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Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 17.8.23 14:53)

Neues Budget: Wer wie zur Kasse gebeten wird
aus: 23.10.2010 | 17:20 | (DiePresse.com)

Höhere Steuern für Treibstoff, Tabak, Banken und Aktien, Kürzungen bei Familien und Pflege, mehr Geld für Unis und Schulen - das sind die Details des neuen Budgets, auf das sich die Regierung am Samstag geeinigt hat.

...

•Vermögenssteuern. Eine Vermögenszuwachssteuer auf Aktiengewinne (25 Prozent) soll rund 430 Mio. Euro einbringen. Die einjährige Spekulationsfrist, über der man Gewinne nicht versteuern musste, fällt. Finanztransaktionssteuer und eine von der SPÖ geforderte eigene Reichenabgabe kommen nicht.

...

  

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Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details, ModeratorRang: Glückspilz(91), 17.8.23 14:53
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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
24.10.10 15:24
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
26.10.10 16:33
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
26.10.10 17:24
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
26.10.10 20:12
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
26.10.10 20:48
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
05.11.10 16:50
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
05.11.10 17:21
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      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
05.11.10 17:49
81
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
05.11.10 18:07
82
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
05.11.10 18:54
83
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
05.11.10 20:37
84
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbargut analysiert
05.11.10 21:26
85
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
06.11.10 08:43
86
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
06.11.10 09:18
87
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
06.11.10 10:29
88
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
08.11.10 17:58
89
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
06.11.10 16:55
90
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
06.11.10 17:03
91
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
08.11.10 18:02
92
      RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
08.11.10 18:10
93
Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
26.10.10 21:32
94
RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
26.10.10 22:06
95
RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
26.10.10 22:08
96
      RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
26.10.10 22:17
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      RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
26.10.10 22:54
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      RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
26.10.10 23:01
99
      RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
27.10.10 10:38
100
Was bei einem Depotwechsel passiert
26.10.10 23:14
101
proell out of controll
27.10.10 10:38
102
RE: proell out of controll
27.10.10 10:49
103
RE: proell out of controll
27.10.10 10:51
104
RE: Was bei einem Depotwechsel passiert gut analysiert
27.10.10 12:15
105
      RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
27.10.10 12:30
106
      RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
27.10.10 12:33
107
      RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
27.10.10 12:35
108
      RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
27.10.10 12:53
109
      RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
27.10.10 13:14
110
Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
27.10.10 14:23
111
Nicht einmal vortragen ...
27.10.10 14:31
112
RE: Nicht einmal vortragen ...
27.10.10 15:09
113
RE: Nicht einmal vortragen ...
27.10.10 16:00
114
Enteignungs-KESt ein Schlag ins Gesicht der Privatanleg...
27.10.10 15:09
115
RE: Enteignungs-KESt ein Schlag ins Gesicht der Privata...
27.10.10 15:59
116
RE: Enteignungs-KESt ein Schlag ins Gesicht der Privata...
27.10.10 16:04
117
RE: Nicht einmal vortragen ...
27.10.10 16:05
118
RE: Nicht einmal vortragen ...witzig
27.10.10 16:19
119
RE: Nicht einmal vortragen ...
27.10.10 16:21
120
RE: Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
27.10.10 15:50
121
      RE: Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
27.10.10 16:32
122
      RE: Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
27.10.10 17:46
123
RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
27.10.10 16:43
124
RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
27.10.10 16:54
125
      RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
27.10.10 17:04
126
Gegenverrechnung der Verluste
27.10.10 17:02
127
RE: Gegenverrechnung der Verluste
27.10.10 17:20
128
      Ausweg
27.10.10 17:24
129
      RE: Ausweg
27.10.10 17:27
130
      RE: Ausweg
27.10.10 17:30
131
      RE: Ausweg
27.10.10 19:19
132
Alternativengut analysiertgut analysiert
27.10.10 19:40
133
RE: Alternativengut analysiert
27.10.10 19:53
134
Wertpapier-KESt - Eine Empfehlung an alle Anleger
27.10.10 20:38
135
Wertpapier-KESt: So wird das nicht kommen können
27.10.10 20:47
136
RE: Alternativen
01.11.10 11:59
137
      Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
27.10.10 20:53
138
      direktanlage.at: ein Fünftel Umsatz könnte wegbrechen
27.10.10 21:02
139
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeStgut analysiert
27.10.10 21:02
140
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
27.10.10 21:51
141
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
27.10.10 23:46
142
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeStgut analysiert
28.10.10 09:29
143
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
