SEZ Gruppe im dritten Quartal 2007
- Nettoumsatz von CHF 66 Mio. und Auftragseingang von CHF 48 Mio. deutlich unter Vorquartal
- Verluste im dritten Quartal belasten Neunmonatsergebnis
- Marktschwäche hält im vierten Quartal 2007 an
- Nachfrageerholung ab erstem Quartal 2008 erwartet
Die SEZ Gruppe (SWX Swiss Exchange: SEZN) verzeichnete im dritten Quartal 2007 aufgrund der geringen Nachfrage von DRAM-Herstellern sowie einer anhaltend schwachen Nachfrage im Foundry-Segment einen markanten Rückgang von Nettoumsatz und Auftragseingang. Infolge der geringeren Umsätze liegen Betriebs- und Nettoergebnis deutlich unter der Gewinnschwelle. Wie im Zuge der Gewinnwarnung vom 9. Oktober 2007 kommuniziert, erwartet die SEZ Gruppe für das Gesamtjahr 2007 einen Umsatz in der Grössenordnung von CHF 330 Mio. bei einer EBIT-Marge von rund 2 Prozent.
Die anhaltende Nachfrageschwäche aus dem Speichersegment hat sich im dritten Quartal verstärkt und in Kombination mit der weiterhin geringen Nachfrage aus dem Foundry-Markt zu einem unerwartet tiefen Auftragseingang geführt. Mit CHF 48,0 Mio. lag der Auftragseingang um 36,1 Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Der Nettoumsatz ging um 37,3 Prozent auf CHF 65,7 Mio. zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel von CHF 10,3 Mio. auf CHF ‑5,4 Mio. und der Reingewinn von CHF 10,8 Mio. auf CHF ‑5,8 Mio.
Nach neun Monaten des Geschäftsjahrs 2007 verringerte sich der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf CHF 273,1 Mio. Das kumulierte Betriebsergebnis (EBIT) von CHF 14,8 Mio. lag unter dem Vorjahreswert von CHF 26,3 Mio. Die EBIT-Marge betrug 5,4 Prozent gegenüber 9,3 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Auftragseingang unterschritt mit CHF 224,3 Mio. den Vergleichswert des Vorjahrs um 25,3 Prozent.
Das SEZ Management geht davon aus, dass mit den tiefen Resultaten im dritten und vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die Talsohle des aktuellen Zyklus durchschritten wird.
Der anhaltende Trend zur Verschiebung von Fertigungskapazitäten in den asiatisch-pazifischen Raum hat in den letzten Quartalen zu einem Wandel in der Kundenstruktur geführt. Angesichts dieser Veränderungen hat das SEZ Management proaktive Massnahmen zur Ressourcenoptimierung getroffen. Unter anderem wurde zur Effizienzsteigerung der Vertriebsstruktur ein globales Kundenmanagement-System anstelle der regionalen Geschäftseinheiten eingesetzt und die Zusammenlegung von Labor-Ressourcen beschlossen. Darüber hinaus werden die Veränderungen zu Kostensynergien führen, die SEZ bestmöglich für das zukünftige Wachstum positionieren.
Aufgrund der erbrachten Vorleistungen in den letzten Quartalen, verfügt SEZ heute als einziger Hersteller über ein komplettes Systemportfolio für nasschemische Einzelscheiben-Anwendungen im Bereich Front-End-of-Line (FEOL) und Back-End-of-Line (BEOL). Während das Marktumfeld im etablierten BEOL-Bereich durch lokale Anbieter kompetitiver geworden ist, entsprechen die Erfolge im neuen FEOL-Segment den Erwartungen. Ein Umsatzanteil der neuen FEOL-Anwendungen von 20 Prozent im Jahr 2008 erscheint aus heutiger Sicht realistisch.
Aufgrund verschiedener positiver Indikationen, wie der geplanten Umrüstungen von 200mm- auf 300mm-Produktion im NAND-Flash-Bereich sowie der erwarteten Erholung im Foundry-Segment, rechnet SEZ ab dem ersten Quartal 2008 mit einer Nachfragebelebung.