Geheimnis des Börsenerfolgs - Strategien, Taktiken, Mentale Einstellung, etc. | aktie.at Forum
Geheimnis des Börsenerfolgs - Strategien, Taktiken, Mentale Einstellung, etc.
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.22 07:57)

Editiert am 24-01-07 um 10:37 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Liebe Forumskollegen!

Da es hier leider noch keinen eigenen Spezialthread zum generellen Thema "Geheimnis des Börsenerfolgs, Strategie, Taktik...etc." gibt, eröffne ich hiermit diesen.

Ich möchte in diesem Thread darüber diskutieren, mit welchen Taktiken, Strategien man mittel- bis langfristig an der Börse Erfolg hat.

Gibt es überhaupt ein "Patentrezept", um an der Börse nachhaltig Erfolg zu haben?

Ich hoffe, dass ihr hier über eure Erfahrungen berichtet. Am liebsten wäre es mir, wenn Ihr so mutig seid, um auch über negative Erfahrungen (=Verluste, bzw. leider unrealisierte Gewinne) berichtet - dann können wir alle gemeinsam was lernen.

Ganz nach dem Motto: "Aus dem Schaden der anderen schlau werden".

LG
Ottakringer

PS: Um es mit Kostolany zu halten: "Von einem bankrotten Börsianer kann man noch sehr, sehr viel lernen"


PPS: Netter Cartoon:

http://www.safios.net/boersenalltag.jpg.png


  

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Antworten zu diesem Thema
Geheimnis des Börsenerfolgs - Strategien, Taktiken, Men..., ModeratorRang: Ottakringer(38), 27.10.22 07:57
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
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06.4.11 10:58
130
      RE: Einer von uns?
06.4.11 11:02
131
      RE: Einer von uns?
06.4.11 11:29
132
      RE: Einer von uns?
06.4.11 12:09
133
      RE: Einer von uns?
06.4.11 12:24
134
      RE: Einer von uns?
06.4.11 16:59
135
      RE: Einer von uns?
06.4.11 12:24
136
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06.4.11 14:46
137
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06.4.11 17:06
138
      RE: @vecernicek
06.4.11 17:19
139
      RE: @vecernicek
06.4.11 17:36
140
      RE: @vecernicek
06.4.11 21:49
141
      RE: @vecernicek
06.4.11 22:50
142
      Gelöscht
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143
Gelöscht
05.5.18 15:21
144
Echtgeld Versuch mit Robo Advisor interessant
15.12.18 20:18
145
RE: Geheimnis des Börsenerfolgs - Strategien, Taktiken,...
17.1.19 10:41
146

Ottakringer´s Geheimnis des Börsenerfolgs - Strategien, Taktiken, Mentale Einstellung, etc.
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.3.06 23:28)

Was haltet ihr von Kostolanys Meinung zum nachhaltigen Börsenerfolg:


"Der Anleger muss einerseits eine feste Meinung haben und sich nicht durch allfälligen Gegenwind von seiner Meinung abbringen lassen. Aber: Der Anleger muss auch extrem wendig sein und seine Taktik sofort umstellen, wenn sich der Wind wirklich dreht" (sehr sinngemäss zitiert...)


Ich meine dazu Folgendes:

Das Erkennen/Einschätzen von temporären, kurzfristigen Gegenwindchen und strategisch wichtigen Windänderungen ist ja die hohe Kunst der Börse. Im Grunde können dies nur ca. 1% der Spekulanten. Daher gibt es fast keine reiche Spekulanten, sondern nur reiche Anleger.

Warren Buffet bezeichnet sich ja auch als "Investor" und nicht als "Spekulant".

Kostolany hat den Kleinanlegern auch immer empfohlen sich ordentliche, solide Aktien zu kaufen und diese geduldig zu halten ("Schlaftablette... ).

Diese Taktik ist mA auch die allerbeste:

Extrem langweilige, unterbewertete, nichtbeachtete, aber substanzstarke/wachstumstarke Aktien preisgünstig kaufen wenn sie keiner lieb hat, aber diese dann für die Ewigkeit im Depot behalten....


Das schont Nerven, spart Zeit und man muss nicht jeden Tag/Nacht stundenlang vor dem PC hocken....

lg
Ottakringer

PS: Diese Anlegerspezies ist aber sehr selten und wird mA nach in diesem Forum nur äusserst selten anzufinden sein. Die interessiert einfach keine andere Meinung - die kaufen einfach nach gewissen Kennzahlen und bunkern ihre Aktien schon für ihre Kindeskinder ein....


  

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el gato's (Miss-)Erfolg/e
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.3.06 00:39)

Editiert am 14-03-06 um 01:04 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

Ich sag nix, ich singe viel viel lieber...

Na, allzu viel habe ich natürlich nicht zu berichten, im Vergleich mit so manchen Profis hier, die mit abertausenden Euros jonglieren. Aber ich betrachte mich als einen kleinen Anleger, dem sein Erspartes lieb ist und der deshalb genau drauf schaut, was mit seiner Kohle passiert.

Noch schnell zu einem Satz vom obigen Posting:
>>Extrem langweilige, unterbewertete,
>>nichtbeachtete, aber
>>substanzstarke/wachstumstarke Aktien
>>preisgünstig kaufen wenn sie keiner lieb hat,
>>aber diese dann für die Ewigkeit im Depot
>>behalten....

Also da muss man glaube ich auch sehr vorsichtig sein, denn wenn man bedenkt, was sich in den 90ern alles getan hat und wo die seinerzeitigen alten 'Computer'- und 'Softwareriesen' heute sind, nämlich in der Versenkung, dann stimmt das zwar allgmein, aber im speziellen Fall schützt das nicht vor einem (Total)Verlust.


Gut, wo beginnen wir...
Es war einmal das Jahr 1998, als ein kleiner HAK-Schüler durch ein schulinternes Börsenspiel das Interesse am "einfachen" Geldverdienen entdeckte. Obwohl sich nicht auskennend, investierte er mit seinen fiktiven 50.000 ATS und schnitt gar nicht so schlecht ab. Das Spiel war vorbei, doch das Interesse blieb und vor allem die "Steirerobst" hatte es ihm angetan. So verfolgte er über Monate den Kurs über den täglichen Kurier bzw. den ORF-Teletext und erkannte schnell: da geht nix weiter.

Über Umwegen bin ich dann zu den großen Börsenspielen auf faz.net gekommen, wo ich angefangen habe, mich mehr mit der Materie auseinander zu setzten. Lange Rede, kurzer Sinn: Nach Jahren des Lernens mittels fiktiven Werten und ein Jahr nach dem 11. September 2001 war es soweit. Das schwer verdiente Ferialgeld wollte investiert werden. Der Gang zu meiner Bank brachte mir ein Depot ein und den Tipp des Anlageberaters, Allianz zu kaufen und Nokia zu beobachten, denn "die können nur mehr steigen".

Also investierte ich in meine erste Aktie, die Allianz, am 12.09.2002. Ich wartet gespannt, ob es wieder Anschläge gab und dachte mir damals: "sollten sie ausbleiben, dann steigen die Aktien sicherlich".
Gott sei Dank folgte kein Attentat mehr und siehe da, die Aktie stieg tatsächlich. Ich glaube, der Höchstkurs bei Allianz war so 132 Euro, aber ab dann ging es nur mehr bergab und der kommende Irakkrieg tat sein übriges. Zwar wurde noch ein Sparbuch monetarisiert und zu einem Nachkauf genutzt, aber das alles half nichts.

Erste Moral von der Geschichte: "Ein Verlustlimit setzen und dann ohne wenn und aber aussteigen".

Das war aber sehr schwer, denn als Neuling hat man diese Erfahrung noch nicht und mit ein paar hundert Euro Verlust aussteigen ist leicht gesagt, aber sehr schwer getan.

So blieb ich auf meinen "Buchverlusten" sitzen und harrte der Dinge. Ein Jahr ging vorüber, der unterste Kurs war glaub ich sogar knapp unter 50 Euro, also mehr als 50% Verlust. Durch eine neuerliche Ferialarbeit war wieder frisches Geld da und dies wurde nach diesmal reiflicher Überlegung Ende September in Nokia investiert. Und diesmal hatte ich ein gutes Händchen und die Aktie stieg und ich verkaufte mit kleinem aber feinen Gewinn 5 Monate später (er viel nichtmal über die Spekulationssteuergrenze, aber egal. Plus ist plus. Im Dezember des gleichen Jahres wurde auch nach langer Durststrecke Allianz mit nur gerigem Verlust verkauft.

Ich hatte mein wohl wichtigste Lektion gelernt. Niemals mehr würde mir sowas passieren wie mit Allianz. Dabei geht es nicht darum, dass ich knapp mit Verlust schlussendlich ausgestiegen war, nein, die OPPORTUNITÄTSKOSTEN waren beträchtlich. Wenn ich den gleichen Betrag bei 50 Euro investiert hätte, dann wären am Ende des Tages bei knapp 98 Euro Verkaufspreis 100% im Depot mehr gewesen. Da blutet mir heute noch das Herz.

Aber macht nichts. Die nächsten Jahre vergingen schnell und gut. Nebenbei hatte ich angefangen, viel zu lesen (nur leider in diesem FORUM hier nicht, sonst hätte ich eine wohl doppelt so hohe Depotrendite als jetzt - war sogesehen mein zweiter großer Fehler). Das ist auch gleich mein Tipp Nr.2:
"Lesen bildet. Wer viel liest, weiß viel und hat dadurch oftmals einen Wissensvorsprung, der sich bezahlt macht."

Die nächsten Investments im Jahr 2004 schließlich waren dann bzw. sind es noch heute Andritz, OMV, betandwin (obwohl erst später eingestiegen - beiß mich in den Arsch ) und andere solide Titel aus dem ATX.

Vor allem die tollen Unternehmensergebnisse mit der im Vergleich schlechten Perfomance zu anderen Titeln, sowie die gute Berichterstattung und die Ost-Europa-Fantasie ließen mich auf meinen Heimatmarkt aufmerksam werden. Und das war wohl die bis dato beste finanzielle Entscheidung meines Lebens. Über die (Buch)Gewinne brauch ich jetzt nicht referieren, denn wie alle hier, die in diese Titel investiert sind/waren wissen, dass die Performance saugut war.

Ich würde mich selbst als "Value Investor" bezeichnen, sprich ich versuche gute Aktien zu filtern (nennt sich Stock-Picking). Das geht allerdings nur dann wirklich gut, wenn die Unternehmen unterbewertet sind. Dazu bedarf es aber neben Wissen und Infos auch ein wenig Glück (wie immer im Leben)

Fazit:
Viel lesen und die Ohren offen halten. Einen eigenen Plan haben, den man verfolgt, aber wo man auch stark genug sein muss, eigene Fehler einzugestehen und noch ehe es zu spät ist zu investieren. Ein Beispiel dazu: Ich war der Meinung, dass ab Mitte 2005 die Stahlnachfrage bzw. deren Preise ihren Zenit überschritten und investierte daher nicht in Voest oder Boehler. Erst als ich durch vieles Lesen zu dem Schluss kam, dass hier noch einiges möglich ist, bin ich auf Boehler aufgesprungen.
Das mit dem Verlustlimit ist wichtig. Bei Royal Dutch habe ich es gemacht (einziger Fall bisher) und es war eine gute Entscheidung.
Außerdem bin ich kein CT-Mensch, ich habe lieber fundamental begründete Argumente, wonach ich ein Investment tätige oder nicht. Da gehe ich nach dem Top-Down, also zuerst die Makroökonomie, dann die Micro/Branche. Darum bin ich im Moment ja eher bearish eingestellt.

Nochwas, das immer gut ist. Nie nur eine Aktie halten, sondern versuchen, ein ausgewogenes Deopt zu haben. Zwar ist das als Kleinanleger schwierig, weil die Spesen oft hoch sind für kleine Beträge, aber unter <=2.***,-- investiere ich sowieso in keine Aktie. Und da zahlt es sich dann schon aus.

Gut, es ist spät. Ihr kennt nun meine Geschichte. Vielleicht kann der ein oder andere Neuling was daraus ableiten, aber die besten Erfahrungen macht man, wenn auch schmerzlich, oft selbst.

Es gibt viel, auf das ich als kleiner Fisch achte, aber das alles zu schreiben wäre zu lange. Und es ist schon spät, also

buenas noches aus Barca
mfg
el gato

PS Edit:
Verlasst euch niemals auf Bankberater, denn die haben oft keinen Schimmer (zumindest nicht wirklich) und lasst euch von den Medien nichts vorgaukeln. So wie man mir Glauben machen wollte, dass es 2002 wieder aufwärts geht, so sehr bin ich damit eingefahren. Lieber einmal ein paar % versäumen, dafür aber auf der sicheren Seite sein. Merkt euch: "Es gibt immer nur einen, der zum niedrigsten Kurs kauft und zum höchsten Kurs verkauft". (das ist so in etwa meine Devise ) Und so Dinge wie "Gewinne laufen lassen" oder "Stopp-Loss setzen, manchmal aber nur geistig" etc. sind sowieso die Grundregeln mMn. Daneben sollte man ein wenig Ahnung von der BWL, RW und WP-Management haben, das hilft bei Entscheidungen ungemein! Dazu studiert ihr es am Besten einfach, oder nehmt euch viel Zeit für Lektüre, die gibts wie Sand am Meer.

  

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Zeusens Nichttaktik, Verluste und Gewinne
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.3.06 18:02)

Ich habe relativ ueberraschend ein paar Grossauftraege bekommen und war ueber Nacht, naja ueber ein paar Monate, ploetzlich schuldenfrei. Ihr jungen Hupfer koennt euch das Gefuehl wahrscheinlich nicht vorstellen. Nach der Heirat hat es sich eben angesammelt, Wohnbaudarlehen usw und da waren eben Schulden. Die sind mir auch ueber 2 Jahrzehnte geblieben und dann waren sie weg. Dann sind die Auftraege weitergelaufen und ich stand recht unvermittelt vor der Frage, was nun? Von der Boerse hab ich nur gehoert und stellte mir da zigarrenrauchende Endsiebziger vor. Meine Raibaberaterin hat dieses Bild etwas aufgelockert und mir zu ein paar Anleihen und auch Aktien verholfen. Das Ganze ging immer mehr den Bach hinunter (VAT von 28 auf 12) und ich dachte, das kann ich wohl besser und hab bei einem bekannten aber nicht mehr namentlich erwaehnbaren Broker ein Konto aufgemacht. Hab dann herumgeklickt und das Ganze ging noch mehr den Bach hinunter mit P&T und ich weiss nicht mehr welchem Kram. Nachdem ich ein paar (von J&S vielzitierte) Kleinwagen im Minus war und meine Auftraege in meiner Firma zu Ende gingen, da hatte ich wieder mehr Zeit und fing an mich ernsthaft um meine Investitionen zu kuemmern.
Habe dann angefangen in diesem Forum zu lesen. Manchmal von BBio’s taeglichen Prozenten profitiert und mich mit den Bollingerbaendern angefreundet. In vielen Stunden habe ich mir da ein paar Schnitzel erklickt und ich dachte ich bin der Profi schlechthin.
Postings von WienBroker, KentBrockman, Alptraum, Jochen usw habe ich mir oft genau angeschaut und dann auch selber nachgelesen und recherchiert. Mein Depot war dann in der allgemeinen Hausse recht bald im Plus und ich habe mir angefangen eine Strategie zu ueberlegen, die ich sogar manchmal befolgt habe. Das war ganz einfach. Ich bin zur Ueberzeugung gekommen, dass sich mit blue chips auch Geld verdienen laesst und die 1000% Papiere ueberlasse ich gern anderen. Ausserdem habe ich fuer Obducat und solchen Schmarren nur einen geringen Teil meines Depots zur Verfuegung gestellt.
Die meisten von mir bestellten Boersenbuecher sind durch die oesterreichische Post verlorengegangen (Refundierung immer noch im Laufen nach ueber einem Jahr) und die, die angekommen sind, habe ich nicht gelesen, weil ich draufgekommen bin, dass fuer mich Boerse langweilig ist und es meiner Seele nicht gut tut mich den ganzen Tag mit Geld zu beschaeftigen. Nachdem ich mein Anlageziel erreicht hatte (eine absolute Summe habe ich mir vorgenommen) bin ich dabei mein Depot aufzuloesen, ohne alles besten zu schmeissen und bin im Moment nur noch in 4 Werten investiert. Alles kleine Positionen ausser Medigene.
In BAW habe ich aus Prinzip nicht investiert, bei JWD habe ich mich hinreissen lassen was auch das groesste Loch in mein Depot gerissen hat. Hier koennte ich mir vom Verlust ein Haus kaufen.
Meine besten performer waren MOR, VAT, Voest, Marseille und S&T.
Spesen sind bei mir nur knapp 4%, nachdem ich die Bollingerklickerei aufgegeben habe.
Und da ich in den naechsten Jahren ein Wirtschaftskrise erwarte, habe ich einen Teil in physisches Gold umgeschichtet.
Ich hatte einfach Glueck am Ende einer Schwaeche an die Boerse zu kommen und hab somit auch ohne viel Wissen gut profitiert.
Erstaunlich oder manchmal sogar erschreckend finde ich die Verbissenheit die manche Forumsmit(und auch ohne)glieder an den Tag bzw in die Tasten legen. Die Besonnenheit und den Abstand von zB Alptraum und WienBroker wuerde ich allen goennen. Gewinne werden meines Erachtens durch ueberlegte Investitionen und auch etwas Glueck gemacht und nicht durch Zurechtrueckung der Fakten so wie ich sie sehen moechte.
Nachahmung meiner Nichtstrategie empfehle ich im derzeitigen Boersenumfeld nicht!

  

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Mein Börsenleben!
Rang: iceman(28) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 00:13)

Will hier nicht allzulange in der Vergangenheit verweilen,denn meine früheren Investments waren geprägt von Angst.Jawohl Angst um meine hart erarbeitete Kohle.

Erstes Investment war BWT die ich mit viel Glück fast am Höchst vor dem 2000er Crash verkauft habe.
Dieser Gewinn tröstete mich etwas über die katastrophale Performance meines Depos(VA-Stahl,Telekom,BAW)über die folgenden Baissejahre hinweg.Erst als die 'Ladenhüter' (ich hatte damals die Schnauze wirklich voll) wieder anfingen zu steigen wuchs auch wieder mein Interesse.

Richtig interessant wurde es erst,als ich dieses Forum entdeckte.So viele Profis und vermeintliches Insiderwissen über unentdeckte unterbewertete Perlen ließen mich zu Beginn in den siebten Börsenhimmel schweben.Ich konfrontierte meinen Bankberater mit diesen Tatschen und setzte ein breites Grinsen auf wenn ich ihm wieder die eine oder andere Neuigkeit präsentierte.
Ich fühlte mich schon als Berater des Beraters.
Nur wie ein altes Sprichwort schon sagt,mit der vollen Hose ist leicht stinken.Bei einer derartigen ATX(DAX)Hausse ist es bisher verdammt schwer gewesen ,auch als große Dumpfbirne,Verluste zu schreiben(Jowoodinvestoren ausgenommen).Trotzdem hatte ich immer Angst meine Investments,aufgrund der Meinung anderer(Analysten,Forumsmitglieder,Berater)zu tätigen,und ich fing an mich mit CT zu befassen und fand darin meine absolute Passion.Ich hatte es einfach satt(wer nicht),unmittelbar nach meinem Einstieg ein Minus vor meinem Investment zu sehen.
CT ist keineswegs das Allheilmittel aber man kann das Chance/Risikoverhältnis zu seinen Gunsten verändern.Natürlich verlangt das Ganze eine gewisse Beharrlichkeit(ständiges Üben und erneuern seines Wissens)und natürlich etwas Talent.Ich sehe mir oft tagelang Charts und Verhaltensmuster an,ist echt ein Knochenjob,ehrlich aber mir taugts und es funkt(zumindest bei mir).
Halte auch nichts von Schnellsiedeseminaren beim Herrn Schittler.


Am Ende noch einige grundlegende Dinge.

-Verliebt euch nicht in eine Aktie(Wenn ich nur sehe was im Morphium Thread abgeht...vergleicht mal die Perfomance einer VA Stahl mit Morphosys und auch die Risiken)

-In Aktienforen ist es wichtig die 'guten' von den 'gewöhnlichen' zu unterscheiden.

-Investiert lieber(wenn möglich)viel Kapital in Blue Chips als wenig in risikoreiche dausend %er

Und das WICHTIGSTE

-Wenn jemand mit seiner 'Strategie',egal ob durch Fundamentalanalyse oder CT,nicht in der Lage ist,den Markt AUS ZU PERFORMEN in dem man investiert ist,der sollte sich um andere Anlageformen umsehen.

ice

  

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RE: Mein Börsenleben!
zhonguoren(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 01:36)

guten tag leute, liebe selbsthilfegruppe!

ich bin seit 1987 mit dem aktienvirus infiziert und damals gleich mit einem crash eingestiegen, was mein vermoegen damals fast auf null stellte, aber lehrgeld muss man eben zahlen.

ich nahm 100.000 schilling kredit auf und danach gab's aber v.a. in wien nur eine richtung und mit soliden werten konnte ich mich wieder sanieren.

erst im jahr 1999 entdeckte ich neben aktien auch andere assetklassen: bonds, waehrungen und rohstoffe.

heute ist mein depot klarer strukturiert und diversifiziert: ein investmentbuch (50/30/20 asienfonds/rohstoffzertifikate/emg.markets) und ein tradingbuch (50/50 einzelaktien/derivate auf alles was sich bewegt)

das vermeintliche "aussitzen" von beartrends und dann in der "grube" verkaufen bescherte mir die bittersten verluste aber brachte auch die wertvollste erkenntnis:
"if you panic, panic early"

und:
- wer (analysen)lesen kann, ist klar im vorteil
- boersenbriefe, newsletter u. beitraege in foren kritisch hinterfragen
- charts anschauen bringt's (der preischart ist das destillat aus allen bekannten und unbekannten)
- ich wuerde mich mit tipps an verwandte und bekannte zurueckhalten, das ist auf lange sicht undankbar.

toller thread! happy day!

  

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Frage an zhonguoren
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 07:45)

Jetzt wuerde mich nur noch interessieren wie du zu deinem Nick gekommen bist. Hast du blinde Kuh gespielt?
Zeus

  

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RE: Frage an zhonguoren
zhonguoren(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 08:20)

viel einfacher: ich leb in shanghai und zhonguoren ist chinesisch und heisst "chinaman"

  

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RE: Frage an zhonguoren
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 09:06)

>viel einfacher: ich leb in shanghai
>und zhonguoren ist chinesisch und
>heisst "chinaman"

Ah, dann koennte ich mich umbenennen auf Mzungu (Weisser). Werde mir da etwas einfallen lassen.

  

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RE: Frage an zhonguoren
zhonguoren(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 09:42)

da faellt mir ad hoc ein: "AFRIKA, AFRIKA, ...." von der EAV, genialer song

  

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RE: DIE TÖDLICHE KUNST DER AKTIENMANIPULATION
nobody(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.06 00:32)

Editiert am 10-04-06 um 00:35 AM durch den Thread-Moderator oder Autor

danke für deine interessante schilderung.
daß foren professionell manipuliert werden sollte öfters thematisiert werden! zb. weiß ich es von microsoft die per agentur studenten suchten um für ms in foren werbung zu machen (- nichts aktienspezifisches).

meine frage ist nur: helfen stoploss bei spekulativen aktien? oder kann es auch leicht passieren daß man trotz stoploss einen totalverlust erleidet? vermutlich hängt das mit der größe der firma den umfang der trades und dem börsenplatz zusammen...

mich würden eure meinungen interessieren da ich momentan folgende strategie verfolge:
ich kaufe ca. 30% relativ "sichere" aktien die aber auch sehr gute perfomance liefern. 50% lege ich "spekulativ" an, jedoch nur in firmen die reale begründete kursfantasie haben (momentan ethanol, biodiesel).
ich kaufe jeweils um ca. 1000 EUR und setze den stoploss auf ca. 20% unter den kaufpreis. sobald die aktie 20 gewinn gemacht hat, kaufe ich wieder mit 1000.- nach, stoploss wird auch raufgesetzt. somit sollte ich nach 3 nachkäufen theoretisch keinen verlust machen*. wenn mein kauf gleich abwärtsgeht, habe ich pech gehabt dann habe ich max. 20% verloren.
der einzige größere risikofaktor den ich da sehe ist daß der stoploss nicht bei 20% greift weil keine nachfrage da ist und der kurs senkrecht runterpurzelt. ich denke bei aktien mit wenig trades ist diese gefahr durchaus gegeben. bei größeren werten mit breiten interesse (wie zb. biopetrol) sehe ich die gefahr eines totalverlusts nicht so stark.
da dürfte das stoplossfischen eher in die quere kommen....

was hält ihr von dieser stategie?

mein depot sieht folgendermaßen aus: (jeweils 1000 EUR pro wert)

relativ sichere aktien:
- Toyota
- voest
- böhler uddeholm
- salzgitter
- GEA Group AG
- ABENGOA S.A.
- ARCHER-DANIELS-MIDLAND CO.

midium risc:
- CIA VALE DO RIO DOCE
- MEMC
- LaCie


spekulativ:
- asia water
- Earth Biofuels Inc.
- Australian Ethanol Ltd.
- O2Diesel Corp.
- China Sun Bio-chem
- Earth Biofuels Inc.
- Intercell
- Pacific Ethanol
- Biopetrol

wie man sieht habe ich die biofuel stocks sehr stark drin. bin halt einfach überzeugt daß die gerade extrem starkes potential haben. ob die einzelnen werte das halten was sie in den letzten monaten geliefert haben, bleibt natürlich offen....

* viel. ein kleines bsp. um das zu veranschaulichen:
ich kaufe um 1000.-, stoploss bei 800.- (verlustrisiko -200,-)
kurs steigt auf 1200.- ich kaufe wieder um 1000.- nach und erhöhe stoploss auf 1000.- (verlustrisiko -200,-)
kurs steigt auf 1400.- ich kaufe wieder um 1000.- nach und erhöhe stoploss auf 1200.- (verlustrisiko 0,-)
somit habe ich beim 3. nachkauf theoretisch kein verlustrisiko mehr. natürlich vorausgesetzt daß der verkauf beim stoploss greift!

  

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RE: DIE TÖDLICHE KUNST DER AKTIENMANIPULATION
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.06 01:03)

bei den spekulativeren dingern (vor allem im pennystock bzw. dzt. im minenbereich) wirst bei 20%-SL (ich nehme an du stellst die in`s system) oftmals gnommen

zur biodiesel/ethanol-story ist mir letzens greenshift untergekommen

kennst du die??

  

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RE: DIE TÖDLICHE KUNST DER AKTIENMANIPULATION
nobody(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.06 20:28)

ja greenshift hab ich in beobachtung, ist mir aber noch zu spekualtiv. pennystocks versuche ich eher zu meiden. da muß man ja höllisch aufpassen...

  

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RE: DIE TÖDLICHE KUNST DER AKTIENMANIPULATION
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.06 22:16)

na ja

alles auf bioethanol is halt schon ein bisserl heavy

meines erachtens ist der komplette energiesektor vom öl abhängig

wenn du grundsätzlich von steigenden energiepreisen ausgehts würde ich die bereiche innerhalb der energie etwas diversifizieren
- ölaktien selbst (gibts genug dazu im forum)
- wasserkraft (zb verbund)
- sonne (siehe solarthread)
- uran (uranium power, urasia energy)
- wind (siehe propella-thread)
- erdgas (zb gazprom, tlw. omv)
- sonst. alternative energie (biomasse, brennstoffzelle, biogas, etc.)

ein bestandteil darin ist natürlich bioethanol
aber dann könntest genauso zertis auf zucker, weizen oder mais nehmen













  

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RE: DIE TÖDLICHE KUNST DER AKTIENMANIPULATION
nobody(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.06 23:32)

ja steuen ist sicherlich sinnvoll.

aber eigentlich sollte mit knapp gesetzten stoploss bei handelsstarken aktien der mögliche verlust kalkulierbar sein? oder bin ich da als neuling zu blauäugig?

  

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Handelsaussetzung?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.4.06 23:39)

Was ist eigentlich bei Handelsaussetzung?

Da werden ja alle Aufträge gelöscht und müßten neu eingegeben werden (wenn man grad zufällig vor dem Monitor sitzt, wenn es passiert).

Sind dann die Stop Loss-Limits genauso weg,
wenn der Handel wieder aufgenommen wird,
und der PC verkauft nicht automatisch?

  

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RE: Handelsaussetzung?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 09:38)

Ja, alle Aufträge werden gelöscht. Handelsaussetzungen macht man ja dann, wenn sich Grundlegendes geändert hat, und dann bist du ja vielleicht auch mit deinem Stop Loss nicht mehr glücklich.

  

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RE: Handelsaussetzung?
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.06 09:57)

Aber das Stop Loss wollt ich ja setzen, damit ich bei grundlegend Schlechtem der erste bin, der noch zu guten Preisen rauskommt

Egal, die Kurse nehmen böse Adhocs für gewöhnlich eh schon Tage vorher vorweg. Wenn ein anderer bereits weiß, daß was Schlechtes kommt, bewegt sich der Kurs eh noch vor der Adhoc dorthin, wo ich sicherheitshalber aussteig

  

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RE: Frage zu Währungsgewinn
genesis(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.06 15:43)

Ein Bekannter interessiert sich für ein Angebot bei ebay und hat mich gebeten hier mal nachzufragen was ihr dazu sagt.
Um 1800,- werden 1 Mill Irakischer Dinar angeboten und die sollen in absehbarer Zeit (wahrscheinlich nach Abzug der Amis) ein Vielfaches wert sein.
Mir ist sowas von Haus aus suspekt und ich würde NIEMALS (auch nicht mit € 1800,-) solche Risiken eingehen.
Was sagt ihr dazu?

Grüße von genesis

Grüße von genesis

  

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RE: Frage zu Währungsgewinn
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.06 19:12)

Da gibts was zu sehen: Tolle Dinar-Angebote

Aktueller Kurs: 1€ = 2.621,00 IQD vgl.:Kursliste

Conclusio: 1 Mio IQD sind aktuell ca. €381 wert

Meine Meinung: Spielerei und Mumpitz, um ahnungslosen Kohle aus der Tasche zu ziehen. Das sage ich als was Irakische Währung und deren Entwicklung betrifft Ahnungsloser, allerdings in Memoriam der Post-Kriegs-Ereignisse im guten alten Österreich.

Währungsreformen werden in der Regel unter Eliminierung der alten Währung durchgeführt, oft auch mit Begrenzug des Wertes hoher Bestände nach oben und sicher nicht zum Vorteil ferner Valutenspekulanten. Abgesehen davon dass es immer noch in vielen Ländern verboten ist, hohe Währungsbestände ein- oder auszuführen...aber das lässt sich ermitteln

Ich würde die Finger da rauslassen, es sei denn die 1800 sind für Deinen Bekannten Spielgeld um das er sich auch eine Vase oder ein Bild seines Nachbarn kaufen würde...ein Aufschlag von fast 400% auf den inneren Wert ist jedenfalls witzlos!

  

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RE: @Alptraum - Danke sehr! o.T.
genesis(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.06 19:31)

.

Grüße von genesis

  

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Kraftloserklärung von alten Scheinen
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.4.06 21:05)

Was noch dazu kommt, selbst wenn´s die Währung grundsolide wäre und sogar gegen den Euro steigen würde:

Du sitzt auf Geld, das Du nicht ausgeben kannst,
das sie in jeder Bank schief anschauen, wennst es wechseln lassen willst.

Meine Bestände an Währungen lediglich der Nachbarländer (Tschechoslowakische Krone, Forint) sind wertlos, weil die neue Münzen eingeführt haben, und ich bin nicht rechtzeitig zum Ausgeben gekommen. Genau gesagt: Ich hab gar nicht erfahren, daß das Geld für kraftlos erklärt wird.

Das kann Dir auch in zivilisierten Ländern so gehen, daß der Staat sein Geld für kraftlos erklärt. Auch Deutschland und Österreich hatte schon Banknotenserien, die man nicht mehr umtauschen kann. Also, wennst jetzt einen Blauen von der Berta von Suttner findest, wennst nach 20 Jahren einmal den Staub hinterm Nachtkastl wegwischst, dann hast a Pech: Die Nationalbank nimmt den nicht mehr zurück. Dabei bist mit österreichischem Geld eh noch privilegiert, denn da hast wenigstens die Chance, es auszugeben. Wennst es nicht grad 20 Jahre lang verlegt hast.

Angeblich ist der US-Dollar die einzige Währung, wo man noch 100jährige vergilbte Scheine ohne Wertverlust zurückgeben kann. Grad halt die Inflation ... drum hat man wenigstens ruhig geschlafen auf dem Geld, im Wissen, daß es nicht über Nacht für kraftlos erklärt wird wie alle anderen Währungen dieses Globus.

  

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RE: Kraftloserklärung von alten Scheinen
snake2000(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.5.08 13:01)

die konsequenz ist also, physische metalle (gold, silber) kaufen und die auch am besten in verschiedenen ländern deponieren!
ich arbeite noch daran das entsprechende geld zu verdienen bin aber aufgrund der tipps des 50-50-50-brief.de auf dem besten weg

  

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RE: Dogs of the DOW - Strategie mit Aktientipps
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.1.07 21:23)

Sie investiert jeweils am Anfang eines Jahres in die zehn „Verlierertitel“ des Dow Jones Industrial des gerade abgelaufenen Jahres
...
Unter den Aktien, die 2006 im Dow am besten abgeschnitten haben, waren mehrere „Dogs“ zu finden, darunter z.B. auch General Motors mit einem Kursgewinn von über 58%.
...
Für 2007 besteht die Liste der Dogs aus Altria, AT&T, Citigroup, Du Pont, General Electric, General Motors, J.P. Morgan, Merck, Pfizer und Verizon.



Wie kann man GM als Verlierertitel des Vorjahres bezeichnen, wenn er letztes Jahr +58% gemacht hat? Loser stelle ich mir anders vor... oder geht es doch nur um die Dividendenrendite?

  

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@Hagen: RE: Dogs of the DOW - Strategie mit Aktientipps
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.1.07 00:20)

>Sie investiert jeweils am Anfang eines
>Jahres in die zehn „Verlierertitel“
>des Dow Jones Industrial des
>gerade abgelaufenen Jahres

>...
>Unter den Aktien, die 2006 im
>Dow am besten abgeschnitten haben,
>waren mehrere „Dogs“ zu finden,
>darunter z.B. auch General Motors
>mit einem Kursgewinn von über
>58%.
>...
>Für 2007 besteht die Liste der
>Dogs aus Altria, AT&T, Citigroup,
>Du Pont, General Electric, General
>Motors
, J.P. Morgan, Merck, Pfizer
>und Verizon.

>
>
>Wie kann man GM als Verlierertitel
>des Vorjahres bezeichnen, wenn er
>letztes Jahr +58% gemacht hat?
>Loser stelle ich mir anders
>vor... oder geht es doch
>nur um die Dividendenrendite?

@Hagen:

Dein Einwand ist vollkommen berechtigt - "Mea Culpa"

Ein zerknirschter Ottakringer




  

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Gewinnen mit den Insidern
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.1.07 00:22)

Verschiedene Studien haben den Vorteil einer auf die Analyse von
Insidergeschäften (Vorstände, Aufsichtsräte sowie deren Angehörige von
Aktiengesellschaften) ausgerichteten Anlagestrategie bestätigt.

Insbesondere in den USA gibt es mehrere Fonds, die diese Anlagestrategie
verfolgen. Nach Berechnungen des Forschungsinstituts für Asset Management
(Fifam) an der RWTH Aachen haben Anleger, die sich an den Aktienkäufen
der Insider orientiert haben, in der jüngsten Vergangenheit auch eine
überdurchschnittliche Rendite am deutschen Aktienmarkt erzielt. Das Fifam
berechnet seit Anfang Juni 2006 alle zwei Wochen das so genannte
Insider-Barometer. Daneben hat die Stuttgarter Börse den S-BOX Insider
Performance-Index kreiert. Er bildet die Kursentwicklung deutscher
Unternehmen ab, die im abgelaufenen Quartal den höchsten Anteil von
Insider-Käufen im Verhältnis zur Marktkapitalisierung aufwiesen. Damit
sollen Chancen relativ frühzeitig erkannt werden. Ausgangspunkt ist die
Vorstellung, dass Insider deutlich früher als gewöhnliche Aktionäre
Entwicklungen in ihrem Unternehmen absehen können. So haben sich 58%
aller im Insider-Barometer des Handelsblattes vorgestellten Käufe besser
als der DAX entwickelt.

  

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RE: Mentale Börsenkompetenz - Franz-Jósef Buskamp
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.1.07 23:46)

Auch ich kann nur jedem der sich noch was fundiertes ins Regal stellen möchte raten, dieses Buch zu wählen.

Buskamp typisiert nicht nur die Anleger, sondern er gibt auch ein paar Tipps zum Thema Strategien und Methoden sowie Umgang mit klassischen Barrieren und Ängsten. Dabei liest sich das ganze recht flüssig und ist nie aufdringlich

  

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RE: Mentale Börsenkompetenz - Franz-Jósef Buskamp
speising(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.1.07 00:18)

ich finde es ja bedenklich, daß die "30 Tage kostenlos testen" ein 3-monats abo um 25€ sind.

  

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RE: Mentale Börsenkompetenz - Franz-Jósef Buskamp
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.1.07 08:26)

Stimme mit dem was er da schreibt, seit fast 20 Jahren ,(grossteils)überein.

Einfach ausgedrückt,1.immer wieder Lebensziele setzen,damit man auch frühzeitig aussteigt(und nicht eine irrationale Gier entwickelt,die einem wieder die Gewinne raubt) 2.Geduld haben,auch wenn die Masse drängelt und jeder vom "schnellen Geld" spricht,das er/sie gerade angeblich macht(auch 10 Jahre muss man oft warten können,siehe Osteuropa) 3.mit dem momentanen Börsenzustand hat er recht,aus meiner Sicht,weil eine gnadenlose Aktieneuphorie spüre ich jedenfalls noch nicht...4.man sich eingestehen muss,dass es leichter gesagt ist als getan ,in einer miesen Stimmung zu kaufen(und umgekehrt)...schadet jedenfalls nicht auch manchmal ein sarkastischer sturer Zyniker zu sein.

Der Mann hat das natürlich alles viel schöner geschrieben und beschrieben(das andere nur meine bescheidene Einstellung)....jedenfalls gut zu lesen,@ottakringer

  

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Irgendwie klassisch
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.12.06 18:54)

"Wir sind richtig eingefahren"

Martin Hofer gehört zu jenen Investoren, die während des Internet-Booms Aktien fast blind gekauft haben. Die Risikofreudigkeit hat er verloren, den Spaß am Investieren nicht

Martin Hofer (37) ist AHS-Lehrer für Mathematik und Physik. Dass Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik in der Anlegerwelt nicht alles ist, hat Hofer mittlerweile gelernt. Das Interesse für den Kapitalmarkt kam in der Studienzeit. Damals hat er mit Freunden begonnen, heimische Aktien zu kaufen. Mit viel Eigenrecherche und einem Gespräch mit seinem Bankberater kaufte Hofer Aktien von der VA Stahl und von Austria Tabak.

Frei nach dem Motto "Wenn schon, denn schon" hat Hofer jeweils knapp 4000 Euro in die Titel gesteckt. Im Depot geblieben sind die Aktien lange. Beide brachten beim Verkauf etwas Gewinn. Vom guten Start angetan, wollte Hofer mehr: "Meine richtige Aktienzeit ist gekommen, als in Deutschland der Neue Markt eröffnet hat", erinnert sich Hofer im Standard-Gespräch zurück. Dem Run auf Internet-Aktien ist auch Hofer, der vier Jahre in Guatemala in einer österreichischen Schule unterrichtet hat und derzeit an einer deutschen Schule in Barcelona lehrt, gefolgt. "Zuerst kamen große Gewinne, dann Verluste und dazu viele Fehler."

Leichen im Depot

Denn, so wie viele andere Anleger auch, hat der Mathematiker damals alles in die gleiche Branche investiert und an eine Diversifikation im Portfolio nicht gedacht. "Die ersten Gewinne haben eine Gier erzeugt." Auch an Basisinformation über die jeweiligen Unternehmen hat Hofer damals nicht gedacht. "Mit dieser Strategie sind wir alle richtig eingefahren, von da an war ich für eine Zeit lang geheilt." Weil Hofer dachte beziehungsweise hoffte, dass zumindest die Wertpapiere jener Internet-Unternehmen, die das Platzen der Blase überlebt haben, irgendwann auch wieder steigen werden, liegen heute noch "einige Leichen aus dieser Zeit" im Depot des Lehrers.

Mit der Erholung der Aktienmärkte im Jahr 2003 hat auch Hofer wieder begonnen, an den Kapitalmarkt zu glauben, allerdings diversifizierter. Im Portfolio liegen heute Fonds, die in Osteuropa und Schwellenländer investieren, Mischfonds, Anleihen und Aktien. Obwohl es in den vergangenen drei Jahren ob der guten Marktentwicklung nicht schwierig gewesen sei, Gewinne zu lukrieren, "liege ich unterm Strich noch immer nicht im Plus", rechnet Hofer vor.

In seinem Job lernt Hofer auch von seinen Schülern: "Als mich meine Schüler vor einigen Jahren gefragt haben, ob ich schon einen iPod habe, habe ich gelächelt. Heute habe ich zwar einen, wäre aber froh, hätte ich damals den Trend der Jugend erkannt und Aktien von Apple gekauft." (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.12.2006)
Quelle:http://derstandard.at

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RE: Die besten Anlagestrategien für Aktien
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.8.06 14:34)

Nein vielen Dank an dich für deine interessanten Beiträge,die grösstenteils das Prädikat "Besonders Wertvoll" verdienen.

Bravo




  

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RE: Geheimnis des Börsenjobs - Contrarian sein
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.7.06 20:58)

Ein im Prinzip sehr guter Artikel, das den Kernpunkt des Börsenerfolgs auf die Erfahrung abwälzt. Damit hat er recht, aber mMn nur zum Teil - denn ohne Stratgie hilft auch Erfahrung nicht zum Durchbruch.

Immerhin, ohne Erfahrung geht kaum was an der Börse, da stimme ich ein. Ob dann Contrarian oder Wellenreiter, Extrempunktsucher oder beinharter Fundamentalist ist noch eine eigene Geschichte

  

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Der steinige Weg zur ersten Million
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 07:23)

So wird mein Buch heißen am Ende des Weges

Ich trage auch einen Lehrsatz zum Thread-Stammbuch bei:

"Es nützt bestes Können nichts,
wenn viel Pech die Pläne durchkreuzt!"
(J&S, Investor)

Für die eingefleischten Verlierer unter uns zum Trost:
"Wer keine Gewinne macht,
erspart sich die Specksteuer!"

  

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RE: Der steinige Weg zur ersten Million
zeus_(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.3.06 07:43)

>So wird mein Buch heißen am
>Ende des Weges
>
>Ich trage auch einen Lehrsatz zum
>Thread-Stammbuch bei:
>
>"Es nützt bestes Können nichts,
>wenn viel Pech die Pläne durchkreuzt!"
>
>(J&S, Investor)
>
>Für die eingefleischten Verlierer unter uns
>zum Trost:
>"Wer keine Gewinne macht,
>erspart sich die Specksteuer!"

"Wer pleite ist braucht keine Anlagestrategie"
(Zeus, ehem. JWD Investor)

"Aufhoeren wenn du genug hast!"
(Zeus, in der Pension)

  

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Alles wie eingefroren
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.3.06 14:45)

Irgendwie ist heute alles zäh. Die OBs, der Broker, die Kursverläufe, diverse Diskussionsthreads, die MO-Aktien, wieso tut sich heute nichts? So wird des nix mit der ersten Million

  

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RE: Der steinige Weg zur ersten Million
snake2000(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.5.08 13:06)

nach dem Motto:
das Geld ist ja nicht weg, es gehört jetzt nur jemanden anderem

Ich hab schon so viel Geld verbrannt und bin zufällig auf den 50-50-50-brief gestossen. Genau nach meinem Geschmack, keine endlosen Erklärungen, ein Tipp pro Woche, nachvollziehbares Depot und eine Performance die sich sehen lassen kann. Mehr brauch ich nicht und mein Depot erholt sich nun auch wieder

  

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RE: Der steinige Weg zur ersten Million
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.5.08 13:15)

>Ich hab schon so viel Geld verbrannt und bin zufällig auf den
>50-50-50-brief gestossen. Genau nach
>meinem Geschmack, keine endlosen Erklärungen, ein Tipp pro
>Woche, nachvollziehbares Depot und eine Performance die sich
>sehen lassen kann. Mehr brauch ich nicht und mein Depot erholt
>sich nun auch wieder

Läuft nicht so gut die Seite, oder? Mußt du ein bisschen hier nachhelfen ? Nur solltest du eines wissen. Dass hier durchwegs mündige Börsianer mitlesen, die genau wissen, dass mit solchen Seiten garantiert kein Geld zu verdienen ist, meistens ganz im Gegenteil.

Ein Tip von mir: suche dir ein naiveres Publikum aus

  

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RE: Der steinige Weg zur ersten Million
snake2000(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.5.08 09:46)

Nö, davon habe ich nichts. Es sei denn ich könnte mir die Werbeprämie einheimsen
Das war jetzt nur meine Meinung weil es da jetzt seit einigen Wochen gut läuft. Ich handel nach dem Motto, man muß/kann sich überall informieren und sollte dann das für sich beste rausselektieren. So finde ich die (kostenlosen) Tipps in der Wirtschaftswoche auch super, setze sie aber nur bedingt um, da ich nichts mit Derivaten oder Fonds mache. So könnte ich noch viele Beispiele aufzählen. Aber die zählen nur für mich, das sind meine Erfahrungen. Wie gesagt informieren kann man sich ja überall, aber entscheiden muß jeder für sich selbst.

Aber zum Thema Millionär werden:
Im Prinzip ist das doch ganz einfach, aber wer macht bzw. kann das schon:
Seit der Geburt rund 45,72 € monatlich zu 8% angelegt: So wird man mit 65 Jahren Millionär. Wer dagegen erst mit 40 Jahren beginnt, muss monatlich 1.155,13 € ansparen, um bei gleicher Rendite das gleiche Ziel zu erreichen. Je geringer die zu erwartende Rendite, umso höher der monatliche Anlagebetrag.
Aus 7.057,41 € zur Geburt eines Kindes mit einer Rendite von 8% angelegt, sind 65 Jahre später rund 1.000.000 € geworden. Mit jedem späteren Beginn wird der einzuzahlende Betrag höher.

Fazit

Nur, wenn genügend Zeit zur Verfügung steht, arbeitet der Zins- und Zinseszinseffekt richtig und hält die Sparraten niedrig. Wer z.B. bei dreißig Jahren Laufzeit nur ein Jahr später anfängt, der verzichtet je nach Zinssatz auf bis zu 10% des Endkapitals. Und muss ensprechend mehr zurücklegen, will er nicht auf den geplanten Komfort im Ruhestand verzichten. Denn hier gilt besonders: Zeit ist Geld!


  

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RE: Der steinige Weg zur ersten Million
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 21.5.08 14:28)

>Nö, davon habe ich nichts. Es sei denn ich könnte mir die
>Werbeprämie einheimsen

Dann möchte ich mich in aller Form für meine schnippische Antwort entschuldigen. Naja, die Börse hat mich durch und durch misstrauisch gemacht

  

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interessantes ueber den VIX
zhonguoren(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.3.06 09:40)

WHAT DOES IT LOOK LIKE?

http://www.fullermoney.com/content/2006-03-16/Feruccio%27sPicture!cid_image001.gif.png


WHAT'S IT SUGGESTING NOW?

Almost exactly three years ago (in terms of trading days), the VIX was trading in the mid-30's as uncertainty reigned regarding a war in Iraq. As those fears faded and fundamentals took over, the S&P 500 rose just over 60% - never suffering more than a 10% correction - and the VIX dropped under to 12.

Of course, I'm describing the past few years. Or maybe not…I could have just as well been writing about 1990 - 1994.

The chart above overlays the past three years against the early 1990's. From the war in Iraq, to the decline in the VIX, to the number of days the S&P went without a 10% correction, the similarities are uncanny.

Soon after the S&P hit its three-year anniversary without suffering a 10% drop, it began its descent into one. The same thing happened in 1965. And 1987. Those are the only three times in the past hundred years I can find where a major index went 756 trading days without a significant decline.

On Wednesday, we will hit day 756. This is a seminal event in my mind, and it will not last. As Jeff Goldblum said in Jurassic Park, "Life will find a way." It certainly will.

So will volatility.

  

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Auge im Auge mit dem Chaos
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.5.06 00:14)

Auge im Auge mit dem Chaos
von Jochen Steffens

Was ist nur mit dem Dax los? Ohne „Not“ rauscht er heute 2,5 % ins Minus. Die amerikanischen Indizes hingegen notieren zumindest bisher noch um die 1 % im Minus. Und das nachdem der Dax bereits gestern ein Minus generiert hat.

Offenbar herrscht hier Angst. Das Vertrauen nach den stark steigenden Kursen der letzten Monate scheint durch den scharfen Einbruch der letzten Woche deutlich angekratzt zu sein. Aber auch der Ölpreis macht Sorgen, Brent ist heute wieder um knapp 1,8 % gestiegen.

Nun muss es sich zeigen, ob der Markt überhaupt die Kraft hat, die 5900 Punkte Marke zu erreichen oder direkt ein neues Tief ausbildet. Sie wissen, ich achte auf die Stärke der Gegenbewegungen. Es wäre ein bearishes Zeichen, wenn diese Erholung bereits derart schnell abverkauft würde.