27.10.10 23:07
144
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
28.10.10 00:06
145
      RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
28.10.10 08:29
146
      Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 10:08
147
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 10:26
148
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 11:29
149
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 11:39
150
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 12:28
151
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 12:36
152
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
29.10.10 16:59
153
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
29.10.10 17:07
154
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
29.10.10 17:30
155
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
29.10.10 20:41
156
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 10:28
157
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 10:32
158
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...gut analysiert
28.10.10 10:51
159
      RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
28.10.10 11:10
160
Wohlhabende, Transparenz
28.10.10 10:01
161
RE: Wohlhabende, Transparenz
28.10.10 10:48
162
      RE: Wohlhabende, Transparenz
28.10.10 11:17
163
      RE: Wohlhabende, Transparenz
28.10.10 11:24
164
Eine Empfehlung an alle Anleger
28.10.10 12:54
165
RE: Eine Empfehlung an alle Anleger
28.10.10 13:46
166
Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
28.10.10 13:15
167
RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. Novemberinteressant
28.10.10 18:33
168
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 10:11
169
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 10:25
170
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 10:46
171
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. Novemberinteressant
29.10.10 10:59
172
      Schweizer Broker
29.10.10 11:12
173
      RE: Schweizer Broker
29.10.10 11:25
174
      RE: Schweizer Broker
29.10.10 12:30
175
      RE: Schweizer Broker
29.10.10 12:42
176
      RE: Schweizer Broker
29.10.10 12:54
177
      RE: Schweizer Broker
29.10.10 11:52
178
      RE: Schweizer Broker
29.10.10 12:31
179
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. Novemberinteressant
29.10.10 11:21
180
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. Novemberwitzig
29.10.10 11:36
181
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 11:42
182
      Deutsche Broker
29.10.10 12:14
183
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 12:19
184
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 12:53
185
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 13:05
186
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 14:17
187
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 14:25
188
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 14:28
189
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 14:40
190
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 14:43
191
      RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
29.10.10 15:15
192
      gerechte KEST, meine Forderung an die Politikinteressantgut analysiert
29.10.10 16:00
193
      RE: gerechte KEST, meine Forderung an die Politik
29.10.10 15:27
194
Stichtag 1. Jänner 2011
29.10.10 17:52
195
Bankgeheimnis ade gut analysiertgut analysiert
29.10.10 18:31
196
RE: Bankgeheimnis ade
29.10.10 22:21
197
Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
29.10.10 21:46
198
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
29.10.10 23:20
199
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 00:41
200
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 01:43
201
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 11:11
202
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 21:21
203
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
31.10.10 20:04
204
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 16:41
205
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 19:30
206
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
30.10.10 22:00
207
      RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
31.10.10 00:59
208
xtb
30.10.10 10:32
209
RE: xtbinteressant
31.10.10 02:48
210
      RE: xtb
30.10.10 23:26
211
      RE: xtb
31.10.10 10:18
212
      RE: xtb
31.10.10 10:43
213
      RE: xtb
31.10.10 10:48
214
      Thema Fonds
31.10.10 11:07
215
      flatex.at: empfehlenswert?
31.10.10 12:47
216
      RE: flatex.at: empfehlenswert?
31.10.10 18:02
217
      RE: flatex.at: empfehlenswert?
01.11.10 09:21
218
      RE: flatex.at: empfehlenswert?
01.11.10 12:02
219
      RE: flatex.at: empfehlenswert? / IW-Bank
01.11.10 12:51
220
      RE: xtb
31.10.10 20:38
221
Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
01.11.10 11:36
222
RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
01.11.10 12:54
223
      RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer spareninteressant
01.11.10 14:33
224
      RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
06.11.10 14:28
225
      RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
06.11.10 16:56
226
      RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
06.11.10 15:16
227
Wertpapiersteuer nicht ganz geheuer
15.11.10 19:48
228
THREAD ENDE
16.11.10 18:31
229

RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 15:24)

AKTIEN-KEST: Die Spekulationsfrist bei Aktien wird abgeschafft. Bisher waren Aktiengewinne nur innerhalb einer einjährigen Spekulationsfrist steuerpflichtig. Danach mussten keine Abgaben bezahlt werden. Ab 1.1.2011 fällt für Gewinne aus Wertpapieren ohne Frist eine 25-prozentige Kapitalertragssteuer an. Aktienkursverluste werden gegengerechnet. Die Abgabe wird von den Banken eingehoben und an die Finanz abgeführt. Die Steuereinnahmen sollen 30 Mio. in diesem Jahr betragen und auf 250 Mio. Euro bis 2014 ansteigen.

