Steirische Binder+Co mit Auftragshöchststand im ersten Halbjahr 2023
Höchster Auftragsstand bisher mit 87,7 Mio. - Verkauf von
Tochterfirma Bublon GmbH - Recycling ein immer stärker
werdendes Thema
Für den steirische Maschinen- und
Anlagenbauer Binder+Co ist das erste Halbjahr 2023 laut eigenen
Angaben "gut angelaufen". Nach dem "guten Jahr 2022", das man hinter
sich habe, verzeichne man mit 87,7 Mio. Euro einen
Auftragshöchststand. Der Gesamtauftragseingang liege mit 73,8 Mio.
Euro rund 13 Prozent unter dem Wert von 2022. Das liege aber an
einem Großauftrag aus Indien mit 20 Mio. vom Vorjahr, so
Vorstandsmitglied Martin Pfeffer bei einem Pressegespräch am
Donnerstag.Herausforderungen für das Unternehmen seien vor allem der
Fachkräftemangel und die höheren Kosten für Material und Energie.
Derzeit beschäftige man - wie auch schon im Jahr zuvor - rund 240
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort in Gleisdorf, hieß es
auf APA-Nachfrage. Man sei "gut besetzt" und investiere auch in den
Nachwuchs. Heuer habe man drei Lehrlinge im ersten Ausbildungsjahr,
insgesamt seien es zwölf bis 15. Um Energiekosten zu sparen,
errichte man gerade eine Photovoltaikanlage, die rund die Hälfte des
eigenen Energiebedarfs abdecken soll. Auch setze man ab dem nächsten
Jahr auf regionale Fernwärme.
Trotz der Herausforderungen habe man aber im ersten Halbjahr 2023
ein EBT von rund 5 Mio. - 2022 betrug es rund 6 Mio. Euro.
Gleichzeitig erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 44,6 Prozent,
die im Vorjahr noch 39,1 Prozent ausmachte. Die
Bankverbindlichkeiten reduzierte man von 12,4 Mio. Euro im Vorjahr
auf 8,4 Mio. Euro. Trotz der positiven Halbjahresbilanz plane man
aber keine Erweiterung am Standort in Gleisdorf: Man komme mit dem
vorhandenen Bereich gut aus.
Veränderungen gebe es heuer bei Binder+Co im Marktgeschehen: Das
Geschäft konzentriere sich mit einem auf 50,8 Prozent gestiegenen
Anteil sehr stark auf den europäischen Raum. Russland und
Weißrussland, die "immer starke Märkte für uns" waren, sind nun
"nicht mehr zugänglich", so Vorstandsmitglied Jörg Rosegger. Auch
das Geschäft in Amerika wachse - dort steigerte sich der Anteil im
Vergleich zum Vorjahr von 12,2 auf 17,5 Prozent. Währenddessen
bleibe der Anteil am asiatischen Markt mit etwa 20 Prozent stabil -
von China, wo die Tochterfirma 2022 verkauft wurde, bleibe man aber
"zurückgezogen", da der Markt "schwer einschätzbar" ist.
Von einer weiteren Tochterfirma verabschiedete man sich im Mai
2023: Die Bublon GmbH im oststeirischen Gleisdorf verkaufte man,
obwohl "viel Herzblut drinnen" stecke. Laut Pfeffer sei der Grund,
dass diese nicht zu ihrem Kerngeschäft gehöre. Dafür investiere man
in die Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) sowie
Digitalisierung. Auch im Bereich der Forschung und Entwicklung widme
man sich verstärkt dem Recycling von Metall und Bauschutt. Man sehe,
dass dies ein immer stärker werdendes Thema werde - gerade in Zeiten
von Nachhaltigkeit und Klimakrise. Es sei aber auch "Knochenarbeit",
bis das industriereif werde, da es viel komplexer als das
Altglasrecycling, mit dem man sich bisher beschäftigte, sei.
dok/pek/hel
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