Allerdings hat der Feiertag in den USA nun zu einigen Verzerrungen geführt. Wirkliche Aussagen zum Markt kann man wohl erst im weiteren Verlauf, beziehungsweise Morgen anstellen.

Neuer Finanzminister in den USA
Wie und ob es sich auf die Börsen auswirkt, dass in den USA heute ein neuer Finanzminister ernannt werden soll, vermag ich nicht zu beurteilen. Der neue Finanzminister Henry Paulson ist bisher Chef der US-Bank Goldman Sachs gewesen, das sollte doch eigentlich für die Märkte ein gutes Zeichen sein. Allerdings kritisieren Analysten zurecht, dass Finanzminister unter Bush bisher wenig zu sagen hatten. Also ob sich überhaupt etwas ändert, darf bestritten werden. Auf der anderen Seite bleibt viel Raum für Spekulationen, warum Snow, der bisherige Finanzminister, zurückgetreten ist.

Leserbrief
Heute schrieb mir ein Leser, dass er große Sorge habe, weil er zu stark im Aktienmarkt investiert sei und in letzter Zeit vermehrt von dem großen Zusammenbruch der Aktienmärkte lesen würde.

Das Spiel mit der Angst

Es ist und bleibt ein Spiel mit der Angst. Wörter wie „Zusammenbruch“, “Crash“, „Finanzschock“, „Krise“ haben einfach eine höher Anziehungskraft auf die Aufmerksamkeit von Lesern/Marktteilnehmer, als Wörter wie „Moderates Wachstum“, „Normale Börsenentwicklung“, „Seitwärtsbewegung“, etc. Und unser Verstand ist geneigt, immer auf solche Szenarien besonders zu achten, von denen Gefahr droht.

Kaum ist der Markt heftig gefallen beginnt wieder das unablässige Rezitieren all dieser Argumente, die wir schon seit mehreren Jahrzehnten kennen: Zusammenbruch des Finanzsystems, zu hohe Verschuldung, Zusammenbruch des Dollars, das Platzen der Kreditblase. Hin und wieder wird auch der Derivatehandel angeführt, oder auch nicht mehr ganz so neu: Das Platzen der Immobilienblase. Wenn gar nichts mehr übrigbleibt, werden wichtige Crash-Indikatoren aus den verstaubten Schubladen gezogen und reaktiviert. Im Moment sind stark steigende Zinsen/Inflation das Horrorszenario Nr. 1.

Ich weiß nicht, woher manche Menschen seit Jahrzehnten diese perfide Lust am Untergang hernehmen. Wenn ich mir einige meiner Kollegen anschauen, die solche Szenarien schon seit den frühen 90er predigen und seitdem nicht damit aufgehört haben... Zwar haben sie so einer der größten Rallys aller Zeiten verpasst, aber zumindest, wenn sie konsequent waren, haben sie von nun 16 Jahren (1990-2006) 3 Jahre lang Recht behalten....

Bullen wie Bären – kein wirklicher Unterschied
Nicht, dass Sie denken, ich hätte grundsätzlich etwas gegen Bären. Ich neige tief in meinem Inneren selber immer noch eher zu einer bearishen Sicht der Dinge. Das ist mir so in die Wiege gelegt worden. Aber ich weiß um diesen Missstand und versuche ihn zu kompensieren, so weit es eben geht. Ich habe aber tatsächlich auf der anderen Seite übrigens genauso etwas gegen diese krankhaften Dauerbullen. Auch hier finden sich oft stetig die gleichen Argumente, die auch nicht dadurch wahrer werden, dass sie immer und immer wiederholt werden.

Flexibel bleiben

Es ist egal welche Meinung Sie vertreten, wenn aus einer „gefundenen Markteinschätzung“ eine „fundamentale Lebens-Grundhaltung“ geworden ist, dann steigt die Gefahr, schmerzhafte Verluste zu erleiden, egal ob Sie zum Bulle oder Bär mutiert sind. Hören Sie also nicht auf die Bären, hören Sie genauso wenig auf die Bullen! Auch wenn gerade bei den fanatischen Vertretern dieser Gattungen alles so einfach klingen mag, auch wenn deren Argumentationsketten noch so logisch stringent erscheinen: Börse ist nicht einfach! Wer Ihnen das erzählt, ist ein Spinner und wird seine Leidenserfahrung noch machen. Sie können dieses hochkomplexe System Börse (zum Glück) nicht in ein starres Muster pressen. Aber es wird immer und immer wieder versucht werden und es ist schon so oft erfolglos versucht worden.

Was heute gilt, ist morgen schon wieder falsch
Börse ist dynamisch, sie verändert sich jeden Tag. Was heute noch galt, kann morgen schon verkehrt sein. Jeden Tag tauchen neue Faktoren auf, die bisher nicht bekannt waren, manche von diesen sind geeignet, die Börsenlandschaft auf den Kopf zu stellen.

Schauen Sie sich dazu nur als kleines Beispiel die aktuellen US-Konjunkturdaten an: Wenn diese schlecht ausfallen steigen die Märkte (was für ein Blödsinn eigentlich), aber es liegt an der Zinserhöhungsangst, die bei schlechten Konjunkturdaten sinkt. Hier steht doch etwas auf dem Kopf, oder nicht? Und vor gar nicht so langer Zeit war es genau anders herum, das stiegen die Märkte bei guten Zahlen.

Wie hätten Sie 2003 einen Analysten leichenblass werden lassen können?
Ein anderes eindrucksvolles Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie hätten Anfang 2003 (Brent stand damals bei ca. 30 Dollar) irgendeinem Marktteilnehmer glaubhaft machen können, dass 2006 der Ölpreis auf 75 Dollar steigt, danach hätten Sie diesem armen Analysten noch die aktuellen (von 2006) Notierungen der Industriemetalle gezeigt. Was glauben Sie, was mit dem Kerl passiert wäre? Er wäre leichenblass geworden und hätte sicherlich sofort alles verkauft. Wenn Sie diesen dann gefragt hätten, wo der Dax 2006 wohl stehen wird, er wäre sicherlich nie auf einen Wert von 6000 Punkten gekommen (Mal ganz abgesehen davon, dass (bis auf einige dieser Dauerbullen) zu dem Zeitpunkt sowieso kaum jemand ernsthaft angenommen hat, dass der Dax in drei Jahren 200 % zulegen wird.)

Es macht also keinen Sinn, sich in starre Gedankenmuster pressen zu lassen. Der Dollar kann kollabieren, er kann aber genauso auch einfach weiter an den weltweiten Devisenmärkte seine normalen Notierungen finden. Auch die Aktienmärkte können einbrechen, keine Frage, es kann auch zu einer weltweiten Rezession kommen – vieles ist denkbar. Selbst die Welt kann morgen untergehen, Sie können morgen tödlich verunglücken. Aber aufgrund dieser theoretischen Möglichkeit jetzt schon in unheilvolle Panik zu verfallen, würde die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Dem Menschen der ärgste Feind: Das Chaos
Das Problem: Wir wissen nicht was passieren wird, weil wir nicht in der Lage sind, alle Faktoren, welche die Börse beeinflussen, in unsere Erwägungen einzubeziehen. So gesehen bleibt Börse ein „chaotisches“ Modell.

Es ist allerdings für uns Menschen im höchsten Maße unangenehm, mit Chaos konfrontiert zu sein. Es macht uns so hilflos, so klein. Wir bilden uns lieber ein, wir hätten die Kontrolle. Im Angesicht des Chaos, welches um uns herum tobt, werden wir gezwungen, zu erkennen, wie scheinbar zufällig unsere Existenz ist. Wie wackelig das kleine Stückchen Sicherheit eigentlich ist, auf dem wir meinen, so fest zu stehen. Und dann würden wir auch erkennen müssen, mit welchen lächerlichen Illusionen wir uns dieses Sicherheitsgefühl erkaufen. Also versuchen wir alles, um zu verhindern, dass wir das „Chaos“ bemerken.

Alles ist immer möglich
Gerade an den Börsen sollten Sie jedoch immer jede Möglichkeit in Ihre Überlegungen einbeziehen. Versuchen Sie nicht, wie so viele andere, Ihre Angst vor dem Chaos durch das Festhalten an starren Indikatoren, Sichtweisen, Systemen, Computersysteme etc. zu vermeiden. Lassen Sie zu, dass immer zu jeder Zeit alles passieren kann, denn nur dann sind Sie auch wirklich zu jeder Zeit auf alles vorbereitet. Rechnen Sie an den Börsen immer mit dem Schlimmsten und haben Sie einen Plan dafür, rechnen Sie aber genauso auch immer mit dem Besten und haben Sie einen Plan dafür.

Ich bin so aufgestellt, dass mir nichts passieren kann
Wenn die Börsen nun crashartig einbrechen würden, dann würde ich Geld verlieren, keine Frage. Ich bin schließlich nach wie vor eher bullish für die Märkte (mittelfristig). Ich weiß aber schon jetzt sehr genau, wie viel Geld ich im aller schlechtesten Falle verlieren kann. Diesen Fall habe ich einkalkuliert. Sie würden sich wundern, wie klein diese Summe letzten Endes ist, selbst wenn ich es nicht schaffen sollte, rechtzeitig auf die Shortseite zu wechseln. Wenn die Börsen stark steigen, werde ich viel Geld verdienen. Wenn die Börsen seitwärts laufen, bleibt mir immer noch das Daytrading übrig.

Meine Antwort auf die Mail
Und das ist auch meine Antwort auf die Leser-Mail: Wenn Sie so viel Geld im Markt haben, dann müssen Sie Ihr zukünftiges Verhalten genau strukturieren. Überlegen Sie sich Strategien. Stellen Sie einen Notfallplan auf, der genau regelt, was Sie wann tun. Lassen Sie sich weder von der Panik, noch von der Euphorie mancher Börsenkommentatoren anstecken und zu irgendwelchen Handlungen verleiten. Schauen Sie was passiert, und lassen Sie den Markt bestimmen, was Sie zu tun haben. Überlegen Sie, wie viel Verlust Sie in diesem Jahr als Höchstgrenze zulassen können, wann Sie Gewinne mitnehmen, wann Sie Verluste realisieren. Finden Sie ein gesunden Verhältnis zwischen Verlusten und möglichen Gewinnen.

Alles andere ist – so leid es mir tut, eine Illusion, die Sie im schlimmsten Fall sehr viel Geld kosten kann. Keiner wird Ihnen sagen können, was der Markt letzten Endes wirklich macht. Es sind und bleiben nur Wahrscheinlichkeiten.


Quelle: Investor's Daily vom 30.5.2006

  

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Börsenseminar
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.07 15:10)

Hat dieses Seminar schon jemand besucht bzw. kann mir jemand sagen ob es Sinnvoll ist (Qualität des Seminars, Erfahrungen)?

Portfoliomanagement mit Asset Allocation

Danke für die Hilfe, Infos

  

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Seminar Asset-Allocation
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.1.07 23:12)

>Hat dieses Seminar schon jemand besucht
>bzw. kann mir jemand sagen
>ob es Sinnvoll ist (Qualität
>des Seminars, Erfahrungen)?
>
>Portfoliomanagement mit Asset Allocation
>
>Danke für die Hilfe, Infos
Das Seminar:

Portfoliomanagement mit Asset Allocationzu "Meine Lesezeichen" hinzufügen
Mehr Know-How für mehr Gewinn mit Asset Allocation!
Wissen ist Macht, das gilt auch an der Börse. Mit Asset Allocation ist das systematische Reduzieren des Anlagerisikos durch Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen gemeint.

Wir möchten Ihnen diese Wissen gezielt durch unser praxisorientiertes Seminar vermitteln, welches von einem Profi aus der Finanzwelt abgehalten wird. Wir möchten Sie dabei unterstützen Ihre Gewinnchancen zu steigern und die Verluste zu minimieren bzw. Ihr persönliches Portfolio zu optimieren!

Das Seminar mit Workshopcharakter wendet sich an Investoren und Anleger aller Anlageklassen, die bereits Erfahrungen an der Börse und im Wertpapierhandel gesammelt haben! Im Vordergrund steht vorallem der Portfolio-Gedanke sowie dessen Risikostreuung.

Folgende Themen werden in diesem Seminar behandelt:
Basiswissen: Erkennen und Einschätzen von möglichen zukünftigen Erträgen der wichtigsten Anlageklassen
Portfolio Gestaltung: Optimierung von Portfolios mittels Investmentfonds (Verwendung von echten Daten)
Asset Allocation: Aufbau und Entwicklung
Die Wahl der richtigen Anlageklassen
Märkte: Kriterien für Trading
Technische Analyse und Fundamentalanalyse im Überblick
Charttechnik: Ein- und Ausstiegssignale anhand von Beispielen
Trends erkennen und analysieren
Informationsquelle Internet: Gute Tipps für Langfristinvestoren und Spekulanten

Kosten: xxx-Kunden: € 200,- bzw. Nicht-Kunden € 240,- (Preise inkl. USt.)

Im Preis inkludiert sind Seminarunterlagen, Mittagstisch, Pausenverpflegung und Teilnahmezertifikat.

Quelle:
https://xxx.ecetra.com/at/knowledge_center/seminars/seminar_detail_90.phtml


************


Ich war noch nicht dort - aber:

Die richtige "Asset Allocation" ist zu 90% ausschlaggebend für den Erfolg an der Börse. Die Einzeltitel-Auswahl ist nur sekundär.

Also sollte das Seminar viel bringen...

lg
Ottakringer



  

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RE: Seminar Asset-Allocation
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.1.07 16:22)

Danke für deine Antwort --> dachte mir schon das es sicher nicht schlecht wäre!!

Leider hat keiner einen Erfahrungswert --> kennt niemand das Seminar!

Werde warscheinlich teilnehmen, werde dann einen kleinen Bericht darüber schreiben --> für die "Neuen"!

Schönen Sonntag noch

MFG

dynamite

  

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RE: Seminar Asset-Allocation
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.1.07 16:44)

Es gibt:
Festgeld (z.B. ING-DiBa, Sparcards, Bausparen, Geldmarktfonds)
Anleihen (z.B. Staat, Wohnbau, Corporates, High Yields als Einzelinvestments oder via Fonds)
Immobilien (z.B. Aktien, Fonds, REITS, Beteiligungen)
Aktien (alles mögliche)
Zertifikate (alles mögliche)
Rohstoffe (Agrar, Metalle, Energie, Lebendvieh)
Alternative Investments (Managed Futures, Hedge Fonds, Private Equity, Second Hand Polizzen, Schiffe, Infrastruktur)

Kapitalversicherungen gibts auch, ist aber nur was für Trotteln.



Was du wie hoch gewichtest hängt ab von:
deinem Alter
Renditeerwartungen
Risikobereitschaft
Anlagehorizont
Anlagezweck


Ich gebe dir einen Rabatt auf das Seminar, daher bitte 100,-- Euro überweisen auf
ING-DiBa
Empfänger: Hochstapler
Kontonummer brauch ma nicht weil mi eh jeder kennt


  

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RE: Seminar Asset-Allocation
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.1.07 18:39)

Editiert am 07-01-07 um 06:40 PM durch den Thread-Moderator oder Autor

Asset Allocation?

Hab ich schon zwei- bis dreimal besucht, solche Seminare, wenn sie von Banken veranstaltet wurden und daher gratis waren. Bzw. als Einstimmung für ein Bezahl-Seminar dienen sollten.

Fazit war immer, so in etwa:
Am besten bringt man die Asset Allocation über einen BRIC-Fonds zamm, da hat man Kraut und Rüben der ganzen Welt schön in einem Fonds zusammengefaßt.

Die einzigen sichtbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Bankentips: Der Fondsanbieter war jeweils verschieden.

  

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RE: Seminar Asset-Allocation
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.1.07 09:12)

@Hochstapler

Deine Antwort hat mit meiner Frage aber ned viel am Hut (bzw. galt die Antwort überhaupt mir?)!

@JuS

Ist ein Seminar von xxx, Kostenpunkt 200€!
Hoffe nicht das man dort nur über einen BRIC Fond redet bzw. generell nür über Fonds (glaube ich auch nicht das es so abläuft bei xxx).

  

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Das ist Asset Allocation
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.1.07 09:37)

http://de.wikipedia.org/wiki/Asset_Allocation

Unter Asset Allocation (auch Asset Allokation) versteht man eine spezielle Form der Diversifikation von Geldanlagen. Sie bezeichnet die Aufteilung des angelegten Vermögens auf verschiedene Investmentarten (Anlageklassen) wie z.B. Anleihen, Aktien, Immobilien, Währungen oder Hedgefonds.

Die Gesamtrendite und das Gesamtrisiko eines Portfolios können durch eine Veränderung der Asset Allocation gesteuert werden. Dies geschieht durch ein Umschichten von Geldmitteln zwischen einzelnen Assetklassen des Portfolios. Allerdings sind Umschichtungen innerhalb des Portfolios in der Regel mit Transaktionskosten verbunden, weshalb es sinnvoll ist, die Asset-Allocation eines Portfolios längerfristig zu planen.

Umschichtungen werden bei einer passiven Strategie vorgenommen, wenn neue öffentliche Informationen bekannt werden (ex ante z.B. über Zinssatz oder die Zusammensetzung des zugrundeliegenden Index wie z.B. DAX) oder bei Verschiebung der relativen Anteile durch Kursgewinne (ex post, z.B. 40/60-Strategie). Es findet also kein Buy-and-hold statt.

Da sich die Erträge der Einzelwerte unterschiedlicher Asset-Klassen häufig nicht parallel zueinander bewegen, ist es möglich, eine positive Performance der veranlagten Gelder zu erreichen, obwohl es bei einzelnen Teilen der Geldanlage zu einer negativen Entwicklung kommt. Daher kann durch Diversifikation das Risiko bei gegebener erwarteter Rendite minimiert bzw. die Rendite bei gegebenem Risiko maximiert werden.


  

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RE: Das ist Asset Allocation
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.1.07 10:56)

ich weiß was asset allocation bedeutet!
genau deshalb hoffe ich ja das mein Resüme über das Seminar nicht nur so wie deines ausschauen wird: 1 BRIC Fond kaufen --> würde nicht gerade von einem guten Seminar zeugen

  

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subjektiv
Rang: Jaeger_und_Sammler(30) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.1.07 11:48)

Also, wenn ich das mal rein subjektiv, meinen Erfahrungen mit ähnlich klingenden Seminaren gemäß, werten darf:

"Das Seminar:
Portfoliomanagement mit Asset Allocation hinzufügen
Mehr Know-How für mehr Gewinn mit Asset Allocation!
Wissen ist Macht, das gilt auch an der Börse. Mit Asset Allocation ist das systematische Reduzieren des Anlagerisikos durch Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen gemeint.

Wir möchten Ihnen diese Wissen gezielt durch unser praxisorientiertes Seminar vermitteln, welches von einem Profi aus der Finanzwelt abgehalten wird. Wir möchten Sie dabei unterstützen Ihre Gewinnchancen zu steigern und die Verluste zu minimieren bzw. Ihr persönliches Portfolio zu optimieren!

Das Seminar mit Workshopcharakter wendet sich an Investoren und Anleger aller Anlageklassen, die bereits Erfahrungen an der Börse und im Wertpapierhandel gesammelt haben! Im Vordergrund steht vorallem der Portfolio-Gedanke sowie dessen Risikostreuung.

Folgende Themen werden in diesem Seminar behandelt:
Basiswissen: Erkennen und Einschätzen von möglichen zukünftigen Erträgen der wichtigsten Anlageklassen
Portfolio Gestaltung: Optimierung von Portfolios mittels Investmentfonds (Verwendung von echten Daten)
Asset Allocation: Aufbau und Entwicklung
Die Wahl der richtigen Anlageklassen
Märkte: Kriterien für Trading
Technische Analyse und Fundamentalanalyse im Überblick
Charttechnik: Ein- und Ausstiegssignale anhand von Beispielen
Trends erkennen und analysieren
Informationsquelle Internet: Gute Tipps für Langfristinvestoren und Spekulanten

Kosten: xxx-Kunden: € 200,- bzw. Nicht-Kunden € 240,- (Preise inkl. USt.)

Im Preis inkludiert sind Seminarunterlagen, Mittagstisch, Pausenverpflegung und Teilnahmezertifikat."

... dann würde ich folgendes sagen:

Hört sich alles gut und schön an, aber die Seminarkosten werden sich wohl nur für jemanden rentieren, der über genug Kapital verfügt, daß er gut streuen kann. Als Kleinanleger ist man auf viel Intuition angewiesen, und man hält´s wohl nicht aus, eine gut geplante Asset Allocation langfristig beizubehalten, da man das Geld immer wieder mal für plötzliche "Spezialchancen" braucht.

Also wenn das Geldvermögen nicht viel mehr als ein Haus beträgt, ist man nicht flexibel und willens genug, um sich eine klare Streuung anzutun und diese auch strikt beizubehalten.

Wenn man sich nicht strikt an die sich selbst auferlegten Regeln hält, hat das Wissen um die perfekte Asset Allocation keinen Sinn.

Ich mach mir meine Asset Allocation im Moment selbst. Ich weiß, was ich will. Ich weiß, wo meine Schwachstellen liegen. Und um die ersparten 200 Euro kauf ich mir 5 Verbund-Aktien, das hilft meiner Streuung schon einmal sehr viel, in Energie bin ich eh total untergewichtet, obwohl ich dort übergewichten will.

Ich muß mich von risikoarmen Lebensmitteln (Agrana) trennen und werde das wohl zu 1/3 auf noch risikoärmeres Taggeld bei der Easybank (3,3%) und 2/3 auf gleichfalls risikoarme Versorger (mit höherem Upside-Potential als Lebensmittel) aufteilen.

Was ein Anleger von diesem Seminar an Sinnvollem mitnehmen kann: Wenn er zusätzlich über Depotabsicherung durch Puts lernt. Enttäuschend wäre, wenn gerade das nicht ausreichend angesprochen wird.

"Trading" hat mit Asset Allocation ohnehin nicht viel zu tun, ich würde also fürchten, daß über Kraut und Rüben berichtet wird.

Das Positive ist sicher das Mittagessen, da kann man einen Teil der Kosten reinbekommen.

Von den angesprochenen Investmentfonds will ich gar nichts hören, die relativ guten Investmentfonds sind oft recht teuer (5% Ausgabeaufschlag), man wird sie also in echt nur erwerben, wenn man bis zur Pension drin bleibt.

In meinem Fall: Ich möcht mein Kapital aktiv managen, ich will nicht nur über 5% meines Vermögens verfügen, wenn es einmal super Chancen gibt, da möcht ich schon flexibel sein. Einen Fonds, für den ich 5% Ausgabeaufschlag gezahlt hab, trau ich mich die nächsten 20 Jahr nimmer verkaufen.

Was mach ich mit dem Teilnahmezertifikat "Basiswissen und sonstiges"? Ich bewerb mich bei xxx als Supertrader? Oder bei der Raika als Kundenberater? Oder an der Wiener Börse als Vorstand?

Oder häng ich mir das Zertifikat lediglich zur Selbstbefriedigung über der Wohnzimmercouch auf?

Ich hab schon einige lustige Zertifikate gesammelt, im echten Leben bringen sie mir aber gar nix

Ein Zertifikat erweckt eher den Anschein, daß man über ein zusätzliches Goodie den Preis rechtfertigen will.

Aber alles rein subjektiv, ich spreche mich lediglich in meinem eigenen persönlichen Einzelfall dagegen aus.


  

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RE: subjektiv
Rang: dynamite(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.1.07 06:28)

Auf genau so eine Antwort habe ich gewartet --> im ernst!
Das Thema mit dem "baren Geld zur verfügung haben" trifft bei mir nicht ganz zu.Ich stimme daher mit deiner Aussage über die Sinnhaftigkeit eines solchen Seminars zu.
Was hilft die "beste Strategie" wenn man sie mangels "Geldes" nicht umsätzen kann --> geht mir jetzt auch so!
Werde daher den Betrag lieber in ein paar neue Bücher investieren, oder in BWIN

Danke noch mal für deine "subjektive" Antwort

  

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Geheimnis des Value Investings - Taktik von Warren Buffet
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.5.07 11:14)

von Dr. Markus Schoor

Liebe Leser,

die Konferenz der deutschsprachigen Value Investoren findet jedes Jahr am Vortag der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha statt. Der Hotelraum war klein aber sehr gut gefüllt.

Niemand machte eine Einleitung dazu, was Value Investing eigentlich sei, denn das ist seit Großvaterszeiten klar:

Kaufe erstklassige Aktien zum Discountpreis !

Jeder, der sich schon einmal mit der Börse beschäftigt hat, ist dieser Strategie schon einmal begegnet:

Kaufe eine unterbewertete Aktie und warte, bis ihre Gewinne steigen und ihr Preis natürlich auch. Diesen Traum haben wir alle schon einmal geträumt.

Doch bald zeigt sich, daß es nicht ganz so einfach ist:

- einen Discount auf eine Aktie zu bekommen

- eine "Margin of Safety" für ein Unternehmen zu erkennen

- zu erkennen, ob eine Aktie unterbewertet ist oder nicht

So ist es nicht verwunderlich, daß Value Investoren, die per se Zeit und Geld mitbringen (sonst sind es keine Value Investoren) , in einer scheinbar sicheren Welt leben.

Ihre Konzentration auf die Güte des Unternehmens, auf den langfristig verteidigbaren Wettbewerbsvorteil und den daraus folgenden steigenden Gewinnen, enthebt den Investor des sonst üblichen "Wachschlafs der Krokodile", die ja der Legende nach mit offenen Augen schlafen, während die Märkte, die Devisen, die Daytrader von der Angst zu verlieren nahtlos in die Angst etwas zu verpassen übergehen - und zurück.

Die Konzentration auf das zu kaufende Unternehmen enthebt den Value Investor der Hektik des einzelnen Börsenalltags (niemand sagte während der Konferenz die aktuellen Kurse an) und lässt ihn gut schlafen. Er weiss sich im sicheren Hafen seiner Konzentration und wartet ruhig und gelassen, bis der Börsenfluss ihm den Kurs zutreibt, den er von Anfang an geplant hat.

Doch wirklich ganz Gallien?

Nein, ein kleines Dorf in Gallien (in unserem Kopf) leistet Widerstand: denn auch auf den Schultern der Value Investoren sitzen diese "kleinen Teufelchen", die sich wohl nie besiegen lassen:

1. Gibt es noch genug Gelegenheiten? Ist nicht schon alles zu teuer geworden? Muß nicht erst ein Kursrutsch der Aktien folgen? (Hatten wir nicht eben noch gehofft, dass Devisen, Märkte und Konjunktur uns nicht wirklich einholen können?)

2. Auf für den Value Investoren gibt Skylla und Charybdis: Ist die neu entdeckte Superaktie nicht zu klein: Bekomme ich überhaupt Aktien und wenn ja, bekomme ich überhaupt einen, der sie mir später wieder abkauft?

Und natürlich diese Szene: Eben noch wird über die unglaublich tolle, gewinnträchtige Aktie X berichtet und deren unschlagbar günstigen gegenwärtigen Preis - dann kommt schon die Frage: "Warum ist sie denn so billig?" (Sind die anderen so dumm oder übersehe ich etwas?)



Unschwer zu erkennen, daß auch beim Value Investing, welches auch als die Suche nach dem versteckten oder verdeckten inneren Wert einer Firma beschrieben werden könnte, neben der Kenntnis der Mathematik und der Zahlen, Erfahrung und ein klarer Verstand benötigt wird.

Deutlich sollte aber auch werden, daß "Value Investing" keinesfalls ein Weg ist, sich grundsätzlich vor dem Risiko zu drücken.

Am folgenden Tag wird Warren Buffett auf der Hauptversammlung detailliert erklären, was seinen Erfolg als Value Investor ausmacht: nämlich der Umgang mit dem Risiko: "Bei allem was ich tat, habe ich mich niemals so verhalten, dass ich die Substanz des Unternehmens mit einem oder mehreren Investments wirklich gefährdet hätte. Ich bin nicht einmal besser als andere Value Investoren, ich habe nur niemals, wenn ich mich irrte, mehr als 2% des Geldes verloren, obwohl ich mich öfter mal geirrt habe.

Aus reiner Dummheit hatte ich letztes Jahr in einen Schuhproduzenten investiert. Hätte ich das nicht getan, wären Sie jetzt 2% reicher!"

Charlie Munger kommentiert schmunzelnd dazu: "Glücklicherweise traf er auch bessere Entscheidungen!" (Theo Lingens blitzendes Grinsen im Gesicht)

Investoren Akademie v. 17.5.2007

  

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Position im Minus und dann Erholung: Verkaufen oder nicht?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.5.07 22:41)

von Jochen Steffens

Gerade heute wurde ich direkt von zwei Lesern gefragt, was man macht, wenn eine Position, die bisher tief im Minus war, nun wieder die Pluszone erreicht hat.

Die Antwort ist ganz einfach. Es gibt nämlich eine Traderregel, die ich vor einigen Jahren schon entwickelt habe, die auf den ersten Blick sehr einfach und vielleicht sogar gänzlich unverständlich ist, die aber auf den zweiten Blick die einzig wahre Antwort auf diese Frage darstellt.

1. Steffenssche Regel:

„Wenn eine Position tief im Minus war und dann wieder ins Plus läuft, sollte man diese sofort verkaufen!“

Die Fragen dieser Leser beschreiben eigentlich zwei Tradingfehler:

Der erste Fehler war: Man hat eine Position zu weit ins Minus laufen lassen!

Ein Geschenk sollte man annehmen!

Vereinfacht könnte man nun sagen: „Wenn diese ansonsten doch eher leidenschaftslose Börse Ihnen dieses unglaubliche Geschenk macht, dass Sie einen Fehler ausbügeln können und mit einem blauen Auge davon kommen, dann seien Sie doch nicht so dämlich und lehnen dieses Geschenk ab! Dahinter verbirgt sich die Arroganz zu glauben, die Börse ginge immer weiter. Nein, sagen Sie brav und demütig: „Danke!“, senken den Kopf und nehmen dieses Geschenk reumütig an!

Denn schließlich muss die Börse ja, wenn Sie einen dicken Verlust ausgeglichen haben, seit dem Tief sehr stark gestiegen sein. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass es noch viel weiter geht, ist schon deutlich gesunken. Um das zu verdeutlichen, einmal ein Beispiel.

Ein Beispiel

Sie haben zu 100 € ein Wertpapier gekauft (einfach weil 100 € = 100 %). Nun ist die Aktie, der Optionsschein, das Zertifikat um 50 % seit Kauf eingebrochen. Sprich, Sie haben 50 % des eingesetzten Kapitals verloren – offenbar natürlich unter völliger Missachtung jedwedes Money-Managements (was uns allen immer wieder passieren kann und wird, egal wie lange man auch schon dabei ist).

Was tun, wenn das Kind im Brunnen jammert?

In dieser Situation erhalte ich dann immer wieder Mails von Lesern, die mich fragen: „Was soll ich tun? Alles verkaufen, dann steigt es bestimmt wieder, oder investiert bleiben; nur, wenn es dann noch weiter fällt?“

Ich weiß, diese Menschen denken, ich könne ihnen nun das Patentrezept schlechthin an die Hand geben. Das Dumme ist nur, wenn das Kind bereits so weit in den Brunnen gefallen ist, dann gibt es keine „befriedigende“ Lösung mehr. Natürlich ist die Chance nach einem 50 % Einbruch recht hoch, dass es bald einmal zu einer Gegenbewegung kommt. Und natürlich verkauft man erst dann, wenn einem die letzten Nerven reißen! Da wir Trader aber alles nur Menschen mit hauchdünnen Nerven sind, wird dieser Punkt dem Moment entsprechen, wo auch vielen anderen Trader eben diese hauchdünnen Nerven reißen – also dann, wenn die Aktie, das Wertpapier ausverkauft ist – sprich: Genau am Tief. Sie kennen das.

Aber eine Garantie dafür, immer genau am Tief zu verkaufen, gibt es nicht. Es kann auch immer weiter und weiter fallen. Erinnern wir uns an Januar 2002...

Eine wenig befriedigende Lösung

Es gibt nur eine sinnvolle Art mit so einer Situation halbwegs gut umzugehen – wobei „gut“ schon fast ein stark übertriebener Euphemismus ist. Man verkauft Teilpositionen – nach und nach, bis man flat ist (die ganze Position verkauft hat). So nimmt man nach und nach Druck aus der Position, sichert sein Geld, behält aber die Möglichkeit noch von einer Gegenbewegung zu profitieren. Allerdings sollte man dann auch bei weiter steigenden Kursen nach und nach verkaufen. Denn ab diesem Moment, indem man schließlich begriffen hat, dass man eine große Dummheit begangen hat, geht es nicht mehr darum Gewinne zu machen, sondern Verluste zu begrenzen.

Und hier sind wir beim zweiten Fehler: Wenn die Gesamtposition nun wieder im Plus ist, haben Sie natürlich auch nicht bei wieder anziehenden Kursen Teilpositionen verkauft, sprich Druck rausgenommen. Das hätten Sie jedoch tun müssen! Sie wussten nämlich nicht, ob es sich bei den wieder steigenden Kursen nicht nur um eine kleine Gegenbewegung mit anschließend steil weiter fallenden Kursen gehandelt hat. Sprich, Sie haben einfach ein Schweineglück gehabt, dass die Gesamtposition wieder ins Plus gelaufen ist (siehe Geschenk).

Einen Trade in zwei aufspalten

Nun kommen wir zu dem Beispiel zurück: Die Aktie hat sich nun von 50 € auf 100 € wieder erholt. Sprich, sie hat jetzt einen Anstieg von 100 % hinter sich!

Nun stellen Sie sich einfach vor, Sie hätten die Aktie genau am Tief verkauft – also etwas ganz Normales gemacht, was immer wieder passiert. Ein paar Wochen später wären Sie in eine Aktie eingestiegen, die 100 % zugelegt hätte – würden Sie dann noch fragen, ob Sie den Gewinn mitnehmen?

Aber auch hier gibt es natürlich die Lösung, bei einem 100 % Gewinn Teilpositionen zu verkaufen, um Gewinne zu sichern, und den Rest laufen zu lassen. Also eigentlich müsste doch dann die Regel heißen:

Wenn Sie nach einem starken Verlust wieder die Pluszone erreicht haben, dann verkaufen Sie einen Teil der Positionen.

Die Psyche spielt immer mit!

Hier kommt aber noch ein weiterer Aspekt hinzu, der die erste Regel zu der einzig wahren Regel macht:

Gerade an den Börsen geht es aber darum, Fehler zu begreifen UND zu akzeptieren. In dem Moment, wo ich die Position verkaufe, wenn sie wieder ins Plus gelaufen ist, akzeptiere ich diesen Fehler! Ich mache damit meiner Psyche deutlich: Du hast einen Fehler gemacht – nämlich die Position zu weit ins Minus laufen lassen. Die Börse hat dir ein kleines Geschenk gemacht, ich nehme dieses reumütig an, bin aber dankbar, dass ich diese Gnade erfahren habe.

Wenn Sie jedoch investiert bleiben und der Trade tatsächlich noch dick ins Plus läuft, bringen Sie Ihrer Psyche etwas anderes bei, nämlich: Es ist nicht so schlimm, wenn man Positionen zu weit ins Minus laufen lässt, das kommt schon wieder! Und tatsächlich buchen Sie dann den Fehler nicht als Fehler ab, sondern vergessen einfach, dass Sie diesen Fehler gemacht haben! Ist ja alles wieder gut. Mit anderen Worten, Sie werden diesen Fehler wieder machen und es kann gut sein, dass Sie dann beim nächsten Mal KEIN kleines Geschenk mehr von der Börse erhalten und somit richtig viel Geld verlieren.

Und aus diesem Grund ist der Satz:

Wenn eine Position tief im Minus war und dann wieder ins Plus läuft, sollte man diese sofort verkaufen!

die einzig wahre Börsenweisheit und damit die einzige richtige Antwort auf diese Frage der beiden Leser.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

Investor's Daily von heute

  

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WestLB: Händler sollen jahrelang Kurse manipuliert haben
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.4.07 12:23)

WestLB: Händler sollen jahrelang Kurse manipuliert haben
Millionenverlust nur "Betriebsunfall" in Betrugsserie

AFP

Der angeblich innerhalb von wenigen Tagen entstandende dreistellige Millionenverlust beim Eigenhandel der WestLB ist offenbar nur ein "Betriebsunfall" in einer Kette von Manipulationen gewesen. Aktienhändler der WestLB stünden unter dem Verdacht, jahrelang die Schlusskurse von Vorzugsaktien manipuliert zu haben, berichtete die "Financial Times Deutschland". Händler hätten damit auf dem Papier hohe Gewinne im Eigenhandel der Bank erzielt und ihre Bonuszahlungen gesichert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit den Vorfällen betrauten Bankern.

Nach Informationen der Zeitung waren neben VW-Papieren vor allem auch Metro- und BMW-Aktien von den Geschäften betroffen. Die damit erzielten Gewinne seien überwiegend Scheinerträge gewesen. Die durch die Geschäfte aufgebauten Positionen seien zum großen Teil noch vorhanden. Müssten sie aufgelöst werden, werde ein tatsächlicher Verlust des Zentralinstituts der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg sichtbar. Der Rückstellungsbetrag belaufe sich auf "geschätzte 300 Millionen Euro", zitierte die Zeitung einen Experten in der WestLB. Dies werde von der WestLB bestritten. "Es gibt heute keinen Rückstellungsbedarf", sagte Chefjurist Michael Berghaus.

Die Händler haben dem Bericht zufolge möglicherweise seit 2001 gegen Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verstoßen. Auch befreundete Maklerhäuser hätten Vorzugsaktien gekauft, um einen regen Handel vorzutäuschen. Auch eine US-Bank soll behilflich gewesen sein.

Die WestLB hatte am Dienstag erklärt, nach bisherigen Untersuchungsergebnissen seien möglicherweise auch Dritte an den Vorgängen beteiligt gewesen, deren Tätigkeit "nicht unter die Aufklärungshoheit der WestLB fällt". Angaben über die Schadenshöhe durch die Vorgänge machte die Bank bisher nicht.
Berliner Zeitung, 11.04.2007
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Wozu die Aufregung? Ist doch nur, was jeden Tag in jeder Investmentabteilung jeder größeren Bank geschieht.

  

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Vertrauen sie Warren Buffet?
Rang: el_gato(11) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.10.07 14:04)

Superinvestoren

Großes Vertrauen


Das Anlagegeschick von Warren Buffett ist legendär. Es spiegelt sich in der Aktie seiner ­Investmentfirma Berkshire Hathaway wider: Seit 1990 versiebenfachte sich ihr Wert. Am Erfolg des Börsengurus teilhaben können Anleger mit dem Superinvestoren-Zertifikat von Sal. Oppenheim (Isin DE000SDL9SU1).


Mit ihm setzen Käufer auch auf das Können vier weiterer Anlageprofis und deren Firmen: Brookfield Asset Management, Groupe Bruxelles Lambert, Hutchison Whampoa und Investor AB. Das Papier hat einen guten Risikoschutz. Fällt keine Aktie um mehr als 50 Prozent, erhalten Anleger im Juni 2009 mindestens den Nennwert von 100 Euro zurück. Um eine Top-Rendite zu erzielen, ist aber Vertrauen in Buffett & Co. notwendig: Anleger bekommen als Verzinsung das Ergebnis der schlechtesten Aktie mit dem Faktor drei ausgezahlt. Liegt auch nur ein Wert im Minus, entfällt sie komplett. Nur Zocker ordern das Papier, dessen Zeichnungsfrist bis zum 8. Oktober läuft.

http://www.capital.de/finanzen/100007823.html?nv=rss

Sachen gibts

mfg
el gato

  

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RE: Vertrauen sie Warren Buffet?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.10.07 14:21)

Das Zerti scheint mir sehr riskat. "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", soll Lenin in anderem Zusammenhang gesagt haben. Hier gibt es ziemlich viele unkontrollierbare Faktoren. Wenn nur eine von 5 Aktien im Minus ist, bekommt man gar keine Verzinsung. Und wenn sich nur eine von 5 halbiert, gibt es nichteinmal Kapitalschutz.
Und daß sich die Gesamtrendite - falls bis dahin alles glattgeht - an der schlechtesten von 5 Aktien orientiert, begeistert mich auch nicht wirklich. Selbst wenn sich also 4 von 5 Aktien verdoppeln, während nur eine gleichbleibt, gewinnt man gar nichts. Daran kann auch der Faktor 3 nichts ändern.

  

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Verdienen mit Verlierern (EuramS) interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.11.07 01:06)

Zwar schon ein älterer Artikel - aber könnte funktionieren:


02.10.2005 05:51:00
Verdienen mit Verlierern (EuramS)Europas Star-Stratege Rolf Elgeti hat die Loser-Strategie erfunden. In EURO am Sonntag erklärt er, wie sie noch besser funktioniert und welche Aktien in diesem Jahr das Rennen machen könnten.
von Hans Sedlmaier

Er tut es noch immer. Er steigt. Und mit jedem neuen Drei-Jahres-Hoch, das der DAX markiert - das letzte am Freitagmorgen mit 50xx Punkten -, wächst die Zahl jener Investoren im derzeitigen Ruhestand, die mit ungläubigem Blick den Aufstieg des deutschen Leitindex verfolgen. Und die es dabei in den Fingern juckt. Noch immer sind nur wenige Privatanleger im Markt, scheut das Gros den Wiedereinstieg. Doch mit jedem Punkt, den der DAX zulegt, nimmt die Versuchung zu.

Für Nachzügler unter den Aktionären gibt es eine Strategie, die auf Nachzügler unter den Aktien setzt. Die Verlierer-Strategie. Die dahinterstehende Idee ist einfach, aber bewährt: Gerade jene Aktien, die sich in den ersten neun Monaten des Jahres am schlechtesten entwickelt haben, legen im Herbst am meisten zu. Mit ihnen können Anleger jetzt überdurchschnittlich verdienen.

In der Systematik steckt ein Gutteil Börsenpsychologie dahinter:

Ende September und Anfang Oktober nehmen Fondsmanager und andere institutionelle Investoren wie Versicherungen erfahrungsgemäß ihre Depots noch einmal gründlich unter die Lupe. Gerade in einem insgesamt stark gestiegenen Markt suchen sie dann nach Aktien, die bisher links liegengelassen wurden und daher Gewinnpotential haben - vorausgesetzt, es gibt keine schwerwiegenden Probleme, die ein Unternehmen die nächsten Monate belasten werden. Finanziert werden die Käufe durch Gewinnmitnahmen bei bisher gut gelaufenen Aktien. Anfang Dezember verkaufen die Fondsmanager wieder. Denn dann beginnen sie das sogenannte Window Dressing: Sie wollen ihren Investoren eine möglichst positive Bilanz vorlegen. Daher veräußern sie Aktien, die sich im Jahresschnitt unterdurchschnittlich entwickelt haben. Das trifft Verlierer-Aktien dann, wenn ihre überdurchschnittliche Entwicklung im Oktober und November nicht ausreicht, um zu den übrigen Papieren aufzuschließen.

"Das klingt simpel, ist nicht wissenschaftlich und hat auch keine fundamentalen Gründe - aber es ist belegbare Erfahrung, daß Investoren so handeln." Sagt Rolf Elgeti, Chef-Stratege der Investmentbank ABN Amro. Er gilt als einer der besten seiner Zunft und wurde zu Europas Strategen des Jahres 2004 gewählt. Auch weil Elgeti so überraschende Ideen entwickelte wie die Verlierer-Strategie, die er im Herbst 2003 erstmals veröffentlichte. Die Zahlen beeindrucken: Im Durchschnitt konnte man mit den bis dahin zehn schlechtesten DAX-Titeln von Anfang Oktober bis Anfang Dezember von 1997 bis 2004 eine durchschnittliche Rendite von 23,5 Prozent erzielen. Durchschnittlicher DAX-Gewinn in diesem Zeitraum: 9,5 Prozent.

Nicht nur für den deutschen Leitindex läßt sich der Verlierer-Effekt nachweisen. Auch bei den großen europäischen Indizes wie dem Euro Stoxx 50 sowie dem britischen FTSE 100 oder dem Stoxx 50 war die Entwicklung ähnlich. Im Schnitt performten die Verlierer zum Jahresende hin überdurchschnittlich gut, die Gewinner entwickelten sich dagegen unterdurchschnittlich.

Für diesen Herbst hat Elgeti die Strategie weiterentwickelt: "Wenn man jeweils einen Korb aus Verlierer-Aktien gekauft hat, hat man durchaus Geld verdient. Aber das Ganze kann noch besser funktionieren, wenn man sich die Einzelwerte in den Verlierer-Körben aus den verschiedenen großen Indizes ansieht. Dadurch wird der Effekt viel stärker."

Die Idee: Wenn ein Titel nicht nur Verlierer im DAX, sondern auch im Euro Stoxx 50 ist, oder eine Aktie nicht nur im Stoxx 50, sondern auch im britischen FTSE 100 im Minus liegt, "dann gibt es viel mehr Anleger, die potentiel den Titel kaufen, als wenn er nur in einem einzigen Index ein Verlierer ist". Fondsmanager investieren normalerweise eben nicht in einen großen Verlierer-Korb, sondern suchen sich ein oder zwei Werte, in denen sie Aufholpotential sehen. Daher muß man als Anleger versuchen, "die Werte zu finden, die bei möglichst vielen anderen Anlegern auf dem Radar sind", meint Elgeti.

Der Vorteil der Verlierer-Strategie: Auch wenn sie mal nicht so gut funktioniert, wie das in den Jahren 1999 und 2003 der Fall war (siehe Grafik S. 17), dann schneidet man dabei mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gravierend schlechter ab als der Gesamtindex.

Die Rally der Zurückgebliebenen kann es durchaus auch in diesem Jahr wieder geben. Denn viele institutionelle Anleger hatten nicht wirklich damit gerechnet, daß es ein gutes Aktienjahr werden würde. Eine Umfrage der Deka Bank hatte im vergangenen Dezember ergeben, daß 80 Prozent der Anlageprofis dem DAX in diesem Jahr kein zweistelliges Plus zutrauten. Tatsächlich hat der Index aber bis dato 18 Prozent zugelegt. Dies könnte bedeuten, daß so mancher die Rally verpaßt hat und nun noch nach Chancen sucht. Erfahrungsgemäß kaufen Investoren dabei gerade Aktien, bei denen sie noch Aufholpotential vermuten.

http://www.finanzen.net/nachricht/Verdienen_mit_Verlierern_EuramS__339072

  

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Wieviel Zeit muss ich investieren, um erfolgreich zu traden?
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.11.07 23:49)

Wieviel Zeit muss ich investieren, um erfolgreich zu traden?
2007-11-12 10:53:50

Beatrice hat in einem Kommentar geschrieben:

Ich bin froh, dass einer mal nicht gleich das grosse, schnelle Geld verspricht.
Ich möchte mir auch langsam was aufbauen, neben meinem Job. Doch hierzu eine Frage. Wie viel Zeit braucht man täglich für das traden wenn man es ernsthaft betreiben will?

Jürgen beantwortete ihre Frage, stellte sie mal auf Arbeit. Tradevorbereitung, Tradenachbearbeitung, Durchführung, Statistikauswertung, etc. ein

Darauf schrieb Beatrice:

(…) Das klingt jetzt aber nach richtig viel Arbeit! Mein Ziel ist ganz klar irgendwann die 100000 mit meinem Depot zu erreichen, denn die hab ich ja leider noch nicht. Wenn ich dann das geschriebene von Pierre durchlese muss ich wohl die nächsten paar Jahre nur darauf hinarbeiten und darf in der Zeit das Geld nicht angreifen, sondern muss es wachsen lassen.

So weit so gut. Doch nach deiner Aussage muss ich nun in diesen Jahren täglich 10 Stunden verwenden um das Ziel überhaupt zu erreichen. Und werde quasi in der Zeit dabei nichts verdienen, da ich ja das Kapital stehen lassen muss.

Das ist aber wirklich heftig! Neben dem Job noch jahrelang traden und das alles ohne, dass man was davon hat

Und wieso muss man je zwei Stunden vor und nach Markteröffnung investieren?
In der Zeit wo der Mark geschlossen ist hat sich doch nichts verändert oder?


Hi Beatrice,

die Frage mit der Zeit wird oft und gerne gestellt. Wie viel Zeit muss man denn letztendlich investieren, um gut zu werden? In irgendeinem amerikanischen Buch hab ich mal folgenden Satz geschrieben gesehen: “Du willst wissen was das Geheimnis meines Erfolges ist? Ruf mich um 22:00 Uhr am Freitag im Büro an, dann sag ich es dir!”

An diesem Satz ist etwas Wahres dran, aber auch leider sehr viel Unwahres.

Ich möchte ein bißchen weiter ausholen, um zu erklären was ich meine. Viele Trader klagen darüber, dass Trading harte Arbeit ist. Man muss viel lernen, viel verstehen, sich selbst unter Kontrolle haben und ständig mit den Markt Schritt halten - ja, eigentlich muss man dem Markt sogar einen Schritt voraus sein. Man informiert sich per Internet, TV und Handy über aktuelle Kurse - und nimmt jede Menge in Stress in Kauf.

In Wirklichkeit ist das nicht harte Arbeit. Unsere Großväter, die haben noch harte Arbeit verrichtet. Damals musste man einfach mehr produzieren, wenn man mehr verdienen wollte. Der Bäcker mehr Brot, der Schneider mehr Anzüge und der Schuster mehr Schuhe als sonst üblich. Dinge wie “Branding” oder ähnliches gab es damals noch nicht wirklich. Erst wer mehr Blasen auf den Händen hatte, der konnte auch tatsächlich mehr verdienen.

