Marinomed - Marinomed mit 21 Mio. Euro Betriebsgewinn im ersten Halbjahr 2025

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Marinomed mit 21 Mio. Euro Betriebsgewinn im ersten Halbjahr 2025


Großteil stammt aus Forderungsverzicht von Gläubigern



Die börsennotierte Marinomed Biotech AG hat im ersten Halbjahr 2025 deutlich bessere Zahlen vorgelegt als im Vorjahr. Der Umsatz stieg von 2,4 Mio. auf 7,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von -3,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 21,0 Mio. Euro ins Plus, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Maßgeblich verantwortlich dafür waren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 19,3 Mio. Euro, in denen ein Sanierungsgewinn von 18,9 Mio. Euro enthalten ist.
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Hoch 14,10 Tief 13,80 Vortag 13,80

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit war mit -0,2 Mio. Euro nur noch leicht negativ, nach -1,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die liquiden Mittel lagen per Ende Juni bei 1,5 Mio. Euro, gegenüber 0,9 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Die Bilanzsumme verringerte sich von 8,2 Mio. Euro Ende 2024 auf 7,6 Mio. Euro.

Carragelose-Verkauf stärkt finanzielle Basis

"Der Verkauf des Carragelose-Geschäfts (ein Wirkstoff auf Basis von Meeresalgen, Anm.) hat unsere finanzielle Basis deutlich gestärkt. Wir sehen dies als wichtigen Zwischenschritt, um unsere Pipeline mit Marinosolv-Projekten (eine Technologie, die schwer lösliche Wirkstoffe besser verfügbar macht, Anm.) weiter voranzubringen und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum zu legen", sagte Finanzchefin Gabriele Ram laut Mitteilung. Operativ sei man mit der angestrebten Zulassung für Budesolv (ein Nasenspray auf Basis des entzündungshemmenden Wirkstoffs Budesonid, Anm.) "auf einem sehr guten Weg".

Carragelose ist ein Wirkstoff auf Basis von Meeresalgen, den Marinomed entwickelt und in verschiedenen Medizinprodukten verwendet hat - etwa Nasensprays, Pastillen und Rachensprays. Diese Produkte bilden einen Schutzfilm auf den Schleimhäuten und sollen so Viren, die Erkältungen oder Grippe verursachen, abfangen und deren Vermehrung hemmen.

Keine weiteren Kapitalmaßnahmen geplant

CEO Andreas Grassauer verwies auf die jüngsten Kapitalmaßnahmen. "Die geplante Wandelanleihe in der Höhe von 2,5 Mio. Euro sowie die gestern bekannt gegebene Kapitalerhöhung von 1,1 Mio. Euro stärken nicht nur unsere Verhandlungsposition gegenüber potenziellen Lizenzpartnern für unsere Entwicklungsprojekte Budesolv und Tacrosolv (Tacrolimus-Augentropfen gegen entzündliche Augenerkrankungen, Anm.), sondern ermöglichen uns auch operativ schneller voranzukommen." Weitere Kapitalmaßnahmen seien aktuell nicht vorgesehen.

Marinomed musste sich im August 2024 einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung unterziehen, das im Jänner 2025 beendet wurde. Der Biotech-Spezialist mit Sitz in Korneuburg ist an der Wiener Börse notiert und will sich künftig auf die Weiterentwicklung der Marinosolv-Technologie mit den Projekten Budesolv und Tacrosolv konzentrieren.

ivn/tpo

ISIN ATMARINOMED6 WEB http://www.marinomed.com

 ISIN  AT0000815402
 WEB   http://www.ubm.at



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