Infrastruktur genauso in die Förderung aufnehmen müssen wie den Bau von Straßen im ländlichen Raum", unterstrich Seehofer. Viele Biogasanlagen würden erst mit einer Einspeisungsmöglichkeit rentabel. Gleichzeitig müsse auch die bei der Biogasgewinnung freiwerdende Abwärme stärker genutzt werden.

In den kommenden Jahren strebt Seehofer eine deutliche Vergrößerung der landwirtschaftlichen Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe an, die jetzt bei 13 Prozent liege. "Das Thema eignet sich für eine Verdoppelung. 25 Prozent sind da drin", sagte der Agrarminister. Ein geplanter Biomasseaktionsplan, der derzeit zwischen verschiedenen Ministerien abgestimmt werde, solle künftig Forschung und Anbau finanziell unterstützen.

Er sehe darin eine neue wichtige Erwerbsquelle für die Land- und Forstwirtschaft, die das Selbstverständnis dieser Wirtschaftszweige grundlegend verändern werde. "Der Land- und Forstwirtschaft wird zum Energiewirt", sagte Seehofer. Für den Anbau nachwachsender Rohstoffe sollten stillgelegte Agrarflächen genutzt werden. Angesichts einer 130- bis 140-prozentigen Selbstversorgung bei Nahrungsmitteln sehe er keine Konkurrenz zwischen Rohstoff- und Nahrungsmittelanbau.

Der frühere Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, Klaus Töpfer, forderte unterdessen von der Europäischen Union klare Regeln für die Nutzung nachhaltiger Rohstoffe. Energiegewinnung und die damit verbundene Umweltschädigung dürfe nicht aus dem Auge verloren werden. Auch dürfe die Herstellung nachwachsender Rohstoffe für Biosprit, Heizenergie oder die Dämmmaterial von Gebäuden nicht zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion gehen, warnte Töpfer.

Der frühere EU-Agarkommissar Franz Fischler warnte zudem vor drohenden Fehlentwicklungen in der Dritten Welt. So wolle Indonesien ein Fläche von der Größe des gesamten dortigen Regenwaldes für den Anbau von Ölpalmen nutzten, die für viele Palmölprodukte in Europa Rohstofflieferanten seien.

Bei der Tagung beraten rund 250 Fachleute aus 27 EU- Mitgliedsländer bis Dienstag über den verstärkten Anbau nachwachsender Rohstoffe wie Kartoffeln, Mais, Weizen, Raps, Holz oder wärmedämmende Pflanzenfasern. Veranstalter ist das Bundeslandwirtschaftsministerium. Deutschland will während seiner EU- Ratspräsidentschaft weitere Impulse zur Förderung nachwachsender Rohstoffe geben, hieß es in der Einladung.

http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=18411

  

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WESTLB HEBT SCHMACK BIOGAS AUF BUY
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.8.07 16:57)

*WESTLB HEBT SCHMACK BIOGAS AUF BUY (HOLD) - ZIEL 30 (40) EUR
21.08.07 09:15

Naja, geh mal etwas long, scheint nicht zurückzukommen die Aktie. Aktuell 20.

Übrigens: Wer nicht auf den neuesten Stand ist und sich über den SB1 Chart wundert (von Hoch 70 auf 20): Es gab eine brutale Gewinnwarnung.

  

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Short in SB1 und long in Envitec
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.07 18:36)

+20% bei Schmack, etwas viel für heute meine ich, deshalb short. Abgesichert mit einem long in Envitec, die heute nicht viel gemacht haben.

EnviTec Biogas: Gut für die Umwelt und das Depot


Die Biogasbranche steht vor dem Comeback. Ende der Woche trifft sich die Bundesregierung zu einer Klausurtagung mit dem Themen Klimaschutz Energieeffizienz. Bundeswirtschaftsminister Glos wird sich besonders für die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz stark machen. Dies sollte EnviTec Biogas in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Unser „Top-Investment der Woche“ ist zuletzt zwar unter Druck geraten. Die Zahlen Ende des Monats sollten aber zeigen, dass diese Abschläge absolut übertrieben waren.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos möchte die Netzbetreiber zur Abnahme von Biogas verpflichten. Bis 2030 sollten etwa 10% des deutschen Erdgasverbrauchs aus dieser alternativen Energiequelle stammen. Damit würde ohne zusätzliche Kosten der Kohlendioxidausstoß reduziert und die Abhängigkeit vom russischen Gas gesenkt.

Bislang spielt das Gasgemisch im Erdgasnetz so gut wie keine Rolle. Allein die Diskussion über ein Einspeisegesetz sollte den Aktien aus dieser Branche enormen Auftrieb geben. Die EnviTec Biogas AG (WKN A0MVLS) sollte als Deutschlands Umsatzspitzenreiter überproportional davon profitieren. Zumal die Gesellschaft, die die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas abdeckt, profitabler arbeitet als die Konkurrenz.

Im vergangenen Jahr wurde das EBIT von 5,5 auf 18,3 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz erreichte 100,7 Mio. Euro. Im Q1 2007 gingen bei einem Umsatz von 32,8 Mio. Euro bereits 5,9 Mio. Euro durch die Bücher. Anders als Konkurrent Schmack Biogas, der Ende Juli die Planungen für 2007 spürbar reduziert hat, sehen sich die Niedersachsen voll auf Kurs.

Für Sebastian Zank von der WestLB ist von besonderer Bedeutung, dass EnviTec die bisherigen EBIT-Margen von 18% auch in Zukunft erzielen kann. Zum Vergleich: Wettbewerber Schmack Biogas musste sich zuletzt mit weniger als 5% zufrieden geben. Der Analysten ist zuversichtlich und stuft die Aktie mit „Buy“ und Kursziel 48 Euro ein.

Nach einem recht erfolgreichen Börsendebüt Anfang Juli hat die Gewinnwarnung von Schmack auch die EnviTec-Aktie belastet. Über 35% ging es mit dem Kurs in den Keller. Mittlerweile konnte sich der Wert zwar von seinen Tiefstständen lösen. Vor dem Hintergrund des anstehenden News-flows sollte dies aber erst der Anfang einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung sein.

Kann sich die Bundesregierung mit dem Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Glos anfreunden und bleiben Enttäuschungen bei den Halbjahresahlen am 29. August aus, sollte der Kurs von unserem „Top-Investment der Woche“ schnell das Kursziel der WestLB erreichen.

  

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@Wien Broker: Envitech noch long?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.07 19:50)

Bist in der Envitech noch long? Überlege mir, da eine Position aufzubauen. Wenn Du "aus Überzeugung" long drinnen wärest, würde ich mir den Grossteil des Research sparen und einfach "blind" kaufen...

Der Markt ist zur Zeit sowieso "Momentumgetrieben"

lg
Ottakringer


  

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Envitech
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.8.07 00:30)

Heute ging es ziemlich rund, meine beiden Positionen haben sich ungünstig entwickelt. Schmack ist zuerst weiter explodiert, Envitech nicht gestiegen. Nach einiger Traderei habe ich die Schmack Position geschlossen, eigentlich gut gegangen. Die Aktie ging sogar im Minus aus dem Handel.

Envitec hat da wenig gemacht. Die habe ich nur gekauft, falls die ganze Branche abzieht.

Hab da was gelesen, daß die angeblich die Gaseinspeisung ähnlich wie beim Strom fördern wollen. Das wäre enorm wichtig für die Branche, weil momentan läuft ist Biogas -> Strom -> Förderung. Nur daß dieser Prozess deutlich weniger effizient ist, als wie wenn man das Gas aufbereiten und direkt einspeisen würde. Dafür gibt es noch keine Förderung, deshalb läuft es über die Stromvergütung.

Wie gesagt, darüber habe ich gelesen, weiß aber nicht ob das schon durch ist. Dafür hat mir die Branche zu wenige reagiert, als daß dies nun wirklich schon beschlossen wäre.

Envitech: Im Soge der Schmack Gewinnwarnung ebenfalls gesunken. Zu recht? Das wird man nach den nächsten Zahlen erfahren. ETG beteuert, daß diese ok ausfallen. So kurz nach dem IPO erwarte ich keine negative Überraschung. Im Gegensatz zu Schmack verdient ETG sehr gut. Ob ETG die bessere Alternative ist als Schmack? Gewinne sind natürlich deutlich höher. Wenn Schmack jedoch die Marge auf ETG Niveau steigern könnte, dann wäre Schmack der Favorit. Ich kann ansonsten zu ETG keine Schätzungen abgeben.

  

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Biogas
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.8.07 17:23)

Aus dem Umweltgipfel in D:

9 Einspeiseregelung für Biogas in Erdgasnetze
Ist: Bis zum Jahr 2030 kann in Deutschland ein Biogaspotenzial erschlossen werden,
das 10% des derzeitigen Erdgasverbrauchs entspricht. Bis zum Jahr 2020 sollen bereits
6 % erreicht werden. Um die vorhandenen Potenziale wirtschaftlich zu erschließen, bedarf
es der Konkretisierung und Ergänzung des vorhandenen Rechtsrahmens.
Ziel: Erleichterung der Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz, um die Importabhängigkeit
bei Erdgas zu verringern und Impulse für eine klimaschonende Energieerzeugung zu
geben. Dezentral erzeugtes Biogas soll verstärkt effizient und zielgerichtet in der Kraft-
Wärme-Kopplung und als Kraftstoff eingesetzt werden.
Maßnahmen:
- Festlegung von Zielen für die Jahre 2020 und 2030 für den Biogasanteil am Erdgasverbrauch
-Konkretisierung der Vorrangregelungen (Verpflichtung der Netzbetreiber zum vorrangigen
Anschluss sowie zur vorrangigen Abnahme und Durchleitung)
-Marktorientierte Vergütung: Vereinbarter Preis, hilfsweise Marktpreis zzgl. der vermiedenen
Netznutzungsentgelte (Marktpreis orientiert am Preis für Erdgas)
-Präzisierung der Regelungen zum Jahresbilanzausgleich und zur Berücksichtigung
vermiedenen Netzentgelte
-Konkretisierung der Qualitätsvorgaben für Biogas, insbesondere bezüglich der erforderlichen
Gasbeschaffenheit

  

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Nochmals Envitec
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.8.07 09:37)

Da kommen Mittwoch Zahlen. Euro am Sonntag hat die Aktie empfohlen, man rechne nicht mit einer Entäuschung. IPO Kurs war so 47.

Mehrere Fragen stellen sich jetzt:
Kann es sein, daß es bei Schmack schlecht läuft, aber bei ETG keine Probleme gibt? Das wäre natürlich ganz gut für ETG, quasi Marktanteilsgewinne.

Läuft es bei ETG nur im 1.HJ gut, aber auch der Ausblick ist nicht besonders?

Es gibt bei ETG Abgabedruck, Erholung laufen nicht weit.

Trotzdem könnten die Mittwochszahlen eine nette Spekulation sein. Wenn die Zahlen ok sind, kann es zwischen leicht bist stärker rauf gehen.

  

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Schmack Biogas: engültige Zahlen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.8.07 09:11)

Wie erwartet, Gewinnwarnung gab es ja bereits. Envitec zum Vergleich macht Gewinne.
Die Konzentration auf Großanlagen könnte aber längerfristig interessant sein. Auch aus Sicht es Exports. Es ist leichter eine EDF (franz. Energieversorger) anzusprechen als 200 franz. Bauern.

DGAP-News: Schmack Biogas AG (deutsch)
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Schmack Biogas AG: Schmack Biogas AG legt finale Halbjahreszahlen vor

Schmack Biogas AG / Halbjahresergebnis

28.08.2007

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Schmack Biogas AG legt finale Halbjahreszahlen vor

Umsatz und Ertrag auf erwartetem Niveau

Im zweiten Halbjahr positiver Ertrag prognostiziert

Schwandorf, 28.08.2007. Die Schmack Biogas AG hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um rund 97% auf 55,8 Mio. Euro steigern können. Dabei resultiert diese Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere aus verstärkten Aktivitäten mit Energieversorgungsunternehmen. Weiterhin werden deutlich über 90% der Erlöse mit der Projektierung und Errichtung von Anlagen erwirtschaftet.

Auf der Ertragsseite zeigt Schmack Biogas das auf Basis der vorläufigen Zahlen erwartete Bild: So beläuft sich das Betriebsergebnis (EBIT) nach den ersten sechs Monaten auf -10,7 Mio. Euro gegenüber -1,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Grund für diese Entwicklung war vor allem die unerwartet schwache Nachfrage aus dem landwirtschaftlichen Sektor sowie neue Großprojekte, die zwar die Umsatzausfälle teilweise kompensieren und zukunftsweisend hinsichtlich Größe und Technologie sind, aber noch unterdurchschnittliche Margen aufweisen.

Ulrich Schmack, Gründer und Vorstandssprecher: 'Aufgrund des starken Anstiegs der landwirtschaftlichen Rohstoffpreise konnten sicher geglaubte Projekte mit Landwirten nicht realisiert werden. Darüber hinaus arbeiten wir an technologisch anspruchsvollen Entwicklungen und errichten komplexe Großanlagen der nächsten Generation für Energieversorger. In diesem Bereich durchlaufen wir aktuell eine wichtige aber kostenintensive Erfahrungskurve. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, auch diesen neuen Anlagentyp zu standardisieren und so die Margen in diesem Kundensegment zu steigern.'

Zweites Halbjahr mit positiver Prognose

Im zweiten Halbjahr 2007 rechnet Schmack Biogas mit einem positiven Geschäftsverlauf. Dies betrifft die Umsatz- aber auch vor allem die Ertragsseite. Dabei werden Projekte mit Energieversorgern wesentliche Umsätze beitragen und damit einen Teil der ausfallenden Projekte aus dem landwirtschaftlichen Sektor kompensieren. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von 140 Mio. Euro bis 150 Mio. Euro und damit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von bis zu 65%. Das EBIT wird für das Gesamtjahr 2007 voraussichtlich bei rund EUR -6 Mio. liegen.

Dazu Ulrich Schmack: 'Unser Ziel für das zweite Halbjahr 2007 ist, ein positives Ergebnis zu erzielen. Es wird sich sukzessive auszahlen, dass wir uns bereits seit dem Börsengang 2006 auf die Zielgruppe der Energieversorger konzentriert haben. Die Zukunftsperspektiven für den Biogas-Markt sind intakt - national wie international.'

Auch personell wird es im zweiten Halbjahr Veränderungen bei der Schmack Biogas AG geben. So scheidet Herr Dr. Guido Zimmermann, der erst zum 1. Mai 2007 ins Unternehmen gekommen war und in den Vorstand als COO berufen wurde, aus wichtigen persönlichen Gründen aus dem Unternehmen aus. Ein erfahrener Interimsmanager wurde bereits verpflichtet.

Schmack Biogas AG: Die Schmack Biogas AG ist einer der führenden deutschen Anbieter für Biogas-Anlagen. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet, bietet heute seine Leistungen in den Geschäftsbereichen Projektierung und Errichtung sowie Service und Betriebsführung an und zählt damit zu den wenigen Komplettanbietern der Branche. Schwerpunkt ist neben der technischen Unterstützung ein umfassender mikrobiologischer Service. Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft Schmack Energie Holding betreibt das Unternehmen - vorrangig mit Joint Venture Partnern - nun auch eigene Anlagen und vermarktet das produzierte Biogas sowie die gewonnene elektrische Energie und Wärme. Bis heute hat Schmack Biogas 201 Anlagen mit einer Nominalleistung von rund 58 MW errichtet.

  

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Envitec: Gute 6 Monatszahlen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.07 10:00)

Keine Spur von schlechtem Ausblick oder ähnliches. Kurs trotzdem -10% wegen penetrantem Verkäufer.
Habe nochmals zugekauft, werde aber wohl abbauen im Laufe des Tages, wenn sich das - hoffentlich halbiert.

DGAP-News: EnviTec Biogas AG (deutsch)


EnviTec Biogas AG (Nachrichten/Aktienkurs) : Umsatz und Ergebnis der EnviTec Biogas wachsen kräftig

EnviTec Biogas AG / Halbjahresergebnis

29.08.2007

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Lohne, den 29. August 2007 - Die EnviTec Biogas AG (ISIN: DE000A0MVLS8, WKN: A0MVLS) mit Sitz im niedersächsischen Lohne verzeichnete im ersten Halbjahr 2007 erneut eine große Nachfrage nach Biogas-Anlagen. Das Unternehmen erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 65,6 Millionen Euro - ein Plus gegenüber den ersten sechs Monaten 2006 von 92,4 Prozent (34,1 Millionen Euro). Das EBIT stieg von 7,6 Millionen Euro auf 11,3 Millionen Euro, das sind 48,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Am Ende des ersten Halbjahres waren von Envitec gebaute Biogasanlagen mit einer kumulierten elektrischen Anschlussleistung von 73,4 Megawatt in Betrieb. Damit ist das Unternehmen aus Lohne der größte Biogasanlagen-Hersteller Europas. Über Projektgesellschaften betreibt EnviTec mit Partnern außerdem eigene Anlagen. Aktuell sind Eigenanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von 5,8 Megawatt im Betrieb oder im Bau. Am 30. Juni 2007 arbeiteten 241 Mitarbeiter für das Unternehmen.

Der Vorstand der EnviTec geht weiterhin davon aus, dass sich die dynamische Marktentwicklung auch in der zweiten Jahreshälfte 2007 fortsetzen wird. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro. Das wäre ein Zuwachs von rund 60 Prozent. Das Vorsteuerergebnis soll bis zum Jahresende auf mehr als 27,5 Millionen Euro steigen. Getrieben wird die Expansion von EnviTec durch die steigende Nachfrage von institutionellen Biogas-Investoren, Energieversorgern, ausländischen Kunden und durch den Eigenbetrieb. 'Insbesondere im Ausland werden wir in den Eigenbetrieb von Biogasanlagen investieren', sagt Olaf von Lehmden, Vorstandsvorsitzender der EnviTec. 'Hier sehen wir uns in der Pole Position und werden die enormen Wachstumspotenziale ausschöpfen.' Die elektrische Anschlussleistung im Eigenbetrieb wird am Jahresende bei voraussichtlich 10 Megawatt liegen. Der Umsatzanteil im Ausland soll im Jahr 2008 rund 15 bis 20 Prozent des Gesamterlöses des EnviTec-Konzerns betragen.

EnviTec deckt als integrierter Anbieter von Biogasanlagen die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen ebenso wie die Inbetriebnahme. Das Unternehmen sorgt für den biologischen und technischen Service, bietet das gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. In Penkun in Mecklenburg-Vorpommern baut EnviTec derzeit die voraussichtlich weltweit größte Anlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 20 MWel. Das Unternehmen ist mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures oder Vertriebsbüros in den Niederlanden, in Italien, Großbritannien, Ungarn, Tschechien, in der Ukraine und in Indien tätig. Darüber hinaus realisieren und projektieren die Niedersachsen bereits in Belgien, Kroatien und Rumänien Biogasanlagen.

  

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Envitec: Downgrade & Unternehmensstatement
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.07 17:44)

Editiert am 29-08-07 um 05:50 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Mein Kommentar: Wir liegen bei 28, Kursziel 35. Kommt also eine Aufstufung? Jedenfalls ist die aktuelle Bewegung deutlich übertrieben. Da könnte es bald einen kräftigen Rebound geben. Aber vorerst wird noch abverkauft.

Edit: Das Statement vom Unternehmen ist da auch interessant. Klingt ja eigentlich nicht so schlecht. Eigentlich besser wie die Alternative Schmack. 1,50 EPS07 sollten drin sein, bei 28 Euro liegen wir beim KGV von 18. Da ist nach unten eigentlich nicht viel Platz, wenn man nicht von einem totalen Einbruch der Wachstumsraten ausgeht.

EnviTec Biogas Downgrade (WestLB AG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der WestLB stufen die Aktie von EnviTec Biogas (ISIN DE000A0MVLS8/ WKN A0MVLS) von "buy" auf "hold" zurück und senken das Kursziel von 48 auf 35 EUR.

EnviTec habe ziemlich zufrieden stellende Halbjahresergebnisse vorgelegt. Während der Umsatz um 9% gestiegen sei, habe das EBIT sogar um 49% zulegen können. Allerdings habe das Unternehmen die Planung für das Gesamtjahr zurückgeschraubt. Beim Umsatz werde mit einem Wachstum von 60% auf 160 Mio. EUR nur noch das untere Ende der bisherigen Spanne erwartet. Was schwerer wiege sei jedoch, dass EnviTec sein Ziel, die Marge zumindest stabil zu halten, nicht erreichen werde. Der Vorsteuergewinn solle nun um 50% zulegen, was 15% unter der Schätzung der Analysten liege.

Angesichts der Unsicherheiten im deutschen Biogasmarkt werde man die Prognosen überarbeiten. Die Wachstumsdynamik dürfte zumindest in 2008 wahrscheinlich deutlich niedriger ausfallen als bislang angenommen. EnviTec versuche diese Unsicherheit durch Investitionen in eigene Kraftwerksaktivitäten im Ausland teilweise zu kompensieren.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der WestLB die Aktie von EnviTec Biogas nunmehr zu halten. (Analyse vom 29.08.07) (29.08.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 29.08.2007


----------------
Das Biogasunternehmen Envitec hat seinen
Ausblick für 2007 trotz eines starken Kursverlustes im Anschluss an die
Zahlenvorlage verteidigt. 'Der Markt wertet unsere etwas konservative
Einschätzung für das Gesamtjahr als Prognosesenkung, wir hatten aber bisher gar
keine Prognose', sagte der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden am
Mittwoch im
Gespräch mit der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX. Der EnviTec-Aktienkurs fiel
am Mittwoch zeitweise um 19 Prozent auf 27,60 Euro.

Die seit Anfang Juli börsennotierte EnviTec Biogas AG erwartet für 2007
einen Umsatz von 160 Millionen Euro. Analysten der WestLB sprachen von einer
bisherigen Zielmarke von 160 bis 170 Millionen Euro. Sie stuften den Titel von
'Buy' auf Hold' ab und senkten das Kursziel von 48 auf 35 Euro.
'Wir setzen die
Erwartungen für das Gesamtjahr lieber konservativ an, so haben wir etwas Luft am
Ende des Jahres', sagte von Lehmden. Das gelte auch für die EBIT-Marge, die
bei
16 Prozent für das Gesamtjahr erwartet wird. Die WestLB hatte 17,5 Prozent
erwartet.

'Es ist richtig, dass sich unser Aktienkurs enorm negativ entwickelt
hat',
gestand der Vorstandsvorsitzende. Von seinem Hoch im Juli bei 56,30 Euro hat
sich der Kurs mittlerweile halbiert. Als Reaktion auf die vorgelegten Zahlen und
den Ausblick bezeichnete von Lehmden das aktuelle Kursminus jedoch als nicht
nachvollziehbar. 'Was sich da im Kurs widerspiegelt, ist die Irritation und
Sensibilität im Biogassektor', sagte er. Vor einem Monat hatte der
Biogasanlagenhersteller Schmack Biogas den Markt mit einer
Gewinnwarnung geschockt und die eigene sowie die Aktien der Konkurrenz auf
Talfahrt geschickt. 'Das hat zu erheblicher Verunsicherung geführt',
sagte von
Lehmden.

EnviTec hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2007 mit einem Plus von 92,2
Prozent auf 65,6 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Das EBIT stieg von 7,6 auf
11,3 Millionen Euro. Das zweite Quartal fiel jedoch mit einem EBIT von 5,3
Millionen Euro schwächer als das Vorjahresquartal (6,8 Mio) aus. Als Gründe für
die Abschwächung im zweiten Quartal nannte von Lehmden einen witterungsbedingt
starken Vergleichszeitraum. Dazu seien hohe Kosten im operativen Geschäft
gekommen: Dazu zählen laut von Lehmden die Inbetriebnahme eigener Biogasanlagen
und der Einsatz neuer Techniken zur Reduzierung des Verbrauchs nachwachsender
Rohstoffe. Auch die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten außerhalb Deutschlands
habe zu höheren Kosten geführt.

'Unsere Strategie ist es, den Eigenbetrieb im Ausland massiv zu
fokussieren', sagte der Unternehmenschef. In diesem Jahr spiele dieses
Geschäftsfeld noch eine untergeordnete Rolle mit einem Anteil von weniger als
fünf Prozent am Umsatz. Elf Anlagen betreibe EnviTec bisher selber. 'Im
kommenden Jahr soll sich diese Zahl deutlich mehr als verdoppeln.'
Untermauert
werde diese Erwartung wegen der hohen Nachfrage ausländischer Kunden, für die
EnviTec Anlagen betreiben könnte./sc/stw/she
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Envitec: Abverkauf geht weiter
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.07 10:03)

Auch heute wieder fast 10% im -.
Das Positive: Bald sollte Schluß sein. Waren wir gestern noch bei KGV 18 für 07e, dann sind wir jetzt bei 16. Das ist ein Bereich, der schon ohne Wachstum interessant ist. Und das obwohl dieser Bereich in Diskussion ist stärker gefördert zu werden. Und das obwohl ETG im Ausland sehr stark wächst. Bin mit der Aktie leider noch stark im Minus (nicht relativ, sondern aufgrund der höheren Stückzahl absolut), bin aber optimistisch daß demnächst der Rebound einsetzt.

  

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Rebound eingesetzt
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.8.07 13:05)

Nach -12% jetzt gleich im +. Sehr schön. Da ich jedoch den Großteil der Stücke schon gestern gekauft habe, bin ich mit der Position natürlich noch nicht im +, aber momentan sieht es natürlich wieder freundlicher aus.

Ich bin mittelfristig optimistisch, auch wenn ich mich sicher bald wieder verabschieden werde. Biogas wird bei einer Vergütung der Einspeisung ins Gasnetz sehr interessant werden. Rational gesehen müßte man die Biospritverordnung aufgeben und stattdessen die nachwachsenden Rohstoffe als Biogas und dann als Erdgasersatz einsetzen. So wird es natürlich nicht kommen, zu groß bereits die aufgebauten Kapazitäten.

  

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Insiderkäufe bei EnviTec Biogas - guter Indikator?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.9.07 11:18)

aus dem Börsennewsletter: "Nebenwerte Daily".

...
Wer nicht auf gute Konjunkturnachrichten oder spannende und lehrreiche Reden von Notenbankern warten sondern lieber auf Insiderkäufe spekulieren will, kann sich auf www.insiderdaten.de die aktuellen Transaktionen ansehen. Ganz oben auf der Liste der Käufe in den letzten Wochen stehen übrigens Autania (WKN 507800), EnviTec Biogas (WKN A0MVLS), Cinemaxx (WKN 508570), HCI Capital (WKN A0D9Y9) und Symprise (SYM999).


Wo man die Insiderkäufe sieht:

http://www.insiderdaten.de/

  

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RE: Insiderkäufe bei EnviTec Biogas - guter Indikator?
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.9.07 20:16)

Stimmt mir sind auch die EnviTec ins Aug gesprungen. Nach dem Halbierer kann man nicht so viel falsch machen. Denk ich mir mal.

  

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Biogas Allgemein 2 Unternehmen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.9.07 13:37)

aus dem Rohstoffspiegel vom 25.08.07
-----------------------------------------

Biogas – Chancen für Anleger?
von Gerald Pilz

Angesichts der Diskussion um die Nutzung erneuerbarer Energien gewinnt die Erzeugung von Biogas an Stellenwert. Biogas entsteht bei der Vergärung von Biomasse (organischenAbfälle, Speisereste, Klärschlamm), Dünger (Gülle, Mist) und nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Getreide, vor allem Mais). Ein wesentlicher Beitrag besteht im Klimaschutz, denn Biogas ist CO2-neutral; das bei der Verbrennung abgegebene Kohlendioxid wurde zuvor von den Pflanzen gebunden. Doch lohnt es sich für Anleger, in diesen Sektor zu investieren?

Im Augenblick kostet die Produktion von Biogas zirka 8 Cent pro Kilowattstunde – mehr als dreimalso viel wie herkömmliches Erdgas. Anders als die Windenergie, die bereits jetzt als rentabel gilt, ist Biogas ohne staatliche Förderung nicht wettbewerbsfähig. Im Augenblick gibt es keine staatlichen Subventionen, jedoch können Betreiber von Biogasanlagen indirekt vom Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) profitieren, indem sie das Biogas in einem Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung nutzen. Sinnvoller wäre es, wenn man das Gas unmittelbar in die Erdgasleitungen einspeisen könnte. Bislang blockieren einige Energiekonzerne eine solche Lösung, zumal im Gegensatz zum Strom keine Pflicht zur Einspeisung besteht.

Eines der Probleme liegt zudem darin, dass das bei Fäulnisprozessen aus Gülle, organischen Abfällen, Pflanzen und Klärschlämmen entstehende Biogas nur einen Methangehalt von 50 Prozent aufweist, während der Anteil beim Erdgas mehr als 90 Prozent beträgt. Anstelle von aufwändigen technologischen Verfahren zur Methananreicherung kann man Rohrleitungen mit einem Mindestdurchmesser von einem Meter verwenden, denn dadurch vermischt sich das Biogas besser mit dem Erdgas. Problematisch bleibt aber der Anteil an schädlichem Schwefelwasserstoff, an Kohlendioxid, Ammoniak und Wasserstoff; diese Gase müssen vor der Einleitung in das Gasnetz entfernt werden.

Trotz dieser Nachteile wird Biogas als Teillösung für das Energieproblem vorgeschlagen. Europa ist in einem hohen Maße von russischen Gaslieferungen abhängig. Eine politische Krise könnte hierzulande zu einer ernstzunehmenden Versorgungskrise und drastischen Lieferengpässen führen. Biogas wird daher als Alternative verstanden. Nach Schätzungen des Bundesverbandes der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) könnte Biogas im Jahre 2030 mehr als 10 Prozent des Gasbedarfs abdecken. Insgesamt lassen sich zwischen 5 und 10 Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland durch Biomasse decken; im Augenblick trägt Biomasse nur 0,8 Prozent zur gesamten Energiegewinnung bei.

Die Vorteile des Biogases sind, dass es dem Klimaschutz dient, eine dezentrale Energieversorgung beispielsweise auf Bauernhöfen gestattet und dass es eine kontinuierliche („grundlastfähige“) Energieversorgung ermöglicht. Auch kann das entstehende Methan direkt für Erdgasautos verwendet werden.

Doch diesen Vorteilen stehen etliche Nachteile gegenüber. Der giftige Schwefelwasserstoff muss technologisch aufwändig durch Entschwefelungsanlagen entfernt werden. Eine besondere Gefahr stellt frei werdendes Methan dar, denn – was viele nicht wissen – Methan (und damit auch Erdgas) ist ein um ein Vielfaches verheerenderer Klimakiller als Kohlendioxid. Der häufig propagierte Anbau von Energiepflanzen (nachwachsenden Rohstoffen, „Nawaro“) führt zu Monokulturen und deutlichen Schäden durch die intensive Landwirtschaft mit ihrem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln.


Die Biogas-Aktie Schmack Biogas AG

Eine börsennotierte Aktiengesellschaft in diesem Sektor ist die Schmack Biogas AG im bayerischen Schwandorf (www.schmackbiogas.com), die 2006 an die Börse ging. Das Unternehmen ist ein Komplettanbieter für Biogasanlagen und bietet zusätzlich ein breites Spektrum an Dienstleistungen, das von der Projektierung, Planung, Genehmigung, Inbetriebnahme und Finanzierung von Biogasanlagen reicht. Seit 1995 wurden 145 Anlagen errichtet, und seit 1997 betreibt das Unternehmen ein eigenes Biotechnologielabor zur mikrobiologischen Untersuchung der Vergärungsprozesse. Zu den Kunden zählen neben Landwirten kommunale Versorger, Stadtwerke und Gewerbebetriebe.

In den letzten vier Jahren konnte die Schmack Biogas AG ihre Umsätze jährlich verdoppeln. Während der Umsatz 2003 sich auf 9,5 Millionen Euro belief, lag er 2004 bereits bei 16,4 Millionen Euro. Im Jahre 2005 waren es 34,1 Mio. Euro und 2006 wurde die Rekordmarke von 90 Millionen Euro erreicht. 98 Prozent der Umsätze wurden in Deutschland erzielt. Das Jahresergebnis war 2005 erstmals positiv mit 2,5 Millionen Euro und sank´2006 auf 1,3 Millionen Euro.

In den letzten Monaten zeichnet sich ein Negativtrend ab. Zwar konnten die Umsätze im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt werden, doch das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) liegt auf Halbjahresbasis zwischen minus 11 und minus 12 Millionen Euro. Von März bis Juni 2007 gab es zweistellige Umsatzrückgänge im landwirtschaftlichen Sektor. Nur bei Großanlagen und dem Kundensegment der Energieversorgungsunternehmen ist die Nachfrage stabil, so dass das Unternehmen sich in Zukunft auf diese Zielgruppe fokussieren will. Zusammen mit E.ON Ruhrgas und E.ON Bayern wird das Unternehmen in Schwandorf auf dem Firmengelände die europaweit größte Biogasanlage mit einer Kapazität von 16 Millionen Kubikmeter Biogas errichten; damit kann man zirka 5.000 Haushalte mit Gas versorgen. Die bei Großprojekten geringeren Gewinnmargen können indes den starken Gewinn- und Umsatzrückgang nicht ausgleichen. Nach der neuesten Prognose des Vorstands vom 26. Juli 2007 wird das EBIT für das laufende Jahr bei minus 6 Millionen Euro liegen.

Die Erstnotiz der Aktie erfolgte am 25.05.2006 bei einem Emissionspreis von 31 Euro. Die Aktie (ISIN: DE000SBGS111) wird im Amtlichen Handel (Prime Standard) der Frankfurter Börse notiert und ist in Xetra gelistet. Zusätzliche Notierungen gibt es Stuttgart, Berlin, Bremen, Düsseldorf und München. Die Aktie stieg zeitweilig auf über 70 Euro; inzwischen jedoch setzte ein steiler Abwärtstrend ein, der durch die ungünstige Prognose und das schwierige Börsenumfeld erheblich beschleunigt wurde, so dass die Aktie um mehr als 50 Prozent fiel.


Die Biogasaktie EnviTec Biogas

Das Biogas-Unternehmen (ISIN: DE000A0MVLS8) hatte sein Börsendebüt im Juli 2007. EnviTec Biogas (www.envitecbiogas.de) ist in Deutschland die Nummer 2 nach der Schmack Biogas AG. Das in Niedersachsen beheimatete Unternehmen, das vor fünf Jahren gegründet wurde, hat heute 240 Mitarbeiter. Der Umsatz stieg im letzten Jahr um mehr als 147 Prozent; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um mehr als das Dreifache. 2006 lag der Umsatz bei 100,7 Millionen Euro, und für 2007 wird ein Umsatz von 160 Millionen Euro prognostiziert. Der Jahresüberschuss könnte von 11,6 Mio. Euro im Jahr 2006 auf über 19 Mio. Euro steigen. Im ersten Quartal 2007 legte der Umsatz um 202 Prozent und der Konzernjahresüberschuss um 639 Prozent zu. EnviTec Biogas hat als Newcomer an der Börse ein stärkeres Potenzial als der Konkurrent Schmack Biogas. Besonderer Pluspunkt bei EnviTec ist die Fokussierung auf standardisierte Anlagengrößen, die mit Kostenvorteilen verbunden sind, die stärkere Internationalisierung und die Ausrichtung auf Großkunden wie Energieversorger. In Belgien, Kroatien und Rumänien werden neue Biogasanlagen bereits gebaut. Einen großen Biogaspark mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt konnte das Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern errichten.

EnviTec Biogas weist ein beachtliches Wachstum auf und dürfte daher ein interessanter Wert in diesem Sektor sein. Negativ sind die Überbewertung der Aktie und dass ein hoher Anteil des Emissionserlöses beim Börsengang an die Altaktionäre ging. Am ersten Börsentag notierte die Aktie bei 50,50 Euro. Aufgrund der ausgeprägten Börsenturbulenzen fiel die Aktie zeitweilig unter 44 Euro. Die nächsten Zahlen für das zweite Quartal 2007 werden Ende August vorgelegt.


Fazit

Die Betrachtung macht deutlich, dass Biogasanlagen etliche Probleme aufwerfen, die bislang nicht vollständig gelöst sind. Die Kosten für die Entschwefelung und Reinigung des Gases und die Schäden, die durch eine intensive Landwirtschaft mit nachwachsenden Rohstoffen verursacht werden, müssen benso in die Bewertung mit einbezogen werden wie die fehlende Wettbewerbsfähigkeit. Das neue Kundensegment der Energieversorger ist noch nicht vollständig erschlossen, und die erzielbaren Gewinnmargen sind bei solchen Großprojekten erfahrungsgemäß geringer. Dennoch profitieren Anbieter wie EnviTec Biogas von hohen Wachstumsraten. Die Branche konnte 2006 einen Wachstumsschub von 70 Prozent verbuchen, und der Fachverband Biogas rechnet mit einer jährlichen Erlössteigerung von 40 Prozent bis zum Jahr 2012. Eine erfreuliche Nachricht ist auch, dass die deutsche Bundesregierung ab 2009 eine verbesserte Förderung von Strom aus Biogasanlagen plant. Unter diesen Aspekten könnte ein Einstieg bei EnviTec Biogas sinnvoll sein, sobald die Konsolidierung des Börsenumfelds abgeschlossen ist, die momentanen Turbulenzen nachgelassen haben und sich ein neuer Aufwärtstrend abzeichnet. Anleger sollten sich aber des Risikos bewusst sein, da die Aktie bereits hoch bewertet ist und es sich um eine Neuemission handelt.


Über den Autor:
Dr. Dr. Garald Pilz ist Unternehmensberater und Dozent. Er hat kürzlich den Ratgeber “Geldanlage in Rohstoffen” veröffentlich

  

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RE: Biogas Allgemein 2 Unternehmen
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.9.07 15:48)

Envitec schaut heute ganz gut aus.

  

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Ende gut, alles gut...Meine Envitec Position
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.9.07 11:12)

Editiert am 04-09-07 um 11:12 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

Nachdem ich doch ordentlich im Minus war bei Envitec, hat sich die Aktie in den letzten Tagen wieder schön erholt und vom Tief über 20% zugelegt. Ich habe meine Position vorerst geschlossen und werde tiefer unten wieder eine normalgroße Position eingehen (meine war etwas zu groß, weil der Abschlag aufgund der akzeptablen Zahlen mMn viel zu groß war - leider zu früh zu kaufen begonnen).

Envitec bleibt mMn sehr interessant. Es gab zwar Abstufungen mit Kursziel 35 (aktuell 29), aber Vorstand hat zwischen den Zeilen durchblicken lassen, daß man die Prognosen bewußt niedrig angesetzt hat. Eben wegen dieser niedrigen Prognosen gab es die Analystenabstufungen. Die Hoffnung lebt also, daß man die Planzahlen doch noch übertrifft. Andererseits, solche Aussagen habe ich schon öfters erlebt um die Aktionäre zu beruhigen.

  

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RE: Ende gut, alles gut...Meine Envitec Position
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.9.07 16:57)

Bei einem Biogasunternehmen wollte ich eigentlich auch schon immer einsteigen, der Emissionskurs war zu hoch, dann der Absturz, schön langsam müssten sich die Nebel lichten.

Weil es dazu passt:

Gaswirtschaft setzt sich für wirksame CO2-Minderungsmaßnahmen und für mehr Klimaschutz ein (24.08.2007)

Berlin - Mit Hinweis auf das Klimaschutz-Aktionsprogramm der deutschen Gaswirtschaft begrüßt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) die Ziele des in Meseberg beschlossenen "Integrierten Energie- und Klimaprogramms".

In der Umsetzung sollte die Klimaschutzpolitik effiziente, technologieoffene und marktwirtschaftlich ausgerichtete Instrumente in den Mittelpunkt stellen. Eine Überregulierung des Wärmemarktes ist zu vermeiden.

Dann könnte sich hieraus ein neues "grünes Wirtschaftswunder" ergeben. Bezogen auf einzelne Punkte des Klimaschutzprogramms bedeutet das: - Bioerdgas in Gasnetze: Die deutsche Gaswirtschaft wird den Bioerdgasmarkt engagiert und auf wirtschaftlicher Basis entwickeln.