www.wirtschaftsblatt.at

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 15:42)

zahlen die banken auch bei jeder gewinnbringenden transaktion z.b. aktien, put,call optioen usw.auch die 25%ige kapitalertragssteuer. ja od. nein (die machen 100derde von millionen € gewinn) sollte dies nicht der fall sein ,so wäre das gegenüber dem kleinanleger eine unzumutbare schlechterstellung (sauerei) den hier gilt der
gleichheitsgrungsatz

besten dank im voraus für eine diesbezügliche antwort


josef schrott

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 16:06)

> zahlen die banken auch bei jeder gewinnbringenden
>transaktion z.b. aktien, put,call optioen usw.auch die 25%ige
>kapitalertragssteuer. ja od. nein (die machen 100derde von
>millionen € gewinn) sollte dies nicht der fall sein ,so
>wäre das gegenüber dem kleinanleger eine unzumutbare
>schlechterstellung (sauerei) den hier gilt der
>gleichheitsgrungsatz

die banken zahlen, wie alle anderen AG's auch, auf den (gesamt-)gewinn 25% körperschaftssteuer.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 20:13)

>> zahlen die banken auch bei jeder gewinnbringenden
>>transaktion z.b. aktien, put,call optioen usw.auch die
>25%ige
>>kapitalertragssteuer. ja od. nein (die machen 100derde
>von
>>millionen € gewinn) sollte dies nicht der fall sein
>,so
>>wäre das gegenüber dem kleinanleger eine unzumutbare
>>schlechterstellung (sauerei) den hier gilt der
>>gleichheitsgrungsatz
>
>die banken zahlen, wie alle anderen AG's auch, auf den
>(gesamt-)gewinn 25% körperschaftssteuer.


die banken zahlen nicht bei jeden tradig das gewinn bringt 25%kest

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 20:18)



gesamtgewinn und pro trad gewinn ist sehr wohl ein unterschied

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 20:20)



gesamtgewinn und pro trad gewinn ist sehr wohl ein unterschied

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 21:07)

>
>
>gesamtgewinn und pro trad gewinn ist sehr wohl ein
>unterschied

Ja, über die ESt-Erklärung holst Du dir dann die Verlusttrades zurück, das kommt letzten Endes (nominal) auf's selbe raus. Allerdings entsteht daraus über's Jahr ein Liquiditäts- und Zinsnachteil, das ist mir klar. Dieser wurde ohnehin schon des langen und breiten diskutiert.
Mir schien nur, du weißt nicht, daß die Banken auch 25% zahlen. Das wollte ich klar stellen, in Ordnung???

Und wenn wir schon dabei sind: natürliche Personen (Du und ich und die anderen armen Schweine) und juristische Personen (Körperschaften) werden oft steuerlich zwar ähnlich, aber prinzipiell unterschiedlich behandelt. Deinen "Gleichheitsgrundsatz" kannst Du Dir irgendwo aufzeichnen.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 10:07)



macht es sinn das depot ins ausland zu verlegen um so der kest zu endkommen

wenn ja wohin??

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 10:15)

wenn die neue regelung tatsächlich so wie angedacht exekutiert wird, suche ich mir einen broker in D.
die ausführliche diskussion über vor- und nachteile verschiedener länder etc. kannst du weiter oben in diesem thread durchlesen.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 11:15)

Abgeltungssteuer Steuer auf Zinserträge Steuern auf Dividenden

25% neu 25% alt 25% alt


wie lange läst sich der kleine, sparer ,anleger , aktionär sich das noch gefallen

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 21:03)

hier werden wieder die kleinaleger die für ihre altersvorsorge gespart
haben abgezockt

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 20:45)

>hier werden wieder die kleinaleger die für ihre
>altersvorsorge gespart
>haben abgezockt

Auf alte Positionen fällt keine KEST an, nur auf neue Positionen. Und ehrlich gesagt finde ich 25% akzeptabel und ist durchaus auch internationales Niveau. Ohne in diesem Bereich was zu machen, ist es schwer zu argumentieren, daß überall sonst die Spar- und Steuerschraube angezogen wird. Ich zahle natürlich auch lieber weniger Steuer, wie alle anderen auch...