Heute hat sich unsere Gesellschaft bahnbrechend geändert. 30% aller Deutschen verdienen Ihr Geld am Schreibtisch (habe ich mal in einer Zeitung gelesen, aber ich glaube es sind mehr.) Hart arbeiten tut von diesen Bürohengsten keiner, die überstünden nicht mal einen Tag am Bauernhof im Regelfall. Viel vielleicht schon - aber hart?

Das Problem ist, aus der Zeit der handwerklichen Arbeit haben wir das Konzept mitgenommen, dass mehr Arbeitszeit auch gleichzeitig mehr Produktivität bedeutet. Jeder, der schon mal eine Nachtschicht am PC eingelegt hat, wird bestätigen, dass dem nicht so ist. Das was man in der Nacht ab und an in 4 Stunden erledigt, das erledigt man ausgeschlafen am nächsten Tag plötzlich in 2 Stunden.

Aber woher rührt effektiveres und effizienteres Arbeiten?

Ich muss wieder etwas vom Thema abweichen. Ein guter Doktor verbringt ungefähr 30-45 Minuten am Tag mit der Tätigkeit, die ihm seinen guten Ruf bringt. Nur 30-45 Minuten am Tag behandelt und heilt er. Den Rest der Zeit muss er sich mit Patienten unterhalten, Teams koordinieren, Formulare ausfüllen, bürokratische Angelegenheiten regeln, und seine Frau vertrösten, dass es heute wieder später wird. Noch dazu hat er 5-7 Jahre gelernt, nur um diese 30-45 Minuten am Tag einzusetzen.

Ein guter Anwalt hat ebenso eine lange Lernphase. Doch auch er verbringt nur die wenigste Zeit mit aktiven Gerichtsverhandlungen. Ein guter Anwalt muss networking betreiben, Fälle aufarbeiten, Gesetzestexte studieren, alte Berichtsbeschlüsse aufarbeiten, etc. - zum Verhandeln kommt auch er nicht den ganzen Tag.

Die Leistungsträger unserer Gesellschaft, die so genannten Knowledge-Worker, verbringen nur sehr wenig Zeit pro Tag mit der eigentlichen Tätigkeit bzw. ihrer Berufung. Die meiste Arbeit ihres Jobs besteht in der Vorbereitung und Verbesserungen ihrer Eigenschaften. Erst das ermöglicht ihnen konstant gute Performance in den dann gewünschten Stresssituationen abzurufen.

Warum glauben also so viele Leute beim Trading ist es anders? Man dreht nicht den Monitor auf, um sich einen Chart anzuschauen, drückt auf den Kaufknopf und ist dann reich. Auch ich verbringe nur sehr wenig Zeit mit dem eigentlichen Trading. Gute Arbeit entsteht Abseits des Bühnenlichts, dort wo es keinen Ruhm zu erlangen gibt.

Tja, und dass man ein paar Jahre investieren muss, viel arbeitet ohne einen Ertrag zu erwartet - das ist Unternehmertum. 80% aller neu gegründeten Unternehmen scheitern in den ersten Jahren. Das ist auch bei vielen Trading-ICH-AGs so. Und bei Jungunternehmern wirst du auch dasselbe Muster erkennen - viel Schweiß, viel Blut, viel Ausdauer - das sind die Zutaten für den Erfolg.

Wer hat gesagt, dass es an der Börse schnell und leicht verdientes Geld gibt? Und wer glaubt das wirklich?

Happy Trading,
Pierre

http://www.be24.at/blog/entry/11158

  

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Immer gewinnen - DAX Long & Short gleichzeitig
deltacon(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.11.07 00:46)

Hab ich mal im Wirtschaftsblatt gefunden, find ich eine interessante Strategie, habs aber selbst noch nicht probiert / getestet, vor Allem, wenn man tatsächlich versucht, die Spitzen mitzunehmen und es halbwegs hinkriegt.
Tja und da ich diesen "Fred" hier entdeckt hab, ist das der richtige Zeitpunkt, sie mal reinzustellen

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Gewinnen! Egal, wie die Börse läuft

von Robert Gillinger
Null plus eins minus eins ist nicht zwangsläufig null. Und zwar, wenn Sie gleich viel in den DAX und sein negatives Spiegelbild, den ShortDAX, investieren. À la longue gewinnen Sie damit sicher.

Die eierlegende Wollmilchsau ist wohl ähnlich zu beurteilen wie ein Perpetuum mobile. Schön wär's - in der Realität gibt's aber beide nicht. Oder doch?

Die Deutsche Börse lancierte kürzlich einen interessanten Index - den ShortDAX. Heisst: Steigt der deutsche Aktienleitindex DAX, verliert der ShortDAX im gleichen Ausmass - die beiden Indizes verhalten sich einfach spiegelverkehrt. Umgekehrt läuft dieses Spiel natürlich genauso.
In der Praxis sieht das dann so aus: Mitte Juni überkam den deutschen Aktienmarkt die Furcht vor der Kreditklemme (Banken wollten bzw. konnten sich untereinander kein Geld mehr borgen, Unternehmensübernahmen drohten mangels Liquidität zu scheitern), der DAX begann seinen Abstieg und verlor in der Spitze etwas mehr als zehn Prozent.

Wunderbar für alle, die auf fallende Kurse gesetzt hatten: Der ShortDAX legte im selben Zeitraum rund elf Prozent zu (der kleine Performanceunterschied erklärt sich dadurch, dass das Geld des ShortDAX eigentlich am Terminmarkt liegt und dort verzinst wird).
Denn auch der ShortDAX kann heutzutage bereits gekauft werden, findige Produktentwickler in den Emissionsabteilungen der Banken rechneten kurz nach und kamen zum Schluss, dass sich die Ausgabe von Zertifikaten für sie rechnen würde - vier entschieden sich bisher zum Handeln, unter anderem Philipp Arnold von der RCB (siehe Interview auf Seite 3 im INVESTOR kompakt).


Die Qual der Wahl

Doch welcher der beiden Indizes ist in der aktuellen Börsensituation der richtige? Sollten Anleger auf steigende Kurse setzen (long gehen, wie Börsianer dazu gern sagen) und sich etwa ein "normales" Index-Zertifikat auf den DAX kaufen, das dessen Kursverlauf eins zu eins widerspiegelt?
Oder ist die Krise doch noch nicht ausgestanden, die Wirkung von Ben Bernankes Zinssenkung bald verpufft und die Märkte stehen vor einem Kollaps wie mancherorts befürchtet wird? Dann müssten Anleger auf fallende Kurse setzen - also short gehen. Argumente gibt es für beide Szenarien. Und jedes klingt immer glaubwürdig.

Wie auch immer. Aber wie wäre es mit der Kombination beider Produkte! Das klingt an sich pervers und nach einem Nullsummenspiel. Doch weit gefehlt! À la longue gehören Sie zu den sicheren Gewinnern (zumindest theoretisch) an der Börse, wenn Sie ein Short- und ein Long-Produkt auf den DAX kombinieren (ausgewählte Produkte siehe Tabelle).
Das liegt an der besonderen Berechnungsweise des ShortDAX. Denn tagtäglich wird der Zeiger wieder auf null gestellt, die Ausgangsbasis ist der jeweilige Schlusskurs des Vortages und nicht etwa das Auflagedatum des Index. So kommen Anleger zu einer Art Zinseszinseffekt.

Dazu ein einfaches Beispiel: Sie investieren je 1000 Euro in ein Long- sowie Short-Produkt auf den DAX, in Summe also 2000 Euro. Am ersten Tag legt der DAX fünf Prozent zu:
Ihr Long-Produkt auf den DAX erfreut Sie mit einem Kursanstieg auf 1050 Euro, das Short-Produkt fällt dafür auf 950 Euro - bisher sind wir beim Nullsummenspiel.
Tag 2: Wieder geht es fünf Prozent hinauf und das Long-Produkt notiert bei 1102,5 Euro, der Shortie bei 902,5 - in Summe also bei 2005 Euro, und schon haben Sie gewonnen.
Toll müsste das Ganz über einen längeren Zeitraum sein: Der DAX legt etwa 100 Prozent zu, was dem Long-Produkt ebenso viele Prozent bringt, während Sie auf der Short-Seite "nur" 50 Prozent verlieren sollten.
Fällt der DAX dafür um 50 Prozent, ist das zwar für das normale DAX-Zertifikat schlecht, das auf den ShortDAX hat sich aber verdoppelt - sofern die Zertifikate-Emittenten halten, was sie versprachen -, den ShortDAX eins zu eins im Zertifikat abzubilden.

Anleger, die beide Zertifikate einfach langfristig halten, sollten mit einer Rendite von etwa vier bis fünf Prozent pro Jahr rechnen können. Mehr sollte herausschauen, wenn die Spitzen "mitgenommen" werden, also hohe Gewinne eines Zertis mitgenommen werden und bei der in der Regel immer folgende Gegenbewegung des DAX auch das vorher in der Verlustzone liegende Zertifikat seine Abgaben reduziert.
Wer dann verkauft, kann mit dem Spiel von Neuem beginnen.
Natürlich sind da noch Spesen und andere Kosten einzukalkulieren, die Produkte sind aber an sich mit geringen Spreads (Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen) ausgestattet, das RCB-Produkt kommt sogar ohne jährliche Managementgebühr aus, hat aber leider eine Laufzeitbeschränkung.


KESt an Bord

Beachten müssen Anleger natürlich die steuerliche Seite. Alle ShortDAX-Produktewurden alle nach dem Stichtag 1. August 2005, ab dem Kurs-gewinne mit der KESt (25 Prozent) zu versteuern sind, aufgelegt bzw. geschlossen.

27.09.2007 | 21:21
Quelle: http://www.wirtschaftsblatt.at/home/zeitung/kompakt/260697/index.do

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Es gibt einen Kommentar zu dem Artikel auf der Wirtschftsblattseite, wo bezweifelt wird, dass die Strategie funktioniert. Da wird gesagt, man solle sich doch mal durchrechnen, was passiert, wenn der Dax 1 Tag steigt und 1 fällt.
Tja, das wäre ein Nullsummenspiel, aber es ist ja nicht so, dass es immer auf und ab geht.
Solange der Dax sich täglich abwechselt oder fällt, passiert nix. Wenn er aber 2 (oder mehr) Tage hintereinander steigt, gewinnt man schon (sofern die Zertis tatsächlich so funktionieren).

Mich juckts in den Fingern, das mal zu probieren!

  

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RE: Immer gewinnen - DAX Long & Short gleichzeitig
Rang: Hochstapler(49) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.11.07 12:50)

>Hab ich mal im Wirtschaftsblatt gefunden, find ich eine
>interessante Strategie, habs aber selbst noch nicht probiert /
>getestet, vor Allem, wenn man tatsächlich versucht, die
>Spitzen mitzunehmen und es halbwegs hinkriegt.
>Tja und da ich diesen "Fred" hier entdeckt hab, ist
>das der richtige Zeitpunkt, sie mal reinzustellen
>
>---------------------------------
>
>
>Gewinnen! Egal, wie die Börse läuft
>
>von Robert Gillinger
>Null plus eins minus eins ist nicht zwangsläufig null. Und
>zwar, wenn Sie gleich viel in den DAX und sein negatives
>Spiegelbild, den ShortDAX, investieren. À la longue gewinnen
>Sie damit sicher.

>
>Die eierlegende Wollmilchsau ist wohl ähnlich zu beurteilen
>wie ein Perpetuum mobile. Schön wär's - in der Realität gibt's
>aber beide nicht. Oder doch?
>
>Die Deutsche Börse lancierte kürzlich einen interessanten
>Index - den ShortDAX. Heisst: Steigt der deutsche
>Aktienleitindex DAX, verliert der ShortDAX im gleichen Ausmass
>- die beiden Indizes verhalten sich einfach spiegelverkehrt.
>Umgekehrt läuft dieses Spiel natürlich genauso.
>In der Praxis sieht das dann so aus: Mitte Juni überkam den
>deutschen Aktienmarkt die Furcht vor der Kreditklemme (Banken
>wollten bzw. konnten sich untereinander kein Geld mehr borgen,
>Unternehmensübernahmen drohten mangels Liquidität zu
>scheitern), der DAX begann seinen Abstieg und verlor in der
>Spitze etwas mehr als zehn Prozent.
>
>Wunderbar für alle, die auf fallende Kurse gesetzt hatten: Der
>ShortDAX legte im selben Zeitraum rund elf Prozent zu (der
>kleine Performanceunterschied erklärt sich dadurch, dass das
>Geld des ShortDAX eigentlich am Terminmarkt liegt und dort
>verzinst wird).
>Denn auch der ShortDAX kann heutzutage bereits gekauft werden,
>findige Produktentwickler in den Emissionsabteilungen der
>Banken rechneten kurz nach und kamen zum Schluss, dass sich
>die Ausgabe von Zertifikaten für sie rechnen würde - vier
>entschieden sich bisher zum Handeln, unter anderem Philipp
>Arnold von der RCB (siehe Interview auf Seite 3 im INVESTOR
>kompakt).
>
>
>Die Qual der Wahl
>
>Doch welcher der beiden Indizes ist in der aktuellen
>Börsensituation der richtige? Sollten Anleger auf steigende
>Kurse setzen (long gehen, wie Börsianer dazu gern sagen) und
>sich etwa ein "normales" Index-Zertifikat auf den
>DAX kaufen, das dessen Kursverlauf eins zu eins widerspiegelt?
>
>Oder ist die Krise doch noch nicht ausgestanden, die Wirkung
>von Ben Bernankes Zinssenkung bald verpufft und die Märkte
>stehen vor einem Kollaps wie mancherorts befürchtet wird? Dann
>müssten Anleger auf fallende Kurse setzen - also short gehen.
>Argumente gibt es für beide Szenarien. Und jedes klingt immer
>glaubwürdig.
>
>Wie auch immer. Aber wie wäre es mit der Kombination beider
>Produkte! Das klingt an sich pervers und nach einem
>Nullsummenspiel. Doch weit gefehlt! À la longue gehören Sie zu
>den sicheren Gewinnern (zumindest theoretisch) an der Börse,
>wenn Sie ein Short- und ein Long-Produkt auf den DAX
>kombinieren (ausgewählte Produkte siehe Tabelle).
>Das liegt an der besonderen Berechnungsweise des ShortDAX.
>Denn tagtäglich wird der Zeiger wieder auf null gestellt, die
>Ausgangsbasis ist der jeweilige Schlusskurs des Vortages und
>nicht etwa das Auflagedatum des Index. So kommen Anleger zu
>einer Art Zinseszinseffekt.
>
>Dazu ein einfaches Beispiel: Sie investieren je 1000 Euro in
>ein Long- sowie Short-Produkt auf den DAX, in Summe also 2000
>Euro. Am ersten Tag legt der DAX fünf Prozent zu:
>Ihr Long-Produkt auf den DAX erfreut Sie mit einem Kursanstieg
>auf 1050 Euro, das Short-Produkt fällt dafür auf 950 Euro -
>bisher sind wir beim Nullsummenspiel.
>Tag 2: Wieder geht es fünf Prozent hinauf und das Long-Produkt
>notiert bei 1102,5 Euro, der Shortie bei 902,5 - in Summe also
>bei 2005 Euro, und schon haben Sie gewonnen.
>Toll müsste das Ganz über einen längeren Zeitraum sein: Der
>DAX legt etwa 100 Prozent zu, was dem Long-Produkt ebenso
>viele Prozent bringt, während Sie auf der Short-Seite
>"nur" 50 Prozent verlieren sollten.
>Fällt der DAX dafür um 50 Prozent, ist das zwar für das
>normale DAX-Zertifikat schlecht, das auf den ShortDAX hat sich
>aber verdoppelt - sofern die Zertifikate-Emittenten halten,
>was sie versprachen -, den ShortDAX eins zu eins im Zertifikat
>abzubilden.
>
>Anleger, die beide Zertifikate einfach langfristig halten,
>sollten mit einer Rendite von etwa vier bis fünf Prozent pro
>Jahr rechnen können. Mehr sollte herausschauen, wenn die
>Spitzen "mitgenommen" werden, also hohe Gewinne
>eines Zertis mitgenommen werden und bei der in der Regel immer
>folgende Gegenbewegung des DAX auch das vorher in der
>Verlustzone liegende Zertifikat seine Abgaben reduziert.
>Wer dann verkauft, kann mit dem Spiel von Neuem beginnen.
>Natürlich sind da noch Spesen und andere Kosten
>einzukalkulieren, die Produkte sind aber an sich mit geringen
>Spreads (Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen)
>ausgestattet, das RCB-Produkt kommt sogar ohne jährliche
>Managementgebühr aus, hat aber leider eine
>Laufzeitbeschränkung.
>
>
>KESt an Bord
>
>Beachten müssen Anleger natürlich die steuerliche Seite. Alle
>ShortDAX-Produktewurden alle nach dem Stichtag 1. August 2005,
>ab dem Kurs-gewinne mit der KESt (25 Prozent) zu versteuern
>sind, aufgelegt bzw. geschlossen.
>
>27.09.2007 | 21:21
>Quelle:
>http://www.wirtschaftsblatt.at/home/zeitung/kompakt/260697/index.do
>
>------------------------
>
>Es gibt einen Kommentar zu dem Artikel auf der
>Wirtschftsblattseite, wo bezweifelt wird, dass die Strategie
>funktioniert. Da wird gesagt, man solle sich doch mal
>durchrechnen, was passiert, wenn der Dax 1 Tag steigt und 1
>fällt.
>Tja, das wäre ein Nullsummenspiel, aber es ist ja nicht so,
>dass es immer auf und ab geht.
>Solange der Dax sich täglich abwechselt oder fällt, passiert
>nix. Wenn er aber 2 (oder mehr) Tage hintereinander steigt,
>gewinnt man schon (sofern die Zertis tatsächlich so
>funktionieren).
>
>Mich juckts in den Fingern, das mal zu probieren!


Es funktioniert natürlich nicht! In einem Seitwärtsmarkt verlierst ordentlich, weil sich das Ratio des short dauernd ändert. Kann man sich auf der Goldmann Seite anschauen, dort gibts die open end short mit Faktor 1 schon länger.
Aber probiers gern einmal aus.

  

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RE: Immer gewinnen - DAX Long & Short gleichzeitig
deltacon(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.07 09:33)

>Es funktioniert natürlich nicht! In einem Seitwärtsmarkt
>verlierst ordentlich, weil sich das Ratio des short dauernd
>ändert. Kann man sich auf der Goldmann Seite anschauen, dort
>gibts die open end short mit Faktor 1 schon länger.
>Aber probiers gern einmal aus.

Schon, aber soweit ich das verstanden habe (zumindest lt. des Artikels), wird das Ratio jeden Tag zurückgesetzt, sprich: es wird nicht vom Strike, sondern vom letzten Schlusskurs berechnet.

Dann würde es funktionieren. Aber wie gesagt, ich schau mir das mal näher an, wenn ich Zeit hab.

  

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RE: Immer gewinnen - DAX Long & Short gleichzeitig
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.11.07 18:14)

>Die eierlegende Wollmilchsau ist wohl ähnlich zu beurteilen
>wie ein Perpetuum mobile. Schön wär's - in der Realität gibt's
>aber beide nicht. Oder doch?

Könnte mir aber auch vorstellen, dass man sich nach einem 10%-Anstieg an den Kopf greift und dann mit plus minus null, und so klug als wie zuvor, dasteht. 5% nach KEST bringt die Voest-Anleihe auch.

>Mich juckts in den Fingern, das mal zu probieren!

Ich glaube, dass wer es schafft, irgendeine Strategie diszipliniert durchzuziehen, es auch schafft eine gewinnbringendere Taktik zu seinem Vorteil einzusetzen.
Mein Herz macht auch immer einen kleinen Hupfer wenn ich von Möglichkeiten lese ohne Arbeit reich zu werden. Wenn es da eine Ineffizienz gibt bei der Emittenten schlecht aussteigen, dann nehme ich an, dass entweder an diesem Mangel schon gearbeitet wird, oder in Wirklichkeit durch diverse Gebühren es schlicht nicht ins Gewicht fällt.

Andererseits: ATX heute - 3,26% und ShortATX plus 3,33%. Voila. Q.e.d.

  

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Contrarians have fun, but lose money interessant
Fontanelli(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 10.12.07 20:58)

LONDON (Reuters) - It's fun being a contrarian but it's damn hard to make money at it.

Those who called the end of the credit and housing bubble while most were still applauding "good business" can pat themselves on the back -- but usually a pat is the most, or best, they can expect.

That's because "momentum" trades, buying what is rising and selling what is falling, tend to take on a life of their own, driven by the human tendency to stick with what works and back what is popular.

Jonathan Stubbs, European equity strategist at Citi, has gone to the trouble of tracking the performance of portfolios of "contrarian" investments, those which have done poorly, against those that have done well, so-called "momentum" picks.

Even in 2007, with its sea changes in financial markets, a portfolio of the bottom ten 2006 performing stocks in the DJ Stoxx Large Cap European index underperformed winners the following year by 26 percentage points. That makes the fourth straight year - and the ninth of the past 12 - that contrarian picks underperformed.

For FTSE 100 stocks, momentum buys outperformed in 16 of the past 23 years.

"The contrarian call works very well, often recovering all of the underperformance, only rarely," Stubbs wrote in a note to clients.

"It works at turning points."

And turning points are relatively rare, and can lag changing fundamentals, which should prompt such inflexion points, by years.

BUBBLE CALLING A CAREER-ENDING PASTIME

"As long as the music is playing, you've got to get up and dance. We're still dancing," former Citigroup Chief Executive Charles Prince said in July, in a much derided comment.

But truthfully, though we can all now "agree" that leveraged buyout lending was a bubble in retrospect, an emperor who admits he has no clothes rarely wins praise from stockholders and boards.

And indeed while Prince lost his job when the music stopped, he would almost certainly have lost it one or two years earlier if he had withdrawn Citi from the lending that now seems unwise.

It might have been better if he had, but the pressure to go along with the crowd is intense.

Take also for example Tony Dye, the admirable former Phillips & Drew fund manager, who correctly called a U.S. and internet stock bubble through much of the late 1990s, prompting huge underperformance for his clients while prices rose.

Sadly, patience ran out for Dye, who had been perhaps the most powerful fund manager in Britain, in March of 2000, and he and Phillips & Drew parted company just as U.S. and internet stocks began a well-deserved but belated multi-year fall.

And while Dye, and many others, were right in their analysis about dotcom stocks, they ignored the enormous importance of crowd behavior.

It can seem insane when masses of people buy Miami condos at impossibly high prices, or lend money to private equity shops at correspondingly low rates.

But the crowd has powerful things going for it. Firstly, the group has more information in aggregate than any individual. It's not always right, but it is telling you something important.

And secondly, and more powerfully, the crowd has a strong tendency to reinforce its own behavior. Prices going up bring more buyers, in investments if not in onions, which often forces prices higher still.

It is simply not enough to be right when most others are wrong: you need a catalyst to change enough other people's minds. This year it was a rash of defaults on U.S. mortgages.

WHAT HAS MOMENTUM FOR 2008?

So, if being a contrarian is loser's game, where is the investment momentum heading in 2008?

Emerging markets and natural resources would be easy picks, or just about any currency against the dollar.

It is also easy to see where momentum has stalled.

Stubbs at Citibank points out that 2007's underperformers have a common theme: leverage.

We are coming out of a huge borrowing and real estate binge, a fact dismissed a year ago but conventional wisdom now. It will take time, a lot of it, for banks to rebuild their lending capacity and for real estate prices to reset to sustainable levels.

Be they banks or housebuilders, or even retailers dependent on over-leveraged consumers, it is hard seeing a quick turnaround in companies whose fortunes depend on the easy and cheap availability of credit.

---------------

Als selbst leidgeprüfter Contrarian, der immer wieder billige Investments findet, die dann noch billiger werden, kann ich jedem raten, diese Taktik nur für langfristige Investitionen zu verwenden. Langfristig wird der Kurs immer an realen Bewertungen gemessen werden, aber wer kennt schon die Länge der Leine, mit der er sich manchmal von ihr entfernt?

Fontanelli

  

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Geheimnis von Super-Tradern + Super Buch
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.12.07 16:55)

Quelle: http://www.daytrading.de/blog/category/risk-management/


Komm mal näher. Noch näher. Ich will nicht, dass das jeder hört. Es ist ein Geheimnis. Mein Schatz - sozusagen. Aber psssst. Nicht weitersagen.



Spaß beiseite. Was ich euch heute präsentiere ist kein Geheimnis. Es wurde schon unzählige Male in verschiedenen Börsenbüchern besprochen. Ja selbst in Mathematik-Büchern der Unterstufe findet man mein kleines Geheimnis, welches gar keines ist. Aber dennoch ist dieses kleine Geheimnis, so etwas wie der Heilige Gral für mich. Ja, ihr habt richtig gehört der oft als nicht existent zitierte Heilige Gral.

Wenn in Trading-Büchern vom “Heiligen Gral” die Rede ist, dann steht dort meist, dass es ihn nicht gibt. Denn das perfekte System gibt es nicht. Stimmt. Und dann kommt meist noch ein kleiner Zusatz in der Passage über den Heiligen Gral: “Und wenn es einen Heiligen Gral geben sollte, dann ist dieser Money Management.”

Seufz, wie wahr. Doch was kann man damit als Trader anfangen? Bitte ich präsentiere nun mein kleines Geheimnis:



--------------------------------------------------------------------------------



(0,3R)250 Tage = 100%(0,9R)250 Tage = 1000%



--------------------------------------------------------------------------------


Was ich damit sagen will ist, dass wenn man es rein theoretisch schaffen sollte jeden Tag 0,3R Performance zu erwirtschaften, dann mancht man 100% Performance im Jahr. Sollte man es jedoch schaffen 0,9R zu erwirtschaften, dann steigt die Performance auf 1000% p.a. an.

Angenommen man macht jetzt 2 Trades pro Tag. Wenn die Trefferquote bei 50% liegt, dann würde vereinfacht gesagt ein zu erwartender Gewinn von 1,9R netto ausreichen, um nach einem Jahr 1000% zu machen. Wenn man pro Tag 2 Trades macht, die Trefferquote wieder bei 50% liegt und mit dem Gewinn-Trade 1,3R netto verdient, dann liegt die Performance auch bei sehr beträchtlichen 100% pro Jahr.

Natürlich würden sich diese Zahlen halbieren, wenn man 2% pro Trade riskiert - das ist übrigens immer noch in Ordnung und im Rahmen, allerdings wirklich schon äußerst aggressives Trading. Doch ich will meine kleine Milchmädchen-Rechnung ausbauen und sagen, dass bei 2% Traderisiko (1R = 2%) man nur 0,15R netto am Tag verdienen muss um 100% zu erwirtschaften. Und nur 0,45R netto am Tag um 1000% Performance zu erzielen. 0,45R!

Wenn man pro Tag bspw. 9 Trades macht, und ein Gewinn verdient 4R (ich gehe mal davon aus, dass man ein kurzfristiges Trendfolgendes System mit engen Stopps handelt) dann würde es genügen 2 von 7 Trades pro Tag so zu versenken, und man würde sogar über die 1000% im Jahr hinausschießen. Man muss nur verstehen, dass es dann auch zu Drawdowns und langen Verlustserien kommen wird.

Zurück zur Realität
Bevor ihr jetzt glaubt ich sei komplett durchgeknallt und mache einen auf Unseriösen Börsenguru. Nein, denn ich postuliere hiermit auch, dass man nicht einfach gewinnt, nur wenn man am Tag 2 Trades eingeht - und damit einen halbwegs aktzeptablen Erwartungswert hat. Es ist verdammt schwierig kein Overtrading zu betreiben, sich an seine Regeln zu halten, stets seine Strategien anzupassen, aus seinen Fehlern und seinen guten Taten ständig zu lernen, sein Wissen auszuweiten und sein Trading konstant zu verbessern.
Das schwierigste ist, auch nur wirklich die besten Signale zu handeln - und geduldig vor dem Monitor warten. (Wer aus Ungeduld heraus handelt, macht sich i.d.R. seinen Erwartungswert kaputt.)

Es ist gar nicht so leicht konstant 1,9R auf seine Gewinn-Trades zu verdienen - und eine Trefferquote von 50% wäre eine sehr aktzeptable Leistung. Und wenn man dies mit einer hohen Signalfrequenz umsetzen kann, dann gehört man zur Weltelite der Trader.

Diese Formel ist das nach dem man streben sollte. Man muss sich vor Augen führen, dass es die kleinen Schritte sind, die den Weg nach Rom Ebnen. Welchen Weg man geht, (den der Trendlinien, den der Chartmuster, den der Candlesticks, den der Indikatoren) ist ziehmlich egal. Wichtig ist, dass der Weg einen positiven Erwartungswert hat - und das man erkennt, dass die kleinen Schritte zum Erfolg führen. Und kleine Schritte führen nur dann zum Erfolg wenn man konstant und konsequent arbeitet.

Wenn man mit dem Trading beginnt - und noch nicht mal eine Strategie hat, dann könnte dieses kleine Geheimnis eine Startformel in die Welt des Tradings sein. Hier ist (wie so oft) die richtige Fragestellung meist der entscheidende Erfolgsfaktor. Mein Vorschlag:


Wie muss ich meine Trading-Strategie entwickeln, dass ich täglich konstant kleine Erträge erzielen kann, um dadurch so gut wie möglich vom Zinseszinseffekt zu profitieren - weil man ihn auf eine kleine Zeitebene herunterbricht?

Spitzenperformance bei Supertradern entsteht meist nicht dadurch, dass sie irgendwelche Aktien finden die um 100% steigen könnten. Nein, Pennystocks sind nichts weiter als Glücksspiel für einen Trader (manch Investor mag sich mit Pennystocks wohlfühlen, aber mit Trading hat das nichts zu tun). Ein Trader schlägt keine Home-Runs, sondern viele Singles.

Spitzenperformance entsteht dadurch indem man die Durchschlagkraft des Money Managements verstanden hat. Das bewahrt einen vor Overtrading und dem Drang zu schnell zu große Risiken einzugehen.

Bitte nicht blenden lassen!
Man sollte es langsam angehen. Niemand verdient von heute auf morgen 1R aufgrund von können. Das ist Weltelite! Man sollte sich als Zwischenziel stecken, am Tag vielleicht mal 0,1R zu verdienen. Sich aber stets an alle Regeln halten. Und dann lernt man aus seinem Trading-Journal was man anders machen muss, um seinen täglichen Erwartungswert vielleicht Schritt für Schirtt auf 0,15R zu heben - oder gar auf 0,2R. Und tja, dann eines Tages - nach viel Erfahrung, harter Arbeit und langen Drawdowns (!) kommt man vielleicht irgendwann mal dort an dem Punkt seiner Traderkarriere an, wo man 0,5R verdient. Und mit 2% Einzelpositionsrisiko (bis dahin kann es durchaus so groß gefahren werden) ist man dann auch bei seinen 1000%. Aber dann ist man, wie gesagt, schon Weltelite…

Doch lasst euch von mir nicht blenden, sondern glaubt mir, um dort hin zu kommen braucht es eines. Viel Erfahrung. Und wie bekommt man die? Durch harte Arbeit und Lehrgeld.

Happy Trading,
Pierre

Quelle:
http://www.daytrading.de/blog/category/risk-management/

*************

Wenn ich schon von Pierre´s Seite was poste - dann muss folgendes Buch auch gleich beworben werden (ich lese es gerade, ein sehr gutes Buch - der Junge hat was am Kasten! - ab Jänner werde ich damit reich... )

Buch:

Die besten Trading Strategien
So schlagen Sie konstant den Markt
3. Auflage (unverändert), 2007 - 273 Seiten

Preis: € 34,90

http://www.daytrading.de/blog/blog-buch/


  

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RE: Geheimnis von Super-Tradern + Super Buch gut analysiert
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.12.07 18:46)

>Wenn ich schon von Pierre´s Seite was poste - dann muss
>folgendes Buch auch gleich beworben werden (ich lese es
>gerade, ein sehr gutes Buch - der Junge hat was am Kasten! -
>ab Jänner werde ich damit reich... )
>
>Buch:
>
>Die besten Trading Strategien
>So schlagen Sie konstant den Markt
>3. Auflage (unverändert), 2007 - 273 Seiten

Habe beide Bücher gelesen, ich meine das vom Pierre und das Original. Weil locker zwei Drittel des Textes sind aus dem Buch von Van K.Tharp Beruf:Trader abgekupfert. Zumindest mMn. Wozu sein Buch gut sein soll frage ich mich wirklich. Weil er ja selbst schreibt, dass Van Tharp sein Vorbild ist.

Das Original ist außerdem schonungslos realistisch. Was man vom Pierre mit seinen 1000%-Ideen nicht sagen kann.


  

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Elliott - Wave
fossoyeur(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.12.07 18:50)

Kennt einer sich damit aus und handelt danach?

Bin gerade am Beginn der Lektüre (Das Elliott-Wellen-Prinzip, von Robert Prechter und A.J. Frost, Finanzbuchverlag, ISBN: 3-89879-038-x), und irgendwie weiß ich das Werk nicht einzuschätzen,.... Kann stimmen (= Ich werde reich) oder ist totaler Humbug (=hätt ich mir ja denken können)

Was mich interessiert ob das Charttechniker vielleicht zusätzlich als Indikator verwenden?

mfg

fossoyeur

P.s.: Wenn ich mit dem Buch fertig bin,kommt vielleicht eine Zusammenfassung,...

  

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RE: Elliott - Wave interessant
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.12.07 15:16)

>Kennt einer sich damit aus und handelt danach?

Habe auch dieses Buch gelesen. Schon während der Lektüre dachte ich mir: was will ich eigentlich an der Börse erreichen ? Will ich Geld verdienen oder meinen IQ steigern.

Ganz sicher gibt es Charaktere zu denen die im Buch vorgestellten Ansätze passen. Nur gibt es leider unendlich viele gewinnbringende Strategien, man muss blöderweise daraus die zu einem selbst passende finden.

Was ich mir aber schon anschaue sind die Fibonacci-Retracements. Weil Kursrücksetzer machen sehr oft bei daraus abgeleiteten Niveaus halt.

Die meisten Bücher die gespickt sind mit guten Ratschlägen und Erfahrungen verstehe ich weitgehend erst dann wenn ich Fehler selbst gemacht habe. Ich musste unlängst erst schmunzeln als ich zum dritten Mal innerhalb von 4 Jahren das Buch Spiel der Spiele gelesen habe. Das für mich Wichtige streiche ich mir gleich an. Also, die nach jetziger Erfahrung wichtigen Sachen habe ich damals einfach nicht verstanden und somit überlesen. Das wird sich auch in die Zukunft fortsetzen lassen, solange man eben lernwillig ist.

Meine Devise also: Alles so einfach wie möglich halten. Und traden nach Elliott Waves ist bei Gott nicht einfach

  

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Investmentregeln von Otto Normalinvestor
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.1.08 14:18)


1. Breiter streuen, keine Aktie so stark gewichten, dass sich ein starker Einbruch eines Einzelwerts derart gravierend auf meine wirtschaftliche Situation auswirkt, dass ich Jahre brauche, um das wieder aufzuholen!



2. Auch an festverzinsliche Anlagen denken, bei guten Zinsen sollte ein großer Teil des Vermögens in Festverzinsliche umgeschichtet werden, bevor ich zu stark von der Börseverfassung abhänge!



3. Analystentipps hinterfragen, manchmal sogar das kaufen, was Goldman Sachs zum Verkauf empfiehlt, wenn es der gesunde Menschenverstand empfiehlt, nicht durch Verkaufsempfehlungen abschrecken lassen!


4. Grundsätzlich nicht dann kaufen, wenn Analysten sagen, +10% seien heuer noch drin bis Jahresende, von +10% zu -40% ist es ein kurzer Weg, und ich kann nicht auf jede neue Situation schnell genug reagieren!



5. Nicht immer kaufen, wenn etwas grundlos oder scheinbar grundlos um -20% fällt, neben fundamentalen Gründen spielt die Psychologie an der Börse die Hauptrolle!



6. Nicht auf Kredit kaufen, für Otto Normalinvestor gibt es keine Aktien, die so billig verkauft werden, dass er locker seine Kreditzinsen herein bekommt, und die so sicher sind, dass sie garantiert nicht weiter fallen können, ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Geldgeber immer grad dann den Geldhahn zudreht, wenn alles spottbillig ist, und dass er grad dann auch noch das bisserl geborgte Geld zurück verlangt, weil ihm die Sicherheiten plötzlich nicht mehr gut genug sind!



Otto, aber dieses Jahr befolgst Deine Vorsätze auch wirklich, gell!

Quelle: http://www.be24.at/blog/entry/12590

  

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Benchmark2007 - Wer hat sie geschlagen? 76% unter Wasser!
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 02.1.08 00:58)

Benchmark2007 - Wer hat sie geschlagen?
von Dr. Markus Schoor

Liebe Leser,

"The proof of the pudding is the eating" (zu börsendeutsch: "bejubeln soll man das Jahr, wenn das Geld im neuen noch da ist!")

Ende des Jahres 2006 rief ich zum Benchmark-Wettbewerb 2007 (siehe unten - da im Archiv nicht mehr verfügbar) auf und bekam fast 60 Verschläge eingereicht.

Gleichzeitig kündigte ich ein schwieriges Jahr 2007 an und gab selber eine Benchmarkvorgabe an, die zu schlagen sei und die nur zwei Positionen enthielt:

50% des Geldes in Cash
50% des Geldes in ABN1HE (Dax Long Zertifikat), welches ich für 14,18 € kaufte und am 28.12.07 für 25.40 € verkaufte.
Das Jahresendergebnis dieses Portfolios beträgt:

aus 10.000 Euro wären 13.900 geworden = +39% Zuwachs.

76% aller Teilnehmer <0%

Dax +22%
3. Platz +25% Trostpreis
2. Platz +33% Trostpreis
Benchmark2007 +39%
1. Platz Stefan +80% Südfrankreich

Zweifellos ist die von mir genannte Benchmark2007 der eigentliche Gewinner, denn trotz 50% Cash hat nur einer diesen Wert schlagen können, und der musste natürlich dafür das ganze Geld einsetzen. Aber ich wünschte mir, Sie alle hätten diese Portfolios hier direkt mit mir zusammen ausgewertet, denn es gibt dabei unglaublich viel zu lernen:

Zunächst erstaunte mich, dass wirklich die überwiegende Anzahl der Einsendungen 10 Postionen enthält. Der Glaube an Streuung scheint ungebrochen, obwohl die gegenseitigen Abhängigkeiten der Werte nachweislich immer höher werden. Wenn man jedoch in diese Portfolios genau hineinschaut, dann stellt man schnell fest, warum hier gestreut wird: Eine gehörige Portion Spieltrieb treibt die Besitzer dazu "Alles oder Nichts" zu spielen und so sehen am Ende dieses Jahres die Portfolios überwiegend aus wie "gerupfte Hühner". Verluste von mehr als 90% kommen meist ein oder zweimal zu viel vor, so dass die wenigen 100%er oder sogar 200% letztlich im Gesamtergebnis nicht ausreichen, um das Ergebnis auch nur über der Nulllinie zu halten:


Geniale Investmentideen in fast jedem Portfolio:
Hätten wir doch nur China Southern Airlines (907982)(+150%) im Portfolio gehabt wie Uwe, oder Telefonica (850775) (+80%) wie Reinhard, oder Suntech Pwr ADR (US86800c1045) (+100%) wie Antonio, aber das hätte eben auch nur genützt, wenn wir von dem ganzen Uran- und Silberzeugs die Finger gelassen hätten, und natürlich der Liebling: "EganaGoldpfeil" (887923)(-82%), oder Nanogen(911841)(-87,5%), oder Rancher Energy (A0JK13)(-98%), usw.....

Dieser schnelle Wechsel zwischen Supergewinnen und teuflischen Verlusten führt dazu, dass ca. 76% aller eingereichten Portfolios dieses Jahr sogar im Minus beendet haben!


Erfolgreiche Investoren sind eben konservative Hipps, die ihren Spieltrieb woanders ausleben.....

Das sieht man auch an den Gewinnern des Wettbewerbs. Platz 3 erreicht K aus Nürnberg. Konservative Aktien und ein paar Bullenzertifikate auf Linde, Bayer, und Fresenius und schon steht das Portfolio bei 25,1%, obwohl er bei einigen von ihnen sogar ausgeknockt wurde - aber da kam Gildemeister zur Hilfe!

Ganz anders machte es wiederum der Frank aus Osnabrück. Er handelt nur mit Fonds!!!!!


Indien, China, Singapur und zum Beispiel der VHC Expert Natural Resources LU0184391075 und der ML New Energie Fund LU0124384867 brachten satte Gewinne. Letztlich brachte nur der DekaTeam Pharma Tech einen leichten Verlust von -8%. Wer aber wenig Verluste hat, hat es leicht, Gewinne auch zu behalten und so kommt bei dem reinen Fondsportfolio ein satter Zuwachs von 33,5% heraus. Offenbar haben Fonds zumindest einen Vorteil, dass sie die Verluste nicht ins Extrem steigen lassen...... Das ist der 2. Platz, keine Frage.

Und schließlich der Gewinner, Stephan, der im kommenden Herbst an unserer Investmentkonferenz und -Party in Südfrankreich teilnehmen wird: Hier sein Portofolio:

60% des Depots in einen DJ Eurostoxx 50 Long: DE000BN7ZGK9 (+40%)

15% des Depots in einen Silber Long: NL0000612679 (-30%)

25% des Depots in einen Öl Long: DE000SG34P05 (+350%)


Zunächst bildete er ganz ähnlich wie unser Zertifikat auf den Dax den Eurostoxx 50 mit einem gehebelten Zertifikat ab, fiel dann auch in den "Silbertopf", hatte aber die richtige Nase für den kommenden Öltrend und macht damit "lots of money". (bitte kaufen Sie diese Wertpapiere sämtlich nicht mehr, da ihre Laufzeiten kurzfristig enden oder sogar schon abgelaufen sind).

Jedenfalls ist Stephan mit diesem Portfolio, das er selbst vor einem Jahr als "nicht gerade originell" bezeichnete, "goldrichtig" und erreichte einen Zuwachs von 80%.




Der 2. und der 3. Platzierte erhalten jeweils einen Gutschein von 100 Euro als Trostpreis, einzulösen auf die Seminare "MentiLive" und "BasisSpeck", die ich 2008 durchführen werden. Alle Preise werden von mir privat bezahlt - der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Am Donnerstag werde ich Ihnen hier die Benchmark2008/ Jahresprognose 2009 vorstellen und erläutern. Leider ist eine Fortschreibung des bisherigen Systems nicht möglich.... was ich erklären werde.....

Eine Fortsetzung des Benchmark-Wettbewerbs ist leider aus mehreren Gründen nicht möglich: Insbesondere weil ich 2009 eine Börsenauszeit nehmen werde.

Also dann bis Donnerstag, wenn es wieder heißt:

"Wird´s besser? Wird´s schlimmer`? .....fragt man alljährlich

Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!"

Gutes Neues wünscht der Doc!

*****************

Conclusio:
1. die meisten Leute haben 2007 UNTER Wasser abgeschlossen....
2. Fade Investments sind besser als die heissen Zocks.
3. Konzentration ist besser als Streuung...




lg
Ottakringer

  

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Wie man Investments beurteilt
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.08 10:57)

Wie ich Investments beurteile

Von Dr. Steve Sjuggerud

Ich denke, ich erkläre es Ihnen einmal in kurz ...

Mir ist es dabei völlig egal, ob es sich um einen Versorger, eine Goldmünze oder eine Biotech-Aktie handelt. Ich beurteile Investments immer nach den gleichen Grundsätzen ...

1) Handelt es sich um einen ungewöhnlichen Wert?

2) Ist er aus der Mode?

3) Gibt es schon einen Aufwärtstrend?

Damit Sie das besser verstehen, drei Beispiele: Goldmünzen, Versorger, Biotechaktien.

Da die meisten Menschen von Goldmünzen nichts wissen wollen (das zeigt, dass dieses Investment stark vernachlässigt wird!), können Sie hier schon mal alle drei Punkte mit "ja" beantworten.

Nun zu den Versorgern. Sicher, sie sind im Aufwärtstrend. Und einige davon sind sogar ein wenig werthaltig. Aber sie sind zur Zeit einfach nicht aus der Mode ... Jeder will sie haben. Deshalb kaufe ich sie nicht.

Aber Biotech-Aktien könnten schon bald zum "Kauf" werden. Denn zur Zeit fließt so wenige Geld in Biotechaktien, wie seit drei Jahren nicht mehr. Biotech kommt einfach immer mehr aus der Mode. Es ist sogar möglich, dass noch mehr Geld abfließt und sie noch weiter fallen. Obendrein sind Biotechs immer noch im Abwärtstrend. Es dauert vielleicht noch ein Jahr oder länger, bis alle Analysten Biotechs wieder zum Kauf empfehlen werden.

Noch mal in Kürze: Unabhängig vom Investment, achte ich auf drei Dinge:

1) Handelt es sich um einen ungewöhnlichen Wert?

2) Ist er aus der Mode?

3) Gibt es schon einen Aufwärtstrend?

Wenn alle drei Punkte passen, dann sollten Sie sofort eine große Position aufbauen. Von allen Möglichkeiten, nach denen man ein Investment auswählen kann, ist das für mich die sicherste und profitabelste.

Quelle: Investoren Wissen Abonnenten von 3.1.2008

  

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RE: Wie man Investments beurteilt
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.08 11:03)

Ein interessanter Ansatz. Zu den Goldmünzen: Mag sein, daß diese aus der Mode sind. Gold als solches ist aber zweifellos in Mode, und eine Sonderkonjunktur für Münzen würde ich doch nicht unterstellen.

  

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RE: Wie man Investments beurteilt
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.08 11:05)

>Ein interessanter Ansatz

Wollte ich auch gerade sagen. Aus der Mode und trotzdem schon wieder im Uptrend, das hat was. Werde drüber nachdenken...

  

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Wer Perlen findet - bitte posten
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.08 17:55)

>>Ein interessanter Ansatz
>
>Wollte ich auch gerade sagen. Aus der Mode und trotzdem schon
>wieder im Uptrend, das hat was. Werde drüber nachdenken...

Also wenn ihr was findet, dass aus der "Mode" ist und am Anfang von einem "Uptrend" ist - dann zögert nicht einen Thread aufzumachen - ich würde Euch gleich nachkaufen... - das obige System klingt gut, leider sind die "Perlen" schwer zu finden...

Irgendwann werden die Immoaktien so eine "Perle" sein - aber das wird mA noch Zeit und Nerven brauchen...


LG

Ottakringer

  

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RE: Wer Perlen findet - bitte posten
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.08 18:12)

Wenn dir mal fad ist in der Vorstadt, könntest du ja einen Thread mit allen aufgezählten Branchen aufmachen, und wir diskutieren dann, wieweit jede dieser Branchen dem Modetipp entspricht.

  

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RE: Wer Perlen findet - bitte posten
Rang: in9d04(6) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.1.08 20:24)

fang ma mal an

brennstoffzellen
biogas

  

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Warum Grossinvestoren inkl. Warren Buffett kurzfristig Papierverluste in Milliardenhöhe verbuchen
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.1.08 22:59)

Ist ein Artikel von Dietmar Scherf

lang - aber tw. "beruhigend" dass auch die Grossen Jungs an der Wall Street dann und wann ordentlich Federn lassen müssen... - und net nur wir Kleinanleger in der Alpenrepublik


http://www.be24.at/blog/entry/12756
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Warum Grossinvestoren inkl. Warren Buffett kurzfristig

Es ist geradezu ein Standard, dass sogar die besten Investoren der Welt oft “kurzfristig” 30-40%ige Papierverluste oft in Milliardenhöhe verbuchen müssen.

Grossinvestoren müssen nach ihrem Aktienkauf meist einen kurzfristigen Papierverlust in Milliardenhöhe bzw. von ca. 30-40% verbuchen. Kein Mensch will Geld investieren und dann zusehen wie deren Investment sich für eine gewisse Zeit schrittweise verringert. Doch bei den meisten längerfristigen Investitionen der Grossanleger ist das so.

Es gibt einige verschiedene Anlagestrategien, und die populärsten sind z.B. das aktive Momentum Trading indem man in einen Trend hineinkauft und dann wieder mit oft relativ geringen Gewinnen hineinverkauft, und dies ist eine tägliche arbeitsintensive Beschäftigung. Eine weitere Strategie ist es die besten Unternehmen durch viel Research auszusuchen und dann eines Tages wenn die Aktie günstig erscheint (z.B. bei einer Korrektur oder Konsolidierung), zu kaufen, ... dabei beabsichtigt man eine langfristige Investition in einem anscheinend und hoffentlich erstklassigen Wachstumsunternehmen. Die dritte Strategie die wir hier kurz erwähnen, ist es z.B. Bottom Fishing zu gehen, d.h. auf Aktien zu spekulieren deren Kurs einfach gerechtfertigt oder auch ungerechtfertigt zerschmettert wurde, doch die Aktie extrem unterbewertet scheint.

Einige gegenwärtige Beispiele wie die Grossinvestoren denken und agieren:

Bill Ackman, einer der erfolgreichsten Hedge Fund Manager, der der Boss von Pershing Square Capital ist, kaufte z.B. über mehrere Monate hindurch Aktien des zweitgrössten amerikanischen Retailers Target (TGT) und hält auch diese Aktien nach wie vor. In seinem ersten Newsletter des neuen Jahres, musste Ackman bekanntgegeben, dass seine Target Position bisher um ca. 45% im Kurs gefallen ist, doch er denkt dass Target aufgrund der Immobilienwerte allein ca. US$ 120,- wert ist. Am Freitag dem 4. Jan. 2008 schloss Target bei einem Kurs von nur US$ 48,08 nachdem die Aktie vor mehreren Monaten meist um die ca. US$ 65,- bis ca. US$ 70,- gehandelt wurde. Um die Ackman Spekulation etwas zu leveragen, hat Ackman sich bei Target sogar auf längerfristige Optionen eingelassen.

