Santander Consumer Bank wuchs 2025 im Neukreditgeschäft kräftig
Plus 16 Prozent Neukredite, vor allem Kfz-Finanzierungen
liefen gut - Gewinn nach Steuern wegen höheren Risikovorsorgen
gesunken
Die in Österreich auf Konsumentenkredite
spezialisierte Santander Consumer Bank hat im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2025 ihr Neukreditgeschäft deutlich ausgebaut.
Insgesamt schrieb sie ein Wachstum von 16 Prozent bei Neukrediten,
vor allem im Bereich der Kfz-Finanzierung ging es mit plus 19
Prozent bergauf, teilte die Bank am Mittwoch mit. Wegen erhöhter
Risikovorsorgen blieb jedoch der Gewinn nach Steuern mit 38,6 Mio.
Euro hinter dem Jahr 2024 zurück.Das Neukreditvolumen lag 2025 bei 3,21 Mrd. Euro. "2025 war
operativ eines der stärksten Jahre. Vor allem im Mobilitätsbereich
konnten wir deutlich zulegen", sagt CEO Olaf Peter Poenisch laut
einer Aussendung. Im Segment der Kfz-Finanzierungen stieg das
Neugeschäftsvolumen auf 2,52 Mrd. Euro (plus 19 Prozent). 107.000
Fahrzeuge habe die Bank im Vorjahr finanziert, das sei ein Rekord
gewesen. Die Bank hat zahlreiche Kooperationen mit Autoherstellern,
darunter Ford, Kia, Volvo, Polestar, KTM, Yamaha, Harley-Davidson
und seit 2025 auch den chinesischen Elektroautoanbieter NIO.
In den übrigen Segmenten wuchs die Bank ebenfalls. Bei
Barkrediten stieg das Neukreditvolumen um 7 Prozent auf 487 Mio.
Euro, bei Teilzahlungen legte es um 6 Prozent auf 204 Mio. Euro zu.
Santander hat zahlreiche Handelskooperationen, unter anderem mit
XXXLutz, Obi, Hornbach, Hartlauer oder Intersport.
Kreditausfallquote im niedrigen einstelligen Prozentbereich
Insgesamt lag der Kreditbestand bei 3,75 Mrd. Euro, das war ein
Plus von 4 Prozent zum Jahr 2024. Die Kreditausfallrate
(non-performing loans/NPL) liege im "niedrigen einstelligen
Prozentbereich", heißt es in der Aussendung ohne Angabe einer
genaueren Zahl. Die Spareinlagen blieben mit 3,19 Mrd. Euro nahezu
unverändert (plus 1,0 Prozent). Rund drei Viertel des Sparvolumens
entfielen mittlerweile 2025 auf Tagesgeldkonten, 2024 seien es nur
60 Prozent gewesen.
Unterm Strich blieb der Bank ein Gewinn nach Steuern von 38,6
Mio. Euro, das war um 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür
seien höhere Risikovorsorgen, diese erhöhten sich um 25 Prozent auf
73,4 Mio. Euro. Hier seien Sondereffekte schlagend geworden, die
Bank habe Abschreibungen vorgezogen, um die Qualität des Portfolios
zu verbessern.
bel/sag
ISIN ES0113900J37
WEB http://www.santander.com/
ISIN AT0000831706
WEB http://www.wienerberger.com