Die Gaswirtschaft erklärt sich bereit, bundesweit angebotenes Bioerdgas aufzunehmen und zu vermarkten und die Einspeisebedingungen für Bioerdgas auf Basis der Kooperationsvereinbarung und unter Berücksichtigung der bestehenden Regelwerke einvernehmlich mit der Landwirtschaft zu vereinbaren unter der Mitwirkung des BMWi, BMU, BMELV sowie der BNetzA.

Diese Regelungen sollen möglichst einfach, klar und verursachergerecht sein. - Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG): Bioerdgas stellt eine wichtige Option für die vorgesehene Nutzungsverpflichtung im Wärmebereich dar. Die deutsche Gaswirtschaft wird den Kunden Bioerdgas zur Erfüllung der vorgesehenen Nutzungsverpflichtungen anbieten.

Die deutsche Gaswirtschaft sieht wegen der "Null"-Investition beim Verbraucher und der hocheffizienten Anwendungstechniken von Erdgas mit Bioerdgas eine attraktive Lösung, die Nutzungsverpflichtung kostengünstig und ohne großen Bürokratieaufwand zu erfüllen. - CO2-Strategie für PKW und Ausbau von Biokraftstoffen: Erdgas als Kraftstoff stellt eine nachhaltige Alternative dar, die ökologische Vorteile gegenüber allen anderen herkömmlichen Kraftstoffen aufweist.

Deshalb kann bei der Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaprogramms auf diese Alternative nicht verzichtet werden. Bioerdgas ist der auf absehbare Zeit einzige regenerative Kraftstoff der 2. Generation, der bereits jetzt großtechnisch vorhanden ist. Mit einer Selbstverpflichtung hat sich die Gaswirtschaft daher freiwillig bereit erklärt, auf Basis heutiger Marktprognosen bis 2010 dem CNG-Absatz 10% Bioerdgas als Kraftstoff beizumischen. Diese Quote soll bis 2020 auf 20% gesteigert werden.

- Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG): Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz (z. B. KWK) und zu Erneuerbaren Energien (z. B. Bioerdgas) sind konsistent zu gestalten. Zur optimierten Erschließung zusätzlicher CO2-Einsparpotenziale im Wärmemarkt müssen technologieoffene und stabile Rahmenbedingungen für alle Effizienztechnologien und nachhaltigen Wärmequellen geschaffen werden. Eine schlanke und ausgewogene Novellierung des KWKG ist deshalb erforderlich.

In den Regelungen sollten insbesondere für hocheffiziente und besonders umweltschonende Technologien Anreize geschaffen werden (z. B. beim Einsatz von Gas- und Dampfturbinen-Anlagen).


Quelle: BGW

Für Abnehmer sollte also gesorgt sein.

  

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Biodieselbranche geht es schlecht
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.9.07 09:25)

http://www.welt.de/wirtschaft/articl...l?r=newsletter
Biodiesel
„Der Branche geht es verdammt dreckig"
Die Hersteller von Biodiesel in Deutschland stehen vor einem Scherbenhaufen. Aus ihren einstigen Zukunftsfabriken drohen Millionengräber zu werden. Denn die Ölkonzerne nehmen den Öko-Treibstoff nicht ab – obwohl sie das tun müssten.


Die Biodiesel-Branche steckt in der Krise: Sie wird ihre Vorräte nicht los

Der Vorsitzende des Bundesverbandes für Biokraftstoffe (BKK), Peter Schrum, fasst zusammen: „Den Biodieselfirmen geht es verdammt dreckig." Zum einen steigen die Preise für die Rohstoffe, aus denen das Öl gepresst wird, zum anderen drosseln Steuern die Nachfrage nach dem Ökotreibstoff. „Wir werden von der Steuergesetzgebung aus dem Finanzministerium zerquetscht", klagt BKK-Chef Schrum.

Bis zum vergangenen Jahr war das Brennöl für Automobile steuerfrei. Ganze Lastwagenflotten tankten den Sprit. Aber seit neun Cent Steuern je Liter gezahlt werden müssen, bricht der Absatz ein. 2006 wurden noch rund 1,5 Millionen Tonnen Biodiesel an den Tankstellen abgesetzt. Aktuell sind es 200.000 Tonnen weniger. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) weist die Verantwortung von sich. Er lässt verkünden, vor dem Hintergrund hoher Margen in der Vergangenheit sei es „überhaupt nicht nachvollziehbar, wenn Lobbyisten jetzt immer wieder behaupten, die jetzigen Steuersätze hätten die Branche in Existenznot gebracht".
Tatsächlich aber stecken die Ökodieselmacher wegen der zurückgehenden Absatzzahlen in der Klemme. Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), sagt, die Hersteller hätten auf die Politiker vertraut, die weniger fossile und dafür mehr erneuerbare Kraftstoffe versprochen hätten.
So seien innerhalb des vergangenen Jahres die Produktionskapazitäten von rund vier Millionen auf 5,5 Millionen Tonnen Pflanzensprit ausgebaut worden. Von Januar an soll die Steuer auf Biosprit laut Steinbrück-Plan jährlich um weitere sechs Cent erhöht werden. Petra Sprick vom VDB sagt dazu: „Wir werden erdrosselt." Öl aus Pflanzen müsse mindestens zehn Cent billiger als herkömmlicher Diesel sein, damit Lastwagenflotten den Sprit tankten.
Auch die gesetzlichen Regeln zur Beimischung von Biosprit in den herkömmlichen Treibstoff zeigen nach Angaben der Verbände keinen Erfolg. Laut Gesetz müssen Shell und Co. mindestens fünf Prozent ihres Treibstoffes durch Bioprodukte ersetzen. Doch mit 1,5 Millionen Liter nehme die Mineralölindustrie weniger ab, als sie eigentlich müsse, sagt Marktanalyst Philip Spitz von Murphy und Spitz Umweltconsult. „Die Konzerne setzen die gesamte Biobranche unter Druck." Sie nutzten eine Lücke im Gesetz aus, wonach sie bis Ende April 2008 Zeit haben, ihre Quote zu erreichen. BP weist die Vorwürfe zurück. Der Konzern erfülle alle Vorgaben. Schon jetzt würden fünf Prozent des Treibstoffes ersetzt.

In der Biodieselbranche wird die Produktion aktuell drastisch reduziert. Der börsennotierte Spritmacher Verbio etwa überlegt, eine 200.000-Tonnen-Linie Bioethanol abzuschalten. Biodieselfabrikant Petrotec hat im August zwei Wochen nicht produziert. Und der Vorstand der Süddeutsche Campa Energie, Rupert Schmid, sagt: „Die zerstören eine ganze Branche."

  

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Biodiesel - vernichtendes Urteil!
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.9.07 16:19)

12.09.2007 | 18:27 | OLIVER GRIMM (Die Presse)

OECD-Papier Biodiesel wirkt kaum gegen den Treibhauseffekt, verringert die Öl-Abhängigkeit nicht und schädigt die Umwelt. Trotzdem subventioniert ihn Österreich – und erstattet Bauern sogar Steuer, die sie nie bezahlt haben.

WIEN. Hohe Wellen schlägt ein Diskussionspapier der OECD-Experten Richard Doornbosch und Ronald Steenblik, welches unter dem Titel „Biofuels: Is the Cure worse than the Disease?“ zu Wochenbeginn auf den Tisch einer OECD-Arbeitsgruppe zur nachhaltigen Entwicklung kam. Es ist nämlich eine staubtrockene Abrechnung mit dem Mythos der „sauberen Biotreibstoffe“.

Seine wichtigsten Positionen in Kürze: Erstens deckte die weltweite Produktion von Biodiesel und Bioethanol im Jahr 2005 gerade mal ein Prozent des gesamten Treibstoffverbrauchs im Straßenverkehr. Bis zum Jahr 2050 könnten das im optimistischsten Fall elf Prozent werden – allerdings um den Preis rapide steigender Lebensmittelpreise.

Saure Böden durch Biosprit

Zweitens gibt es laut dem Papier, das sich auf mehrere Studien stützt, beim derzeitigen Stand der Technik nur drei Arten von Biotreibstoff, welche deutlich weniger Treibhausgase verursachen als herkömmliche Diesel- und Benzinsorten. Es sind dies Ethanol aus Zuckerrohr (vor allem aus Brasilien), Ethanol als Nebenprodukt der Zellulosegewinnung (wie in Schweden und der Schweiz der Fall) sowie Biodiesel aus tierischen Fetten und Alt-Speiseöl. Die anderen Biotreibstoffe emittieren in Herstellung und Verbrauch zwar per se auch weniger Kohlendioxid.

Sie machen aber die Böden so sauer, verbrauchen so viel Dünger sowie Schädlingsbekämpfungsmittel und dezimieren so viele Tier- und Pflanzenarten, dass die „gesamten Umweltauswirkungen von Ethanol und Biodiesel sehr leicht jene von Benzin und mineralischem Diesel übersteigen“.

Ölabhängigkeit sinkt nicht

Drittens wird bei der Herstellung von Biotreibstoffen so viel fossile Energie verwendet, dass sie „nur in sehr wenigen Ländern das Potenzial haben, die Abhängigkeit von importiertem Öl signifikant zu verringern“. Denn je teurer Öl wird, desto größer die Nachfrage nach Biotreibstoffen, deren Preis steigen muss, weil man wie erwähnt viel (teurer werdendes) Öl benötigt, um sie herzustellen.

Das OECD-Papier räumt zwar ein, dass die zweite Generation an Biotreibstoffen (zum Beispiel aus Holz oder landwirtschaftlichen Abfällen) bis zum Jahr 2050 weitere zwölf Prozent des gesamten Treibstoffverbrauchs im Straßenverkehr decken könnte.

Dem stünden allerdings „ernste Zweifel“ über die Wirtschaftlichkeit dieser in Entwicklung befindlichen Technologien im Wege. Die Biotreibstoffe der zweiten Generation würden vermutlich nur Nischen füllen, wobei Doornbosch und Steenblik derzeit nur Biosprit aus Bagasse (der Zellulose-Rest bei der Zuckerrohrverarbeitung) und Holzabfällen Chancen gibt.

Das Papier empfiehlt der Politik, die gesetzlich verordnete Beimischung von Biosprit zu beenden, weil diese möglicherweise „Treibstoff fördert, der teurer und umweltschädlicher ist als sein entsprechendes fossiles Produkt“.

In Österreich müssen seit 2005 mindestens 2,5 Prozent Biokraftstoff beigemischt werden. Derzeit sind es laut Umweltbundesamt 3,54 Prozent, bis 1. Oktober 2008 müssen es 5,75 Prozent sein.

Steuergeschenk an die Bauern

Österreich ist übrigens netto Biodieselimporteur – und schenkt seinen Bauern Mineralölsteuer, die sie nie bezahlt haben, wie „Presse“-Recherchen ergaben. Das läuft so: Biodiesel ist von der Mineralölsteuer (MöSt) befreit. Auf jeden Liter normalen Diesel fallen hingegen 34,7 Cent MöSt an. Landwirte müssen nur 9,8 Cent MöSt pro Liter bezahlen. In der Praxis können sie dem Finanzamt entweder Tanklisten vorlegen oder sich pauschalierten Werten unterwerfen, die von Größe der bewirtschafteten Fläche und Anbauart abhängen. Tun sie dies, kann die Finanz nicht prüfen, was genau der Bauer in den Tank seines Traktors füllt. So kann er steuerfreien und somit deutlich billigeren (siehe Grafik) Biodiesel tanken, erhält aber trotzdem die Agrardieselvergütung, wie das Finanzministerium bestätigte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2007)

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 11:19)

Editiert am 14-09-07 um 01:10 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Die Hetzjagd geben Biotreibstoffe geht mir schön langsam auf die Nerven!
OK sie sind nicht DIE Lösung, aber wo ist denn die tolle Lösung? Weiter fossil tanken wie bisher?
Der Branche werden derzeit so viele Steine in den Weg gelegt, das kann nicht mehr mit rechten Dingen zu gehen.
Auf der einen Seite wird bemängelt, dass sowieso nicht genug zur Versorgung beigetragen werden kann, auf der anderen Seite möchte man den Biotreibstoffen den Hahn abdrehen.
Wenn nicht ein Markt für Biotreibstoffe geschaffen wird, werden die Unternehmen die verschiedenen Produktionsmöglichkeiten nicht weiterentwickeln. Wer soll schon groß in Forschung investieren, wenn sowieso keine Abnehmer dafür zu finden sind? Biotreibstoffe stehen am Beginn der Entwicklung, wenn damit Geld verdient werden kann, wird es auch neue Möglichkeiten geben.
Ich vermute dass die mächtige Erdöllobby alle Hebel in Bewegung setzt um den Biosprit abzuwürgen!!!!
Bei den Autoherstellern sind doch überall die Ölsscheichs als Aktionäre dabei die kein Interesse am Ersatz der fossilen Energieträger haben.
Wieviele Umweltkosten verursacht Erdöl? (Tankerkatastrophen, zerstörte Regenwälder, verschmutzte Böden in Sibieren, verschmutzte Meere, militärische Auseinandersetzungen, tote Umweltaktivisten usw.)
Die EU hat die Brachflächen für die nächsten Jahre freigegeben, das wird auch die Produktion von Weizen etc. erhöhen. Zuckerrübendicksaft eignet sich auch für die Produktion.
Übrigens kann auch aus Molke Ethanol hergestellt werden!Biospritproduktion aus Restprodukten
Zur Info:
Künftig will die Sachsenmilch AG aus Molkerei-Restprodukten Biokraftstoff herstellen. Das Unternehmen teilte mit, eine entsprechende Anlage in Leppersdorf bei Dresden, die derzeit gebaut wird, solle ab 2008 jährlich zehn Millionen Liter Bioethanol produzieren. Die bei der Käseherstellung anfallende Molke werde bei dem Verfahren nicht mehr wie bisher entsorgt, sondern durch Zugabe von Hefe zu Alkohol vergoren. Durch die anschließende Trennung von Wasser und Mineralien entstehe 99,8-prozentiges Bioethanol, das ohne Weiterbehandlung als Kraftstoff eingesetzt werden könne.


Quelle: www.live-pr.com 07.08.2007

Umweltminister Pröll hat im Mittagsjournal auch noch das Argument gebracht, dass die landwirtschaftlichen Produkte sowieso produziert werden, allfällige Umweltauswirkungen auf jeden Fall auftreten und ansonsten der Überschuss hochsubventioniert ins Ausland exportiert werden muss. (... und dort in den Entwicklungsländern mit Dumpingpreisen die lokalen Bauern ruiniert.mM)

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK??????? gut analysiert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 12:48)

Die Verwendung fossiler Energieträger ist umweltschädlich, darüber besteht glaube ich kein Zweifel. Das heißt aber nicht, daß jeder Biokraftstoff weniger schädlich ist.

Mir stellt sich die Lage derzeit so dar:

- Alles was aus Abfall gewonnen wird ist signifikant besser als fossile Energieträger. Dazu zählt etwa Diesel aus Altspeiseöl, Biogas oder Ehanol aus landwirtschaftlichen Abfällen. Das ist allerdings mengenmäßig nur begrenzt verfügbar.

- Alles was für die Herstellung von Biokraftstoff erst angebaut werden muß, ist problematisch: Raps, Mais, Zucker, Getreide. All das ist mit den üblichen Problemen von intensiven Monokulturen behaftet: Hoher Düngereinsatz, Schädlingsbekämpfung, Erosion ... und nicht zuletzt hohem (meist fossilem) Energieeinsatz.

Und letztendlich ist auch der zwangsläufige Preisanstieg von Nahrungsmitteln bedenklich: Wollen wir wirklich den Ärmsten auf der Welt das Brot wegkaufen um es zu verheizen?

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 13:39)

>Die Verwendung fossiler Energieträger ist umweltschädlich,
>darüber besteht glaube ich kein
>Zweifel. Das heißt aber nicht,
>daß jeder Biokraftstoff weniger schädlich
>ist.
>
>Mir stellt sich die Lage derzeit
>so dar:
>
>- Alles was aus Abfall gewonnen
>wird ist signifikant besser als
>fossile Energieträger. Dazu zählt etwa
>Diesel aus Altspeiseöl, Biogas oder
>Ehanol aus landwirtschaftlichen Abfällen. Das
>ist allerdings mengenmäßig nur begrenzt
>verfügbar.
>
>- Alles was für die Herstellung
>von Biokraftstoff erst angebaut werden
>muß, ist problematisch: Raps, Mais,
>Zucker, Getreide. All das ist
>mit den üblichen Problemen von
>intensiven Monokulturen behaftet: Hoher Düngereinsatz,
>Schädlingsbekämpfung, Erosion ... und nicht
>zuletzt hohem (meist fossilem) Energieeinsatz.
>
>
>Und letztendlich ist auch der zwangsläufige
>Preisanstieg von Nahrungsmitteln bedenklich: Wollen
>wir wirklich den Ärmsten auf
>der Welt das Brot wegkaufen
>um es zu verheizen?

sehe ich ähnlich wie du

ich verweise bei solchen ansätzen gerne auf die aussagen der iea (international energy agency die jährlich den world energy outlook erstellt)

weltprimärenergiebedarf in mtoe
1971: 5.600
2003: 10.723 (= Basis)
2010: 12.398 (+16%)
2020: 14.402 (+34%)
2030: 16.271 (+51%)

dies stellt das Basisszenario dar, es existieren 2 weitere wobei wirtschaftsentwicklung und energieeffizienz berücksichtigt wurden

größte Verbrauchsanstieg:
- Regional: Schwellenländer
- Sektoral: Stromerzeugung und Transport

Kernaussage:
Um diesen Energiebedarf decken zu können, müssen alle Energieträger (Öl, Gas, Kohle, Atom, Wasser, sonst. Erneuerbare) Ihren Teil dazu beitragen.
Je nach Entwikclung von Preise, Technologie etc. wird sich für gewisse Zeiträume der eine oder andere besser bzw. schlechter entwickeln

Sehe dadurch, dass bioethanol, -methanol wie auch öl ihre berechtigung haben,

aber nur weil BIO draufsteht, muss auch BIO drinsein



PS: ausgenommen natürlich bei unserem erwerten forumsteilnehmer BBIO


















  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: wasnun(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 17:05)

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Gold
The Deep Hot Biosphere

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 16:15)

Solange Lastwagen voll mit Brot in Wien zur Müllverbrennung fahren, kann es doch nicht so teuer sein! (Quelle: Film - We feed the world)
Nein es müssen ja bis zur letzten Minute alle Brotsorten vorhanden sein, ein Tag altes Brot will niemand, also ab in die Müllverbrennung, nicht mal das Auspacken aus der Folie zahlt sich aus, besser mit Verpackung in die Müllverbrennung. So wird derzeit mit unseren Lebensmitteln umgegangen.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 16:43)

> Solange Lastwagen voll mit Brot in Wien zur Müllverbrennung fahren, kann es doch nicht so teuer sein!


Man kann Wien nicht unbedingt als Maßstab für die Existenz von Armut nehmen.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.9.07 20:53)

>So wird derzeit mit unseren Lebensmitteln umgegangen

Das sieht auf den ersten Blick tatsächlich makaber aus. Aber erst mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem kann man sich überhaupt saubere oder sagen wir gut filternde Müllverbrennungsanlagen leisten, Autokatalysatoren etc.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.07 10:16)

mir kommt in letzter Zeit vor die Erdölindustrie setzt alle Mittel und Hebel in Bewegung den Biosprit schlecht zu machen.

Das Landwirtschaftliche Potential ist vorhanden. Dann muss die EU halt keine Käseberge und Weinseen subventionieren. Keine Brachliegeprämien nötig usw.
Mehr als 50% des EU Budget geht für die Landwirtschaft drauf. Jetzt mal vorstellen die Bauern könnten von Weltmarktpreisen (Milch geht schon) leben.

Envitec baut z.B. jetzt um 55 Mio€ 5 Biogaskraftwerke in Rumänien. Die steigen ins richtige Energiegeschäft ein.

Langfristig führt mMn keine Weg an den Biokraftstoffen vorbei. Sie sind sicher nicht die Lösung, aber ein unverzichtbarer Teil davon.


  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.07 11:04)

Wenn man sich die Aktienkurse der Biospritbuden ansieht, kann das Drama nicht nur an der negativen Propaganda der Ölindustrie liegen.

Was sagen eigentlich Fachleute mit umfassenderer Sichtweise als Finanz- und Ölheinis wie jene von Greenpeace zu dem Thema Biosprit?

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.07 20:16)

Editiert am 15-09-07 um 08:19 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/feinstaub/artikel/biodiesel_mogelpackung_ auf_kosten_der_umwelt/
Mir gefällt sowieso Ethanol besser.
Wenn die Dieselfahrzeuge einmal den neuen Abgasnormen entsprechen müssen (Stickoxid!) werden sie immens teuer. Laut einem Experten kostet dann die Abgasnachbehandlung mehr als der Motor selbst.

Dort werden die Petrodollars dann ausgegeben:
Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Die verkauften Mädchen von Damaskus (Zwangsprostitution ab ca. 14J.)
http://www.faz.net
FAZ vom15.09.07
Hauptkunden aus Kuwait und anderen Golfstaaten.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK?
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.9.07 20:38)






Erster Internationaler Kongress für Biokraftstoffe übertrifft Erwartungen
10.9.2007
Mehr als 250 Experten aus 28 Ländern informierten sich, diskutierten und tauschten Erfahrungen aus


30 Fachvorträge, Diskussionen, Workshop
Erfurt- Von 6. bis 7. September 2007 ging in Erfurt, Deutschland, der erste internationale Kongress zum Thema "Pflanzenölkraftstoffe" über die Bühne. Mehr als 250 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, USA, Kanada, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Dänemark, Tschechien, Lettland, Italien, Russland, Nigeria, Sudan, Litauen, Indonesien, Iran, Kosovo, Griechenland, Irland, Schweiz, Zypern, Japan, Jugoslawien, Georgien und Polen, in erster Linie hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, diskutierten über die Herstellung und den Einsatz von Kraftstoffen aus Pflanzenöl. An beiden Tagen wurden 30 Fachvorträge angeboten, in denen sich das Expertenpublikum umfassend über alle Aspekte der Pflanzenölkraftstoffe informierte. Die Organisatoren konnten dazu wichtige Akteure aus Deutschland, Indonesien, den USA, Kanada, den Niederlanden, Irland und Österreich als Referenten gewinnen. Ein Workshop rundete das Programm ab.
oekonews.at-Mitarbeiter Robert Willfurth war vor Ort und berichtet exklusiv über das energiepolitische Großereignis.

Schwerpunkte
Die Schwerpunkte des Kongresses spannten sich über den derzeitigen Status und die Perspektiven für Pflanzenölkraftstoffe - behandelt wurden auch die Ökologische Bewertung, ebenso wie Technik, Produktion, Qualität und Qualitätskriterien. Aber auch das Thema Ökonomie bei der Herstellung und Verwendung und die rechtlichen Rahmenbedingungen standen im Mittelpunkt. Schließlich wurden auch Technik und Emissionen bei mobilen und stationären Anwendungen genau unter Lupe genommen.

Der Kongress lieferte eine überaus detaillierte, aktuelle, technisch-ökonomische und politische Bestandsaufnahme. Anwender und Experten nutzen die Veranstaltung für einen umfassenden, internationalen Erfahrungsaustausch. Und hier sehen die aktuellen Zahlen aus Deutschland weitaus positiver aus, als es viele Studien vorhergesagt haben: Im Jahr 2006 hat sich der Einsatz von Pflanzenölen als Kraftstoff gegenüber 2005 mehr als verdreifacht und weist somit höhere Zuwachsraten als alle anderen Biokraftstoffe auf. Zu diesem enormen Zuwachs haben vor allem Blockheizkraftwerke (BHKW) und Speditionen beigetragen.

Ökologische Bewertung positiv, aber auch Risiken
Für viele ökologisch ambitionierte Teilnehmer stand vor allem die Ökologische Bewertung von Pflanzenölkraftstoffen im Zentrum. Hier lieferte in erster Linie das Referat von Dr. Guido Reinhard vom Institut für Energie- und Umweltforschung Informationen. Nach seinen Angaben wirken sich Pflanzenöle wie Raps und Sonnenblumen im Vergleich zu Diesel vorteilhaft bei der Einsparung fossiler Energie aus und beim Treibhauseffekt. Nachteile ergeben sich bei der Versauerung der Böden, dem Nährstoffeintrag, bei Fotosmog und beim Ozonabbau. Für Reinhard ist aus ökologischer Sicht die zentrale Aufbereitung der Kraftstoffe aus Pflanzenöl der dezentralen vorzuziehen - räumt aber ein, dass auch weitere Aspekte, wie die Entwicklung ländlicher Räume in die Bewertung mit einzubeziehen sind. Im Vergleich von Pflanzenöl mit RME (Biodiesel) fällt im Bereich der thermischen Nutzung (Strom und Wärme) die ökologische Bewertung zu Gunsten von Bioöl aus. Anders hingegen beim mobilen Einsatz: Ersetzt das bei der Herstellung von Rapsbiodiesel gewonnene "Nebenprodukt" Glycerin technisch hergestelltes Glycerin, wie es nach Ansicht von Reinhard immer häufiger der Fall ist, dann überwiegen die Vorteile bei RME.
Sebastian Meyer beleuchtete in seinem Referat die Chancen für eine nachhaltige Palmölproduktion und sprach auch die Problematik durch Trockenlegung von Moorgebieten, Abholzung von Wäldern, Methanausstoß durch ungenutzte und unkontrolliert deponierte Pflanzenabfälle sehr klar und deutlich an.

Biokraftstoffe boomen
Im Jahr 2006 hat sich in Deutschland der Einsatz von Pflanzenölen als Kraftstoff gegenüber 2005 mehr als verdreifacht und weist somit höhere Zuwachsraten als alle anderen Biokraftstoffe auf. Zu diesem enormen Zuwachs haben vor allem Blockheizkraftwerke (BHKW) und Speditionen beigetragen. Kraftstoffe aus Pflanzenöl basieren in der Regel auf Raps-, Palm- oder Sojaölen – andere Pflanzenöle wie z.B. Jatropha können aber ebenso zum Einsatz kommen. Die Produktion und Verteilung kann dezentral in kurzen Prozessketten mit hoher regionaler Wertschöpfung erfolgen. Pflanzenöl-Kraftstoffe gehören zu den preiswertesten Biokraftstoffen überhaupt und erlauben dank ihrer dezentralen Produktions- und Verteilungsstrukturen eine Abkopplung von den globalen Treibstoffmärkten. Die hohe regionale Wertschöpfung macht sie besonders interessant für die ländliche Entwicklung sowie für Entwicklungs- und Schwellenländer ohne Erdölvorkommen.

Biokraftstoffen haben weltweit lediglich einen Marktanteil von ca. 1 Prozent. Jedoch werden sie zunehmend aus energie- klima- und agrarpolitischen Gründen eingesetzt. Der Biokraftstoffmarkt entwickelt sich sehr dynamisch. Weltweit steigen die Produktion von Biokraftstoffen und der internationale Handel mit Biomasse und Biokraftstoffen rapid. Das bedeutet gleichzeitig auch ein Ansteigen der "Food vs.Fuel-Problematik", die negativen ökologischen und sozialen Aspekte laufen dabei Gefahr ebenfalls zu steigen. Um diesen Problemen zu begegnen, wird ein Zertifizierungskonzept entwickelt, das nachhaltige Produktion gewährleisten soll.

Für eine Nutzung von Pflanzenölen als Kraftstoff müssen strenge Qualitätskriterien eingehalten sowie die Motoren sachgerecht umgerüstet werden. Ohne umfassendes Know-how zahlt man teures Lehrgeld in Form von frühzeitigen Motorschäden. Auch die Einhaltung der immer strengeren Abgasnormen stellt eine Herausforderung dar, wenn es auch hier bereits Lösungsansätze gibt. Die unmittelbare Nutzung von Pflanzenöl in der Landwirtschaft ist sehr nahe liegend und aus ökologischer und ökonomischer Sicht unumstritten.

naro.tech - Messe für nachwachsende Rohstoffe
Der Kongress fand im Rahmen der naro.tech ( www.narotech.de) statt, der größten Messe für Nachwachsende Rohstoffe in Deutschland. Für den Bereich Pflanzenöl-Kraftstoffe gab es einen eigenen Messebereich. Aussteller zu den Themen Produktion, Verteilung, Umrüstung, Handel, mobile und stationäre Anwendungen sowie Forschung & Entwicklung präsentierten erstmalig einem großen, internationalen Fachpublikum neueste Entwicklungen.


Robert Willfurth aus Erfurt für oekonews.at
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1023898

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.07 11:38)

>Solange Lastwagen voll mit Brot in
>Wien zur Müllverbrennung fahren, kann
>es doch nicht so teuer
>sein! (Quelle: Film - We
>feed the world)
>Nein es müssen ja bis zur
>letzten Minute alle Brotsorten vorhanden
>sein, ein Tag altes Brot
>will niemand, also ab in
>die Müllverbrennung, nicht mal das
>Auspacken aus der Folie zahlt
>sich aus, besser mit Verpackung
>in die Müllverbrennung. So wird
>derzeit mit unseren Lebensmitteln umgegangen.
>

da kannst gleich weiter machen mit allen div. eu-subventionen

unterm strich ist der trnsport zu billig


wieso fährt die deutsche milch nach griechenland, wird dort verarbeitet und kommt als johurt wieder zurück ??

wieso werden die österreichischen kartoffel nach italien zum waschen geschickt und dann wieder in österreich geröstet und zu chips verpackt ??

ad müll:
wieso gibts in wien im vgl zu nö keinen "gelben sack" sondern nur die "gelbe tonne" für plastikflaschen?

weil meines Wissens nach a bisserl Plastik im müll sein soll, dass er besser brennt

so schätze ich auch die situation bez. brot ein, das gleich samt verpackung verbrannt wird














  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.9.07 16:56)

ad müll:
wieso gibts in wien im vgl zu nö keinen "gelben sack" sondern nur die "gelbe tonne" für plastikflaschen?

weil meines Wissens nach a bisserl Plastik im müll sein soll, dass er besser brennt



Vor allem aber weil die Gemeinde Wien auf diesem Wege die Recycling-Gebühren für Kunststoff für sich beanspruchen kann ("thermische Verwertung")

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.9.07 09:15)

>weil meines Wissens nach a bisserl Plastik im
>müll sein soll, dass er besser brennt

Stimmt, das erhöht die Brenntemperatur und senkt somit die Abgase bzw. erleichtert deren Filterung.

Es werden sogar brav gesammelte Plastiksachen aus den Recycling-Behältern zum Restmüll dazugemischt. Mir wurde gesagt, in Wien sei Plastik sammeln Schwachsinn und diene nur der Erziehung der Bürger, damit sie auch die sinnvollen Sachen trennen.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.07 15:10)

UFOP: OECD -Kritik an Biokraftstoffen unbegründet (18.09.2007)
Berlin - Die jüngst in einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geäußerten Forderungen bezüglich der weltweiten Abschaffung von Subventionen für Biokraftstoffe stoßen bei Fachorganisationen der deutschen Land- und Biokraftstoffwirtschaft auf deutliche Ablehnung.

Der OECD-Bericht sorgte in den vergangenen Tagen mit seiner pauschalen Kritik an Biokraftstoffen weltweit für Aufmerksamkeit. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP), die in Deutschland seit annähernd 20 Jahren die Biokraftstoffmarkteinführung begleitet, sieht die Gefahr, dass der Bericht auch hierzulande zu negativen Bewertungen der Biokraftstoffe führt. Insbesondere auch notwendige politische Entscheidungen könnten nachteilig beeinflusst werden, obwohl die im Bericht geäußerten Kritikpunkte auf die hiesige Situation in praktisch allen Bereichen nicht zutreffend seien.

Die von der OECD aufgestellte Forderung wird unter anderem damit begründet, dass die staatliche Förderung alternativer Energiequellen zu rapide steigenden Lebensmittelpreisen und der möglichen Zerstörung natürlicher Lebensräume führe. Weiter heißt es in dem OECD-Bericht, Politiker manipulierten den Markt zugunsten einer nicht erprobten Technik, die sich nur begrenzt auf den Klimawandel auswirke. Zudem werden Umweltschäden durch den Anbau von Energiepflanzen für die Biokraftstoffproduktion befürchtet.

Aus Sicht der UFOP ist unverständlich, warum bei der Veröffentlichung des Berichtes nicht auf die besondere Situation in Deutschland bzw. Europa eingegangen wurde. Wie in keinem anderen Land der Welt ist gerade in Deutschland die Produktion von Biokraftstoffen und hier insbesondere von Biodiesel auf Basis von Raps ein etabliertes und funktionierendes System. Ebenso unzureichend beleuchtet bleiben in dem Bericht die Chancen, die mit der Biokraftstoffproduktion für die Entwicklungsländer einhergehen.

Flächen für die Produktion von Energiepflanzen stehen weltweit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Das Potenzial stillgelegter Flächen ist erheblich und der Fortschritt innerhalb der landwirtschaftlichen Produktionstechnik wird in Zukunft noch für weiteres Ertragspotenzial sorgen - sowohl für die Ernährung als auch die technische Nutzung.

Die Kritik, es würde eine nicht erprobte Technik genutzt, ist in Anbetracht von mehreren hunderttausend Pkws und Nutzfahrzeugen, die in Deutschland mit reinem Biodiesel, Biodieselmischungen sowie Rapsölkraftstoff betrieben werden, nicht haltbar. Der Vorwurf eines begrenzten Nutzens von Biokraftstoffen im Hinblick auf den Klimawandel ist ebenfalls nicht verständlich, wenn man sich Zahlen zur CO2-Einsparung ansieht, die von renommierten Instituten, wie beispielsweise dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu) stammen.

Unter Beachtung sämtlicher Aufwendungen bei Anbau, Transport und Verarbeitung von Biodiesel in Deutschland ergibt sich beim Ersatz von einem Liter Diesel durch Biodiesel eine Einsparung von 2,2 kg CO2-Äquivalent. Diese erhebliche Einsparung kann sogar noch weiter gesteigert werden, wenn bei der Produktion von Raps Biodiesel statt Diesel für den Betrieb der landwirtschaftlichen Fahrzeuge eingesetzt wird und der Transport des Ernteguts und des fertigen Biokraftstoffs ebenfalls unter Verwendung von Biodiesel erfolgt.

Eine kritische Betrachtung zu den Ökobilanzstudien erfolgt durch die OECD in diesem Zusammenhang nicht. Zitiert wird stattdessen die so genannte "EMPA"-Studie, die auch von Fachleuten sehr kritisch hinterfragt wird. Bis heute existieren keine international abgestimmten Systemgrenzen, um Ökobilanzstudien vergleichbar zu machen. Ein erster Versuch ist die von der UFOP und der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV) bereits 2004 geförderte Studie "CO2-neutrale Wege zukünftiger Mobilität durch Biokraftstoffe" mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme der international verfügbaren Ökobilanzstudien.

Unbestritten ist auch aus Sicht der UFOP, dass Umweltproblemen, die sich beispielsweise durch die Abholzung von Regenwald für die verstärkte Biokraftstoffproduktion ergeben, in den betroffenen Ländern unbedingt begegnet werden muss. Die UFOP unterstützt in diesem Zusammenhang gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband die Entwicklung eines Zertifizierungssystems für Biomasse zur energetischen Nutzung.

Da die Bundesregierung beabsichtigt, die Förderung von Biokraftstoffen an deren Beitrag zur Klimagasminderung zu koppeln, hofft die UFOP, dass sich anstehende politische Entscheidungen nicht an pauschalisierten und global formulierten Berichten, sondern an den für Deutschland und der Europäischen Union gültigen und abgesicherten spezifischen Gegebenheiten orientieren werden. Damit besteht die Chance auch auf internationaler Ebene Instrumente für eine nachhaltige Biomasseproduktion zu etablieren, an denen sich schließlich auch die Ziele der Politik orientieren müssen. Die UFOP fordert daher einen sachgerechten und ausgewogenen Diskurs mit allen Beteiligten, der praktisch erst am Anfang steht. Die Bioenergieproduktion sollte daher insgesamt als Chance begriffen werden, die schließlich auch neue Technologiefenster für die heimische Wirtschaft öffnet.


Quelle: UFOP e.V.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.07 15:54)

Aus Sicht der UFOP ist unverständlich, warum bei der Veröffentlichung des Berichtes nicht auf die besondere Situation in Deutschland bzw. Europa eingegangen wurde.


Und noch unverständlicher ist, warum die OECD in ihrem Bericht mit keinem Wort auf die Situation im nördlichen Weinviertel eingeht, wo ein Bauer sein Methanauto mit gesammelten Kuhfurzen betreibt.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.07 16:00)

Meines wird mit normalem Erdgas betrieben. Kenne keine Biogastankstelle in Österreich. Gibt es eine?

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.9.07 16:07)

Glaube nicht, daß es eine gibt. Nachdem Biogas und Erdgas chemisch ident sind, würde eine Trennung nur unnötigen Logistikaufwand schaffen.

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: ifoko(347) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.9.07 10:33)

Die EnviTec hat bei um die 25 € eine schöne Unterstützung.

Sehr interessant das Unternehmen

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.9.07 23:55)

>Meines wird mit normalem Erdgas betrieben.
>Kenne keine Biogastankstelle in Österreich.
>Gibt es eine?

quelle: www.gaswaerme.at


Erdgas und Biogas als Kraftstoff

Die allgemein positiven Effekte von Biogas werden durch die Anhebung auf Erdgasqualität und die dann mögliche Einspeisung in das Gasnetz potenziert. Veredeltes Biogas kann somit als Treibstoff für Erdgas-Fahrzeuge verwendet werden. Damit lassen sich die Umweltvorteile von Erdgas als Kraftstoff und Biogas kombinieren.

Als Kraftstoff kommt natürliches Gas in komprimierter Form unter der Bezeichnung CNG (Compressed Natural Gas) zum Einsatz. Mit einem Fülldruck von 200 bar wird CNG in den Fahrzeugtank geleitet. Erdgas ermöglicht als Kraftstoff bis zu 70 Prozent weniger Schadstoffausstoß, eine deutliche CO2-Reduktion und verursacht zudem keinen Feinstaub. Das Fahren mit Erdgas als Kraftstoff ist die effizienteste und vernünftigste Möglichkeit, die Emissionen des Straßenverkehrs zu senken. Ein weiterer Vorteil für die Nutzer: Mit Erdgas fährt man um rund die Hälfte günstiger als mit Benzin.
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eine reine biogastankstelle ist mir nicht bekannt , allerdings gab im sommer ein pilotprojekt der wiengas (ist sicher im pressearchiv etwas auffindbar)

  

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RE: Biodiesel - vernichtendes Urteil! Fossil OK???????
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.9.07 17:25)

In Ansfelden bei Linz gab es auch eine Biogaseinspeisung bei der Erdgastankstelle. Falls sich jemand für Erdgasautos interessiert:
www.erdgasautos.at
www.gibgas.de

  

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Wettlauf um das begehrte Gär-Gas
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.10.07 16:51)


http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn...t/0/index.html

Wettlauf um das begehrte Gär-Gas

Biogas-Anlagen. Der Markt für Biogas-Anlagen befindet sich im Umbruch: Während die Bauern wegen der hohen Rohstoffpreise in der Klemme stecken, steigen auch noch vermehrt Fondsgesellschaften, Energiekonzerne wie Eon sowie regionale Versorger in den Markt ein. Bald könnten sie die Landwirte ganz aus dem Geschäft verdrängt haben.

KÖLN. „Der Markt für landwirtschaftliche Biogasanlagen ist tot. Da tut sich zurzeit gar nichts mehr“, sagt Ulrich Schmack, Vorstandsvorsitzender von Deutschlands größtem Anlagenbauer Schmack Biogas GmbH in Schwandorf. Die Ernteausfälle dieses Jahres haben die Biogasbranche hart getroffen. Der Weizenpreis, Leitwert für viele landwirtschaftliche Produkte, verdoppelte sich allein seit April auf 260 Euro pro Tonne. Produzent Schmack erlitt im Juli einen Kurseinbruch, von dem die Aktie sich seitdem kaum erholt hat.