  

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CFDs
waldlaeufer(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 09:49)

wird ab 2011 auch der handel mit cfds betroffen sein?
habe noch ein konto bei cms markets.....

  

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RE: CFDs
Rang: thunderroad(326) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 10:14)

>wird ab 2011 auch der handel mit cfds betroffen sein?
>habe noch ein konto bei cms markets.....

Von der deutschen CMC-Seite:

Fallen CFDs allgemein unter die Abgeltungsteuerpflicht?

Bei CFDs handelt es sich nach bisheriger Auffassung um Termingeschäfte im Sinne. des Paragrafen 23 Einkommensteuergesetz (EStG). Auch unter der Abgeltungsteuer werden CFDs damit weiterhin als Termingeschäfte besteuert werden. Aus Termingeschäften sind solche Gewinne zu versteuern, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer veränderlichen Bezugsgröße bestimmten Geldbetrag bzw. Vorteil erlangt.

Mit welchen anderen Kapitalerträgen können die Gewinne, bzw. Verluste aus dem Handel mit CFDs verrechnet werden?

Gewinne und Verluste aus Aktien bilden einen separaten Verlustverrechnungskreis. Das heißt, Gewinne aus Aktiengeschäften dürfen dementsprechend auch nur mit Verlusten aus der Veräußerung von Aktien verrechnet werden. Das gilt nicht für CFDs auf Aktien. CFDs fallen unabhängig vom Basiswert, auf den sie sich beziehen, als eigenständiges Finanzinstrument nicht in diesen separaten Verlustverrechnungskreis für Aktien. Das bedeutet, dass die Verluste aus CFD-Transaktionen uneingeschränkt mit allen anderen positiven Kapitalerträgen, wie zum Beispiel Zinsen und Dividenden, verrechnet werden können.

Ist CMC Markets abgeltungsteuerpflichtig?

Nein, laut Aussage des Finanzamts Frankfurt am Main ist die CMC Markets Zweigniederlassung Hamburg keine auszahlende Stelle. Die Konten unserer Kunden werden bei der CMC Markets UK plc. in Großbritannien, also einem ausländischen Institut, geführt. Für diese Konten und Depots muss der Anleger die Einkünfte in der persönlichen Einkommensteuererklärung deklarieren, wo sie dann maximal zum Abgeltungssatz versteuert werden.

Welche Kosten sind beim Handel mit CFDs im Rahmen der Abgeltungsteuer abzugsfähig?

Abzugsfähig bleiben die in direktem Zusammenhang mit einer CFD-Transaktion anfallenden Aufwendungen (zum Beispiel Kommissionen, Finanzierungsgebühren, etc.)

Wie / wie oft informiert Sie CMC Markets über Ihre aktuelle Steuersituation?

Auf Anfrage erstellt CMC Markets einmal pro Jahr eine Jahresbescheinigung. Diese ersetzt allerdings nicht die Steuerbescheinigung für die jährliche Steuererklärung.

  

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RE: CFDs
waldlaeufer(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 10:31)

Danke für die schnelle Antwort thunderroad!
Gehe ich recht in der Annahme, dass du dein cmc depot auch 2011
weiterbetreiben wirst?
--------
Die Konten unserer Kunden werden bei der CMC Markets UK plc. in Großbritannien, also einem ausländischen Institut, geführt. Für diese Konten und Depots muss der Anleger die Einkünfte in der persönlichen Einkommensteuererklärung deklarieren, wo sie dann maximal zum Abgeltungssatz versteuert werden.
--------
Das heißt für mich auch ab 2011 weiter wie bisher: Gewinne aus dem cmc
depot weiterhin selbst in die Ekst Erklärung einbeziehen. Irgendwelche externe automatische Abzüge sind also nicht zu erwarten?!

  

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BE-Kommentar: Vermögenszuwachssteuer - wo ist die erklärende ad-hoc?RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 15:36)

Von Christian Drastil

Die Vermögenszuwachssteuer soll also kommen. Und wo ist die "Regierungs-ad-hoc" mit den Erklärungen? Leute, das ist extrem kursrelevant für den Kapitalmarkt. Wie wird besteuert? Stichtage? Ausnahmen? Kommt das deutsche Modell mit Verlustgegenrechnung auf Kontoebene? http://www.be24.at/blog/entry/649217 . Oder kommen die wilden Fantasien der SPÖ? http://www.be24.at/blog/entry/648818 .