Bill Ackman ist z.B. mit seinem Fond z.B. die Hypothekar- bzw. Anleihen Versicherer MBIA Inc. (MBI) und Ambac Financial (ABK) short, und Mr. Ackman denkt, dass diese Firmen in diesen Bereichen ihrer Tätigkeit eine absolute Pleite in den kommenden ca. 12 - 18 Monaten machen werden. Nur der Erfolgsprämienanteil (ca. 20%) für Ackman selbst an diesem Shortdeal liegt bei ca. US$ 400 - 500 Mio., die er karitativen Zwecken zur Verfügung stellen wird, ... wenn die Rechnung aufgeht und derzeit geht die Rechnung bereits sehr gut auf. Nachdem Ackman allerdings in den Medien von seiner überzeugten Shortposition vor mehreren Wochen erzählte und man dachte der Mann sei arrogant und er wird kräftig auf die Nase fallen, stiegen die Kurse der betreffenden Aktien gewaltig, ... bei MBI gleich um ca. 50% innerhalb von ein paar Tagen was als Resultat Bill Ackman kurzfristig auf dem Papier hunderte Millionen an Verlust kostete, da er ja auf fallende Kurse spekuliert. Alles drehte sich wieder zu Mr. Ackman’s Gunsten in den vergangenen Tagen und sowohl MBI und ABK Aktien segeln schneller und schneller in Richtung Zero.

DOCH es gibt auch noch eine Kehrtseite des MBI Trades. Börsenguru und Top Hedge Fund Investor Marty Whitman kaufte sich bei MBIA ein und muss derzeit einen ca. 40%igen Papierverlust in dieser Position innerhalb von ein paar Monaten buchen. Marty’s Investmenthorizont beträgt ca. 3-4 Jahre und Mr. Whitman nahm Stellung zum Short Sale von Bill Ackman und meinte dabei, dass Ackman keine Ahnung vom MBIA Business hat und nicht einen Turnaround in diesem Unternehmen einschätzen kann.

Eddie Lampert’s Milliardenverluste, ... nur auf Papier:
Super Top Hedge Fund Manager Eddie Lampert von ESL Investments musste voriges Jahr zusehen wie seine Sears Holding (SHLD) einen Kurssturz vom ca. US$ 180,- Level auf das derzeitige ca. US$ 100,- Niveau erlebte. Der Mann der mit seinen Kidnappern vor ein paar Jahren mit viel Geschick selbst seine Freilassung verhandelte und dann der Polizei die Verhaftung der Kidnapper überlies, meint, dass seine Sears Holding Investition ein langjähriges Investment ist, das schlussendlich enorme Gewinne einbringen wird. In der Zwischenzeit ist die einst populäre und vielversprechende SHLD im Kurs um ca. 45% vom Höchstkurs abgestürzt. Schlussendlich, und mit einem Track Record der fast über 2 Jahrzehnte reicht, zählt Lampert allerdings noch immer zu den besten Managern im Business.

Die momentanen Milliardenverluste der Sovereign Wealth Funds (Regierungsfonds):

Während obriger Eddie Lampert bei Citigroup (C) vor mehreren Monaten bei einem Kurs von über US$ 50,- investierte und bisher zusehen musste wie seine Citi Investition innerhalb kürzester Zeit ebenfalls wie seine SHLD um ca. 45% im Kurs verlor, so investierten diverse Regierungsfonds aus z.B. Dubai, usw. bei Citigroup bei einem Kurs von etwas mehr als US$ 30,- je Aktie. Der Schlusskurs der Aktie per 4. Jan. 2008 lag bei US$ 28,24 und zeigt soweit innerhalb einiger Wochen nur einen Verlust von ca. 10% für die Regierungsfonds in dieser Investition an.

Bei Blackstone (BX) hatte jedoch der chinesische Regierungsfond bisher nicht soviel Glück indem die einige Milliarden US-Dollar bei der Emission voriges Jahr und bei Kursen von über US$ 30,- investierten und der BX Schlusskurs per 4. Jan. ‘08 liegt bei US$ 20,30 und daher mindestens bei ca. 35% bisherigen Papierverlust.

Joe Lewis und seine Multi-Milliarden Spekulation bei Bear Stearns (BSC):

Der britische Topinvestor Joseph "Joe" Lewis investiert bereits seit vorigem Jahr viele Milliarden in Aktien des Finanzkonzern Bear Stearns (BSC). Einst zahlte Lewis noch durchschnittlich ca. US$ 118,- je Aktie und dann im Q4/07 ca. US$ 107,- pro Aktie. Der Schlusskurs der BSC Aktien per 4. Januar 2008 lag bei US$ 78,87 was ebenfalls einem relativ grossen Papierverlust innerhalb kürzester Zeit entspricht.

Fazit der vorrübergehenden Papierverluste:

Joe Lewis, Eddie Lampert, Bill Ackman, Marty Whitman, usw. sind nicht allein mit deren kurzfristigen bzw. vorrübergehenden Papierverlusten, sondern fast jeder Grossinvestor inklusive Warren Buffett, usw. erleben diese einstweiligen Papierverluste. Sicherlich wünscht sich niemand diese Papierverluste, denn man investiert damit sich das Geld vermehrt und nicht gleich reduziert, ... doch das Prinzip ist dieses, dass man erstklassige Firmen und Aktien aussucht, die in gewisser Form ein erstklassiges Wachstumspotential aufweisen bzw. einen inneren Wert der wesentlich höher eingeschätzt wird als der derzeitige Aktienkurs.

Da Aktienkurse nicht kerzengerade nach oben schiessen, bzw. oft auch aus irgendwelchen Gründen, gerechtfertigterweise oder ungerechtfertigterweise, momentan ganz wesentlich tief angesetzt sind, investieren intelligente Grossinvestoren in solche Werte wenn jene anscheinend zu einem gewissen Zeitpunkt günstig erscheinen. Doch da kein Mensch den echten Kursboden einer Aktie weis, so muss man an anscheinend günstigen Tagen beginnen schrittweise Positionen im betreffenden Papier aufzubauchen, .... natürlich nur dann wenn man wirklich von diesen Aktien überzeugt ist. Und wie vorhin beim MBIA Beispiel erwähnt, sind nicht immer alle Investoren der gleichen Meinung und daher gibt es immer zwei Seiten eines Trades bzw. einer Investition. Insgesamt sind alle Aktientrades und -investitionen Spekulationen sowie fast jedes Business und es gibt keine Garantien.

DOCH ist es auch so, dass eben Grossinvestoren nur Investitionen machen wenn Sie denken, dass sie über einen gewissen Zeitraum damit Geld verdienen können, und die Track Records der grossen Investoren und Hedge Fund Managers zeigen, dass jene über viele Jahre bzw. Jahrzehnte hindurch kräftig abkassieren konnten. Denn sonst wären nicht aus den ca. US$ 400.000,- die Blackstone Mitte der 80er Jahre bei Gründung zusammensammeln konnte, innerhalb von etwas mehr als 20 Jahren einige zig-Milliarden geworden. Und auch das Startkapital von z.B. Eddie Lampert und Steven Feinberg (von Cerberus) von einigen Mio. Dollar wäre nicht im Laufe der Jahre zu vielen Milliarden bzw. sogar zu zig-Mrd. geworden. Risiko ist sicher ein Faktor und man liesst nur selten von den Leuten die die gleichen Ansätze hatten und im Laufe der Zeit auf der Strecke blieben, ... doch man sieht anhand der gegenwärtigen Beispiele dieser bekannten Topinvestoren, dass sie eben auch das vorrübergehende Papierverlusterlebnis haben, so wie viele langfristig orientierte Anleger bzw. auch wie kurzfristige Traders.

Abschliessende Beispiele:

Z.B. weis kein Mensch ob Ford (F) zum derzeitigen ca. 16-jährigen Kurstief mit einem Aktienkurs von ca. US$ 6,- bzw. Schlusskurs per 4. Jan. ‘08 von US$ 6,13 wirklich eine Mezie ist, ... insbesondere wenn man daran denkt, dass Ford erstmals seit 75 Jahren soeben von Toyota (TM) als zweitgrösster U.S. Autohersteller bzw. -vertreiber abgelöst wurde, und dass das Autobusiness für 2008 nicht gerade rosig aussieht. Doch ein Unternehmen wie Ford das eine Enterprise Value von ca. US$ 150 Mrd. hat und derzeit nur ein Market Cap von ca. US$ 13 Mrd. bei einem Jahresumsatz von fast ca. US$ 169 Mrd., scheint im Vergleich zu z.B. Toyota günstig zu sein da eben Toyota im Market Cap um fast 12-13mal höher bewertet ist als z.B. Ford oder General Motors (GM). Wird die Rechnung aufgehen und Ford in den nächsten Jahren wieder sich im Aktienkurs verdoppeln bzw. sogar verdreifachen oder vervierfachen? Niemand weiss es, doch anhand der historischen Daten und der jetzigen Zahlen, ist es eben so, dass es immer wieder einen mehrjährigen Zyklus gibt und gute Firmen sich eben im Laufe der Zeit immer wieder bewähren und dann enstprechend in deren Aktienkurs belohnt werden.

Auch im Eigenheimsektor sind die Aktienkurse aller Eigenheimbaufirmen in den USA geradezu ungerechtfertigt mit hohen Kursabschlägen von bis zu ca. 90% innerhalb von ca. 12-18 Monaten bestraft worden. Warum sind heute diese Firmen nur noch ein Zehntel wert gegenüber dem Wert vor noch z.B. einem Jahr? Diese Firmen sind auch heute wesentlich mehr wert als nur die verbleibenden 10% des Market Cap, ... nur der Markt wird dies erst im Laufe der Zeit wenn sich der Immobilienmarkt wieder entsprechend nach oben bewegt, was wiederum ein ca. 7-jähriger Zyklus ist, entsprechend bei den Aktienkursen belohnen. Einige Firmen werden in dieser Immobilienkorrektur Pleite gehen, d.h. die Industrie wird konsolidieren, doch die verbleibenden starken Firmen werden umso stärker sein und dann (in mehreren Jahren) wieder zu neuen Höchstkursen ansetzen, ... und es wird dann wird dann wieder einen Immobilienboom geben. D.h., wer einige Jahre das Investitionskapital nicht benötigt, der wird im Laufe der Jahre mit vielleicht einem ca. 800 - 1200%igen Kapitalgewinn für die Geduld belohnt, .... natürlich nur mit Investitionen bei den sehr guten Eigenheimfirmen. Und es kann sein dass eben momentan der Kurs vielleicht nach Investition um weitere ca. 30% oder so fällt. Viele dieser Firmen wie z.B. Hovnanian (HOV) die bereits seit 50 Jahren bestehen und diese Zyklen laufend mitgemacht haben, sind zusätzlich aufgrund derer extremen Unterbewertung auch noch ideale Übernahmenkanditaten.

Momentum Aktien:
Während manche Investoren auf einen Turnaround in gewissen Aktien bzw. Sektoren/Branchen warten, bzw. einen bestimmten höheren Wert in diversen Papieren sehen, so engagieren sich wiederum andere Grossinvestoren fast ausschliesslich nur mit Momentum Aktien. Fondmanager Ken Heebner von CGM erzielte im Jahr 2007 eine Rendite von etwas mehr als 80% indem er hauptsächlich in Momentumaktien investiert war.

Momentumaktien weisen oft eine enorme Volatilität auf, ... meist sogar zwischdurch bis zu ca. 40% auf der Downside während einer Korrekturphase und klarerweise hunderte Prozente Gewinnpotential auf der Upside. D.h., man sollte diese Momentumaktien so günstig wie möglich während einer Korrekturphase kaufen, und dann wenn das Momentum wieder nach oben gerichtet ist, verkaufen. Doch beim Kaufen dieser Aktien kann man wieder nur aufgrund der kurzfristigen historischen Daten, usw. auswerten bzw. versuchen einzuschätzen wo anscheinend diese Aktie günstig zu kaufen wäre. Und man muss damit rechnen dass gerade Momentumaktien blitzartig innerhalb von ein paar Tagen nach Kauf noch immer ca. 10 - 20% im Kurs verlieren können. Man darf dabei eben keine Panik bekommen und man muss vom betreffenden Unternehmen bzw. deren Aktien überzeugt sein. Damit konnte man mit Momentumaktien wie z.B. Apple (AAPL) in den letzten paar Jahren ca. 1700% Kursgewinn verbuchen.

Man kann Momentumaktien auch für längere Zeit halten anstatt nebenbei Gewinne zu realisieren und man kann mit Geduld zusehen wie sich deren Momentum steigert und steigert. Bei der einstigen Momentumaktie Dell (DELL) konnte man von Herbst 1990 bis ins Jahr 1998 immerhin ca. 100.000% Gewinn in nur 8 Jahren kassieren, also aus jedem Tausender der investiert wurde, eine coole Million Gewinn realisieren. Und es gibt laufend Momentumaktien bzw. Momentumbranchen. Insbesondere im Jahr 2007 zündete der Agrarsektor mit z.B. Monsanto (MON) und Mosaic (MOS), sowie der Solarsektor mit z.B. SunPower (SPWR), Solarfun (SOLF), Suntech Power (STP), usw., ... einige Topaktien im jeweiligen Sektor die vor allem zu den Momentumaktien mit langjährigem grossen Wachstumspotential gehören, sind in unserer "Liste der Top 6 Aktien für 2008" angeführt die z.B. auf unserer Website unter http://cascada.cc/fond.htm erhältlich ist.

Tatsache ist, dass es an den Börsen genügend Möglichkeiten gibt Geld als Trader oder längerfristig orientierter Anleger zu verdienen, doch man muss strategisch vorangehen und man darf sich nicht gleich bei kleinen oder auch grösseren Papierverlusten in die Hose machen. D.h. man darf nicht die Aktien von guten Unternehmen von denen man eine absolute Überzeugung hat, bei der ersten Korrektur gleich verkaufen, sondern man bleibt investiert, .... allerdings nur bei guten Aktien von denen man überzeugt ist bzw. bei betreffenden Spekulationen die man sich genau durchgedacht hat.

Alles in diesem Business ist grundlegend eine Spekulation, doch sollte die Spekulation aufgrund von soliden Daten und Recherchen gemacht werden, sodass das Gewinn/Verlustverhältnis im richtigen Verhältnis steht. Wenn die vorrübergehende/kurzfristige Downside mit ca. 30 - 50% eingeschätzt wird, doch die Upside mit soliden Fakten ca. 500 - 1000% versprechen könnte, dann ist die Sache ziemlich klar, nämlich die Investition bzw. Trade sehen sehr gut aus. Wenn natürlich die Downside bei ca. 50 - 80% liegt und die Upside bei nur ca. 20% oder so, dann braucht man sich im betreffenden Papier nicht engagieren. Als Trader wird man jedoch Verluste eher rasch buchen, da eben der momentane Trend im Papier kurzfristig geändert hat und man das Kapital nicht unnötig für einige Wochen oder so binden will, sondern man will als aktiver Trader täglich Kasse machen, ... aber betreffend dem aktiven Trading lesen Sie einfach unsere BElogs zum Thema die diese Strategie ausführlich erklären.

Ca. 4000% Kursgewinn beim AMR Deal:

Viele Investoren bekamen beim AMR Deal vor ein paar Jahren die Hosen voll als die Aktie wegen Konkursgerüchten blitzartig auf ca. US$ 1,- fiel. Sicherlich war es beängstigend, doch wir spekulierten mit einer kleinen Position und dachten uns aufgrund des Research, usw. dass bei diesem Flugunternehmen kein Konkurs zustande kommen wird, sondern dass vielleicht jemand die Firmen kaufen wird und wenigsten ca. US$ 5,- bis US$ 10,- je Aktie zahlen sollten. Die Trader die wir sind, haben wir zwar die Aktie bei knapp über US$ 1,- gkauft, doch bei ca. US$ 2,50 waren wir innerhalb von wenigen Tagen wieder aus dem Papier und handelten die Aktie laufend bis der Kurs ca. US$ 10,- erreichte.

Mit den üblichen Korrekture dazwischen, usw. notierte dann die AMR Aktie innerhalb von etwas mehr als 3 Jahren bei ca. US$ 40,- und damit konnte ein ca. 4000%ige Gewinn verbucht werden. Uns gefallen Fluggesellschaften normalerweise nicht, doch die AMR Situation war einzigartig und eben eine interessante Spekulation. Und diese G’schichte soll nur nochmals aufzeigen, dass es eben immer wieder interessante Möglichkeiten und Spekulationen an der Börse gibt und dass man nicht bei einer Korrekturphase gleich die Panik bekommen soll, sondern eben entsprechende Recherchen machen soll und die Aktien entsprechend analysieren muss und dann kann man mit gutem Gewissen und reduziertem Risikofaktor, investieren bzw. in solchen ausgesuchten Aktien traden. Und wer der Kursvolatilität und der eigentlich harten Researcharbeit die hinter jedem Investment steckt, nicht gewachsen ist, dem wird es wahrscheinlich lieber sein, sein Geld z.B. auf ein Sparbuch zu legen oder eben in "sichere" bzw. mehr vorhersehbare Anlagen zu investieren.

http://www.be24.at/blog/entry/12756

  

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Emotionaler Totalschaden
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.2.08 22:44)

Emotionaler Totalschaden

Heute kamen die Kurse erneut unter Druck. In den Köpfen der Anleger stellt sich die Frage, geht der Crash jetzt weiter, müssen wir uns auf einen lang anhaltenden Abwärtstrend wie 2000-20003 einrichten, oder fangen sich die Kurse doch noch?

Infineon zwischenzeitlich - 18 %

MAN - 6 %

Deutsche Börse - 5 %

Continental - 5 %

Hypo Real Estate - 4,6 %

Wie viele werden da wohl wieder auf dem falschen Fuß erwischt worden sein?

Ganz normal...
Solche Phasen tauchen immer wieder an den Börsen auf. Es erwischt jeden irgendwann einmal. Häufig sogar, ohne dass es zu einem Crash kommt. Jeder, wirklich jeder Trader, der an den Börsen tätig ist, wird irgendwann eine längere Phase erleben, in der er keinen Gewinn macht. In der alles, was er anfasst, einfach nur schief geht.

Der kleine Unterschied: In einem solchen Crash geht es einfach nur vielen gleichzeitig so.

Ein Schuldiger ist schnell gefunden
Eigentlich ist so ein Crash noch wesentlich gefährlicher, als eine Phase in der man einfach so aus heiterem Himmel nur noch die falschen Trades heraussucht, denn bei einem Crash ist der Schuldige schnell gefunden: „der Markt“. Man selbst hat keine Verantwortung, schließlich kann man so einen Einbruch nicht voraussehen...

Ohne Crash kommt man hingengen wesentlich schneller auf die Idee, sich um die eigene Psyche zu kümmern.

Gerade in solchen Phasen sollte man sich um sich selbst kümmern
Dabei ist es gerade in solchen Crashphasen extrem wichtig, sich mehr um die eigene Psyche zu kümmern. Sie dürfen einfach keinen emotionalen Totalschaden erleiden.

Den meisten Anlegern passiert folgendes (verkürzt): Sie sehen den Verlusten zu und steigen viel zu langsam oder gar nicht aus. Dann steigen sie wieder viel zu schnell ein, häufig gehen dann auch diese Positionen wieder ins Minus. Irgendwann greifen die Stopps, der Markt dreht kurze Zeit später. Wieder alles falsch gemacht. Dann ein neuer Versuch, mit viel zu großen Positionen, man muss schließlich die Verluste ausgleichen. Das muss doch der Boden gewesen sein! Doch es rutscht noch einmal tiefer, und dann wird es richtig schmerzhaft.

In dieser Zeit fühlt sich der Trader immer hilfloser und armseliger, von Tag zu Tag. Die Verluste fangen an, weh zu tun – er wird mutlos, traurig, später sehr wütend, dann völlig verzweifelt. Das Problem, mit solchen Emotionen können Sie nur Fehler machen! So kann man nicht traden!

Ganz zum Schluss endet dieses Desaster in vollkommener Handlungsunfähigkeit. Meistens braucht es sehr lange (mehrere Monate), um aus diesem mentalen Desaster wieder herauszukommen. In der Zwischenzeit ist meistens der Markt wieder massiv angestiegen.

Urlaub und Abstand
Ich empfehle Kollegen, die anfangen in diese Falle zu tappen, Urlaub zu machen, ob es nun bei einem Crash ist oder „einfach nur so“ einmal mehrere Wochen oder sogar Monate nicht mehr läuft. Abstand gewinnen, sich mental wieder aufrichten und einmal etwas Anderes sehen als rote Vorzeichen auf dem Monitor.

Denn, auch wenn es so wenig wissenschaftlich zu erklären ist, eine positive mentale Grundeinstellung gehört einfach zu einem erfolgreichen Trade dazu! Emotional angespannt verringern Sie ihre Chancen erheblich. Wenn Sie sich also durch so einen Crash zu sehr mental beeinflussen lassen, müssen Sie Abstand gewinnen. Ansonsten steigt die Gefahr, einen emotionalen Totalschaden zu erleiden, dramatisch. Und dieser kann immer auch zu einem finanziellen Totalverlust führen.

Es gibt einige Grundsätze, die Sie immer beachten sollten:
Wie ich hier bereits vor der Krise oft genug geschrieben habe, dezimieren Sie bei weiter fallenden Kursen nach und nach Ihre Depotpositionen – bleiben Sie dabei gelassen. Hoffen gilt in solchen Situationen nicht! Allerdings sollten Sie auch noch nicht ganz aus dem Markt gehen. Wenn es dreht, gerät man sonst zu schnell hinter den Aufwärtstrend. Ein, zwei größere Verlustpositionen in guten Aktien kann man auch mal durchhalten. Diese können zwar weh tun, sollte einen aber nicht ruinieren.
Machen Sie sich bewusst, dass Verluste zum Börsengeschehen dazu gehören! Sie können Verluste nicht vermeiden. Verluste sind viel seltener Zeichen von Dummheit oder Unfähigkeit, als die meisten Trader (besonders bei sich selber) denken. Verluste gehören zur Börse, sie sind unabdingbarer Teil des Tradens. Wer gewinnen will, muss auch Verluste erleiden können, ohne mental einzubrechen.
Wenn Sie merken, dass es trotz allem nicht läuft und Sie immer das Falsche tun, distanzieren Sie sich vom Markt. Machen Sie etwas anderes. Hetzten Sie NICHT jeder Gelegenheit hinterher. Natürlich kann man große Gewinne machen, wenn man nach einem scharfen Einbruch genau am Tief einsteigt. Nur, ganz ehrlich, wer kann das schon und wie oft geht das schief? Lohnt es sich unter dem Strich wirklich, es immer wieder zu versuchen? Meiner Erfahrung nach langfristig gesehen nicht. Bleiben Sie kühl und lassen Sie den Markt sich austoben. Wenn der Markt so hoch nervös ist, sind Kursbewegungen meistens Glücksache. Und Sie sind hier nicht beim Roulette, sondern beim Traden. Hier geht es um Chancen und Wahrscheinlichkeiten, um nichts anderes.
Lassen Sie sich nicht von den Erfolgsmeldungen Einzelner beeinflussen. Ich will jetzt nicht schreiben, dass in solche Phasen gerade immer die Gewinne machen, die vorher meistens lange sehr, sehr falsch gelegen haben. Es gibt auch sicher Menschen, die ein gutes Näschen hatten. Natürlich kann man, wenn man gerade kurz vor dem Einbruch massiv short war, jetzt exorbitante Gewinne realisieren – keine Frage. Das Problem ist nur, dass diese Gewinne bei denjenigen, die gerade große Verluste erlitten haben, dazu führen, dass sie sich noch kleiner und erbärmlicher fühlen. Aber genau dieses Gefühl müssen Sie vermeiden. Gönnen Sie den Menschen die Gewinne, gönnen Sie auch den anderen, dass sie einen Teil ihrer früheren Verluste wieder ausgleichen können. Halten Sie sich nicht an solchen Erfolgsmeldungen anderer auf, sondern konzentrieren Sie sich auf Ihren eigenen zukünftigen Erfolg. Denken Sie zudem immer daran, dass nur beim Angeln mehr gelogen wird als beim Traden. Gerade in solchen Phasen versuchen Trader ihre Gewinne herauszustellen, um nicht über die Verluste nachdenken zu müssen.
Warten Sie, bis sich der Markt beruhigt oder sich klare Zeichen zeigen. Steigen Sie dann vorsichtig wieder ein, und wenn sich Trends bestätigen, können Sie nach und nach weitere Positionen aufbauen. Meistens kommt es in Folge eines solchen Crash zu einer längeren Trendbewegung.
Und ein letzter wichtiger Punkt:

Die Zeiten des sicheren Systems mit der eingebauten Crashvorhersage
Fallen Sie nicht auf Menschen rein, die solche Crashs brutal ausnutzen. Es ist erstaunlich, dass gerade in solchen Zeiten immer wieder höchst dubiose Börsendienste urplötzlich auftauchen und in den einschlägigen Börsenforen, aber auch auf andere Weise massive Werbekampagnen starten. Das Schema ist dabei immer gleich:

Meistens geht es um die „Black Box“, ein Computersystem oder ähnliches, was 1. diesen Einbruch genauestens vorhergesagt hat und 2. sowieso eine unglaubliche Trefferquote von weit über 90 % besitzt.

Überlegen Sie einmal, das ist genau das, was sich ein verzweifelter Trader nach so einem Einbruch wünscht: Ein treffsicheres System, dass auch noch solche Crashs vorhersehen kann. Wenn man dann auch noch emotional oder finanziell angeschlagen ist, neigt man zu einer gewissen zwanghaften Gutgläubigkeit, und schon sitzt man in der Falle. Mit anderen Worten: Skrupellose Bauernfänger nutzen hier die emotionale oder finanzielle Zwangslage von Menschen aus, meistens mit dem Erfolg, dass diese auch noch den letzten Rest ihres zusammengeschrumpften Vermögens verlieren.

Glauben Sie mir, es gibt kein System, dass 90 % Trefferquote hat. Wenn es ein solches gäbe, wären die Internetseiten, auf denen solche System angeboten werden, meistens nicht so grottenschlecht programmiert – denken Sie einmal darüber nach.

Auch gerade hier gilt, bleiben Sie ruhig und gelassen und prüfen Sie solche Angebote genau, bevor Sie sich zu einem Abonnement entschließen.

Hier im Verlag kann ich trotz teilweise aggressiver Werbung zumindest versichern, dass die Performance bei den Diensten die ich kenne, von einem unabhängigen Vermögenscontrolling kontrolliert wird. Zudem können Sie die Angebote auch selbst genau prüfen, dazu haben Sie einen Monat oder mehr Zeit (kostenloses Probeabo) – das sollten Sie aber auch tun. Und die meisten Chefradakteure, die ich persönlich kenne, sind ehrlich daran interessiert, eine gute Arbeit zu machen, stehen aber auch dazu, dass es in solchen Zeiten schwierig ist...

  

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RE: Emotionaler Totalschaden
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 11.2.08 09:12)

>Jeder, wirklich jeder Trader, der an den Börsen tätig ist,
>wird irgendwann eine längere Phase erleben,
>in der er keinen Gewinn macht. In der alles, was er anfasst,
>einfach nur schief geht.

Das stimmt so nicht. Denn nach Missgriffen muss man ja strafweise eine Zwangspause einlegen, um sich zu konsolidieren und weitere direkte Missgriffe zu vermeiden.

  

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RE: Emotionaler Totalschaden
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 14.2.08 00:41)

>>Jeder, wirklich jeder Trader, der an den Börsen tätig
>ist,
>>wird irgendwann eine längere Phase erleben,
>>in der er keinen Gewinn macht. In der alles, was er
>anfasst,
>>einfach nur schief geht.
>

BBio:
>Das stimmt so nicht. Denn nach Missgriffen muss man ja
>strafweise eine Zwangspause einlegen, um sich zu konsolidieren
>und weitere direkte Missgriffe zu vermeiden.
>

JA, Bio - Du hast Recht! Normalerweise sollte man dann ein Pause machen. Besser Pause als weitere Verluste. Nicht jede Marktphase ist für unsereins tradable...



LG

Ottakringer

PS: Darum mehrere Depots mit verschiedenen Stilen...

  

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Das wichtigste über die Märkte in 15 Minuten interessantinteressantgut analysiert
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.2.08 21:58)

20. Oktober 2006 „Wer viel Geld hat, hat nur noch wenige Sorgen“, wird zwar gerne gesagt. Allerdings stimmt das so nicht. Denn alleine schon die Geldanlage kann Kopfzerbrechen bereiten.

Wie soll man angesichts der vielseitigen Angebote und der vollmundigen Werbeversprechen von Banken, Vermögensverwaltern und Vermittlern die seriösen und vernünftigen herausfinden? Einfach ist das nicht. Jedenfalls dürfte es nicht ratsam sein, die Sache blauäugig anzugehen.


Ein Vermögensverwalter gibt sein Wissen weiter


Aus diesem Grund kann es hilfreich sein, einen Blick auf die gesammelte „Lebenserfahrung“ eines kritischen, unabhängigen Profis zu werfen. Zum Beispiel auf jene von Jeremy Grantham, dem Vorstand der von ihm mitbegründeten, unabhängigen Vermögensverwaltung GMO in Boston. Er verrät den Lesern „alles, was ich über die Finanzmärkte weiß, zusammengefaßt in 15 Minuten“.


1. Vermögensverwalter schaffen keine Werte, sondern zunächst einmal Kosten von durchschnittlich rund einem Prozent pro Jahr. Da sie jedoch zusammen genommen den Markt bilden, muß ihre Performance alleine aufgrund dieser Kosten unterdurchschnittlich ausfallen. Die Konstellation ist vergleichbar mit einem Pokerspiel, in welchem der gute Spieler die Gewinne zu Lasten des Verlierers erzielt. Um eine Nettorendite von zwei Prozent erzielen zu können, muß auf der anderen Seite ein „Freiwilliger“ sein, der vier Prozent verlieren möchte.

2. In einem solchen „Nullsummenspiel“ steigern teure Hedge-Fonds nur den Anteil am Kuchen, der durch die Gebühren verloren geht.

3. Die meisten Aktienmärkte sind ziemlich effizient auf der Ebene der Einzelaktie. Diese Effizienz wird sehr wahrscheinlich zunehmen.

4. Transaktions- und Managementgebühren sind von vornherein sicher, während die jeweils versprochene Überrendite problematisch sein dürfte.

5. Auf dieser Basis sind passive Anlagestile nicht das Schlechteste, da Indexfonds innerhalb einer Anlageklasse kaum zu schlagen sind.

6. Aus diesem Grund müssen Indexfonds zwangsläufig immer mehr „aktive Fondsmanager“ verdrängen, bis sie die große Masse des Geschäftes an sich gezogen haben. Da immer mehr schlechte Spieler aus der Pokerrunde ausscheiden, müßten die verbliebenen eigentlich besser und besser werden. Zum Glück für die Gewinner kommen jedoch auch immer wieder neue Spieler in die Runde.

7. Während clevere Anleger auf Indexfonds „abfahren“, wird ihre Ausbreitung vor allem durch das Eigeninteresse der Vermögensverwalter und der Vermittler gebremst. Schließlich wollen die Fondsgesellschaften vor allem Gebühreneinnahmen erzielen und ihre Angestellten wollen Jobs, die zumindest Eindruck erwecken.

8. Viele Hedge- und Private-Equity-Fonds behaupten zwar, sie würden systematisch Alpha, also eine risikoadjustierte Überrendite, generieren. In Wirklichkeit jedoch machen sie oft ganz gewöhnliche Spekulationen.

9. Die „Asset Allocation“ ist intellektuell nicht sonderlich anspruchsvoll. Denn die Rückkehr von Kursbewegungen zu langfristigen Mittelwerten ist Realität und Theorien über „neue Paradigmen“ sind beinahe immer eine Illusion. Die Fehlbewertung von einzelnen Vermögensklassen ist manchmal so groß, daß sie nicht einmal ein Blinder übersehen kann - zum Beispiel ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35 im März des Jahres 2000.

10. Das Warten auf den richtigen Zeitpunkt kann jedoch länger Dauern als die Geduld der Kunden. Das führt zu Karriere- oder gar Geschäftsrisiken im Vermögensverwaltungsgeschäft.

11. Historisch betrachtet haben Aktienanleger immer wieder zuviel für Begeisterung oder „Sex Appeal“ gezahlt: Wachstum, Profitabilität, technologischer Wandel oder auch für die angeblichen Fähigkeiten des Managements.

12. Ist erst einmal ein Trend mit einem gewissen Momentum entstanden, so bleibt er für gewöhnlich eine Weile bestehen bleiben.

13. Alles, was die Finanzmärkte anbelangt, kehrt rascher von extremen auf normale „Levels“ zurück, als man gemeinhin denkt. Das gilt zum Beispiel für das Umsatzwachstum, die Profitabilität, die „Genialität“ von Managern, Anlagestile und nicht zuletzt auch für das Glück.

14. Einer der Schlüssel zum Erfolg im Anlagegeschäft ist die Suche nach der richtigen Balance zwischen Momentum und Wachstum auf der einen Seite und der Tendenz zur Regression auf der anderen.

15. Wachstumswerte gelten gemeinhin als attraktiv. Deswegen gehen Fondsmanager nur geringe Karriererisiken ein, wenn sie sie im Depot halten. Das mag erklären, wieso diese Werte in den vergangenen 50 Jahren um durchschnittlich 1,5 Prozent schlechter abschnitten als der Markt.

16. „Value-Werte“ dagegen gelten gemeinhin als langweilig oder unterdurchschnittlich. Ihre scheinbar schlechte Entwicklung läßt sich nachträglich leicht erklären. Solche Werte stellen aus diesem Grund für Fondsmanager ein gewisses Karriererisiko dar. Das mag erklären, wieso diese Werte in den vergangenen 50 Jahren um durchschnittlich 1,5 Prozent besser abschnitten als der Markt.

17. Reale Risiken lassen sich nicht mit Kennzahlen wie Beta oder Volatilität erfassen, da sie bloßgestellt werden durch die positive Korrelation mit anderen Faktoren wie Wachstum, Begeisterung, Liquidität oder gar Analysten-Coverage. Diese werden in der Wahrnehmung positiv bewertet und reduzieren auf diese Weise das Karriererisiko der Fondsmanager.

18. Reale Risiken im Vermögensveraltungsgeschäft bestehen vor allem in Karriere- und Geschäftsrisiken, die die Branche verändern. Die Bemühungen, die Karriererisiken zu reduzieren - liege bloß nie aufgrund der eigenen Meinung falsch - führen zu Herdenverhalten, Momentum und Extrapolationen. Zusammengenommen begründen sie das Entstehen von Fehlbewertungen.

19. Es gibt keine „Small-Cap-Effekte“, „Preis-Buchwert-Effekte“, „Aktien-Anleihen-Effekte“ oder anderes. Es gibt nur den „Preiswürdigkeits-Effekt“. Aktien schlagen Anleihen langfristig nicht, weil das ein göttliches Gesetz ist, sondern weil sie üblicherweise günstig bewertet sind. Im Moment sind sie es nicht.

20. Aktienkurse schwanken stärker als die Gewinnreihen der Unternehmen oder als volkswirtschaftliche Wachstumszahlen. Diese entwickeln sich relativ stetig, währen die Finanzmärkte getrieben werden von Gier, Furcht und Karriererisiken und nicht so sehr von fundamentalen Daten.

21. Die Inflationsrate hat den größten Einfluß auf die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der Börsen, so unlogisch das auch klingen mag. Der Korrelationskoeffizient in Amerika liegt bei minus 0,73. Eine geringe Inflation führt also zu hohen Bewertungen.

22. Da die Inflationsraten langfristig zu einem Mittelwert zurückkehren, dürfte der Kauf von Aktien bei tiefer Inflation, tiefen Zinsen und hoher Bewertung schmerzhaft werden.

23. Die Masse der verwalteten Mittel ist die ultimative Hürde für eine erfolgreiche Anlagestrategie. Je mehr Geld angelegt werden muß, desto geringer wird die Qualität der Werte, in die investiert wird oder desto „unverdaulicher“ werden die Einzelpositionen. Schlägt sich ein Fondsmanager mit 500 Millionen Dollar hervorragend, so kann er mit fünf Milliarden Schiffbruch erleiden.

24. In der Vergangenheit dominierte der Glaube an effiziente Märkte, so daß Vermögensverwalter nur wenige Talente anziehen konnten, insbesondere keine quantitativ orientierten. Inzwischen bieten selbst Professoren in ihren „Quant Shops“ ihre Dienste an und auch andere talentierte Personen werden angezogen. Auf diese Weise intensiviert sich der Wettbewerb.

25. Quantitative Vermögensverwaltung verhält sich zu traditionellen Ansätzen wie Wort zu Schrift: Man vertraut stärker darauf.

26. Quantitative Manager tendieren jedoch dazu, in Daten zu ertrinken und zu viele Variablen zu berücksichtigen.

27. Der größte Vorteil traditioneller Vermögensverwalter liegt in ihrer Fokussiertheit. „Quants“ dagegen können besser mit komplexen Situationen umgehen und agieren konsistenter. Sie sind auch nie „verliebt“ in einzelne Werte - höchstens in ihre Methoden.

28. 90 Prozent dessen, was in der Vermögensverwaltung als Brillanz oder auch Inkompetenz bezeichnet wird, ist auf die Ebbe und Flut wechselnder Anlagestile zurückzuführen.

29. Weil bestimmte Anlagestile immer nur vorübergehend erfolgreich sein können, dürfte die Performance der Vergangenheit mit der Zukunft negativ korreliert sein.

30. Aus diesem Grund ist es einfacher, günstig Aktien zu finden als fähige Fondsmanager. Anleger müssen bei der Suche nach einem Vermögensverwalter entscheiden zwischen der faktischen Performance der Vergangenheit oder dem Marketingversprechen potentieller Anbieter. Praktische Anleger orientieren sich gerne an den Fakten der Vergangenheit und investieren auf diese Weise immer wieder in Fonds, die ihre besten Zeiten sehr wahrscheinlich gerade hinter sich haben.

31. Entscheidend ist, den Überblick zu wahren. Eine oder zwei gute Ideen im Jahr reichen, um erfolgreich zu sein. Überharte Analysearbeit steht nur dem Denken im Weg.

Quelle:
http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EE797FC4D29344710BF972D8374E F34C0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  

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Lücke im US-Gesetz witzig
Rang: nurb(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.2.08 09:51)

Insider-Geschäft: Hacker darf Gewinn behalten

Der Ukrainer Oleksandr Dorozhko machte mit illegal erworbenen Insider-Informationen einen Gewinn von fast 300.000 Dollar an der Börse. Die Börsenaufsicht fror das Konto des Mannes daraufhin ein. Doch ein Gericht entschied nun: Das Geld muss ausgezahlt werden. Das berichtet nytimes.com.

Dorozhko hatte sich in einen Computer der Firma IMS Health gehackt und so erfahren, dass das Unternehmen in wenigen Stunden schlechte Zahlen präsentieren würde. Daraufhin spekulierte er auf fallende Kurse und vervielfachte so seinen Einsatz von 40.000 US-Dollar.
Eine Lücke im US-Gesetz macht es ihm nun offenbar möglich, das Geld zu behalten, da illegal erworbene Informationen vom Gesetz nicht abgedeckt werden. Wäre er ein Mitarbeiter der Firma oder der Börse gewesen, wäre so an diese Informationen gelangt und hätte diese zu Geld gemacht, wäre dies strafbar gewesen. (cla) CHIP Online de

  

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Interessante Börsenseite
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.3.08 19:34)

http://www.trader24.info/futures/psychologie.html

Interessante Schmökerlektüre für den Zug, U-Bahn, Sessellift oder ganz einfach, wenn die Alte nervt. Ich bin deshalb noch nicht zum Lesen gekommen.

  

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Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.5.08 20:12)

Pierre Daeubner meint sinngemäss:


Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen


Yogi Bera hat einmal gesagt: If you don’t know where you are going in life, you will be lost when you get there.

Wusstest du, dass weniger als 1% der Menschen schriftlich festgehaltene Ziele hat? Sie wissen nicht wohin sie gehen oder woher sie kommen. Sie leben einfach in den Tag hinein.

So geht es auch vielen Tradern. Jeden Tag machen Sie immer wieder den DAX Chart im 5 Minuten Bereich auf, analysieren ihn jeden Tag aufs neue, speichern sich niemals ihre Arbeit ab und legen einfach einen Indikator nach dem anderen in den Chart um schnell Signale zu bekommen. Man will ja immerhin auch schnell reich werden. Natuerlich weiss man, was man will.

Hier eine Leseprobe von Birger Schaefermeiers Buch: Die Kunst des erfolgreichen Tradings:

Bunker Hunt, ein texanischer Ölmillionär, wurde einmal gefragt, wie man zu Erfolg
gelangt.

Er sagte, darauf gebe es eine einfache Antwort: „Erstens muss man sich darüber klar
werden, was man will, zweitens entschließt man sich, den Preis zu zahlen, um es zu
verwirklichen, und dann bezahlt man den Preis. So einfach ist es, Erfolg zu haben.“

Die meisten Menschen sind erfolglos, weil sie schon den ersten Schritt zum Erfolg
verpassen: Sie wissen einfach nicht, was sie wollen. Dasselbe gilt für viele Trader. Auf die
Frage „Was willst du beim Traden erreichen?“ erhalte ich immer wieder die Antwort:
„Was schon. Viel, viel Geld verdienen.“ Meistens sage ich demjenigen dann, er solle sich
vorstellen, er bekäme von mir jetzt sehr viel Geld, sagen wir eine Million Euro, allerdings
nur unter der Bedingung, dass er sie vollständig wieder ausgibt. Dafür hat er eine Minute
Zeit, alle Dinge auf eine Liste zu schreiben, die er sich kaufen würde. Die einzige Regel
dabei ist: Er darf das Geld nicht investieren und auch keine Immobilie dafür erwerben, er
muss es also vollkommen verkonsumieren. Ich überreiche ihm einen Zettel und einen
Stift, und begierig fangen die meisten an zu schreiben: ein Luxusauto, Armani-Anzüge,
eine goldene Uhr, teure elektronische Geräte, eine Luxusreise und so weiter. Kaum
jemand schafft es, die Million auszugeben. Nach den ersten drei oder vier Wünschen
kommt der Schreibfluss ins Stocken. Was kann ich noch brauchen, was will ich, und wozu?

Schnell stellt der Trader fest, dass „viel Geld“ ein sehr unspezifisches Ziel ist, das ihn nicht
weiterbringt, weil er nicht weiß, was er mit dem Geld machen will. Um erfolgreich zu sein,
müssen Sie sich aber darüber klar werden, was Sie wirklich wollen. Geld ist zwar ein
Produkt, das beim Traden generiert wird, aber es ist nicht Ihr wirkliches Ziel.

Deshalb stelle ich dem Trader eine weitere Frage. Er soll sich vorstellen, er hätte so viel
Geld, wie er sich wünscht. Was würde er damit tun? Würde er sich ein Haus damit kaufen
oder doch einen Sportwagen? Wenn er ein Haus erwerben will, warum gerade ein Haus?
Etwa, damit er nie wieder Miete zahlen muss? Was beunruhigt ihn daran, Miete zu
zahlen? Fühlt er sich sicherer, wenn er ein abbezahltes Haus besitzt? Wenn er sich einen
Sportwagen kaufen will, frage ich ihn, wieso es gerade ein Sportwagen sein muss und kein
Oldtimer. Etwa weil es Spaß macht, schnell zu fahren, oder weil es ihm ein junges,
erfolgreiches Image gibt?

Ich versuche herauszufinden, was der Trader wirklich will. Das sind nämlich keine Güter,
sondern Werte wie Sicherheit, Anerkennung, Spaß, Unabhängigkeit und Freiheit. Diese
Werte bestimmen unser Handeln. Niemand will einen Sportwagen, weil er sich damit von
A nach B bewegen kann. Vielmehr steht hinter diesem Wunsch die Sehnsucht nach einem
Gefühl. Dieses Gefühl zu erfahren und zu erreichen, das ist sein Ziel. Hinter jedem Ziel
steht ein Zweck, den es herauszufinden gilt.

Finden Sie heraus, was Sie wollen Wenn Sie nicht genau wissen, was Sie wollen, dann wird
es Ihnen auch unmöglich sein, Ihr Ziel zu erreichen. Oder würden Sie sich auf eine Reise
ohne Ziel begeben? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie, ohne es zu kennen, an dem Ziel
landen, das Sie erreichen wollten, ist sehr gering. Es wäre ein glücklicher Zufall. Wir traden
aber nicht, um auf einen glücklichen Zufall zu hoffen, sondern um ein ganz bestimmtes
Ziel zu erreichen. Häufig ist uns dies aber nicht klar.

Schon als kleiner Junge hatte ich das Ziel, mit spätestens 30 Millionär zu sein. Ich erreichte
dieses Ziel schon viel früher: Mit 22 Jahren, noch während meines Studiums, hatte ich
meine erste Million verdient. Allerdings hatte ich keinen blassen Schimmer, warum ich
Millionär sein wollte, und erst recht wusste ich nicht, was ich mit dem Geld machen
wollte. So ließ ich das Geld auf dem Konto stehen und handelte weiter. Ich war zwar
Millionär, aber das glückliche Gefühl, mein Ziel erreicht zu haben, dauerte nur wenige
Tage. Danach war ich irgendwie unzufrieden, obwohl ich doch so viel Geld auf dem Konto
hatte.

Diese Unzufriedenheit verstärkte sich von Tag zu Tag, und ich wusste damals nicht, wieso.
Ich war nun Millionär, und mein vermeintliches Ziel war erreicht. Weil das Geld aber
weiter auf meinem Trading-Konto war und ich mir wirklich gar nichts gönnte (wozu auch:
Ich wollte das Geld des Geldes wegen und hatte keine Ahnung, wozu ich es verwenden
wollte, welches Gefühl ich fühlen wollte), hatte das Geld schon nach wenigen Tagen keine
Bedeutung mehr für mich. Es war nur noch eine Zahl.

Ich lebte in meiner Studentenwohngemeinschaft in einem kleinen Zimmer mit einem
Kohleofen und einem unbeheizten Bad. Die Million war nur eine Zahl auf meinem Konto.
Das Geld produzierte kein Gefühl in mir und wurde deshalb für mich bedeutungslos. Ich
wusste es nicht zu schätzen, denn was konnte mir diese Million noch geben? Im
Unterbewusstsein strebte ich, wie jeder Mensch, bestimmte Werte an. Unter anderem
waren für mich Spaß und Aufregung ein Gefühl, das ich mir sehnlichst wünschte. Wenn
Sie sehr diszipliniert handeln, dann sind Spaß und Aufregung das Letzte, was sie spüren.
Genauso war es, als ich mir mühselig die erste Million verdiente. Ich wollte aber Spaß.

Nun, wie produziert man am besten Spaß und Aufregung mit einer Million, wenn einem
diese Sehnsucht nicht bewusst ist und das Unterbewusstsein das Kommando übernimmt?
Ganz einfach: Sie rufen als 22-Jähriger Ihren Banker an und kaufen eine kurzfristige DAX-
Option für einen Betrag, der das zehnfache Jahresgehalt dieses Mannes ist. Jeder Punkt
Veränderung am Markt bedeutet nun mehrere 10.000 Mark. Ihr Konto beginnt eine
Achterbahnfahrt. In wenigen Minuten verdienen oder verlieren Sie Beträge in der
Größenordung des Preises von Luxussportwagen.

Ich hatte nun meinen Spaß und die gewünschte Aufregung. Gut für mein Konto war das
allerdings nicht. Innerhalb von nur drei Monaten war die komplette Million verzockt, und
ich war wieder dort, wo ich angefangen hatte: bei null!

Erst viel später habe ich gelernt, warum ich das hart verdiente Geld so schnell wieder
verloren habe. Ich habe mein Ziel nicht gekannt, ich war mir nicht darüber klar, was ich
wirklich wollte. Erst als mir dies bewusst wurde, war ich auch in der Lage, kontinuierlich
Geld zu verdienen und erwirtschaftete Gewinne im Sinne meiner Ziele einzusetzen.

Wie ich diesen Text fuer mich interpretiere…

Geld existiert nicht. Geld ist eine Energie. Geld kann nur Mittel zum Zweck sein, und wenn man nicht weiss welchen Zweck man verfolgt kann sich sehr schnell eine leere ausbreiten.

Ich stehe knapp vor meinem 24. Geburtstag und habe es noch nicht geschafft Millionaer zu werden. Aber es ist mir auch nicht wichtig. Wieso? Weil ich mir alles leisten kann was ich tun will.

Und da liegt der Unterschied. Frueher glaubte ich, dass es wichtig ist sich alles leisten zu koennen, was man haben will. Aber umso mehr Dinge man besitzt, umso mehr besitzen die Dinge einen selbst. (Das nennt man dann Sachzwaenge.)

Ich habe selten etwas so befreiendes wie meinen Umzug nach Australien gemacht. Bis auf meine Sommergaderobe habe ich alles in einer kleinen Wohnung im Sueden Wiens verstaut oder verkauft. Nun gut, mein oesterreichisches Auto besitze ich auch noch, aber nur fuer den Fall, dass ich doch draufkomme, dass Australien eine Schnappsidee war. (Davon bin ich aber gerade Meilenweit entfernt. Jetzt wo der Stress sich legt, war ich nie gluecklicher. Aber 2 Wochen Vollgas sind noch vonnoeten um alles aufzuholen, wo ich hintennach bin.)