Biogas-Bauern stecken wegen der hohen Preise in der Klemme, und nun steigen auch noch vermehrt Fondsgesellschaften, Energiekonzerne wie Eon sowie regionale Versorger in den Markt ein. Das Bremer Forschungsinstitut Trend-Research erwartet eine Verfünffachung des in Biogasanlagen erzeugten Stroms bis 2020. „Das klassische Modell“, schreiben die Forscher in einer Analyse für das Handelsblatt, „wird durch industrialisierte Großanlagen abgelöst.“ Die sollen dann in großem Stil Gülle und Pflanzenabfall vergären.

Gas produzierende Landwirte stehen vor einem Dilemma, da sie große Teile des Ausgangsmaterials, das so genannte Substrat, häufig selbst kaufen müssen: Die Rohstoffpreise steigen, der Abnahmepreis für den eingespeisten Strom ist jedoch festgeschrieben. Landwirt Martin Hintermaier aus Erding betreibt mit 300 Kilowatt eine Durchschnitts-Anlage und blickt düster in die Zukunft: „Wenn die Rohstoffsituation so bleibt, muss ich die Produktion der Anlage herunterfahren.“

Energiekonzerne und regionale Versorger bauen derweil nicht nur riesige Energieparks mit Produktionsmengen von bis zu 20 Megawatt. Sie zielen bereits auf eine weiterführende Nutzung der attraktiven Bioenergie: Die Einspeisung ins Erdgasnetz. Dafür müssen sie das Biogas allerdings mit aufwändigen Verfahren aufbereiten.

Eon hat gerade erst zwei Aufbereitungsanlagen in Betrieb genommen. „Auf diese Weise kann die Biomasse am effizientesten verwertet werden“, begründet Friedrich Wolf, Geschäftsführer der Eon Bioerdgas GmbH die Investition des Großversorgers. Der unbestreitbare Vorteil dieser Lösung liegt auf der Hand: Das natürliche Gas lässt sich über das Erdgasnetz nicht mehr nur beim Bauern zu Strom machen, sondern auch anderswo nutzen.

„Außerdem sind unsere Erdgasvorräte nicht unerschöpflich“, weiß Eon-Experte Wolf. Und wünscht sich, „zumindest den Anteil von 25 Prozent, der bislang in Deutschland gefördert wurde, langfristig mit Bio-Erdgas zu ersetzen.“ Der kleine Landwirt spielt bei Eons großen Plänen nur noch eine Nebenrolle: als Zulieferer von Substraten, weil biologische Abfälle nicht ausreichen.

So wie Robert Plötz, der vor zwei Jahren den Speisekartoffelanbau einstellte und nun Mais an das Eon-Werk in Pliening bei München liefert. „Mit den Kartoffeln ließ sich einfach nichts mehr verdienen.“ Andrea Horbelt vom Fachverband Biogas kritisiert an diesem Modell nicht nur die Abhängigkeit der Landwirte, sondern sieht auch Probleme für die Biogas-Bauern, neben Großproduzenten zu bestehen: „Diese Anlagen benötigen enorme Mengen Substrat, und je mehr Pflanzenstoffe nachgefragt werden, desto höher steigen die Preise. Ein großer Konzern kann das abfangen, die mittelständischen Betreiber nicht.“

Die Trend-Research-Forscher gehen nicht von einer Konkurrenzsituation aus, da es bei den bislang vorwiegend vergasten Substraten wie Gülle, Mais- und Grassilage künftig nicht bleiben werde: Spezielle Energiepflanzen, die auf gleich bleibender Fläche höhere Erträge liefern, würden bereits entwickelt.

Eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz wird 2008 erwartet. Für die Landwirte ein Grund mehr, den Bau neuer Anlagen hinauszuzögern. Obgleich die Branche auf mehr Geld fürs Gas hofft, sieht der Erfahrungsbericht der letzten Jahre einen anderen Plan vor: Die Vergütung soll sogar um 0,5 Cent gesenkt werden, um die Kraft-Wärme-Kopplung zu fördern. Das wäre dumm für die Bauern – kann man doch auf dem Lande die Wärme nur für umliegende Gebäude nutzen und nicht darüber hinaus.

Anlagenbauer Schmack Biogas verkündete bereits, dass er längst auf die Zielgruppe der Großindustrie ausgerichtet sei. Ulrich Schmack hat aber die Bauern nicht vergessen: Noch bedeuten die hohen Entwicklungskosten der Großanlagen niedrige Margen, sagt Schmack: „Wir hoffen daher, dass es bald wieder Aufträge aus dem Mittelstand geben wird.“

<17.10.2007> Von Maike Strietholt

  

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Biodiesel aus Pflanzenöl von Algen gewonnen
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.10.07 09:41)

Von der Gewinnmesse:
Kairos Group
http://www.kgrf.eu/
Soll auch bald an der Nasdaq notieren.

  

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RE: Biodiesel aus Pflanzenöl von Algen gewonnen
Kairos_Group(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.07 12:36)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse verfolgen wir die Diskussionen auf dieser Website und dürfen uns an dieser Stelle zu Wort melden.
Es gibt grundsätzliche Unterschiede zwischen Bioethanol und Biodiesel - dies beginn schon bei dem pflanzlichen Rohstoff.
Bioethanol (Alkohol) wird aus Weizen, Mais, Zuckerrohr und -rüben während hingegen Biodiesel aus so genannten Ölpflanzen wie Raps, Soja, Disteln, Sonnenblumen, Palmen und - so wie es unsere Unternehmensgruppe bald in Angriff nehmen wird - Algen, gewonnen.
Mit der Produktion von Biodiesel aus Algen gehen wir sicherlich einen neuen Weg. Aber dieser Weg ist momentan mit hoher Wahrscheinlichkeit der ökologischste Weg. Es erfolgt keine Kontamination des Bodens und die Anbaufläche ist bei weitem geringer als bei anderen Ölpflanzen.
In Zahlen: um 50.000 metrische Tonnen Biodiesel pro Jahr zu produzieren benötigt man z.B. bei Raps eine Anbaufläche von 50.000 ha. Bei der Gewinnung des pflanzlichen Rohstoffes derselben Menge aus Algen benötigt man hingegen nur ca. 10 - 12 ha.
Nun werden sich einige fragen, wieso nicht alle Biodieselproduzenten ihren Rohstoff aus Algen gewinnen. Es ist, wie immer, eine Frage des Preises. Eine Algenplantage dieser Größe kostet ca. 45 Mio. Euro.
Wir planen vorab eine Algenplantage zu errichten, welche ca. die Hälfte unserer Jahresproduktion decken wird und werden so bald als möglich diese Algenplantage auf eine Größe ausbauen, die die gesamte Jahresproduktion abdecken kann. Aber wie schon erwähnt es ist eine Frage des Preises.

Wir verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Kairos Group s.r.o.
Zamocka 30
81101 Bratislava
Tel. : 00421 (0) 2 591 040 63
Fax : 00421 (0) 2 591 040 64

Web : www.kgrf.eu
E-Mail : office@kgrf.eu




  

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RE: Biodiesel aus Pflanzenöl von Algen gewonnen
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.11.07 17:08)

Samstag, 3. November 2007
Algen gegen Klimawandel
CO2 mit Grünzeug binden



Winzig klein sind die Algen, giftgrün und glitschig. Massenhaft kultiviert könnten die Einzeller zum Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel werden. Gemeinsam mit der Stadt Hamburg und einem Projektentwickler baut der Energieversorger E.ON Hanse auf dem Gelände seines Erdgasspeichers Reitbrook die erste Pilotanlage in Europa. Auf einem Hektar Fläche sollen sobald wie möglich in 800 bis 1.000 Bioreaktoren pro Jahr 400 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus dem Abgas eines kleinen Kraftwerks zu 150 Tonnen Biomasse umgewandelt werden. Dazu brauchen die Algen viel Sonnenlicht, etwas Wärme, frisches Wasser und Nährstoffe. Wenn alles gut läuft, soll eine Reduzierung des CO2 im Abgas um 80 Prozent möglich sein.

Das gesamte Projekt schlägt mit gut 2,2 Millionen Euro zu Buche, 500.000 Euro davon übernimmt die Stadt. "Ich bin gespannt, was die kleinen matschigen Dinger wirklich leisten können", sagt der Vorstandschef von E.ON Hanse, Hans-Jakob Tiessen, und drückt gemeinsam mit Hamburgs Umweltsenator Axel Gedaschko (CDU) und dem Projektentwickler Martin Kerner auf einen symbolischen roten Knopf. Kerner verspricht, in zwei bis fünf Jahren Ergebnisse zu präsentieren. Gedaschko weiß, dass es bis zu einem möglichen großtechnischen Einsatz ein weiter Weg ist. "Wir wollen hier nicht das Alibi für Moorburg schaffen", sagt er zur Diskussion um den geplanten Neubau eines riesigen Steinkohlekraftwerks an der Elbe.

Ganz allein sind die Hamburger Forscher, darunter auch Professoren der Universität, mit ihren Plänen nicht. Zwei Versuchsanlagen laufen in den USA und kürzlich stellte der Bremer Professor Laurenz Thomsen von der privaten Jacobs Universität ähnliche Pläne vor. Er will riesige Bioreaktoren mit Meerwasser und Algen an der Mittelmeerküste installieren, in denen ebenfalls CO2 aus Kraftwerken zu Biomasse verarbeitet wird.

Für das Hamburger Projekt ist den Forschern bereits klar: Das Verfahren muss vor dem industriellen Einsatz wirtschaftlicher werden - was steigende Energiepreise erleichtern. Denn auf der Einnahmeseite könnten neben Gewinnen aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten auch der Verkauf von Biogas und Biodiesel stehen. Außerdem könnten Proteine aus der Algensubstanz als Futtermittel zum Beispiel in Fischfarmen eingesetzt werden. Nicht zuletzt sind Algen in der Lage, wertvolle biochemische Substanzen wie Enzyme, Vitamine, Fettsäuren oder Farbpigmente zu produzieren. Der Hamburger Professor für Aquatische Ökologie, Dieter Hanelt, gerät geradezu ins Schwärmen, wenn er die Möglichkeiten aufzählt, die in der Algenzucht liegen.

Nach Kerners Angaben können die sogenannten Fotobioreaktoren einen Wirkungsgrad von 10 bis 15 Prozent bei der Nutzung des Sonnenlichtes erreichen. Moderne Solarzellen bringen es zum Vergleich auf etwa 20 Prozent. "Aber Strom kann man nicht speichern", nennt er einen Vorteil seiner Technik. Algen produzieren bis zu 30 Mal schneller Biomasse als Pflanzen wie Raps oder Mais, die heute in immer größerer Menge als Energiepflanzen angebaut werden und neue Umweltprobleme schaffen.

Wie viel CO2 mit der Anlage dauerhaft der Atmosphäre entzogen wird, hängt davon ab, was aus den Algen gemacht wird: Als Fischfutter kommt der Kohlenstoff wieder in den Biokreislauf, als Baustoff ist er viele Jahre festgesetzt. Eine Umwandlung der Algen zu Biogas, das in einem geschlossenen Kreislauf verbrannt wird, würde das CO2 dauerhaft aus der Luft ziehen.

Von Sönke Möhl, dpa

  

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Analyse/Meinung zu Envitec
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.11.07 00:35)

Insider im Fokus: EnviTec Biogas AG
von Cindy Bach

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute also wie angekündigt der zweite „Insider im Fokus“ für diese Woche. Hier habe ich, meines Erachtens nach, eine recht spannende Story für Sie ausgekramt. Darüber hinaus gibt es in dieser Ausgabe einen interessanten Gastbeitrag von Jürgen Schmitt, dem Chefredakteur der beiden erfolgreichen Börsendienste „Aktien-Monitor“ und „Top-10-Depot“, zur aktuellen Marktlage. Die Rubrik „Wer empfiehlt was“ verschiebt sich aus diesem Grund auf die morgige „Insider Daily“-Ausgabe. Dann erfahren Sie an dieser Stelle mehr über interessante Empfehlung anderer Börsendienste.

EnviTec: Biogas-Spezialist und gepeinigter Börsenneuling
Sie kam schon völlig überteuert auf den Markt und kannte seither nur eine Richtung, nämlich gen Süden – die Rede ist von der Aktie des Biogasunternehmens EnviTec.

Die EnviTec Biogas AG ist ein Anbieter von Biogasanlagen, wobei sich das Unternehmen selbst sogar als der führende Anbieter von Biogasanlagen in Europa bezeichnet. Das EnviTec-Angebotsspektrum reicht vom Biogasanlagenbau einschließlich des Behälterbaus über die Planung, die Realisierung und Inbetriebnahme der Anlagen bis hin zum Betrieb eigener Anlagen. Dienstleistungen wie die Wartung von Anlagen runden das Angebot ab.

Seit der Firmengründung im Jahr 2002 wuchs der Umsatz beständig und schaffte allein zwischen 2005 mit 40,75 Mio. Euro und 2006 mit 100,68 Mio. Euro mehr als eine Verdopplung. Auch im 1. Quartal 2007 gelang mit 32,8 Mio. Euro gar eine Verdreifachung im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, als noch 10,9 Mio. Euro verbucht wurden. Und in ersten neun Monaten des laufenden Jahres steigerte der Biogas-Spezialist aus Niedersachsen seinen Umsatz um 69 Prozent auf 102,4 Mio. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte man um 54 Prozent auf rund 16 Mio. Euro zu.

Viel erwartet und viel verloren
All das ließ zum bevorstehenden Börsengang im Juli 2007 einiges an Zuversicht aufkommen. 5,16 Mio. Envitec-Aktien warteten nur darauf mit Erfolg und einer Bookbuilding-Preisspanne von 42 bis 52 Euro an den „willigen“ Aktionär gebracht zu werden. Das ließ aufhorchen. Denn: Selbst bei einem Preis je Aktie von nur 42 Euro, ergab sich damit schon vor dem ersten Handelstag ein beachtlicher Börsenwert von 216,72 Mio. Euro für ein noch recht junges Unternehmen mit einem geschätzten 2007er Umsatz von 160 Mio. Euro. Doch bei Wachstumswerten ist das keine Seltenheit.

Dennoch rieten viele Analysten angesichts des recht komfortablen Preises von einer Zeichnung von EnviTec-Aktien ab. So auch die Experten der Platow Börse. Hier konnte man während der Zeichnungsfrist lesen: „Mit einer recht breiten Bookbuilding-Spanne von 42 bis 52 Euro wird Biogas-Spezialist EnviTec feilgeboten. Damit wird die Aktie post IPO am oberen Ende dieser Range mit 780 Mio. Euro bewertet. Viel Holz für eine Company, die 2006 gerade einmal 101 Mio. Euro Umsatz und 11,5 Mio. Euro Gewinn auswies, auch wenn Analysten erwarten, dass sich der Gewinn bis 2009 nahezu vervierfachen wird. Dennoch sollten Sie auch nicht jeden Preis auf den Tisch legen. Wir raten Ihnen von einer Zeichnung des Papiers ab.“

Zu 47 Euro, und damit in der Mitte der Bookbuilding Spanne, kamen die EnviTec-Aktien schließlich an die Börse. Das ergab ein Gesamtemissionsvolumen von rund 242,5 Mio. Euro. Die Erstnotiz lag mit einem ordentlichen Aufschlag von rund 7 Prozent bei 50,50. Weitere rund 600.000 Aktien kam einige Tage später über einen Greenshoe hinzu.

Anfang August teilte EnviTec mit, dass man die Gesamtzahl der Stimmrechte aufgrund einer Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlage per Ende Juli auf insgesamt 15.000.000 Anteile erhöht habe. Diese Meldung kam unmittelbar nach einer Erklärung des Vorstandes, dass man an den zum Börsengang gemachten Zukunftsprognosen festhalten werde. Diese wiederum war eine Reaktion auf die schwache Kursentwicklung in den zwei Wochen nach dem IPO. Damals ahnte man sicher noch nicht, dass all das erst der Anfang ist und sowohl die Kapitalerhöhung als auch die Beteuerungen an der Börse keinerlei Wirkung zeigt. Der Kurs war nachhaltig auf Talfahrt gegangen.

Erstnotiz durch drei geteilt

http://www.investor-verlag.de/charts/isd/00003878.gif.png



Rund vier Monate später notiert die Aktie nur noch bei 16,56 Euro (Stand: 22.11.07, 10.30Uhr). Der Anteilsschein hat sich seither also etwas mehr als gedrittelt. Eine Bodenbildung ist noch nicht zu erahnen. Wie kann ein Unternehmen, dass als derart zukunftsweisend und wachstumsstark beschrieben wird, seine Anleger nur derart enttäuschen, dass sie zuhauf aus ihrer Anlage stürzen? Da kann doch etwas nicht stimmen...

Doch es gab zunächst keinerlei fundamentale Anhaltspunkte für das Misstrauen der Aktionäre. Die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen Ende August brachte ausschließlich erfreuliche Fakten auf den Tisch: Mit einem erzielten Umsatz von 65,6 Mio. Euro wurden satte 92,4 Prozent mehr umgesetzt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auf Ebit-Basis, also vor Zinsen und Steuern, verzeichnete der Konzern einen Gewinnanstieg um mehr als 48 Prozent auf 11,3 Mio. Euro. Unter dem Strich wies EnviTec einen Gewinnanstieg von 4,9 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro aus. Und auch für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine erneut sein „beachtliche“ Prognose von 160 Mio. Euro Umsatz und mehr als 27,5 Mio. Euro Gewinn vor Steuern.

Erbarmungslose Börse
Das tut weh und zeigt mit Deutlichkeit wie erbarmungslos Börse sein kann: Da legt einer der führenden Branchenvertreter im Bereich Biogas ein Halbjahresergebnis mit gigantischen vor und die Börse reagierte mit panikartigen Verkäufen.

Nun aber ein deutliches Signal aus dem Lager der Insider. Wie eine Pflichtmitteilung verkündete handelte es sich dabei um Insiderkäufe der beiden an EnviTec beteiligten Unternehmen von Lehmden Beteiligungs GmbH und Ruhe Verwaltungs GmbH. Die Gesellschaft von Lehmden hatte allein für den Greenshoe 336.500 EnviTec-Aktien abgegeben. Nun erwarb das Beteiligungsunternehmen am 13. November 589.442 im Gegenwert von rund 9,98 Mio. Euro via Xetra-Handelkauften in ihr Depot zurück. Auch die Ruhe Verwaltungs GmbH kaufte ca. 72.000 Aktien im Gesamtwert von rund 1,23 Mio. Euro.

Doch eben auch diese beiden deutlichen „Symbolkäufe“ des Vertrauens verpufften fast unmerklich angesichts einer vom Vorstand verkündeten Prognoseabsenkung für das Gesamtjahr 2007. Ja genau, Sie haben richtig gehört. Die Jahresprognose, die man sowohl erst bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen mit Vehemenz verteidigt hatte, wurde nun deutlich nach unten korrigiert: Statt 160 Mio. Euro nur noch 130 bis 140 Mio. Euro Umsatz.

Damit wurde die EnviTec-Aktie endgültig nach unten durchgereicht. Und da half auch die Meldung nicht, dass man im 3. Quartal erneut deutlich in Umsatz und Ergebnis hatte zulegen können. In ersten neun Monate des laufenden Jahres steigerte der Hersteller von Anlagen für die Biogas-Produktion seinen Umsatz sogar um 69 Prozent auf 102,4 Mio. Euro. Beim Ebit legte EnviTec um 54 Prozent auf rund 16 Mio. Euro zu. Unglückliches Timing...

Das Ende der Fahnenstange liegt noch im Dunkeln
Stellt sich nun die Frage: Wo ist das Ende der Fahnenstange? Wann ist dieser Ausverkauf endlich vorüber? Auf aktuellem Kursniveau ergibt sich für EnviTec ein Börsenwert von 248,4 Mio. Euro. Mit der aktuell abgestuften Umsatzprognose von durchschnittlich 135 Mio. Euro sowohl für das laufende Geschäftsjahr als auch für 2008, ist die Aktie also immer noch mit fast dem doppelten Umsatz an der Börse bewertet. Und in der aktuellen Schieflage am Markt, kann so etwas einem Wert durchaus das Genick brechen.

Und abgesehen davon: Sollte die aktuell sehr schwache Marktlage, sich in den kommenden Wochen durchsetzen, wird es künftig bei der Bewertung einer Aktie immer weniger auf Umsatzbewertungen oder auf das KGV ankommen, sondern vielmehr auf die Aktionärsstruktur eines Aktienwertes. Eine „gute“ Aktionärsstruktur zeichnet sich dadurch aus, dass die Aktie auch an sehr schwachen Tagen sich auf einem guten Kursniveau hält. Die Aktionäre vertrauen auf ihr Unternehmen und flüchten nicht beim nächst besten Bärentag oder einer schlechten Unternehmensmeldung aus ihrem Wert. Das stützt den Aktienkurs. Zeigt die Stärke des Wertes.

Betrachtet man EnviTec von dieser Warte aus, erkennt man nicht nur Negatives. Während viele Aktionäre den eingetrübten Ausblick für das Gesamtjahr mit Verkäufen quittierten, gingen die beiden Großaktionäre (von Lehmden Beteiligungs GmbH mit 32,80 Prozent und Ruhe Verwaltungs GmbH mit einem Anteil von 10,93 Prozent) an diesem schwachen Börsentag auf die Käuferseite und das mit einer „ordentlichen Stange Geld“. Mehr Vertrauen kann man eigentlich nicht nach Außen tragen.

Wie „schlecht“ ist EnviTec wirklich?
Mein Fazit: EnviTec konnte in den vergangenen Jahren fundamental deutlich voran kommen und arbeitet auch weiterhin mit Nachdruck an seinem Wachstum, sowohl organisch als auch über (zum Teil internationale) Beteiligungen. Dennoch darf man nicht vergessen, dass der Markt für Biogas durch die politisch und rechtlich undurchsichtigen Rahmenbedingungen für diese alternative Energieform nur schwer langfristig einschätzbar ist. Das belädt die in diesem Feld tätigen Unternehmen stets mit einer gewissen Portion zusätzlicher Unsicherheit.

Kommt es dann noch zu einem deutlichen Einbruch am Markt, wie es derzeit bei den Small- und Micro-Caps der Fall ist, flüchten die „Angsthasen“ und die Werte kennen kein Halten mehr. Dass das nicht selten auch das falsche Unternehmen treffen kann, zeigt sich an EnviTec. Dennoch sehe ich den Grund für den drastischen Kursverfall eher in dem recht hoch angesetzten Preisniveau je Aktie beim Börsengang. Erst wenn die Börse die Papiere für fair bewertet hält, wird der Kursverfall sein Ende finden. Das könnte einige Zeit dauern. Aber dann ist die Aktie durchaus auch langfristig interessant, denn die Aktionärsstruktur ist ansprechend und die Auftragslage stimmt zuversichtlich. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten...

Ich wünsche Ihnen einen guten Börsentag.

Ihre
Cindy Bach

  

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Studie: Biosprit schadet Klima - durch Shorten ausnützen?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.08 16:16)

Washington (dpa) - Die Produktion von Biosprit kann den Klimawandel in vielen Fällen drastisch beschleunigen. Denn allein durch das Anpflanzen von Mais, Raps oder Palmöl entstehen oft mehr Treibhausgase als durch die daraus gewonnenen Biokraftstoffe eingespart werden.

Das geht aus drei Studien hervor, die in den Journalen "Science" (online vorab veröffentlicht) und "Atmospheric Chemistry and Physics" veröffentlich werden. Für Biosprit wird Tropenwald zerstört und in Agrarland umgewandelt.

Zudem setzt Dünger nach Auskunft des Chemie-Nobelpreisträgers Paul Crutzen wesentlich mehr des gefährlichen Treibhausgases Lachgas frei als bislang gedacht. Lediglich Kraftstoffe aus Abfällen in Land- und Forstwirtschaft oder aus Gräsern mit weniger Düngereinsatz weisen demnach eine gute Klimabilanz auf.

Durch die Brandrodung in Indonesien entstehe mehr als 400 Mal so viel Kohlendioxid wie mit Hilfe von Palmöl auf derselben Fläche pro Jahr gespart werden könne, berichtet Hauptautor Joe Fargione von der Umweltorganisation The Nature Conservancy in "Science". Brasilianischer Regenwald, der in Soja-Plantagen umgewandelt wird, setze 300 Mal mehr Kohlendioxid frei als der Biosprit pro Jahr spare.

Ein Team um Timothy Searchinger von der Princeton University berechnete in einer "Science"-Studie, dass die Produktion von Ethanol aus Mais den Ausstoß der Treibhausgase für 167 Jahre erhöht, wenn dafür eigens Land umgewandelt wurde.

"Wenn man die globale Erwärmung bremsen möchte, macht es schlicht keinen Sinn, Land für Biosprit umzuwandeln", erklärt Fargione in eine Mitteilung seiner Universität. Und er verweist noch auf die mögliche Knappheit von Nahrungsmitteln. "Die weltweite Landwirtschaft produziert derzeit Nahrung für sechs Milliarden Menschen." Für die Produktion von Biosprit wäre es nötig, noch mehr Land in Agrarflächen umzuwandeln. Südafrika verschob kürzlich die geplante Biosprit- Produktion aus Mais, weil die Pflanze Grundnahrungsmittel besonders für arme Familien in dem Land ist.

Nach Angaben des Nobelpreisträgers Crutzen vom Max-Planck- Institut für Chemie in Mainz setzt der benötigte Pflanzendünger drei bis fünfmal mehr Lachgas frei als der Weltklimarat IPCC bislang angenommen hat ("Atmospheric Chemistry and Physics", Bd. 8, S. 389). Das stickstoffhaltige Lachgas erwärmt die Atmosphäre 300 Mal so stark wie Kohlendioxid. Biodiesel aus Raps sei schon aus diesem Grund 1 bis 1,7 Mal klimaschädlicher als normaler Treibstoff, Bioethanol aus Mais bis zu 1,5 Mal. 80 Prozent des weltweiten Biodiesels werde aus Raps produziert. Nur Zuckerrohr kommt günstiger weg, da es nicht oder wenig gedüngt werde. Nach Ansicht von Searchinger darf dafür jedoch kein Regenwald gerodet werden.


"Ich bin nicht generell gegen Biosprit, sondern nur dagegen, wie er momentan angewendet wird", sagt Crutzen. Er forderte eine umfassende, kritische Treibhausgas-Bilanz für jeden Biokraftstoff. Der Nobelpreisträger hatte seine Studie bereits im September im Internet zur Diskussion gestellt. Ende Januar wurde sie nun ohne bedeutende Veränderung gedruckt.

Die Bundesregierung arbeite derzeit "mit Hochdruck" an einer Verordnung, die Klimabilanz und Naturverbrauch der Biokraftstoffe berücksichtigen soll, betonen Umwelt- und Landwirtschaftministerium in der "Roadmap Biokraftstoffe".

Große Hoffnungen setzen Politiker und Forscher auf Biokraftstoffe der zweiten Generation, die eine besonders gute Klimabilanz haben. Für diesen Sprit können alle Pflanzenteile und damit auch Holzabfall genutzt werden. Holz wird in dem sogenannten BtL-Verfahren (Biomass to Liquid/Biomasse zu Flüssigkeit) etwa erst in Gas umgewandelt und dann zu Ethanol verarbeitet.

Die weltweit erste kommerzielle Anlage für die Produktion von BtL- Kraftstoffen werde bis Sommer im sächsischen Freiberg fertiggestellt sein, sagt die Sprecherin der Choren Industries GmbH, Ines Bilas. Sie soll pro Jahr 15 000 Tonnen Biokraftstoff der 2. Generation herstellen. Eine weitere Anlage mit einem Biomasseverwertung von einer Million Tonnen pro Jahr hat das Unternehmen schon geplant.

Quelle:
http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/erde/5364314-Studie-Biosprit-schadet-Klima,article set=4453714,page=1.html

*********************

Idee:

Gesamtmarkt schlecht

Biospritaktien im Sturzflug

Presse springt auf schlechte Nachrichten auf

Politiker drehen ev. diese "Branche ab"

Lösung: Shorten wir die "schlechtesten" Biosprit-Aktien!

Frage: Weiss wer ein gutes Zertifikat zum Shorten?

lg
Ottakringer


  

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RE: Studie: Biosprit schadet Klima - durch Shorten ausnützen?
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.2.08 19:02)

1. Die USA hat nicht wegen dem Klimaschutz auf Ethanol gesetzt, sondern um unabhängiger von der unsicheren Ölversorgung aus "Schurkenstaaten" zu werden. Klimaschutz spielte dabei nur eine ganz untergeordnete Rolle. Und für die EU sollte man das auch nicht außer acht lassen - siehe steigender Ölpreis.
2. Zur Zeit hauen alle auf Biosprit ein. Wo wurden bei uns in Europa die Urwälder gerodet? Beim Pflanzenanbau für Lebensmittel wird nicht gedüngt? Als Nebenprodukt bei Ethanol werden Futtermittel gewonnen, die Sojaimporte aus Urwaldländern ersetzen.
3. Es werden noch viele froh sein mit irgendeinem Treibstoff zu fahren.

  

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RE: Studie: Biosprit schadet Klima - durch Shorten ausnützen?
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.2.08 22:18)

>1. Die USA hat nicht wegen dem Klimaschutz auf Ethanol
>gesetzt, sondern um unabhängiger von der unsicheren
>Ölversorgung aus "Schurkenstaaten" zu werden.
>Klimaschutz spielte dabei nur eine ganz untergeordnete Rolle.
>Und für die EU sollte man das auch nicht außer acht lassen -
>siehe steigender Ölpreis.
>2. Zur Zeit hauen alle auf Biosprit ein. Wo wurden bei uns in
>Europa die Urwälder gerodet? Beim Pflanzenanbau für
>Lebensmittel wird nicht gedüngt? Als Nebenprodukt bei Ethanol
>werden Futtermittel gewonnen, die Sojaimporte aus
>Urwaldländern ersetzen.
>3. Es werden noch viele froh sein mit irgendeinem Treibstoff
>zu fahren.


kanns nicht überprüfen, gehe jedoch davon aus, dass du recht hast, da du ahnung von der materie hast


problem ist allerdings, wenn sich die medien mal draufschmeissen und krone bzw. bild in eine richtung schreiben hast halt keine chance

brauchst dir nur jeden tag die überschrift der krone auf der titelseite lesen und ein paar mal die samstag-krone kaufen und die wirtschaftsbeilage lesen, dann weist welchen schmarrn die verzapfen und der großteil der bevölkerug bildet sich auf dieser basis eine meinung -> diese diskussionen hörst dann am stammtisch im beisl oder im cafe; da kommt da dann is spei...


  

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Weltweite Agrarproduktion – Potentiale und Wechselwirkungen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.2.08 16:55)

4.2.2008
Univ.Prof. Dr. Harald von Witzke von der Humboldt Universität sprach heute im Rahmen der Wintertagung des Ökosozialen Forums in Wien - Konflikte und Chancen wurden dargelegt

„Die Sicherung der Ernährung einerseits und die Sicherung der Energieversorgung sowie Klimaschutz durch Bioenergieproduktion andererseits stehen miteinander im Konflikt. So lange in großem Umfang keine anderen klimaneutralen Energieformen verfügbar sind bzw. politisch akzeptabel werden, bleibt dieser Konflikt auch unauflösbar, aber er lässt er sich entschärfen,“ so Univ.-Prof. Dr. Harald von Witzke von der Humboldt Universität Berlin bei seinem Vortrag beim Agrarpolitiktag der Wintertagung des Ökosozialen Forums Österreich, in der Universität Wien.



In vielen reichen Ländern der Welt, auch in Deutschland, in anderen Ländern der EU und in den USA, gibt es derzeit Flächenstilllegungsprogramme, würde man diese in Betrieb nehmen, so wäre dies nur ein Einmaleffekt. Aber es gibt weltweit riesige Flächen (u. a. in Russland, Ukraine, Brasilien, Argentinien), die derzeit nur extensiv genutzt werden. Steigende Preise für Agrargüter werden zu einer intensiveren Nutzung dieser bisher extensiv genutzten Flächen führen. Dies stimuliert die Produktion. Insofern wirkt der Marktmechanismus selbst der zunehmenden Knappheit entgegen und entschärft dadurch die landwirtschaftliche Ressourcenkonkurrenz.

Auch die Verwendung von Abfall oder Reststoffen könne diesen Konflikt mildern. So werden bei einer Verwendung von Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen nicht nur die landwirtschaftlichen Emissionen von Klimagasen reduziert, sondern auch Stoffe verwendet, die nicht in direkter Konkurrenz um landwirtschaftliche Nutzflächen stehen.

Darüber hinaus hat die internationale Arbeitsteilung das Potenzial, den genannten Konflikt zu entschärfen. Diese erlaubt es, dass sich Länder auf die Produktion derjenigen Güter spezialisieren, die für sie produktiver sind als für andere Länder, und die sie dadurch kostengünstiger produzieren und damit auch exportieren können. Natürlich kann die internationale Arbeitsteilung ihre ökonomisch segensreiche Wirkung nur in dem Maße entfalten, wie der Wunsch nach heimischer Versorgungssicherheit durch Bioenergie in Ländern mit Kostennachteilen nicht zu einer subventionierten heimischen Produktion führt.

Auch verstärkte Investitionen in die Forschung, Ausbildung und Beratung können wesentlich dazu beitragen können, den Konflikt zwischen Sicherung der Welternährung einerseits und Sicherung der Energieversorgung sowie Klimaschutz durch Bioenergieproduktion andererseits nachhaltig zu entschärfen. Gegenwärtig passiert in vielen Ländern leider genau das Gegenteil: Die öffentliche Agrarforschung und -ausbildung wird zurückgefahren, dies macht wenig Sinn, da eine hohen gesamtwirtschaftliche Rentabilität von Investitionen in die Agrarforschung sicher sei. Das Beschäftigungspotenzial der rasch wachsenden weltweiten Nachfrage nach Bioenergie und Nahrungsgütern kann nur dann wirklich realisiert können, wenn die Politik entsprechend handelt.

In Bezug auf Bioenergie stellen sich für Deutschland zwei weitere wichtige Fragen. Zum einen wäre zu ermitteln, wo eigentlich die Kostenvorteile der deutschen Landwirtschaft liegen, in der Produktion qualitativ hochwertiger und damit höherpreisiger Nahrungsgüter, in der Produktion von Massengütern oder in der Produktion von Bioenergie. Die Forschung zu diesem Themenbereich ist sicherlich noch lange nicht abgeschlossen, aber vieles deutet in Deutschland darauf hin, dass unter den agroklimatischen Bedingungen und der relativen Knappheit landwirtschaftlichen Bodens sowie der hohen Qualifikation der Landwirte die Kostenvorteile wohl nicht in der reinen Bioenergieproduktion liegen.

Das Potenzial der Bioenergieproduktion in Deutschland ist beachtlich. Daher ist auch wichtig, zu klären, wie viel Bioenergie in Deutschland oder der EU eigentlich zu produzieren ist, um die heimische Energieversorgung sicher zu stellen und der globalen Erwärmung entgegen zu wirken. Denn hiervon hängt ab, ob die Produktion von Bioenergie subventioniert werden muss und wenn ja, wie hoch die Subventionen sein müssen, damit der gewünschte Selbstversorgungsgrad von Bioenergie und der erwünschte Klimaeffekt erreicht werden können.

„In den letzten etwa 130 Jahren war die Landwirtschaft in Deutschland ein schrumpfender Wirtschaftsbereich. Die rasch wachsende weltweite Nachfrage nach Nahrungsgütern und nach Bioenergie wird dies ändern. Zumindest für die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte hat die deutsche Landwirtschaft das Potenzial wieder zu einem prosperierenden Sektor zu werden.“ so Prof. von Witzke. Ähnliches gilt wohl auch für Österreich.

Die Wintertagung findet heuer bereits zum 55. Mal statt und widmet sich dem Thema: "Land- und Forstwirtschaft zwischen Markt und Politik – globale Herausforderungen und europäische Antworten".


http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1027905

  

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biosprit
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 10:03)

http://images.derstandard.at/20080212/grafik_emissionen.jpg.png

"Biosprit ist zumindest Teillösung"
Mit dem Beimischungsziel von 5,75 Prozent können rund 1,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden
Wien - In einer Untersuchung des Umweltbundesamtes wurde nun der Vorwurf entkräftet, Biosprit habe keine Problemlösungskompetenz in Sachen CO2-Sparen und heize den Klimawandel noch zusätzlich an:
"Die Untersuchung zeigt, dass Biosprit kein Allheilmittel ist. Aber er ist zumindest eine Teillösung", sagt der für Klimaschutz zuständige Landwirtschaftsminister Josef Pröll.
Dabei wurde ein Vergleich zwischen den Emissionen fossiler Treibstoffe wie Benzin und Diesel mit denen von Agrosprit (Bioethanol, Biogas und Biodiesel) angestellt. Außerdem wurden die energieaufwändigen Herstellungsprozesse eingerechnet, die sowohl bei fossilen als auch bei den Agrotreibstoffen anfallen (siehe Tabellenspalte gesamte CO2-Äquivalent-Emissionen). Zumindest bei fossilem Benzin und Gas wurden bisher in der Regel die aufwändigen Vorarbeiten wie Erdölförderung, Pipeline-Transport und Raffinierung einfach nicht erfasst. Hingegen wurden bei den Emissionen von Agrotreibstoffen sehr wohl Vorleistungen wie Antransport der landwirtschaftlichen Rohstoffe inkludiert. Dies ließ Biotreibstoffe in den jüngsten Diskussionen "schlecht dastehen".

Für die Berechnungen bediente sich das Umweltbundesamt einer auf österreichische Gegebenheiten adaptierten Software namens Gemis (Gesamt-Emissionsmodell Integrierter Systeme). Das Programm wurde vom Ökoinstitut Freiburg erstellt, erklärt Werner Pölz, im Umweltbundesamt zuständig für Ökobilanzen.

Aufgrund dieser Berechnungen zeigt sich, dass Biodiesel die geringsten Emissionen aufweist und Bioethanol aufgrund des aufwändigeren Herstellungsverfahrens nur eine geringfügig bessere CO2-Bilanz hat als normaler Diesel.

Mit der Einberechnung des Energiebedarfs im gesamten Wertschöpfungszyklus kommt es in der Diskussion um Treibstoffe zu mehr Waffengleichheit zwischen fossilen und Agrotreibstoffen. Jedenfalls was den Klimawandel betrifft, der durch das Freisetzen von Treibhausgasen bei der Energienutzung verstärkt wird. Ursprünglich hatte es bei der Nutzung von Biokraftstoffen immer geheißen, dass diese "klimaneutral" sind, weil sie beim Verbrennen nur so viel CO2 freisetzen, wie die Pflanze beim Wachsen gespeichert hat. Durch das Einberechnen des ganzen Biosprit-Produktionszyklus war diese Klima-neutrale Bilanzierung infrage gestellt worden.

Zumindest in Österreich, also mit kurzen Transportwegen und mit wenig Düngeeinsatz, könnten mit Biotreibstoffen aber sehr wohl Treibhausgase einspart werden, argumentiert Pröll: Nimmt man das Beimischungsziel von 5,75 Prozent zugrunde, das Österreich ab 1. Oktober 2008 erreichen will, seien es immerhin 1,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent, die so pro Jahr vermieden werden könnten (die wichtigsten Treibhausgase werden in ein gewichtetes CO2-Äquivalent umgerechnet, Anm.).

Kein Inflationsturbo

Diese Ziele könnten auch weitgehend von den heimischen Feldern kommen - und zwar ohne dass die Lebensmittelpreise noch einen zusätzlichen Drall erfahren, glaubt man im Lebensministerium. Um für das 5,75-Prozent-Ziel genügend Rohstoffe für die Bioethanolproduktion bereitstellen zu können, werden den Berechnungen nach lediglich 71.000 Hektar benötigt - bei einer Gesamtackerfläche von 1,38 Millionen Hektar. "Das sind gerade mal fünf Prozent der Anbaufläche", argumentiert Pröll. Weniger autark ist Österreich bei Energie-Raps, der Schätzungen zufolge weitgehend aus Importen gedeckt werden muss.

