Oberbank-Chef Gasselsberger nimmt zu Jahresende den Hut
Gasselsberger war seit 1998 im Vorstand der Bank
Der Chef der Oberbank, Franz Gasselsberger,
nimmt nach 28 Jahren im Vorstand der Bank den Hut. Er habe heute in
einem Schreiben an den Aufsichtsrat um eine einvernehmliche
Auflösung seines Vertrags gebeten, schreibt die Bank am Montag in
einer Aussendung. Gasselsberger war seit 1998 im Vorstand der Bank
und seit 2006 Vorstandsvorsitzender bzw. Generaldirektor. Sein
Vertrag wäre noch bis Mai 2027 gelaufen, nun hört er bereits mit
Ende des Jahres 2026 auf."Nach 45 Jahren Oberbank, davon fast ein Vierteljahrhundert an
der Spitze, ist es dann - im Alter von fast 68 Jahren - auch genug",
so Gasselsberger laut Aussendung. Bis Ende des Jahres bleibe er aber
"mit großer Freude" Generaldirektor der Oberbank.
Seiter dürfte Nachfolger werden
Sein Nachfolger dürfte Vorstandsdirektor Martin Seiter werden.
Der Nominierungsausschuss soll Seiter dem Aufsichtsrat als
Generaldirektor und Vorstandsvorsitzenden vorschlagen, heißt es in
der Aussendung. Die Beschlüsse dazu werden für März 2026 erwartet.
Gasselsberger sei "die Persönlichkeit gewesen, die die Oberbank
in den vergangenen Jahrzehnten geprägt hat", sagte Florian
Beckermann, Präsident des Interessensverbands für Anleger (IVA) zur
APA. Die vergangenen Jahre seien vor allem im Zeichen des Streits
zwischen der 3-Banken-Gruppe und der UniCredit gestanden. Dieser
Konflikt sei nun aber gelöst. Dass Seiter als Nachfolger nominiert
werde, sei keine Überraschung.
bel/tpo
ISIN AT0000625108
WEB http://www.oberbank.at
WEB http://www.ams.at