Post AG musste 2025 bei Ergebnis und Umsatz Federn lassen
Generaldirektor Oblin zum abgelaufenen Geschäftsjahr: "Solide
operative Entwicklung" - Im April startet die Post mit ihrem
Mobilfunkangebot
Die Österreichische Post musste 2025 beim Umsatz und
beim Ergebnis einen Rückgang hinnehmen. Das Betriebsergebnis (Ebit)
ging im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 196,9 Mio. Euro zurück.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda)
verzeichnete einen Rückgang von 2,2 Prozent auf 413,3 Mio. Euro. Der
Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Mrd. Euro. Das
Ergebnis je Aktie (EPS) sank von 2,04 auf 1,96 Euro.Allerdings gab es ein deutliches Plus beim operativen Free
Cashflow von 10,3 Prozent auf 280,1 Mio. Euro. Das Eigenkapital lag
mit Jahresende 2025 bei 767,6 Mio. Euro, ein leichtes Plus von 0,8
Prozent. Als Dividende werden von dem teilstaatlichen,
börsennotierten Konzern 1,83 Euro je Aktie vorgeschlagen. Zum
Ausblick hieß es, es werde ein leichter Umsatzanstieg bei einer
weitgehend stabilen Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der
vergangenen Jahre angepeilt.
Im April startet "Yellow"
Das Briefgeschäft war weiterhin rückläufig, auch die Werbepost
lief nur schwach und im Paketbereich herrschte intensiver
Wettbewerb, so das Unternehmen am Donnerstag. Die Poststellen seien
inzwischen auf nahezu 3.000 ausgebaut worden, im April startet dann
die Post AG mit einer eigenen Mobilfunkmarke ("Yellow").
Rückblickend wurden zwei Firmen in der Türkei und Südosteuropa
übernommen.
"Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven
Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im
Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung. In Österreich
haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten
unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten", so Post-Chef
Walter Oblin zur Bilanz 2025. Die 2020 gegründete bank99 habe mit
ihren rund 300.000 Kundinnen und Kunden in Österreich positiv zum
Gesamtergebnis beigetragen.
Deutliches Minus bei Brief und Werbepost
In der Division Brief & Werbepost ging der Umsatz im Vergleich zu
2024 um 6,8 Prozent zurück. Bei Paket & Logistik stiegen die
Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 1,2
Prozent. Das Paketgeschäft in der Türkei bleibt durch die hohe
Inflation und die Wechselkursentwicklung der türkischen Lira
geprägt. Der Bereich Filiale & Bank zeigte einen Umsatzrückgang von
8,8 Prozent. Die Filialdienstleistungen seien durch die Beendigung
der Telekom-Vertriebskooperation beeinflusst gewesen, hieß es dazu.
stf/kre
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