Ich habe mit Trading nie begonnen, weil ich reich sein wollte. Ich bin Trader geworden, weil ich frei sein wollte. Und das bin ich. Ich bin jetzt 23 Jahre, habe in 10 verschiedenen Wohnungen gewohnt und 10 unterschiedliche Autos gefahren - darunter auch den ein oder anderen Sportwagen. Ich war auf allen Kontinenten dieser Welt, in allen Laendern Europa’s (ausser Skandinavien und Portugal), in 40 US-Staaten, auf Kreuzfahrt in den Bahamas. Wo ich hinreise schlafe ich immer in einem Designhotel, wie man sie aus hochaufloesenden Hotelbuechern kennt.

Und das lustige an der Sache: man kommt erst dann drauf, dass all das eigentlich scheissegal ist.

Ich weiss was ich vom Trading will, es ist Freiheit. Ich hatte naemlich auch noch nie in meinem Leben ein Bewerbungsgespraech oder eine Fixanstellung. Und wenn nicht alles total schiefgeht, so wird das auch fuer den Rest meines Lebens so bleiben. Wie lange mir auch immer kostbare Zeit auf diesem wunderbaren Planeten geschenkt wird.

Ich denke, Trading wird nur die wenigsten unter uns zu wirklichen Millonaeren machen. Und wenn, dann dauert es im Regelfall sicherlich ein Jahrzehnt oder laenger. Ausnahmen bestaetigen die Regel, aber das fuehre ich gerne auf die Monte Carlo Simulation zurueck…. Rechnen kann man damit nicht.

Trading kann Freiheit und Unabhaengigkeit bringen. Aber, die meisten sind nicht gewillt den Preis dafuer zu zahlen. Man muss auch beim Trading immer den unwegsamen Weg gehen. Es ist der kuerzere.

Quelle:

http://www.be24.at/blog/entry/16920

  

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RE: Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 09.5.08 20:28)

Beim Traden kann man sich nicht wie im Leben Ziele setzen. Bei den Kursen bestimmen fast nur die anderen, wo es lang geht. Im Leben zwar zu einem guten Teil auch, doch nur dort kann man Gegenmaßnahmen setzen, z.B. mehr Engagement, um sein Ziel doch zu erreichen.

  

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Auf der Suche nach Nieten interessant
Rang: nurb(10) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.5.08 23:11)

Die Investmentbank Merrill Lynch zwingt ihre Analysten, sich häufiger kritisch über Aktien zu äußern - an der schlechten Qualität der Prognosen ändert das jedoch nichts.

Quotenregelungen kennt die Politik im Kampf um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Nun hält das Prinzip Einzug in die Finanzwelt, aber nicht in Sachen Geschlechter, vielmehr geht es um ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Kauf- und Verkaufsempfehlungen auf Aktien.

Die amerikanische Investmentbank Merrill Lynch hat verfügt, dass von Juni an mindestens 20 Prozent der Analysen zu einem negativen Urteil über die Unternehmen kommen sollen. Kurzum: Mehr Aktien-Nieten braucht das Land, wobei sich natürlich die Frage stellt, warum hochbezahlte Experten ihre Energie darauf verwenden sollten, Wertpapiere zu finden, die keiner haben sollte. Und das nur, um eine bestimmte Quote zu erfüllen.


Kunden nicht vergraulen
Auf Analystenmeinungen hören viele Anleger. Es beruhigt, wenn der Fachmann einer großen Bank sagt, dass eine Aktie, eine ganze Branche oder aber auch der Gesamtmarkt in nächster Zeit gut laufen werden. Doch leider sind diese Fachleute selten unabhängig. Das wurde zuletzt in den Jahren 2001 und 2002 deutlich, als zahlreiche bekannte US-Analysten verurteilt wurden, weil sie das eine predigten - nämlich den Aktienkauf - und das andere machten - nämlich verkaufen. Bekannt wurde der Fall Enron, aber auch bei Aktien aus dem deutschen Neuen Markt wie etwa EM.TV waren Analysten viel zu lange optimistisch.

An dieser Grundhaltung hat sich nicht viel geändert. Ursache ist ein Interessenskonflikt: "Es ist einfach so, dass gerade Investmentbanken kein Interesse daran haben, mögliche Kunden zu vergraulen. Das würden sie machen, wenn sie negative Analysen zu den Unternehmen veröffentlichen. Mit der Beratung in Fusionsgeschäften oder Kapitalerhöhungen lässt sich einfach zu viel Geld verdienen", sagt Dieter Hein, Geschäftsführer von Fairesearch in Frankfurt.

Ernüchterndes Ergebnis
Die Firma arbeitet bankenunabhängig, was zur Folge hat, dass bei Fairesearch der Anteil der Verkaufsempfehlungen weitaus höher ist als im Durchschnitt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berechnet hat, sind im Schnitt 95 Prozent aller Empfehlungen positiv - und das in diesen unsicheren Zeiten, da Aufsichtsbehörden in aller Welt versuchen, eine Systemkrise abzuwenden. "Es sieht nicht gut aus, wenn es in einer solch kritischen Phase kaum Verkaufsempfehlungen gibt. Ich denke, Merrill Lynch versucht, mit der Quotenregelung etwas für die Glaubwürdigkeit der Analysen zu tun", sagt Hein.

Werner de Bondt, Direktor des Richard H. Driehaus Center for Behavioral Finance an der Universität Chicago, hat die Prognosen der Analysten für den US-Aktienindex S&P 500 auf Sicht der vergangenen 50 Jahre mit der Realität verglichen. Das Ergebnis ist ernüchternd. "Die Prognosen erwiesen sich im Nachhinein als völlig unbrauchbar. Die Masse der Analysten war viel zu optimistisch, Kaufempfehlungen überwogen bei Weitem", sagt der Finanzmarktforscher. "Gerade bei langfristigen Prognosen, wo eigentlich unterschiedlichste Meinungen zu erwarten gewesen wären, hatten die meisten Experten dieselbe Einschätzung."

Lieber mit der Masse Unrecht haben
Dieses Herdenverhalten ist allgegenwärtig - nicht nur in der Finanzwelt -, weil es sehr riskant ist, eine Minderheitsmeinung zu vertreten. Wenn ein Analyst mit einer unorthodoxen Prognose danebenliegt, muss er sich im Kollegenkreis rechtfertigen und womöglich Nachteile in Kauf nehmen. Es ist somit geschickter, mit der Masse unrecht zu haben.

"Zudem ändern Leute ihre konträre Meinung, wenn alle in der Gruppe eine andere Ansicht vertreten", sagt de Bondt und verweist auf ein Experiment, in dem Probanden Bilder mit drei unterschiedlich langen Geraden vorgelegt wurden. Es war auf den ersten Blick klar, welche Gerade die kürzeste war: "Doch in einer Gruppe, in der viele das Gegenteil behaupteten, hatten am Ende 38 Prozent der Personen ihre Meinung korrigiert."

(SZ vom 17.5.2008/jkf/tob)

  

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RE: Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.5.08 08:06)

Da bin ich komplett anderer Meinung, BBio.

Wenn ich nicht weiß, wohin ich will, wie sollte ich dann jemals dorthin kommen?

Ich finde, daß Ziele beflügeln, und meine "Antennen" sind dann wesentlich ausgepräger, im Grunde stellt sich irgendwann dann so etwas wie ein "sechster Sinn" ein, der kräftig mithilft.

  

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RE: Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen interessant
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 19.5.08 12:32)

Dieser sechste Sinn, zu glauben, dass man es besser weiß als die anderen, führt viele Trader in den Ruin, fürchte ich.

  

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RE: Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.5.08 09:32)

>Dieser sechste Sinn, zu glauben, dass man es besser weiß als
>die anderen, führt viele Trader in den Ruin, fürchte ich.


Ganz korrekt.

Aber der sechste Sinn entwickelt nicht durch simpel durch Wollen, sondern durchs damit Arbeiten. Und überprüfen sollte man ihn auch.

Mich führt er halt zu hohen Erträgen, sei's drum ...

  

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RE: Trader wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen
Rang: nachdenkerin(230) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.5.08 09:49)

Bevor ich falsch verstanden werde: Die "Hausaufgaben" sind da natürlich schon gemacht. Der "sechste Sinn" ist nur ein winziger Teil von allem, der sich eben nach und nach entwickeln kann.

Aber: Nur "fühlen" und gleich blind danach handeln - das wird mit Sicherheit nix!

  

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RE: Interessante Börsenseite
snake2000(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.5.08 12:53)

oops, die seite ist schon tot

  

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anfängerfragen
dr_med(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.5.08 17:39)

ich hoff es stört niemand, wenn ich hier ein paar anfängerfragen poste, aber nachdem es um "geheimnis des erfolgs und strategien" geht, denk ich mir sind fragen zu den basics hier noch am ehesten passend...

konkret interessiert mich folgendes:

wie lese ich ein orderbuch richtig?

wenn ich eine stop-loss order setzen möchte, mach ich dann eine stop-limit oder eine stop-market order? (bin bei direktanlage) bei stop-limit kanns passieren, dass bei rascherem kursverfall meine order nicht erfüllt wird und ich auf den aktien sitzen bleib, oder? stop-market hatte ich jetzt einmal bei atec den fall, dass mein limit nur um ein paar cent für ein paar minuten unterschritten wurde, die order aber gleich 2 euro drunter ausgeführt wurde? auch nicht optimal...

wie nutze ich auktionen richtig? was gibt' da zu beachten?

wo liegt der sinn von orderzusätzen wie (FOK, IOC)?
danke für tips und evtl links wo ich mcih einlesen kann?!


  

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RE: anfängerfragen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.5.08 22:57)

>bei stop-limit kanns passieren, dass bei rascherem kursverfall meine order nicht erfüllt wird

Das kommt nur selten vor. Auf Xetra immer Stop Limit mit recht knappem Limit setzen, sonst wirst du gnadenlos abgezockt.

  

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RE: anfängerfragen
dr_med(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.5.08 00:09)

danke - dann werde ich das mal so handhaben...

aber was empfindest du als eng?
1%?

  

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RE: anfängerfragen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.5.08 13:10)

>danke - dann werde ich das mal so handhaben...

>aber was empfindest du als eng? 1%?

Ich setze es meist auf ca. 0,2 bis 0,3%
Also wenn das Stop Limit gerissen worden ist, muss die Aktie manchmal wieder eine Spur steigen, damit der Kurs von 0,3% unter dem Stop wieder erreicht wird. Meist wird aber mein Limit sofort nach dem Stop erfüllt.

  

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RE: anfängerfragen
dr_med(5) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.5.08 15:05)

>Ich setze es meist auf ca. 0,2 bis 0,3%
>Also wenn das Stop Limit gerissen worden ist, muss die Aktie
>manchmal wieder eine Spur steigen, damit der Kurs von 0,3%
>unter dem Stop wieder erreicht wird. Meist wird aber mein
>Limit sofort nach dem Stop erfüllt.

also stop bei XX und limit 0,2-0,3% drunter - und das sollte reichen, dass man mit kleinen bis mittelgroßen summen nicht drauf sitzen bleibt im fall eines raschen kursverfalls?!

danke!

  

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RE: anfängerfragen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.5.08 15:30)

Naja, einen plötzlichen Kursverfall wirst du damit nicht unbedingt auffangen. Stop Limits setze ich, wenn überhaupt, für langsamen bis mittelschnellen Kursverfall. Ich gehe davon aus, dass meine Papiere nicht allzu schnell fallen.

Du kannst nicht mit 1 Order alle Eventualitäten auffangen!

  

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RE: anfängerfragen
Rang: BBio(140) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.5.08 13:10)

(Sorry, schon wieder doppelt... Softwarebug )

  

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Mein größter Investmentfehler in diesem Jahr
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 00:08)

Mein größter Investmentfehler in diesem Jahr
von Dr Steve Sjuggerud

Heute werde ich Ihnen den größten Fehler verraten, den ich dieses Jahr begangen habe.

Ich hörte nicht auf das "Geheimnis". Es ist ein ganz einfaches Geheimnis. Und ich hätte es besser wissen sollen.

Dieses "Geheimnis" ist immens wichtig... Es ist die einzige Möglichkeit, die ich kenne, herausragende Gewinne zu machen, ohne verrückte Risiken einzugehen. Der Mann, von dem ich zuerst diese Idee hörte, machte danach exorbitante Gewinne...

Jim Rogers machte mit seinem Quantum-Fonds in den 70er Jahren mehr als 4.000 %, während der Gesamtmarkt etwa 47 % stieg (dann zog er sich 1980 zurück... im Alter von 37).

In dem Buch Market Wizards sagte er in einem Interview etwas, an dass ich immer wieder denken muss:

"Die Märkte steigen oft höher, als Sie für möglich halten,
und Märkte fallen oft tiefer, als Sie für möglich halten."


Diese einfache Tatsache war damals eine revolutionäre Idee - ein wahres "Geheimnis" für hohe Gewinne.

Indem er sein eigenes Geheimnis nutzte, könnte Jim Rogers vor ein paar Jahren Öl bei 13 $ pro Barrel gekauft haben, und er könnte es heute immer noch (bei 130 $ pro Barrel) halten. Ein typischer, normaler Kapitalanleger hätte schon längst irgendwo auf diesem Weg nach oben verkauft. Aber nicht Jim.

Mitte der 1990er Jahre traf ich Jim und wir unterhielten uns stundenlang. Er ist einer der erstaunlichsten Denker, die ich je getroffen habe. Sein Zitat, "Die Märkte steigen oft höher, als Sie für möglich halten, und Märkte fallen oft tiefer, als Sie für möglich halten.", ist unglaublich mächtig.

Mit dieser einfachen Idee haben meine Leser und ich schon hervorragende Investitionen tätigen können (zum Beispiel bei Seabridge Gold, die sich mittlerweile verzehnfacht haben...). Aber dieses Jahr vergaß ich - das war mein größter Fehler - die andere Hälfte des Zitats: Märkte können tiefer fallen, als Sie sich vielleicht vorstellen können.

Der Einstieg war zu früh


Banken und Wohnbau-Aktien - zwei Dinge, die meines Erachtens preiswert und gehasst sind - sind tiefer gefallen, als ich mir vorher vorstellen konnte. Ich kaufte zu früh ein. Ich dachte, dass ich den Schimmer eines Aufwärtstrends sah. So weit habe ich mich geirrt. Jim´s Regel hatte wie immer Recht. Also sehe ich meine Investments momentan in der Nähe meiner Stopps.

Wenn Sie Geld mit Investitionen oder Aktien machen wollen, müssen Sie Ihren Regeln treu bleiben. Jim Roger´s Regel ist schwierig zu befolgen..., aber es ist eine der gewinnbringendsten.

Öl, das sich verzehnfacht hat, ist ein großartiges Beispiel dafür, dass ein Markt viel höher steigen kann, als Sie möglicherweise denken. Und Finanzaktien und Immobilien sind leider ein gutes Beispiel auf der anderen Seite.

Die Märkte steigen oft höher, als Sie für möglich halten, und Märkte fallen oft tiefer, als Sie für möglich halten.


Mit dieser Regel können Sie viel Geld machen. Und beide Hälften der Regel sind gleich wichtig.

Good Investing,
Steve

  

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RE: Mein größter Investmentfehler in diesem Jahr
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 08:42)

>Die Märkte steigen oft höher, als Sie für möglich halten, und Märkte fallen oft tiefer, als Sie für möglich halten.
>
>Mit dieser Regel können Sie viel Geld machen. Und beide Hälften der Regel sind gleich wichtig.


Der Satz hat was. Daß allerdings beide Hälften gleich wichtig sind, bezweifle ich. Wenn man zu früh einsteigt, riskiert man sein Vermögen zu verlieren. Wenn man zu früh verkauft, verpasst man nur das eine oder andere Prozent. Ist zwar schade, aber siche nicht existenzgefährdend.

Es gibt durchaus auch erfolgreiche Spekulanten, die das Gegenteil behauptet haben. Nathan Rothschild, auch kein Loser, nannte als sein Erfolgsgeheimnis: "I always sell too early."

  

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Besser zu früh verkaufen gut analysiert
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.6.08 08:48)

Zur Philosophie Rothschilds gibt es einen ganz interessanten Artikel. Zwar schon über ein Jahr alt, von der zugrundeliegenden Idee her aber immer aktuell.
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John Hussman: Make Rothschild's Riches by Selling Too Early
by: John Hussman posted on: February 12, 2007


Excerpt from fund manager John Hussman's weekly essay on the U.S. market:

Let's play a little game -- it's called “Baron Rothschild” -- who once said “I made my fortune by selling too early” (a comment also made by Bernard Baruch)...

Suppose that the dealer lays cards down, one after another. Each is an annual market return. At any time, you can call out “Baron Rothschild” and go to a defensive position, or you can gamble and get the entire market return the dealer shows next. The gain cards read, say, 15%, 20%, 25% and 30%. If you're defensive, you lag the market by 10% when the market return is a gain, but you get, say, 5% if the market return is a loss.

There is one -20% loss card. Once it appears, the game ends and everyone counts their dough, compounded. It turns out that if the loss comes anytime before the 5th card, you're almost always ensured to beat or tie the dealer by immediately blurting out “Baron Rothschild” even before the first card is shown. For example,

20%, 20%, 20%, 5% beats 30%, 30%, 30%, -20%

15%, 15%, 15%, 5% beats 25%, 25%, 25%, -20%

20%, 10%, 5%, 5% beats 30%, 20%, 15%, -20%

5%, 5%, 5%, 5% ties 15%, 15%, 15%, -20%


You can easily prove to yourself that even for a six-year market cycle, you still generally win even if you call out “Baron Rothschild” after year two. It just doesn't pay to risk the big loss.

The point of this isn't that investors should always take a defensive stance -- some market conditions are associated with very strong return/risk profiles that warrant substantial exposure to market fluctuations. The point is that the avoidance of significant losses is generally worth accepting even long periods of defensiveness. Because of the mathematics of compounding, large losses have a disproportionate effect on cumulative returns. Remember that historically, most bear markets have not averaged 20%, but approach 30% or more. A 30% loss takes an 80% gain and turns it into a 26% gain. It's difficult to recover from such losses, which is why the recent bull market has not even put the market ahead of Treasury bills since 2000 or even 1998. So again, the point is that the avoidance of significant losses is typically worthwhile even if, like Baron Rothschild, one is defensive "too soon."

With regard to present stock market conditions, it would take a correction of only about 10% in the S&P 500 to put the market behind Treasury bills for the most recent 3-year period. That's not an empty statistic given rich valuations, unusual bullishness, overbought conditions, rising yield trends, and a market long overdue for such a correction. Given the average return/risk profile those conditions have historically produced, it makes sense to call out "Baron Rothschild" even if we allow for the possibility of a further advance, in this particular instance, before the market inevitably corrects.


Read more John Hussman weekly essay excerpts on Seeking Alpha.

http://seekingalpha.com/article/26769

  

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Der Preis, den Sie bezahlen - Warren Buffetts größtes Geheimnis
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 12.6.08 23:50)

Der Preis, den Sie bezahlen - Warren Buffetts größtes Geheimnis


Warren Buffett ist bei weitem der erfolgreichste Kapitalanleger der Welt. Hätten Sie im Jahre 1965 an seiner Seite 1.000 $ investiert, wären Sie heute ein steinreicher Mann. Im Vergleich hat Buffett die Performance vom S&P 500 um ein Vielfaches geschlagen.

Wie hat er das geschafft? Was hat er gemacht, was ihn derart von anderen Anlegern unterscheidet?

Was Warren Buffett gemacht hat, war einfach. Es ist tatsächlich fast zu einfach. Daher übersehen es die meisten Menschen. Das ist der Grund, warum die meisten Menschen kein Vermögen mit Aktien machen. Es ist einfach etwas, was Sie wissen müssen, um an der Aktienbörse erfolgreich zu sein.

Der faire Preis
Der Punkt ist, dass Buffett die einzige Sache kontrolliert, die jeder Kapitalanleger bei jeder Investition kontrollieren kann: Den Preis, den er bezahlt.
Buffett analysiert eine Gesellschaft, entscheidet, wieviel die Aktie wert ist, und weigert sich, mehr als seinen errechneten, angemessenen Preis zu bezahlen. So tätigt er alle seine Investitionen. Als er Mitte der 80er Jahre 3 Millionen Aktien von "Capital Cities" kaufte, machte er vorher sein Berechnungen und sagte, dass er exakt 172,50 $ je Aktie bezahlen würde. Der Deal war perfekt.

Er kaufte für über 1 Milliarde $ Aktien von Coca-Cola, weil sie für weniger als 11 $ gehandelt wurden. Für Buffett war dies ein Schnäppchen.


Wettbewerbsvorsprung mit attraktivem Preis
Sogar heute berichtet er seinen Aktionären bei der Jahresversammlung folgendes: "Wir haben keinen Masterplan ..., wir sitzen nicht herum und diskutieren über die Zukunft von verschiedenen Industrien. Wir haben keine Berichte und auch kein Personal. Wir prüfen nur die Berichte, die reinkommen und suchen nach Gesellschaften mit einem dauerhaften Wettbewerbsvorsprung zu einem attraktiven Preis."

Buffett schreibt ebenso klar, wie er es als Person ist: "Der kritische Investitionsfaktor ist die Bestimmung des inneren Wertes eines Geschäfts... und das Bezahlen eines fairen oder günstigen Preises."

Haben Sie das verinnerlicht?


Suchen Sie den angemessenen Preis
Wenn Sie die Ergebnisse des größten Kapitalanlegers der Geschichte nachahmen wollen, müssen Sie noch nicht einmal Aktien mit einem Schnäppchenpreis finden. Ein angemessener Preis reicht vollkommen. Sie brauchen keine endlose Kette von Schnäppchen zu kaufen, um reich zu werden. Das ist der große Unterschied zu dem, wie die meisten Menschen investieren. Sie kaufen Aktien ohne wirklich zu wissen, was das Geschäft, in welches sie investieren, tatsächlich wert ist.

Sie wissen nicht, welchen Preis sie genau bezahlen sollten; also verlieren sie. Sie schauen auf Kursdiagramme und versuchen, den Kurs der Aktien für ein Jahr, oder einen Monat, oder eine Woche ... manchmal sogar eine Stunde vorauszusagen! Das ist völlig unnötig... jeden Tag das Auf- und Absteigen der Kurse zu beobachten.

Buffett sagt, dass es ihm egal wäre, wenn die Aktienbörse für zehn Jahre schließen würde. Er beobachtet nicht jeden Tag die Auf- und Abwärtsbewegungen des Marktes. Und als Investor hat er nie eine schlaflose Nacht. So lange er einen fairen oder günstigen Preis bezahlt hat, und so lange sich das Geschäft, in dem er investiert wird, nicht wesentlich geändert hat, gibt es keinen Grund, sich über die Zukunft zu sorgen.

Das ist nicht nur der rentabelste Weg, den ein Kapitalanleger einschlagen kann den richtigen Preis für eine Investition zu bezahlen, gibt Ihnen eine unerschütterliche Seelenruhe.

  

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Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.6.08 10:42)

Format vom 13.06.2008

Die Folgen der US-Immobilienkrise halten die Börsen in Atem.
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FORMAT befrage Private Banker, wie sich die Märkte weiter entwickeln werden und welche Empfehlungen sie derzeit ihrer betuchten Kundschaft geben.

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Dunkle Hölzer, edles Interieur, viel Zeit für das Gespräch: Kunden von Privatbanken schätzen das Besondere. In schweren Zeiten wie der aktuellen Finanzkrise gilt für die elitären Klienten allerdings das Gleiche wie für den Durchschnittskunden: die Angst, am Ende der Turbulenzen ärmer dazustehen als zuvor.

Christian Ohswald, Chef des Raiffeisen Private Banking Wien, hatte in den vergangenen Monaten besonders viel zu tun. Statt viertel- bis halbjährlicher Gespräche mussten er und sein Team oft wöchentlich zum Rapport: „Der Beratungsbedarf ist im Zuge der Krise deutlich gestiegen. Viele Klienten haben sogar Bargeld abgehoben und in den Safe gelegt – das kann ich allerdings nicht empfehlen. Im Gegenteil: Unaufgeregt zu reagieren hat sich bezahlt gemacht." Dem kann Wolfgang Traindl, Privatbankchef der Erste Bank, nur beipflichten: „In unsicheren Zeiten neigen viele dazu, zu stark in Cash zu gehen und alles, was mit Risiko behaftet ist, zu verkaufen. Man sollte Kunden durch intensive Beratung vor solchen Ad-hoc-Entscheidungen bewahren."

Erfahrungen wie Ohswald und Traindl dürften im vergangenen Jahr alle Kollegen gemacht haben. Auch wenn Private Banking immer als unabhängig vom zyklischen Bankgeschäft beschrieben wird: Vom aktuellen Finanzdebakel sind auch die feinen Institute nicht verschont geblieben. FORMAT hat die Bankiers gefragt, wie sich die Krise ausgewirkt hat, wie sie die aktuelle Lage und die kommenden Monate einschätzen und welche Tipps sie Anlegern jetzt mit auf den Weg geben können.

Konservative Veranlagung. Nicht nur die Kunden, auch die Banken selbst haben aktuell mit geringeren Erträgen zu kämpfen. Ihre Klientel zieht sich aus risikoreicheren – und im Regelfall ertragreicheren – Anlageformen zurück, konservativ ist Trumpf. „Das trifft die Privatbanken aber nicht so stark", sagt Cap-Gemini-Berater Oregor Erasim, „schließlich haben deren Kunden per se einen Hang zum konservativen Vermögensmanagement. Dennoch werden die Erträge der Bankiers leicht zurückgehen." So wie bei Raiffeisen Wien, die ihren Kunden seit einem Jahr die Möglichkeit einräumt, bei Unzufriedenheit einen Teil der Spesen zurückzuverlangen. Ein einzigartiges Angebot, das die erfolgsverwöhnte Klientel bei der Stange halten soll, denn was „unzufrieden" bedeutet, definiert der Kunde. Jeder Fünfte hat davon bisher Gebrauch gemacht.

Das könnte auch in Zukunft noch passieren, denn dass sich die Finanzmisere noch länger hinziehen wird, glaubt jeder der befragten Banker. Etwa Marion Klotzberg, Leiterin der Vermögensverwaltung der Gutmann-Bank: „Die Panik ist zwar draußen, große Schwankungen bleiben jedoch jederzeit möglich. Es wird sicher noch bis zum Herbst dauern, bis sich die Lage einigermaßen stabilisiert hat."

Eine Ursache, warum es nicht wieder rasch aufwärts geht: Firmenkredite werden inzwischen deutlich restriktiver vergeben, das macht sich bereits jetzt in der gesunkenen Investitionsfreudigkeit bemerkbar. „Branchen, die stark fremdkapitallastig sind – wie Immobilien- oder Beteiligungsgesellschaften -‚ werden Weiter Schwierigkeiten bei der Refinanzierung haben", prophezeit Harald Friedrich von Sal. Oppenheim.

Noch einen Schritt weiter geht Manfred Huber, Vorstand der Euram Bank, der die stark steigende Spekulationsfreude der Anleger für die Krise verantwortlich macht: „Das Problem ist, dass viel zu viel Geld am Markt ist, das nicht mehr langfristig investiert wird. Stattdessen werden nur mehr kurzfristige Trends verfolgt. Die Investoren handeln oft nur noch bedingte Wahrscheinlichkeiten, aber keine fundamentalen Realdaten mehr." Was Prognosen umso schwieriger macht.

Suche nach globalen Trends. Uneins sind die Banker, wenn es um die Aussichten einzelner Länder oder Kontinente geht. Während ein Teil davon ausgeht, die Krise werde nicht stark auf die Realwirtschaft Europas durchschlagen, und deshalb weiter auf europäische Unternehmen setzt, blickt der andere Teil weiter in die Zukunft. „In den USA wird die Wirtschaft wieder schneller anlaufen als in Europa", schätzt Wolfgang Sieder, Vorstand der M&A-Privatbank. „Die USZentralbank hat mit der Zinssenkung auf zwei Prozent sehr stark in den Markt eingegriffen. Diese Zinsschritte beginnen jetzt langsam zu greifen." Obwohl viele europäische Firmen nach wie vor gut hufgestellt seien, mache ihnen der starke Euro zu schaffen, den US-Pendants hingegen nutze der schwache Dollar, so könnten sie schneller wieder erkleckliche Gewinne schreiben.

Wenig überraschend sehen die Investmentprofis die Anlagezukunft in den Schwellenländern unverändert positiv. Der rapide anwachsende Inlandskonsum, das kontinuierliche Bevölkerungswachstum und rege Investitionen im Infrastrukturbereich stützen die rasante Entwicklung der asiatischen Länder. „China bestimmt die Exportpreise. Länder wie Thailand und die Philippinen profitieren durch den innerasiatischen Handel vom Wachstumstrend", erklärt M&A-Banker Sieder.

Japan dürfte es deshalb sehr schwer haben, gegen die aufstrebende Konkurrenz wieder auf die Beine zu kommen. Als Exportnation wiegt der starke Yen schwer auf der Insel im Pazifik, der wichtigste Markt Nordamerika durchlebt selbst eine Krise. „Und dann ist Japan eine überalterte Volkswirtschaft, die Menschen geben einfach nicht viel Geld aus, der Konsum leidet", so Sieder. Etwas positiver Richtung Japan ist Vermögensverwalterin Klotzberg gestimmt: „Japan hat sich in den letzten Wochen gut entwickelt. Wir haben japanische Werte wieder auf eine neutrale Gewichtung im Portfolio aufgestockt."

Aktienquoten steigen. An der Einschätzung der regionalen Trends orientiert sich auch die Aktienauswahl der Privatbankiers. Fast alle erhöhen mittlerweile wieder ihre Aktienquoten. Manche Sektoren scheuen die Profis jedoch. Bei Banken rät etwa Heinz Mayer von der Schoellerbank zur Vorsicht: „Die Topgewinne der großen Institute werden über die nächsten Jahre schmal bleiben – wer hier wirklich investieren möchte, sollte zu den Titeln greifen, die nicht so stark auf strukturierte Produkte gesetzt haben."

Wenn auch bereits wieder aufgestockt wird, bei der Auswahl der Titel sind die Anlagespezialisten noch eher defensiv. Große Versorger wie E.ON, Pharma- riesen wie Roche oder Markenartikler wie Adidas wandern ins Depot, Hauptsache, die Unternehmen haben langfristig stabile Ertragsperspektiven. „Die Substanz der Kandidaten ist enorm wichtig", konstatiert Sieder.

Jetzt noch von hohen Refinanzierungkosten gelähmt, rücken langfristig auch Immobilieninvestments wieder ins Blickfeld der Privatbanker. Besonders Unternehmen, die eine konservative Geschäftspolitik verfolgen und über eine überschaubaren Anzahl von Projekten verfügen, wecken wieder das Anlageinteresse. Constantia-Chef Karl Petrikovics: „Die guten Fundamentaldaten wie etwa die niedrigen Leerstandsraten spiegeln sich in den Aktienkursen in keiner Weise wider." Für Vermögensverwalterin Klotzberg ist eine breite Streuung in Immobilienaktien- und Immofonds essenziell: „Anleger sollten nicht nur Österreichund Osteuropainvestments ins Auge fassen, sondern vielleicht auch Dauerbrenner wie Büroflächen in Manhattan."

Einen der Löwenanteile in der Vermögensaufteilung machen nach wie vor die diversen Anleihenprodukte aus. Auf einen Faktor wollen die Banker dabei allerdings kaum mehr verzichten: den Inflationsschutz. Durch die hohen Rohstoffpreise und das krisenbedingte Anwerfen der Notenpressen in vielen Staaten kehrt das Gespenst der Inflation zurück. „Um das Thema Teuerung kommen wir derzeit nicht herum", betont Werner Zenz vom Bankhaus Spängler, „wir empfehlen unseren Kunden daher Produkte, die etwa in den ersten zwei Jahren einen Fixzins zahlen und im dritten einen Ertrag in der doppelten Höhe der Inflationsrate ausschütten. So ist der Anleger automatisch auf der sicheren Seite."

Cash is king. Anlegern, die sich trotz der sich bessernden Aussichten noch nicht entscheiden können – oder mit weiterem Ungemach rechnen -‚ raten die Spezialisten zu einem Investment auf dem Geldmarkt. Aber kurzfristig sollte es sein. Denn die Zinskurve ist invers, für Bindungen bis zu einem Jahr gibt es höhere Zinsen als für längerfristig Gebundenes.

RAIFFEISEN: Immos als geschlossene Gesellschaft

An einem möchte Christian Ohswald nicht rütteln: „Über die Asset Allocation diskutieren wir nicht", erklärt der Private-Banking-Chef von Raiffeisen Wien. Für die aktuelle Vermögensaufteilung eines konservativen An egers heißt das: · 7,5 Prozent Geldmarkt – Sicherheit durch europäische Geldmarktpapiere, · 26,5 Prozent Anleihen, etwa europäische Staatsanleihen, Corporate

Bonds sowie High-Yieldund Emerging-Markets-Anleihen und · schrittweiser Aufbau einer strategischen Aktienquote bis maximal 37 Prozent, wobei Ohswald Werte empfiehlt, die keine große Abhängigkeit vom US-Konsum haben. Die gesamte Position wird mit einer Hedgefonds-Quote von 13 Prozent und mit einem Immobilienanteil von 13 Prozent ergänzt.

Investments in Immobilien favorisiert Ohswald immer in einer Variante: der geschlossenen. Das heißt, in Form von Direktbeteiligungen in geschlossenen Fonds. „Wenn jemand in den Niederlanden drei Gebäude zu vermieten hat, fliegen wir mit potenziellen Kunden hin und schauen uns das an", erklärt der Banker. Transparenz sei in der Geldanlage schließlich das A und O. Von einem Investment in die österreichischen Immobilien-Aktien rät Ohswald hingegen ab: „Ich denke nicht, dass der Bereinigungsprozess bereits ausgestanden ist. Interessierte sollten daher die langfristigen Ertragsaussichten genau unter die Lupe nehmen."

SCHOELLERBANK: Antizyklisch investieren

Finger weg von Finanz titeln!", lautet die eindringlichste Botschaft, die Schoellerbank-Vorstand Heinz Mayer Anlegern mit auf den Weg gibt. „Die Aktien von Großbanken wie UBS oder Barclays scheinen derzeit zwar günstig allerdings ist denen auch eines ihrer wichtigsten Staridbeine weggebrochen. Daher stehen sie nun vor mageren Jahren", ist Mayer überzeugt – und rät folgerichtig zum Verkauf der Papiere. Aller? Nicht ganz: Finanztitel, die stark in den Schwellenländern aktiv sind, könne man sich durchaus wieder ins Portfolio legen. Gemessen am KGV würden diese sich nämlich nicht von den großen Investmentbanken unterscheiden, hätten aber langfristig stabilere Aussichten.

Was die Erträge der Produkte seines eigenen Instituts angeht, kann Mayer seinen Stolz kaum verhehlen: Mit dem strukturierten Zinsprodukt Quanto-Spread-Note (ISIN XS0260020366) „liegen wir seit Beginn der Krise zehn Prozent im Plus."

Seinen antizyklischen Ansatz verfolgt der Banker auch bei der Auswahl anderer Aktien. „Wer jetzt schon wieder einsteigt, hat fast Heldenstatus", sagt Mayer. Das gilt vor allem für Investments in den USA. Trotzdem empfiehlt Mayer genau diese. Schließlich habe die Krise dort begonnen und werde daher dort auch zuerst abflauen. Außerdem sei derzeit enorm viel Liquidität vorhanden, die nach adäquaten Anlagemöglichkeiten suche. Mayer setzt auf Stock-Picking und wählt Global Player mit geringem Fremdkapitalanteil und margenstarkem Geschäft, etwa Markenartikler, Pharmakonzerne und Energieversorger. Gefragt nach Einzeltiteln, ist Mayer jedoch zurückhaltend. Mit einem könne man aber nie falsch liegen: der Warren-Buffet-Aktie Berkshire Hathawavy.

GUTMANN: Emerging Markets haben die Nase vorn

Eine weitere Korrektur sei zwar wahrscheinlich, von einer panikmachenden Rezession in den USA, die auch auf Europa überschwappen könnte, ist aber nichts zu sehen, meint Marion Klotzberg, Leiterin der Vermögensverwaltung der Bank Gutmann: „Wir haben damit begonnen, Amerika und Japan, die stark untergewichtet waren, wieder aufzustocken. Unser Hauptaugenmerk liegt aber auf den Emerging Markets, die breit gestreut in unseren Portfolios gelistet sind."

Die Liste der aufstrebenden Märkte umfasst in Asien nicht nur China und Indien, sondern auch Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Korea. In Osteuropa setzt die Gutmann-Privatbank für ihre Klientel nicht so stark auf den Rohstoffriesen Russland, sondern eher auf die kleineren, aufstrebenden Staaten. Vermögensverwalterin Klotzberg: „Genau wie in Asien investieren wir dort in den privaten Konsum und in Infrastruktur."

Hochzins-Währungen. Das hauseigene, von der Bank Lazard extern gemanagte Produkt, das Gutmann Emerging Markets Income Portfolio (ISIN ATOOOOAO6VH3), setzt auf den Geldmarkt der Schwellenländer: „Das bedeutet, dass wir von Währungsgewinnen und höheren Zinsen profitieren können. Im Vergleich zum Dollar sind die Währungen der Emerging Markets noch unterbewertet." Derzeit sind etwa 25 Währungen im Portfolio, eine größere Position nimmt das Ägyptische Pfund ein.

Japan sei wieder ein zukunftsträchtiger Markt, der Mittlere Osten wird als Beimischung wichtiger. Klotzberg: „Man hat in den letzten Monaten gesehen, dass dieser Markt nicht mit den Großen korreliert, sondern sich stabil gehalten hat."

Auch Immobilien werden zunehmend interessant. Hier sollten jedoch nicht nur Österreich und Osteuropa, sondern auch gute Lagen wie New York ins Depot.

ERSTE BANK: Sichere Häfen für Anleger

Wolfgang Traindl, Chef des Private Banking der Erste Bank, ist krisenerprobt und kennt die Ängste seiner Klientel: „Kunden sind in Euphoriephasen weitaus risikofreudiger als in Abschwungphasen. Wichtig ist, schon von Beginn an festzulegen, wie viel Risiko man nehmen will und wie viel man aushält. Denn ein Depot sollte eine Krise durchstehen, ohne plötzlich alles, was mit Risiko behaftet ist, zu verkaufen." Deshalb setzt der Privatbanker auf eine breite Streuung der Portfolios und kombiniert Anlageklassen, deren Entwicklung wenig miteinander korreliert.

Cash als sicherer Ha-Fen. Um die Portfolios zu schützen, wurde in den vergangenen Monaten die Aktienquote stark zurückgefahren und in Cash – in Krisenzeiten ein sicherer Hafen – investiert. „Das bringt derzeit attraktive Renditen. Es ist auch wichtig, Geld disponibel zu haben. Wir agieren hier über Derivate und Aktienmarkt-Futures, weil sie schnell auflösbar sind, ohne große Kosten zu haben", erklärt Traindl. In Zeiten von hoher Unsicherheit sind auch Bonuszertifikate auf Indizes ein geeignetes Vehikel, um bei kurzer Laufzeit zweistellige Renditen einzustreifen.

Da Traindl von einer Bodenbildungsphase ausgeht, wird bereits jetzt wieder in Aktien investiert. Der Schwerpunkt liegt auf neuen Märkten in Asien sowie Singapur, Hongkong und Russland. „Wir erwarten in Asien sehr starkes Wachstum. Die Region hat einfach mehr Erholungspotenzial als Südamerika, das schon eine starke Performance hatte", prophezeit Traindl. Favoriten sind China Mobile, aber auch österreichische Aktien wie voestalpine, Andritz und Intercell.

Besitzern von Immobilienaktien rät Traindl, die Titel zu halten. Dort rechnet er mit einem Aufschwung von 20 bis 30 Prozent.

SAL. OPPENHEIM: Der Volatilität ausweichen

"Cash is king", bemüht Harald Friedrich von Sal. Oppenheim eine alte Kapitalmarktweisheit. Durch die inverse Zinskurve seien kurzfristige Investments besser als langfristige verzinst. Daher setzt der Chef des Private Banking auf variabel verzinste Geldmarktpapiere und inflationsgeschützte Anleihen. Auch bei Aktien greift Friedrich wieder vorsichtig zu, Europa und Schwellen ländern gibt er vor den USA den Vorzug. Seine Titelauswahl ist konservativ: Pharma-,

Konsumgüter- und Infrastrukturpapiere wandern in sein Depot. Für spekulative Naturen empfiehlt Friedrich in den Keller geprügelte Bankaktien, obwohl sie nicht von der Krise betroffen sind – etwa die heimischer Institute. Aber Vorsicht: „Jede schlechte Meldung bringt auch diese schnell wieder ins Wanken.

Volatiles Spiel. Um die derzeit hohen Kursschwankungen zu nutzen, rät der Banker zu strukturierten Produkten, etwa dem neuen PROTECTBonus-Cap-Zertifikat von Sal. Oppenheim (WKN SFL1WR). Fällt der Euro-Stoxx 50 nicht mehr als 40,3 Prozent, erhält der Anleger am Ende der 15monatigen Laufzeit 110 Prozent des Einsatzes heraus. Friedrich: „Ein lohnendes Produkt für die Seitwärtsbewegung der kommenden Monate." M&A BANK: Rohstoffe bringen Würze ins Portfolio

Wolfgang Sieder ist davon überzeugt, dass die Krise an den Märkten noch nicht ausgestanden ist. „Das merkt man an den restriktiven Kreditvergaben der Banken, in den USA am sinkenden Verbrauchervertrauen und an der steigenden Inflation", so der Vorstand der M&A-Privatbank.

Die Aktienquoten der konservativen Portfolios wurden deshalb von 30 auf bis zu fünf Prozent zurückgefahren, das Vermögen in Cash gehalten. Doch jetzt wird langsam wieder aufgestockt, aber mit Gespür, verrät Sieder: „Die Märkte reagieren viel schneller und heftiger als früher. Es ist daher wichtig, wieder mehr auf die Substanz der Unternehmen zu schauen." Als Paradebeispiele nennt er Roehe und E.ON, die über ein gutes Kerngeschäft, solide Bilanzdaten und eine gute Marktposition verfügen. Sieder: „Derzeit ist sehr viel Liquidität geparkt, das könnte zu verstärkten Aktieninvestments führen."

Auf Rohstoffe setzen. Doch der M&A-Vorstand hat mit Agrarrohstoffinvestments noch ein weiteres Steckenpferd in petto: „Wetterkapriolen, eine limitierte Anzahl von Agrarflächen und das Bevölkerungswachstum führen zu steigenden

Preisen. Unsere Kunden sind bis zu zehn Prozent in Rohstoffen investiert."

Mit dem hauseigenen Produkt, dem Prosperity Active Commodity Fund (ISIN GI000AOLA8HI), wird kein Weltrohstoffindex nachgebildet, die Privatbank setzt eigene Trends, und da vor allem auf Agrarrohstoffe, Metalle und Öl. Spannend dabei ist, dass man mit dem Fonds, der dem Gibraltarrecht unterliegt und in Österreich zugelassen ist, auch auf fallende Kurse spekulieren kann. Was durchaus hilfreich ist, so Sieder: „Mit Weizen konnte man in den letzten drei Jahren unheimlich Geld verdienen und seit drei Monaten unglaublich viel verlieren. Wir haben in beiden Phasen gewonnen.‘

CONSTANTIA Alternative Anlagen im Visier

Neben 45 Prozent Anleihen, darunter inflationsgeschützte Papiere, und 15 Prozent Aktien wie solide Versorger rät Karl Petrikovics, Chef der Constantia Privatbank, konservativen Kunden zu einem relativ hohen Anteil an alternativen Investments. Und zwar 15 Prozent Hedgefonds, etwa in Form des Dachfonds Alpha Strategies, (ISIN AT0000620976) sowie 15 Prozent Immobilien sowie je fünf Prozent Rohstoffaktien und Rohstoffe.

Immoaktien unter Wert geschlagen. Naturgemäß sind Immobilienpapiere für Petrikovics, der in Personalunion auch die Immofinanz und die Immoeast leitet, ein zentrales, aber derzeit nicht uneingeschränkt erfreuliches Thema.

Petrikovics: „Die guten Fundamentaldaten der Immobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa spiegeln sich in den Aktienkursen in keiner Weise wider." Es gebe gerade in Osteuropa extrem niedrige Leerstandsraten, zum Beispiel drei Prozent in Bukarest und Warschau sowie fünf Prozent in Prag. Außerdem hätten Immobilienentwickler derzeit Probleme, Finanzierungen für neue Projekte zu bekommen. Deshalb könnte der Leerstand noch weiter abnehmen. Die gegenwärtige globale Finanzkrise spiele da kaum eine Rolle, auch wenn sie vielleicht das Wachstum in den Reformstaaten von acht auf sechs Prozent pro Jahr senken könnte.

Man könne Immobilien als Einzelaktien und als Immobilienaktienfonds kaufen. Offene Immobilienfonds kämen vor allem für Anleger infrage, die keine KESt zahlen müssen. Allerdings notieren offene Fonds beim inneren Wert, während Immobilienaktien derzeit 30, ja bis zu 50 Prozent darunter liegen. Petrikovics: „Dadurch besteht bei den Aktien hohes Aufholpotenzial."

EURAM-BANK: Mit Zertifikaten Aktien absichern

"Nicht die Krise war das Überraschende", sagt Manfred Huber, Vorstand der European American Investment Bank, kurz Euram Bank, „sondern mit welchem Tempo die Korrektur stattgefunden hat."

Die Privatbank, die im Dachgeschoß des feinen Palais Esterházy logiert, war darauf jedoch gut vorbereitet. 2008 sind alle Kunden-Portfolios im Plus, und das trotz einer Aktienquote von teils 35 Prozent. „Man muss sich immer fragen: Will ich auf der Trendwelle mitschwimmen, oder suche ich mir Wege, um trocken durch die Welle zu tauchen. Unser Ansatz hat funktioniert, weil wir es geschafft haben, in jeder Marktphase positive Ergebnisse zu erzielen", ist Huber sichtlich zufrieden über das Erreichte.

Reverse-Bonus-Zertifikate als Erfolgsfaktor. Gelungen ist das durch den Einsatz von Reverse-Bonus-Zertifikaten, wie dem der Société Générale auf den DAX (ISIN DEOOOSG3GJO4), das noch bis 18. Dezember 2009 läuft. Steigt der DAX bis dahin nicht auf oder über 9.236 Punkte, denn bekommt man eine Rendite von 17,9 Prozent per annum. „Das ist ein wirklich gutes Produkt, das erlaubt, mit unserer Marktmeinung auch 30 Prozent falsch zu liegen und trotzdem zu verdienen", so der Vorstand.

Aktien ist der Privatbanker nicht abgeneigt. Bei der Titelauswahl achtet er auf Unternehmen mit ausgezeichneter Bilanz, einem herausragenden Management und einer hohen Eigenkapitalquote. Novartis ist ein geeigneter Kandidat, weil die Aktie ziemlich hinuntergeprügelt wurde: „Gerade wenn alle schlecht darüber reden, sollte man kaufen. Wir gehen allerdings nicht direkt über die Aktie, sondern investieren in ein Bonuszertifikat auf Novartis, wie das der ABN Amro (DE000AAOZ1GO)." Fällt der Kurs der Pharmaaktie bis 19. Juni 2009 nicht unter 33,50, dann wird eine Rendite von 8,24 Prozent gezahlt.

Hubers Fazit: „In der Rendite nach oben bescheiden sein und nach unten einen großzügigen Risikopuffer in Kauf nehmen – das ist der beste Weg durch die Krise."

SPÄNGLER BANK: Mit GPS durch Untiefen steuern

Krise hin oder her – entscheidend ist die grundlegende Analyse deseigenen Vermögens", konstatiert Werner Zenz Der neu ernannte Vorstand beim Bankhaus Spängler vergleicht das mit einem GPS-Navigationssystem, das den Anleger im Ernstfall durch schwere Kapitalmarktstürme lotsen soll. In der aktuellen Situation setzt Zenz auf kurzfristige Anleihen mit Inflationsschutz, etwa die 200% Inflationsanleihe II von Morgan Stanley (ISIN DEOOOMSSDJX9), deren Kuponzahlung sich an der Inflation orientiert. Ein weiterer Schwerpunkt in der

Asset Allocation von Spängler ist der geldmarktähnliche Bereich wie Terminund Festgelder sowie Geldmarktfonds, „allerdings pur, also ohne strukturierte Anteile", erklärt Zenz.

An den Aktienmärkten sieht der Manager zwar noch nicht das Ende der Krise, glaubt aber schon an eine vorsichtige Bodenbildung. „Mit einem Neuengagement würde ich trotzdem noch die nächsten Wochen abwarten", rät er und empfiehlt, Europa und den Emerging Markets vor US-Papieren den Vorzug zu geben. Und sollte sich die erwartete Rezession doch als herber herausstellen, könnten Anleger mit Aktien großer Luxusgüterkonzerne liebäugeln. Die gerade erst erstarkende Oberschicht in Ländern wie China und Russland ließe nämlich deren Umsätze langfristig glänzen. ApropoS: „Auch bei Gold würden wir uns nicht wundern, auf Dreijahressicht neue Höchststände zu sehen."


