Folgen des Iran-Kriegs treiben Inflationsrate im März auf 3,1 Prozent
Statistik Austria: Anstieg um 0,9 Prozentpunkte "fast
vollständig" mit Preisschüben bei Treibstoffen und Heizöl
erklärbar - Im Februar betrug die Inflation 2,2 Prozent -
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Die Folgen des Iran-Kriegs lassen die Teuerung stark
steigen. Die Inflationsrate schnellte laut Schnellschätzung im März
auf 3,1 Prozent nach oben, im Februar lag die Teuerung noch bei 2,2
Prozent. "Der Anstieg von 0,9 Prozentpunkten geht fast vollständig
auf die Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl zurück", teilte die
Statistik Austria am Dienstag mit. Im März verteuerte sich Energie
um 6,1 Prozent."Der wichtigste Inflationstreiber blieben jedoch
Dienstleistungen, die im März um 4,5 Prozent teurer wurden, nach
einem Preisplus von 4,0 Prozent im Februar", so
Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk in einer
Aussendung. Details zur Inflationsentwicklung im März gibt die
Statistik Austria Mitte April bekannt.
OeNB erwartet für 2026 Inflationsrate von 2,7 Prozent
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hatte zuletzt
prognostiziert, dass die Teuerung bis Mai auf über 3,0 Prozent
steigt und dann bis Jahresende wieder auf rund 2,5 Prozent
zurückkommt. Im Jahresschnitt wird damit eine Inflationsrate von 2,7
Prozent erwartet. Für die beiden Folgejahre wird wieder ein Rückgang
der Inflationsrate auf 2,3 (2027) und 2,1 (2028) Prozent
prognostiziert. Wegen der hohen Unsicherheit rund um den Iran-Krieg
gebe es allerdings erhebliche Aufwärtsrisiken für die Erwartungen.
Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen
den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran
hat die Straße von Hormuz weitgehend geschlossen: Über die Meerenge
wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt
für Knappheiten, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind.
cri/ivn
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