UNIQA verdiente dank ausbleibender Naturkatastrophen 2025 mehr
Dividende soll um 20 Prozent steigen - Prämiensteigerungen in
allen Bereichen - GRAFIK
Die UNIQA Versicherung hat 2025 deutlich besser
verdient und ihren Gewinn ausgeweitet. Der Gewinn vor Steuern legte
um 16,9 Prozent auf 516,4 Mio. Euro zu, die Prämien stiegen um 8,2
Prozent auf 8,36 Mrd. Euro. Haupttreiber für das Prämienwachstum war
die Sparte Schaden und Unfall, die von ausbleibenden
Naturkatastrophen profitierte. Auch die beiden übrigen Sparten
verzeichneten Zuwächse. Für die Aktionäre soll die Dividende um 20
Prozent auf 0,72 Euro je Aktie steigen."Der gute Geschäftsverlauf ermöglicht eine deutlich steigende
Gewinnausschüttung", sagte UNIQA-Chef Andreas Brandstetter laut
Aussendung vom Freitag. Bei der Vorstellung der neuen Strategie
Anfang des Vorjahres wurde eine Ausschüttungsquote von 50 bis 60
Prozent versprochen. Dieses Versprechen halte man nun, so
Brandstetter. Generell gehe die Umsetzung der neuen Strategie, die
bis 2028 ausgelegt ist, gut voran. "Dank starker Performance und
konsequenter Kosten- und Kapitaldisziplin sind wir schneller als
geplant und liegen ein Jahr vor den ursprünglichen Prognosen", so
Brandstetter. Ende 2025 hatte die UNIQA ihre Mittelfristziele nach
oben geschraubt. Die Prämieneinnahmen sollen nun jährlich um rund 6
Prozent statt wie bisher geplant um rund 5 Prozent wachsen. Der
Gewinn je Aktie soll jährlich um mehr als 7 Prozent zulegen, nach
bisher angepeilten mehr als 6 Prozent.
Für 2026 erwartet der Versicherungskonzern einen Gewinn vor
Steuern zwischen 540 und 570 Mio. Euro. Zudem wird in allen Märkten
"ein über dem jeweiligen BIP liegendes Prämienwachstum" erwartet.
Profitabilität und Effizienz sollen weiter gesteigert und das
Krankenversicherungsgeschäft weiter ausgebaut werden.
Prämiensteigerungen in allen Bereichen
Zu den Ergebnissteigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr trugen
alle Sparten bei. Die verrechneten Prämien stiegen vor allem im
Bereich Schaden und Unfall mit plus 10 Prozent auf 5,04 Mrd. Euro.
Eine gute Vertriebsperformance und ausbleibende Naturkatastrophen
stützten die Zahlen. Die Netto-Combined-Ratio (nach Abzug der
Rückversicherung) - also der Schaden- und Kostenaufwand gemessen an
den Prämieneinnahmen - verbesserte sich von 93,1 Prozent auf 91,7
Prozent.
Im Bereich Krankenversicherung legten die Prämien um 6,3 Prozent
auf 1,61 Mrd. Euro zu. Hierzu hätten vor allem Prämienanpassungen
und eine gute Entwicklung im Neugeschäft beigetragen. Die Sparte
Lebensversicherungen verzeichnete ein Prämienplus (inklusive der
Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung)
von 5,1 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Nach Märkten gab es in Österreich
ein Plus bei den Prämien von 4,8 Prozent, international zogen die
Einnahmen um 9,8 Prozent an. Neben Österreich ist die UNIQA vor
allem im CEE-Bereich aktiv. Unterm Strich blieb 2025 ein
Konzernergebnis von 424,8 Mio. Euro stehen, das war ein Plus von
22,2 Prozent zum Jahr davor.
Der Versicherungsumsatz - also die versicherungstechnischen
Erträge nach dem Bilanzierungsstandard IFRS 17 - erhöhte sich um 8,5
Prozent auf 7,12 Mrd. Euro. Die vertragliche Servicemarge, die die
in Zukunft erwarteten Gewinne aus Versicherungsverträgen abbildet,
legte von 5,35 Mrd. Euro auf 5,88 Mrd. Euro zu. Das
Kapitalanlageergebnis stieg von 749,7 Mio. Euro auf 798,8 Mio. Euro
an.
bel/hel
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