Tourismus-KV - Suche nach einem dritten Verhandlungstermin
Die Arbeitgeber bieten weiterhin ein Gehaltsplus von 3
Prozent, sind aber bei der Gewichtung der Lohngruppen
gesprächsbereit
Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die
Hotellerie- und Gastronomiebranche haben die Arbeitgeber
Dienstagmittag einen zweiten Vorschlag übermittelt. Noch am
Vormittag hatte sich die Gewerkschaft vida über mangelnde
Gesprächsbereitschaft der Arbeitgeber beschwert. Beide Angebote
gehen von einem Gehaltsplus von 3 Prozent aus - unterschiedlich
seien aber die Erhöhungen für die Lohngruppen. Einen Termin für eine
dritte Verhandlungsrunde gibt es noch nicht.Die vida bekräftigte Dienstagvormittag noch einmal ihre
Forderungen: Eine reale Lohnerhöhung über der Teuerungsrate, zwölf
garantierte freie Sonntage pro Jahr und eine bezahlte Mittagspause.
"Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber von durchschnittlich 3 Prozent
Lohnerhöhung ist angesichts der belastenden Bedingungen, unter denen
die Arbeitnehmer:innen arbeiten und der Rekordergebnisse im
Tourismus inakzeptabel", teilte die vida am Vormittag schriftlich
mit.
vida-Fachbereichsvorsitzende Eva Eberhart rechnete vor: "Während
Beschäftigte im öffentlichen Dienst ab 2.262,30 Euro verdienen und
in der Reinigung ab 2.184,99 Euro, liegt der Einstieg in Hotellerie
und Gastronomie bei lediglich 2.026 Euro brutto für Hilfskräfte",
erklärt Eberhart. Zum Vergleich: Die Armutsschwelle beträgt aktuell
1.661 Euro pro Monat.
stf/kre
ISIN
WEB https://www.wko.at/oe/news/pressestelle-wkoe
http://www.vida.at