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Gruß

  

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Die 10 Contrarian-Regeln
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.6.08 21:24)

Die 10 Contrarian-Regeln

Wie bereits in der Kolumne von Finanz & Wirtschaft vom 11. Juni 2008 erwähnt, ist die Idee hinter Contrarian, dass antizyklische Käufe und Verkäufe potenziell grössere Chancen, aber auch höhere Risiken beinhalten als auf Trendfolge beruhende Anlagen.


Um diese Aussage zu präzisieren, habe ich 10 Regeln entworfen, welche Ihnen meine Sicht der Dinge verständlich näher bringen wird.

Die 10 Contrarian-Regeln lauten wie folgt:


Es muss in Bezug auf Dauer oder Geschwindigkeit und auf jeden Fall in Bezug auf sein Ausmass ein beachtlicher Aufwärts- oder Abwärtstrend vorangegangen sein, der selbst Teil der kommunikativen Ereignisse darstellt.


Ein Trend wird erst dann zur Contrarian-Situation, wenn entweder die Geschwindigkeit der Trendentwicklung erheblich zunimmt oder wenn der Trend sich deutlich verlangsamt fortsetzt und gleichzeitig die Intensität der Kommunikation über den Trend nicht nachlässt.


Es muss ein extrem weiter Abstand zwischen dem Kurs und seinem arithmetischen Durchschnitt über 20 Monaten bestehen. Was als extremer Abstand gelten kann, wird mit 20-Monate-Bollinger Bändern ermittelt („Blasenbildung“).


Die Umsätze müssen vom Umsatzdurchschnitt von 52 Wochen erheblich nach oben bei Trendakzelerationen bzw. nach unten bei sich verlangsamt fortsetzenden Trends abweichen.


Es muss eine Monopolisierung der öffentlichen Meinung feststellbar sein, d.h. die Kommunikation wird von denjenigen Meinungen dominiert, die für eine Extrapolation des bekannten Trends in die Zukunft plädieren.


Die Präsenz nimmt in denjenigen Medien zu, die nur sporadisch oder nebenher über die Finanzmärkte berichten. Die Zunahme wird erkennbar an der prominenteren Platzierung von Börsenthemen, am erweiterten Umfang der Berichterstattung über Finanzthemen, an der Atmosphäre der Verblüffung und an der Dominanz der Meinungen, die den bisherigen Trendverlauf in die Zukunft hinein extrapolieren.

Aus der gleichzeitigen und vollumfänglichen Erscheinung aller sechs vorangegangenen Merkmale entstehen Contrarian-Situationen, wenn:




Ein plötzlicher Bruch der kommunikativen Eintönigkeit und der Trendentwicklung eintritt, sozusagen eine Schubumkehr der Kurse, begleitet von hohen Umsätzen.


Nach wenigen Tagen sind ein Abflauen des Meinungsmonopols und ein erstes Aufflackern konträrer Auffassungen zu beobachten.


Die nicht auf die Finanzmärkte spezialisierten Medien verlieren das Interesse am Geschehen und ziehen sich auf die Berichterstattung im üblichen Umfang zurück.

Die relative Stärke dreht zu einer angemessenen Messlatte ihren Trend.

Quelle:

http://www.unifinanz.li/KolumnenVorträge/Aktuelles/tabid/53/Default.aspx

  

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Wilder Börsensturm
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 18.7.08 09:49)

Format vom 18.07.2008

US-Bankenkrise, steigende Inflation und hohe Rohstoffpreise versetzen den Weltbörsen Schlag auf Schlag. FORMAT analysiert, wie Anleger ihr Depot trotzdem richtig positionieren.

Bis Mitte 2006 ging die Rechnung für amerikanische Hausbesitzer voll auf. Eine Immobilie erfüllte bis dahin nicht nur die Funktion als Wohnraum, sondern auch als lukratives Investment. Zwischen 2000 und Juli 2006 stieg der Wert von US-Wohnimmobilien im Schnitt um jährlich 16 Prozent. Deswegen war es auch einfach, an günstige Hypotheken zu kommen, was den Markt permanent in Schwung hielt. Dass jedoch "Risiko die Bugwelle des Erfolgs ist", wie bereits der 2005 verstorbene deutsche Literat Carl Amery formulierte, wurde von den meisten negiert. 21 Prozent der amerikanischen Hausbesitzer kauften ihre Unterkunft, ohne sie zu nutzen, allein aufgrund der erzielbaren Wertgewinne.

Mitte 2006 wendete sich das Blatt.
Seither ist der Wert von Wohnimmobilien in den 20 wichtigsten Ballungsräumen der USA, von San Francisco bis New York und Miami, laut dem Standard & Poor's Case-Shiller Home Price Index um durchschnittlich 18 Prozent gefallen. Viele Immobilienbesitzer können ihre Hypotheken nicht mehr bedienen. Finanzinstitute, die Kredite gaben, kamen arg ins Trudeln. Die Folgen sind weltweit zu spüren: Die Börsen krachen.

Verhagelte Jahresbilanz.
Wegen der Verunsicherung durch die US-Hypothekenkrise fällt die Zwölfmonatsbilanz der Börsen sehr düster aus. Wiener Aktien verloren innerhalb der letzten zwölf Monate im Schnitt rund 34 Prozent an Wert. Gemessen an den von Morgan Stanley errechneten Länderindizes, sackten auch die Börsen Großbritanniens, Deutschlands sowie der USA auf Zwölfmonatssicht um mehr als 30 Prozent ab. Einzig südamerikanische Dividendenwerte konnten sich mit minus 5,9 Prozent noch relativ glimpflich aus der Affäre ziehen.

Was dazukommt: Die steigende globalen Inflation, die der Internationale Währungsfonds IMF derzeit mit sechs Prozent beziffert, drückt ebenso auf die Aktienkurse wie die hohen Rohstoffpreise. Das stellt Investoren vor bange Fragen: Wie schnell gelingt es der Bankenwelt, ihre Probleme auszuräumen? Wann geht es an den Börsen wieder besser? Und welche Anlagetaktik schützt vor weiteren Kursverlusten?

Noch sechs Quartale.
Johann Strobl, Risikovorstand der Raiffeisen Zentralbank, macht Anlegern wenig Mut: "Die Auswirkungen der US-Subprimekrise werden die Finanzmärkte zehn Quartale lang dominieren. Vier haben wir bereits hinter uns, weitere sechs werden noch folgen." Das bedeutet, dass die Börsenschocks, die in Wellen verlaufen, wohl noch bis Ende des nächsten Jahres anhalten. Daran ändern auch Feuerwehraktionen der US-Regierung wenig.

Wegen der Brisanz der Lage hat die Spitze Amerikas alle Hände voll zu tun, um das Finanzsystem zu retten. Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke mussten die beiden führenden amerikanischen Hypothekenfinanzierer, Fannie Mae und Freddie Mac, die gemeinsam ein Volumen von 5.200 Milliarden US-Dollar an Hypothekarkrediten finanzieren und garantieren, vor dem Crash retten. Auf Betreiben des amerikanischen Kongresses öffnete Paulson in einer konzertierten Aktion mit der Fed bereits Anfang dieser Woche den beiden Instituten, die zwischen Juli 2007 und Ende März 2008 einen Verlust von elf Milliarden Dollar eingefahren haben, den Zugang zu weiteren Krediten.

Anstelle der 2,25 Milliarden Dollar, die Banken für gewöhnlich als Kreditlimit offen stehen, werden Fannie Mae und Freddie Mac sogenannte Diskontfenster eingeräumt, die den Zugriff auf Gelder der US-Notenbank ermöglichen. Der Vorteil: Diese Ausleihungen können zum günstigen Diskontzinssatz von 2,25 Prozent erfolgen. Zusätzlich hat das Finanzministerium freie Hand, Aktien der beiden Banken in unbegrenzter Höhe zu kaufen. Diese Option wurde bereits beim größten unabhängigen börsennotierten US-Baufinanzierer IndyMac voll genutzt. Die Pleite von IndyMac, der größte Crash einer US-Bank seit 1984, führte umgehend zur Verstaatlichung. Dafür wurden dem 56 Milliarden Dollar schweren Einlagensicherungsfonds der USA acht Milliarden Dollar entnommen.

Investments, die funktionieren.
Entwarnung für die Börsen bedeutet das aber noch lange nicht. "Gold hat sich wieder einmal als Krisengewinner erwiesen", konstatiert Meinl-Investmentchef Wolfgang Matejka. Mitte März hat der Preis für das gelbe Metall die 1.000-Dollar-Marke je Feinunze übersprungen, der darauf folgende Preisrückgang wurde in den letzen Wochen aufgeholt. Aktuell stehen bereits wieder 980 Dollar je Feinunze zu Buche.

Generell hat Matejka weiterhin Rohstoffveranlagungen auf seiner Favoritenliste: "Die Preisspirale bei Rohstoffen verstärkt zwar die Inflation und drückt auf die Konjunktur. Aus Anlegersicht sind Rohstoffe aber noch immer eine Asset-Klasse, die gut funktioniert." Robert Doll, Aktienchef von BlackRock Investments, ergänzt: "Öl und andere Edelmetalle sind zwar bereits sehr teuer, langfristig bleiben die Investmentchancen intakt." Davon profitiert etwa Graham French, Fondsmanager des M&G Global Basics, der ein Drittel des Fondsvolumens in Rohstoffaktien investiert. Trotz des Verlustes von 15,7 Prozent seit Mitte Juli 2007 erwirtschaftete der Fonds auf Dreijahressicht 43 Prozent Ertrag und hängte damit den Weltaktienindex gleich um 50 Prozent ab.

Alternativ dazu könnte sich ein Investment in den von Evy Hambro gelenkten Blackrock World Mining Fund lohnen, der mit Aktien der Rohstoffkonzerne BHP Billiton oder Rio Tinto im laufenden Jahr zwar acht Prozent nachgab, innerhalb der vergangenen fünf Jahre jedoch jährlich plus 33 Prozent Rendite erzielte.

Bei Engagements an den Börsen der Schwellenländer ist das Bild durch den Anstieg der Inflation derzeit eingetrübt. Noch dazu bekommt China die Schwäche der amerikanischen Wirtschaft unmittelbar zu spüren. John Greenwood, Chefvolkswirt von Invesco: "In Asien wird die Wachstumsdynamik sinken, aber die Überschuldung ist bei weitem nicht so stark wie jene der USA oder Großbritanniens." Die brasilianische Börse zählt hingegen, nicht zuletzt wegen des Rohstoffreichtums des Landes, weiterhin zu den Hoffnungsträgern unter den aufstrebenden Ländern. In Osteuropa und Asien eröffnen sich neue Chancen durch die ansteigenden Investitionen in Infrastrukturprojekte. Matejka: "Die Bandbreite reicht in Osteuropa von Autobahnen bis Flughäfen, in Asien werden ganze Stadtteile neu entwickelt."

Abwarten als Strategie.
Bei europäischen Aktien ist momentan Vorsicht geboten. Laut einer Analyse der Erste Bank weisen die Gewinnrevisionen europäischer Konzerne weiterhin eine negative Tendenz auf. Trotz der extrem günstigen Bewertung der im EuroStoxx50 vertretenen Papiere, die ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,7 aufweisen, sollten sich Anleger für einen neuerlichen Einstieg noch Zeit lassen.

Das gilt auch für österreichische Aktien.
Investmentchef Matejka: "Man sollte erst wieder kaufen, wenn sich die emotionale Spannung gelöst hat. Dass es sich jetzt um eine Übertreibung handelt, sieht man etwa an der Aktie von Semperit. Der Kurs hat etwa letzten Dienstag extrem nachgegeben, obwohl das Unternehmen seit 18 Jahren immer den Gewinn steigerte."

Licht und Schatten in Wien.
Ähnlich erging es dem Papier von Intercell, welches das erste Jahr nach Ausbruch der Subprime-Krise mit minus 3,4 Prozent sehr gut überstand. Erste-Bank-Analyst Günter Artner: "Intercell zählt zu meinen Favoriten, weil sich das Unternehmen unabhängig von der Konjunktur entwickelt." Zusätzlich setzt der Analyst auf die von der Bankenkrise nicht direkt betroffenen Aktien von Raiffeisen International und der Vienna Insurance Group sowie auf Energieaktien von OMV und EVN. Artner, der dem Wiener Börsenbarometer ATX bis zum Jahresende einen Anstieg um rund 25 Prozent auf 4.250 Punkte zutraut, gibt jedoch zu bedenken, dass Wiener Papiere zwischenzeitlich weiter unter Druck stehen: "Auch wenn die Verluste jetzt übertrieben sind, naht mit den noch ausstehenden Halbjahreszahlen eine ruppige Berichtssaison."

Eine Alternative, die das Depot absichert und selbst dann Gewinne erlaubt, wenn es an den Börsen schlecht läuft, liefern Futures-Fonds. So hat etwa der smn Diversified Futures in den letzten zwölf Monaten plus 25,4 Prozent erwirtschaftet. Allein im Juni schaffte der Fonds mit Futures-Spekulationen auf Aktienindizes, Energie und Metalle knapp plus zehn Prozent. Der Nachteil für neue Investoren: Der Mindestbetrag, zu dem der Einstieg möglich ist, beträgt 12.500 Euro.

Wem das zu viel ist, der kann noch immer die Taktik der 204 von Merrill Lynch befragten Fondsmanager kopieren: Mehr als die Hälfte der Geldverwalter hat die kurzfristig am Geldmarkt veranlagte Bargeldquote stark nach oben gehievt. Eine Maßnahme, die sich selbst für Kleinanleger angesichts der hohen Zinsen für täglich fälliges Geld am Sparbuch lohnt. Das gibt zumindest so lange Sicherheit, bis sich der Sturm an den Börsen wieder gelegt hat.

Immobilien-Preise stiegen in den USA von 2000 bis Juli 2006 um 106,5 Prozent. Seither sank der Wert von US-Wohnhäusern wieder massiv: im Schnitt um 18 Prozent.

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Hausverkauf:
Wegen nicht bezahlter Hypotheken werden zahlreiche Wohnhäuser in den USA versteigert.

Die Wiener Börse geht mit minus 34 Prozent knapp vor Großbritannien als Verlierer aus der Börsenbilanz der letzten zwölf Monate. Aktien aus Südamerika (minus 5,9 Prozent) und aus Osteuropa (minus 9,5 Prozent) halten die Verluste in Grenzen.

Günter Artner, Erste Bank:
"Energieaktien von EVN und OMV sichern das Depot gegen Inflation den und hohen Ölpreis ab."

Raiffeisen-vorstand Johann Strobl:
"Die US- Hypothekenkrise wird bis Ende 2009 andauern."

Verlustbegrenzer:
Seit Juli 2007 schneidet der M&G Global Basics mit 15,7 Prozent Verlust gut ab.

Zukunftschance:
Die Intercell-Aktie kommt auf Jahressicht mit minus 3,4 Prozent gut über die Runden.

Krisengewinner:
Der smn Diversified Futures brachte seit Juli des Vorjahres plus 25,4 Prozent.



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Gruß

  

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Wie Trader mit der aktuellen Marktphase umgehen…
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 20.7.08 23:21)


Ist der Markt derzeit einfach oder schwierig zu handeln?

In der Zeit in der ich abwesend war, hat sich auch eine Diskussion entwickelt, ob denn die Maerkte derzeit gut oder schlecht sind.
Die einen sagen, es ist derzeit schwieriger profitabel zu traden, weil die Maerkte volatiler sind und Break-Out Signale ueber Widerstaende hinweg nicht sonderlich gut funktionieren. Andere sagen, die Swings wie sie derzeit vorherrschen sind herrlich wie nie - und man kann jeden Tag Geld verdienen. Und Trader die nicht in jeder Marktphase Geld verdienen sind schlecht - oder nutzen die Maerkte als Ausrede.

In erster Linie gibt es fuer Trader mit der richtigen Einstellung wirklich keine guten und schlechten Marktphasen. Was ihn noch lange nicht dazu bringen wird jeden Tag Geld zu verdienen. Egal wie “gut” oder “schlecht” er ist. Kein Handelsansatz
wird
ohne Drawdown auskommen.Kein Handelsansatz wird ohne Drawdown auskommen. Die Trader, deren Handelsansaetze in dieser Marktphase besonders gut funktionieren, werden nun geprueft, ob sie auch nicht “emotional abheben”..Wer eine Gewinnserie in den letzten Tagen hatte, sollte sein Einzelpositionsrisiko trotzdem strikt bei 2% deckeln. Wer eher auf der Verlierer-Seite stand, wird nun emotional geprueft ob er Vertrauen in seinen Handelsansatz hat, ebenfalls kein Overtrading zu betreiben (Stichwort: Rache), und sich weiterhin strikt an alle Stopps halten. Dann sollte nicht allzuviel passieren - und man wird den Drawdown ueberleben.

Beurteilt man Trading wirklich an der kurzfristigen Performance?
Ich denke Diskussionen zwischen Tradern die gerade eine Gewinnphase haben, und anderen Tradern die gerade einen Drawdown haben - und Gegenseitig deren Methoden in Frage stellen, fuehren keine fruchtbare Diskussion von der man profitieren koennte. Irgendwann wird sich die Situation umkehren, und der Gewinner hat einen Drawdown und der Verlierer ist wieder dick im Plus. Vielleicht sind sie auch beide am Ende des Jahres dick im Plus - oder beide dick im Minus. Aber Diskussionen ueber Momentaufnahmen sind nicht wirklich zielfuehrend.

Wer nasse Fuesse bekommt aufgrund einer Drawdownphase, der sollte sich fragen wieso das so ist. Ist nicht genug Vertrauen in den Handelsansatz da? Ist die Angst zu gross, dass der Drawdown noch groesser werden koennte? Braucht man das Gefuehl eines neuen Gewinntrades? Ist es nur ein Disziplinproblem? Oder taugt der Handelsansatz in der aktuellen Marktphase nichts? In wie weit muss man das System anpassen, aendern, verwerfen?

Trader die auf der Gewinnerseite muessen sich fragen, ob sie ihre Positionen auch richtig gemanaged haben. Haette man lieber Pyramidisieren statt Gewinne realisieren sollen? Wenn ja, wieso? Wenn nein, wieso nicht? Muss man mit einem Trailing-Stop arbeiten? Oder ist die Vola zu hoch fuer einen Trailing-Stopp? Faellt der DAX auch weiter, wenn die Schwergewichte sich stabilsieren? Welche Sektortrends sind derzeit besonders attraktiv?

Unterm Strich ist es scheissegal, ob’s dir gerade gut oder schlecht in diesem Markt geht
Im Endeffekt kann sich kein Trader leisten sich auf Lohrbeeren auszuruhen. Es kann sich auch kein Trader leisten Zeit darauf zu verschwenden verpassten Chancen oder verlorenem Kapital hinterherzuweinen. Das ist nun Vergangenheit. Egal ob gute oder schlechte Zeit, das Trading und der emotionale Gefuehlszustand sollte im Idealfall immer gleich sein. Nicht sonderlich optimistisch und auch nicht sonderlich pessimistisch. Wer sich von so etwas zu sehr mitreissen laesst, der wird sein blaues Wunder am Markt erleben. (Natuerlich sind auch Schaffenspausen immer wichtig, sonst kommt der BurnOut, aber gutes Trading ist nun mal auch Arbeit und kein Lottospielen).

Also vergessen wir nicht die 10 Dinge, die ein Trader stets als Sisyphus-Arbeit verrichtet


1.) Die Trefferquote zu erhoehen

2.) Den durchschnittlichen Gewinn zu maximieren

3.) Den durchschnittlichen Verlust zu minimieren

4.) Bei Erlangen eines positiven Erwartungswertes diesen erhoehen und erhalten indem man die Tradingfrequenz steigert

5.) Bessere Entry- und Exit Techniken zu entwickeln, die dennoch noch mit der Strategie harmonieren

6.) Aus vergangenen Fehlern lernen

7.) Das uebergeordnete Ziel nicht aus den Augen verlieren

8.) Nicht zu vergessen, dass der Ausgang des Einzelnen Trades ein Zufallsprodukt ist

9.) Stets dazulernen durch Erfahrungen, Lesen, Trading

10.) Penibelst die Trades dokumentieren, die man eingegangen ist


Ich will damit niemanden vorschreiben wie er seine Arbeit zu tun hat, da muss auch ich vor meiner eigenen Tuere kehren. Dennoch gilt, dass man Prozess- und nicht Ergebnissorientiert arbeiten muss. Im Day2Day Business beim Trading zumindest. Und in regelmaessigen Abstaenden sollte man sich eine kurze Pause von 1-2 Tagen goennen, in der man vergangene dokumentierte Trades bearbeitet, und versucht sie in die 10 Dinge umzuwandeln, die ein Trader immer tun muss.

Quelle:
http://www.daytrading.de/blog/2008/06/28/es-geht-wieder-weiter/

  

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Die hohe Kunst keinen Stopp zu setzen
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.7.08 22:47)

Die hohe Kunst keinen Stopp zu setzen

von Jochen Steffens

Mit dem Bruch des März-Tiefs vor einigen Handelstagen bei 6167 Punkten dürften viele Stopps ausgelöst worden sein. Jetzt scheint es fast so, als würde sich der Ausflug auf die 6000 Punkte-Marke als heftiges Fehlsignal herausstellen.

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080723.gif.png



Ich möchte diese Entwicklung einmal nutzen, um mit einem Börsenmärchen aufzuräumen, das sich durch die gesamte Börsenwelt zieht. Ich weiß, dass ich mich damit quasi in ein Wespennest setze, denn diese Weisheit gilt als eines der unumstößlichen und ehernen Gesetze der Börse: Legen Sie Stopps in den Markt!

Nun, Sie wissen, ich bin Antizykliker. Immer wenn die Masse etwas als unumstößliche Wahrheit begreift, mache ich mir so meine Gedanken.

Um es vorweg zu nehmen:
Stopps machen beim kurzfristigen und mittelfristigen Traden Sinn – keine Frage!
Auch für Börsenneulinge sind Stopps auf jeden Fall ein absolut wichtiges und notwendiges Instrument, um nicht zu schnell, zu viel Geld zu verlieren. Daran will ich nicht rütteln.

Aber bei sehr langfristigen Strategien (10 / 20 Jahre oder länger) und einem sehr breit diversifiziertem Portfolio sind Stopps kontraproduktiv.
Stopps sind das Allheilmittel der Börsen
Überall lesen Sie, dass Stopps Verluste minimieren und damit die eigene Performance optimieren. Das ist leider demnach nicht immer richtig. Man kann es back-testen: Je langfristiger eine Anlagestrategie ausgerichtet ist, desto negativer wirkt sich eine Stopp-Strategie auf die Performance aus.
Der Wiedereinstieg
Das Grundproblem beim Stopp ist nämlich die Frage des Wiedereinstiegs. Unbewusst kennt das jeder langfristig orientierte Anleger. Fällt der Kurs auf einen tiefliegenden Stopp, bleibt das unbefriedigende Gefühl, dass man vielleicht jetzt doch lieber fast schon wieder in diese Aktie eingestiegen wäre. Schließlich dürfte der Markt/die Aktie zu diesem Zeitpunkt schon massiv überverkauft gewesen sein. Irgendwie ist der Zeitpunkt immer ungünstig, an dem man ausgestoppt wird. Zum Beispiel der Dax, wann steigt man jetzt wieder in den Dax ein, wenn man bei 6200 Punkten ausgestoppt wurde? Kniffelige Frage.

Doch das ist nicht das einzige Problem: Ist der Stopp zu eng gesetzt, fliegt man zu oft raus und verpasst somit, wenn es schlecht läuft, die gesamte folgende Rally. Setzt man ihn zu weit, ufern die Verluste aus.
Diverse Stopp-Strategien
Es gibt nun eine Menge ausgefeilter Stopp-Strategien, die mehr oder weniger versuchen, diese Probleme in ein Schema zu pressen. Meiner Meinung nach nur, um die „Eigenverantwortung“ und damit das schlechte Gefühl auszumerzen: Schließlich hat man nicht selber gehandelt, sondern das System.

Nur, mit jedem Stopp kappen Sie sich eine mögliche Performance nach oben und realisieren Verluste nach unten. Sie werden so nie in der Nähe der Hochs verkaufen und selbst wenn sie die Stopps nachziehen, werden Sie bei langfristigen Strategien immer 15-30 % der einmal gemachten Performance wieder abgeben.
Das Timing ist im langfristigen Segment unwichtiger
Wenn Sie in einem langfristigen Depot direkt beim Einstieg einen Stopp setzen, muss ihr Einstiegstiming sehr gut sein. Langfristig gesehen ist es aber eigentlich unerheblich, ob die Aktie zunächst einemal 15 % oder 20 % abgibt. Jim Rogers zum Beispiel sagte vor der Agrarrohstoff-Hausse von sich, dass er ein sehr schlechtes Timing habe. Das sei ihm aber egal, er wisse, dass die Agrarrohstoffe steigen werden. Ihm war es demnach egal, ob die Kurse nach einer Investition erst einmal deutlich ins Minus rutschten.

Wenn Sie bei einem Minus von 15 % - 20 % aussteigen, realisieren Sie diesen Verlust und manifestieren ihn. Das wieder zu einem Zeitpunkt, wo die Aktie, wie gesagt, häufig überverkauft ist. Und dann müssen Sie in eine andere Position einsteigen, um diese verlorenen Prozente wieder einzubringen. Doch auch diese Position könnte jetzt 15-30 % verlieren. Warum also nicht direkt in der ersteren investiert bleiben?
Die verlorene Performance
Bringt man diese Punkte zusammen, verlieren Sie auf allen Seiten Performance, oben schneiden Sie sich den Gewinn ab, und unten realisieren Sie Verluste und müssen ein neues Risiko eingehen. Dieser Performanceverlust ist es, der sich auf langfristige Sicht zunehmend negativ auf jede langfristige Strategie auswirken muss.
Langfristig bullish
Machen Sie sich die Mühe und schauen Sie sehr langfristige Charts an. Sie werden erkennen, dass es tatsächlich keinen Sinn macht, Stopps zu setzen. Sie wären immer wieder bei größeren Konsolidierungen ausgestoppt worden. Ob Sie dann den Mut gehabt hätten wieder einzusteigen, ist mehr als fraglich. Besonders, weil oft in diesen Situationen die Stimmung erdrückend ist.

Hier der Dow Jones von 1900 - 2007:


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080723a.gif.png


Wie macht man es richtig?

Wichtiger ist jedoch bei einer langfristigen Strategie die Aktienauswahl und natürlich das man sehr breit diversifiziert. Ich würde hier grundsätzlich empfehlen, direkt die Indizes selbst zu kaufen. So reduziert man das Einzelaktienrisiko.

Natürlich sollte man auch nicht sein ganzes Geld auf einmal investieren, sondern nach und nach über Jahre immer dann einsteigen, wenn die Börse wieder einmal in Panik verfällt. Dazu gehört zwar etwas Erfahrung, aber damit schlagen Sie im sehr langfristigen Bereich jede Stopp-Strategie. (z.B. wenn Sie 1929 ungünstig am Hoch vor dem Crash eingestiegen wären und dann mit Geduld in weiter fallende Kurse die Position immer weiter ausgebaut hätten, wären Sie nach wenigen Jahren wieder im Plus gewesen. Das kann man auch auf den Dax 2000-2003 übertragen)
Ist vielleicht dieses Mal alles anders?
Aber, werden nun viele sagen, dieses Mal ist die Situation anders, dieses Mal haben die Börsen ihre langfristigen Hochs gesehen. Die Zukunft ist düster: Staatsverschuldung, vielleicht sogar ein drohender Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems, die Endlichkeit der Ressourcen, Klimakatastrophe, politische Verwerfungen und alles andere, was in den Medien rauf und runter diskutiert wird.

Ob die aktuelle Situation wirklich „schlimmer“ ist, als zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 oder den Weltkriegen oder der Auflösung des Goldstandards und die Zeit der Inflation im Zusammenhang mit dem Vietnamkrieg, die Kuba-, Japan-, Russlandkrise, das Platzen der Dotcom-, Immobilienblase, etc? Wer weiß...

Zudem spiegelt der Langfristchart des Dow Jones die USA in ihrer Entwicklung zur Weltmacht wieder. Was wäre also, wenn die Zeit der USA als Weltmacht vielleicht bald zu Ende geht, wie es einige Analysten (allerdings auch schon seit 20 Jahren) behaupten. Dann kann ich nur empfehlen, sich auch noch den MSI World (ein Index, der die Welt abbildet) ins Depot zu legen. Damit reduzieren Sie auch noch dieses Risiko.
Sicher ist allerdings nichts
Aber natürlich, ich kann Ihnen nicht versprechen, dass sich der Dow Jones oder der MSCI World auch in den nächsten 100 Jahren entsprechend weiter entwickeln werden. Ich kann nicht einmal versprechen, dass es in 100 Jahren noch Börsen geben wird. Und ja, wenn man die Inflation rausrechnet, sieht das Bild auch anders aus.

Aber was ich sagen kann ist, dass in den letzten 100 Jahren eine Stopp-Strategie im Dow Jones für sehr langfrstig orientierte Anleger wenig Sinn gemacht hätte, besonders wenn Sie ausschließlich Panik und schlechte Stimmung gekauft und vielleicht bei Euphorie auch noch die Positionen etwas reduziert hätten....

Das nur einmal als Anregung. Im kurz- mittelfristigen Bereich kommen Sie aber, wie gesagt, ohne Stopps nicht aus. Zudem sollten Sie Ihr Portfolio bei einer Strategie ohne Stopps breit streuen, damit Verwerfungen bei Einzelaktien nicht stark ins Gewicht fallen. Wie gesagt, bei einer solcher Strategie kauft man am besten direkt den Index und muss die Nerven (und das Geld) haben, auch einmal sehr große Verluste auszusitzen...

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

  

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RE: Die hohe Kunst keinen Stopp zu setzen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 23.7.08 23:00)

Stimme dem zu - ich habe mein Leben lang noch keinen Stop (im Sinne von Stop-Loss) verwendet. Einige Verluste hätte ich mir damit erspart - aber Riesengewinne vermasselt.

  

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Verlässlicher Indikator für Wirtschaft: Cummins + Dr. Copper
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 04.8.08 21:28)

Eine "klare" Nachricht von einem starken Indikator: Finanziell gesehen, sind die Dinge rund um den Globus noch in Ordnung.

Unser Indikator ist der weltgrößte Produzent starker Dieselmotoren, Cummins (CMI). CMI stellt Motoren für Trucks, Zement-Transporter, Krane, Planierraupen und Bulldozer her. Die Cummins-Aktien sind einer unserer "echten weltweiten Indikatoren."

Anstatt Regierungszahlen, BIP-Statistiken und ähnliches zu analysieren, ziehen wir es vor, die Charts von Home Depot, Kupfer ("Dr. Copper") und Cummins zu überprüfen. Wir schätzen die Lage so ein: Wenn die Umsätze von CMI hoch sind und der Aktienkurs stark ist, dann kann die Weltwirtschaft nicht allzu schlecht dastehen.

Cummins:

http://chart4.onvista.de/h.html?ID_NOTATION=1550829&TYPE=HISTORICAL&TICK=1&PERIOD=5&DISPL AY=2&SCALE=1&GRID=1&VOL=1&SUPP_INFO=0&IND1=8.png

Dr. Copper:

http://c.onvista.de/h_kl.html?ID_NOTATION=10780206&PERIOD=5&VOL=0.png

  

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Wie Sie die Vorhersagen der Finanzanalysten schlagen...
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 07.8.08 21:58)

Liebe Leser,

Wenn wir nur eine Kristallkugel hätten, wäre das Investieren ein großer Spaß und nicht solch eine herausfordernde Aufgabe, ab er da wir diese nicht haben, verlassen sich viele Investoren auf Finanzanalysten.

Dies kann zu großen Problemen führen, was unseren finanziellen Erfolg anbelangt.

Privatinvestoren sind im Nachteil gegenüber den Analysten großer Finanzunternehmen, mit deren "Werkzeugen" sie nicht konkurrieren können. Wir haben keinen "Super Computer", der den Wert einer Aktie mittels der Methode der discounted free cash flow valuation method" (abgezinster freier Cash Flow im Verhältnis zum KGV) bestimmt. Wir haben keine Research-Abteilung, um vorherzusagen, wie viele iPhones Apple 2009 verkaufen wird oder die Anzahl der Automobile und Lastwagen, die GM im vierten Quartal verkaufen wird; oder die Anzahl der Pakete, die UPS nächsten Monat transportieren wird.....

Aber wir brauchen diese Dinge wirklich nicht...

Die Saison der Gewinnmitteilungen erinnert uns daran, dass die Aktienpreise selten mit den Annahmen von Finanzanalysten übereinstimmen. Fragen Sie die Aktionäre von Merrill Lynch nach der Vorhersage ihres Brokers. Nachdem der Markt am Donnerstag schloss, verkündete Merrill, dass es $4.89 Milliarden im zweiten Quartal verloren habe oder $4.97 pro Aktie. Zahlreiche Analysten hatten einen Verlust von $1.91 pro Aktie vorhergesagt.

Wie Finanzanalysten den Wert einer Aktie bestimmen

Finanzanalysten bestimmen normalerweise den Wert einer Aktie, in dem sie den discounted free cash flow" eines Unternehmens berechnen. Das Problem dieses Ansatzes ist, dass dieser auf eine Serie von Computermodellen beruht, die Annahmen zu zukünftigen Verkaufszahlen, Gewinnen und Wachstumsraten treffen. Diese Modelle sind nur so gut wie die Programmierer und Analysten, die sie schaffen.

Am Schluss ergibt sich eine sehr subjektive Zahl über das Wachstum eines Unternehmens und andere Erfolgskennzahlen. Es ist im Grunde nicht mehr als eine vage Schätzung auf höherem Niveau". Wie das Sprichwort sagt: garbage in, garbage out.*

In seinem Buch "Contrarian Investment Strategies: The Next Generation" analysiert David Dreman 1,500 U.S. Aktien zwischen 1971 und 1996. Er fand heraus, dass wenn Analysten ihre von ihnen favorisierte Aktie ein Jahr im Voraus auswählten, "landeten sie unter dem Markt mit bis zu 75 Wahrscheinlichkeit." Diese Zahl ist statistisch sehr entscheidend, denn es ist schwierig in 75 % der Fälle falsch zu liegen, genauso schwierig wie in 75 % aller Fälle richtig zu liegen.

Also wenn das Investieren nach den Berichten der Finanzanalysten nicht die richtige Antwort ist, was sollten wir dann tun?

3 Wege, Finanzanalysten zu schlagen

Um sicher zu sein, Finanzanalysten irren sich öfter als wir es glauben. Aber hier folgen drei Wege, wie es richtig geht...

Cash Balances and Debt: Wenn die Wirtschaft sich nach unten bewegt, sind es die stark finanzierten Unternehmen, die zuerst in Schwierigkeiten geraten. Das ist Teil des Problems für GM und Ford gerade jetzt und es war das Problem von Bear Stearns. Wenn Sie große Schulden haben, sind schon die Zinszahlungen ein ständiger Geldabfluss. Andererseits, Unternehmen wie Micorsoft - mit großen Geldspeichern und keinen Schulden - können den Stürmen trotzen. Interessanterweise bewertet der Aktienpreis den Wert des Cash , welches das Unternehmen hält, nicht richtig.
Cash Flow: Der Markt wird - mit der Zeit - einen wachsenden Cash Flow einpreisen: Finden Sie also heraus, wie viel Geld das Unternehmen zur Zeit produziert, nach allen Kosten, Schuldendiensten und Steuern. Der Cash Flow ist die Lebensader eines Unternehmens. Sie können vernünftigerweise erwarten, dass die Wall Street den Wert des freien Cash Flows in der Zukunft anerkennen wird, selbst wenn das Unternehmen heute nicht gewürdigt wird. Deshalb beobachten Sie das Cash, dass ein Unternehmen generiert.
Dividenden: Zwischen 1872 und 2002 lagen die Aktiengewinne bei einer durchschnittlichen Rate von 9%. Gewinn pro Aktie (EPS) wuchsen um 3.3% und das Preis-Gewinn-Verhältnis um 0.7%. Re-investierte Aktiendividenden trugen um 4.8% bei- mehr als die Hälfte des Gesamtgewinnes. Bevorzugen Sie eine Aktie mit Dividenden aus diesem Grund. Sie werden bezahlt, wenn Sie eine Aktie halten, während der Markt sich noch Zeit nimmt, deren wahren Wert zu erkennen.
Finanzanalysten auf dem Ölsektor schlagen

Drei einfache Leitfäden, um Finanzanalysten zu schlagen, wirkten Wunder, als ich viele verschiedene Aktien analysierte, hier ein Beispiel aus dem Ölsektor.

In den neunziger Jahren lagen Ölaktien weit unter dem Markt. Aber sie generierten große Mengen von Cash. Ich begann diese stark unterbewerteten Aktien in den späten Neunzigern zu kaufen, wissend, dass schließlich die historische Cash Flow Anhäufung das Rennen machen würde.

In den späten Siebzigern bewertete der Markt einen Dollar der Gewinne von Ölaktien höher als er es 1997 mit der gleichen Aktie tat. Gewinnverhältnisse waren aus dem Gleichgewicht mit den historischen Gewinnraten. Schließlich wurde der Normalzustand wieder erreicht und bewies die Klugheit, Gewinne billig zu kaufen.

Viele der heutigen Aktien zeigen eine starke Differenz zwischen ihrem Preis und ihren historischen Gewinnverhältnissen. Sie werden finden, dass der Markt viele Unternehmen ungerechtfertigt bewertet im Verhältnis zu deren Cash Flow Bilanz und zu deren Fähigkeit, Cash Flow und Dividenden zu generieren.

Also statt auf Analysten zu hören, stellen Sie Ihre eigenen Nachforschungen an und stellen Sie die richtigen Fragen, wie folgende:

Kann ein Unternehmen zu seinem historischen Preis-Gewinn-Verhältnis zurückkommen?
Bewertet der Markt ein Unternehmen unter seinem eigentlichen Wert?
Kann es damit fortfahren, weiterhin "gesunden" Cash Flow und Gewinne zu generieren?
Wird es in der Lage sein, Dividenden und Zinszahlungen auf Schulden zu zahlen?
Kurz gesagt sind Cash (Geldmittel) und Cash Flow eine verlässlichere Vorhersage über die Zukunft des Aktienpreises eines Unternehmens als das Bauchgefühl... und insbesondere besser als die Einschätzung eines Analysten.

Viel Erfolg,

Floyd

GIGO (Garbage In, Garbage Out), ist ein Axiom aus der Informatik, welches besagt, dass ein System zwangsläufig ungültige Ausgaben produziert, wenn die Eingabe ungültig war. Dies bezieht sich ursprünglich auf Software, aber auch auf andere Systeme.

Entstanden ist GIGO vermutlich als Verballhornung von FIFO: First In, First Out".

  

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20 Dinge die man tun kann, um beim Trading kein Geld mehr zu verlieren interessant
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 13.8.08 15:14)

Newbie-Trader sind fuer die ersten 10 Fehler anfaellig.
Fortgeschrittene eher fuer die letzten 10.

Mein Vorschlag: Such dir die 3 Schwaechen raus die am ehesten auf dich zutreffen. Entwickle einen Plan wie du diese Fehler in Zukunft unterbinden wirst

1. Vertraue keinem Market Guru - Denke immer daran, dass du mit deinem eigenen Geld und nicht mit deren handelst. Hoer den Guru’s zu, mach dann aber einen Schritt zurueck und kuemmere dich um deine eigenen Hausaufgaben.

2. Vertraue keinem Unternehmen: Trading ist nicht Investieren, also muss man sich auf das Preisgeschehen und nicht auf die Bilanzen konzentrieren.

3. Halte dich an deine Entry & Exit Rules: Sie wurden auch fuer schlechte Trades konzipiert, eben diese die man gerade wegstecken musste.

4. Versuche nicht auszugleichen: Dem Markt ist egal wo du eingestiegen bist. Jede Aktion muss isoliert betrachtet eine gute Entscheidung gewesen sein.

5. Leg deine Latte nicht zu hoch: Du bist nicht George Soros und auch nicht Curtis Faith. Unterdruecke zu imitieren, und arbeite daran einfach gute Trading-Arbeit zu verrichten

6. Such nicht nach dem Heiligen Gral: es gibt keinen Heiligen Gral ausser eine gute Positionsauswahl und ein solides Money- und Risikomanagement. Wenn es den heiligen Gral nicht gibt, kannst du auch aufhoeren dannach zu suchen.

7. Vergiss nicht auf deine Disziplin: Jeder kann die Trading-Basics schnell erlernen. Jedoch werden die meisten aufgrund mangelnder Selbstkontrolle scheitern.

8. Lauf’ nicht der Masse hinterher: Was kuemmern dich die Headlines in der Tageszeitung? Du tanzt zum Rythmus deiner eigenen Trommel!

9. Handle nicht die auffaelligen Chartmustern: Wenn es aussieht als ob es aus dem Lehrbuch kaeme, und die Formation zu schoen ist, um wahr zu sein, dann ist sie es wahrscheinlich auch.

10. Verwehre dich nicht vor den Warnsignalen: Grosse Verluste waren auch mal kleine Verluste.

11. Keine Erbsenzahlerei: Ein Profit gehoert erst dir, wenn du die Position glatt gestellt hast. Lerne ueber Trailing Stopps, Pyramiden, etc.

12. Vergiss niemals den Trading-Plan: Vergiss niemals den urspruenglichen Grund fuer einen Trade und lass dich nicht von Gier und Angst blenden und verleiten, um im offenen Trade das falsche zu tun.

13. Habe niemals eine Gehaltsmentalitaet: Man kann beim Trading nicht jede Woche, jeden Monat oder gar jedes Jahr gewinnen. Als Trader nutzt man die Gelegenheiten, die sich bieten. Bei erfolgreichen Tradern entstehen 80% der Boersengewinne an 20% der Handelstage.

14. Es gibt keine Abkuerzungen zu guter Leistung: Leider.

15. Ignoriere nicht deine Intuition: Hoere auf die kleine Stimme in deinem Kopf (Bauch) - aber nur solange du dich auch an deinen Trading-Plan haelst…

16. Hasse es nicht zu verlieren…: Die besten Trader verlieren mit den meisten ihrer Positionen Geld. Gewoehne dich also lieber gleich an das Verlustgefuehl, es wird dich deine ganze Karriere lang begleiten. Aus Verlusten kann man sowieso mehr als aus Gewinnen lernen.

17. Verfange dich nicht in der Komplexitaetsfalle: Trader die eine schlechte Zeit haben, verlieren sich oft in hoch akademischen Abhandlungen und Ansichten. Sie suchen ueberall ihr Glueck, nur nicht im Kursgeschehen. In Wahrheit wird ein gutgeschultes Auge jede Indikatorkonstellation besiegen. (Es sei denn Punkt 3 und Punkt 7 sind gegeben.)

18. Verwechsle niemals Order-Execution mit Gelegenheit: Teure Software macht dich nicht erfolgreich. Und nur weil du wie wild im Chart herumklickst, heisst das nicht, dass da gerade eine Gelegenheit war…

19. Trenne Privatleben und Trading - Trading kann dir zeigen wie verrueckt dein Leben und du eigentlich wirklich sind. Spekuliere nur mit Kapital, dessen Verlust du dir leisten kannst.

20. Glaube nicht, dass Trading Spass macht: Gutes Trading ist langweilig. Genauso wie dein Job. Aus.

Quelle: the hardright edge


  

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Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.8.08 23:58)


Schlechte Wirtschaftsjahre sind gute Börsenjahre

Immer wenn schlechte BIP-Daten veröffentlicht werden, greifen die Medien diese auf und verbreiten gerade auch an den Bösen eine Untergangsstimmung. Eigentlich müsste es jedoch genau anders herum sein. Denn überraschenderweise sind Jahre, in denen das Wirtschaftswachstum sehr schlecht oder negativ ist, oft ausgezeichnete Börsenjahre: Dazu folgende Grafik:



http://www.boerse-online.de/static/bilder/2008/charts/BIPvsDAX5.gif.png





Dies ist eine direkte Gegenüberstellung des realen BIP in Deutschland und der DAX-Entwicklung seit 1992. Die roten Balken stellen die Performance des DAX dar, die dunkelblauen Balken die Entwicklung des realen Wirtschaftswachstums in Deutschland.

Eine überraschende Erkenntnis

Die Gegenüberstellung ist überaus verblüffend, da sie eigentlich das genaue Gegenteil von dem belegt, was man landläufig vermuten würde.

Die grünen Ellipsen kennzeichnen Jahre mit negativem realem Wirtschaftswachstum. Gerade das sind jedoch Jahre, in denen der DAX am stärksten zulegen konnte. Die blauen Ellipsen markieren hingegen Jahre, in denen wir ein sehr starkes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatten, nur hier hat sich der DAX negativ entwickelt.

Bei genauerer Betrachtung erschließt sich die Logik: Wenn die Wirtschaft tief in einer Rezession steckt, ist die Stimmung in der Bevölkerung, aber auch an den Börsen meistens entsprechend schlecht. Man spricht in diesem Zusammenhang nicht umsonst auch oft von wirtschaftlicher „Depression“. Die Angst unter den Anlegern ist groß, viele haben Verluste erlitten. Kaum jemand traut sich noch zu investieren. Die Aktien haben ihre Besitzer gewechselt, sie sind von den schwachen Händen (oft Kleinanleger) in die starken Hände übergegangen. Das sind oft institutionelle Anleger, die auch stärkere Kursverluste aushalten können und entsprechend antizyklisch handeln. Durch den starken Abverkauf sind die meisten Aktien schließlich entsprechend günstig. Die institutionellen Anleger spekulieren somit auf eine bessere Zukunft – irgendwann werden die Aktien schon wieder ihren fairen Wert erreichen.

Die Börse läuft der Wirtschaft voraus

Und genau hier verbirgt sich der eigentlich Grund für diese seltsame Verzerrung zwischen Wirtschaft und Börse: Die Börsen spekulieren grundsätzlich auf die Zukunft. Sie nehmen also wirtschaftliche Entwicklungen vorweg. Wenn die Rezession erst einmal da ist, wird auf eine bessere Zukunft spekuliert - die Börsen steigen. Wenn der wirtschaftliche Boom seinen Hochpunkt erreicht, wird die Börse bereits auf den wirtschaftlichen Abschwung spekulieren und damit auch diesen vorweg nehmen. Dazu folgende Grafik:


http://www.boerse-online.de/static/bilder/2008/charts/KonjunkturBoerse.gif.png



Man muss demnach den Börsenzyklus zum Wirtschaftzyklus zeitlich eigentlich nur etwas nach vorne verschieben und erhält ein Diagramm, welches perfekt den Zusammenhang zwischen Börse und Wirtschaft verdeutlicht.

Vergleicht man nun die beiden Grafiken, erkennt man den Zusammenhang. Im Jahr 2000, als die Wirtschaft das größte reale Wachstum der vergangenen 20 Jahre erreichte, befand sich die Börse bereits im Rückwärtsgang. Im Jahr 2003, als das reale Wachstum negativ war, fing die Börse bereits wieder an, deutlich zu steigen.

Wenn Sie diesen versetzten Verlauf in Ihre Anlagestrategie einfließen lassen, können Sie Ihre Performance erheblich verbessern. In diesem Moment kehren sich viele Analysen um. Der Kursrückgang des DAX seit September vergangenen Jahres hat demnach die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr bereits vorweg genommen. Für den Börsianer ist damit die Veröffentlichung des negativen BIP-Wachstums in diesem Quartal nichts weiter als die Bestätigung des bisherigen Kursverlaufs. Daraus lässt sich jedoch zunächst keine zukünftige Entwicklung für die Börse mehr ableiten.

Viel interessanter ist demnach die Frage, wann die Wirtschaft das Tief der aktuellen Zyklusbewegung erlebt. Kurz bevor das passiert, muss man investieren. Natürlich ist es nicht so einfach, diesen Punkt genau vorherzusagen. Aber das muss man eigentlich auch nicht.

Beobachten, was geschieht

Schließlich nimmt die Börse die wirtschaftliche Entwicklung vorweg. Wenn also die Börse in düsteren Zeiten unerwartet anfängt, Stärke zu zeigen und wirtschaftliche Frühindikatoren erste positive Signale geben, kann man vorsichtig erste Positionen aufbauen. Sollte sich die Stärke der Börsen weiter fortsetzten, baut man nach und nach die Positionen aus. Sobald dann wie 2006/2007 alles Hurra schreit, weil es der Wirtschaft wieder gut geht, sollte man langsam wieder vorsichtig werden und die Positionen nach und nach bei Schwäche abbauen. So kann man langfristig die Performance des DAX schlagen.

Lassen Sie sich also niemals von der Markstimmung beeinflussen und handeln Sie antizyklisch!

  

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Anfängerfehler: Overtrading - Abwarten ist oft das Beste
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.9.08 23:36)

Zeiten der Passivität

Um langfristig erfolgreich an den Börsen überleben zu können, muss man einen wichtigen Punkt begriffen haben: Es gibt Zeiten, da muss man passiv sein. So eine Phase erleben wir in diesem Jahr. Auf der anderen Seite muss man dann allerdings aus der Passivität wieder rechtzeitig aufwachen, um entsprechend in der aktiven Phase die Kräfte zu bündeln.

Dieses Wechselspiel zwischen Aktivität und Passivität wird Ihnen den entscheidenden Vorteil verschaffen, um die beste Rendite zu erzielen.

