Strabag - Strabag muss 146 Mio. Euro zahlen - Bisher höchste Kartellstrafe

STRABAG

88,70 EUR -0,45 %
→ Chart → Stammdaten → Forum

Strabag muss 146 Mio. Euro zahlen - Bisher höchste Kartellstrafe


Kronzeugen-Status aberkannt - Strabag-Kartellstrafe belief sich zuvor auf 45 Mio. Euro



Das Wiener Kartellgericht hat der Strabag in der Baukartell-Causa den Kronzeugen-Status aberkannt und die Kartellstrafe in Höhe von 45,4 Mio. Euro auf 146 Mio. Euro erhöht. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte die erhöhte Geldbuße vor Gericht am Mittwoch beantragt. Das ist die mit Abstand höchste je in Österreich verhängte Kartellstrafe.
88,70 EUR -0,45%
Hoch 89,20 Tief 87,60 Vortag 89,10

Die zuvor höchsten Kartell-Geldbußen zahlten die Billa-Mutter Rewe (70 Mio. Euro) und der Baukonzern Porr (62,4 Mio. Euro). Nach einem Entscheid des Obersten Gerichtshofes (OGH) im Jahr 2023 wurde das Baukartellverfahren gegen Österreichs Branchenführer Strabag trotz bereits verhängter Millionenstrafe neu aufgerollt.

Hinweise auf Absprachen bei drei Bauprojekten nicht an BWB gemeldet

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte "aufgrund neuer vorliegender Tatsachen und Beweismittel" eine gerichtliche Überprüfung des rechtskräftigen Beschlusses aus dem Jahr 2021 beantragt. Die Strabag ist laut BWB "der vollständigen Einhaltung der Kooperationspflicht" als Kronzeuge" nicht nachgekommen. Am Mittwoch stellten Strabag-Rechtsvertreter vor dem Kartellgericht in Wien außer Streit, dass Hinweise auf Absprachen bei drei Bauprojekten der BWB im Rahmen des Kronzeugenprogramms nicht mitgeteilt wurden.

Baukartell betraf tausende Bauprojekte

Das aufgedeckte Kartell betraf nach Angaben der Wettbewerbshüter tausende Bauprojekte im Bereich Hoch- und Tiefbau in ganz Österreich, unter anderem im Straßenbau. Geschädigt wurden sowohl öffentliche als auch private Auftraggeber. Aufgeflogen war das Kartell 2016 als bei der Kärntner Baufirma Kostmann - spätere Kronzeugin - ein Ordner mit Aufzeichnungen gefunden wurde. Mehr als 20 große und auch kleinere Baufirmen wurden zu einer Kartellstrafe verdonnert. Neben Strabag und Porr entfielen hohe Kartell-Geldbußen auf Swietelsky (27,2 Mio. Euro) und die Habau Group (26,3 Mio. Euro).

cri/bel

ISIN AT000000STR1 WEB http://www.strabag.com

 ISIN  AT00BUWOG001  AT0000A21KS2
 WEB   http://www.buwog.at
       http://www.immofinanz.com
       http://www.rlbooe.at



ATX (Wiener Börse Index) : 5866.33 -1.6% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

BÖRSE-NEWS
Fabasoft — Fabasoft beschließt Aktienrückkauf
Addiko Bank — Addiko-HV - Unzufriedenheit über Dividendenblockade
Allgemeines — Hipp-Rückruf - Ermittlung wegen Erpressung, noch ein Glas in Umlauf
Allgemeines — Hipp-Rückruf - Ermittlung wegen Erpressung, noch ein Glas in Umlauf
OMV — OMV holt sich 56.000 Tonnen Rohöl aus der Notstandsreserve
Semperit — Semperit - Warburg erhöht Kursziel von 21 auf 22 Euro
OMV — Spritpreisbremse - SPÖ erneuert Kritik an OMV-Vorgehen
Allgemeines — Hipp-Rückruf: Sichergestelltes Glas im Burgenland enthielt Rattengift
Allgemeines — Hipp-Rückruf: Laut Ministerium möglicherweise Rattengift beigemengt
Allgemeines — Rückruf aller HiPP-Gläser bei Spar - Ermittlungen wegen Manipulation
Erste Group Bank — Drei neue Aufsichtsratsmitglieder für die Erste Group
Semperit — Semperit erwartet gutes erstes Quartal - Jahresprognose unverändert
Allgemeines — wiiw: Exporte nach Indien steigen wegen Handelsabkommen kräftig
Miba Vz — Technologiegruppe Miba mit Rekordumsatz von mehr als 1,2 Mrd. Euro
   [weitere News >>]