Ich will Erklärungen vor Montag Marktstart. Und ich denke, ich bin nicht der Einzige ...
UPDATE: http://www.boerse-express.com/pages/914407 - das, was aus dem BMF kommt, beruhigt etwas.

Trotzdem: Der Börse Express lehnt die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer strikt ab. Die Einführung einer Steuer auf den Vermögenszuwachs würde unweigerlich zu einer "inneren" Belastung des ohnedies unterentwickelten österreichischen Kapitalmarkts führen.

Die Vermögenszuwachssteuer und die Bankensteuer werden dazu führen, dass die Banken als einzige eine Verwaltungsreform (aber hin zu mehr Verwaltung) machen müssen. Für die Banken entstehen enorme Kosten, die "Krot" wird der Kunde fressen. Wer sonst. Die armen Privaten werden also von der Regierung UND von den Banken belastet.

Die Steuer trifft nicht die Reichen, sondern ... (spassig werden die Ausnahmen und die Ausnahmen der Ausnahmen):
● Leute, die private Pensionsvorsorge betreiben. Vermögensaufbau wird bestraft
● Häuslbauer, die auf Tilgungsträger setzten
● Mitarbeiter von Firmen, denen gut gemeinte Investments in Aktien des eigenen Unternehmens jetzt zum Verhängnis werden können. Vermögensaufbau wird bestraft
● Anleger, die vielleicht jahrelang im Minus waren (Stichwort: Immo- Aktien) und deren etwaige "Auf- holgewinne" besteuert werden. Oder kommt es wie in Deutschland?
● Übersicht und Diskussion: http://bit.ly/8XUxxW

Der Börse Express lädt Sie ein, sich an der "Öffentlichen Namensliste gegen die Vermögenszuwachssteuer" , die im Jahr 2008 startete (und nun aus aktuellem Grund wieder online ist), zu beteiligen. Ihr Name, optional Ihre Firma und Ihre Mail-Adresse (nicht öffentlich, aber für "Zwischenstände"). Sie erhalten dann ein Mail, mit dem Sie Ihre Eintragung bestätigen müssen. Fertig. (Und wir werden Sie dann fallweise über Neuerungen und Aktivitäten per Newsletter auf dem Laufenden halten).

Der Link zum Weitersagen: http://www.boerse-express.com/vermoegenszuwachssteuer

  

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Aktiengewinne bisher steuerfrei?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 15:54)

Schreibt Ex-Sozialminister Buchinger jetzt fürs Wirtschaftsblatt? Was ist mit den Dividenden, wo der Staat auch bisher schon beherzt zugegriffen hat, dass ja nichts durchrutscht?

"Bisher waren Aktiengewinne nur innerhalb einer einjährigen Spekulationsfrist steuerpflichtig."

  

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Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 17:39)

Für Rasinger "geringeres Übel", Börse-Vorstand will noch Details abwarten

Die neue 25-prozentige Abgabe auf Aktiengewinne (Wertpapier-KESt/Vermögenszuwachssteuer) ist für den Anlegerschützer und Börseexperten Wilhelm Rasinger "eine bittere Pille, die man aber wird ohne Bauchweh schlucken können". Ein echter Horror wäre eine Vermögensteuer als Substanzsteuer gewesen, sagte Rasinger am Sonntag zur APA. Befürchtungen in diese Richtung habe es ja gegeben.

Die Spekulationsfrist bei Aktien wird abgeschafft. Bisher waren Aktiengewinne nur innerhalb einer einjährigen Spekulationsfrist steuerpflichtig. Danach mussten keine Abgaben bezahlt werden. Ab 1.1.2011 fällt für Gewinne aus Wertpapieren ohne Frist eine 25-prozentige Kapitalertragssteuer an. Aktienkursverluste werden nach Angaben der Regierung gegengerechnet. Die Abgabe wird von den Banken eingehoben und an die Finanz abgeführt. Die Steuereinnahmen sollen 30 Mio. Euro für das erste Jahr betragen und auf 250 Mio. Euro bis 2014 ansteigen.

Rasinger sagte, er kenne noch nicht alle Details, aber er halte diese Lösung für das geringere Übel. "Jede Steuer ist unangenehm", aber damit werde man leben können. Noch dazu, wo es wenig Ausweichmöglichkeiten gebe. "Capital gain wird fast überall besteuert."