Ein Anfänger-Fehler

Hier lauert auch ein weit verbreiteter Anfänger-Fehler: Viele Anleger, die gute Gewinne gemacht haben, geraten, wenn plötzlich Verluste entstehen, in einen „Aktivitätswahn“,. Statt zu bemerken, dass der Markt nicht mehr so wie gewohnt will, wird gerade in dieser Situation übertrieben viel gewagt und riskiert und getradet. So, als wolle der Anleger den Markt geradezu zwingen, ihm weiter die gewohnten Gewinne zu bescheren.

Tatsächlich muss man sehr argwöhnisch werden, wenn plötzlich Altes nicht mehr funktioniert und sich die Verlusttrades häufen. Hier empfiehlt es sich dann, die Aktivität massiv zurückzuschrauben, statt sie weiter anzufeuern. Meistens hat sich dann nämlich etwas am Markt verändert.

  

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Zwölf zeitlose Investorenregeln
Rang: Ottakringer(38) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.9.08 23:44)

Liebe Leser,

Im Folgenden stelle ich 12 klassische Investitionsregeln auf, die jeder Anleger Zeit seines Lebens nutzen kann. Richtlinien, denen jeder Anleger folgen sollte, ...aber an die sich nur wenige halten...

Diese Richtlinien haben bewiesen, dass sie dem Investor helfen, sein Ziel zu erreichen... manchmal im Erzielen von Gewinnen und manchmal im Vermeiden von Verlusten.

1.) Der Ansatz „einen schnellen Dollar zu machen" führt häufig dazu, den Dollar zu verlieren

Die Leute, die die extremsten Verluste erleiden, sind jene, die über das Ziel hinausschießen. Falls das Investment sich zu gut anhört, um wahr zu sein, dann ist es auch so.

Der tollste Tipp, den ich je gefunden habe: „Es gibt keine heißen Tipps!"

2.) Lassen Sie aus einem kleinen Verlust keinen großen werden.

Fahren Sie nicht fort, Geld zu verlieren, um „Recht zu behalten".

Werfen Sie gutes Geld nie schlechtem hinterher. (Kaufen Sie nicht mehr Verlierer!)

Wenn nur die Hoffnung geblieben ist, steigen Sie aus.

3.) Trennen Sie sich von den Verlierern und lassen Sie Ihre Gewinner laufen.

Vermeiden Sie Investments, die unbegrenzten Verlust ermöglichen oder nur begrenzten Gewinn.

Verlieben Sie sich nicht in Ihre Investments; sie werden sich nicht in Sie verlieben.

4.) Eine steigende Flut hebt alle Schiffe, und umgekehrt. Folgen Sie der Flut und nicht den Schiffen.

Gegen den fortlaufenden „Trend" zu handeln ist generell ein Rezept für ein Desaster. Die Aktien fallen tiefer als Sie denken und steigen höher, als Sie es sich vorstellen können.

5.) Wenn eine Aktie einen neuen Höchststand erreicht, ist es nicht an der Zeit zu verkaufen... irgendwas läuft richtig.

Wenn eine Aktie einen neuen Tiefstand erreicht, ist es nicht an der Zeit zu kaufen...irgendetwas läuft falsch.

6.) Kaufen und Halten funktioniert NICHT IMMER.

Falls Aktien nicht günstig erscheinen sollten, lassen die Finger davon.

7.) Bärenmärkte beginnen in guten Zeiten, Bullenmärkte in schlechten.

8.) Falls Sie von dem Investment nichts verstehen, kaufen Sie es nicht.

Lassen Sie sich nicht überreden. Entweder versuchen Sie es zu verstehen oder Sie sagen „Nein danke".

Sie können nicht alles wissen, also entfernen Sie sich nicht allzu weit von dem, was Sie wissen.

9.) Kaufen Sie Werte, verkaufen Sie Hysterie.

Weniger zu zahlen als der zu Grunde liegende Wert, hat sich als erfolgreiche Strategie erwiesen. Überbewertete Aktien zu kaufen hat bewiesen, dass es schlechter ist als der Gesamtmarkt.

Vernachlässigte Sektoren können gute Werte bieten. Die „populären" Sektoren sind häufig überbewertet.

10.) In etwas „Populäres" zu investieren endet nie mit Geldverdienen.

Meiden Sie populäre Aktien, „Mode"-Industrien und neue Gelegenheiten....

Kaufen Sie ein Investment, wenn es wenige Freunde hat.

11.) Ist es Zeit zu handeln, zögern Sie nicht.

Wenn Sie einmal investiert sind, seien Sie geduldig und lassen sich nicht durch Fluktuationen irritieren. Bleiben Sie bei Ihrem Plan...

Aber sollten Sie einen Fehler erkennen, zögern Sie nicht.

Lernen Sie mehr von Ihren schlechten Investments als von Ihren guten.

12.) Investmentexperten kümmern sich um das Risiko; Investmentneulinge wollen Gewinne einstecken.

Achten Sie auf das Risiko, dann werden die Gewinne automatisch kommen.

Wenn Sie allerdings nur auf die Gewinne, wird das Risiko automatisch kommen.

Viel Erfolg!

Steve

  

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RE: Zwölf zeitlose Investorenregeln witzig
Lambo111111(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.10.08 04:04)

CLXN - CLX Medical secures worldwide exclusivrights & Merger with Inspire pharmaceutical & CLXN ascent to the NASDAQ $$$$

Who can buying into USA, quickly purely

In 3 Steps

One hears is himself 1 .) about rumors, who CLXN, CLX Medical the worldwide exclusivrechte the by means of ThyroTest pharmaceutical, of the TyroTec, that should have acquired at that time Founder and should have secured, with the corresponding worldwide patenting, herewith it around a fast test means venereal diseases, a procedure that had been tested of more than 100,000 US American physicians. It was existed have should released became loud, the ThyroTest pharmaceutical all tests, and by the US authorities, for the worldwide paragraph

The officielle PR News are expected this nächse week, which would be revolutionary for the CLX Medical, a milestone in the Firm narrow stacks would be reached, which would become and would become itself also in the shares Performance itself again mirror.

Here are after the present course of 0,0002 US$ over 100,000 percent drinne

First Target courses of 2 US$ are the speech

2 .) Next became loud, that a Merger, sprioch a fusion, with the US of American firm Inspire Pharmacdeutivcals - ISPH: NADSAQ in planning is, with the joint goal daughter firm worldwide paragraph, research & expansions

This is Fact

3.) CLXN - Uplisting at the NASDAQ. On the part of CLXN. CLX Medical, momentarily OTCBB/Pinksheet an ascent is planned to the NASDAQ, will see in the future certainly courses of more than 1 US$

This would become after the present course, after reach the course of 1 US$ correspond, = 5,000,000% ensprechen to a 5000 excavator.

My result: Quickly purely and $$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$

CLXN - Strong Buy


$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$



CLX Medical, Inc. Announces Agreement to License Additional Point-of-Care Diagnostic Testing Devices and the Outcome of the HandiLab-C Chlamydia Laboratory Study


2008-10-15 09:43 ET - News Release

MURRIETA, CA -- (MARKET WIRE) -- 10/15/08


CLX Medical, Inc. (OTCBB: CLXN), which is focused on the marketing and distribution of unique medical diagnostic testing products, today announced a letter of intent to license additional medical diagnostic testing devices from Intellect Holdings, Ltd., research and development company focusing on the development of innovative products for the healthcare industry.

In addition to the rapid point-of-care products CLX Medical has targeted to license for marketing and distribution in the United States and worldwide markets, the letter of intent includes an agreement to develop a unique CLIA waivable device for the detection of Chlamydia utilizing Intellect Holdings' proprietary device system.

"As part of CLX Medical's core focus to identify and license or acquire unique medical diagnostic testing products for marketing and distribution in the United States and worldwide markets, we continue to seek additional licensing and acquisition candidates, and the agreement with Intellect Holdings provides another source for products that may be represented by CLX Medical," stated Vera Leonard, chief executive officer of CLX Medical. The letter of intent will also allow CLX to pursue a parallel path in preparing a product for the estimated $300 million CLIA waived Chlamydia market.

The results of the laboratory tests validating the efficacy of the HandiLab-C Chlamydia test were inconclusive. Presumably, the chlamydia organisms grown in human tissue cell cultures failed to generate sufficient enzyme to trigger the response in the testing devices using this type of laboratory testing approach.

"This is certainly a disappointment," stated Vera Leonard, CEO of CLX. "We, and our shareholders, have invested a great deal of resources to capitalize on this very lucrative market opportunity. Our strategy at this time will be to go forward with the ThyroTest® acquisition and focus aggressively on its launch as a means of generating revenue and building value for our shareholders. In the meantime, we will continue our work on the HandiLab-C product as a secondary focus.

"With the letter of intent announced today, we will pursue, in parallel, an alternative technology that we believe could also allow us to pursue the CLIA waived chlamydia testing market. It is possible that this product would be ready for clinical trials sooner and face fewer regulatory hurdles than the HandiLab-C product, so we are pleased to have this alternative available to us," added Ms. Leonard.




  

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John Maynard Keynes: An der Börse reich geworden
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.5.09 22:22)

Bis Ende der 1960er Jahre haben seine Theorien die Wirtschaftspolitik in den Industrieländern dominiert. Der britische Ökonom John Maynard Keynes forderte, dass der Staat in Krisenzeiten die Ausgaben erhöht, um so die Wirtschaft anzukurbeln.

Damit avancierte er zum Retter aus der weltweiten Depression der 1930er Jahre, und sein Werk fand als sozialer Unterbau Eingang in die Wirtschaftspolitik. Neben seiner Karriere als Ökonom war Keynes aber auch andernorts äußerst erfolgreich: Mit Spekulationsgeschäften verdiente der britische Ökonom an den Börsen Millionen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("F. A. Z.") unlängst berichtete.

Börsenkarriere mit 36 Jahren
Die Geschichte als erfolgreicher Kapitalanleger startete Keynes im Sommer 1919, als sich der 36-Jährige intensiv mit der Börse zu beschäftigen begann.

Anfangs dienten ihm Börsengeschäfte dazu, einen Lebenswandel zu finanzieren, zu dem seine Einnahmen als Dozent, Journalist und Buchautor nicht ausreichten. Später spekulierte er auch, um seine ökonomischen Theorien zu überprüfen.

Selbst die Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre schmälerte seinen Erfolg nicht. Ganz im Gegenteil: Als Keynes 1946 verstarb, hinterließ er ein Vermögen von umgerechnet 22 Millionen Euro.

Erste Geschäfte mit Devisen
Im August 1919 entschloss sich Keynes, mit einem überwiegend geliehenen Kapital von rund 5.000 Pfund (umgerechnet auf heutige Verhältnisse knapp 300.000 Euro) riskante Devisentermingeschäfte zu betreiben.

Auf der Grundlage seiner eigenen ökonomischen Analysen kaufte Keynes Dollar, norwegische und schwedische Kronen sowie indische Rupien. Auf der Gegenseite verkaufte er französische Franc, Gulden, Lira und Mark. Gemeinsam mit Geschäftspartnern spekulierte er auch mit Rohstoffen wie Baumwolle und Zucker. Gleichzeitig investierte er immer in Aktien.

"Diese Wetten machen mir Spaß"
Mit einem Vermögen von gut 7.800 Pfund stand Keynes Ende der 1920er Jahre jedoch nicht wesentlich besser da als zu Beginn des Jahrzehnts. Seine Spekulationen waren von stetigem Auf und Ab gekennzeichnet - Gewinn und Verlust hielten einander die Waage. Seinem Vater Neville schrieb er damals: "Gewinn oder Verlust - diese Wetten mit hohem Einsatz machen mir Spaß."

Große Zeit in den 1930er Jahren
Keynes' große Zeit als Kapitalanleger waren die 1930er Jahre, und das erscheint umso bemerkenswerter, als das die Zeit der Weltwirtschaftskrise war. Anstelle gesamtwirtschaftlicher Analysen beschloss er nun, Aktien als Ergebnis präziser Unternehmensanalysen zu kaufen und langfristig zu halten.

Sein neues Credo lautete: "Es gibt selten mehr als zwei oder drei Unternehmen, in die ich zu einem Zeitpunkt volles Vertrauen setze." Keynes widersetzte sich dem heute als Portfoliotheorie bekannten Vorgehen, in viele Unternehmen zu investieren, weil der Anleger dafür zu großes Wissen benötige.

Keynes beschäftigte sich täglich mindestens eine halbe Stunde mit der Börse. Er verachtete das Telefon als Ruhestörer; die einzigen Personen, mit denen er unablässig telefonierte, waren Makler in England und den USA.

Nicht mit dem Strom schwimmen
In der von ihm verfassten "General Theory" schreibt er, dass es an der Börse wie bei einem Schönheitswettbewerb zugehe: Es komme nicht auf den eigenen Favoriten an, sondern man müsse wissen, wer der Favorit der Mehrheit der Teilnehmer sei.

Keynes nutzte dieses Wissen nicht, um mit dem Strom zu schwimmen, sondern tat das genaue Gegenteil: "Die Kapitalanlage ist der eine Bereich im Leben, wo Sieg, Sicherheit und Erfolg immer der Minderheit gehören und nicht der Mehrheit. Wenn Sie jemanden finden, der Ihnen zustimmt, sollten Sie Ihre Meinung ändern."

Die Strategie der "gegenläufigen Meinung", sich also gegen die Mehrheitsmeinung an der Börse zu stellen, ist noch heute verbreitet.

Trotz Wirtschaftskrise erfolgreich
Der Kapitalanleger Keynes manövrierte mit dieser Strategie, wenn auch mit großen Schwankungen, durch die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg. Hatte sein Vermögen Ende 1929 nur 7.815 Pfund betragen, so erreichte es 1936 mit 506.522 Pfund seinen Höchststand.

In der anschließenden Börsenkrise brach der Depotwert dann bis auf rund 200.000 Pfund ein. Ende 1945 betrug sein Vermögen 411.238 Pfund, was, auf aktuelle Verhältnisse umgerechnet, rund 30 Millionen Dollar oder 22 Millionen Euro entsprechen würde. Ein Betrag, der überwiegend aus seinen Kapitalanlagen bestand.

Doch der Erfolg hatte seinen Preis, denn nach Ansicht seiner Frau trugen schwere Sorgen über sein Vermögen dazu bei, dass Keynes nach seinem Herzinfarkt im Jahre 1937 überaus lange brauchte, um sich zu erholen. Ganz der Alte wurde er angeblich nie mehr.

http://www.orf.at/090415-37291/index.html

  

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RE: John Maynard Keynes: An der Börse reich geworden
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 03.5.09 22:37)

Ja, das ist wenig bekannt - der Gottvater aller Sozialisten war einschlägig sehr erfolgreich tätig.
Ich schätze mal, Haider, Faymann, Bures & Co wissen es nicht...

  

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50 Tipps für sichere Renditen interessant
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 16.10.09 13:08)



Geldanlage: Neun Milliarden Euro hoch verz inste Spareinlagen reifen
bis Jahresende ab und suchen neue Chancen

Wer jetzt über freie Mittel verfügen will, bekommt deutlich weniger Zinsen als vor einem Jahr. FORMAT zeigt die besten Möglichkeiten für sicherheitsorientierte Anleger, um möglichst hohe Erträge zu erzielen.

Vor einem Jahr gab es für Anleger, die ihr Geld sicher arbeiten lassen wollten, paradiesische Zustände. Praktisch jede Bank offerierte fünf Prozent Zinsen für lediglich ein Jahr Bindung. Obendrein garantierte die Republik alle Sparguthaben in unbegrenzter Höhe. Wer jetzt in der Zeit rund um den Weltspartag in die Bank kommt, um das abgelaufene Guthaben neu anzulegen, muss sich mit deutlich weniger zufrieden geben. Für einjährige Bindungen bekommt man oft nur noch 1,5 Prozent.

Direkt betroffen sind etwa neun Milliarden gebundene Sparguthaben, die bis Jahresende frei verfügbar werden. Doch das ist noch lange nicht alles. Laut Günther Reisch, Produktleiter Einlagen und Versicherungen der Erste Bank, sind etwa 36 Prozent aller Sparguthaben täglich fällig. Bei insgesamt 153 Milliarden Euro Sparguthaben in Österreich sind also weitere 55 Milliarden ständig disponibel.

Für die Sparer gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man akzeptiert die Lage und versucht, sich wenigstens möglichst gute Konditionen zu sichern. Oder man begibt sich auf die Suche nach anderen Angeboten, bei denen es höhere Ertragschancen gibt, aber ein gewisses Risiko von Ertragsschwankungen in Kauf genommen werden muss. FORMAT zeigt insgesamt 50 Möglichkeiten auf, das Geld konservativ anzulegen und trotzdem möglichst hohe Erträge anzupeilen. Die Palette reicht von Zinsprodukten über Fondssparpläne bis hin zu Sachwerten wie Gold, Immobilien oder Kunst.

Diese bieten eine andere Art von Sicherheit als Sparbücher. Zwar kann man nicht auf den Euro genau vorausberechnen, um wie viel sich das Vermögen künftig vermehrt. Dafür bieten Sachwerte als Vorteil einen Schutz gegen einen Verlust der Kaufkraft bei einem Anstieg der Inflation. Angesichts der Tausenden Milliarden, die die Notenbanken und Staaten derzeit zur Stabilisierung der Wirtschaft in Umlauf gesetzt haben, wäre ein Anstieg der Inflation auf Sicht von zwei bis fünf Jahren durchaus denkbar.

Viele dieser Investments vereinen das Angenehme mit dem Nützlichen: Wer sich einen Alten Meister in die Wohnung hängt, kann sich jeden Tag daran erfreuen. Trotzdem bestehen erfahrungsgemäß gute Aussichten, dass sich derartige Investments zumindest wertstabil entwickeln.

Derzeit bekommen Sparer bei der easybank bis zu 2,1 Prozent für täglich fälliges Geld oder bis zu 3,6 Prozent für vier Jahre Bindung bei der Wiener Volksbank WSK. Das dortige Sparbuch hat obendrein den Vorteil, dass auch bei vorzeitiger Entnahme relativ viel gutgeschrieben wird. So bekommt man schon nach neun Monaten 1,6 Prozent. Übrigens sind die Topkonditionen besser, als es auf den ersten Blick erscheint. Weil sich die Inflation derzeit bei nahe null bewegt, bleibt Sparern unter dem Strich manchmal mehr übrig als vor einem Jahr, als die Teuerung viel höher war als jetzt. Susanne Höllinger, Leiterin des Private Bankings der Erste Bank: „Es sieht im Moment danach aus, dass längere Zeit keine Zinserhöhungen kommen. Ein Sparbuch mit zwei bis drei Jahren Bindung ist deshalb derzeit sicher nicht verkehrt.“

21. Physisches Gold als bewährtes Hausmittel gegen Inflation.

Der Goldpreis klettert seit Wochen nicht zuletzt wegen des schwachen Dollars nach oben. Aktuell kostet eine Feinunze rund 1.060 Dollar. Roland Öhler, Goldexperte der Sparkasse Oberösterreich: „Physisches Gold in Barren oder Münzen wird am Bankschalter in Euro abgerechnet. Daher sollte man immer den Wechselkurs von Euro zu Dollar beobachten.“ Gold ist, in Euro gerechnet, immer noch um rund zehn Prozent billiger als im Februar. Wer Gold kaufen will, zahlt aktuell für die eine Unze schwere Philharmonikermünze 748 Euro, der 1-Kilo-Barren kommt auf 23.365 Euro. Grundsätzlich gilt: Je schwerer der Barren, desto niedriger fallen die Spesen aus.

22. Golddepot ohne eigenen Tresor, aber mit schlanken Jahresspesen.

Eine günstige Alternative zum Einstieg in das Edelmetall liefert die an der Deutschen Börse gehandelte physisch hinterlegte Goldanlage Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0). Der Vorteil: Die laufenden Spesen sind mit jährlich 0,36 Prozent gering.

23. Mit langjährig bewährten Goldminen-Aktienfonds auf Renditejagd.

Der BlackRock World Gold Fund (ISIN LU0171305526) zählt seit Jahren zu den besten seiner Klasse. Das Aktiendepot der Fondsmanager Evy Hambro und Graham Birch stieg im laufenden Jahr um 44 Prozent im Wert, seit 2004 stehen jährlich plus 14 Prozent zu Buche.

24. Holz ist ein nachhaltiges Investment für Jahrzehnte.

Die Holzpreise schwanken zwar, weil immer wieder Unwetter für Windbruch und damit ein erhöhtes Angebot sorgen. Im langjährigen Schnitt sind aber die Preise für Wald relativ stabil. Eine Wertsteigerung von jährlich ein bis zwei Prozent durch den Holzzuwachs ist aber die Regel. Dazu kommt die Chance, den Forst für die Jagd zu nutzen.

25. Anleihen zum Schutz gegen steigende Inflation.

Der europäische Markt für inflationsgeschützte Anleihen umfasst bereits ein Volumen von 300 Milliarden Euro. Der Vorteil der Papiere: Die jeweilige Inflation schlägt sich direkt positiv im Ertrag nieder, die Kosten sind jedoch höher als bei herkömmlichen Staatsanleihen. Ein guter Fonds ist der Fidelity Global Inflation Bond (ISIN LU0353649279), der in den vergangenen zwölf Monaten 14,5 Prozent zulegte.

26. Variabel verzinste Anleihen als Schutz gegen steigende Zinsen.

Anleihen mit variablen Zinsen bieten einen indirekten Inflationsschutz. Der Raiffeisen Geldmarkt-Floater 2009 bis 2014 (ISINAT000B076328) orientiert sich am 12-Monats-Euribor. Es gibt aber auf jeden Fall einen Mindestkupon von drei Prozent.

27. Versicherungsprämien auf Jahreszahlung umstellen.

Bei vielen Polizzen muss man für Monatsraten bis zu fünf Prozent Unterjährigkeitszuschlag zahlen. Allerdings erspart man sich damit im Schnitt nur einen Zahlungsaufschub von einem halben Jahr. Dementsprechend beträgt der effektive Zinsgewinn, auf ein ganzes Jahr hochgerechnet, zehn Prozent – und das sogar KESt-frei. Das sind die sichersten Zinsen für Ihr Erspartes!

28. Investprämie für Einnahmen-Ausgaben-Rechner sichern.

Selbständige, dazu gehören auch viele Angestellte mit Nebenjob, können 2009 zehn Prozent des Gewinns steuerfrei stellen. Neben Investitionen werden auch einige Investments mit vierjähriger Behaltefrist anerkannt. Am einfachsten und spesengünstigsten ist Sparen bei http://www.bundesschatz.at Es gibt dort 2,31 Prozent Jahreszinsen. Der eigentliche Gewinn ist aber die Steuerersparnis von bis zu 50 Prozent. Achtung: Stichtag 31. Dezember.

29. Wohnbauanleihen mit doppeltem Steuervorteil.

Zinsen von Wohnbauanleihen sind bis zur Höhe von vier Prozent KESt-frei, außerdem ist der Kauf unter gewissen Voraussetzungen auch als Sonderausgabe anrechenbar. Beim Volksbank-Institut Immo-Bank bekommt man für eine Anleihe mit Kurs 101,70 und Laufzeit bis 2023 einen Kupon von 4,1 Prozent (ISIN AT000B086921).

30. Kurzlaufende Unternehmensanleihen mit hohen Zinsen.

Viele Unternehmensanleihen zahlen hohe Risikoaufschläge. Manfred Huber, Vorstand der Euram-Bank: „Auch bei relativ kurzen Laufzeiten gibt es hohe Zinsen.“ Die conwert-Anleihe mit Laufzeit bis Dezember 2011 hat einen Kupon von 4,375 Prozent. Bei einem Kurs von 98,6 liegt die Rendite bei 5,8 Prozent – und bei zwei Jahren Laufzeit ist das Risiko überschaubar.

31. Ergänzungskapital-Anleihen von Austro-Banken.

Geldinstitute suchen nach Eigenkapital und zahlen dafür besonders hohe Zinsen als Ausgleich für das erhöhte Risiko. So gibt es zum Beispiel bei der RLB OÖ eine Raiffeisen-Anlage Linz 09 Ergänzungskapital als Floater mit einer Mindestverzinsung von vier Prozent (ISIN AT0000A0F8X4).

40. Garantieprodukt mit Börsenchance in den BRIC-Staaten.

Die Raiffeisen Centrobank startet gerade mit dem Anlage-Zertifikat BRIC 2 (ISIN AT0000A0FHR8). Die Käufer sind bis November 2013 eins zu eins (Partizipation unlimitiert nach oben von 100 Prozent) am Börsenansteig der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China beteiligt. Dieses Länderquartett hat sich zur Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft entwickelt, auch die Börsenchancen sind dementsprechend groß. Haken: Die Kapitalgarantie zum Ende der Laufzeit beträgt nur 90 Prozent des Investments. Deshalb müssen am Schluss zumindest zehn Prozent Gesamtertrag erwirtschaftet werden, damit die Gewinnschwelle erreicht wird. Außerdem ist das Investment wie alle Garantieprodukte KESt-pflichtig.

45. US-Aktienfonds mit 80 Prozent Höchststandsgarantie.

Pioneer Funds Austria haben derzeit die Amerika Garantie 10/2016 im Angebot (AT0000A0EU21). Der Garantiefonds hat am Laufzeitende in sieben Jahren eine 100-prozentige Kapitalgarantie sowie eine 80-prozentige Höchststandsgarantie. Der Fonds teilt das Vermögen dynamisch zwischen Aktien und Euro-Anleihen auf. Die Amerika-Aktienquote bewegt sich zwischen 0 und 50 Prozent. Risiko: Falls die Börsen abstürzen, solange der Fonds in der Nähe des Startkurses notiert, kann die Aktienquote so weit reduziert werden, dass praktisch nur noch Anleihen im Fonds gehalten werden. Das heißt: Die Ertragschancen sind begrenzt, dafür bietet die Höchststandsgarantie einen Schutz, falls die Börsen sich erst gut entwickelt haben, aber kurz vor Ende der Laufzeit massiv verlieren.

46. Fortbildung als Investition in die eigene Zukunft.

Die höchsten Renditen kann langfristig die persönliche Weiterbildung einbringen. Gerade jetzt, wo es in vielen Unternehmen nur eine dünne Auftragsdecke gibt, besteht auch der zeitliche Spielraum für Sprachkurse oder ein MBA-Studium, das es auch in berufsbegleitender Form gibt. Wenn man die Fortbildung steuerlich optimiert, kann sich die Nettobelastung deutlich reduzieren. So kann man Ausgaben für die berufliche Fortbildung als Werbungskosten beim Fiskus geltend machen und so bis zu 50 Prozent der Kosten refundiert bekommen. Harald Oberleitner, Steuerberater in der Wiener Kanzlei Böck & Partner: „Wichtig ist ein klarer beruflicher Bezug. Man kann auch die Umschulung zu einer neuen Tätigkeit absetzen. Allerdings muss man gegenüber dem Finanzamt glaubhaft machen, dass man den neuen Beruf wirklich ausüben will.“ Noch besser ist es, falls der eigene Chef die Kosten trägt (vielleicht deshalb, weil der Arbeitnehmer auf eine Prämie verzichtet. Dann sind die Kosten Betriebsausgaben, zusätzlich winkt noch eine Bildungsprämie oder ein Bildungsfreibetrag.

47. Investitionen in geförderte deutsche Solaranlagen.

Mittels geschlossener Fonds kann man echte unternehmerische Beteiligungen mit allen Chancen und Risiken eingehen. Die Kapitalbindung ist sehr lange, dafür sind die Ertragschancen beträchtlich. Ein Beispiel ist die Chorus Clean-Tech Solar 2 KG. Der Fonds ist auf 20 Jahre angelegt, das Mindestinvestment beträgt 10.000 Euro. Dank einer Solarstrom-Förderung durch den deutschen Staat rechnet der Fondsemittent Chorus mit einer inneren Verzinsung von im Schnitt jährlich 8,1 Prozent (Infos unter http://www.CHORUS-Gruppe.de).

48. Beteiligung an einer Boeing 777 der Emirates-Airline.

Das renommierte deutsche Emissionshaus Dr. Peters bietet mit dem geschlossenen Flugzeugfonds 133 die Möglichkeit, sich zum Besitzer eines 163 Millionen teuren Fliegers aufzuschwingen – zumindest als Co-Eigner mit einem Mindestinvestment ab 50.000 Euro (Infos unter http://www.dr-peters.de). Voraussichtlich 16 Jahre profitieren die Fonds-Zeichner von den Leasingraten der Luftlinie Emirates. Eine offene Frage ist unter anderem die Höhe des Verkaufserlöses am Ende der Laufzeit. Im Visier sind jährliche, teilweise steuerbegünstigte Renditen von rund sieben Prozent pro Jahr. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko ist auch der Dollar-Kurs, da das Investment in US-Währung abgerechnet wird.

Deshalb sind solche Investments immer nur ein Teil im Anlagemix, bei dem zum Beispiel Gold das Dollar-Risiko ausgleichen kann und ein Sparbuch für die laufende Liquidität sorgt.

Von: C. Burger, M. Knapp, M. Kwauka, I. Krawarik, R. Winter


Quelle: Format vom 16.10.2009


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Gruß

  

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Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.11.09 13:13)



trend befragte sieben österreichische Private-Banker nach ihrer Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage und den daraus folgenden Anlageempfehlungen. Allein beim Cash-Anteil erstreckt sich die Bandbreite von knapp null bis 30 Prozent – finden Sie also heraus, was am besten zu Ihnen passt.

„Breite Diversifizierung“ Heinz Mayer, Vorstandsmitglied, Schoellerbank AG „Der zur Rettung der Banken – und damit der gesamten Wirtschaft – eingeschlagene Weg dürfte noch längere Zeit fortgesetzt werden“, meint Mayer, „andernfalls waren die in der Bevölkerung oft unpopulären Maßnahmen vergebliche Liebesmüh.“ Dementsprechend setzt er auf eine breite Diversifizierung – von einer Übergewichtung der Anleihen mittlerer Laufzeit über die Beimischung von Fremdwährungen und inflationsgeschützten Titeln bis hin zu fundamental soliden Aktien aus wenig zyklischen Branchen wie Basiskonsum und Gesundheit. Emerging Markets, die derzeit vor allem als Absatzmärkte attraktiv sind, sollten über günstig bewertete Unternehmen aus Industrienationen abgedeckt werden – nach dem zuletzt starken Aufschwung sind freilich jederzeit Zwischenkorrekturen möglich. Während der Geldmarkt noch über längere Zeit mit niedrigen Zinssätzen konfrontiert ist, sollten selektive Investments in Anleihen von Unternehmen und Banken beibehalten werden.

„Gedämpfte Stimmung“ Monika Jung, Direktor Private Banking, RCB. „Mit dem annualisierten Wachstum von 3,5 Prozent für das dritte Quartal 2009 wurde in den USA die Wende eingeleitet“, freut sie sich über das klar positive Signal nach dem drastischen Konjunkturabschwung in den vier Quartalen davor. Obwohl sie eine deutliche Erholung der Wirtschaft erwartet, rechnet sie in der ersten Phase nicht damit, dass rasch wieder das Ausgangsniveau erreicht wird, sondern mit einer vorübergehenden Seitwärtsentwicklung – ähnlich dem Bild eines umgedrehten Wurzelzeichens. Bereits im ersten Quartal 2010 könnte die Dynamik nachlassen und die Stimmung an den Märkten gedämpft werden, denn „die nachlaufenden hohen Arbeitslosenraten werden den privaten Konsum weiterhin belasten“.

„Beweis steht aus“ Wolfgang Traindl, Leiter Private Banking und Asset Management, Erste Bank. „Wir gehen von einem moderaten Wirtschaftswachstum und einer gemäßigten Inflation aus“, sagt der Erste-Mann – auch wenn die Börsen seit Monaten eindeutig steigende Unternehmensgewinne eingepreist hätten. „Deren tatsächliche Entwicklung steht als Beweis allerdings noch aus.“ Dementsprechend hoch ist der Cash-Anteil mit 25 Prozent: „Wir wollen in Korrekturphasen an den Börsen Gewehr bei Fuß stehen“, erklärt Traindl.

Zurückgenommen wurde zuletzt vor allem das Engagement in High-Yield- und Emerging-Markets-Bonds, da die mittlerweile geringe Zinsdifferenz zu klassischen Staatsanleihen das risikoreichere Engagement nicht rechtfertige. Auch Inflation-linked-Bonds zählen folgerichtig nicht zu seinen Favoriten. Großes hält er allerdings von österreichischen Immobilienaktien: „Mit einem Discount von nach wie vor 40 bis 50 Prozent zum Net Asset Value weisen vor allem CA Immo Anlagen, CA Immo International und Sparkassen Immo noch großes Kurspotenzial auf.“ Weiters empfiehlt Traindl den Best Garant Nachhaltigkeit II aus dem eigenen Haus: Hier winken eine jährliche Mindestverzinsung von 2,95 Prozent und die Chance auf einen jährlichen Bonus-Kupon von drei Prozent. Bei den Währungen setzt er auf Euro und Emerging Markets, meidet jedoch US-Dollar, Pfund Sterling und Yen.

„Positiv überrascht“ Friedrich Strasser, Vorstand und CIO, Bank Gutmann AG. In den USA stehen die Zeichen auf Wachstum, so Strasser: „Der Häusermarkt stabilisiert sich, die staatlichen Konjunkturprogramme zeigen Wirkung, und die Unternehmensgewinne überraschen positiv.“ Allerdings könnte das Auslaufen der Förderpakete das Bild wieder trüben. In Westeuropa seien die Probleme überhaupt nicht ausgestanden: „Die positiven Lohnabschlüsse 2008 und Förderungen haben den Konsum zwar heuer überraschend stabil gehalten, hier könnte aber demnächst Ernüchterung einkehren.“ Zudem leide der traditionelle Wachstumsmotor Export unter dem starken Euro. In Asien sei vor allem die Bewertung chinesischer Aktien dank des markanten Kursaufschwungs nicht mehr so attraktiv.

„Diskrepanz“ Henrik Herr, Leiter Private Banking Österreich, Credit Suisse. „Die Wachstumsraten volkswirtschaftlicher Größen wie Export oder Industrieproduktion lassen eindeutig auf eine V-förmige Erholung der Konjunktur schließen, die absoluten Niveaus liefern hingegen ein differenziertes Bild“, sagt Herr. Denn während Wachstumsländer wie China und Brasilien oder Industriestaaten wie Japan tatsächlich eine markante Verbesserung ihrer Daten aufweisen, fiel die Trendumkehr in den USA und einigen europäischen Ländern gedämpfter aus. Diese Diskrepanz sollte in den kommenden Quartalen anhalten, da die USA und Europa mit den Folgen der Finanzkrise und strukturellen Herausforderungen wie Schuldenabbau zu kämpfen hätten. Da die Fiskalpakete aber noch weit ins nächste Jahr stimulierend wirken und die Zinsen noch für geraume Zeit tief bleiben dürften, sei ein erneuter Einbruch (W-Szenario) unwahrscheinlich.

„Ermutigende Signale“ Werner Zenz, Mitglied des Vorstands, Bankhaus Carl Spängler & Co. AG. „Ob sich die wirtschaftliche Erholung in einer V- oder einer W-Form vollzieht, hängt sehr stark von der weiteren Geld- und Fiskalpolitik beziehungsweise von den staatlichen Hilfspaketen ab“, erklärt Zenz. Je länger sich die aktuell expansive Politik in die Zukunft erstrecke, desto wahrscheinlicher sei auch eine V-förmige Erholung. Entsprechende Signale der internationalen Notenbanken und Regierungen seien durchaus ermutigend, wie man etwa an der geplanten Steuerpolitik in Deutschland oder den letzten Äußerungen der US-Notenbank ablesen könne. Daher sei eine konjunkturelle Entwicklung in V-Form bis zur Jahresmitte 2010 ebenso wahrscheinlich wie die Annahme, dass diese dann von einer Phase mit unterdurchschnittlichem Wachstum abgelöst wird. An ein neuerliches Abgleiten in eine Rezession (W-Form) glaubt Zenz nicht.

„Korrektur erwartet“ Christian Nemeth, Chief Investment Officer, Bank Sal. Oppenheim. „Ohne Stimulus durch den privaten Konsum ist ein selbsttragender Aufschwung nicht möglich, zumal die hohen Staatsverschuldungen nicht auf Dauer weitergeführt werden können“, sagt Nemeth. Deshalb sei die zukünftige Situation auf dem Arbeitsmarkt maßgeblich für den weiteren Konjunkturverlauf. Aus heutiger Sicht rechnet er für 2010 mit einem leichten Konsumanstieg, der durch anziehende Nachfrage aus den Schwellenländern unterstützt wird – also einem moderaten Wirtschaftswachstum. Einen nochmaligen Rückfall in die Rezession mag Nemeth allerdings nicht gänzlich ausschließen. Angesichts der starken Kursanstiege in allen Risikoklassen, die eine Korrektur – sprich Bereinigung der überkauften Lage – erwarten lassen, empfiehlt er konservativen Anlegern Zurückhaltung – auch „auf die Gefahr hin, etwas zu verpassen“. Risikofreudige Anleger könnten hingegen den liquiditätsgetriebenen Aufwärtstrend weiter ausreizen.


Quelle: Trend vom 1.12.09


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So überbrücken Sie das Zinstal
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.1.10 09:52)


Bei den Sparzinsen gibt es derzeit wenig zu lachen. Hoffnung auf mehr besteht allerdings ab Mitte 2010. GEWINN gibt Tipps, wo man bis dahin sein Geld parken sollte.

Bis Mitte 2010 werden die Zinsen annähernd gleich bleiben, weder große Bewegungen nach oben noch nach unten", erklärt Günther Rausch, Leiter Produktmanagement von Einlagen und Versicherungen bei der Erste Bank. Erst in der zweiten Hälfte 2010 prognostiziert Rausch vage einen Aufwärtstrend, will aber keine konkreten Zahlen nennen. Bis dahin wird es nur zu kleinen "Seitwärtsbewegungen" kommen, also minimale Auf- und-ab-Schwankungen. Diese Einschätzung wird auch vonseiten der UniCredit Group bestätigt.

Derzeit liegt zwar der Leitzins der Europäischen Zentralbank bei einem Prozent, jedoch wird dieser im Laufe des Jahres 2010 vermutlich angehoben werden. Die BAWAG PSK schätzt ihn auf 1,25 Prozent ab September 2010. Infolgedessen kann man auch mit einem Anstieg des Drei-Monats-EURIBOR von aktuell 0,72 Prozent auf mögliche 1,3 Prozent gegen Ende 2010 rechnen. Laut der Zinsmeinung der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien wird bereits ab Ende Juni 2010 ein Anstieg auf 1,15 Prozent erwartet.

Das Resümee aus den Expertenprognosen:
Erst ab Mitte bis Ende nächsten Jahres darf man damit rechnen, dass es für längere Zinsbindungen wieder ordentliche Zinsen gibt.

Highlights der Sparszene
Wie sieht die Lage aktuell aus? In Sachen Kapitalsparen liegt bei einjähriger Bindung ("Termineinlage") der Zinssatz bei der Autobank bei 2,07 Prozent, gefolgt von bankdirekt.at, DenizBank und VakifBank mit je zwei Prozent. Auch bei längeren Bindungen finden sich drei davon im Spitzenfeld. So kann man bei zwei Jahren Laufzeit bei der DenizBank 2,625 Prozent p. a. erwarten, hingegen bei Großbanken wie der Erste Bank oder BAWAG PSK nur zwei Prozent.

Bei Bindungen von drei und vier Jahren stellt sich autobank.at vor alle anderen:
3,27 und 3,47 Prozent im Vergleich zu 2,875 und drei Prozent bei der DenizBank an zweiter Stelle. Die Volksbank Wien gewährt als bestbietende Großbank für drei Jahre bestenfalls 2,58 und für vier Jahre 2,75 Prozent. Alle aktuellen Fixzinsen im Bereich von zwei Prozent aufwärts entnehmen Sie bitte der Tabelle "Die besten Fixzinsangebote" auf Seite 56!

Direktbanken zum Zwischenparken
Für täglich fälliges Kapital haben die Direktbanken klar die Nase vorn. Platzhirsch ING DiBa und easybank.at bieten zwei Prozent, dicht gefolgt von livebank.at mit 1,875 Prozent und bankdirekt.at mit 1,8 Prozent. Ein neuer, kleiner Unbekannter ist jedoch derzeit Bestbietender: unter sparendirekt.at bietet die Kremser Bank, ein Mitglied der Sparkassen, ein täglich fälliges Direktsparkonto mit derzeit 2,02 Prozent.

Wer sein Kapital also vorerst nicht binden will und auf die Bewegungen ab Mitte nächsten Jahres warten möchte, ist mit solch einem Direktkonto gut bedient, denn es kann sich durchaus mit kurzlaufenden Kapitalsparbüchern messen.

Täglich fällige Sparformen geben abseits der Direktbanken viel weniger her - etwa 1,125 Prozent bei der VakifBank oder gar 0,125 bei der Bank Austria.

Neuer Trend: Stufenzinsen
Vier oder gar sechs Prozent Zinsen klingen sehr verlockend, und so werben in den letzten Jahren Banken gerne mit sogenannten "Stufenzinsen".

So verlockend das Angebot auf den ersten Blick aussieht, so eigenartig präsentiert es sich allerdings im Detail. Sogenannte Stufenzinssparbücher bieten derzeit etwa die Bank Austria als Online-Sparform: 4,4 Prozent für 20 Monate ("ErfolgKapital fix"), doch Achtung: Diese hohen Zinsen greifen nur im letzten Monat. Davor geht es gestaffelt von 0,125 mühsam Monat für Monat bergauf. Unterm Strich kommt ein Duchschnittszinssatz von rund 1,65 Prozent p. a. heraus. Im Vergleich zu zweijährigen Kapitalsparbüchern, wo etwa die DenizBank schon 2,625 Prozent (1.000 Euro Mindesteinlage) gibt, eine matte Sache.

Auch bei noch längeren Laufzeiten rentiert sich das Stufenzinssystem kaum. Das Wachstums-Kapitalsparbuch der BKS Bank zum Beispiel bringt im Schnitt drei Prozent für vier Jahre Laufzeit. Ein Produkt gleicher Laufzeit bei autobank.at ("Termineinlage") kommt immerhin auf 3,47 Prozent. Aber worin liegt der eigentliche Sinn dieser Sparprodukte? "Kunden werden durch die hohen Zinsen gegen Ende der Laufzeit vom frühzeitigen Ausstieg aus dem Buch abgehalten", bringt es Susanne Rath, Produktmanagerin für Anlageprodukte bei der BAWAG PSK - wo man mit dem TopzinsSparbuch selbst ein Stufenzinsprodukt im Portfolio hat -, auf den Punkt. "Bei Kapitalsparbüchern mit hoher Verzinsung von Anfang an fällt der Ausstieg leichter."

Kurz gesagt:
Stufenzinssparbücher bringen der Bank Vorteile, jedoch nicht unbedingt dem Kunden. Die Erste Bank offeriert zwar keine klassischen Stufenzinssparbücher, dafür bietet sie gestaffelte Zinsen für bestehende Kunden an - in je mehr Bereichen der Bank man etwas veranlagt hat, desto höher die Zinsstufe. Erste-Bank-Kunden sollten also nachfragen!

Kombiprodukte - ein Mix für mehr Zinsen
Sogenannte Kombiprodukte sind Kapitalsparbücher, gekoppelt mit einer gleichzeitigen Veranlagung in Wertpapiere. Dem Kunden wird so der Einstieg in Wertpapiere mit verhältnismäßig hochverzinsten Kapitalsparbüchern versüßt. Prinzipiell kein schlechtes Angebot, wenn man sich jedoch dem Risiko einer Wertpapierveranlagung im Vergleich zum klassischen Kapitalsparbuch bewusst ist. Die BAWAG PSK bietet etwa vier Prozent auf sechs Monate ("AnlageDuett" www.bawagpsk.com), wenn man mindestens die Hälfte der Einlage in das ATX-Zertifikat "ATX Garant II" oder einen anderen hauseigenen Fonds veranlagt. Die Mindesteinlage für dieses Produkt liegt bei 5.000 Euro.

Wichtig für Wertpapierneulinge:
Zwar läuft die fixverzinste Kapitalspareinlage stets nur kurz - zwischen sechs Monaten bei BAWAG PSK und Volksbank Wien und bis zu drei Jahren bei der angeschlagenen Hypo Group Alpe-Adria -, für annehmbare Renditen im Fondsbereich muss aber schon eine mehrjährige Laufzeit eingeplant werden. Der ATX Garant II (ISIN: AT0000 A0FNZ9) im Rahmen des BAWAG PSK "Anlageduetts" hat beispielsweise eine Laufzeit von sechs Jahren, der Kunde kann bis maximal sieben Prozent Rendite bekommen - diese dafür aber mit 100 Prozent Kapitalgarantie.

In den meisten Fällen muss der Wertpapieranteil mindestens die Hälfte der gesamten Veranlagung in dieses Kombiprodukt ausmachen - mehr ist immer möglich.

Eine Ausnahme bildet da die DenizBank, denn der Investmentanteil in den Dexia Equities L Europe C Fonds (ISIN: LU0027144939), ein Aktienfonds mit Titeln europäischer Unternehmen, muss lediglich ein Drittel der Gesamtanlagesumme ausmachen. Mehr dazu siehe Tabelle "Aktuelle Kombiprodukte"!

Bei anderen Instituten, zum Beispiel Erste Bank, Volksbank oder Hypo Alpe-Adria, ist das Wertpapier frei wählbar - allerdings muss es sich um Papiere des jeweiligen Instituts handeln.

Bei der Volksbank werden an das gewählte Produkt dann die Laufzeit und der Zinssatz für den Sparanteil angepasst. Die Bank Austria und Raiffeisenbank bieten keine Kombiprodukte an.

Trotzdem ist unterm Strich dringend zu empfehlen: Bloß wegen der guten Sparzinsen alleine (die noch dazu meist nur für kurze Laufzeiten vorab garantiert werden) sollte man sich nicht irgendeinen Fonds einhandeln. Bevor Sie sich für eine Kombi-Lösung entscheiden, sollten Sie sich die zur Auswahl stehenden Investmentprodukte genauer ansehen!

Auch Online-Broker vorne dabei
Wer Online-Broker bisher nur zum Traden nutzt, sollte dennoch ihre Sparangebote nicht außer Acht lassen. Denn seit die Börsenzeiten weniger rosig sind, werben die Broker mit recht attraktiven Sparangeboten, damit bei ihnen Geld deponiert wird. Direktanlage.at spendiert derzeit für Neukunden fixe zwei Prozent für fünf Monate für ein täglich fälliges Sparbuch zwischen 3.000 und 20.000 Euro. Wer gleichzeitig 5.000 Euro auf ein Depot überträgt, kommt in den Genuss von 2,5 Prozent auf das Sparbuch.

Bankdirekt.at offeriert derzeit zwei Prozent für ein Jahr fixierte Summen, bei fünf Jahren wären es schon drei Prozent. Nicht unter den Tisch zu kehren ist das täglich fällige Extrakonto mit variablen, aber derzeit 1,8 Prozent Zinsen. Alle Sparprodukte von bankdirekt.at sind kostenlos und setzten kein Wertpapierdepot voraus.

Gute und schlechte Alternativen
Bundesschätze (www.bundesschatz.at) erweisen sich derzeit im Zinsenspektrum keinesfalls als Schatz, denn bei zwölfmonatigen Scheinen liegt die Verzinsung bei lediglich 0,8 Prozent (dafür haftet hier die Republik).

Erst ab vier Jahren bekommt man 2,25 Prozent sowie 4,2 Prozent auf zehn Jahre.

Eine prozentstärkere Alternative zum herkömmlichen Sparen stellt schließlich noch sparanlage.at. Die SPAR Österreichische Warenhandels AG bietet kurzfristige Unternehmensanleihen, sogenannte Commercial Papers, zu fixen Zinssätzen an. So findet man hier 2,5 Prozent für ein Jahr Anleihenlaufzeit, 3,15 Prozent für zwei Jahre und immerhin 3,4 Prozent für drei Jahre.

Nachteil:
Dabei handelt es sich um keine gesicherten Spareinlagen, wie es bei Kapitalsparbüchern der Fall ist, sondern um Anleihen bzw. Schuldverschreibungen mit entsprechendem Emittentenrisiko.


Quelle: Gewinn vom 1.1.010


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Die besten Tipps der Top-Analysten für die Finanz-Märkte 2010
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 22.1.10 09:37)


Die Gewinne liegen 2010 zwar nicht auf der Straße. Doch auf nahezu allen Finanzmärkten gibt es auch heuer attraktive Investmentchancen. Um sich nicht nur auf die Einschätzungen und Tipps nur eines einzigen Analysten zu verlassen, haben wir die Meinungen von insgesamt 17 Spezialisten eingeholt, jeder ein Experte auf seinem Markt bzw. in seinem Gebiet. Anbei der TOP-GEWINN-Wegweiser bzw. ein komprimierter Überblick, wohin es mit den wichtigsten Währungen, Geldmarkt-, Anleihen-, Aktien-, Immobilien- und Rohstoffmärkten 2010 gehen könnte.

Euro 2010:

"Schmerzgrenze liegt bei 1,56 Euro"
Für Währungsexpertin Uta Pock ist die Euro-Abwertung aufgrund der Bonitätsprobleme Griechenlands noch kein Beinbruch. "Man kann dem auch Positives abgewinnen: Ein zu starker Euro ist eine der Gefahren, die den zarten Aufschwung zerstören könnten." Die Schmerzgrenze für die deutsche Industrie liegt laut Berechnungen bei 1,56 Dollar je Euro. Für die gesamte Euro-Zone müsste man diesen Wert vermutlich noch tiefer ansetzen. Eine starke Euro-Abwertung und eine beginnende Dollar-Renaissance sieht sie ohnehin nicht: "Aber die stark steigenden Staatsverschuldungen - in den USA liegt sie heuer bei zehn Prozent, in der Euro-Zone bei sechs bis sieben Prozent - werden generell zu mehr Volatilität bei Währungen führen." Pocks Prognose für den Euro-Dollar-Kurs für Ende 2010 liegt weiterhin bei 1,43. Sie geht davon aus, dass die FED noch vor der EZB die Zinsen auf etwa ein Prozent erhöhen wird. Gegen Jahresende könnten dann die Europäer nachziehen.