Sicher sei, dass angesichts des derzeit absehbaren Bedarfs an Biosprit von diesem kein weiterer Kick auf die zuletzt gestiegenen Lebensmittelpreise ausgehe. Dazu sei der Rohstoffanteil an den Gesamtkosten eines Lebensmittels zu niedrig. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.2.2008)
http://derstandard.at/

  

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RE: biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 16:20)

Sicher sei, dass angesichts des derzeit absehbaren Bedarfs an Biosprit von diesem kein weiterer Kick auf die zuletzt gestiegenen Lebensmittelpreise ausgehe. Dazu sei der Rohstoffanteil an den Gesamtkosten eines Lebensmittels zu niedrig.


Hier habe ich gewisse Zweifel. Für Mozartkugeln und Kindermilchschnitten mag das ja stimmen, aber bei Eiern, Brot und Erdäpfeln sehe ich doch eine recht hohe Rohstoffkomponente. Die Frage ist auch, warum die Lebensmittelpreise "zuletzt gestiegen" sind wenn sie von Rohstoffpreisen weitgehend unabhängig sind.

  

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RE: biosprit
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 16:58)

Versteh ich nicht, was hat denn ein Ei für Rohstoffkosten? Das bissel Hendelfutter?

  

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RE: biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.2.08 17:50)

Ein Hendl frißt schätzungsweise 1/4 kg pro gelegtem Ei. Hauptsächlich Getreide, aber auch Eiweiß und Mineralstoffe sind in ordentlichen Mengen nötig.

  

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Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR interessant
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.3.08 09:11)

Quarks & Co Sendung vom 11. März 2008 Was tanken wir in Zukunft?

Was tanken wir in Zukunft?

Dienstag, 11. März 2008, 21.00 - 21.45 Uhr .
Samstag, 15. März 2008, 10.20 - 11.05 Uhr (Wdh.).

Erdöl wird ein immer knapperes Gut und damit immer teurer. Was also tun? Kann Bio-Sprit helfen, uns unabhängiger vom Erdöl zu machen? Wo liegen die ökologischen und wirtschaftlichen Grenzen von Bio-Sprit? Quarks & Co geht diesen Fragen nach und erklärt die Vor- und Nachteile von Elektro- und Hybrid-Autos.
Jeder Liter Kraftstoff enthält in Deutschland derzeit fünf Prozent Biosprit; 10 bis 20 Prozent sollen es künftig werden. Das sorgt für eine gigantische Nachfrage nach den Rohstoffen für Biokraftstoffe. Die Folgen sind fatal. Quarks & Co zeigt, wie der Biosprit der „ersten Generation“ zu einem ökologischen Desaster werden kann.
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0311/img/V_3_WDR.jpg.png
Flüssigtreibstoff aus Holzabfällen, Biodiesel aus altem Fett, Mikroalgen als Sprit-Ersatz, künstliches Benzin mit Hilfe gentechnisch veränderter Bakterien. Sind diese neuartigen Biosprit-Ideen wirklich ein Ersatz für Erdöl? Quarks & Co hakt nach.
Wissenschaftler der RWTH Aachen haben im Auftrag des Umweltbundesamtes einen handelsüblichen Golf so verändert, dass er rund ein Viertel weniger Benzin verbraucht. Quarks & Co sieht sich das „Öko-Auto“ einmal genauer an.
Amerikas Promis machen es vor – wer ökologisch korrekt sein will, fährt ein sogenanntes Green-Car mit Hybrid-Antrieb. Unterm Strich hat das Green-Car einen geringeren Verbrauch. Trotzdem ist ein Hybrid-Auto kein Zaubermittel zur Verbesserung der Öko-Bilanz. Quarks & Co erklärt, warum nicht.
Hohe Sprit-Preise und steigendes Umweltbewusstsein machen Elektroautos wieder interessant. Ein norwegisches Unternehmen startete jetzt die Serienproduktion. Quarks & Co stellt das neue Elektroauto und seinen Erfinder vor.
Redaktion: Anne Leudts
Autoren: Daniel Münter, Vladimir Rydl, Silvio Wenzel, Lars Westermann

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0311/000_kraftstoff.jsp

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.3.08 16:06)

Wer sind Quarks & Co? Sind das die von der Kinder-ZiB?

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: mr_panini(26) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 13:00)

>Wer sind Quarks & Co? Sind das die von der Kinder-ZiB?

nönö, eher sendung mit der maus (s. unten)...:

Quarks & Co
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Quarks & Co ist ein Wissenschafts-Fernseh-Magazin des WDR – erfunden und moderiert von Ranga Yogeshwar.

Seit dem 14. April 1993 wird die 45-minütige Sendung jede Woche dienstags um 21:00 Uhr vom WDR ausgestrahlt und am Samstagvormittag, ebenfalls im WDR, wiederholt. Seit Anfang 2007 erfolgt eine wöchentliche Ausstrahlung der Sendung. Die Redakteure und Autoren schaffen es auf eine besondere Art, naturwissenschaftliche Themen unkompliziert und trotzdem fachlich richtig zu vermitteln. Deshalb wird Quarks & Co häufig als „Sendung mit der Maus für Erwachsene“ bezeichnet. Um die Qualität der Beiträge zu garantieren, arbeitet die Redaktion von Quarks & Co mit vielen Universitäten und Wissenschaftlern zusammen. Quarks & Co wird von allen Zielgruppen gesehen und ist eines der erfolgreichsten wissenschaftlichen Magazine im deutschen Fernsehen.


  

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Lebenslauf des Moderators: Ranga Yogeshwar
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 15:48)

1959 • geboren in Luxemburg
• Besuch der Grundschule in Indien und Luxemburg
• Musikausbildung am Konservatorium der Stadt Luxemburg (Klavier)
• Abitur am Lycée Classique Diekirch
Studium der Physik an der Technischen Hochschule Aachen mit Abschluß als
Dipl.Physiker. Fachrichtung: Experimentelle Elementarteilchenphysik und Astrophysik
• Forschungsarbeiten am Schweizerischen Institut für Nuklearforschung (SIN) Villingen,
CERN Genf, KFA Jülich



Ranga Yogeshwar
http://www.yogeshwar.de/



  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.3.08 15:55)

Quark (Physik)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Ein Proton besteht aus zwei up-Quarks und einem down-Quark. Ein Neutron besteht aus zwei down-Quarks und einem up-QuarkQuarks sind die elementaren Bestandteile (Elementarteilchen), aus denen man sich Hadronen aufgebaut denkt. Sie tragen einen Spin von ½ und sind damit Fermionen. Zusammen mit den Leptonen und den Eichbosonen gelten sie heute als die fundamentalen Bausteine, aus denen alle Materie aufgebaut ist. So bestehen Baryonen (z. B. das Proton) aus drei Quarks, Mesonen (z. B. das Pion) jeweils aus einem Quark und einem Antiquark.

1964 postulierte der Caltech-Physiker Murray Gell-Mann zusammen mit seinem Kollegen George Zweig die Existenz der Quarks<1>. Gell-Mann erhielt 1969 für die Schematisierung des hadronischen Zoos mittels der Quarks den Nobelpreis für Physik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Quark_(Physik)

Da es sich um einen populärwissenschaftliche Sendung handelt, und der Moderator Physiker ist, wurde dieser Name wahrscheinlich gewählt.

  

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Förderung Alternativantriebe Niederösterreich
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 12:20)

Das Land Niederösterreich fördert den Ankauf von Fahrzeugen mit Alternativantrieb und die Umrüstung auf Alternativantrieb Mit der NÖ Fahrzeug-Alternativantrieb-Förderung soll der Ankauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und die Umrüstung auf Alternativantrieb unterstützt werden.

Unter Alternativ-Antrieb versteht man im Zusammenhang mit der gegenständlichen Förderung jene Fahrzeug-Antriebsarten, die CNG oder Bio-CNG und Bioethanol (E85) und reines, chemisch unbehandeltes Pflanzenöl als Kraftstoff verwenden bzw. einen Elektromotor als Antrieb haben. Weiters sind Fahrzeuge mit Hybridantrieb und einem maximalen CO2 Ausstoß von 120 g / km förderbar. Ein zusätzlicher Umweltaspekt ist die Einschränkung in der Förderungsaktion, dass die geförderten Fahrzeuge eine maximale CO2-Emissionen von 160 g/km haben sollen. Dieser Wert wird nur erreicht durch möglichst kraftstoffsparende Fahrzeuge.
Mit dieser Förderung soll auf Alternativ-Antriebe und Alternaiv-Kraftstoffe aufmerksam gemacht werden und das Bewusstsein geschaffen werden, dass es außer Diesel und Benzin Antriebs-Alternativen gibt, die gleichen Komfort bieten, teilweise günstiger im Betrieb sind und obendrein positive Umweltauswirkungen zeigen. Durch den Förderanreiz sollen sich Alternativ-Antriebe schneller etablieren und durch die Nachfrage nach Alternativ-Kraftstoffen die Tankstellen-Infrastruktur schneller entwickeln.
Diese Förderung soll einen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen im Verkehrssektor leisten und zur Erfüllung der umwelt­politischen Verpflichtung Österreichs, insbesondere zur Erreichung des im Rahmen der EU festgelegten Zieles einer Reduktion der Treibhaus­gas-Emissionen in Österreich von 13% gegenüber 1990 bis zur Periode 2008 bis 2012 bilden.
Die Förderung kann von Niederösterreichischen Privatpersonen die in NÖ den Hauptwohnsitz haben für den Ankauf von zweispurigen, für den Straßenverkehr in Österreich erstmalig zugelassenen Fahrzeugen sowie die Umrüstung von neuen und gebrauchten zweispurigen Fahrzeugen auf den Betreib mit CNG oder Bio-CNG oder Bioethanol sowie mit reinem, chemisch unbehandelten Pflanzenöl 6 Monate nach Ankauf bzw. Umrüstung beantragt werden wobei folgende Förderung gewährt wird:

Ein nichtrückzahlbarer Zuschuss in der Höhe von € 700,- pro Fahrzeug beim Neuankauf eines Fahrzeuges

50% der Umrüstkosten und maximal € 700,- bei Umrüstung eines Fahrzeuges
Die Anzahl der Einreichungen ist mit 1.000 Stück limitiert bzw. zeitlich bis 31.12.2009 begrenzt.

http://www.noel.gv.at/Umwelt/Energie/Energiefoerderungen-Privat/alternativantriebfoerderu ng.html

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 14:15)

War eine interessante Sendung. Kurz die wichtigsten Fazite:

- Biosprit der ersten Generation (Alkohol aus Mais, Diesel aus Raps oder anderen Ölpflanzen) hat eine katastrophale Umweltbilanz, selbst die CO2-Bilanz ist schlechter als bei fossilen Treibstoffen.

- Diesel aus Altspeisefett, Pflanzen die vollständig verwertet werden, Biomüll oder Algen ist teils wesentlich besser, aber entweder nur in geringen Mengen verfügbar (Altöl), oder technisch (noch) nicht ausgereift. Der Wirkungsgrad ist verglichen mit thermischer Verwertung oder Verstromung der Energiepflanzen sehr schlecht.

- Elekroautos: In der Stadt eventuell interessant. Viel sparsamer als alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Schwachpunkt: Batterie (schwer) und Reichweite (derzeit ca. 180km, Tendenz steigend)

- Hybridautos: Nicht so toll wie man glauben könnte. Grund: Höheres Fahrzeuggewicht frißt einen wesentlichen Teil des Vorteils wieder auf.

Weiters wurde noch über Sonnenkraftwerke in der Sahara berichtet, die mit derzeit vorhandener Technologie einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung Europas leisten könnten. Die Frage, die nicht gestellt wurde: Wollen das die Saharianer überhaupt?

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 14:37)

>Wollen das die Saharianer überhaupt?

Natürlich, die werden schon ihr Stückchen davon abkriegen. So wie die Bauern in Schleswig Hohlstein, die entgegen allen Geschmacks in ihren Höfen Windkraftwerke aufstellen lassen.

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 15:06)

>>Wollen das die Saharianer überhaupt?
>
>Natürlich, die werden schon ihr Stückchen davon abkriegen. So
>wie die Bauern in Schleswig Hohlstein, die entgegen allen
>Geschmacks in ihren Höfen Windkraftwerke aufstellen lassen.


Sie werden sich sicher überzeugen lassen wenn man ihnen ein Angebot macht, das sie nicht ablehnen können. Ich finde nur immer wieder interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit die Zustimmung der Sahara-Staaten und von deren Grundbesitzer vorausgesetzt wird. Es geht hier ja nicht um eine punktuelle Beeinträchtigung wie wenn man irgendwo eine Kaserne oder ein Flüchtlingslager hinklotzt, sondern um Tausende Quadratkilometer, die mit Spiegeln, Dampfkesseln und Kabeln verbaut und wohl auch eingezäunt werden müssten.

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 16:36)

Glaube mir, die meisten Leute leben lieber neben einem Sonnenkraftwerk als neben einem Flüchtlingslager!

  

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RE: Was tanken wir in Zukunft? Quarks & Co, Di 11.3.08 WDR
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.3.08 17:08)

Sie werden sich sicher überzeugen lassen wenn man ihnen ein Angebot macht, das sie nicht ablehnen können. Ich finde nur immer wieder interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit die Zustimmung der Sahara-Staaten und von deren Grundbesitzer vorausgesetzt wird. Es geht hier ja nicht um eine punktuelle Beeinträchtigung wie wenn man irgendwo eine Kaserne oder ein Flüchtlingslager hinklotzt, sondern um Tausende Quadratkilometer, die mit Spiegeln, Dampfkesseln und Kabeln verbaut und wohl auch eingezäunt werden müssten.

Ob da nicht die saharische Al-Quaida was dagegen hat..

  

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Müll in den Tank
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.3.08 22:49)

Müll im Tank

Bakterium bereitet Pflanzenreste für Treibstoffproduktion auf

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/760405/

"When fully operational, the Zymetis process could potentially lead to the production of 75 billion gallons a year of carbon-neutral ethanol."
"Hutcheson projects a $5 billion enzyme market for biofuels. The energy bill passed by the U.S. Senate in December mandates oil companies to blend in 21 billion gallons of cellulosic ethanol with their gasoline by 2022."
http://www.newsdesk.umd.edu/uniini/release.cfm?ArticleID=1613

  

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ESPA-Fonds erreichen bei Schmack Biogas Meldeschwelle
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.3.08 10:13)

ESPA WWF Stock Climate Change und ESPA Vinis Stock Europe halten insgesamt mehr als drei Prozent an dem Biogasanlagen-Hersteller

Die Erste Sparinvest hat mit ihren Fonds bei Schmack Biogas AG die Meldeschwelle von drei Prozent überschritten. Konkret halten die beiden Fonds ESPA WWF Stock Climate Change und ESPA Vinis Stock Europe in Summe 3,034 Prozent, das entspricht 167.600 Stimmrechten.

Die Schmack Biogas AG ist einer der führenden deutschen Anbieter für Biogas-Anlagen. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet, bietet heute seine Leistungen in den Geschäftsbereichen Projektierung und Errichtung sowie Service und Betriebsführung an und zählt damit zu den Komplettanbietern der Branche. Bis dato hat Schmack Biogas 221 Anlagen mit einer Nominalleistung von rund 75 MW errichtet.

BE 20.03.2008

  

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RE: Biodiesel und Biogas Aktien: Schmack, Biogas Nord, EOP, Biopetrol...
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.08 22:05)

Das ZJ rät, von diesen Aktien Abstand zu halten.

  

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Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.08 10:14)

Der Standard" vom 11.04.2008


Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"

Ungeachtet der wachsenden Skepsis gegen das "Benzin vom Acker" bleiben die EU und auch Österreichs Umweltminister auf Biosprit-Kurs- und verstellen damit den Blick auf andere, ökologisch durchaus sinnvolle Optionen pflanzlicher Energiegewinnung.

Helmut Haberl*

Deutschlands Umweltminister hat vor wenigen Tagen die umstrittene "Biosprit-Verordnung" sistiert - und auch andernorts werden in der Klimaschutzdebatte kritische Stimmen zum geplanten Ausbau der Biosprit-Nutzung immer lauter. Höchste Zeit, denn ein stures Festhalten an der verfehlten Biosprit-Strategie à la Brüssel oder Ballhausplatz könnte schon bald zu einem Imageproblem für die gesamte Biomassenutzung führen und auch ökologisch sinnvollere Möglichkeiten zur Energiegewinnung aus Biomasse gefährden. Eine Polarisierung wie bei der Wasserkraft - Stichwort Hainburg - steht im Raum. Und das würde weder der Umwelt noch der heimischen Landwirtschaft nützen. Nötig erscheint daher eine differenzierte Vorgangsweise, da verschiedene Technologien zur Energiegewinnung aus Biomasse ökologisch sehr unterschiedlich zu bewerten sind.

Zur Klarstellung vorweg: Biosprit ist alles andere als "bio". Eine realistischere Bezeichnung wäre "Agrotreibstoff", denn darum geht es nämlich: die Erzeugung von Kraftstoff mittels hochtechnisierter und industrialisierter Agrarwirtschaft sowie chemischer Prozesse. Egal ob Agrodiesel aus Raps oder Agroethanol aus Getreide: In jedem Fall wird mit viel Kunstdünger, Pestiziden und Traktoren ein hochwertiges Produkt wie Getreidekörner oder Rapssaat erzeugt. Das bedeutet, dass nur ein Teil der Pflanze genutzt werden kann, nämlich jener, der auch für menschliche Ernährung oder als Futtermittel geeignet wäre. Diese Biomasse wird dann in aufwändigen Chemo-Verfahren so umgewandelt, dass ein flüssiger Kraftstoff für Motoren entsteht.

Die Energiebilanz dieser Prozedur ist deplorabel. Eine Einheit Fossilenergie, meist Erdöl oder Erdgas, die man in die Gewinnung von Agrotreibstoffen hineinsteckt, liefert unter mitteleuropäischen Verhältnissen bestenfalls drei Einheiten Energie in Form von Agrotreibstoffen.

Dazu kommt: Verglichen mit anderen Formen der Biomassenutzung, ist der Energieertrag pro Flächeneinheit bei Agrotreibstoffen gering. Pro Hektar und Jahr liefern Kurzumtriebswälder oder Chinaschilf (Miscanthus) etwa drei- bis siebenmal mehr Energie. Das hat zwei Ursachen: Erstens sind für die Gewinnung von Agrotreibstoffen nur anspruchsvolle Pflanzen geeignet, von denen zweitens nur ein Teil - eine Weizenpflanze besteht zum Zeitpunkt der Ernte etwa zur Hälfte aus Weizenkörnern - in Agrotreibstoff umgewandelt wird. Bei der Erzeugung von festen Brennstoffen aus Biomasse kann hingegen die ganze Pflanze genutzt werden.

Die zwei zentralen Kriterien für eine ökologisch sinnvolle Nutzung von Biomasse sind also Energie- und Flächenertrag. Je besser der Energieertrag, desto mehr Fossilenergie wird durch die Nutzung einer Einheit Biomasse tatsächlich eingespart. Fast alle anderen Bioenergietechnologien haben einen besseren Energieertrag als Agrotreibstoffe. So liefern etwa Kurzumtriebswälder pro Einheit Energieinput etwa zehn bis zwanzig Einheiten Energie, fünf- bis zehnmal mehr als Agrotreibstoffe.

Stroh vom Weizen trennen

Fast noch wichtiger ist der Flächenertrag: Je größer er ist, desto geringer die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und desto höher die pro Flächeneinheit erzeugbare Energiemenge. Für Ackerbau geeignete Flächen sind weltweit - und ganz besonders im dichtbesiedelten Europa - begrenzt und werden schon jetzt vielerorts intensiv genutzt. So könnte etwa Österreich im Jahr 2020 selbst bei Nutzbarmachung aller geeigneten Flächen für die Gewinnung von Diesel aus Raps nur etwa ein Prozent des heimischen Treibstoffbedarfs decken, der Rest der angestrebten zehn Prozent müsste importiert werden.

Selbst im Fall einer drastischen Wende im heimischen Ernährungsverhalten - weniger Fleisch- und Milchkonsum, mehr Vegetarismus - wäre das Potenzial bescheiden, denn das genannte Rapsausbauprogramm würde bereits 15 Prozent der österreichischen Ackerfläche benötigen. Völlig zu Recht wird die Frage nach den sozialen (Hunger) und ökologischen (z. B. Regenwaldvernichtung, Biodiversitätsverlust) Folgen von Agrotreibstoffimporten immer lauter gestellt werden.

Biomasse kann dennoch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, aber dazu ist eine differenzierte Vorgangsweise nötig, die sich weniger an den kurzfristigen Interessen des Agrobusiness orientiert als an ökologisch-ökonomischen Kriterien wie Flächen- und Energieertrag. Statt Agrotreibstoffe zu favorisieren, könnte auf der gleichen Fläche ungleich mehr Energie in Form fester Biomasse für Heizanlagen oder zur Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen werden. Selbst wenn es nur darum ginge, Erdöl einzusparen, wäre dies sinnvoll, da nach wie vor viele Wohnungen und Betriebe mit Öl beheizt werden.

Ökologisch wäre eine Strategie der "kaskadischen Nutzung" von Biomasse zu favorisieren, d. h. eine integrierte Optimierung von Nahrungs- und Energieproduktion. Zwei Beispiele: Gewinnung von Biogas aus Fäkalien von Nutztieren oder feuchten Reststoffen (Maisstroh, Zuckerrübenblätter) und die integrierte Optimierung der Getreideproduktion - Stroh als Energierohstoff, Korn für die Ernährung. Eine Umorientierung der Biomassestrategien in Richtung derartiger, ökologisch verträglicher Optionen ist dringend nötig, um die energetische Biomassenutzung nicht insgesamt zu diskreditieren und eine unproduktive Polarisierung der Diskussion zu vermeiden.

* Der Autor lehrt Humanökologie am Wiener Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt und vertritt Österreich im wissenschaftlichen Beirat der Europäischen Energieagentur (EEA), die in einer gestern veröffentlichten Erklärung der EU dringend empfohlen hat, von ihrem deklarierten Ziel, den Anteil an Agrartreibstoffen bis 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen, abzurücken.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.08 11:05)

Eine schöne Zusammenfassung, dieser Artikel. Ich hoffe, daß sich dies mehr und mehr in den Köpfen der Leute durchsetzt. Biosprit ist mehr eine Lobbyfrage als etwas für die Umwelt. Biogas z.b. ist viel effizienter, da dort aber die Förderungen nicht so hoch sind und die Agrarpreise wegen Biosprit so hoch sind, tut sich dieser Bereich schwer - wächst aber noch immer.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.08 12:58)

Am meisten regen mich diejenigen Gruppen/Parteien auf die zuerst nicht genug vom Biosprit bekommen konnten und jetzt den Agrosprit verteufeln. (Fahren die alle mit dem Fahrrad und gehen zu Fuß? Bei der Erdölproduktion wird auch die Umwelt stark verschmutzt!)
Wenn kein Markt für z.B. Ethanol vorhanden ist, wird auch keine zweite Generation Agrotreibstoffe entwickelt.
Ich würde mal die Ernte 2008 abwarten, wie sich die Preise weiter entwickeln. Ein Ende der Agrarsubventionen sollte die EU jetzt ins Auge fassen. Getreidebauern werden sich sowieso sehr sehr gut verdienen.
Die Autoindustrie stellt keine Autos her die E10 vertragen, also lassen wir es?
Selbst habe ich schon ca. 1 Jahr ein Gasauto, fahrbar mit Erd-/Biogas. Aber auch Biogas wird nur zum Teil aus Abfällen hergestellt.
Mein Schluss aus der ganzen Misere: Wir sitzen alle in einer großen Erdölfalle, Alternativen die in ausreichendem Ausmaß wirklich vorhanden sind zeichnen sich nicht ab.
Und solange Brot TONNENWEISE verbrannt wird sind meiner Meinung nach die Lebensmittelpreise in Österreich noch sehr niedrig.

Vom Brotregal in den Müllcontainer

Der Anteil der Retourware steigt rasant, täglich landen in Europa Tonnen an Lebensmitteln auf dem Müll
Wien - Schuld trage der Konsument, sagt Kurt Mann. Dieser fordere vom Handel bis fünf Minuten vor Ladenschluss volle Brotregale, was jeder Vernunft widerspreche. "Es wäre schön, wenn Kunden mehr Einsicht zeigen könnten und nicht abends auf das komplette Sortiment bestehen." Mann zählt 66 Bäckereifilialen. Im Schnitt liege der Anteil an Retourwaren in seinen Märkten bei acht Prozent. Täglich komme da schon ein 24-Kubikmeter-Container zusammen. Das seien pro Monat 80 bis 100 Tonnen. Was in den Shops übrigbleibe, dürfe laut Lebensmittelgesetz nicht gegessen werden, sagt Mann. Sein Altbrot werde daher - wie in der Branche üblich - zu Biogas verbrannt.

Dauerbrenner sieht ein Kollege die großen Mengen an Brotwaren aus Supermärkten, die täglich retour an die Produzenten gehen. Der Anteil liege oft bei mehr als 25 Prozent und sei derzeit so hoch wie nie. Der Grund für den massiven Anstieg seien das wachsende Sortiment und die längere Ladenöffnung. Die Bäcker lieferten de facto auf Kommission. "Kostenlose Abenddekoration für den Handel", formuliert es einer von ihnen spitz. Spar und Billa könnten sich eben abends keine leeren Regale leisten. Folge: mehr Essbares in Mülltonnen, Tierfutterproduktionen und Gasanlagen.

Kunden wollen volle Regale

Bei Billa liege der Anteil an Retourware bei Brot bei unter 20 Prozent, sagt Konzernsprecherin Corinna Tinkler. Die Kette backe vieles frisch, das Angebot ließe sich daher einfacher steuern. Doch anders als bei Diskontern erwarte sich der Kunde von Vollsortimentern das gesamte Frischeangebot bis zum Ladenschluss. "Niemand kann es sich erlauben, abends keine Kornspitz oder Kaisersemmeln zu führen."

Vom Brotabverkauf kurz vor Ladenschluss hält Bäcker Mann nichts: Mancher Kollege in Graz, der das praktiziere, würde es lieber rückgängig machen, da die Kunden ihm nur noch ab 17 Uhr die Filialen stürmten, meint Mann.

In Europa landen täglich Tonnen an Lebensmitteln auf dem Müll. Im Schnitt entsorgt ein Österreicher im Jahr 40 Kilo an Nahrungsmitteln, meist noch originalverpackt, zeigt eine im Februar veröffentlichte Analyse der Universität für Bodenkultur Wien. Dazu kommen täglich Tonnen an Lebensmitteln, die direkt von den Handelsregalen in den Abfall wandern.

Zweite Chance

Doch manche Produkte erhalten eine zweite Chance in . .......
(Verena Kainrath, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12./13.4.2008)
http://derstandard.at/

Für Gasinteressierte Autofahrer gibt es in D derzeit ein Sondermodell, in Erdgasversion ab 16.990,-- Euronen.

http://www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de/vwcms_publish/vwcms/master_public/virtualmaster/de _vwnfz/grossraumlimousinen/caddy_life/caddy_life/aktionsmodelle/team-caddy.html

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.08 14:14)

>Die Autoindustrie stellt keine Autos her die E10 vertragen, also lassen wir es?


Es gibt hier einen Zielkonflikt. Auf der einen Seite verlangt man von den Fahrzeugherstellern eine Senkung des Flottenverbrauches, auf der anderen Seite erzwingt man per Gesetz, den Treibstoff mit Ethanol zu verpanschen und damit für effiziente Motoren unbrauchbar zu machen.

Auf Sparsamkeit optimierte Motoren brauchen nun einmal einen von Chemikern optimierten hochwertigen Treibstoff und kein von Bürokraten verordnetes Gemisch.

Man kann einen optimierten Motor zwar auch mit schlechterem Benzin betreiben ohne daß er gleich eingeht, allerdings steigt dann der Verbrauch und sinkt die Leistung. Es ist also kontraproduktiv.


>Und solange Brot TONNENWEISE verbrannt wird sind meiner Meinung nach die Lebensmittelpreise in Österreich noch sehr niedrig.

Für uns sind die Lebensmittelpreise niedrig. In anderen Weltgegenden kommt es aber bereits zu Hungerrevolten. Das sollte man nicht ganz ausblenden wenn man durch unnötige Nachfrage die Lebensmittelpreise künstlich treibt.

http://forum.aktien-online.at/dcboard.php?az=show_mesg&forum=126&topic_id=1634&mesg_id=35 40&page=

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.08 14:55)

Wenn sich andere Länder nur von den ehemaligen Exportüberschüssen der EU oder USA ernährt haben, die hochsubventioniert im Ausland verramscht wurden, kann das auf Dauer nicht gutgehen.

Übrigens: Saab erzielt bei seinen Ethanolautos 20% MEHR LEISTUNG gegenüber normalem Benzin.

http://saab-news.at/biopower/

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.4.08 18:38)

>Saab erzielt bei seinen Ethanolautos 20% MEHR LEISTUNG gegenüber normalem Benzin.


Das ist ein gutes Argument.

Mir gefällt eigentlich das System mit seperaten Zapfsäulen für RME, Ethanol, Erdgas, GPL und herkömmliche Treibstoffe besser als eine zwangsweise Vermischung von allem.
Nur so ist eine bewusste Substitution möglich. In Zeiten hoher Mineralöl- und niedriger Agrarpreise tankt man vorzugsweise Biotreibstoffe, sonst eben Mineralische. Bei einer starren verordneten Quote muss die OMV dagegen um jeden Preis Ethanol kaufen, egal wie schlecht die Ernte war. Entscheidet der Konsument, sorgt der finanzielle Anreiz schon dafür, dass es zu keinen Preisexzessen kommt.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.4.08 10:03)

Wertvolles Rohöl, billiger Treibstoff

Größer Ob man es jetzt Biodiesel und Bioethanol oder Agrartreibstoff nennt: Vor kurzem noch hochgelobt, gefährden Biotreibstoffe plötzlich unsere Umwelt. Mehr noch als Benzin oder Diesel.

Wurde aufgrund der Ausbeutung der weltweiten Ölreserven nach Alternativen gesucht, ist derzeit wieder der nachwachsende Rohstoff in der Kritik. Aus Kosten- und aus Umweltgründen.

Dass als Alternative aber wieder Rohöl ins Gespräch gebracht wird, verwundert. Es macht den Anschein, dass Rohöl direkt in der jeweiligen Raffinerie entsteht. Das heißt, keine Aufbringungs-, Transport- oder Verarbeitungskosten wären vorhanden.

In der Praxis ist das nicht so.

So wird zum Beispiel auf 77.000 Quadratkilometern in Kanada im Tagabbau Ölsand gewonnen. Aufgrund des hohen Ölpreises rechnet sich das. Pro gewonnenem Barrel Rohöl werden 125 Kilogramm CO2 erzeugt. Das benutzte Wasser ist so kontaminiert, dass es in eigenen Abwasserseen gelagert wird. Die Bäume müssen natürlich weichen, und das in einer Anzahl, dass es bereits aus dem Weltraum zu beobachten ist.

Stellen wir uns so die Erzeugung unserer Energie vor? Ist das umweltgerechter als heimische, nachwachsende Rohstoffe?

Auch die Kritik, dass landwirtschaftliche Rohstoffe transportiert werden müssen und deshalb die Umwelt verschmutzt werde, ist verwunderlich. Erdöl wird in teuren Pipelines, die noch dazu nicht immer dicht sind, Schiffen und Tankwagen transportiert. Die Folgen der durch den Erdöltransport erfolgten Katastrophen sind zwar bekannt, werden aber gerne vergessen. Diese und die Ausbeutung unserer Ressourcen wird von Umweltaktivisten eher in Kauf genommen als den Weg der Energiegewinnung durch nachwachsenden Rohstoffe weiterzugehen.

Mit voller Stärke trifft uns auch das Argument, dass die Fahrzeuge nicht auf eine Umstellung auf Biosprit eingestellt seien. Ein Argument, das natürlich in Deutschland – laut dem internationalen Verband der Kraftfahrzeughersteller sind mehr als drei Millionen Fahrzeuge betroffen – aufgrund der sicherlich starken Verteter aus der Branche sehr ernst genommen wird. Dass in Brasilien neben reinem Ethanol nur Benzin mit einen Ethanolanteil von 20 bis 25 Prozent getankt wird, liegt also wahrscheinlich daran, dass dort nur nagelneue Autos betankt werden.

Sicherlich, einige Argumente müssen genau analysiert und ein vernünftiger und nachhaltiger Energiemix gefunden werden. Sich dabei aber als Lobbyist für die Erdöl- oder Autoindustrie einspannen zu lassen, wird unserer Umwelt wenig nützen. 10.04.2008 01:00
http://www.bauernzeitung.at/index.php?mlay_id=20002&mdoc_id=31364&mdoc_mdoc_id=&status=re ad&npf_cache=no&status=&mlay_id=2500&mdoc_id=&xmlval_ID_DOC%5B0%5D=2243&xmlval_ID_KEY%5B0%5D=1057&xmlval_ FULLTEXT_GO%5B0%5D=yes&xmlval_INIT_FULLTEXT%5B0%5D=yes&xmlval_FULLTEXT_SEARCH_INPUT%5B0%5D=ethanol

  

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EU will "Nachhaltigkeit" bei Biosprit prüfen
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.4.08 21:09)

Die EU will die Debatte um die Biospritproduktion, die Schuld an explodierenden Nahrungsmittelpreisen tragen soll, mit der Einführung von "Nachhaltigkeitskriterien" entschärfen. Damit soll sichergestellt werden, dass es durch den Biosprit tatsächlich zu den gewünschten Einsparungen bei den CO2-Emissionen kommt und sich keine Gefahr für biologische Vielfalt und die Nahrungsmittelversorgung ergibt.
Es müsse verhindert werden, dass es zu einem Konflikt zwischen der Biospritproduktion einerseits sowie der Nahrungsmittelversorgung und dem Umweltschutz andererseits komme, betonte der slowenische amtierende EU-Ratsvorsitzende und Umweltminister Podobnik nach dem Treffen. Die Kriterien müssen "universell, klar und überprüfbar" sein, forderte Podobnik. Die Kriterien sollen sowohl für Biokraftstoffe der sogenannten ersten Generation, die aus landwirtschaftlichen Pflanzen gewonnen werden, als auch für die Biokraftstoffe der zweiten Generation, die auf Stroh und Holz basieren, gelten.

"Österreich vertritt die Meinung, dass es notwendig ist, im Verkehrsbereich CO2-senkende Maßnahmen zu setzen, eine davon ist auch der Einsatz von Biosprit, jedoch ist in dieser Frage vordringlich darauf zu achten, dass Lebensmittel vorgehen vor der Produktion von Biotreibstoffen", sagte Sektionschef Liebel aus dem Umweltministerium zur APA am Rande des Treffens sagte. Liebel vertrat den erkrankten Umweltminister Josef Pröll.

Details wurden in Brdo noch nicht besprochen, sagte Liebel. Die EU-Kommission schlägt als eines der Kriterien vor, dass die CO2-Emissionen von Biokraftstoffen um 35 Prozent niedriger sein sollen als bei herkömmliche Treibstoffen, berichtete Umweltkommissar Stavros Dimas. Diesbezüglich sind sich die EU-Staaten aber noch uneins. So sagte der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel, die 35 Prozent seien nur ein "Einstieg", den man schnell steigern müsse. Außerdem müsse man den Vergleich "auf Netto-Basis" ziehen, also auch die CO2-Emissionen bei der Produktion des Biosprits berücksichtigen.

12.04.2008(apa)

  

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RE: EU will "Nachhaltigkeit" bei Biosprit prüfen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.4.08 21:40)

Außerdem müsse man den Vergleich "auf Netto-Basis" ziehen, also auch die CO2-Emissionen bei der Produktion des Biosprits berücksichtigen


Das müßte man auch beim fossilen Treibstoff machen. Schließlich sprudeln auch Superbenzin und Ultimate Diesel nicht aus pannonischen Bohrlöchern, sondern werden aus Rohöl, das unter Energieeinsatz erst um die halbe Welt verschifft wird, unter nochmaligen Energieeinsatz raffiniert.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 10:27)

>Am meisten regen mich diejenigen Gruppen/Parteien auf die
>zuerst nicht genug vom Biosprit bekommen konnten und jetzt den
>Agrosprit verteufeln. (Fahren die alle mit dem Fahrrad und
>gehen zu Fuß? Bei der Erdölproduktion wird auch die Umwelt
>stark verschmutzt!)
>Wenn kein Markt für z.B. Ethanol vorhanden ist, wird auch
>keine zweite Generation Agrotreibstoffe entwickelt.
>Ich würde mal die Ernte 2008 abwarten, wie sich die Preise
>weiter entwickeln. Ein Ende der Agrarsubventionen sollte die
>EU jetzt ins Auge fassen. Getreidebauern werden sich sowieso
>sehr sehr gut verdienen.
>Die Autoindustrie stellt keine Autos her die E10 vertragen,
>also lassen wir es?
>Selbst habe ich schon ca. 1 Jahr ein Gasauto, fahrbar mit
>Erd-/Biogas. Aber auch Biogas wird nur zum Teil aus Abfällen
>hergestellt.
>Mein Schluss aus der ganzen Misere: Wir sitzen alle in einer
>großen Erdölfalle, Alternativen die in ausreichendem Ausmaß
>wirklich vorhanden sind zeichnen sich nicht ab.
>Und solange Brot TONNENWEISE verbrannt wird sind meiner
>Meinung nach die Lebensmittelpreise in Österreich noch sehr
>niedrig.
>
>Vom Brotregal in den Müllcontainer
>
>Der Anteil der Retourware steigt rasant, täglich landen in
>Europa Tonnen an Lebensmitteln auf dem Müll
>Wien - Schuld trage der Konsument, sagt Kurt Mann. Dieser
>fordere vom Handel bis fünf Minuten vor Ladenschluss volle
>Brotregale, was jeder Vernunft widerspreche. "Es wäre
>schön, wenn Kunden mehr Einsicht zeigen könnten und nicht
>abends auf das komplette Sortiment bestehen." Mann zählt
>66 Bäckereifilialen. Im Schnitt liege der Anteil an
>Retourwaren in seinen Märkten bei acht Prozent. Täglich komme
>da schon ein 24-Kubikmeter-Container zusammen. Das seien pro
>Monat 80 bis 100 Tonnen. Was in den Shops übrigbleibe, dürfe
>laut Lebensmittelgesetz nicht gegessen werden, sagt Mann. Sein
>Altbrot werde daher - wie in der Branche üblich - zu Biogas
>verbrannt.
>
>Dauerbrenner sieht ein Kollege die großen Mengen an Brotwaren
>aus Supermärkten, die täglich retour an die Produzenten gehen.
>Der Anteil liege oft bei mehr als 25 Prozent und sei
>derzeit so hoch wie nie.
Der Grund für den massiven
>Anstieg seien das wachsende Sortiment und die längere
>Ladenöffnung. Die Bäcker lieferten de facto auf Kommission.
>"Kostenlose Abenddekoration für den Handel",
>formuliert es einer von ihnen spitz. Spar und Billa könnten
>sich eben abends keine leeren Regale leisten. Folge: mehr
>Essbares in Mülltonnen, Tierfutterproduktionen und Gasanlagen.
>
>
>Kunden wollen volle Regale
>
>Bei Billa liege der Anteil an Retourware bei Brot bei unter 20
>Prozent, sagt Konzernsprecherin Corinna Tinkler. Die Kette
>backe vieles frisch, das Angebot ließe sich daher einfacher
>steuern. Doch anders als bei Diskontern erwarte sich der Kunde
>von Vollsortimentern das gesamte Frischeangebot bis zum
>Ladenschluss. "Niemand kann es sich erlauben, abends
>keine Kornspitz oder Kaisersemmeln zu führen."
>
>Vom Brotabverkauf kurz vor Ladenschluss hält Bäcker Mann
>nichts: Mancher Kollege in Graz, der das praktiziere, würde es
>lieber rückgängig machen, da die Kunden ihm nur noch ab 17 Uhr
>die Filialen stürmten, meint Mann.
>
>In Europa landen täglich Tonnen an Lebensmitteln auf dem Müll.
>Im Schnitt entsorgt ein Österreicher im Jahr 40 Kilo an
>Nahrungsmitteln, meist noch originalverpackt, zeigt eine im
>Februar veröffentlichte Analyse der Universität für
>Bodenkultur Wien. Dazu kommen täglich Tonnen an
>Lebensmitteln, die direkt von den Handelsregalen in den Abfall
>wandern.

