Lenzing - Lenzing-CEO Aggarwal geht mit Ende Jänner 2026

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Lenzing-CEO Aggarwal geht mit Ende Jänner 2026


Aus "persönlichen Gründen" - Vorstandsteam soll von vier auf drei verkleinert werden - Aktie gab um gut vier Prozent nach



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Der Vorstandschef des Faserherstellers Lenzing, Rohit Aggarwal, legt mit Ende Jänner 2026 sein Mandat nieder. Der Schritt passiere "aus persönlichen Gründen", heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat sei bereits auf der Suche nach einem Nachfolger und werde "zum gegebenen Zeitpunkt über eine Neubesetzung informieren". Der aktuell vierköpfige Lenzing-Vorstand soll nach Aggarwals Abgang nurmehr von drei Vorständen geleitet werden.

Den Ausblick für 2025 bestätigte der börsennotierte oberösterreichische Konzern unterdessen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) solle weiter über dem des Vorjahres liegen. Die Lenzing-Aktie reagierte am Dienstagvormittag mit einem Kursverlust von gut vier Prozent. Im ersten Dreivierteljahr hatte Lenzing einen Nettoverlust von 105 Mio. Euro geschrieben, nach einem Minus von rund 111 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2024. In den ersten neun Monaten stieg das EBITDA um gut 29 Prozent auf rund 340 Mio. Euro.

Der Faserhersteller war zuletzt wegen einem angekündigtem Stellenabbau in den Schlagzeilen. Ende September war bekannt geworden, dass der Faserhersteller am Standort in Oberösterreich 300 Jobs in der Verwaltung abbauen will - davon 250 noch bis Jahresende. In den folgenden zwei Jahren sollen dann nochmals 300 weitere Stellen wegfallen.

Lenzing hat turbulente Jahre hinter sich

Mit einem so getauften "Performance-Programm" versucht das Unternehmen zurzeit seine Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2027 jährliche Einsparungen von rund 45 Mio. Euro nachhaltig realisieren. Heuer sollen 180 Mio. Euro eingespart werden.

Das Unternehmen hat turbulente Jahre hinter sich. Im Geschäftsjahr 2023 hatte Lenzing einen Nettoverlust von fast 600 Mio. Euro geschrieben. Auch im Jahr davor gab es Verluste. Hinzu kam der FFP2-Maskenskandal um den Coronamasken-Hersteller Hygiene Austria - ein Joint Venture von Lenzing und dem Wäschehersteller Palmers. Hygiene Austria meldete Anfang 2024 Insolvenz an.

Lenzing verarbeitet Holz zu Zellstoff und stellt daraus Fasern für die Bereiche Mode, Handel, Industrie, Kosmetik und Hygiene her. Hauptaktionär der Lenzing AG ist die heimische Industrieholding B&C, die noch 37,25 Prozent hält. 2024 hatte der brasilianische Zellstoffkonzern Suzano einen 15-Prozent-Anteil an dem Faserhersteller übernommen.

spo/tpo

ISIN AT0000644505 WEB http://www.lenzing.com

 WEB   http://www.verfassungsgerichtshof.at



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