Addiko Bank - Addiko Bank kämpft mit neuen Regularien in Serbien und Kroatien

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Addiko Bank kämpft mit neuen Regularien in Serbien und Kroatien


CEO Juranek ortet Eingriff ins Geschäftsmodell der Bank - Bank dennoch mit Ergebnis der ersten neun Monate zufrieden



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Die auf das Geschäft in Zentral- und Osteuropa spezialisierte Addiko Bank kämpft aktuell mit neuen Regularien in Kroatien und Serbien, die aus Sicht des Geldhauses die Kreditvergabe einschränken und in das Geschäftsmodell der Banken eingreifen. Etwa würden die serbischen Regulatoren aktuell günstigere Kredite verordnen, was einen massiven Einschnitt für die Addiko bedeute, sagte Bankchef Herbert Juranek am Donnerstag zur APA.

Konkret habe die serbische Aufsicht - getrieben von der dortigen Regierung - den Banken nahegelegt, ihre Kredite um 3 Prozentpunkte günstiger anzubieten. Für die Addiko bedeutet das im Schnitt einen Rückgang von 10,5 auf 7,5 Prozent Zinsen für die von ihr vergebenen Darlehen in dem Land. "Das hört sich immer noch hoch an, aber man muss bedenken, dass die Einlagen auch hoch verzinst werden. Die Kreditspanne leidet hier ganz deutlich darunter", so Juranek, der hinter dem Vorgehen eine politische Motivation ortet: "Die Regierung versucht hier positive Stimmung zu machen für sich selbst, auf Kosten der Wirtschaft."

In Kroatien wiederum habe man es mit einer an sich begrüßenswerten EU-Regelung zu tun, wonach sozial Bedürftigen ein gratis Konto zur Verfügung gestellt werden soll. "Das ist ein hehres Ziel, das auch zu unterstützen ist, allerdings wurde das sehr breit ausgelegt und das betrifft uns in dem Markt besonders. Es führt dazu, dass wir wesentliche Kernbankendienstleistungen gratis anbieten müssen. Das geht von Kontoeröffnungen- und Schließungen über Kontoänderungen bis hin zu Kreditkartenauszahlungen, also viele Dienstleistungen, die unser Kerngeschäft betreffen. Vor diesem Hintergrund sind wir gerade auch sehr aktiv, uns zu überlegen, wie wir diese Punkte kompensieren können", skizzierte Juranek die Lage.

Juranek mit Geschäftsentwicklung zufrieden

Grundsätzlich zeigt sich der Manager aber zufrieden mit der Geschäftsentwicklung der Bank. In den ersten neun Monaten 2025 hat das Geldhaus mit 35,3 Mio. Euro zwar einen leicht niedrigeren Gewinn als in der Vorjahresperiode (37,7 Mio. Euro) erzielt, allerdings hat das operative Ergebnis im dritten Quartal mit 31,2 Mio. Euro nach Addiko-Angaben einen neuen Höchststand erreicht. Positiv hob Juranek außerdem das Neugeschäft bei Konsumentenkrediten hervor, das um 17 Prozent gestiegen sei.

Den im Halbjahr veränderten Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 bestätigte die Bank. Keine Neuigkeiten gab es indes zum Thema Dividende. Aktuell sei keine Ausschüttung für 2025 vorgesehen - wenn sich auf Ebene der Eigentümer nichts ändere, werde das wohl auch so bleiben. Mit dem Regulator stehe man dazu jedenfalls in laufendem Kontakt, sagte der Bankchef. Hintergrund ist eine Empfehlung der Europäischen Zentralbank (EZB), die aus unübersichtlichen bzw. verworrenen Eigentumsverhältnissen bei dem Geldhaus resultiert.

tpo/tsk

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