>
>Zweite Chance
>
>Doch manche Produkte erhalten eine zweite Chance in . .......
>(Verena Kainrath, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12./13.4.2008)
>
>http://derstandard.at/
>
>Für Gasinteressierte Autofahrer gibt es in D derzeit ein
>Sondermodell, in Erdgasversion ab 16.990,-- Euronen.
>
>http://www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de/vwcms_publish/vwcms/master_public/virtualmaster/de _vwnfz/grossraumlimousinen/caddy_life/caddy_life/aktionsmodelle/team-caddy.html
>
>

ganz so drastisch sehe ich das nicht, obwohl ein bitterer beigeschmack bleibt

vor rund 2 wochen habe ich einen beitrag im orf zu diesem thema gesehen, wobei alle bäcker - trotz der hohen/steigenden retouren - die ware nochmal vermarkten

fazit:
a) die aussage "retourware wird vebrannt" oder "landet im müllcontainer" stimmt in Ö nicht -> wird sehr viel an tierfutterproduzenten verkauft
b) zahlen tuts eh der konsument, damit er ein volles regal kurz vor ladenschluss hat, denn sonst wären die ketten bzw. bäcker schwer defizitär (das glaube ich nicht)



  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 10:40)

Es sind sich wohl die meisten einig, daß Biosprit der 1.Generation nicht wirklich den Namen Bio verträgt. Über die 2.Generation kann ich nicht mitreden, warum soll das soviel besser sein? Kann da die ganze Pflanze verwendet werden?

Grundsätzlich bin ich schon dafür, daß es Förderungen gibt, um eine Branche auf die Beine zu helfe. Top-Beispiel ist die Solarbranche. Hätte es in D nicht die hohe Einspeisevergütung gegeben, dann würden wir noch immer in den Kinderschuhen stecken. So gibt es heute schon zum Teil grid-parity und 2010 sieht es nochmals viel, viel besser aus.

Ist es beim Biostprit ähnlich? Ich fürchte eigentlich nein, aber die Kenner können da sicher mehr darüber berichten.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff" interessant
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 11:21)

>Eine schöne Zusammenfassung, dieser Artikel. Ich hoffe, daß
>sich dies mehr und mehr in den Köpfen der Leute durchsetzt.
>Biosprit ist mehr eine Lobbyfrage als etwas für die Umwelt.
>Biogas z.b. ist viel effizienter, da dort aber die Förderungen
>nicht so hoch sind und die Agrarpreise wegen Biosprit so hoch
>sind, tut sich dieser Bereich schwer - wächst aber noch
>immer.


biogas effizienter ???

dzt. wird in Ö biogas hauptsächlich verstromt, ursache: öko-einspeisegesetz

problem: abwärme wird nicht genutzt, da oft weit weg vom schuss (Geruchsbelästigung) und somit eine Fern-/Nahwärmeleitung zum besiedelten Gebiet unwirtschfatlich

Energieeffizienter wäre es, das Biogas auf Erdgasniveau zu bringen (nur so ist es auch für PKWs als CNG nutzbar) und in das bestehende Erdgasnetz einzuspeisen, wodurch dann zb in bestehenden KWK-Anlagen Strom + Wärme erzeugt wird.

Problem: Kosten der Aufbereitung

rech interessant in diesem zusammenhang sind auch die ergebnisse des wuppertale instituts, auf dieses sich die deutsche bundesregierung für die weitere vorgehensweise stützt
http://www.wupperinst.org/de/projekte/proj/index.html?&projekt_id=11&bid=164

Key Findings:
1. Div. Angestammte Energielieferanten treten als Produzenten und Abnehmer auf
1.1 Zb EON-Ruhrgas
1.2 Div. Stadtwerke planen Biomethanprodukte anzubieten

2. Bis 2030 Potential von ~ 10 Mrd. m³ in D (~ 10% des dzt. Absatzes)

3. Erzeugungskosten von Biomethan deutlich höher als dzt. Erdgaspreise
3.1 Anlage mit 4,3 Mio. m³/a: Kosten inkl. Aufbereitung: 4,5 bis 7,2 ct/kWh
3.2 Je nach Substrat (Gülle oder NAWAROS)

4. Gewinnbringende Vermarktung möglich im Bereich
4.1 Strom- und Wärmegewinnung (aufgrund EEG-Einspeisetarife bei zentralen KWK)
4.2 Kraftstoffsektor (im Vgl. zu Diesel unter Berücksichtigung der Besteuerung)
4.3 Kritischer Punkt: Kostenentwicklung NAWAROS (nachwachsende Rohstoffe)

5. Geringes Potential aufgrund der Kosten dzt. im Wärmemarkt
5.1 Nur sofern Erdgas deutlich steigt oder
5.2 Aufbereitung günstiger wird

6. Vergütung der „vermiedenen Netzkosten“ angedacht

7. Integration im dzt. diskutierten EEWärmeG

8. Verbesserung der Wirtschaftlich im Zuge der Novelle zum EEG angedacht

9. Selbstverpflichtung der Erdgaswirtschaft fördert den Absatz
9.1 Beimischung von 10% Biomethan bis 2010
9.2 Beimischung von 20% Biomethan bis 2020

10. Erfolg von Biomethan hängt im Wesentlichen von
10.1 Entwicklung der Rohstoffkosten (NAWAROS),
10.2 weiteren politischen Förderungen und
10.3 Entwicklung der Erdgaspreise ab

sind keine unterpunkte der studie, habe sie nur so nummeriert um die übersichtlichkiet zu erhöhen

problem bei dieser studie:ist grundsätzlich pro-biogas und somit von div. lobbyisten beinflusst worden, denke es könnte eine studie von der anderen seite kommen, die genau das gegenteil behauptet



  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
harry(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 11:30)

Was haltet ihr von Erdgas-Autos?

  

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Erdgas-Autos
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 12:20)

>Was haltet ihr von Erdgas-Autos?


In Österreich wegen der mittlerweile ganz guten Tankstellendichte vernünftig einsetzbar. Im Ausland schwierig, weil in den meisten Ländern nur GPL (ein Propan-Butan-Gemisch) erhältlich ist. Und die Reichweite mit Benzin ist nicht gerade berauschend.

Gute Abgaswerte. Interessanterweise sowohl mit Diesel- als auch mit Benzin kombinierbar.

Man ist halt bei der Modellwahl sehr eingeschränkt.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 12:30)

Werde mir jetzt das zweite Erdgasauto zulegen. Nach dem Fiat Panda Panda (Erdgas) kommt jetzt noch ein VW Caddy Ecofuel (Erdgas) ins Haus. Wie bereits oben erwähnt gibt es da jetzt ein unschlagbares Angebot in Deutschland. Euro 16.990,-- für die Erdgasversion. Mit allen Extras (Klima, Navi, Alufelgen, Sound-, Optikpaket, ESP usw.)und Nachlass vom Händler komme ich noch immer unter 19.900,--. Reichweite ca. 400 km in Erdgas. Dann bekomme ich noch 1.200 Euro Förderung vom Erdgasversorger und ab Juli 500,-- Euro Nachlass auf die NOVA. Derzeit 104 Tankstellen in Österreich sollen aber bald 200 sein.
So und alle anderen sollen ruhig weiter die Luxusbrühe verwenden, sonst kommt der Finanzminister auf dumme Gedanken.
Für Interessierte: www.gibgas.de oder www.erdgasautos.at

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 12:44)

Wie verhält es sich denn mit der Fahrleistung? Zufrieden?

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 13:00)

Der Panda Panda (Erdgas) ist kein Rennauto, für uns ein Stadtauto, bin damit bis jetzt zufrieden. War damit aber auch schon am Gardasee und in den Alpen und bin überall hin gekommen. Er hat übrigens auch einen großen Benzintank und somit eine Reichweite von ca. 700 km. Der Benzintank wurde aber bis jetzt nur einmal verwendet. Reichweite im reinen CNG Betrieb ca. 250 km - Stadtverkehr, Überland bis 300 km. In Italien verkauft sich der Panda CNG sehr gut das Tankstellennetz ist dort auch ganz OK - da gibt es einen eigenen Tankstellenatlas Italien. Die CNG Tankstellen haben in Italien bis zu 4 Erdgaszapfsäulen (die oft auch ausgelastet sind), da sind auch viele Umbauten unterwegs, die erst an der Tankstelle ihr Erdgasgesicht zeigen.
Bin vor kurzem mit dem VW Caddy CNG gefahren. Als Familienauto billig in der Anschaffung, günstig zu fahren, und das Umweltgewissen ist auch noch halbwegs zufrieden. (Vom Fahren kein Unterschied zu Diesel.)
Wer mehr Geld ausgeben will und spritziger fahren will, sollte auf die Turboversionen CNG die ab Herbst kommen warten.
Passat CNG Turbo 150 PS im Herbst
Zafira Turbo CNG 2009 (wird meines Wissens in Aspern entwickelt)
FIAT Turbo CNG´s kommen auch bald (Punto CNG im Herbst)
Merzedes B-Klasse neu CNG ab Mai
(Audi CNG 2009?)
Bin schon froh wenn ich den Diesel los werde!
http://www.kein-diesel.at/berichte_34.htm

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 13:15)

Klingt wirklich gut. Wieviel Kosten hast du für Treibstoff auch 100km?

  

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RE: Erdgas-Autos
harry(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 13:30)

Danke für eure Meinung und sehr gute Auskunft.

Mir gefällt diese Alternative zusehens immer besser. Die Variantenvielfalt an den Tankstellen soll ruhig größer werden.

  

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RE: Erdgas-Autos
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 14:20)

http://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/16-Fiat/0-Alle_Modelle.html

Bei mir: knapp über 10 Euro für eine Tankfüllung (13Kg) komme ich dann 250 bis max. 300 km.
Der VW Caddy CNG braucht natürlich etwas mehr. Da wäre der Zafira CNG etwas verbrauchsämer aber auch teurer.

  

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RE: Erdgas-Autos interessant
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 14:43)

Eine Fahrzeugübersicht für Erdgasfahrzeuge incl. Vergleich mit ähnlichen Benzin/Dieselmodellen:

http://www.ooeferngas.at/ooefg/news_tipps/cng/erdgasfahrzeuge/index.aspx

  

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RE: Erdgas-Autos
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 15:05)

>Eine Fahrzeugübersicht für Erdgasfahrzeuge incl. Vergleich
>mit ähnlichen Benzin/Dieselmodellen:
>
>http://www.ooeferngas.at/ooefg/news_tipps/cng/erdgasfahrzeuge/index.aspx

super link!

ideal wäre eine automatische aktualisierung der berechnung anhand der aktuellen spritpreise. + angabe von förderungen usw...

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 11:32)

>dzt. wird in Ö biogas hauptsächlich verstromt, ursache:
>öko-einspeisegesetz

Genau der Punkt. Gäbe es einen ökonomisch gleich hohen Gaseinspeisetarif, wäre die Sachlage anders. Die technische Möglichkeit besteht bereits, Schmack hat da ein Pilotprojekt und speist bereits ein. Und ich schätze mal Envitec wird da auch technologisch mithalten. Aber natürlich rechnet sich das ganze solange nicht, solange die Föderungen nicht gegeben sind. Wenn die aber kommen, könnte das sehr interessant werden, Stichwort Erdgasauto.

  

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RE: Klimaschutzlüge "Biotreibstoff"
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 16:05)

>>dzt. wird in Ö biogas hauptsächlich verstromt, ursache:
>>öko-einspeisegesetz
>
>Genau der Punkt. Gäbe es einen ökonomisch gleich hohen
>Gaseinspeisetarif, wäre die Sachlage anders. Die technische
>Möglichkeit besteht bereits, Schmack hat da ein Pilotprojekt
>und speist bereits ein. Und ich schätze mal Envitec wird da
>auch technologisch mithalten. Aber natürlich rechnet sich das
>ganze solange nicht, solange die Föderungen nicht gegeben
>sind. Wenn die aber kommen, könnte das sehr interessant
>werden, Stichwort Erdgasauto.

meine aktuelle einschätzung obwohl selbst kein erdgasauto:

regel Nr. 1: NIE ein bestehendes auto umbauen, nur bei der neuanschaffung in betracht ziehen

kosten:
ab ~ 20.000 km EINMALIG gefahren, ist Erdgasauto günstiger
-> mehrkosten (im vgl. zu diesel) nur gering, jedoch um ~ 30-40% günstigere spritkosten (v.a. aufgrund der steuer -> ?? wird bei einem Boom auch die MÖSt eingeführt -> die V-Steuer wollens ja auch implementieren obwohl man den Aktienmarkt und die private Vorsorge fördern will)

Leistung:
wer ein dynamisches auto hat sollte auf die neue generation warten (passat finde ich persönlich recht interessant)

----------------------------------------------------------------


das magazin wirtschaftsnachtrichten hat aktuell ein fuhrpark-special mit schwerpunkt auf erdgas:

http://www.wn-online.at/Euromedien/home.php?sid=100&heft=1207051753









  

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EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.4.08 16:42)

EU beendet Biosprit-Subventionen

Vor kurzem noch Hoffnungsträger, jetzt sozialer Sprengstoff: Biosprit steht in der Kritik, seit die Nahrungsmittelpreise weltweit explodieren. Jetzt will die EU ihre Biospritsubventionen streichen - nicht wegen der Hungernden, sondern weil "der Markt jetzt da ist".


Im Rahmen der geplanten Überprüfung der Agrarpolitik werde Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel eine Streichung der jährlich 90 Mio. Euro Förderung für den Anbau von Energiepflanzen vorschlagen, sagte ihr Sprecher Michael Mann am Montag in Brüssel. EU-Subventionen für die Produktion von Biokraftstoffen seien schlicht "nicht mehr notwendig", der Markt sei da.

Nach dem Aus für die Zwangsbeimischung ist die Entscheidung ein weiterer Rückschlag für die Biosprit-Industrie. Die Kurse von Unternehmen wie Verbio und EOP Biodiesel sind schon seit Jahren auf Talfahrt. Jetzt bröckelt auch die bisher sichere Unterstützung der Politik. Erst vor wenigen Tagen hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach heftigem Gegenwind aus Politik und Wirtschaft seinen Plan beerdigt, dem normalen Kraftstoff fünf Prozent Biosprit zwangsbeizumischen. Allerdings bleiben zahlreiche indirekte Beihilfen unangetastet. So dürfen Bauern Energiepflanzen auf Flächen anbauen, für die sie eine Stilllegungsprämie kassieren. Auch werden die Schutzzölle gegen Biospritimporte aus außereuropäischen Ländern wohl nicht abgeschafft.


Die EU halte nach Angaben Manns aber an dem Ziel fest, den Anteil von Biosprit an den in Europa verwendeten Treibstoffen bis 2020 auf zehn Prozent zu steigern, sagte Mann weiter. Die von der EU geplante Steigerung der Biosprit-Nutzung war in Kritik geraten, weil der Anbau von Energiepflanzen zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion geht. Kommissionssprecherin Barbara Helfferich sagte dazu, auf das Zehn-Prozent-Ziel dürften nur nachhaltig produzierte Biokraftstoffe angerechnet werden. Zudem wolle die EU die Herstellung sogenannter Biokraftstoffe der zweiten Generation voranbringen, die statt aus Energiepflanzen etwa aus organischen Abfällen hergestellt werden sollen.

Steinbrück sieht Konflikte


Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) reihte sich am Montag in die Riege der Kritiker ein. "Ich glaube, das wird auf Konflikte hinauslaufen", sagte Steinbrück im Deutschlandfunk. Die Umwandlung von Flächen zur Nahrungsmittelproduktion in Biosprit-Flächen sei ein falsches Signal. Das führe zu einer erkennbaren Verknappung. Er verwies auf den indischen Finanzminister Palaniappan Chidambaram, der auf einer Sitzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington gesagt habe, die Herstellung von Biosprit aus Nahrungsmitteln wie Mais sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


Steinbrück forderte ein Umdenken. Die Biospritdiskussion stelle sich mittlerweile "in einem sehr viel anderen Lichte dar, als viele Befürworter das in den vergangenen Monaten und Jahren dargestellt haben". Es gebe daneben für die Nahrungskrise weitere gravierende Ursachen wie eine höhere Nachfrage.


Kommissionssprecher Mann verteidigte die Ziele der EU. Innerhalb der EU bestehe "keine große Gefahr einer massiven Verlagerung weg von der Lebensmittel- und hin zur Biokraftstoffproduktion". Insgesamt nehme die landwirtschaftlich nutzbare Fläche in Europa zu. Mann verwies darauf, dass erst im Herbst Pflanzbeschränkungen für die europäischen Bauern aufgehoben wurden, um die Getreideproduktion anzukurbeln. Zudem gebe es in Polen und anderen osteuropäischen Mitgliedstaaten noch riesige ungenutzte Flächen.

Frankreich warb unterdessen für eine europäische Initiative für Lebensmittelsicherheit. Landwirtschaftsminister Michel Barnier wollte die weltweit steigenden Lebensmittelpreise am Montag bei einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg thematisieren, wie sein Ministerium in Paris mitteilte. Nahrungsmittelknappheit entwickele sich "zu einer Sicherheitsfrage für die ganze Welt", sagte Barnier der Mitteilung zu Folge. In Haiti, Ägypten und weiteren Entwicklungsländern war es in den vergangenen Wochen zu gewaltsamen Protesten gegen die steigenden Lebensmittelpreise gekommen.


Quelle: Financial Times Deutschland

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 16:11)

Aufgrund der Quotenrückgaben werden rund 1 Mio. Hektar Rübenanbauflächen frei, welche
nunmehr für Bioethanolrüben oder Getreide zusätzlich zu der von der EU-Kommission für
2008 aufgehobenen 10%-Flächenstilllegung genutzt werden können. Entgegen mancher
Behauptung belastet in Europa die Bioethanolproduktion somit nicht die
Nahrungsmittelproduktion.
www.agrana.com

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 16:23)

EU hält weiter an Biosprit-Beimischung fest:

Die EU-Kommission will trotz der Kritik nicht an ihrem Biosprit-Beimischungsziel rütteln. "Derzeit steht es außer Frage, das Beimischungsziel auszusetzen" stellte eine Sprecherin von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas in Brüssel klar. Die EU sei sich der Probleme bewusst und werde sie berücksichtigen. Laut der Brüsseler Behörde spielen Biotreibstoffe in der EU-Landwirtschaft derzeit nur eine marginale Rolle, und auch 2020 werde sich das nicht massiv ändern.

http://www.networld.at/index.html?/articles/0816/30/203109.shtml

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 16:59)

Die Essenspreise sind zwar tatsächlich happig gestiegen, aber ich frage mich, warum die Leute das so betrifft. Bei mir machen Nahrungsmittel mit Ausnahme von der Unterhaltung dienenden Restaurantbesuchen vielleicht 5% der Lebenshaltungskosten aus, Strom etwa noch weit weniger.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 17:56)

>Die Essenspreise sind zwar tatsächlich happig gestiegen, aber ich frage mich, warum die Leute das so betrifft.


Unter langfristiger Perspektive sind die Lebensmittelpreise trotz der Anstiege der letzen Jahre immer noch niedrig. Vor 15 Jahren hat ein Liter Milch um die 12 Schilling und ein Vierterl Butter deutlich über 20 Schilling gekostet, erst mit dem EWR-Beitritt 1994 und dem EU-Beitritt 1995 sind die Preise in Österreich stark verfallen.

Im aktuellen österreichischen Warenkorb stehen Nahrungsmittel und Getränke mit 11,5% der Gesamtausgaben. Manche Leute essen also ein bißchen teurer als Du. Wirklich viel ist das aber immer noch nicht, die Ausgaben für Autos liegen bei 13%.

Problematisch ist der Preisanstieg für die Neger in Afrika und Südamerika, die einen Großteil ihres Geldes fürs Essen ausgeben. Als Westeuropäer braucht man nicht jammern.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 19:26)

>Problematisch ist der Preisanstieg für die Neger in Afrika und
>Südamerika, die einen Großteil ihres Geldes fürs Essen
>ausgeben. Als Westeuropäer braucht man nicht jammern.

BBio darf nicht nur von sich sprechen, der muß womöglich keine ganze familie mit schwangerer frau, zwei, od. gar drei kindern und mindestrentner-schwiegermutter mit nahrung versorgen.

da vervielfacht sich dieser prozentsatz schnell mal um ein x-faches und damit auch die höchstpersönliche inflation.

da ist es dann wurscht ob der telering-bimbo immer billiger wird.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.4.08 18:58)

>Die Essenspreise sind zwar tatsächlich happig gestiegen, aber
>ich frage mich, warum die Leute das so betrifft. Bei mir
>machen Nahrungsmittel mit Ausnahme von der Unterhaltung
>dienenden Restaurantbesuchen vielleicht 5% der
>Lebenshaltungskosten aus, Strom etwa noch weit weniger.

wenn man sich im buffetologie-thread die tipps holt kann man des öfteren fürstlich speisen und dann brauch ich zuhause auch nicht mehr das teuere schnick-schnack


@bbio: was ist deine größte kostenposition ?
-> brokergebühren ?



  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 10:31)

Agrana schreibt, daß der Agraranstieg nichts mit dem Biosprit zu tun hätte. Wenn dem so wäre, warum sind dann die Weltmarktpreise von Weizen usw. so stark gestiegen? Weil die Leute seit heuer mehr essen? Wohl kaum. Der Preisanstieg ist mMn gänzlich auf Biospritproduktion zurückzuführen.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 10:55)

>Der Preisanstieg ist mMn gänzlich auf Biospritproduktion zurückzuführen

Und dazu noch auf die Spekulationen, die darauf basieren. Billa nutzt natürlich den Agrarhype auch aus und freut sich, dass die Euphorie der Preissteigerungen dreimal so hoch an die Kunden weitergegeben werden kann.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 11:59)

....Der Preisanstieg ist mMn gänzlich auf Biospritproduktion zurückzuführen...

Aus meiner Sicht nur zu einem sehr sehr kleinen Teil.
Gründe:
- Mißernten in vielen Teilen der Welt. Australien, Italien,....ausgelöst auch durch den Klimawandel.
- Viel Getreide wird verfüttert und landet in Nutztiermägen
- Die Asiaten beginnen gerade Geschmack an Burger und Co. zu finden, deshalb mehr Fleischproduktion, und an die Tiere muß ja etwas verfüttert werden.
- Ständig steigende Bevölkerung in Entwicklungsländern
- Politische/militärische Turbulenzen in den Entwicklungsländern, der Bauer ist sich nicht sicher ob er die Ernte auch einfahren kann, sie ihm gehört, er sie erlebt.
- Unzureichende Bodenbearbeitung in Entwicklungsländern

Nachdem in Österreich ja fast alle Biospritproduktionen STILL STEHEN (Pischelsdorf, Enns,...) kann dieses Getreide oder der Raps nicht fehlen, da er ja bis jetzt NICHT VERWENDET wurde für die Produktion von Biosprit.In Deutschand schaut es nicht viel besser aus.
Statt desssen wird sehr viel Fläche frei, weil die Zuckerproduktion ja sehr stark reduziert wird + zusätzliche Brachflächen.

Was, soll´s den Schwarzen Peter bekommt die Biospritbranche umgehängt.

Das wir viel zu viel Fleisch essen, und sich die Menschheit vermehrt als gäbe es noch einen zweiten Planeten zu besiedeln, wird nicht gesehen.
Das durchschnittliche Übergewicht der Bevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen.
Ich würde diese stark Übergewichtigen (siehe USA), die das Gesundheitssystem stark belasten, die Essen, womit in den Entwicklungsländern 10 Mensche auskommen würden, mit einer Sondersteuer belegen. Die würden dann sogar eine längere Lebenserwartung haben.


  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 12:15)

Nachdem in Österreich ja fast alle Biospritproduktionen STILL STEHEN (Pischelsdorf, Enns,...) kann dieses Getreide oder der Raps nicht fehlen, da er ja bis jetzt NICHT VERWENDET wurde für die Produktion von Biosprit


Das verlagert das Problem aber nur ins Ausland. Die Beimischung findet ja statt, egal ob die Ernte in Österreich oder in Brasilien vergoren wird.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 12:23)


>
>Das wir viel zu viel Fleisch essen, und sich die Menschheit
>vermehrt als gäbe es noch einen zweiten Planeten zu besiedeln,
>wird nicht gesehen.
>Das durchschnittliche Übergewicht der Bevölkerung ist in den
>letzten Jahrzehnten stark gestiegen.
>Ich würde diese stark Übergewichtigen (siehe USA), die das
>Gesundheitssystem stark belasten, die Essen, womit in den
>Entwicklungsländern 10 Mensche auskommen würden, mit einer
>Sondersteuer belegen. Die würden dann sogar eine längere
>Lebenserwartung haben.
>
>
dafür entlasten sie das pensionssystem wenn sie früher sterben

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen interessant
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 14:09)

Ethanol
Was machen die Brasilianer?
11.04.2008 Alexander Busch

Die brasilianische Zucker- und Alkoholbranche ist heftiges Fahrwasser gewohnt.


Bild vergrößern Ethanol-Lager in Santa Elisa bei São Paulo REUTERS Aber in den letzten Wochen hat sich die internationale Debatte über Brasiliens Biotreibstoffe noch verschärft: Da schimpfte der französische Präsident Nicolas Sarkozy über brasilianisches Dumping. Das Nachrichtenmagazin „Time“ erklärte, dass der Amazonas-Regenwald wegen Biotreibstoffen abbrennt. Der US-Zentralbank-Chef Ben Bernanke dagegen empfahl zur Inflationseindämmung, die Zölle auf brasilianisches Ethanol zu reduzieren. Jean Ziegler, UNO-Sonderbotschafter wiederum hält Biotreibstoffe verantwortlich für neue Hungerprobleme weltweit – mit der Ausnahme Brasiliens: „Brasiliens Produktion von Biotreibstoffen ist sozial verträglich und respektiert das Recht auf Nahrung.“

Was machen die Brasilianer? Die Autofahrer freut der gewachsene Widerstand gegen brasilianisches Ethanol. An den Tankstellen des Landes ist es jetzt billiger als Benzin – und das sogar zu Beginn der Zuckerrohrernte, wenn die Ethanollager eigentlich leer sein sollten und die Preise entsprechend hoch. Da alle neuen PKW inzwischen mit Flex-Fuel-Motoren ausgestattet werden, die mit Benzin und Alkohol in allen Mischungsverhältnissen fahren, tanken die brasilianischen Autofahrer derzeit fast nur Alkohol. Ohne befürchten zu müssen, dass die Zapfsäulen so bald austrocknen. Denn die Industrie investiert massiv. Zwischen 2007 und 2012 will die Branche 33 Milliarden Dollar in neue Plantagen und Anlagen investieren. Letztes Jahr brannten die brasilianischen Destillen 22 Milliarden Liter Ethanol. In zwei Jahren sollen es bereits 30 Milliarden Liter sein. Davon würden dann 6,5 Milliarden Liter exportiert werden, erwartet der Branchenverband Unica. Bisher kaufen die USA rund die Hälfte und Europa 28 Prozent des brasilianischen Ethanols auf.

Schlagworte zum Thema
BiospritSüdamerika Der brasilianische Spitzenverband wie die Diplomatie verfolgt deshalb genau, was sich da bei uns im Norden gegen den Biosprit aus Brasilien zusammenbraut. So etwa das Argument von Umweltminister Sigmar Gabriel, dass mehr als drei Millionen Autos in Deutschland keine Alkoholbeimischung von zehn Prozent vertragen würden. „Wir bezweifeln das“, sagt Geraldine Kutas von Unica, „in Brasilien, China oder Kolumbien fahren alte Autos seit Jahrzehnten problemlos mit weit höheren Beimischungen.“ Der abgefackelte Amazonas? „Es wird in Brasilien kein Zuckerrohr im Amazonas angebaut“, sagt Kutas. Sie hält auch die Kausalkette an den Haaren herbei gezogen, wonach Rinderzüchter, die von kapitalkräftigen Zuckerbaronen verdrängt werden, nach Norden in den Amazonas ziehen und dort brandrodend neue Weiden schaffen. „Der Zuckeranbau nimmt in Brasilien so geringe Flächen ein, dass überhaupt keine Rinder verdrängt werden.“

Schon aus eigenem Interesse steigert die Branche jedoch seit Jahren die Effizienz ihrer Zucker- und Ethanolproduktion. Denn das Zuckerrohr muss möglichst nahe der Destillen geerntet werden, denn nach der Ernte nimmt der Zuckergehalt des Rohrs stündlich ab. Doch Destillen sind teuer: Rund 100 Millionen Dollar kostet so eine Schnapsbrennerei. Die Transportkosten des Ethanols zu den Ballungszentren an die Küste oder zu Ballungszentren sind ebenfalls hoch. Je mehr Ethanol also pro Hektar gewonnen werden kann, umso besser: Rund 7000 Liter brennen die Produzenten heute pro Hektar Zuckerrohr – und gewinnen in Biomassekraftwerken, wo sie Blätter und Stängel verbrennen gleich noch den eigenen Strom dazu. In Pilotanlagen werden bereits 12.000 Liter gewonnen. „Die Energiebilanz brasilianischen Ethanols ist heute schon sieben Mal so hoch wie die Ethanol, das aus Mais gebrannt wird“, sagt Unica-Präsident Marcos Jank.

Der Wettbewerbsvorteil der Brasilianer wird noch zunehmen: Intensiv wird in brasilianischen Agro-Instituten bereits an der zweiten Generation von Ethanolprodukten geforscht. Mit Enzymen sollen dann alle möglichen landwirtschaftlichen Abfälle verarbeitet werden. Die Ethanolgewinnung aus Zellstoffen verspricht Brasilien gewaltige Effizienzsprünge: Denn dafür kann auch Zellulose verwendet werden Und nirgends auf der Welt wird so preiswert Zellulose gewonnen aus Eukalyptus wie in Brasilien. Der deutsche Ethanol-Experte Peter Gross von Cana Brava Participacões in São Paulo: ,,Brasilien wird auch mit der zweiten Generation der Ethanolgewinnung am billigsten weltweit produzieren können.“
http://www.wiwo.de/technik/was-machen-die-brasilianer-272792/

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 15:37)

- Mißernten in vielen Teilen der Welt. Australien, Italien,....ausgelöst auch durch den Klimawandel.
- Viel Getreide wird verfüttert und landet in Nutztiermägen
- Die Asiaten beginnen gerade Geschmack an Burger und Co. zu finden, deshalb mehr Fleischproduktion, und an die Tiere muß ja etwas verfüttert werden.
- Ständig steigende Bevölkerung in Entwicklungsländern
- Politische/militärische Turbulenzen in den Entwicklungsländern, der Bauer ist sich nicht sicher ob er die Ernte auch einfahren kann, sie ihm gehört, er sie erlebt.
- Unzureichende Bodenbearbeitung in Entwicklungsländern


Das meiste war immer schon so, und das sind nur Pimperlargumente meines Erachtens nach.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 20:13)

Und dann gibt es da noch Getreide, das für den menschlichen Verzehr oder die Tierverfütterung unbrauchbar ist.

  

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RE: EU beendet Biosprit-Subventionen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.4.08 10:53)

>wenn man sich im buffetologie-thread die tipps holt kann man des >öfteren fürstlich speisen und dann brauch ich zuhause auch nicht
>mehr das teuere schnick-schnack

Sehe ich auch so!

>@bbio: was ist deine größte kostenposition ? brokergebühren ?

Klar. Ansonsten das (bescheidene) Auto.

  

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NEWS: EnviTec Biogas nimmt eigene Anlage in Friedland in Betrieb
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.4.08 09:09)

DGAP-News: EnviTec Biogas AG deutsch

08:28 18.04.08

Sonstiges

EnviTec Biogas nimmt eigene Anlage in Friedland in Betrieb

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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EnviTec Biogas nimmt eigene Anlage in Friedland in Betrieb:
Strom und Wärme aus einer Hand - Energie mit Zukunft

Lohne, den 18. April 2008 – Die EnviTec Biogas AG A0MVLS] baut den Eigenbetrieb aus: In Friedland, Mecklenburg-Vorpommern,
ist eine Biogasanlage mit elektrischer Anschlussleistung von 2,1 Megawatt
ans Netz gegangen. In nur zwölf Monaten Bauzeit wurden die vier 526
KW-Module errichtet und verfügen aktuell über eine Auslastung von mehr als
95 Prozent. EnviTec Biogas ist an der Betreibergesellschaft mit 87,5
Prozent beteiligt. Durch den Verkauf der produzierten Energie erwartet
EnviTec Biogas einen jährlichen Umsatz von rund drei Millionen Euro und
eine positive Wirkung auf die EBIT-Marge. Das Investitionsvolumen belief
sich auf 7,4 Millionen Euro.

Die neue Biogasanlage setzt das Kraft-Wärme-Kopplungs-Konzept optimal um.
Der produzierte Bio-Strom wird von E.on ins öffentliche Stromnetz
eingespeist. Darüber hinaus nimmt ein benachbarter Fernwärmenetz-Betreiber
70 bis 80 Prozent der bei der Stromproduktion entstehenden Wärme ab und
speist sie in das regionale Netz ein. Dies hat zur Folge, dass die
Heizkosten für die Einwohner der Stadt Friedland gesenkt werden können.

'Biogas ist Energie mit Zukunft. Wir produzieren nicht nur
umweltfreundlichen Strom, sondern können darüber hinaus den Anwohnern
kostengünstige Fernwärme liefern. Deutlicher kann man kaum zeigen, dass
Biogas in Deutschland Zukunft hat', sagt Olaf von Lehmden,
Vorstandsvorsitzender der EnviTec Biogas. Auch im Vergleich zu
Biokraftstoffen ist Biogas im Vorteil: 'Durch die Nutzung der gesamten
Pflanze produzieren unsere Anlagen bis zu dreimal mehr Energie je Hektar –
brauchen also viel weniger Flächen als andere Formen erneuerbarer Energien,
die sich nachwachsender Rohstoffe bedienen.'

Aufgrund der standardisierten Modulbauweise der Anlagen von EnviTec Biogas
konnte der Zeitrahmen für die Errichtung und Inbetriebnahme eingehalten
werden: Die ersten zwei Module waren Mitte 2007 fertig, die letzten zwei
waren im ersten Quartal 2008 auf Vollast. Der Standort Mecklenburg-
Vorpommern ist strategisch günstig, denn die landwirtschaftlichen Betriebe
in der Umgebung liefern alle Inputstoffe für die Biogasanlage wie Mais,
Gras und Gülle auf kürzestem Versorgungsweg. Mit dem Betrieb eigener
Biogasanlagen erwirtschaftet EnviTec Biogas regelmäßige Cash-Flows und
stabile Margen. Olaf von Lehmden: 'Daher ist der Bereich für uns von
strategischer Bedeutung und wird weiter ausgebaut werden.'


Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die
Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige
Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Die Niedersachsen
sorgen für den biologischen und technischen Service, bieten außerdem das
gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. Daneben betreibt
EnviTec auch eigene Biogasanlagen. In Penkun in Mecklenburg-Vorpommern hat
EnviTec Biogas die weltweit größte Anlage mit einer elektrischen
Anschlussleistung von 20 MWel gebaut. Das Unternehmen ist inzwischen
europaweit in mehr als 12 Ländern und darüber hinaus in Indien und China
vertreten. Im Jahr 2007 hat EnviTec einen Umsatz von rund 132 Millionen
Euro und ein EBIT von rund 18 Millionen Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt
die EnviTec-Gruppe derzeit rund 280 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec
am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

  

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biogas Nord
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.4.08 11:40)

DJ DGAP-News: Biogas Nord AG baut Geschäft in Italien auf

Biogas Nord AG / Kooperation

18.04.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP -
ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
verantwortlich.
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>>> Gründung von Tochtergesellschaft mit Partner
>>> Erste Anlage im Bau
>>> Fünf weitere Projekte für 2009 geplant

Bielefeld, den 18. April 2008. Die BIOGAS NORD AG, Bielefeld, unternimmt
weitere wichtige Schritte zum Ausbau des Auslandsgeschäfts und ist dazu
eine langfristig angelegte Partnerschaft mit der Firma Marcopolo mit Sitz
in Borgo S. Dalmazzo eingegangen. Marcopolo ist Betreiber von
Deponiegasanlagen. Im Rahmen der Partnerschaft hat sich der italienische
Kooperationspartner mit zehn Prozent an der neu gegründeten
Tochtergesellschaft BIOGAS NORD Italia S.R.L. beteiligt. Das neue
Unternehmen, das seinen Sitz in der Nähe von Verona hat, verfügt
schon über
den ersten Auftrag zum Bau einer Biogasanlage. Die Anlage, deren Bau
bereits begonnen hat, entsteht in der Provinz Alessandria. Die
Inbetriebnahme ist für das laufende Jahr geplant.

Marcopolo wird darüber hinaus BIOGAS NORD mit dem Bau von mehreren
Biogasanlagen beauftragen und diese nach der Fertigstellung selbst
betreiben. Neben drei weiteren Biogasanlagen für Marcopolo sind für
das
Jahr 2009 auch noch zwei Anlagenprojekte für weitere Auftraggeber in
Planung. Die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Biogasanlagen und damit

für einen entsprechend wachsenden Markt sind in Italien sehr positiv. Der

Gesetzgeber fördert Strom aus Biogas bei Anlagen mit einer Leistung bis zu

einem Megawatt mit 0,30 EUR je Kilowattstunde über einen Zeitraum von 15
Jahren. Der Schwerpunkt in Italien liegt bei Nawaro-Anlagen, die mit Mais
gefüttert und auch mit Gülle und Mist aus Viehhaltung betrieben
werden.

'Italien wird für uns einen wichtigen Schwerpunktmarkt im Ausland bilden',

sagt Matthias Kubat, Finanzvorstand von BIOGAS NORD. 'Wir erwarten vor dem
Hintergrund der guten Rahmenbedingungen eine stark wachsende Nachfrage nach
Biogasanlagen. Zusammen mit unserem Partner vor Ort sind wir sehr gut
aufgestellt, um an dem in Italien zu erwartenden Boom teilnehmen zu
können.'

  

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biopetrol
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.4.08 11:53)

17.04.2008 10:25
DGAP-News: BIOPETROL INDUSTRIES AG (deutsch)

BIOPETROL INDUSTRIES AG: BIOPETROL MAHNT SACHLICHE DISKUSSION AN

BIOPETROL INDUSTRIES AG (News/Aktienkurs) / Sonstiges

17.04.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

BIOPETROL MAHNT SACHLICHE DISKUSSION AN

• Wettbewerber BIODIESEL ENNS meldet Insolvenz an • ADAC hat keine Vorbehalte gegen 7 % Beimischung von Biodiesel • EU-Kommission: Ziel 10 % Biokraftstoff bis 2020 bestätigt; keine Konkurrenz für Nahrungsmittel in Europa durch Biokraftstoffe

Zug/Düsseldorf, 17. April 2008 - Die BIOPETROL INDUSTRIES AG, ein führender Hersteller von Biodiesel in Europa, weist - nicht zuletzt aus Anlass von Produktionsstilllegungen und der aktuellen Insolvenz des Konkurrenten Biodiesel Enns GmbH & Co. KG, Enns/Österreich - auf die Notwendigkeit einer unverzüglichen Versachlichung der Diskussion um Biokraftstoffe hin. Nur eine emotionsfreie und an den Fakten orientierte Diskussion hilft, den sich für Europa abzeichnenden Engpass in der Versorgung mit Dieselkraftstoff zu vermeiden.

