Politik - ÖGB-Schuberth: Zwischenparken von Arbeitslosen ist Sozialbetrug und kostet den Staat jedes Jahr 700 Millionen Euro

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ÖGB-Schuberth: Zwischenparken von Arbeitslosen ist Sozialbetrug und kostet den Staat jedes Jahr 700 Millionen Euro


Unternehmen wälzen Kosten ab und treiben Arbeitslosigkeit künstlich in die Höhe

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten warnt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth erneut vor einer Praxis, die die Allgemeinheit teuer zu stehen kommt: „Die Arbeitslosenzahlen steigen – und viele Unternehmen parken Beschäftigte kurzfristig beim AMS, nur um sich Kosten zu ersparen. Dieses Zwischenparken verursacht jedes Jahr rund 700 Millionen Euro an Zusatzkosten für den Staat – also für uns alle. Gleichzeitig wirft die Wirtschaft den Menschen vor, sie würden den Sozialstaat ausnutzen. Das ist scheinheilig und unredlich.“

Das sogenannte Zwischenparken bedeutet, dass Betriebe Beschäftigte kündigen, damit diese Arbeitslosengeld beziehen, und sie nach kurzer Zeit wieder einstellen. Auf diese Weise werden Personalkosten auf die Allgemeinheit abgewälzt, während die Unternehmen selbst profitieren.

„Hier wird bewusst mit staatlichen Mitteln spekuliert. Arbeitslose Menschen werden in eine ungewisse Situation gedrängt, nur damit Firmen ihre Gewinne steigern. Wer von Sozialbetrug spricht, sollte zuerst vor der eigenen Tür kehren“, betont Schuberth.

„Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt zeigt einmal mehr, dass ein klares Verbot des Zwischenparkens von Arbeitskräften und Sanktionen für Unternehmen, die dies betreiben sowie eine Stärkung des Sozialstaats notwendig sind“, betont die Gewerkschafterin. Der ÖGB fordert klare gesetzliche Grenzen gegen das Zwischenparken von Arbeitskräften und mehr Investitionen in sichere, gute Arbeitsplätze statt kurzfristiger Kostenverschiebung.

„Der Sozialstaat schützt Menschen. Das Zwischenparken schützt nur Gewinne!“, stellt die ÖGB Bundesgeschäftsführerin klar und fordert: „Arbeitnehmer:innen dürfen nicht zum Spielball von Profitinteressen gemacht werden und Steuerzahler:innen nicht die Zeche für unfaire Unternehmenspraktiken zahlen.“




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