Steigen die Zinsen in den USA, könnte der Yen als Finanzierungswährung wieder interessanter werden. Pock glaubt, dass die japanische Währung ab dem zweiten Halbjahr gegenüber Euro und Dollar verliert. Den Schweizer Franken sieht Pock hingegen relativ unverändert rund um 1,50. Bei den Ostwährungen würden Polnischer Zloty und Tschechische Krone ein moderates Aufwärtspotenzial von rund fünf Prozent besitzen.

Noch kein Thema ist zumindest 2010 die Inflation. Für die Euro-Zone geht sie von unter einem Prozent aus.

Ostwährungen 2010:

"Ostwährungen mit Aufwärtspotenzial"
Bei den Ostwährungen ist Rainer Singer sehr optimistisch: "Hervorheben möchte ich den Polnischen Zloty mit gut zehn Prozent Aufwertungspotenzial gegenüber dem Euro bis Jahresende. Auch Tschechische Krone (knapp zehn Prozent) und Forint (drei bis fünf Prozent) haben noch Luft nach oben." Und das nicht, weil der Euro schwächelt. Singer sieht nämlich keinen Grund, die Prognose für den Euro wegen der griechischen Budgettragödie zu ändern: "Da muss man die Kirche im Dorf lassen. Das Defizit der USA ist ähnlich hoch." Für Mitte 2010 geht er weiter von einem Euro-Kurs von 1,55 Dollar aus. Erst im zweiten Halbjahr könnte der Dollar etwas stärker werden, glaubt Singer, da der Zinsunterschied zwischen den USA und der Euro-Zone voraussichtlich kleiner wird. "Eine Zinserhöhung der US-Notenbank FED sehe ich aber frühestens im dritten Quartal. Diese wird eher langsam passieren. 0,75 Prozent Ende 2010 sind realistisch. Die EZB wird vermutlich erst im vierten Quartal folgen." Mit Ausnahme von Australien sieht Singer 2010 als ein Jahr der weiterhin sehr niedrigen Zinsen in den entwickelten Volkswirtschaften. Niedrig schätzt er auch die Inflationsgefahr ein.

Einig ist sich Singer mit vielen Experten über den Schweizer Franken, der sich weiter um die 1,50 zum Euro bewegen sollte, "auch wenn die Schweizer Notenbank im Dezember überraschenderweise nicht mehr so aggressiv interveniert hat". Deutlich schwieriger ist eine Prognose des Yen. Singer tippt eher auf eine leichte Abschwächung gegenüber dem Euro.

Renminbi & Won 2010:

"Attraktive Schwellenländerwährungen"
Für den Schroders-Währungsexperten Clive Dennis birgt das Ausmaß der Verschuldung der USA ernsthafte langfristige Gefahren für die Stärke des US-Dollar, dafür einige spannende Anlagemöglichkeiten, die sich vor allem bei den Währungen der Schwellenländer ergeben. Die Schnelligkeit des Ansturms auf diese Währungen hat einige Länder dazu veranlasst, eine Art Kapitalkontrolle einzurichten, um sich vor weiteren Aufwertungen zu schützen. So haben die brasilianischen Behörden beispielsweise eine Steuer von zwei Prozent auf alle ausländischen Portfolioinvestitionen erhoben, um das Tempo der realen Aufwertung zu drosseln. Danach waren ähnliche Schritte in der Türkei und Taiwan im Gespräch.

China habe sich in Riesenschritten vom Abschwung erholt. Clive Dennis erwartet, dass sich diese Entwicklung fortsetzt, wenn auch deutlich langsamer. Unklar sei, wie Chinas Strategie für den Renminbi in Zukunft aussehen wird, das Land wird sich aber dem überwältigenden Aufwertungsdruck schließlich beugen müssen. "Der Aufwertungsdruck auf die asiatischen Währungen - darunter der koreanische Won, die indische Rupie und der malaysische Ringgit - scheint weiter anzuhalten."

Die hohen Währungsschwankungen dieses Jahres werden uns zunächst erhalten bleiben. Unserer Ansicht nach dürfte sich dieser Trend noch verstärken, denn die Regierungen weltweit haben mit dem Problem zu kämpfen, wie sie die in der Krise begonnene Geld- und Fiskalpolitik wieder zurückfahren können.

Geldmarkt:

"Geldmarktfonds bringen heuer wenig"
"Die schmerzhaften Folgen des wirtschaftlichen Einbruchs werden nachwirken - Stichwort hohe Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. Die Europäische Zentralbank wird zwar jene unkonventionellen Maßnahmen, die sie während der Finanzkrise ergriffen hat, in diesem Jahr langsam auslaufen lassen. Aber der Markt ist mit sehr großer Liquidität versorgt, weshalb man in den nächsten zwölf Monaten nur von einem sehr mäßigen Anstieg der Geldmarktzinsen ausgehen kann. Und der Anstieg ist eher auf leicht steigende Risikoprämien als auf Maßnahmen der EZB zurückzuführen. So haben mit der Schuldenkrise Dubais auch die Sorgen um die Staatsfinanzen im Euro-Raum zugenommen. Die Risikoprämien für die Peripherie-Staaten der EuroZone sind deutlich gestiegen.

Mit weiteren, starken Anstiegen ist nicht zu rechnen, die höheren Kreditausfallsraten in Europa sind großteils eingepreist und die Staaten wollen systemrelevante Banken notfalls unterstützen.

Wir gehen von einer sich leicht verflachenden Zinskurve für Geldmarktzinsen aus. Die Seitwärtsbewegung der Renditen über die gesamte Zinsstrukturkurve hält an.

Angesichts des niedrigen Umfeldes dürfen sich Anleger von einem durchschnittlichen Geldmarktfonds nicht mehr als rund 1,0 bis 1,2 Prozent Rendite für das Jahr 2010 erwarten. Geldmarktnahe Fonds, die auch in Papiere mit Laufzeiten über ein Jahr investieren, bringen ein etwas höheres Renditepotenzial mit sich, das für 2010 etwa bei 1,75 bis 2,0 Prozent liegen wird."

Unternehmensanleihen 2010:

"Gute Bonität bleibt attraktiv"
"Rückblickend kann man 2009 durchaus als Rentenjahr bezeichnen. Die Rückkehr der Risikofreude sorgte dann für enorme Rückgänge der Risikoaufschläge, welche sich bis in den Bereich der Hochzinsanleihen bemerkbar machten. Attraktiv gepreiste Neuemissionen, insbesondere bei den Unternehmensanleihen, sorgten für einen massiven Zulauf. Eines der vielen Beispiele ist Dong Energy, ein dänisches Energieunternehmen, welches Ende April Bonds begeben hat. Die Rendite zum Emissionszeitpunkt betrug 4,6 Prozent, während eine vergleichbare fünfjährige deutsche Bundesanleihe 2,2 Prozent einbrachte. Aktuell steht dieselbe Anleihe bei einer Rendite von, nur noch 3,2 Prozent, was verdeutlicht, wie wichtig es war und auch weiterhin sein wird, rasch zu reagieren, um die Chancen auf dem Primärmarkt wahrnehmen zu können. Weitere bekanntere Namen in unseren Fonds sind z. B. E.ON, Shell, Procter & Gamble oder BASF. Auch 2010 sind Neuemissionen im Investment-Grade-Bereich attraktiv. Zwar werden die Risikoaufschläge nicht mehr so üppig sein wie 2009, dennoch wird ein, Pick-up zu Staatsanleihen bleiben. Zusätzlich mischen wir Hochzinsanleihen den Portfolios bei. Was unseren allgemeinen Ausblick betrifft, so halten wir vorerst noch an unserer Duration-Neutral-Gewichtung fest (keine Veränderung der Laufzeitdauer). Zwar wird die Europäische Zentralbank im ersten Halbjahr 2010 beginnen, die expansive Geldpolitik zurückzufahren, an der Zinsschraube wird man wohl erst im vierten Quartal drehen."

Wandelanleihen 2010:

"Bietet Vorteile von Aktien und Anleihen"
"Nach den vor allem für Wandelanleihen dramatischen Verlusten im Jahr 2008 haben sich die Kurse der Papiere dank steigender Aktienmärkte, sich einengender Risikoaufschläge für Anleihen sowie steigender Nachfrage auch von Investoren aus dem Anleihenbereich im Jahr 2009 wieder normalisiert. Das neue Jahr stellt den risikobewussten Investor wiederum vor einige Herausforderungen. Teilweise stark steigende Staatsverschuldung zur Rettung der Kapitalmärkte und zur Ankurbelung der darniederliegenden Volkswirtschaften sowie Ängste um die Bonität einzelner Staaten wie Griechenland oder Spanien lassen Staatsanleihen als alles andere als den sicheren Hafen erscheinen, für den sie lange Zeit galten. Dazu gesellen sich Unsicherheiten bezüglich Inflation und dem Verhalten der Zentralbanken bei der Bekämpfung derselben. Die Unternehmen hingegen haben das Jahr genützt, um Kosten und Kapazitäten anzupassen und erwarten von diesem niedrigen Niveau aus eine positive Entwicklung.

Tipp:
Dass die Unternehmensanleihen jedoch auch im Jahr 2010 eine ähnlich positive Performance hinlegen wie 2009 steht nicht zu erwarten. Der Investor blickt volatilen Zeiten entgegen. Hier bedarf es Instrumenten und Strategien, die von der Sicherheit der Anleihen und der Chance der Aktienmärkte profitieren können. Die Wandelanleihe als Hybridprodukt aus Anleihe und Option ermöglicht es dem Investor, unter Wahrung der Vorteile einer Anleihe wie Kupon und Tilgung an steigenden Aktienmärkten zu partizipieren."

Österreich-Aktien 2010:

"ATX: 3.000 Punkte als Jahresziel"
Nach der Aufholjagd 2009 samt internationaler Topperformance (plus 40 Prozent) müssen sich Anleger im ATX 2010 wohl mit kleineren Renditen zufrieden geben, prognostiziert Günther Artner, Österreich- und Osteuropa-Aktienexperte der Erste Bank. Auf Jahressicht sieht er den ATX bei 2.750 bis 3.100 Punkten, einen starken Absturz unter 2.000 Punkte hält er für unwahrscheinlich. Die Zeit der massiven Unterbewertungen sei vorerst vorbei und wieder auf einem neutralen Niveau, das KGV bewege sich um den historischen Schnitt von 12,8, so Artner.

Allerdings gehen die Konsensschätzungen der Analysten von einem Gewinnwachstum der Unternehmen von über 30 Prozent für 2010 und 2011 aus. Den starken Anstieg im Vergleich zu 2009 trotz weiter verhaltener Konjunktur erklärt Artner vor allem mit den greifenden Restrukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen, 2011 müsste die Wirtschaft dann aber tatsächlich anspringen. Das KGV könnte mittelfristig wieder unter dem Schnitt liegen, das gibt dann wieder Aufwärtspotenzial.

Freilich gibt es für Artner schon jetzt attraktive Werte, etwa die OMV, die über eine solide Kapitalausstattung verfüge, aber auch die voestalpine. Interessante Wachstumswerte sieht er in Intercell, Kapsch TrafficCom (Weltmarktführer bei Mautsystemen) und dem Wassertechnologieunternehmen BWT. Bei den Zyklikern favorisiert er RHI, Vienna Insurance Group und Semperit. Als Produzent von Einweghandschuhen könnten sie von der Schweinegrippe profitieren.

Europa-Aktien 2010:

"Starker Anstieg der Gewinne erwartet"
In Europa sind die Unternehmensgewinne zuletzt mit einem Rückgang von mehr als 90 Prozent ähnlich stark gefallen wie im Bären-Markt 2000 bis 2003. Sie beginnen aber wieder Boden gutzumachen. Der Anstieg der europäischen Aktien vom Tiefststand am 9. März 2009 (gemessen am Bloomberg-500-Index) betrug rund 60 Prozent! Die akutelle Bewertung der Aktien, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis, liegt bei rund 68. Auf Basis der Schätzungen für die nächsten zwölf Monate sollte dieses auf 16,5 zurückgehen. Dies würde einen Anstieg der Gewinne um mehr als 800 Prozent bedeuten.

Unter der Annahme, dass die Gewinne in den nächsten Jahren die Höchststände vom Jahr 2007/2008 erreichen und die KGVs auf den historischen Mittelwert von zwölf fallen, wären in den nächsten fünf bis zehn Jahren überdurchschnittliche Erträge mit europäischen Aktien zu erzielen. Fondsmanager Josef Stadler setzt im von Kathrein & Co verwalteten European Equity Fonds (ISIN: AT0000779756) aktuell vor allem auf die Sektoren Auto & Zubehör, Bau- und Baustoffe, Medien und Technologie. Der Bankensektor ist neutral gewichtet, und größere Untergewichtungen gibt es in den Sektoren Nahrungsmittel und Energieversorger. Die größten Übergewichtungen zur Benchmark (FT-Europe-TR-Index) auf Einzeltitelbasis hat der Fonds bei dem spanischen Telefonriesen Telefonica und beim Öl- und Gasexplorationsunternehmen Cairn Energy Plc mit einer erfolgversprechenden Bohrinsel in Grönland.

Osteuropa-Aktien 2010:

"Keine Rezession mehr in Osteuropa"
"In Osteuropa muss man zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung an den Börsen unterscheiden. Die beiden verlaufen nicht immer 1:1", sagt Stefan Maxian, Osteuropa-Experte der Raiffeisen Centrobank. Die meisten Börsen - mit Ausnahme von Polen - würden von wenigen großen Werten dominiert, die noch dazu oft nur bedingt vom Heimmarkt beeinflusst seien, so Maxian. Ein Beispiel: Der Mineralölkonzern MOL, dessen Kurs eher vom Rohölpreis als von der krisengeplagten ungarischen Wirtschaft abhänge.

Was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft, ist Maxian vorsichtig optimistisch: "Wir gehen von einer langsamen Erholung in allen von uns beobachteten Ländern aus (Anm.: das Baltikum zählt nicht dazu), das heißt keine Rezession mehr." Allerdings würde Osteuropa weiter unter dem möglichen Potenzial wachsen. "In Ungarn ist die Lage noch problematisch. Der voraussichtliche Wahlsieger Fidesz hat angekündigt, Sparpakete rückgängig zu machen, und die Banken sind bei der Kreditvergabe noch zurückhaltend (optimistischer für Ungarn ist BlackRock-Experte Sam Vecht, S. 34).

"In Tschechien und der Slowakei läuft es dank der Autoexporte besser als erwartet. Auch in Russland sieht es relativ gut aus", meint Maxian. Den russischen Aktienmarkt schätzt Maxian als stabil ein - vorausgesetzt, der Ölpreis steigt wie prognostiziert (Ende 2010 bei 87 US-Dollar). 50 Prozent der Moskauer Börse sind von der Öl- und Gaspreisentwicklung abhängig. Maxians Top-Pick für Russland ist Gazprom.

US-Aktien 2010:

"US-Technologie und Öltitel attraktiv"
"Wir gehen zumindest für den Jahresanfang 2010 von positiven Aktienmärkten aus, das gilt auch für den US-Markt. Zwar könnte es zu Rückschlägen kommen, wenn die US-Notenbank beginnt, laut über eine Exit-Strategie nachzudenken oder auch sobald die Konjunkturerholung erste Ermüdungserscheinungen zeigt.

2010 ist in den USA wieder ein Wahljahr (mid-term elections), Obama muss versuchen, die demokratische Mehrheit im Kongress zu verteidigen. Eventuell wird er versuchen, ein zweites Konjunkturprogramm durchzubringen, was angesichts der hohen Verschuldung der USA nicht leicht sein wird.

Wir glauben, dass die US-Unternehmen ab dem vierten Quartal 2009 zu einem positiven Gewinnwachstum zurückfinden werden und dass dieser Trend auch 2010 anhält. Im Konsensus werden für nächstes Jahr in den USA rund 20 Prozent Gewinnwachstum erwartet.

Bei den Sektoren gefällt uns Öl und Technologie. Letzterer sollte von der "jobless recovery" profitieren: Die Firmen versuchen, möglichst lange keine neuen Arbeitskräfte einzustellen und machen das durch mehr Technologieeinsatz wett.

Auch glauben wir, dass der Ölpreis mittelfristig steigen wird, und zwar aufgrund des star-ken Wachstums in den Schwellenländern.

Der Top-Pick bei Technologiewerten: IBM, da die Ergebnisse über den Erwartungen liegen und der langfristige Auftragsstand gestiegen ist.

Der Top-Pick bei Ölaktien: Chevron wegen seiner starken Präsenz in Asien und der Ausweitung der Fördermenge um sechs Prozent, das ist deutlich mehr als bei den meisten Mitbewerbern."

Asien 2010:

"Asien im Portfolio übergewichten"
"Asien bleibt auch 2010 die Region mit dem stärksten Wirtschaftswachstum und verdient ein "Übergewichten" im Portfolio. Aufgrund der teils schon recht fairen Bewertung wird es heuer nicht die Performance à la 2009 geben, auch die Kursschwankungen werden steigen. Regional bleibt China interessant, jedoch könnten Zinserhöhungen Bankenwerte belasten, während Konsumtitel noch günstig sind. Bei einer weltweit lockeren Geldpolitik der Notenbanken bleibt die Gefahr einer Blasenbildung vor allem bei "A-Aktien" (in Shanghai und Shenzen in lokaler Währung gehandelt) und Immobilien in China eine Herausforderung.

Japan ist wohl der, Geheimfavorit 2010: Viele exportorientierte Aktien profitieren vom China-Boom, sind aber durch die jahrelange Untergewichtung in internationalen Portfolios oft unter dem Buchwert zu bekommen. Bei einem zur Schwäche neigenden japanischen Yen ein klarer Kauf. Korea wird heuer als "entwickelter Markt" stärker von Mittelzuflüssen profitieren. Im Mittelpunkt stehen hier exportstarke Werte, die international Marktanteile gewinnen und hohe Margen erwirtschaften können (Samsung, LG Electronics, Hyundai).

Diese Entwicklung und die starke Gewichtung von zyklischen Aktien sollten Taiwan heuer Gegenwind bereiten. Australiens starke Wirtschaft macht Konsumwerte interessant. Stockpicking und das richtige Timing werden heuer jedenfalls die Erfolgsfaktoren in der gesamten asiatisch-pazifischen Region sein."

Lateinamerika 2010:

"Korrektur im 1. Halbjahr abwarten"
"Wir glauben, dass es 2010 in den entwickelten, wie auch den Schwellenländern eine Erholung der Wirtschaft geben wird, wobei diese in den Emerging Markets und so auch in Lateinamerika deutlich stärker ausfallen sollte. Denn diese Länder können nicht nur von der Binnennachfrage, sondern auch vom Aufschwung in den Industrieländern profitieren. Möglicherweise wird sich das gegen Ende des Jahres bereits in der einen oder anderen positiven Überraschung bei den Unternehmensergebnissen widerspiegeln.

Obwohl der Bullen-Markt in Lateinamerika auch 2010 anhalten sollte, sind diese Aktienmärkte dennoch, reif für eine Korrektur, die den Aufwärtstrend unterbrechen sollte. Der Grund dafür liegt in der deutlich gestiegenen Bewertung der lateinamerikanischen Aktienmärkte. Immerhin notieren die Unternehmen im MSCI-Emerging-Market-Index mittlerweile fast auf den Allzeithochniveaus des Jahres 2000. Wir halten dabei einen 15- bis 20prozentigen Abschwung in einzelnen Märkten für möglich. Eine Reduktion der öffentlichen Ausgaben oder der zuletzt zahlreichen Börsengänge in den Schwellenländern könnte den Auslöser für eine derartige Korrektur bilden.

Anleger sollten daher eine derartige Korrektur im ersten Halbjahr 2010 in den lateinamerikanischen Aktienmärkten abwarten. Besonders in Bezug auf Argentinien, Venezuela und Ecuador ist man bei Templeton mittlerweile vorsichtig geworden."

Nachhaltige Anlage 2010:

"Ökotechnologie als Konjunkturmotor"
Nachhaltig zu investieren macht nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch Sinn. "Durch den Klimagipfel in Kopenhagen, aber auch durch die zahlreichen Fördermaßnahmen im Bereich der Energieeffizienz 2009 wurde uns allen klar, dass die Herausforderungen für eine nachhaltige Konjunkturentwicklung bei Unternehmen liegen werden, die den ökologischen und sozialen Problemstellungen mit ihren Lösungen und Produkten etwas entgegensetzen können", lautet Bergauers Plädoyer für nachhaltige Investments. Er nennt zwei Beispiele: "So beeindruckt etwa Ricoh, der japanische Hersteller von Büroautomatisierungsgeräten, durch umfassende und unverbindliche Umweltstandards für Zulieferer.

Fortschrittliche Programme zur Substitution und Eliminierung von Gefahrstoffen in Produkten und Produktionsprozessen beeindrucken ebenso wie umfassende Richtlinien für ein umweltfreundliches Produktdesign und Recyclebarkeit. Ricoh ist führend bei der Entwicklung von benutzerfreundlichen Energiesparkonzepten und bezieht durch entsprechende Anforderungen auch seine Zulieferer in sein Klimakonzept ein."

Ein weiteres Beispiel sei die JM-Group, eine Immobiliengesellschaft mit Sitz in Schweden. Die Gesellschaft punktet mit umfangreichen Maßnahmen und Richtlinien zur Verbesserung der Energieeffizienz von neuen Gebäuden, ökologischen Standards für Lieferanten und Auftragnehmer, angemessenen Maßnahmen zur Einführung konkreter Klimaschutzstrategien und der Einführung eines konzernweiten Umweltmanagementsystems.

Immobilien-Europa 2010:

"Immobilienankauf so günstig wie vor sechs bis sieben Jahren"
"Nach monatelanger Beeinträchtigung durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichneten Europas Immobilienmärkte im zweiten und dritten Quartal 2009 erstmals wieder eine positive Entwicklung des Investitionsvolumens gegenüber dem Vorquartal.

Der Gesamtanstieg der Ankaufsrenditen für alle gewerblichen Nutzungsarten seit September 2007 entspricht in etwa einem Preisverfall der Immobilien von zehn bis 15 Prozent, womit die Immobilienpreise die Niveaus von 2002/2003 erreichen. Man kann auf dem Immobilienmarkt derzeit so günstig einkaufen wie zuletzt vor sechs bis sieben Jahren!

Die Mieten in allen Segmenten fallen seit Mitte 2008. Dieser Trend wird in den kommenden zwölf Monaten wohl noch anhalten, Anzeichen einer Erholung zeigt der Logistiksektor.

Welche Art von Immobilieninvestments und welche Märkte 2010 zu empfehlen sind, hängt vom Risikoappetit, Durchhaltevermögen und Kapitaleeinsatz ab: In der Ukraine und in Russland, teilweise auch in Spanien sind 14- bis 17-prozentige Renditen mög lich.

Sehr interessant bleiben Paris, Amsterdam sowie die fünf großen Städte Deutschlands, da sie gut entwickelt sind, Risken bereits eingepreist haben und die Erholung rasch voranschreitet. Eine sinnvolle Variante des Immobilieninvestments ist ein breit über die westlichen Märkte streuendes Portfolio, die offene Immobilienfonds wie unserer bieten. In Osteuropa bleiben Warschau und Prag, eventuell sogar Bukarest attraktiv - dabei ist auf Mieterqualität und Gebäudestruktur zu achten!"

Rohstoff-Ausblick 2010:

"Größer Nachfrage für Platin und Palladium"
"Viele Experten gehen im kommenden Jahr von einer verbesserten konjunkturellen Lage aus, wovon u. a. die weißen Edelmetalle Silber, Platin und Palladium profitieren könnten. Da in den USA die Erstzulassung von Platin- und Palladium-Exchange-Traded-Funds bevorsteht, ist mit einer größeren Nachfrage für diese Metalle auch durch Finanzinvestoren zu rechnen.

Wegen der zunehmenden Motorisierung hat unter anderem die chinesische Autoindustrie einen hohen Bedarf an Platin. Aber auch die steigende Nachfrage nach Schmuck und Luxusartikeln bei steigendem Wohlstand in Asien fördert den Absatz der Edelmetalle. Daneben treiben aber auch Inflationsängste die Preise der Edelmetalle in die Höhe. Die Ängste sind nicht unbegründet: Wegen der außergewöhnlichen weltweiten Liquiditätsschwemme steigt durchausdas Inflationsrisiko.

Als wichtiger Faktor für den Preisanstieg bei den Industriemetallen gilt vor allem der wirtschaftliche Aufholprozess in den asiatischen Staaten. Besonders die Konjunkturlokomotive China fährt wieder mit Volldampf voraus. Um den enormen Rohstoffhunger zu stillen, erreichten die chinesischen Importe von Industriemetallen bereits im Sommer 2009 wieder Rekorde und waren zum Teil doppelt so hoch wie in der Boomphase 2008. Aufgrund dieser Tatsache könnten Kupfer, Aluminium & Co vor einer Konsolidierung stehen. Schließlich kann dieses Tempo bei den Importen nicht auf Dauer beibehalten werden. Mittelfristig gehen viele Experten aber davon aus, dass die während der Krise verminderten Investitionen in den Abbau dieser Metalle bei wieder steigender Nachfrage für steigende Preise sorgen könnten."

Gold 2010:

"Möglicher Rückfall des Goldpreises unter 1.000 Dollar"
"In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, hoher Risikoaversion und der Angst vor Inflation rückt eine Anlageklasse immer wieder in den Blickpunkt: Gold. In den vergangen Jahren konnte ein starker Zusammenhang zwischen der USD-Entwicklung und dem Goldpreis beobachtet werden. Ein schwacher US-Dollar stärkt den Goldpreis und umgekehrt. So ist unsere Goldpreisprognose auch weiterhin stark an unsere US-Dollar-Prognose gekoppelt.

Auch die niedrigen Zinsen und die aktuell äußerst expansive Geldpolitik wirken sich positiv auf den Goldpreis aus. Das weltweite Angebots- und Nachfrage-Kräfte-Verhältnis spielt offenbar nicht mehr die zentrale Rolle für die Goldpreisentwicklung.

Die Stärke des US-Dollar in den letzten Wochen hat den Goldpreis unter Druck gebracht. Vom Hoch von mehr als 1.200 US-Dollar kam der Kurs kurzzeitig bis auf 1.100 US-Dollar zurück. Wir erwarten, dass der US-Dollar auch im Verlauf des ersten Quartals 2010 Stärke zeigen wird, dementsprechend rechnen wir mit einer anhaltenden Korrektur des Goldpreises. In der Folge gehen wir von einer Abschwächung der amerikanischen Währung auf Niveaus um 1,50 aus, was den Goldpreis noch einmal in die Region von 1.200 US-Dollar und darüber bringen könnte. Gegen Jahresende erwarten wir dann erste Zinsschritte in den Vereinigten Staaten, was den Wechselkurs wieder Richtung 1,40 Dollar je Euro beflügeln könnte.

Dementsprechend raten wir den Anlegern gegen Jahresende 2010 zur äußersten Vorsicht bei Gold, da wir die Gefahr des Rückfalls des Goldpreises auf 1.000 US-Dollar und darunter als sehr hoch einschätzen."

Goldminen-Aktien 2010:

"Goldaktien hebeln Preisbewegungen für physisches Gold"
"Was Goldaktien angeht, so scheinen diese nun Preisbewegungen für physisches Gold zu hebeln - eine Eigenschaft, die in den letzten Jahren auffälligerweise fehlte.

Zwar kämpft die Goldförderungsbranche damit, Produktionsniveaus aufrecht zu erhalten - die jährliche Produktionsmenge ist seit ihrem Höchststand im Jahre 2001 um 8,7 Prozent zurückgegangen. Und trotz des historisch hohen Goldpreises und des scharfen Anstiegs der Explorationsausgaben erwarten wir für die nächsten fünf Jahre keine Nettozunahme der abgebauten Goldmengen und rechnen mit einer Fortsetzung des rückläufigen Produktionstrends.

Allerdings sind wir davon überzeugt, dass sich die Ertragslage angesichts weiterhin steigender Goldpreise bessern wird und Anleger dem Sektor wieder erhöhte Aufmerksamkeit widmen werden.

Die Goldpreise stützen wird auch der veränderte Stellenwert, den Zentralbanken in aller Welt Gold einräumen. Nachdem europäische Zentralbanken in den letzten 20 Jahren große Mengen an Goldbarren verkauft hatten, sind deren Verkaufszahlen nun deutlich zurückgegangen, und wir beobachten, dass Entwicklungsländer (insbesondere China, Indien und Russland) ihre Goldreserven deutlich erhöhen, um eine Diversifizierung weg von US-amerikanischen Vermögenswerten zu erzielen.

Auch sehen wir weiterhin eine starke Investitionsnachfrage nach Gold, wovon die Rekordkaufaktivitäten seitens der Exchange Traded Funds (ETF) zeugen. Die Gesamtbestände der ETFs haben inzwischen das sehr hohe Niveau von mehr als 50 Millionen Unzen Gold erreicht."



Quelle: TOP-Gewinn vom 19.1.010


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Gruß

  

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More Often Than Not, the Insiders Get It Right
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.10 18:08)

Corporate insiders are sending fairly positive signals about the market.

When stocks began to fall in mid-January, insiders cut back on sales of their companies’ shares and increased their purchases, according to David Coleman, editor of the Vickers Weekly Insider Report.

That adds up to at least a “neutral” stance, he wrote to clients, and implies that the recent decline won’t turn into a full-blown bear market.

But, as a market indicator, how reliable are the sell-and-buy decisions of insiders like corporate officers, directors and big shareholders?

While these insiders have a long history of correctly anticipating the market’s direction, they haven’t done all that well in the last few years. As a group, insiders failed to recognize the top of the bull market in October 2007, and didn’t anticipate the depth of the decline that followed.

After these missteps, have insiders’ trades outlived their usefulness as a basis for market timing?

Probably not, says H. Nejat Seyhun, a finance professor at the Stephen M. Ross School of Business at the University of Michigan, who has studied the behavior of corporate insiders for many years. In an interview, Professor Seyhun said that insiders were not infallible, and that their recent failures were hardly their first misreading of the market’s direction.

But since 1975, the earliest year he has studied, insiders have been correct far more often than they’ve been wrong, and this is still likely to be the case, he said.

And there is no evidence, he added, that insiders have lost their ability to tell when their own companies’ stocks are undervalued. In the late 1970s and early ’80s, for example, he found that the average stock bought by an insider outperformed the overall market by three percentage points in the 50 days after the purchase.

For the most recent 10-year period in his sample, through 2008, the comparable 50-day advantage for the insiders was 3.3 percentage points. That’s striking because it includes the bulk of the 2007-9 bear market.

Given the variability of the year-by-year results, Professor Seyhun cautions that it’s not clear whether insider purchases are more profitable today than they were 30 years ago. But, he argues, his results show that insiders by no means are losing their touch.

Though the professor’s analysis extends only through 2008, data collected by the Vickers Weekly Insider Report show that even though the insiders missed the bear market, they can nevertheless take credit for anticipating the market rebound that began a year ago. Leading up to the market’s low in March 2009, for example, insiders as a group behaved more bullishly than they had in more than a decade.

Consider an indicator that Vickers calculates each week, representing the ratio of the number of shares that insiders sold over the previous eight weeks to the number they bought. That ratio dropped to as low as 0.45 to 1 in the weeks just before the bear market ended. That was the ratio’s lowest level since December 1990, at the beginning of the great ’90s bull market.

The more recent low, of course, was followed by a 10-month rally in which the Standard & Poor’s 500-stock index gained some 70 percent.

By November, in contrast, this sell-to-buy ratio had risen as high as 5.21 to 1, according to Vickers, more than double its long-term average of around 2.5 to 1. That signaled to Mr. Coleman that the market was vulnerable to a decline — and, indeed, the market did start to fall in mid-January. At its lowest point, the S.& P. 500 was down nearly 9 percent from the mid-January high.

But in recent weeks, insiders have been cutting back on sales and increasing their purchases. As a result, the sell-to-buy ratio has fallen back to 3.52 to 1, according to Vickers.

Though that is still higher than the long-term average, the trend suggests to Mr. Coleman that the recent downturn is likely to be “only a near-term correction.” He said that his firm was “increasingly optimistic about the future performance of the overall markets.”

Had the sell-to-buy ratio increased in the wake of the market’s pullback, Professor Seyhun added, we would have had reason for worry. It would have meant that insiders had no confidence that their shares would be recovering anytime soon, he said.

“Fortunately, and at least for now,” he said, “insiders are not exhibiting such eagerness” to sell.

Quelle: New York Times

  

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RE: More Often Than Not, the Insiders Get It Right
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.2.10 19:45)

>While these insiders have a long history of correctly
>anticipating the market’s direction, they haven’t done all
>that well in the last few years. As a group, insiders failed
>to recognize the top of the bull market in October 2007, and
>didn’t anticipate the depth of the decline that followed.

Das war bei mir einer der wesentlichen Gründe warum mir das Ausmaß
der Gefahr in 2008 nicht bewußt war - im Frühjahr waren damals die Insiderkäufe
auf sehr hohem Niveau.

  

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Kommentar zu Hedging, eine Ostermontaggeschichte interessantinteressantgut analysiert
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.10 16:43)

Wenn jemand meint, daß mir schon sehr fad sein muß um solche Geschichten zu schreiben, kann ich nur sagen: Er hat Recht.




Anlaß: sind die in mehreren Quartals- und Jahresabschlüssen zuletzt häufig ausgewiesenen Währungsverluste, sowie offensichtlich weiterbestehende ungedeckte Kursrisiken bei der Buntmetallverarbeitenden Industrie. Hinweis auf die Gefahr ungedeckter Risiken bietet auch das Beispiel des seinerzeitigen Beinahe-Aus der Lauda Air, auf Grund kurzfristig stark gestiegener Kerosinpreise.

Allgemeines:
Risiko ist die Möglichkeit eines nicht erwünschten Ereignisses in der Zukunft. (Verlust). Versicherung schließt Verlust aus, läßt Gewinn offen (Immobilien, Kunst etc.) Hedging schließt Verlust und Gewinn aus. (Commodities, Devisen)

Keine Frage, daß jeder der an Wirtschaft interessiert ist die Bedeutung des Wortes „Hedging“ kennt, auch versteht, daß es sich dabei um eine Maßnahme zur Risikoabsicherung handelt.

Der Begriff „hätschen“ wird bei zahllosen Gelegenheiten, oft wie smalltalk bei gesellschaftlichen Anlässen verwendet. Riskmanager kennen ihn (manche nur vom Hörensagen) als Instrument zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Aufgaben, Commodity-Broker und Devisenhändler wissen, daß ein Großteil ihrer Umsätze auch dem Hedgingbedarf ihrer Kunden dient (soviel und nicht mehr), und unter den Kunden selbst sind wiederum viele die glauben, daß sie hedgen ,wobei sie im Endeffekt nur spekulieren. (M&M führt erstaunlicherweise sogar im Jahresabschluß eine ergebnisrelevante Position mit dem Titel „Hedging.... “)

Woran mag es also liegen, daß alle wissen was es ist, aber nur wenige wissen wie es geht?
Im wesentlichen weil es profunder Kenntnisse der erforderlichen Voraussetzung und Rahmenbedingung bedarf, die man im theoretischen Unterricht zwar verstehen, jedoch nur nach mehrjähriger Praxis umzusetzen oder anzuwenden lernt.
Voraussetzung = Erkennen und Lokalisieren börsenkursabhängiger Risiken innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeit.
Rahmenbedingung = gesonderte Hedging-Verantwortlichkeit im Bereich des Riskmanagements, sowie der direkte Zugang zu Börse und Devisenmarkt.

Wo lernt man es? In Unternehmen, deren operative Tätigkeit traditionell mit kleinen Margen auskommen muß, und somit jedes noch so kleine Risiko zwingend zu vermeiden hat. Damit sind jedoch nicht jene Branchen gemeint, welche in ihrer angestammten Tätigkeit jedes einzelne Geschäft „back to back“ sichern, wie zB eben Broker oder Devisenhändler. Gemeint sind Unternehmen in Handel und Industrie, deren Produktivität geringe Added Value hat. Ein physischer Rohstoffhändler zB lebt in der Regel mit 2-3% AV, für ihn ist professionelles Hedging die Basis seiner Existenz. Es sei noch erwähnt, daß ein in das physische Geschäft gut integriertes Hedgingsystem zusätzliche Erträge bringen kann, d.h. daß nicht nur die Spesen egalisiert werden, sondern tatsächliche Gewinne erzielt werden können. Solche (Zusatz-)Gewinne können unter bestimmten Umständen, allerdings periodisch begrenzt, bis zu 2% des Hedging-Umsatzes ausmachen.

Ein interessantes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Münze Österreich, die ihre Added Value aus Stanzen und Prägen generiert , deren Wareneinsatz jedoch im Verhältnis dazu sehr hoch ist. Natürlich kann die Münze ihre Metall-und damit verbunden Währungsrisken nicht hedgen, da sie ihre Produkte zu einem dauerhaft festgelegten Preis in inländischer Währung an die Nationalbank zu verkaufen hat (ausgenommen Goldmünzen). Nur einmal war es anders: Die Umstellung von ATS auf EUR brachte ein Milliardenrisiko mit sich. Die für die Emittierung der Euromünzen erforderlichen Metalle mußten mit einjähriger Vorlaufzeit einmalig und im gesamten Umfang eingekauft werden, also eine gigantische Longposition (in Metallen und USD). Die Rücknahme der alten Schillingmünzen war mit einer Nachlaufzeit von 5-8 Jahren erwartet worden, was zu bedeuten hatte, ca 7 Jahre im Durchschnitt mit der gesamten Vorkaufsmenge long zu bleiben, bis man die Rücklaufmenge zum Verkauf wieder verfügbar hatte! Wie es leider so oft der Fall ist, war sich auch die Münze dieses Risikos in keiner Weise bewußt (siehe o.a. Erkennen und Lokalisieren), hatte jedoch das Glück einen wachsamen Berater zu haben, der das Problem erkannte und schließlich für sie gelöst hatte.

Ein Fritz Müller verliebte sich im Internet in einen Oldtimer der in England angeboten wurde, fuhr hin, handelte den Preis von GBP 8.500,- auf 8.200,- herunter, beauftragete vor Ort einen Restaurator ein paar Dinge zu verbessern, handelte auch diesen noch 150,- herunter. Nach einer kleinen Anzahlung kam er heim und war im Glück um nur ATS 195.000,- das Teil erworben zu haben, er könne es in 2 Monaten abholen, obendrein hatte er für den One way Flug ein extrem billiges Ticket mit ATS 400,- unter dem Normalpreis buchen können. Ich muß wohl nicht weitererzählen, am Ende hat er vor Abreise die GBP gekauft und dafür ATS 210.000,- bezahlt. (hätte natürlich auch anders laufen können)

Man ortet eine Vielzahl österreichischer Unternehmen, in deren Riskmanagement sich ein Fritz Müller befindet. Es geht nicht darum, sich wegen wie es oft heißt „relativ kleiner Kursverluste“ zu ereifern, sondern darum, daß es sich um fahrlässig verlorene Beträge handelt, die aber auch oft bis zu einem Vielfachen eines Jahresgehalts des gesamte Vorstands ausmachen, in manchen Fällen noch weitaus mehr (Zumtobel).




Gruß
k

  

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RE: Kommentar zu Hedging, eine Ostermontaggeschichte
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.4.10 21:36)

>Ein interessantes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die
>Münze Österreich, die ihre Added Value aus Stanzen und Prägen
>generiert , deren Wareneinsatz jedoch im Verhältnis dazu sehr
>hoch ist. Natürlich kann die Münze ihre Metall-und damit
>verbunden Währungsrisken nicht hedgen, da sie ihre Produkte zu
>einem dauerhaft festgelegten Preis in inländischer Währung an
>die Nationalbank zu verkaufen hat (ausgenommen Goldmünzen).
>Nur einmal war es anders: Die Umstellung von ATS auf EUR
>brachte ein Milliardenrisiko mit sich. Die für die Emittierung
>der Euromünzen erforderlichen Metalle mußten mit einjähriger
>Vorlaufzeit einmalig und im gesamten Umfang eingekauft werden,
>also eine gigantische Longposition (in Metallen und USD). Die
>Rücknahme der alten Schillingmünzen war mit einer Nachlaufzeit
>von 5-8 Jahren erwartet worden, was zu bedeuten hatte, ca 7
>Jahre im Durchschnitt mit der gesamten Vorkaufsmenge long zu
>bleiben, bis man die Rücklaufmenge zum Verkauf wieder
>verfügbar hatte! Wie es leider so oft der Fall ist, war sich
>auch die Münze dieses Risikos in keiner Weise bewußt (siehe
>o.a. Erkennen und Lokalisieren), hatte jedoch das Glück einen
>wachsamen Berater zu haben, der das Problem erkannte und
>schließlich für sie gelöst hatte.



Der warst wohl du?

  

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Stimmungsbarometer
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.4.10 16:31)

Ref.: CPA (Crowd Psycology Analysis)

Das Zusammenwirken von Fundamentaldaten, Chartanalysen und wirtschaftsrelevanten Informationen bewegt die Märkte, man kann also sagen, daß eine gegenwärtige Marktsituation ausschließlich von vergangenheitsorientierten Indikatoren bestimmt wird.

Durch unterschiedliche Interpretation dieser Indikatoren entstehen unterschiedliche Erkenntnisse, welche in der Folge zu unterschiedlichen Aktionen führen. Würden vergangenheitsorientierte Indikatoren von jedermann gleich interpretiert werden, gäbe es zwar Trends aber kaum Volatilität. Was bringt also Volatilität in die Märkte, wenn nicht die Zweifel an der Richtigkeit der eigenen Interpretation.

Massenpsychologie
Die Vergangenheit bestimmt also die Gegenwart. Der Spekulant, Investor etc interessiert sich aber nicht für gestern und heute, sondern ausschließlich für morgen. Das Gestern und das Heute sind Fakten, das Morgen ist Hypothese immer verbunden mit Hoffnung und Angst, viele nennen es Psychologie der Märkte. Daraus wäre zu folgern, die Massenpsychologie sei der alleinbestimmende Faktor für die kurzfristige Entwicklung der Märkte.

Wenn wir also nur an der Zukunft interessiert sind, könnten wir überlegen den Aufwand an vergangenheitsorientierten Analysen zugunsten verstärkter zukunftsorientierter Psychologieanalyse, insbesonders unter Berücksichtigung der neuen Macht der Medien, zu reduzieren.

Marktreaktionen würden in einem anderen Licht gesehen werden, würde man Ereignisse wie Griechenland, Erdbeben Chile, Vulkan Island, Goldmann Fraud, Zahlen, Daten, Charts, etc. einmal ausschließlich nach ihrer psychologischen und nicht nach ihrer fundamentalen Hebelwirkung beurteilen.

Ich meine damit, daß es nicht die Gefahr einer Staatspleite ist, die den Euro entwertet, daß es nicht die Gefahr einer Kupferverknappung war, die den Preis in die Höhe brachte, daß es kurz- fristig vollkommen bedeutungslos ist, ob Zahlen und Daten im Zehntelbereich schwanken, obwohl dadurch Milliardenmärkte bewegt werden, daß es nicht eine ergaunerte Dollar-Milliarde ist, die weltweit Bankwerte unter Druck bringt, daß es nicht ein paartägiges Flugverbot über Teilen Europas ist, wodurch viele Airlines umgehend abgewerted werden.

Kurzfristiger Stimmungsbarometer
Mit Hilfe einer gesonderten Analyse der möglichen Auswirkungen von Nachrichten und Ereignissen auf die Psychologie des Marktes, könnten kurzfristige Entwichkungen schneller und treffsicherer prognostiziert werden.

z.B.:
CPA/Global Equity Markets/Checklist 19.04.2010
Konsum ==+
Industrie ==+
Finanzen =--
Dienstleistung ==+
Immobilien ==+
Rohstoffe ==-
Inflation ==-
Zinsen ==-
USA ==-
Asien ==-
EU =--

Saldo aus 33 MPA Werten: 5- (little bearish)

  

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Einer von uns?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 10:24)

Gibts unter uns einen Warren Buffet, George Soros, Gustav Gans, Bodo Schäfer? Einen, dem die anderen gerne neidisch über die Schulter blicken würden, und der ein bißerl was von seinen Geheimnissen verraten will? Also ich wär wahnsinnig stolz auf uns, wenns einer aus UNSERER Community is Morgen 9:20 - 10:30 ist die Möglichkeit, sich vorzustellen, am Schottenring:

http://www.be24.at/blog/entry/657067/espresso-zutaten-6-4-wann-amag-schliesst-was-in-zuer s-laeuft-warum-der-be-einen-privatanleger-sucht/fullstory

"Privatanleger gesucht: Für das morgige Cafe BE-Roundtable sucht der Börse Express noch ein(e) Privatanleger(in) oder Trader(in). Wann? 7.4., 9:20 Uhr bis 10:30 Uhr, Schottenring 10, siehehttp://www.boerse-express.com/cafebe . Wer Interesse hat, über Börse, Börsenotierte, Banken, Broker, Steuern, Medien und diesbezügliche Wünsche zu diskutieren, meldet sich bei bitte bei christian.drastil@boerse-express.com . Bitte nicht einfach hinkommen, es ist keine öffentliche Veranstaltung. Vorgabe: Man tritt unter echtem Namen auf, beim Roundtable-Gespräch wird auch ein Fotograf anwesend sein, es geht aber nicht um die persönliche Profit / Loss - Geschichte, sondern eher um das Umfeld. Wer hat Lust? Mailen Sie einfach ..."

  

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RE: Einer von uns? witzig
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 10:39)

Also was soll das für ein Trader sein, der sich den Vormittag Zeit nimmt, um ein bissl über Gott und die Welt zu plaudern?

Pensionisten vor, bitte!

  

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RE: Einer von uns?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 10:58)

Hätts eh dem Stockhandl gesagt,
der wär für sowas zu haben gewesen,
aber er hat leider keine email-Adresse ...

  

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RE: Einer von uns?
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 11:02)

schreib an die direktanlage Filiale in der Spiegelgasse
er kann dann auch gleich den Roland mitnehmen, der sudert eh auch gern

  

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RE: Einer von uns?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 11:29)

Der Roland hätt ja sogar a Telefon,
nur ich hab seine Nummer verlegt

  

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RE: Einer von uns?
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 12:09)

>Also was soll das für ein Trader sein, der sich den Vormittag Zeit nimmt, um ein bissl über Gott und die Welt zu plaudern?<

>Pensionisten vor, bitte!<



will nicht!


  

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RE: Einer von uns?
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 12:24)

>Pensionisten vor, bitte!<
>
>will nicht!

Hätte ich dir nicht angelesen

  

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RE: Einer von uns?
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 16:59)

>Pensionisten vor, bitte!<
>
>will nicht!

>Hätte ich dir nicht angelesen


gut beobachtet, bin zwar arbeitslos, aber noch nicht in pension

  

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@vecernicek
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 17:04)

bitte klär mich auf, wer ist stockhandl?

  

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RE: @vecernicek
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 17:13)

>bitte klär mich auf, wer ist stockhandl?

Ein Aktionär, der sich bei Hauptversammlungen gerne zu Wort meldet.

PS: Der Name klingt eigentlich fast wie ein Künstlername für einen, der mit Aktien handelt. Aber wahrscheinlich war es umgekehrt. Wenn man schon so heißt, dann muß man auch ...

  

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RE: @vecernicek
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 17:36)

<Ein Aktionär, der sich bei Hauptversammlungen gerne zu Wort meldet.


danke, hab schon geglaubt ein krüppel, der sich am stock von a nach b handlt....

  

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RE: @vecernicek
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 21:48)

Na ja, wird auch immer kränker ... bis der am Buffet ist, siehts eh schon immer aus wie nach der Schlacht im Teutoburger Wald ... er wird noch einmal verhungern.

@ Hagen, Du Wortwicht, ich hab seinen Namen nie so genau analysiert, hab nur damit assoziiert, dass er mit einem Stock hantelt

Die Lenzing-HV war lustig: "Und jetzt hab ich noch ein Wortmeldeformular von Herr oder Frau Stockhandl ... " ... da merkt man gleich, dass die das erste Mal in Wien sind

  

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RE: @vecernicek
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.4.11 22:50)

>..hab nur damit assoziiert, dass er mit einem Stock hantelt

also was jetzt, hantelt er mit stock, oder handelt er mit stocks?

  

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RE: Geheimnis des Börsenerfolgs - Strategien, Taktiken, Mentale Einstellung, etc.
stefan79(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.1.19 10:41)

Schade, dass es vorher keinen solchen Thread gab aber nun haben wir ja einen

Ich steige gerade auch in den Forex ein und habe mir auch verschiedene Quellen gesucht um da überhaupt mal einen Überblick zu bekommen.
Bei https://libertex.com/de/blog/was-bedeutet-forex-devisenhandel-fuer-anfaenger habe ich mich dann auch im Web schlau gemacht und habe da auch super Tipps für Anfänger wie mich gefunden.

Aber ich werde noch mal schauen, dass ich mir ein Demo Konto suche wo ich dann auch üben kann bevor ich mit echtem Geld einsteige.

  

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Thema #1885

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