Deshalb begrüsst BIOPETROL die klare Aussage des ADAC, der ausdrücklich erklärt hat, dass er momentan keine Vorbehalte gegen die geplante Anhebung der Beimischung von Biodiesel in der Grössenordnung von 7 % hat. Auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sieht in der Beimischung von 7 % Biodiesel kein Problem für alle im Markt befindlichen Autos mit Dieselmotor. Die deutsche Biodieselindustrie ist mit ihrer Kapazität von rund 5 Mio. Tonnen Biodiesel in der Lage, den Ausfall der Bioethanol-Quote sofort auszugleichen und regt an, die aktuelle Biodieselquote von 5 % vorzeitig auf 7 % anzuheben. Diese Quotenerhöhung würde ein Wachstum des Beimischungsmarktes um 40 Prozent bedeuten und die Lage der Biodieselproduzenten deutlich entspannen. Wie wichtig Biokraftstoffe für die Versorgungssicherheit in Europa sind, macht die aktuelle Meldung des russischen Ölkonzerns Lukoil deutlich, der vor einer sinkenden Ölproduktion einerseits und einer wachsenden Nachfrage aus Asien andererseits warnt. Russland ist wichtigster Erdöl- und Erdgaslieferant für Deutschland.

Da auch die EU-Kommission an ihrer Strategie zum Klimaschutz festzuhalten gedenkt, die unter anderem vorsieht, dass bis 2020 Biokraftstoffe 10 % des gesamten Kraftstoffverbrauchs ausmachen sollen, erwartet die BIOPETROL-Gruppe auf mittlere Sicht eine wesentliche Entspannung der Situation für die Biodieselproduzenten, deren Anlagen sich an den europäischen Knotenpunkten der Kraftstoff-Logistik befinden. Dazu zählen die eigenen Anlagen der BIOPETROL INDUSTRIES AG in Rotterdam und Rostock.

Zur faktenorientierten Diskussion zählt auch die Feststellung der EU-Kommission, dass der Anbau von Pflanzen für die Biokraftstoffgewinnung nicht zur Verdrängung der landwirtschaftlichen Produktion von Nahrungsmitteln in Europa führt. Es gibt in Europa genügend ungenutzte landwirtschaftliche Flächen und ein hohes Potenzial zur Ertragssteigerung bei Raps und Soja. Im Rahmen eines Reformpakets will die EU am 20. Mai zudem die Flächenstilllegung in Europa vollends abschaffen.

In diesem Zusammenhang begrüsst BIOPETROL die Initiativen zur Entwicklung strenger Kriterien zur Vermeidung von Umweltbelastungen, zur Nachhaltigkeit und zum Schutz der Regenwälder. Die BIOPETROL INDUSTRIES AG erwartet allerdings, dass die hoch subventionierten Importe von Biodiesel aus den USA (B99) eingestellt werden. Die EU untersucht derzeit die Situation.

Zum Unternehmen: Die BIOPETROL INDUSTRIES AG mit Sitz in Zug (Schweiz) produziert und vertreibt mit ihren deutschen, niederländischen und Schweizer Tochtergesellschaften Biodiesel und Pharmaglycerin von höchster Qualität. Zu den Kunden zählen Mineralölindustrie und -handel, große Flottenbetreiber, öffentlicher Nahverkehr sowie Land- und Bauwirtschaft. Darüber hinaus wird die Pharma- und Kosmetikindustrie mit Bioglycerin in Pharmaqualität beliefert.

Aktuell hat die BIOPETROL INDUSTRIES AG in Schwarzheide und Rostock Produktionskapazitäten von rund 350.000 t Biodiesel sowie 30.000 t Pharmaglycerin pro Jahr. Im niederländischen Rotterdam baut BIOPETROL ein Werk mit einer Produktionskapazität von 400.000 t Biodiesel und 60.000 t Bioglycerin pro Jahr. Bis Ende 2008 soll die Jahreskapazität auf dann insgesamt 750.000 t Biodiesel mehr als verdoppelt werden. Ein weiterer Ausbau der Kapazitäten in Rotterdam ist vorbereitet. An der Erweiterung der Produktpalette, basierend auf dem Kuppelprodukt Bioglycerin, wird aktiv gearbeitet.

Disclaimer Diese Mitteilung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Diese Mitteilung und die darin enthaltenen Informationen sind nicht zur direkten oder indirekten Weitergabe in bzw. innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien oder Japan bestimmt.

Kontakt Gerd Rückel Telefon: +49 (0) 69 58997-306 Mobil: +49 (0) 172 671 31 22 Mail: gerd.rueckel@biopetrol-ind.com 17.04.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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ISIN CH0023225938

AXC0066 2008-04-17/10:23

  

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And the winner is: ERDGAS gut analysiert
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.4.08 09:24)

Also, kurzfristig wird mM bei weiter steigenden Ölpreisen zuerst einmal Öl oft durch Erdgas substituiert.
Pipelines in Planung/Bau/kurz vor Baubeginn:
- durch die Ostsee nach D
- 2x vom Osten (Gasprom u. OMV Projekt)nach Österreich bzw. Westeuropa
- vom Süden Libyen - Italien (Gasprom)
Verschiedene Flüssiggasterminals:
In Planung OMV - KRK (Kroatien) LNG Liquid Natural GAS

Da werden sich die Biogasproduzenten warm anziehen müssen.

Neues AUTO:
Hyundai
Auf der Pressekonferenz verkündete der Vorstand Werner H. Frey (rechts), dass der iblue CNG...
...2009 serienmäßig als Erdgasfahrzeug kommt
Markteinführung zuerst im boomenden Markt Indien und dann Europa. Traumwerte zeigen auf, welches Potential im CNG-Antrieb steckt: 98 PS, 0,8 Liter, 3 Zyl.-Turbo, 65 g/km CO2-Emissionen, Verbrauch 2,5 kg/100 km, damit Treibstoffkosten 2,25 für 100 km, Tankinhalt 15 kg, Reichweite 600 km.
www.gibgas.de

Hier wird Erdgas noch ABGEFACKELT!!!!!
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17762/17762_1.jpg.png

Neben den europäischen Ballungszentren wie Holland, dem Ruhr-Gebiet, London/Manchester und dem italienischen Po-Tal sieht man nachts unter anderem sehr helle Punkte mitten in der Nordsee, wo Erdgas abgefackelt wird. Noch deutlicher fällt das im Persischen Golf auf, wo die Ölfelder weit heller als die Städte leuchten, und in Nigeria, wo die Millionenstädte Lagos und Ibadan nur als kleine Pünktchen westlich neben den riesigen Ölfeldern erscheinen. Bild: Nasa


Flammen in der Nacht: Diese Satellitenaufnahme zeigt Fackeln auf russischen Ölförderanlagen. Russland verbrennt nach Berechnungen von NOAA-Forschern 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr.

Beleuchtete Nordsee: Auch auf Plattformen im Meer zwischen Großbritannien und Skandinavien werden gigantische Mengen Erdgas abgefackelt, das bei der Ölförderung zutage gelangt.


Also, mM nach noch ausreichend für ein paar Jahrzehnte vorhanden. Besser im Auto verbrennen als abfackeln.

http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/klima/energie/shell/sns-8.htm l

ERDGAS-VERSCHWENDUNG
Profitdenken schlägt Umweltschutz
Von Anselm Waldermann

Trotz Klimawandel, Kyoto-Protokoll und knappen Ressourcen: Die Öl-Industrie vergeudet jedes Jahr gigantische Mengen Erdgas. Für die Firmen ist es oft viel zu teuer, das Gas zum Verbraucher zu bringen. Erst mit steigendem Preisen wird sich das ändern.

Es gibt sogar Ölfelder, auf denen man das Erdgas unverbrannt in die Atmosphäre entweichen lässt. Das ist noch schlechter fürs Klima, denn Methan, der Hauptbestandteil des aus der Tiefe geholten Kohlenwasserstoff-Gemisches, hat ein etwa 20 Mal höheres Treibhauspotential als Kohlendioxid, das bei der Verbrennung von Erdgas entsteht.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,504278,00.html

http://up.picr.de/936955.jpg.png







  

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RE: And the winner is: ERDGAS
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.08 20:25)

>Also, kurzfristig wird mM bei weiter steigenden Ölpreisen
>zuerst einmal Öl oft durch Erdgas substituiert.
>Pipelines in Planung/Bau/kurz vor Baubeginn:
>- durch die Ostsee nach D
>- 2x vom Osten (Gasprom u. OMV Projekt)nach Österreich bzw.
>Westeuropa
>- vom Süden Libyen - Italien (Gasprom)
>Verschiedene Flüssiggasterminals:
>In Planung OMV - KRK (Kroatien) LNG Liquid Natural GAS
>
>Da werden sich die Biogasproduzenten warm anziehen müssen.
>

zusätzlich sind noch pipelines (bzw. ausbau bestehender) von afrika nach spanien bzw. italien in Planung/Bau/kurz vor Baubeginn

Ostsee nach D: schaut dzt. wieder etwas schlechter aus da kosten das 3-fache gegenüber den ursprünglichen planungen

aber man spricht in der branche auch schon von bubbles, den der gesamte zusatzbedarf wird größtenteils auf die stromproduktion zurückgeführt (?? setzt sich erdgas vs. atom/kohle/altern.) durch ??

Preisstellung: da europa im wesentlichen ölgebundene verträge hat schauts preismässig auch nicht so rosig aus (da sind die erdgasimportpreise auch auf all-time-high

im http://www.godmode-trader.de/rohstoffe/overview/ ist die aktuelle ausgabe dem erdgas gewidmet


  

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Schmack Biogas
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.4.08 14:42)

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" nehmen die Aktie von Schmack Biogas (ISIN DE000SBGS111/ WKN SBGS11) unter die Lupe.

Der Anlagen-Hersteller für die Biogasbranche habe im Jahr 2007 einen Umsatz von 132 Millionen Euro und ein negatives EBIT von knapp zehn Millionen Euro erzielt. Per Ende des Jahres 2007 habe der Auftragsbestand bei 116 Millionen Euro gelegen. Wie den Experten CFO Alexander Götz im Hintergrundgespräch erläutere, würden rund 75 Prozent des Orderbestandes noch in diesem Jahr umsatzwirksam. Zusätzlich rechne Götz in 2008 mit dem Beginn der Errichtung von circa sechs Anlagen aus der Vereinbarung mit dem Investor HgCapital. "Im zweiten Quartal beginnen wir mit der ersten Anlage aus dieser Zusammenarbeit", so der CFO.

Summa summarum rechne das Unternehmen in diesem Jahr mit einem weiteren Umsatzwachstum und einer Verbesserung des Ergebnisses aus dem Jahr 2007. Ob Schmack Biogas hingegen die Gewinnschwelle erreichen werde, habe Götz offen gelassen. "2008 wird ein Übergangsjahr. Wir rechnen im zweiten Halbjahr mit einer deutlich verbesserten Nachfrage nach Biogas-Anlagen. 2009 sollte wieder ein gutes Jahr werden", erkläre Götz.

Damit das Geschäft jedoch wieder brumme, müsse das von der Regierung geplante Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch in dieser Form umgesetzt werden. Zudem müsse die Vergütung für Strom aus Biomasse mit der Bonusregelung für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro-Bonus) von sechs Cent auf acht Cent erhöht werden. "Treten diese beiden Parameter nicht ein, wird auch 2009 ein schwieriges Jahr für die Biogasbranche. Davon gehen wir allerdings nicht aus", sage Götz.

Die Zeichen für Biogas stünden nämlich auf Grün. Umweltminister Sigmar Gabriel habe der Biodieselbranche quasi den Saft abgedreht. Die geplante Erhöhung der Beimischung von fünf Prozent auf zehn Prozent sei vom Tisch. Entsprechend geringer sei die Nachfrage nach Rohstoffen aus dieser Branche, was für Biogas positiv sei. Zudem stünden der Biogasbranche mehr Flächen für die Biogasproduktion zur Verfügung. Da Biodiesel politisch nicht mehr sexy sei, müsse die Politik auf Biogas setzen, um die entsprechenden Ziele bei der Diskussion rund um CO2 zu erreichen.

Schmack Biogas setze in der Zukunft vor allem auf den Eigentrieb von Biogasanlagen zur Einspeisung in das Stromnetz. "Durch die Gasnetzzugangsverordnung haben wir an dieser Stelle sehr gute Rahmenbedingungen", sage Götz. Bisher verfüge das Unternehmen im Joint Venture mit E.ON Bayern über eine Anlage, die fürs Netz produziere. Mit der Errichtung einer weiteren Gaseinspeisungsanlage für den Eigenbetrieb beginne die Gesellschaft noch in diesem Jahr. "Bis Ende 2011 ist es unser Ziel, eigene Anlagen mit rund 50 Megawatt zu realisieren".

Um dies allerdings zu erreichen, benötige Schmack Biogas eine Investitionssumme von rund 200 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Wobei der Großteil davon fremdfinanziert werden solle, allerdings eine weitere Kapitalerhöhung nicht auszuschließen sei. "Das Geschäft des Eigenbetriebs ist sehr kapitalintensiv. Das haben wir seit dem Börsengang immer gesagt", erkläre der CFO. In diesem Geschäft seien allerdings auch Margen von bis zu 20 Prozent machbar. Auf Konzernbasis halte Götz mittelfristig EBIT-Margen von zehn Prozent für realistisch.

Die rund sechs Millionen Aktien würden einen Börsenwert von 95 Millionen Euro repräsentieren. Für Schmack Biogas seien die Aussichten durchaus positiv. Insbesondere sei die Firma beim Thema Eigenbetrieb bereits deutlich weiter als EnviTec Biogas. Allerdings hänge das Unternehmen stark am Wohlwollen der Politik, die aber offenbar auf Biogas stehe.

Entscheidend ist das Timing eines Einstiegs: Da die Experten von "TradeCentre.de" für Q1 von schwachen Zahlen ausgehen, könnte das Papier von Schmack Biogas durchaus nochmals deutlich günstiger zu haben sein. (Analyse vom 24.04.2008) (24.04.2008/ac/a/nw)

  

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Biodiesel-Flops in Enns und anderswo: 149 Millionen € Verlust, Eigenkapital negativ
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.4.08 21:59)

Biodiesel stürzt den Schweizer Investor Fortune Management tief in die roten Zahlen. Experten wurden angeheuert. Sie sollen die Restrukturierung auf die Reihe bringen.

Das Biodiesel-Werk in Enns, das 46 Millionen € gekostet hat, pleite ist und still steht, bis RLB Oberösterreich-General Ludwig Scharinger oder ein anderer Käufer es in Gang bringen wird - das ist eines Hauptprobleme des Schweizer Finanzinvestors Fortune Management Inc. Das gesamte Segment Biodiesel hat das Konzernergebnis 2007 wesentlich beeinflusst, und zwar zum Schlechten.

Wie Fortune Management nach Börseschluss mitteilte, wurden 2007 nach vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse von 157,7 Millionen € (2006: 47,4 Millionen €) erzielt. Der Umsatzanstieg war im Wesentlichen auf die Inbetriebnahme der beiden Biodieselwerke Neckermann Renewables Wittenberg GmbH und Biodiesel Enns zurückzuführen. Das vorläufige Konzernbetriebsergebnis (EBIT) beträgt nach außerordentlichen Aufwendungen minus 196,28 Millionen € (2006 noch plus 20,68 Millionen €). Das Ergebnis nach Steuern drehte von 22,8 auf minus 148,82 Millionen €.

Die vorläufige Bilanzsumme per 31. Dezember 2007 beträgt 238,6 Millionen € nach 365,6 Millionen in 2006. Aufgrund der Neubewertung der Biodiesel-Aktivitäten verringerte sich das vorläufige konsolidierte Eigenkapital von plus 89,6 Millionen € auf minus 58,6 Millionen €. Die liquiden Mittel des Fortune Management Konzerns beliefen sich per 31. Dezember 2007 auf 23,57 Millionen €.

Da Fortune Management Inc. unter dem Recht des US-Bundesstaates Delaware geführt wird, steht einer Fortführung des Unternehmens auch mit negativem konsolidierten Eigenkapital nichts im Wege.

Als Konsequenz hat die Gesellschaft bereits verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen ergriffen. Diese zielen auf eine tiefgreifende Reorganisation der gesamten Gruppe, wodurch die profitablen Unternehmensbereiche geschützt werden. Mit der Unterstützung der Experten von Alvarez & Marsal wurden verschiedene Restrukturierungsalternativen entwickelt, die zur Zeit mit den verschiedenen Interessensgruppen der Gesellschaft verhandelt werden

Wirtschaftsblatt 28.04.2008

  

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Envitec
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.4.08 09:16)

EPS07: 96c; Kurs: 15 Euro. Ausblick: 1.HJ wird schwierig, dann eventuell besser. 230M Marktkapitalisierung, 115M Cash.
Fazit: Antizyklisch auf jeden Fall ein Kauf, aber news für 08 dürften gemischt ausfallen. Gewinnrückgang mMn wahrscheinlich, weil 1.HJ07 noch sehr gut war.

30.04.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Finale Jahreszahlen 2007 belegen profitables Wachstum der EnviTec Biogas

- Jahresüberschuss steigt um 24 Prozent auf 14,3 Millionen Euro

- Umsatz legt um 31,5 Prozent auf 132,4 Millionen Euro zu

- 115 Millionen Euro liquide Mittel für weiteres Wachstum

Lohne, den 30. April 2008 - Die EnviTec Biogas AG ist trotz schwierigem Branchenumfeld im Geschäftsjahr 2007 weiterhin profitabel gewachsen. Das Unternehmen aus Lohne hat den Umsatz um 31,5 Prozent von 100,7 Millionen Euro auf 132,4 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug, wie bereits am 13. März gemeldet, 18,1 Millionen Euro (Vorjahr: 18,5 Millionen Euro). Auch die EBIT-Marge von 13,6 Prozent (Vorjahr 18,4 Prozent) belegt die Profitabilität des Biogasanlagen-Herstellers. Der Jahresüberschuss stieg deutlich von 11,5 Millionen Euro um 24 Prozent auf 14,3 Millionen Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,96 Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen 105 Module (Vorjahr: 80) mit einer elektrischen Anschlussleistung von 52 Megawatt (Vorjahr: 40 MW) installiert. Damit hat EnviTec Biogas bisher insgesamt 236 Module mit einer elektrischen Anschlussleistung von 114 MW ans Netz gebracht. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 197 auf 279 zum 31. Dezember 2007.

'Während im ersten Halbjahr die Nachfrage nach Biogasanlagen sehr hoch war, haben wir im Herbst und Winter eine deutliche Zurückhaltung der Kunden, insbesondere im Inland, verzeichnet. Gründe hierfür sind die Diskussion über die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die gestiegenen Rohstoffpreise',..

1. EEG-Gesetz wurde verabschiedet
2. Rohstoffe wie Weizen sind bereits wieder stark gesunken.
(vom High bei $1200 nun bei ~$800)

... sagt Olaf von Lehmden Vorstandsvorsitzender der EnviTec Biogas. 'Wir haben unsere internationale Expansion mit Erfolg vorangetrieben. Heute sind wir in 16 Ländern aktiv und erzielten 2007 bereits 8,2 Millionen Euro Umsatz im Ausland.' Vom Auftragsbestand in Höhe von 122,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2007 entfielen bereits 36,6 Millionen Euro auf das Ausland.

Ende des Geschäftsjahrs 2007 verfügte EnviTec Biogas über liquide Mittel in Höhe von 115 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft verbesserte sich von 41,2 Prozent auf 87,0 Prozent. Die EnviTec Biogas hat auch im Geschäftsjahr 2007 wieder stark in den Ausbau ihrer Geschäftsfelder investiert. Gesamtvolumen: 17,8 Millionen Euro. Die Mittel wurden im Wesentlichen für den Ausbau des Eigenbetriebs von Biogasanlagen verwendet, die gemeinsam mit Partnern betrieben werden. Ende Dezember waren Anlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von 8,4 MW am Netz oder befanden sich im Bau.

'Wir sind sehr zuversichtlich, langfristig stark und profitabel zu wachsen', sagt Jörg Fischer, Finanzvorstand der EnviTec Biogas. 'Mit unserem hohen Cashbestand verfügen wir über ein sehr solides Fundament, um unser Wachstum zu finanzieren und unsere Ziele zu erreichen. Vor allem im Ausland sehen wir erhebliches Potenzial.' Dies belegt auch ein Großauftrag aus Indien über die Errichtung von Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von 30 MW, den EnviTec am 28. Februar 2008 gemeldet hat. In Zukunft wird auch der Eigenbetrieb regelmäßige und gut planbare Cashflows erwirtschaften. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Situation im Biogasmarkt im ersten Halbjahr 2008 herausfordernd bleibt. Danach, mit Verabschiedung der EEG-Novelle und Inkrafttreten verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, wird auch der deutsche Markt für Biogas wieder anziehen. Darüber hinaus hat die Bundesregierung im März dieses Jahres eine wichtige Regelung zur Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz verabschiedet. Damit gewinnt die Einspeisung ins Erdgasnetz für Biogasproduzenten an Attraktivität.

Die EEG-Novelle wird Mitte 2008 erwartet. Aufgrund der elementaren Bedeutung dieser Entscheidung wird es der Gesellschaft erst dann möglich sein, eine verlässliche Prognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben.

Der Geschäftsbericht 2007 ist im Internet unter www.envitec-biogas.de verfügbar.

Über EnviTec Biogas: Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Die Niedersachsen sorgen für den biologischen und technischen Service, bieten außerdem das gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. In Penkun in Mecklenburg-Vorpommern hat EnviTec Biogas die weltweit größte Anlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 20 MWel gebaut. Das Unternehmen ist inzwischen europaweit in mehr als 14 Ländern und darüber hinaus in Indien und China vertreten. Im Jahr 2007 hat EnviTec einen Umsatz von rund 132 Millionen Euro und ein EBIT von rund 18 Millionen Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit rund 280 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Investor Relations: Joanna Rode, EnviTec Biogas AG, Tel: +49 44 42 80 65-118, E-Mail: ir@envitec-biogas.de

Pressekontakt: Fabian Lorenz, Grit Pauli, HOSCHKE & CONSORTEN Public Relations GmbH, Tel: +49 40 36 90 50-56 /-31, E-Mail: f.lorenz@hoschke.de, g.pauli@hoschke.de

  

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EnviTec Biogas erhält Aufträge aus Tschechien
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.6.08 09:35)

Hat sich ja viel getan bei den Biogas Aktien. Die neue EEG von D ist sehr zu gunsten von Biogas ausgefallen. Kaufen sollte mMn nur den Brancheleader Envitec. Der macht nämlich Gewinne und hat viel, viel Cash auf der hohen Kante. Schmack und andere Konkurrenten haben dagegen Verluste geschrieben.

Erst wenn Envitec einen hohen Aufschlag zur Konkurrenz hat, sollte man sich die 2.Reihe anschauen.

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EnviTec Biogas AG / Vertrag

12.06.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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EnviTec Biogas erhält Aufträge aus Tschechien:
Nachbarland bietet optimale Rahmenbedingungen für Biogas

- Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf rund sieben Millionen Euro

- Attraktiver Markt durch hohe Einspeisetarife und 15-jährige Garantie

- Schlüsselfertige Biogasanlagen für tschechische Landwirte

Lohne, den 12. Juni 2008 - Die EnviTec Biogas AG hat
eine weitere Landesgrenze überschritten: Im benachbarten Tschechien
errichtet das Unternehmen drei Anlagen mit einer elektrischen
Anschlussleistung von insgesamt rund 2,6 Megawatt elektrisch (MWel). Das
Gesamt-Auftragsvolumen beläuft sich auf rund sieben Millionen Euro, das
2008 umsatzwirksam wird. Die erste Anlage soll bereits im Spätsommer dieses
Jahres in Betrieb genommen werden. Auftraggeber sind drei
landwirtschaftliche Großbetriebe. Auch in Tschechien wird erneuerbare
Energie und speziell Biomasse gesetzlich gefördert: So gewährt das Land
seit diesem Jahr Einspeisetarife in Höhe von 15,5 Cent je Kilowattstunde,
die für 15 Jahre garantiert sind. Hinzu kommen Fördergelder, die für den
Bau von Biogasanlagen beantragt werden können.

Doch es sind nicht nur die guten und langfristig verlässlichen gesetzlichen
Rahmenbedingungen, die Tschechien für Biogas so attraktiv machen. Es gibt
viele Landwirtschaftsbetriebe, die im Durchschnitt deutlich größer als
deutsche Betriebe sind und über ausreichend Inputstoffe verfügen. Das zeigt
sich auch in der Viehhaltung, so dass große Mengen an Gülle in
Biogasanlagen energetisch genutzt werden. Die Gülle wurde bisher in offenen
Lagunen gelagert, aus denen große Mengen des umweltschädlichen Methangases
entweichen konnten. Das kann zukünftig vermieden werden. Zusätzlich werden
in größeren Mengen Abfälle aus der Zuckerrüben-Industrie eingesetzt, um
weniger nachwachsende Rohstoffe (NAWAROS) einzusetzen und deren Anteil auf
landwirtschaftlichen Flächen zu reduzieren.

'Bei den Anlagen setzen wir zum Teil auch moderne Kraft-Wärme-Konzepte um',
sagt Hendrik van der Tol, Geschäftsführer der EnviTec Biogas Central Europe
s.r.o. In Lipa entsteht eine 500-KWel-Anlage, deren Abwärme künftig in eine
Fernwärmeleitung eingespeist und von einer Schule im Ort genutzt wird. Bei
einer 1-MWel-Anlage, die in Valovice errichtet wird, soll auch die Abwärme
künftig in Strom umgewandelt werden. Der so genannte Organic Rankine
Cycle-Prozess (ORC) kommt damit erstmals in Tschechien zum Einsatz. Hendrik
van der Tol: 'Damit erhöht sich der Energieertrag um weitere rund 15
Prozent.' Darüber hinaus können die Landwirte den bisher verwendeten,
zugekauften Handelsdünger durch Gärreste ersetzen und so Kostenersparnisse
erzielen. Zwei der Anlagen werden als Turnkey-Projekte realisiert: Das
heißt, EnviTec Biogas übernimmt alles - von der Planung und der
Infrastruktur, über den Bau des Technikgebäudes bis hin zur Inbetriebnahme
der Anlage - und übergibt sie schlüsselfertig an den Auftraggeber.

Das Bekenntnis der Tschechen zu erneuerbaren Energien zeigt sich auch
darin, dass neben umfangreichen Fördermitteln Banken Vollfinanzierungen von
Biogasanlagen übernehmen. Das Thema dezentrale Energieversorgung gewinnt in
Tschechien durch die EU-Klimaschutzziele, aber auch die Abkehr von
Kernenergie zunehmend an Bedeutung. Olaf von Lehmden, Vorstandsvorsitzender
der EnviTec Biogas: 'Der Markteintritt ist gelungen. Wir sind überzeugt,
dass diese Aufträge erst der Anfang der Erfolgsstory Biogas in Tschechien
sind.'

Über EnviTec Biogas:
Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die
Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige
Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Die Niedersachsen
sorgen für den biologischen und technischen Service, bieten außerdem das
gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. Daneben betreibt
EnviTec auch eigene Biogasanlagen. In Penkun in Mecklenburg-Vorpommern hat
EnviTec Biogas die weltweit größte Anlage mit einer elektrischen
Anschlussleistung von 20 MWel gebaut. Das Unternehmen ist inzwischen
europaweit in mehr als 14 Ländern und darüber hinaus in Indien und China
vertreten. Im Jahr 2007 hat EnviTec einen Umsatz von rund 132 Millionen
Euro und ein EBIT von rund 18 Millionen Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt
die EnviTec-Gruppe derzeit rund 260 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec
am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Investor Relations: Joanna Rode, EnviTec Biogas AG, Tel: +49 44 42 80
65-118, E-Mail: ir@envitec-biogas.de

Pressekontakt: Fabian Lorenz, Grit Pauli, HOSCHKE & CONSORTEN Public
Relations GmbH, Tel: +49 40 36 90 50-56 /-31, E-Mail: f.lorenz@hoschke.de;
g.pauli@hoschke.de

  

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EnviTec Biogas erhält größten Auftrag der Firmengeschichte über 60 Mio. Euro
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.6.08 13:55)

EnviTec Biogas erhält größten Auftrag der Firmengeschichte über 60 Mio. Euro

EnviTec Biogas AG / Vertrag

24.06.2008

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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EnviTec Biogas erhält größten Auftrag der Firmengeschichte über 60 Mio. Euro: Erster Großauftrag nach EEG-Novellierung

Lohne, den 24. Juni 2007 - Eine der führenden deutschen Projektgesellschaften kauft von der EnviTec Biogas AG Anlagen im Wert von insgesamt 60 Mio. Euro. Diese werden innerhalb der nächsten 24 Monate realisiert. Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe an EnviTec Biogas ist die leistungsstarke Position des Biogasanlagen-Herstellers im deutschen Markt. Damit hat sich EnviTec Biogas den ersten großen Auftrag nach der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das Biogas zukünftig stärker fördert, gesichert.

Entsprechend dem neuen EEG werden ausschließlich Einzelmodule mit einer elektrischen Leistung von 500 Kilowatt (KWel) gebaut, da hier eine zukunftssichere Finanzierung gewährleistet ist. Mit dem Bau der ersten Biogasanlagen wird unverzüglich begonnen. Der Vertragspartner wird die Anlagen gemeinsam mit Landwirten in ganz Deutschland betreiben.

Wie von EnviTec Biogas erwartet löst sich jetzt der Investitionsstau der vergangenen Monate, der auf die ungeklärte Gesetzeslage zurückzuführen war, auf und die Nachfrage in Deutschland nimmt wieder deutlich zu.

  

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EnviTec Biogas Interview
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.09 18:30)

Aus: DerAktionär

Was ist daran interessant?
1. Braucht norch Förderungen um rentable zu wirtschaften, aber nah dran. Die Story, daß mit der Förderung ein technologischer Fortschritt initiert wird, glaube ich eigentlich nicht. Bei Solar ja, aber bei Biogas erscheinen mir die technologischen Verbesserungen weniger leicht möglich zu sein. Deshalb braucht es dazu einen höheren Gaspreis.

2. Plan die Eigenproduktion zu erhöhen: Das könnte gut klappen. Bindet viel Cash, aber egal.

------------------


Herr Fischer, jüngst hat Wettbewerber Schmack Biogas Insolvenz angemeldet.
Wie weit ist Envitec von einem solchen Szenario entfernt?

Eine solche Gefahr kann ich für uns ausschließen. Envitec ist
kerngesund. Wir werden auch in diesem Jahr einen Überschuss erzielen - und
allein unsere liquiden Mittel sind deutlich höher als die gesamten
Verbindlichkeiten.

Sie selbst haben ja immerhin die Umsatzprognosen und damit auch die
Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2009 deutlich gesenkt.

Ja, das Geschäft läuft nicht ganz so gut wie geplant. Dennoch werden
wir in diesem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld unseren Umsatz steigern
und profitabel sein.

Warum mussten Sie Ihre Erwartungen reduzieren?

Zahlreiche Projekte können nicht so schnell realisiert werden wie geplant.
Wir beobachten in der Bevölkerung leider immer wieder Vorbehalte
gegenüber Biogas und dem Bau neuer Anlagen. Das hat zu
Projektverzögerungen geführt, da sich Genehmigungsverfahren mit immer
neuen Nachforderungen deutlich verlängert haben. Hinzu kommt, dass die
Finanzkrise unmittelbar auf die Branchenkrise durch die EEG-Diskussion folgte.
Wir haben zwar mit schwierigeren Finanzierungsverfahren gerechnet, aber
insbesondere in Osteuropa dauert es doch deutlich länger als erwartet.

Wollen Sie dennoch einen Blick in das Jahr 2010 riskieren?

Wir sind weiterhin von den Chancen des Biogasmarktes überzeugt und wollen
im In- und Ausland wachsen. Unterstützt durch das neue EEG vollzieht sich
derzeit in Deutschland ein Strukturwandel in der Agrarbranche - weg von der
Überproduktion in der Milchviehwirtschaft, hin zur Erzeugung von Energie.
Insofern erwarten wir eine weiterhin hohe Nachfrage aus der Landwirtschaft, die
ergänzt wird durch die wachsende Nachfrage nach Anlagen zur
Bioerdgasproduktion. Die Situation am Finanzmarkt allgemein und hinsichtlich
der Finanzierbarkeit von Biogasanlagen wird sich unserer Einschätzung nach
verbessern. Das Potenzial ist also noch lange nicht ausgeschöpft.

Wie bewerten Sie den jüngst veröffentlichten Koalitionsvertrag?

Envitec begrüßt den vorliegenden Koalitionsvertrag der neuen
Bundesregierung. Er ist ein klares Bekenntnis zu regenerativen Energien und
ihrer Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Der Anteil
von Wind-, Sonnen- und Biokraft an der heimischen Energieversorgung soll weiter
steigen.

Lässt allein der Wille, die Bedingungen für die Biogas-Einspeisung
verbessern, und das Marktanreizprogramm fortführen zu wollen, nicht zuviel
Spielraum?

Für konkrete Maßnahmen fehlte in den Koalitionsverhandlungen die Zeit
und derzeit bieten das EEG und die Gasnetzzugangsverordnung eine gute
Grundlage. Klar ist, dass die neue Regierung noch stärker auf
aufbereitetes Biogas, sogenanntes Biomethan, als Erdgassubstitut setzt.
Gespannt sind wir auf die Vorlage des Gesetzesentwurfs zum Einsatz von
Biokraftstoffen, wie ihn die Regierung mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2010
angekündigt hat. Außerdem wurde eine EEG-Novelle angekündigt,
die den Einsatz organischer Reststoffe stärker gewichten soll. Damit
würde die Bandbreite möglicher Einsatzstoffe weiter steigen.

Wann koppelt sich Ihr Geschäftsmodell von Fördermitteln ab, lohnt
sich demnach auch ohne Unterstützung vom Staat?

Ein nachhaltiges Geschäftsmodell kann natürlich nicht dauerhaft auf
staatlicher Förderung basieren. Biogas ist schon heute die effizienteste
und vielseitigste der Erneuerbaren Energien. Die neue Regierung schafft die
notwendigen Anreize, um die Branche nach den Krisenjahren 2008 und 2009 wieder
auf Wachstumskurs zu bringen und sich technologisch weiter zu entwickeln. Bei
Bioerdgas sind wir aktuell nicht mehr weit von den Endverbraucherpreisen
entfernt.

Die Envitec-Aktie notiert nahezu am Allzeittief - wie beruhigen Sie ihre
Anleger?

Envitec ist kerngesund und ist führend in einem attraktiven Markt. Trotz
Wirtschaftkrise verfügen wir über einen Auftragsbestand von rund 225
Millionen Euro. Die Pläne der Bundesregierung werden der Branche neue
Impulse geben und im Ausland gibt es viel Potenzial. Länder wie Indien,
Lettland oder die Slowakei erkennen gerade erst, dass Biogas einen wichtigen
Beitrag zur Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten leisten kann.
EnviTec verfügt über die Finanzkraft und das technologische Know-how,
davon zu profitieren. Neben dem Anlagenbau werden wir den Ausbau des
Eigenbetriebs weiter forcieren. Mit diesem zweiten Standbein erzielen wir nicht
nur gut planbare Cashflows, sondern auch eine ordentliche Marge. Derzeit haben
wir eigene Anlagen mit 13 Megawatt am Netz. Unser mittelfristiges Ziel liegt
bei 100 Megawatt. Wir werden also Gas geben und uns verloren gegangenes
Vertrauen wieder erarbeiten.

Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet unter
www.deraktionaer.de

  

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Biogas Nord mit 2007er Zahlen: Verlust
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.4.08 13:35)

Wenn die onvista Daten stimmen, gibt es nur 2M Aktien, Kurs 4 Euro, also 8M Marktkapitalisierung.
2007: -3M EBIT, 08e: -2M EBIT.
2007: 32M Umsatz.
Vom KUV sehr interessant, aber lange halten die eine Durststrecke nicht durch wenn man annimmt, daß Marktkapitalisierung = EK.

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30.4.

*** Ergebnis- und Umsatzziele in 2007 nicht erreicht
*** Umfangreiches Programm zur Kosteneinsparung
*** Konzentration auf erfolgreiche Kernmärkte im Ausland
*** Wachstum in 2009 durch bessere Rahmenbedingungen

Bielefeld, den 30. April 2008. Die BIOGAS NORD AG, Bielefeld, passt sich
den veränderten Bedingungen im Markt für Biogasanlagen an und ist auf einen
Konsolidierungskurs eingeschwenkt. Im laufenden Jahr wird das Unternehmen
ein Kosteneinsparungsprogramm umsetzen und sich neben dem Inland im Zuge
seiner Internationalisierungsstrategie auf erfolgreiche Kernmärkte im
Ausland konzentrieren. Geplant ist neben zahlreichen Maßnahmen zur
Optimierung der Unternehmensprozesse ein sozialverträglicher Personalabbau
bis zum Jahresende um rund 15 %. Wegen der veränderten Rahmenbedingungen
belaufen sich die vorläufigen Geschäftszahlen für 2007 auf einem Umsatz von
31,7 (Vorjahr: 28,7) Mio. Euro, einer Gesamtleistung von 25,7 (30,6) Mio.
Euro und einem EBIT von fast - 4,0 (1,35) Mio. Euro. Somit wurden die
ursprünglich gesetzten Ziele nicht erreicht. 'Wir haben in 2006 versäumt,
unseren Vertrieb richtig zu positionieren', analysiert Gerrit Holz,
Vorstandsvorsitzender der BIOGAS NORD AG, das vorläufige Jahresergebnis.

'2008 wird für uns ein Konsolidierungsjahr. Bis zur Jahresmitte werden
weitere Verluste von bis zu 3 Mio. Euro auflaufen. Danach wird sich die
Lage deutlich entspannen. Für 2008 erwarten wir aufgrund der derzeitigen
Lage einen negativen EBIT von ca. 2 Mio. Euro', erklärt Finanzvorstand
Matthias Kubat. 'Wir setzen derzeit ein eisernes Kostensparprogramm in
Bereichen um, die nicht wachstumsrelevant sind. Wenn erforderlich, werden
wir auch Kurzarbeit als flankierende Maßnahme einsetzen. Gleichzeitig haben
wir in den Aufbau eines strategischen Vertriebs investiert. Darüber hinaus
optimieren wir unsere Prozessabläufe in Zusammenarbeit mit
branchenerfahrenen Coaches. Das macht uns insgesamt zuversichtlich, in 2009
wieder kräftig zu wachsen und in die Gewinnzone zurückzukehren', so Kubat
weiter.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist auch auf Faktoren zurückzuführen,
die gleichermaßen auch den Gesamtmarkt in Deutschland belastet haben. Die
anhaltende Diskussion um die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG), die Verdoppelung der Substratpreise in den letzten Jahren sowie die
derzeitige Diskussion über den Einsatz pflanzlicher Rohstoffe zur
Energieerzeugung haben Kunden, Investoren und Banken eine abwartende
Haltung einnehmen lassen. Darüber hinaus hat sich die Abwicklung von
Aufträgen aus dem Ausland verzögert bzw. bis in dieses Jahr hinein
verlagert. 'Uns treffen derzeit zwei Faktoren gleichzeitig. Wir müssen auf
die Neuregelungen des EEG in Deutschland warten und die Auslandsmärkte
befinden sich größtenteils noch im Aufbau. Die Ergebnisbeiträge, die wir
dort in 2008 generieren werden, können die zu erwartenden Verluste in
Deutschland nicht kompensieren', erläutert Kubat.

'Die Rahmenbedingungen werden sich aber ab 2009 deutlich verbessern, da
dann das novellierte EEG in Kraft tritt und damit unseren Kunden eine
gesicherte Grundlage für ihre Investitionen in unsere Produkte bietet',
sagt der Vorstandsvorsitzende Gerrit Holz. BIOGAS NORD erwartet daher für
2009 deutlich verbesserte Chancen für mehr Wachstum. Im laufenden Jahr wird
sich BIOGAS NORD auf diese Entwicklung vorbereiten und die Struktur des
Unternehmens entsprechend anpassen. Neben den Maßnahmen zur Konsolidierung
und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit wird BIOGAS NORD die Chancen in
den erfolgreichen ausländischen Kernmärkten nutzen. In Europa wird sich das
Unternehmen auf Spanien, Italien, England und Polen konzentrieren, ohne
jedoch die weiteren Märkte aus dem Auge zu verlieren. So konnten in den
vergangenen Wochen gleich mehrere Planungsaufträge aus Spanien entgegen
genommen werden. In Italien wurde die Partnerschaft mit einem Unternehmen
vor Ort eingegangen. Die ersten Projekte sind dort bereits in der
Realisierungsphase.

'Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit unseren Maßnahmen bei BIOGAS
NORD die erforderliche Kurskorrektur vorgenommen haben und gleichzeitig für
das wieder anziehende Wachstum im kommenden Jahr gewappnet sind. Der
deutsche Markt wird weiterhin eine wichtige Rolle für BIOGAS NORD spielen.
Darüber hinaus wird der internationale Siegeszug des Multitalents Biogas
nicht mehr aufzuhalten sein. Daran wird BIOGAS NORD als einer der wenigen
Global Player der Branche partizipieren.', sagt Holz weiter

  

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Nach Biodiesel-Fiasko werden Gläubiger zur Kasse geben
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.5.08 07:39)

Der Schweizer Finanzinvestor Fortune Management ringt um's Überleben. Die Biodiesel-Tochter, die in Enns eine Pleite hinlegte, wird ausgegliedert. Mit Banken und Gläubigern wird intensiv verhandelt.

Ein EBIT von minus 196 Millionen €, ein vorläufiger Jahresverlust von 148,8 Millionen €, ein negatives Eigenkapital in Höhe von 58,6 Millionen € - so steht der Schweizer Finanzinvestor Fortune Management Inc. Nach seinem Ausflug ins Biodiesel-Geschäft da. Die Tochter Gate Biodiesel (Werke in Wittenberg, Deutschland, und Enns - in Insolvenz und stillgelegt) soll gemäß Restrukturierungskonzept ausgegliedert und künftig operativ durch eine spezialisierte Unternehmensberatungsgesellschaft geführt werden.

Wie Fortune Management am Montag nach Börseschluss mitteilte, wurden außerdem intensive Verhandlungen mit Banken und Gläubigern aus der vor zwei Jahren bei institutionellen Anlegern unter Führung von Goldman Sachs platzierten Anleihe über 70 Millionen € (Laufzeit bis 21. April 2009) sowie einem im Vorjahr platzierten Schuldscheindarlehen über 30 Millionen € aufgenommen, welche andauern.
Zum Sanierungskurs, der von Alvarez & Marsal begleitet wird, gehört auch der Abverkauf des Asset Managements. Zur Zeit würden mehrere Kaufangebote geprüft.

All diese Maßnahmen sollen helfen, die angespannte Liquidität des Fortune Konzerns zu beseitigen.

Wirtschaftsblatt 20.05.2008

  

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Auto frisst alles
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.5.08 11:33)

SIENA TETRAFUEL
Dieser Fiat frisst alles

Benzin, Biosprit, Ethanol oder Erdgas – dieses Auto ist ein Allesschlucker! Fiat bringt in Brasilien den neuen Modelljahrgang des Siena 1.4 TetraFuel auf den Markt.

http://www.bild.de/BILD/auto/2008/05/fiat-siena-tetrafuel/allesfresser,geo=4588160.html

  

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Biogas Nord - Erste Erfolge der spanischen Tochtergesellschaft
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.6.08 09:16)

Biogas Nord AG / Sonstiges

18.06.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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>>> Erste Erfolge der spanischen Tochtergesellschaft
>>> Auftragsvolumen von rund sechs Mio. Euro
>>> Baubeginn der ersten Anlage im Herbst 2008

Bielefeld / Valencia, den 18. Juni 2008. Die im vergangenen Jahr gegründete
spanische Tochtergesellschaft der BIOGAS NORD AG, Bielefeld, hat auf der
Iberischen Halbinsel erfolgreich Fuß gefasst. Dort hat die BIOGAS NORD
Espa�a S.L. jetzt einen ersten bedeutenden Auftrag erhalten. Auftraggeber
für den Bau von zunächst drei Biogasanlagen ist die Firma DESAROLLOS
RURALES EL ENCINCAR. Das Auftragsvolumen beträgt rund sechs Mio. Euro.

Der Baubeginn für die drei geplanten Biogasanlagen mit einer Kapazität von
jeweils 500 kW soll in den nächsten Monaten erfolgen. Sie werden in Cuacos
de Yuste und in Toril, beide in der Region Extremadura, sowie in Los
Pedroches in Andalusien errichtet werden. Alle drei Anlagen laufen auf
Gülle-Basis (Rinder- und Schweinegülle sowie Hühnermist) und verwenden
zusätzlich Mais-Silage. In Cuacos de Yuste können auch Schlachtabfälle
eingesetzt werden, für deren Verwendung eine Hygienisierungseinheit in die
Biogasanlage integriert wird.

Über diesen Auftrag hinaus besteht eine Vereinbarung zum Bau von drei
weiteren Biogasanlagen mit dem Projektentwickler Aplitec aus Valencia. Die
Anlagen werden im Osten von Spanien errichtet und haben ebenfalls eine
Kapazität von jeweils 500 kW.

'Die aktuelle Auftragsentwicklung belegt die guten Rahmenbedingungen für
Biogasprojekte in Spanien', sagt Luis Puchades Rufino, Geschäftsführer der
spanischen BIOGAS NORD - Tochtergesellschaft. Das spanische Einspeisegesetz
ist stark an das deutsche EEG angelehnt, sieht jedoch eine höhere Vergütung
für aus Biogas erzeugtem Strom vor. Auch mit verschiedenen spanischen
Energieversorgern führt BIOGAS NORD bereits die ersten Gespräche. 'In
Spanien sind wir gut aufgestellt und für den zu erwartenden Biogasboom auch
personell gut gerüstet', sagt Matthias Kubat, Finanzvorstand der BIOGAS
NORD AG. 'Mit weiteren Aufträgen bis zum Jahreswechsel kann die BIOGAS NORD
Espa�a bereits im kommenden Jahr auf eigenen Beinen stehen.'

Über BIOGAS NORD: Die BIOGAS NORD AG ist einer der größten
Technologieanbieter im Biogassektor. Die Leistungen des Unternehmens und
seiner über 160 Mitarbeiter umfassen alle Bereiche der Biogastechnologie,
von der Konzeptentwicklung, der Detailplanung, dem Anlagenbau, dem Betrieb
bis hin zum Service und der Betreuung. Das Bielefelder Unternehmen ist
bereits in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Seit 1995 wurden über
180 Biogasanlagen geplant, gebaut oder entwickelt. Aktuell sind rund 50
weitere Biogasanlagen in Deutschland, Niederlande, Weißrussland, USA,
England, Italien, Spanien, Rumänien, Polen, Kuba, Indien und Thailand in
Bau, in der Genehmigungs- oder Planungsphase. Die installierte elektrische
Leistung der BIOGAS NORD Biogasanlagen beträgt mehr als 75 Megawatt (MW),
womit fast 100.000 Haushalte mit Strom oder Wärme aus regenerativer Energie
versorgt werden können.

  

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Unterschiedliche Entwicklung: Biogas und Biosprit gut analysiertgut analysiert
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.5.08 10:59)

Kurze Replik:
Vor ein paar Jahren: Biosprit Boom, wegen hohem Ölpreis (so 60$ damals) und EU-Beimischverordnung. Viele IPOs, BDI Biodiesel bei 60, Verbio bei 10 oder 15, keine Ahnung.
Biogas war noch kein Thema.
Dann: Biogas die große Hoffnung. Einspeisung ins Erdgasnetz. Streit mir Rußland. IPOs: Schmack, Envitec. Schmack bei 65 Euro.
Dann: Biosprit: Kapazitäten wurden massiv erhöht, Agrarpreise explodieren, nicht mehr kostendeckend, D besteuert Biosprit. Gewinne futsch, Aktien brechen ein.
Aber: Biogas: Welt noch in halbwegs in Ordnung

Zuletzt: Biosprit liegt am Boden, Verbio im Tief bei 1 Euro (so -90 oder 95% vom Hoch), aber USA fördert, hoher Ölpreis... Hoffnungsschimmer. Verbio vom Tief wieder +70% auf 1,70.
Biogas: Markt bricht zusammen, Schmack. Verluste und schlechter Ausblick. Von 65 auf 12.

Jetzt: Biosprit: Bei 130$ Öl, lohnt sich Biosprit wieder, trotz der hohen Agrarpreise. Ob es ein großer Massenmarkt wird, ist unsicher. Aber es sieht wieder besser aus.
Biogas: Schmack versinkt, Envitec aber scheint die Krise deutlich besser zu überstehen. Und das könnte auch duchaus ein Favorit sein. Denn wenn der Gaspreis steigt, wird Biogas und die Einspeisung viel lukrativer. Envitec betreibt die Anlagen selbst udn verdient damit angeblich 21% EBIT Marge. Kann es mir kaum vorstellen, aber eine tolle Sache. Wahrscheinlich würden sie halt mit dem Geld auf der Bank mehr verdienen. Hier die envitec news: Übrigens, 188M Marktkapitalsiserung und 100M Cash. Diese Aktie ist nicht übel!

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EnviTec Biogas bestätigt vorläufige Zahlen für das erste Quartal 2008:
Auslands-Auftragsbestand um 54 Prozent gesteigert

- Eigenbetrieb mit EBIT-Marge von rund 21 Prozent

- Schlanke und flexible Unternehmensstrukturen zahlen sich aus

- Starke Marktposition im In- und Ausland

Lohne, den 29. Mai 2008 - Die EnviTec Biogas AG
bestätigt die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2008. 'Dieses
zeichnete sich aus durch die erwartet schwierige Situation im Inland, aber
auch durch überaus positive Impulse aus dem Ausland', sagt Olaf von
Lehmden, Vorstandsvorsitzender der EnviTec Biogas. Dort ist die Nachfrage
nach Biogasanlagen anhaltend hoch. Die Niedersachsen sind mittlerweile in
mehr als 16 Ländern aktiv und haben sich eine starke Marktposition
erarbeitet. So konnte der Auslands-Auftragsbestand um rund 54 Prozent
gegenüber dem Jahresende 2007 auf aktuell rund 56,5 Mio. Euro gesteigert
werden. Von Lehmden: 'Unser Auslandsgeschäft hat sich zu einem wichtigen
Standbein und Wachstumstreiber entwickelt. Wir rechnen damit, dass sich
dieser positive Trend auch in Zukunft weiter fortsetzen und noch an
Bedeutung gewinnen wird.' Besonders gut entwickeln sich derzeit Tschechien
und Belgien. In Indien wird das Unternehmen 30 Biogasanlagen im Agrarstaat
Punjab errichten.

Erfreulich haben sich im ersten Quartal auch der Eigenbetrieb und der
Service entwickelt. Zwar war der Anteil des Eigenbetriebs am Gesamtumsatz
mit rund zehn Prozent noch relativ gering, die EBIT-Marge mit 21,4 Prozent
zeigt jedoch das enorme Potenzial. Im ersten Quartal waren 17 Module mit
einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt 8,4 Megawatt im
Eigenbetrieb. Durch den konsequenten Ausbau wird die Bedeutung für das
Konzernergebnis der EnviTec Biogas künftig deutlich zunehmen. Derzeit
befinden sich weitere Anlagen mit einer Leistung von 3,5 Megawatt im Bau
oder Planung. Jörg Fischer, Finanzvorstand von EnviTec Biogas: 'Aufgrund
unserer guten Kapitalausstattung konnten wir insbesondere beim Eigenbetrieb
verstärkt investieren und werden hier zukünftig gute Ergebnisbeiträge
erzielen.'

EnviTec Biogas bestätigt die am 21. Mai 2008 gemeldeten vorläufigen Zahlen
für das erste Quartal 2008. Das Unternehmen hat einen Umsatz von rund 15,1
Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahreszeitraum: 32,8 Mio. Euro). Der Grund für
den Rückgang ist das für das erste Halbjahr 2008 bereits prognostizierte
schwierige Marktumfeld in Deutschland. Die ausstehende EEG-Novellierung
sorgt weiterhin für Zurückhaltung: Interessierte Auftraggeber warten die
Entscheidung der Bundesregierung ab, die spätestens im August erwartet
wird. Das hatte auch Auswirkungen auf das EBIT, das sich auf minus 0,8 Mio.
Euro belief (Vorjahreszeitraum: 5,9 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern
ist mit 0,2 Mio. Euro weiterhin positiv. Zum 31. März 2008 verfügte das
Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 111,6 Mio. Euro. 'Biogasanlagen
sind mit erheblichen Investitionen verbunden', sagt von Lehmden. 'Die
Betreiber benötigen daher verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die
zurückliegenden Monate haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine
kurzfristige Entscheidung über die EEG-Novellierung ist, damit
Investitionssicherheit geschaffen wird.'

In der aktuellen Marktsituation zahlt sich aus, dass EnviTec Biogas von
Beginn an auf schlanke und flexible Strukturen setzt. Dies bedeutet geringe
Kosten bei ausreichender Kapazität, um die steigende Nachfrage bedienen zu
können, sobald der Biogasmarkt in Deutschland wieder anzieht. Und das
prognostiziert das Unternehmen für das zweite Halbjahr 2008. Die
Gesellschaft rechnet damit, dass mit der Entscheidung über die Novellierung
des EEG und der damit verbundenen Planungssicherheit zahlreiche anstehende
Projekte realisiert werden. Vor dem Hintergrund stark steigernder
Erdgaspreise und der neuen Regelung der Bundesregierung zur Einspeisung von
Biogas ins Erdgasnetz wird Biogas eine attraktive und umweltfreundliche
Alternative. Hier profitiert EnviTec Biogas davon, sich frühzeitig auf die
Errichtung größerer Anlagen, wie sie auch bei der Erdgasaufbereitung
benötigt werden, spezialisiert zu haben. Die Gesellschaft bietet diese in
standardisierter und qualitativ hochwertiger Modulbauweise an.

Für das Gesamtjahr 2008 rechnet EnviTec Biogas in jedem Fall mit einem
positiven EBIT. Eine genaue Prognose wird das Unternehmen abgeben, sobald
die politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Deutschland
klar sind.

Der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2008 ist im Internet unter
www.envitec-biogas.de verfügbar.

Über EnviTec Biogas:
Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die
Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige
Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Die Niedersachsen
sorgen für den biologischen und technischen Service, bieten außerdem das
gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. Daneben betreibt
EnviTec auch eigene Biogasanlagen. In Penkun in Mecklenburg-Vorpommern hat
EnviTec Biogas die weltweit größte Anlage mit einer elektrischen
Anschlussleistung von 20 MWel gebaut. Das Unternehmen ist inzwischen
europaweit in mehr als 14 Ländern und darüber hinaus in Indien und China
vertreten. Im Jahr 2007 hat EnviTec einen Umsatz von rund 132 Millionen
Euro und ein EBIT von rund 18 Millionen Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt
die EnviTec-Gruppe derzeit rund 280 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec
am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

  

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Schmack Biogas verkaufen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.5.08 10:22)

16:03 29.05.08
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Dr. Karsten v. Blumenthal, rät die Aktie von Schmack Biogas unverändert zu verkaufen.

Schmack Biogas habe am 28.05.2008 Q1-Zahlen berichtet, die unter den Erwartungen gelegen hätten. Ein massiver Umsatzeinbruch sei wesentlicher Grund für das schlechte Ergebnis. Ursachen dafür seien hohe Agrarrohstoffpreise und regulatorische Unsicherheit.

Beides habe zu einer deutlichen Zurückhaltung der Nachfrage geführt. Die hohen Agrarrohstoffpreise würden die Gewinnmargen des Biogasanlagenbetriebs verringern. Die Unsicherheit darüber, wie Biogas nach der EEG-Reform gefördert werde, insbesondere die zu erwartende Verbesserung der Förderung, lasse Kunden abwarten, da eine in 2009 ans Netz gehende Anlage sehr wahrscheinlich eine höhere Einspeisevergütung erhalte als eine Anlage, die noch 2008 ans Netz gehe.

Schmacks Multifeedstockstrategie, die auch auf Grass und andere Zwischenfrüchte zurückgreife, sollte die Biogasanlagenprofitabilität unabhängiger von den hohen Weizen- und Maispreisen machen. Der Attentismus der Kunden habe im ersten Quartal auch den Auftragseingang massiv einbrechen lassen. Nach EUR 46,1 Mio. im Vorjahresquartal habe er sich jetzt auf nur noch EUR 19,2 Mio. belaufen. Der Auftragsbestand sei auf EUR 116,9 Mio. nach 123,5 Mio. im Vorjahreszeitraum gesunken.

Eine Herstellungskostenquote von 126% zeige, dass Schmack Biogas nach wie vor die Kosten des Anlagenbaus nicht im Griff habe. Hohe Vertriebs- und Verwaltungskosten würden belegen, dass das Kostensenkungsprogramm bisher noch nicht gegriffen habe. Das zweite Quartal werde zeigen, ob auf der Kostenseite erste Erfolge sichtbar würden.

Im ersten Quartal habe das laufende operative Geschäft einen Mittelabfluss von EUR 6,1 Mio. erfahren. Die Zahlungsmittel und -äquivalente hätten sich auf noch EUR 13,9 Mio. nach EUR 20,3 Mio. im Vorquartal belaufen. Zwar seien Schmack über die Kapitalerhöhung im April EUR 7,1 Mio. zusätzlich zugeflossen worden, nach einem zu erwartenden einstelligen Millionenverlust in Q2 dürfte sich der Bestand liquider Mittel allerdings wieder verringern. Eine weitere Kapitalerhöhung noch in diesem Jahr erscheine daher nicht unwahrscheinlich.

Die kritische Lage von Schmack Biogas habe den Aufsichtsrat des Unternehmens zu einem Rundumschlag veranlasst. Der Vorstand werde ab Juni komplett neu aufgestellt. Neuer CEO werde Werner Rüberg, der Vorstandserfahrung aus der Baubranche mitbringe. Rüberg übernehme auch die Verantwortung für den Bereich Finanzen, da der bisherige CFO Dr. Götz aus dem Unternehmen ausscheide.

Der bisherige CEO Ulrich Schmack werde stellvertretender Vorstandsvorsitzender und werde sich in Zukunft auf die Bereiche Rohstoffe und Biologie konzentrieren. Von der SMS Demag AG komme Joachim Schlichtig und übernehme das Amt des CTO. Otto R. Eichorn, zuletzt Geschäftsführer der Schmack-Tochter Hese Biogas, werde neuer Vertriebsvorstand und ersetze Dr. Kolmsee, der das Unternehmen im März verlassen habe.

Schmack Biogas gehe für 2008 von einer schwachen Ertragsentwicklung aus, insbesondere von einem sehr schwierigen ersten Halbjahr. Nach den enttäuschenden Q1-Zahlen dürfte auch das zweite Quartal schwach ausfallen. Die Prognosen für 2008 und die Folgejahre seien reduziert worden. Das neue Kursziel auf der Basis eines aktualisierten DCF-Modells laute EUR 10,00 (alt: EUR 11,00).

Das Rating der Analysten von SES Research für die Schmack Biogas-Aktie lautet weiterhin "verkaufen". (Analyse vom 29.05.2008) (29.05.2008/ac/a/nw)

  

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CropEnergies kauft zu
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.6.08 13:19)

Interessanter Schritt. Da es allen Produzenten schlecht geht, sollte der Kaufpreis sehr günstig sein. Wenn der Markt dann wirklich dreht, dann ist die Expansion toll. Wenn aber nicht, dann ... ist es eigentlich schon egal mit der Firma.

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CropEnergies AG kauft französischen Bioethanolproduzenten Ryssen Alcools
S.A.S

Mannheim, 02. Juni 2008 - Am 2. Juni 2008 unterzeichnete die CropEnergies
AG in Paris den Kaufvertrag zum Erwerb des französischen Alkoholherstellers
Ryssen Alcools S.A.S. Verkäufer ist der zur Südzucker-Gruppe gehörende
französische Zuckerhersteller Saint Louis Sucre. Der Erwerb der Ryssen
Alcools S.A.S soll Ende Juni 2008 vollzogen werden. Mit diesem Schritt baut
CropEnergies planmäßig seine Aktivitäten auf dem wichtigen französischen
Markt aus und erweitert die Produktionskapazität für Bioethanol für
Kraftstoffanwendungen zusätzlich um 100.000 Bioethanol pro Jahr.

Ryssen Alcools wurde 1829 als Familienbetrieb Distilleries Ryssen
gegründet. Seit 1989 ist das Unternehmen Teil der Südzucker-Tochter Saint
Louis Sucre und ging 2006 vollständig in deren Besitz über. Im Ende Februar
abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 erzielte Ryssen Alcools mit 49
Mitarbeitern einen Umsatz von über 60 Mio. EUR. Die Aktivitäten von Ryssen
Alcools gliedern sich in zwei Bereiche: Die Dehydratation oder Trocknung
von Rohalkohol für den Kraftstoffsektor wurde kürzlich auf 100.000 m�
Bioethanol im Jahr ausgebaut. Ein Großteil der produzierten Mengen ist für
den französischen Markt bestimmt. Zudem ist Ryssen Spezialist für die
Aufreinigung oder Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und
technische Anwendungen. Die qualitativ hochwertigen Produkte werden
flexibel an die Wünsche der Kunden in der Getränke- und Kosmetikindustrie
sowie der pharmazeutischen und chemischen Industrie angepasst. In diesem
Bereich verfügt Ryssen über eine Kapazität von 80.000 m� pro Jahr.

Die Produktionsanlagen von Ryssen Alcools sind logistisch günstig im Hafen
von Dünkirchen gelegen. Von dort aus können die Raffinerien des ARA-Raums
(Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) schnell und kostengünstig beliefert werden.
Zudem können am Standort sowohl Züge als auch Tankkraftwagen be- und
entladen werden. Bereits seit 2006 betreibt CropEnergies in unmittelbarer
Nähe der Ryssen Alcools ein Tanklager mit einer Kapazität von 20.000 .

Der Erwerb von Ryssen ist ein Teil der Expansionsstrategie der CropEnergies
AG und ein wichtiger Schritt, die Position als einer der führenden
Bioethanolproduzenten in Europa auszubauen. CropEnergies wird seine
Kapazität auf über 700.000 Bioethanol pro Jahr am Ende des
Geschäftsjahres 2008/09 erweitern. Gleichzeitig verbreitert das Unternehmen
seine Produktpalette um qualitativ hochwertigen Alkohol für traditionelle
und technische Anwendungen (Trinkalkohol, Parfüme, Kosmetika). Mit der
Integration von Ryssen Alcools und der für Ende 2008 geplanten
Inbetriebnahme der Anlage in Wanze, Belgien, ist CropEnergies auf dem
wachsenden Markt für Bioethanol in Europa hervorragend positioniert.

  

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http://www.westport.com/index.php
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 17:21)

http://www.westport.com/index.php
Beschäftigt sich mit Erdgas als Antrieb.Arbeitet auch mit BMW und Ford zusammen.

  

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KTG AGRAR
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.10.09 12:42)

Die Branche ist tot - zumindest wenn man sich die Biodieselproduzenten ansieht. Wenn jetzt nichts von der Politik kommt, also Beimischungspflicht, geht die Branche unter.

Bei Biogas sieht es etwas anders aus. Hier eine recht interessante Aktie:
KTG AGRAR macht in Landwirtschaft, aber immer mehr auch werden die Produkte in Biogas umgewandelt bzw. Fernwärme erzeugt.

Kurs bei 14 Euro, EPS heuer bei 1,10 herum, nächstes Jahr vielleicht 1,20.

http://x.onvista.de/typ3.chart?SIZE=2&LEGEND=1&IND0=VOLUME&GRANULARITY_UNIT=DAY&XSTEPS=MO NTHLY&TIME_SPAN=1Y&ID_NOTATION=20099565.png

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "EURO am Sonntag" raten die KTG Agrar-Aktie (ISIN DE000A0DN1J4/ WKN A0DN1J) zu kaufen.

KTG Agrar betreibe auf fast 30.000 Hektar Bio- und konventionelle Landwirtschaft - und produziere quasi nebenbei auch Biogas. Der Clou: Mit eigenen Blockheizkraftwerken trockne das Unternehmen Getreide, versorge mit Nahwärmenetzen die Umgebung und erhalte die höchste Stromeinspeisevergütung. Und das alles mit Zwischenfrüchten und Gärrestenutzung als Dünger. Das sei die perfekte Wertschöpfungskette.

Die Experten der "EURO am Sonntag" empfehlen die Aktie von KTG Agrar zu kaufen. Es werde ein Kursziel von 17,00 EUR gesehen. Eingegangene Positionen sollten per Stoppkurs bei 11,70 EUR abgesichert werden. (Ausgabe 39) (28.09.2009/ac/a/nw)

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die KTG Agrar-Aktie (ISIN DE000A0DN1J4/ WKN A0DN1J) zu kaufen.

Der Agrarbetrieb wolle sich breiter aufstellen und setze in der Zukunft zur Diversifikation verstärkt auf den Bereich Biogas. Vorteil der Hamburger: Die erforderlichen Rohstoffe zum Betrieb von Biogasanlagen würden nahezu ausschließlich selber angebaut. Unter Volllast würden bereits in diesem Jahr zwölf Biogasanlagen laufen. Die elektrische Anschlussleistung liege bei acht Megawatt.

Wie Vorstandschef Siegfried Hofreiter den Experten bei einem Treffen in Frankfurt mitgeteilt habe, erwarte er in 2009 aus diesem Geschäftsbereich einen Umsatz von circa zehn Millionen Euro. Die Margen seien üppig. So liege die EBIT-Marge in dieser Einheit bei mehr als 20 Prozent. Bereits im Jahr 2010 solle der Umsatz mit Biogasanlagen auf 16 bis 18 Millionen Euro anwachsen. Nur ein Jahr später sollten mehr als 25 Millionen Euro aus einer Leistung von 15 Megawatt gezogen werden.
"Unser Ziel ist neben unserem ökologischem und konventionellen Marktfruchtanbau ein zweites starkes Standbein aufzubauen", sage Hofreiter. Mittelfristig könnte die Hälfte des Umsatzes aus dem Segment sprudeln. KTG Agrar betreibe die Einheit unter KTG Biogas AG. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die Aktivitäten an die Börse gebracht werden. Hofreiter halte dies für eine sehr interessante Option. "Sofern die Kapitalmärkte Börsengänge möglich machen, will ich einen Börsengang der Biogasgesellschaft nicht ausschließen". Vor 2010 oder 2011 rechne man allerdings nicht mit einer Umsetzung.

Solide Zahlen habe das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2009 geliefert. Der Umsatz sei um 28 Prozent gestiegen. Das EBIT sei um fast 60 Prozent explodiert. Der Nettogewinn sei um 72 Prozent nach vorne geschnellt. Traditionell sei die zweite Jahreshälfte stärker als die Erste. Hofreiter bekräftige sodann die Ziele für das Gesamtjahr. Er erwarte eine Gesamtleistung von mindestens 55 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erwarte er bei circa 20 Prozent. Die Marge könnte aber auch einen kleinen Tick unter dieser Marke liegen.

KTG Agrar habe einen großvolumigen Exportauftrag erhalten, der leicht die Marge verwässert habe. "Ohne diesen Effekt würden wir die Marke von 20 Prozent erreichen". Netto werde das Unternehmen mehr als sechs Millionen Euro verdienen. Pro Aktie rechne man mit einem Gewinn von mindestens 1,20 Euro. Zudem verspreche Hofreiter für 2009 eine deutliche Verbesserung des operativen Cashflows, der in 2008 bei minus zehn Millionen Euro gelegen habe.

Ab 2010 solle diese wichtige Kennzahl ins Positive drehen. Hofreiter zeige sich somit auch für das kommende Jahr optimistisch. Die Leistung solle weiter zweistellig wachsen. Eine Gesamtleistung von 65 Millionen Euro sollte machbar sein bei unverändert hohen Margen. Der Gewinn je Aktie dürfte auf 1,35 bis 1,50 Euro expandieren.

Das Unternehmen werde an der Börse mit 73 Millionen Euro bewertet. Die Kaufempfehlung der Experten vom Mai bei Kursen um zwölf Euro habe sich ausbezahlt. Aktuell müsste man für einen Anteilsschein 14,30 Euro berappen. Das Kursplus von rund 20 Prozent könne sich sehen lassen. Man halte das Papier unverändert für ein vielversprechendes Investment. Dreh- und Angelpunkt für eine deutlich höhere Bewertung der Aktie sei der Cashflow. Man gehe davon aus, dass Hofreiter an dieser Stelle Wort halte und ab 2010 positive operative Cashflows einfahre.

Die DZ Bank stehe übrigens auch auf KTG Agrar. Die Analysten würden die Aktie mit einem fairen Wert von 20,50 Euro zum Kauf empfehlen. Das Kurspotenzial betrage über 40 Prozent.

Die Aktie von KTG Agrar ist nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" unverändert kaufenswert. (Analyse vom 23.09.2009) (23.09.2009/ac/a/nw)
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Independent Research, Stefan Röhle, rät nach wie vor zum Kauf der KTG Agrar-Aktie (ISIN DE000A0DN1J4/ WKN A0DN1J).

Die Gesellschaft habe ihre Zahlen für das erste Halbjahr 2009 bekannt gegeben. Die Gesamtleistung habe wegen einer merklichen Flächenausweitung um 28% auf 26,27 Mio. Euro zugenommen und das EBIT habe sich um 57,6% auf 3,76 Mio. Euro verbessert. Der für den Berichtszeitraum für gewöhnlich negative Cashflow habe sich auf -6,09 Mio. Euro (VJ: -6,83 Mio. Euro) belaufen. Aufgrund der im Juni platzierten Kapitalerhöhung sei die Eigenkapitalquote mit 38,1% stabil geblieben.

Für dieses Jahr sei eine Ausweitung des Ausbaus der Biogasanlagen vorgesehen. Dies sollte einen Anstieg der Investitionen auf 35,5 Mio. Euro nach sich ziehen. Der Biogasbereich biete ein hohes Synergiepotenzial zum Marktfruchtanbau und eine Verstetigung des Cashflows. Damit sollte aber auch eine Erhöhung der Nettofinanzverschuldung auf 70,9 Mio. Euro einhergehen. Ein weiterer Wachstumstreiber sei nach Meinung der Analysten die Flächenexpansion.

Die Analysten würden an ihrer EPS-Schätzung für 2009 in Höhe von 1,06 Euro festhalten, hätten aber die für 2010 von 1,18 auf 1,22 Euro erhöht.

Kurstreibend könnte ein Anstieg des Weizenpreises sein, der seit Beginn des Jahres um 11,7% gefallen sei. Jedoch rechne das USDA damit, dass in der Erntesaison 2009/10 das Angebot die Nachfrage übersteigen werde. Mit einem KGV 2010e von 11,6 würden die Analysten das Papier weiterhin für attraktiv bewertet halten.

Die Analysten von Independent Research bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die KTG Agrar-Aktie und belassen das Kursziel bei 18 Euro. (Analyse vom 22.09.2009) (22.09.2009/ac/a/nw)

  

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KTG Agrar fährt gute Ernte ein
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.11.09 14:28)

KTG Agrar fährt gute Ernte ein

- 150.000 Tonnen Getreide, Mais und Raps geerntet
- 55.000 Tonnen Getreide nach Saudi-Arabien exportiert
- Erfolgreicher Abschluss des Geschäftsjahres 2009 erwartet

Hamburg, den 9. November 2009 - 'Wir sind mit unserer Ernte 2009
zufrieden.' Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender der KTG Agrar AG
, schaut auf ein gutes Erntejahr zurück. Das
Landwirtschaftsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg hat in den vergangenen
Sommer- und Herbstmonaten in Ostdeutschland und Litauen mehr als 29.000
Hektar abgeerntet. Insgesamt wurden rund 150.000 Tonnen konventionelles und
ökologisches Getreide eingefahren. Zudem wurden 200.000 Tonnen Biomasse für
die Biogasproduktion eingelagert. Damit zählt KTG Agrar zu den größten
Produzenten von Agrarrohstoffen in Europa. 'Einen Großteil der Produkte
haben wir bereits mit einer ordentlichen Marge kontraktiert. Den Rest
werden wir zunächst einlagern, da wir in den kommenden Monaten steigende
Preise erwarten.' Trotz des trockenen Wetters im April und Mai, liegen die
Erträge je Hektar auf Vorjahresniveau - bei Raps sogar deutlich darüber.

KTG Agrar profitiert von seiner Spezialisierung auf den Anbau großer
homogener Mengen ökologischer und konventioneller Marktfrüchte wie
Getreide, Mais und Raps. Der fast ganzjährige Einsatz von
Schlüsselmaschinen führt zu einer Steigerung der Auslastung um gut 50
Prozent. Außerdem kann das Unternehmen ohne Zwischenhändler direkt an
weiterverarbeitende Betriebe wie Mühlen und Lebensmittelproduzenten
liefern. Zwar liegen die Verkaufspreise unter dem Niveau des Vorjahres, die
Kosten für Betriebsmittel jedoch auch. Siegfried Hofreiter: 'Wir haben uns
zur richtigen Zeit mit Dünger und Diesel eingedeckt, so dass unsere Marge
auf Vorjahresniveau liegt.' Zudem hat KTG Agrar im laufenden Jahr mit dem
internationalen Getreideexport einen neuen Geschäftsbereich erschlossen:
Vor wenigen Tagen hat ein Schiff mit mehr als 55.000 Tonnen hochwertigem
Weizen den Hamburger Hafen in Richtung Saudi-Arabien verlassen. Davon
stammen 10.000 Tonnen aus eigener Produktion, der Rest wurde zugekauft.
Hofreiter: 'Damit haben wir uns für die Zukunft als Händler und Exporteur
großer Volumina positioniert. Davon gibt es in Europa nicht viele.'

Nach der guten Ernte steht einem erfolgreichen Abschluss des
Geschäftsjahres 2009 nichts mehr im Weg. 'Wir haben angekündigt, dass wir
in diesem gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahr die Nachhaltigkeit unseres
Geschäftsmodells unter Beweis stellen und die Gesamtleistung und das
operative Ergebnis deutlich steigern werden', sagt der KTG-Chef. 'Daran
halten wir fest.'

  

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Schmack Biogas insolvent
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.10.09 13:27)

Eine ehemalige Hype aktie, die es nie geschafft hat ordentliche Gewinne zu erwirtschaften ist nun weg.

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Schwandorf, 21. Oktober 2009. Am 20.10.2009 haben die Geschäftsführer der
Schmack Biogas AG Tochtergesellschaften Stelzenberger Biogas GmbH
(Kirchweidach), Carbotech Engineering GmbH (Essen) und Hese Biogas GmbH
(Gelsenkirchen) einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen
drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Trotz intensiver Verhandlungen mit
Banken und Investoren über die Finanzierung der Schmack Biogas-Gruppe
konnte keine Lösung erzielt werden. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand
entschieden, auch für die Schmack Biogas AG (Schwandorf) Insolvenz wegen
drohender Zahlungsunfähigkeit anzumelden. Der Vorstand der Schmack Biogas
AG und die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften streben gemeinsam mit
einem Chief Restructuring Officer (CRO) die Fortführung der Unternehmen in
Eigenverwaltung und die Sanierung durch ein Insolvenzplanverfahren an.

  

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RE: Schmack Biogas insolvent
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.10.09 21:59)

War das eine von den vielen L A U R A Perlen?
Kann mich nicht mehr erinnern.

  

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RE: Schmack Biogas insolvent
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.10.09 22:40)

>War das eine von den vielen L A U R A Perlen?
>Kann mich nicht mehr erinnern.

Mag sein, aber in der heutigen Zeit ist es nicht verwunderlich, wenn man von 20 Aktien überzeugt ist, daß die eine oder andere es nicht schafft. Außer man konzentriert sich nur auf die Blue Chips.
Ich denke, daß Biogas weiter Zukunft hat. Schmack hat halt nie richtig gute Zahlen geliefert und immer nur versprochen. Envitec dagegen war in der gleichen Branche und ist ca. profitabel (soweit ich mich recht erinnere).

  

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EnviTec Q3 Zahlen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.11.09 10:10)

Einerseits muß man ja zufrieden sein, daß Envitec nicht so wie die Konkurrenz Schmack pleite sind und sogar Gewinne geschrieben hat, andererseits ist die Marge schlecht. Angesichts des Umsatzanstieges zum 2.Quartal verstehe ich nicht, warum die nicht endlich ins verdienen kommen. Scheinbar müssen die noch immer mit dem Preis sehr niedrig bleiben oder es ist ein Fixkostengetriebenes Geschäft.

Wie sieht es fundamental aus: 180M Marktkapitlaisierung, 60M Cash, Kurs im Gegensatz zum freundlichen Umfeld aufgrund der letzten Gewinnwarnung am Boden. Insofern durchaus interessant. Aber vorerst bin ich weiter Zuschauer.

http://x.onvista.de/typ3.chart?SIZE=2&LEGEND=1&IND0=VOLUME&GRANULARITY_UNIT=DAY&XSTEPS=MO NTHLY&TIME_SPAN=1Y&ID_NOTATION=18452977.png

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EnviTec Biogas legt Zahlen für das dritte Quartal 2009 vor:
Turnaround beim operativen Ergebnis geschafft

Lohne, den 26. November 2009 - EnviTec Biogas hat im dritten Quartal den
positiven Trend des ersten Halbjahres 2009 fortgesetzt und 34,6 Mio. Euro
umgesetzt. Das ist deutlich mehr als im ersten (19,2 Mio. Euro) und im
zweiten Quartal (23,5 Mio. Euro). Im Vergleich zum dritten Quartal 2008
beträgt das Wachstum 6,9 Prozent. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) ist dem Biogasanlagenhersteller und -betreiber aus Lohne im
Berichtszeitraum der Turnaround gelungen: Nach zwei negativen Quartalen lag
das EBIT im dritten bei 0,8 Mio. Euro. 'Mit Blick auf das schwierige Umfeld
war unsere Entwicklung akzeptabel', sagt Jörg Fischer, Finanzvorstand von
EnviTec Biogas. 'Trotzdem entsprach sie nicht ganz unseren Erwartungen.' Im
Zeitraum von Januar bis September 2009 wurden insgesamt 77,3 Mio. Euro
erlöst (Vorjahr: 64,5 Mio. Euro) und dabei ein EBIT von minus vier Mio.
Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) erzielt. Da mit dem Bau mehrere Biogasanlagen
erst im kommenden Jahr begonnen werden kann, hatte das Unternehmen im
Oktober die Prognose für das Gesamtjahr angepasst. EnviTec Biogas erwartet
nun für 2009 einen Anstieg des Umsatzes auf rund 110 Mio. Euro (2008: 101,1
Mio. Euro). Das operative Ergebnis soll ausgeglichen sein. Mit einer
Eigenkapitalquote von 78 Prozent und liquiden Mitteln in Höhe von 59,2 Mio.
Euro ist die Finanzlage der Gesellschaft weiterhin sehr solide.

Das Wachstum des Biogasmarktes wird derzeit von mehreren Faktoren gebremst:
Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Anforderungen der
Banken, insbesondere in Osteuropa, bei der Projektfinanzierung deutlich
gestiegen. Darüber hinaus dauern die Genehmigungsverfahren im In- und
Ausland immer länger. Die Folgen: Projektverzögerungen und höhere
Genehmigungskosten. Trotz der aktuellen Herausforderungen sind die
langfristigen Perspektiven für Biogas weiterhin hervorragend. In
Deutschland hat sich die neue Bundesregierung klar zu regenerativen
Energien und ihrer Förderung bekannt. 'Ein großer Vorteil von Biogas ist
die Flexibilität bei den Einsatzstoffen. Daher begrüßen wir die Ankündigung
der Regierung, den Einsatz von Reststoffen künftig stärker zu gewichten',
sagt Olaf von Lehmden, Vorstandsvorsitzender von EnviTec Biogas. 'Auch die
geplante Förderung von Bioerdgas als Kraftstoff zeigt, dass Biogas ein
echtes Multitalent ist.' Nicht nur in Deutschland ist Biogas auf dem
Vormarsch: In Italien wurden im Sommer 2009 neue gesetzliche
Rahmenbedingungen geschaffen. Bis zum Jahr 2020 will die Regierung 25
Prozent des nationalen Stromverbrauches aus erneuerbaren Energien decken.
Dazu wurde unter anderem die Einspeisevergütung für Biogas auf 28 Cent pro
Kilowattstunde Strom festgesetzt. EnviTec erwartet daher eine steigende
Nachfrage aus Italien.

Zuversichtlich stimmt das Orderbuch der Gesellschaft: Im Vergleich zum
Vorjahr stieg der Auftragsbestand bis Ende September 2009 von 188 Mio. Euro
auf 230,1 Mio. Euro. 26 Prozent davon stammen von internationalen Kunden.
Olaf von Lehmden: 'Der hohe Auftragsbestand ist eine solide Grundlage für
unser Wachstum. Soweit wir es beeinflussen können, wollen wir die Zeit von
der Auftragserteilung bis zum Baubeginn weiter verkürzen. Entsprechende
Maßnahmen haben wir eingeleitet.' Im Ausland ist EnviTec beispielsweise in
Gesprächen mit Banken die bisher noch keine Biogasprojekte finanzieren.
Zudem will die Gesellschaft Kunden stärker bei der Erstellung der für die
Genehmigung und Finanzierung nötigen Unterlagen unterstützen. Neben
Biogasanlagen für den landwirtschaftlichen Bereich erwartet das
niedersächsische Unternehmen insbesondere im Segment der
Gasaufbereitungsanlagen in der Größenordnung von 1,5 bis fünf Megawatt ein
starkes Wachstum. Dort will das Unternehmen seinen Marktanteil deutlich
steigern. So sollen auch Käufer kleinerer Gasaufbereitungsanlagen von den
Erfahrungen profitieren, die EnviTec Biogas beim Bau der weltgrößten
Bioerdgasanlage in Güstrow gesammelt hat.

  

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EnviTec Biogas erhält Aufträge aus Italien über 18 Millionen Euro
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.12.09 17:24)

Envitec klingt ganz toll. Bei 28c rechnet sich also die Technologie. Die Frage ist halt, ob da noch Verbesserungen drin sind (so wie in der Solarbranche).

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EnviTec Biogas erhält Aufträge aus Italien über 18 Millionen Euro: Italienischer Biogasmarkt startet durch Lohne, den 17. Dezember 2009 - Der italienische Biogasmarkt startet jetzt durch. Roel Slotman, Vorstand der EnviTec Biogas AG, freut sich: In den vergangenen Wochen haben wir aus Italien Aufträge im Wert von insgesamt 18 Millionen Euro erhalten. Der Grund für die Belebung: Im Sommer wurde die Einspeisevergütung für Strom aus Biogas auf 28 Cent je Kilowattstunde für 15 Jahre erhöht. Von der stark steigenden Nachfrage profitiert als europäischer Branchenführer vor allem EnviTec Biogas (ISIN: DE000A0MVLS8). Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Lohne ist derzeit mit einer Vertretung in Romano di Lombardia nahe Mailand vor Ort aktiv und beschäftigt dort 14 Mitarbeiter. Im Januar 2010 wird die Niederlassung nach Sommacampagna nahe Verona verlegt. Der größte Einzelauftrag, den EnviTec erhalten hat, kommt von Energy Renew: Für das auf Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen spezialisierte Unternehmen werden nahe Bologna zwei Biogasanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von jeweils einem Megawatt (MWel) errichtet. Als Inputstoffe soll Energiemais eingesetzt und der produzierte Strom vollständig in das öffentliche Netz eingespeist werden. Zur Reduzierung der Betriebskosten wird EnviTec Feedcontrol installiert. Dieses System regelt nicht nur die Zufuhr der Einsatzstoffe, sondern sorgt durch eine Online-Prozesskontrolle auch für hohe Betriebssicherheit und Prozessstabilität. Außerdem wird EnviTec Anfang nächsten Jahres mit dem Bau sechs weiterer Biogasanlagen jenseits der Alpen beginnen: In der Region um Novara errichten die Niedersachsen eine 1-MWel-Anlagen für einen Investor aus Genua. Neben nachwachsenden Rohstoffen werden dort auch Schweinegülle, Hühnertrockenkot und Backreste aus der Lebensmittelindustrie zur umweltfreundlichen Energieproduktion eingesetzt. In Latina nahe Rom haben mehrere Unternehmen eine Gemeinschaftsanlage geordert. Diese hat eine Leistung von einem MWel und wird mit Rindergülle, Ganzpflanzensilage und Maissilage gefüttert. Im süditalienischen Foggia wird eine weitere 1-MWel-Anlage gebaut, bei der Ganzpflanzensilage, Gemüsereste und Rindergülle zur Energiegewinnung eingesetzt werden. Darüber hinaus kommen weitere vier Projekte für Landwirte hinzu. Eine 1-MWel-Biogasanlage wird EnviTec in der Region Appulien errichten. Drei kleinere Anlagen werden bei Verona (526 kWel), in der Nähe von Udinese (330 kWel) und Portogruaro (526 kWel) entstehen. EnviTec Biogas sieht in Italien große Wachstumschancen. Roel Slotman, der im Vorstand für das Auslandsgeschäft verantwortlich ist: Der Boom hat gerade erst begonnen. Bis zum Jahr 2020 will die Berlusconi-Regierung den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch von 17 auf 25 Prozent erhöhen. Derzeit sind auf dem Stiefel knapp 200 Biogasanlagen am Netz. Zum Vergleich: In Deutschland sind es über 4.000. Biogas hat in Italien also noch viel Potenzial. Die EnviTec Biogas AG deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab: Dazu gehört die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Die Niedersachsen sorgen für den biologischen und technischen Service, bieten außerdem das gesamte Anlagenmanagement und die Betriebsführung an. In Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat EnviTec die weltweit größte Anlage zur Produktion von Biogas in Erdgasqualität mit einer thermischen Anschlussleistung von 55 MW errichtet. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. Das Unternehmen ist inzwischen europaweit in mehr als 15 Ländern und darüber hinaus in Indien und Südkorea vertreten. Im Jahr 2008 hat EnviTec einen Umsatz von 101 Mio. Euro und ein EBIT von 3,2 Mio. Euro erzielt. Insgesamt beschäftigt die EnviTec-Gruppe derzeit rund 396 Mitarbeiter. Seit Juli 2007 ist EnviTec Biogas am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Investor Relations: Olaf Brandes EnviTec Biogas AG Tel: +49 44 42 80 65-118 E-Mail: ir@envitec-biogas.de Pressekontakt: Fabian Lorenz, Christina Siebels HOSCHKE & CONSORTEN Public Relations GmbH Tel: +49 40 36 90 50-56 /-58 E-Mail: f.lorenz@hoschke.de; c.siebels@hoschke.de 17.12.2009 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen übermittelt durch die DGAP. Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de -------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: EnviTec Biogas AG Industriering 10a 49393 Lohne Deutschland Telefon: +49 (0) 44 42 - 80 65 0 Fax: +49 (0) 44 42 - 80 65 103 E-Mail: info@envitec-biogas.de Internet: www.envitec-biogas.de ISIN: DE000A0MVLS8 WKN: A0MVLS Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Hannover, Düsseldorf, München, Hamburg, Stut tgart Ende der Mitteilung DGAP News-Service -------------------------------------------------------------------------- (END) Dow Jones Newswires December 17, 2009 06:58 ET (11:58 GMT) 121709 11:58 -- GMT

  

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US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.10 21:36)

Die US-Navy hat mit dem Landwirtschafts-Ministerium eine Vereinbarung zur Förderung erneuerbarer Energien geschlossen. Im Jahr 2012 soll die erste biosprit- und nuklearbetriebene Schlachtschiffgruppe fertig sein.

Die weltweiten Erdölreserven neigen sich in absehbarer Zukunft wohl dem Ende zu während zahlreiche Biospritfabriken in den USA mangels Nachfrage stillstehen. Es ist also naheliegend, dass die US-Navy als einer der weltgrößten Treibstoffverbraucher nach Alternativen zu Sprit aus Erdöl sucht. Wie das US-Landwirtschaftsministerium auf seiner Website veröffentlicht, wurde nun ein "Memorandum of Understanding" mit der Navy geschlossen. Ziel ist die Förderung der Entwicklung und des Gebrauchs erneuerbarer Energien.
Autark und sparsam am Schlachtfeld

Nach Angaben der Navy kostet allein der Transport von Treibstoff zu den weltweiten Einsatzorten an die 100 Dollar - pro Liter, der aus aller Welt importiert werden muss. Diese Kosten könnten gesenkt werden, wenn die Schiffe und Flugzeuge der Navy mit Biosprit aus amerikanischer Produktion betankt werden. Aus militärischer Sicht kann dieser Treibstoff auch dem strategischen Ziel der Energieautarkie einzelner Verbände dienen. Diese Autarkie ist auch der Grund für den hohen Forschungsaufwand des US-Militärs in den Bereichen Photovoltaik.

weiter:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/535723/index.do

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.10 21:58)

>Nach Angaben der Navy kostet allein der Transport von Treibstoff zu den weltweiten Einsatzorten an die 100 Dollar - pro Liter


Das gibt es nicht. Um den Preis könnte man den Sprit in Literflaschen einzeln von DHL zustellen lassen.

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.10 22:06)

>>Nach Angaben der Navy kostet allein der Transport von
>Treibstoff zu den weltweiten Einsatzorten an die 100 Dollar -
>pro Liter
>
>Das gibt es nicht. Um den Preis könnte man den Sprit in
>Literflaschen einzeln von DHL zustellen lassen.


Vielleicht pro Gallone? Unter Einrechnung des ganzen dahinterstehenden
Versorgungsapparats samt Geleitschutz usw.?

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.10 22:11)

>Vielleicht pro Gallone? Unter Einrechnung des ganzen dahinterstehenden
>Versorgungsapparats samt Geleitschutz usw.?


Es kommt mir immer noch zu viel vor. Ich schätze eher pro Barrel.

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.10 22:24)

Ich habe mir jetzt den Originaltext gesucht. Es heißt darin nicht "an die 100$", sondern "in Extremfällen bis zu 100$". Das ist ein bißchen was anderes, finde ich.


From a strategic perspective the objective is to reduce reliance on fossil fuels from volatile areas of the world. Tactically, on the battlefield, the costs of transporting fuel is exponentially increased; in extreme cases a gallon of gasoline could cost up to $400.

http://www.usda.gov/wps/portal/!ut/p/_s.7_0_A/7_0_1RD?printable=true&contentidonly=true&c ontentid=2010/01/0029.xml

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.10 08:28)

Die Journalisten in Österreich sind doch wirklich zu dep...
man kann offensichtlich bei Wirtschaftsthemen nur die
Originalartikel lesen.


>Ich habe mir jetzt den Originaltext gesucht. Es heißt darin
>nicht "an die 100$", sondern "in Extremfällen
>bis zu 100$". Das ist ein bißchen was anderes, finde
>ich.
>
>From a strategic perspective the objective is to reduce
>reliance on fossil fuels from volatile areas of the world.
>Tactically, on the battlefield, the costs of transporting fuel
>is exponentially increased; in extreme cases a gallon of
>gasoline could cost up to $400.

>
>http://www.usda.gov/wps/portal/!ut/p/_s.7_0_A/7_0_1RD?printable=true&contentidonly=true&c ontentid=2010/01/0029.xml

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: hary07(56) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.10 09:41)

Wenn ich die Kosten der Toten hinzuzähle, die es zB. im Irak gegeben hat, Tanktransporter waren doch beliebtes Angriffsziel, scheinen mir die 100 USD gar nicht so viel.
Oder irgendwelche Versorgungstransporte in Afgahnistan mit hoher Mortalitätsrate.

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.10 09:53)

>Wenn ich die Kosten der Toten hinzuzähle, die es zB. im Irak gegeben hat, Tanktransporter waren doch beliebtes Angriffsziel, scheinen mir die 100 USD gar nicht so viel.
>Oder irgendwelche Versorgungstransporte in Afgahnistan mit hoher Mortalitätsrate.

Auf die 100$ kommt man, wenn man irgend ein Stromaggregat in einem entlegenen Kaff per Hubschrauber mit ein paar Kanistern Diesel versorgen muß. Der Großteil des Treibstoffes wird allerdings in Schiffen, Flugzeugen und Panzern verfahren, die zum Weltmarktpreis in Häfen, auf Flugplätzen und in Kasernen volltanken.

Auf die Toten wird im Artikel auch eingegangen, sie werden traditionell allerdings nicht in Geld umgerechnet:

Mabus continued "Even more serious and sobering, we are putting our Sailors and Marines in harms way as fuel convoys often meet a lethal enemy."

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.10 10:51)

Ich glaub, der Typ im Panzer in unserem Heeresnachschubmitfrauenvideo verbraucht auch extrem viel mehr Sprit (noch dazu auf Staatskosten) als der Typ im Sportwagen. Teure Spritztour ...

  

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RE: US-Flugzeugträger tanken Biosprit
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.2.10 11:07)

>noch dazu auf Staatskosten

Falsche Einstellung
Der sagt sich: "Is wurscht wos der braucht, is eh ärarischer Diesel."


edit: vorausgestzt natürlich, daß die Jungmänner heute noch wissen, was "ärarisch" heißt. Sonst alternativ: "Is wurscht, zahlt eh der Staat."

  

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"Biorevolution" bei British Airways
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.2.10 18:53)

Gemeinsam mit Solena Group soll in London erste Anlage zur Erzeugung von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff realisiert werden


British Airways errichtet gemeinsam mit der Solena Group Europas erste Anlage zur Erzeugung von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff. Geplant ist, einen Teil der Flotte bereits ab 2014 mit dem kohlenstoffarmen Kraftstoff zu betanken. Der neue Treibstoff soll aus Biomasse gewonnen und in einer hochmodernen Anlage hergestellt werden, die verschiedene, eigentlich zur Entsorgung auf Deponien bestimmte Abfälle in Flugtreibstoff umwandeln kann. Die Anlage, die voraussichtlich im Osten Londons errichtet wird, wird jährlich 500.000 t Abfall in 16 Millionen Gallonen ökologischen Flugzeugtreibstoff umwandeln. Das hierbei angewandte Verfahren ermöglicht Einsparungen bei Treibhausgas-Emissionen von bis zu 95% gegenüber Kerosin auf Basis fossiler Brennstoffe. Das ist mehr als zweimal so viel Treibstoff wie benötigt würde, um alle British Airways-Flüge ab dem nahe gelegenen London City Airport kohlenstoffneutral zu machen. Oder anders ausgedrückt: Die CO2-Emissionen werden so stark verringert, als würden 48.000 Autos weniger pro Jahr auf unseren Straßen fahren.

Das Projekt wird außerdem noch weitere wichtige Treibhausgaseinsparungen hervorbringen. Da weniger Müll auf den Deponien landet, entsteht auch weniger Methan, was dem Kampf gegen die globale Erwärmung zu Gute kommt. Darüber hinaus wird die Anlage jährlich 20 MW Elektrizität aus erneuerbaren Energieträgern erzeugen.

British Airways hat eine Absichtserklärung über die Abnahme des gesamten produzierten Treibstoffvolumens der Anlage unterzeichnet, für deren Bau das auf Bioenergie und Biokraftstoffe spezialisierte Unternehmen Solena Group Inc. mit Sitz in Washington D.C. verantwortlich sein wird. Vier Standorte im Osten Londons kommen für die Anlage zur Erzeugung des biogenen Flugzeugtreibstoffes in Betracht. Mit dem Bau werden gleichzeitig bis zu 1.200 Arbeitsplätze in der Region geschaffen, und auch die behördliche Mülldeponiesteuer könnte mancherorts durch diese Maßnahme erheblich gesenkt werden. "Die Partnerschaft mit Solena bietet uns die Möglichkeit, unser anspruchsvolles Ziel, die Netto-CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent zu verringern, in die Tat umzusetzen", sagte Willie Walsh, CEO von British Airways. "Wir sind davon überzeugt, dass mit diesem Projekt eine zukunftsfähige Alternative zu Kerosin geschaffen werden kann. Wir sind absolut entschlossen, unseren Anteil am Klimawandel zu reduzieren, und stolz darauf, in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle in der Luftfahrtindustrie zu übernehmen."

"Die völlig CO2-neutrale Anlage wird Biomasse effizient in saubere, erneuerbare Kraftstoffe und in Elektrizität umwandeln", erklärte Robert Do, Chairman und CEO der Solena Group. "Die hochmoderne Anlage wird sich von einer gewöhnlichen Waste-to-Energy-Anlage unterscheiden, denn durch ihren Betrieb fallen keine Schadstoffe oder sonstige unerwünschte Abfallprodukte an." Ich begrüße den Bau dieser neuen kohlenstoffarmen Produktionsanlage in London", betonte Londons Bürgermeister Boris Johnson. Er hatte erst vor kurzem seinen Plan bekanntgegeben, bei den Abfallgebühren der Stadt Millionen von Pfund einzusparen. Dieses Projekt könnte ein Teil der Lösung sein. "Die Stadt arbeitet mit British Airways und Solena zusammen, denn wir alle wollen dieses Projekt vorantreiben und sein erhebliches Potenzial erschließen - das Potenzial, saubere, schadstoffärmere Energie aus eigentlich zur Deponierung bestimmtem Abfall zu gewinnen."


Die Hintergründe der geplanten Anlage zur Erzeugung von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff


Für die Erzeugung von Biotreibstoff wird ein patentierter Hochtemperaturvergaser mit Abfällen beschickt. Bei diesem Verfahren entsteht das so genannte BioSynGas. Das Gas wird anschließend im Fischer Tropsch-Verfahren in Biotreibstoff umgewandelt, mit dem Biokerosin und Bionaphtha erzeugt werden können. Bionaphtha wird zur Beimischung in Kraftstoff verwendet und dient der petrochemischen Industrie als Ausgangsmaterial.

Die Anlage wird Sauerstoff sowie geringe Mengen an Stickstoff, Argon, (Wasser-) Dampf und CO2 emittieren. Die Anlage selbst wird dabei CO2-neutral sein. Das Restgas aus der Fischer Tropsch-Synthese kann zur Erzeugung von 20 MW Strom verwendet werden, der in das nationale Stromnetz eingespeist oder in Dampf für das örtliche Heizsystem umgewandelt werden kann. Das einzig feste Abfallprodukt wird eine inerte keramische Schlacke sein, die als Bauzuschlagsstoff verwendet werden kann.

Die CO2-Reduktion, die mit der Herstellung von nachhaltigen Energien und Treibstoffen in der Anlage erreicht werden kann, beläuft sich auf insgesamt rund 550.000 t jährlich. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 250.00 t Mischabfall, die nicht auf Mülldeponien landen, 145.000 t Ersparnis durch die Nutzung von Biokraftstoff statt fossilem Brennstoff, 86.000 t durch Gewinnung von 20 MW erneuerbarer Energie und weiteren 72.000 t durch Naphtha.

Die Anlage wird jährlich 500.000 Tonnen Biomasserohstoff umwandeln, die auf diese Weise nicht auf der Deponie entsorgt werden müssen. Die örtlichen Behörden bezahlen für die Entsorgung von Abfall auf Deponien eine Deponiesteuer. Diese Gebühr beträgt momentan 40 £ pro Tonne und wird bis zum Jahr 2013/14 auf 72 £ ansteigen. Geht man von einer Zahl von 500.000 Tonnen aus, können die Behörden mit der Anlage Deponiekosten in Höhe von 36 Millionen £ einsparen, was sich wiederum in Senkungen der Gemeindesteuern widerspiegeln könnte.

Vergangenes Jahr rief Londons Bürgermeister die "Foodwaste to Fuel Alliance" ins Leben. Zweck dieser Vereinigung ist die beschleunigte Entwicklung einer Infrastruktur, mit der die Nahrungsmittelabfälle der Hauptstadt in Ökotreibstoff umgewandelt werden und die Deponiegebühren und CO2-Emissionen so verringert werden können. In London fallen jährlich fast drei Millionen Tonnen an organischem Abfall an, der zum größten Teil aus Essensabfällen besteht. Beinahe zwei Drittel dieser Abfälle werden in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder auf Mülldeponien vergraben, wodurch erhebliche klimaschädliche Gase entstehen. Die "Foodwaste to Fuel Alliance" vereint Bauträger, Lebensmittelhersteller, Energieunternehmen und weitere wichtige Akteure. Sie sind verantwortlich für die Umsetzung der neuen Infrastruktur, der es für die Gewinnung von Treibstoff aus den Essensresten der Hauptstadt bedarf. Mit der neuen Infrastruktur wird eine grüne Alternative zu fossilen Brennstoffen geboten, mit der Häuser, öffentliche Verkehrsmittel oder andere Fahrzeuge mit Wärme und Kraftstoffen versorgt werden können. Der Bürgermeister wünscht sich, dass die Allianz mit Unterstützung des London Waste and Recycling Boards bis 2012 fünf neue Muster-Biotreibstoff-Anlagen in der Hauptstadt errichtet.

http://www.boerse-express.com/pages/859168/newsflow
20.02.2010

  

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Verbio: Zahlen + Ausblick
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.3.10 09:58)

12c wurden im 4.Quartal je Aktie verdient, 1/3 davon einmaliger Natur. Für 2010 ist ein hohes einstelliges EBIT geplant, das wären ebenfalls so 12c. Kurs bei 4 Euro, also der jüngste Anstieg scheint etwas übertrieben. Andererseits: langfristiger Ausblick sehr gut. Für Ende 2010 wird mit positiver Beimischungsregelung gerechnet, das könnte einen sehr positiven Effekt ab 2011 haben. Die Technologie scheint sich zu verbessern, Biogas wird an Tankstellen verkauft statt Abfallprodukt.

Verbio ist der Marktführer in diesem Bereich (Biodiesel). Trotz KGV 35 für 2010 würde ich nicht langfristig auf short setzen wollen, wie sensationell 2011 wird kann noch nicht gesagt werden. Long? Ebenfalls etwas risky, aber Chancen stehen gut, daß Aufwärtstrend intakt bleibt!

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VERBIO Vereinigte BioEnergie AG / Jahresergebnis

24.03.2010 07:00

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Leipzig/Zörbig, 24. März 2010 - Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Vereinigte BioEnergie AG (VERBIO) einen Umsatz in Höhe von EUR 501,7 Mio., der nachfrage- und vor allem preisbedingt um knapp 25 Prozent unter dem Vorjahreswert (2008: EUR 666,6 Mio.) lag. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) betrug EUR -3,0 Mio. (2008: EUR 13,9 Mio.). Neben dem Umsatzrückgang haben hohe Materialkosten, die absatzseitig nur teilweise weitergegeben werden konnten, das Ergebnis belastet. Das Periodenergebnis wird mit EUR -7,3 Mio. (2008: EUR 9,1 Mio.) ausgewiesen. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) von EUR -0,12 (2008: EUR 0,15 je Aktie).

Per 31. Dezember 2009 weist VERBIO ein Eigenkapital in Höhe von 311,1 Mio. Euro (31.12.2008: 325,0 Mio. Euro) aus; damit errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 64,1 Prozent (31.12.2008: 66,2 Prozent).

Der operative Cashflow für die Berichtsperiode betrug -32,7 Mio. Euro (2008: 68,4 Mio. Euro). Die Gründe für den Rückgang liegen neben dem negativen Jahresergebnis vor allem in der höheren Kapitalbindung durch gestiegene Vorratsbestände.

Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2009 EUR 34,2 Mio. (31.12.2008: EUR 45,6 Mio.).

Positives viertes Quartal 2009

Im vierten Quartal beliefen sich die Umsatzerlöse auf EUR 121,7 Mio. Das Konzernbetriebs¬ergebnis betrug EUR 7,4 Mio. Darin enthalten ist einen Buchgewinn in Höhe von EUR 2,3 Mio. aus dem Verkauf von fünf Windkraftanlagen. Die Nachfrage nach Bioethanol zog im vierten Quartal weiter an und auch die Absatzpreise entwickelten sich positiv. So konnten im Segment Bioethanol Umsätze in Höhe von EUR 36,0 Mio. generiert und ein positives Segmentergebnis in Höhe von EUR 2,2 Mio erwirtschaftet werden. Das Segment Biodiesel trug im vierten Quartal 2009 mit EUR 78,2 Mio. zum Umsatz und mit EUR 0,3 Mio. zum Konzernbetriebsergebnis des Quartals bei.

VERBIO gewinnt Marktanteile im Beimischungsmarkt

Die Nachfrage nach Biodiesel, vor allem nach reinem Biodiesel (B100), war insgesamt schwächer als im Vorjahr. Hinzu kam, dass der Export von Biodiesel nach Osteuropa aufgrund der Wirtschaftskrise eingebrochen ist. Wurden in 2008 noch 37,4 Prozent der VERBIO Biodieselproduktion in das osteuropäische Ausland exportiert, so waren es in 2009 nur 11,8 Prozent. Der Rückgang im Export konnte durch eine Erhöhung der Marktanteile im Beimischungsmarkt nahezu kompensiert werden, dies zeigt die nur um drei Prozent geringere Produktionsmenge im Biodiesel (2009: 386.926 Tonnen; 2008: 398.902 Tonnen).

Im Segment Bioethanol wurde im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer gestiegenen Nachfrage deutlich mehr Bioethanol produziert (2009: 180.762 Tonnen; 2008: 138.478 Tonnen). Auch hier wurden die produzierten Mengen fast ausschließlich in den Beimischungsmarkt geliefert. Der Anteil der VERBIO am E85-Absatz in Deutschland liegt bei über 50 Prozent.

Solide Rahmenbedingungen erlauben wieder Investitionen in die Zukunft

Die langfristige Entwicklung des Biokraftstoffmarktes schätzt VERBIO, insbesondere aufgrund der seitens der Europäischen Union verabschiedeten 'Erneuerbare-Energien-Richtlinie' (RED), durch das Inkrafttreten der 'Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung' (Biokraft-NachV) und die im Koalitionsbeschluss definierten Absichtserklärungen, positiv ein. Um die in der RED festgelegten CO2-Einsparungen zu erreichen, muss die Biokraftstoffquote in den kommenden Jahren sukzessive auf zehn Prozent im Jahr 2020 angehoben werden. Dadurch wird sich die Nachfrage nach Biokraftstoffen signifikant erhöhen.

Positive Initiativen gibt es auch auf Seiten der Mineralölindustrie, die auf eine Erhöhung des Ethanolanteils im Ottokraftstoff von gegenwärtig fünf auf zehn Prozent drängt. Dadurch ergibt sich für das Segment Bioethanol ein deutliches Wachstumspotential. VERBIO geht derzeit davon aus, dass die Einführung zum Jahresende 2010 erfolgen wird. Dies würde zu einer Verdopplung des Ethanolbedarfs in Deutschland führen.

Ab dem Jahr 2013 soll laut Koalitionsvertrag die Dekarbonisierungsstrategie greifen, dass heißt eine Umstellung von der energetischen Biokraftstoffquote (Mengenquote) auf den tatsächlichen Klimaschutz¬beitrag der eingesetzten Biokraftstoffe. Durch das Vorziehen der Dekarbonisierungsstrategie erwartet VERBIO positive Effekte. Damit zeigt sich, dass die VERBIO-Strategie, Biokraftstoffe mit höchster CO2-Einsparung zu produzieren, langfristig der richtige Weg ist.

Zur Sicherung der für die Biokraftstoffproduktion benötigten Rohstoffe und zur Stabilisierung des Geschäftes kooperiert VERBIO seit Ende 2009 über Anbauverträge mit der regionalen Landwirtschaft.

Leichte Ergebnisverbesserung gegenüber Vorjahr geplant

Für das Jahr 2010 strebt VERBIO eine Vollauslastung der bestehenden Biodiesel und Bioethanol Produktionsanlagen sowie weitere Marktanteilsgewinne an. Die Biogasanlagen werden sukzessive in Betrieb genommen und für das dritte Quartal 2010 ist die Einspeisung der produzierten Gasmengen als Bioerdgas in das Erdgasnetz geplant.

Insofern erwartet der Vorstand für die VERBIO im Geschäftsjahr 2010 - stabile Rohstoffpreise vorausgesetzt - eine deutliche Umsatzsteigerung und ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im einstelligen oberen Millionen-Euro-Bereich. Der Umsatzbeitrag aus der Produktion und Einspeisung von Biogas wird in 2010 circa 6 Millionen Euro betragen. Zusätzliche Erträge könnten aus dem Verkauf weiterer Windkraftanlagen generiert werden.

Nach der erwarteten Stabilisierung in 2010 geht der Vorstand von VERBIO für das Jahr 2011 von einer weiteren Verbesserung der Ergebnissituation aus, die insbesondere aus dem Zusatzerlös der Einspeisevergütung für Biogas resultieren soll. Dadurch lassen sich die bisherigen Entsorgungskosten für Schlempe erheblich reduzieren und gleichzeitig signifikante Umsätze erzielen. Damit wird VERBIO zum ersten großtechnischen Produzent von Biokraftstoffen der 2. Generation in Deutschland.

Bis zum Jahr 2012 sollen durch den weiteren Ausbau und die Optimierung der Biogasanlagen sowohl die Kapazitäten als auch die Produktion so weit erhöht sein, dass jedes zweite deutsche Erdgasauto mit VERBIO Biogas fahren könnte. Der angestrebte Marktanteil bei Biogas an der Tankstelle läge dann bei mehr als 50 Prozent. Darüber hinaus plant die VERBIO den weiteren Ausbau ihrer Produktionskapazitäten in Osteuropa.

Langfristig wird VERBIO durch ihre innovativen Technologien und eigenen Entwicklungen aus den Vorgaben und Bestimmungen der 'Erneuerbare-Energien-Richtlinie' (RED) und der deutschen 'Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung' (Biokraft-NachV) profitieren.

Der vollständige Geschäftsbericht 2009 steht ab sofort unter www.verbio.de zum Download zur Verfügung.

Kennzahlen 2009/2008 und Quartalsentwicklung 2009:

in Mio. EUR Q1 2009 Q2 2009 Q3 2009 Q4 2009 2009 2008 Konzern Umsatzerlöse 122,0 125,0 133,0 121,7 501,7 666,6 Betriebsergebnis (EBIT) -12,0 0,8 0,8 7,4 -3,0 13,9 Finanzergebnis -0,6 -0,7 -0,5 2,0 0,2 -2,7 Periodenergebnis (PAT) -13,8 -2,4 1,3 7,6 -7,3 9,1 Segmente Biodiesel Umsatz 83,9 90,9 92,6 78,2 345,6 456,4 Segmentbetriebsergebnis -1,6 0,4 1,3 0,3 0,4 9,6 Bioethanol Umsatz 31,2 28,3 34,8 36,0 130,3 182,2 Segmentbetriebsergebnis -11,3 0,7 -0,2 2,2 -8,6 3,5 Energie Umsatz 5,2 3,8 3,2 5,2 17,4 20,1 Segmentbetriebsergebnis 1,0 -0,3 -0,5 4,8 5,0 0,9 Übrige Umsatz 1,7 2,0 2,4 2,3 8,4 7,8 Segmentbetriebsergebnis -0,1 0,0 0,2 0,1 0,2 -0,1

Kennzahlen je Aktie in EUR Ergebnis je Aktie (un-/verwässert) -0,23 -0,03 0,02 0,12 -0,12 0,15 Operativer Cashflow je Aktie (un-/verwässert) -0,18 0,12 -0,21 -0,25 -0,52 1,09 Anzahl Aktien in Mio. Stück 63,0 63,0

  

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Envitec mit Auftrag interessant
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.4.10 09:18)

Lohne, den 20. April 2010. Die EnviTec Biogas AG gewinnt in Frankreich
erste Aufträge für den Bau von Biogasanlagen. Im bretonischen Rohan
errichtet das Unternehmen aus dem niedersächsischen Lohne gemeinsam mit dem
Agrarbetrieb Le Crom eine Biogasanlage mit einer elektrischen
Anschlussleistung von 500 Kilowatt. Die Anlage befindet sich derzeit im Bau
und soll im Sommer in Betrieb genommen werden. Zukünftig soll auch die
selbst entwickelte Technik 'EnviTec Feedcontrol' genutzt werden. Mit diesem
software-gestützten System setzen Biogasanlagenbetreiber ihre
Ausgangsstoffe für die Produktion von Biogas noch genauer ein. Das System
ermöglicht Zuführungsintervalle für die Inputstoffe, die während des
Betriebs vollautomatisch entsprechend der gewünschten Biogasmenge
eingestellt werden. Eine manuelle Anpassung und Kontrolle ist nicht mehr
notwendig. Als Inputstoffe setzt der Agrarbetrieb Le Crom unter anderem
Schweinegülle, Maissilage und Abfälle aus der Lebensmittelindustrie ein.
Die entstehende Energie wird der Betrieb nutzen, um die Ställe zu beheizen
und die Gärreste zu trocknen. Unsere Kunden profitieren davon, dass ihre
Kosten beim Betrieb einer Biogasanlage mit EnviTec Feedcontrol erheblich
sinken', sagt Roel Slotman, Vorstand Internationaler Vertrieb bei der
EnviTec Biogas AG. Der Einsatz von 'EnviTec Feedcontrol' vermeidet
überschüssig eingesetzte biologische Materialien und schont damit
Ressourcen. Beim Betrieb einer Biogasanlage mit einer elektrischen
Anschlussleistung von 500 Kilowatt, wie im Fall von Le Crom, und dem
Einsatz von 'EnviTec Feedcontrol' können die Kosten um bis zu 20.000 Euro
pro Jahr sinken.

Darüber hinaus erhielt EnviTec Biogas von drei weiteren französischen
Kunden Aufträge zur Errichtung von Biogasanlagen.

In Ribeauville baut das Unternehmen für Agrivalor Energie eine Biogasanlage
mit einer Kapazität von 1,2 MW elektrisch. In der Stadt Etreville nimmt
voraussichtlich noch in diesem Jahr eine Biogasanlage mit einer
elektrischen Leistung von einem Megawatt den Betrieb auf. Die Gemeinde
Romans-sur-Isère im Südosten Frankreichs wird ebenfalls Standort einer
neuen Biogasanlage mit einer Größe von 1,7 MWel. Auch hier wird zukünftig
'EnviTec Feedcontrol' eingesetzt. Die Anlage soll genug Wärme produzieren,
um das Industriegebiet der Gemeinde zu versorgen.

Alle vier Projekte haben zusammen ein Volumen von rund 12,5 Mio. Euro.

Eigene Biogasanlage überzeugt neue Kunden

Die Unternehmen EnviTec Biogas und der französische Agrarbetrieb Le Crom
gründeten die Projektgesellschaft 'Biowatt' zum Bau und Betrieb einer
Biogasanlage in Rohan. Die Biogasanlage ist die erste in Frankreich, die
EnviTec Biogas im Eigenbetrieb führt. Der Betrieb erfolgt unter
langfristiger Beteiligung von landwirtschaftlichen und industriellen
Kooperationspartnern aus der Region. Die Anlage dient als Referenzanlage,
um weitere Auftraggeber von der Wirtschaftlichkeit der Biogasproduktion zu
überzeugen.

'Diese Projekte zeigen, dass sich unsere Strategie auszahlt, in neuen
Märkten mit unseren eigenen Biogasanlagen auf uns aufmerksam zu machen', so
Roel Slotman. 'Wir konzentrieren uns dabei auf die Länder mit den größten
Erfolgsaussichten, zu denen Frankreich ohne Zweifel gehört.' Frankreich -
das Land mit der größten Agrarwirtschaft in Europa - bietet durch seine
vielen Agrarbetriebe ein großes Potential für das Unternehmen. EnviTec
Biogas hat in Frankreich eine Niederlassung mit 3 Mitarbeitern und plant,
den Vertrieb weiter auszubauen.

  

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RE: Envitec mit Auftrag
daxtrader33(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 20:27)

Dax Prognosen -live analysen die 100% eintreffen

Bin auf meiner Researche im Internett auf einer Seite getroffen ,wo ein Typ live den Dax beschreibt. Mit seinen Hindernissen und er hat es in sich mit seinen Prognosen.

Schaut doch mal hier rein:

http://savil-saraiz.blogspot.com/

UND LIEST ALLE SEINE ANALYSEN BISHER UND SIEHT SEINE TREFFERQUOTEN.

DER MANN HAT ES IN SICH

  

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Viele Biomasse-Kraftwerke „äußerst ineffizient“ interessant
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.11.11 20:41)

Viele Biomasse-Kraftwerke, die in den letzten Jahren gebaut wurden, seien „äußerst ineffizient“. Das kritisiert Christian Rakos, Geschäftsführer von Pro Pellets Austria. Gerade bei der Stromerzeugung werde „Holzverschwendung“ betrieben.

Derzeit vermehrt sich der Waldbestand in Österreich. Einem jährlichen Verbrauch von 20 Millionen Festmetern stehe ein Zuwachs von 30 Millionen Festmetern gegenüber, betonte Rudolf Rosenstatter vom Waldverband beim 44. Naturschutztag in Salzburg.

„Total ineffizient zur Stromerzeugung“
Fest steht aber, dass der Holzverbrauch steigen wird. Daher müsse die Effizienz der Energiegewinnung aus Holz dringend besser werden, betonte Rakos: „In den letzten Jahren sind 100 Holzkraftwerke in Österreich entstanden - viele von denen äußerst ineffizient -, die sieben Millionen Festmeter Holz verbrauchen. Das ist eine gigantische Holzverschwendung. Mit dem Auslaufen des Ökostrom-Regimes sollte man die Buden einfach zusperren - das muss man ganz ehrlich sagen. Lieber effizient zur Wärmebereitstellung nutzen als total ineffizient zur Stromerzeugung.“


Schwächen im Umgang mit Biomasse ortete auch Michael Johann von den Grünen Bäuerinnen und Bauern. Ein Biomasse-Kraftwerk auf der „grünen Wiese“ mit langen Transportwegen sei ökologisch nicht sinnvoll. Wo kommt das Holz her? Ist es als Energieträger überhaupt geeignet? - Diese Fragen sollten stärker berücksichtigt werden, forderte Johann.

Mehr Pelletsimporte aus Nordamerika
Zurzeit wird Holz als Brennstoff vor allem in Form von Stückholz und Hackschnitzeln genutzt, zu zehn Prozent sind es Pellets. Doch bei diesen stecke der Teufel im Detail, schilderte Rakos: „Zurzeit beginnt Europa, im großen Stil Holz aus Nordamerika - vor allem in Form von Pellets - zu importieren - momentan vor allem für Kraftwerke in England, Holland, Belgien. Da sind wir sehr dahinter, darauf zu achten, dass es Nachhaltigkeitskriterien gibt, die eingehalten werden, die den Treibhauseffekt, der durch diese Produktion entsteht, berücksichtigen.“

Als Alternative sieht Rakos auch den Anbau schnell wachsender Bäume wie Pappeln in den ungenutzen Landstrichen Ost- oder Mitteleuropas. Sie könnten quasi die „Erdölfelder der Zukunft“ sein.


http://salzburg.orf.at/news/stories/2510852/

26.11.2011

  

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Nationalakademie warnt vor Biokraftstoff
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.7.12 08:43)

Für derlei Erkenntnisse benötigt man heutzutage Wissenschaftler, aber gut, immerhin, auch sie kamen drauf:

Gut zwanzig Wissenschaftler haben sich dafür aus naturwissenschaftlicher Perspektive mit den Voraussetzungen und dem Anbau von Bioenergie-Pflanzen befasst. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass die Erzeugung von Biodiesel, Bioethanol und Biogas, mit Ausnahme der direkten energetischen Umwandlung von organischen Abfällen, deutlich mehr Fläche verbraucht als andere regenerative Energiequellen, mehr Treibhausgase in den Landwirtschaftsbetrieben verursacht, die Nährstoffbelastung der Böden und Gewässer fördert und in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht.

Weiter:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kritik-an-energiepolitik-der-eu-nationalakademi e-warnt-vor-biokraftstoff-11831789.html

  

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