Die neue Regelung ist für Rasinger "umfassender und gerechter" als die alte. In der alten Regelung seien die Dummen immer die Steuerehrlichen gewesen. Wer da innerhalb der Spekulationsfrist verkaufte, hatte üblicherweise den Höchstsatz von 50 Prozent zu berappen. "So ist es jetzt eine moderate Steuer, die jeden trifft."

Wiens Börsevorstand Heinrich Schaller wollte sich am Sonntag vor Lektüre der Details zu dem Steuerplan nicht äussern. Er bekräftigte nur, dass in Zeiten, in denen Unternehmen Eigenkapital aufbauen müssten, jeder neuen Steuer mit Skepsis begegnet werden müsse. (APA)

Quelle:http://www.boerse-express.com/pages/914469/newsflow

-----------------

Auch in den USA werden Aktiengewinne ziemlich übel besteuert....

  

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RE: Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 22:34)

Wie hoch sind den die diversen "Aktiensteuern" in anderen Ländern, wenn sich der Rasinger jetzt "so freut"?

  

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RE: Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 08:36)

>Wie hoch sind den die diversen "Aktiensteuern" in
>anderen Ländern, wenn sich der Rasinger jetzt "so
>freut"?


Kurgewinne werden besteuert:

Dänemark ---> von 28 bis 59%

Finland ---> von 17 bis 28 % (Kursgewinnsteuer sinkt über zehn Jahre)

Irland ---> 25% Definitive Abgeltungsteuer

Italien ---> 12,5 Definitive Abgeltungsteuer/ auf Zinsen 27%

Polen ---> 19%

Schweden ---> 30%

Spanien ---> von 18% bis 43%

Deutschland ---> bis ca.28%

USA, UK etc. gibt es auch noch saftige Steuern.Ausgewandert ist wegen dieser aber noch niemand.


  

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RE: Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 09:15)

>USA, UK etc. gibt es auch noch saftige Steuern.Ausgewandert
>ist wegen dieser aber noch niemand.

Vielleicht nicht physisch. Aber Holdings in Zypern, Bahamas, Delaware, Jungferninseln, Hong Kong etc. haben durchaus auch britische oder amerikanische Eigentümer.

  

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RE: Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 09:29)

>>USA, UK etc. gibt es auch noch saftige
>Steuern.Ausgewandert
>>ist wegen dieser aber noch niemand.
>
>Vielleicht nicht physisch. Aber Holdings in Zypern, Bahamas,
>Delaware, Jungferninseln, Hong Kong etc. haben durchaus auch
>britische oder amerikanische Eigentümer.


Dass es sich Superreiche und diverse Firmen immer,auch in Österreich BISHER (schau mal wieviele heute schon in diesen Oasen sitzen), schon immer richten konnten ist ja kein Geheimnis.Aber trotzdem sprudeln die Steuereinahmen aus Aktienspekulationen ganz gut in USA,UK und D. Weil halt die Börse ein beliebtes Spielcasino ist,neben Internet-Poker und Wetten....

  

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RE: Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 22:49)

>Dummen immer die Steuerehrlichen gewesen. Wer da innerhalb der
>Spekulationsfrist verkaufte, hatte üblicherweise den
>Höchstsatz von 50 Prozent zu berappen. "So ist es jetzt
>eine moderate Steuer, die jeden trifft."


Nur wenn er den Dividendentrick nicht gekannt hat. Ich nehme an wer in
diese Kategorie fällt, kennt ihn.


>Auch in den USA werden Aktiengewinne ziemlich übel
>besteuert....


Man muß aber immer die gesamte Steuerlast sehen...

  

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RE: Aktiensteuer:Rasinger sieht die Lage auch fast positiv
Rang: Nosferatu(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 09:36)

Fallen die 25 % nur bei neu gekauften Aktien ab 2011 an, oder auch bei aktien die ich 2008 gekauft habe und eventuell 2011 verkaufe ?

Edit:
hat sich geklärt hab eben erst den anderen Artikel gelesen mit dem Link
http://www.boerse-online.de/steuern/nachrichten/abgeltungssteuer/:Abgeltungssteuer--Frage n-und-Antworten-%28FAQ%29/487741.html?p=7

  

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weitere, offene Fragen
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 24.10.10 15:49)

- gilt das bei allen österreichischen Aktien und Wertpapieren?
- oder bei allen Aktien und Wertpapieren, sofern sie in einem österreichischen Depot liegen?
- nur für Wertpapiere, die von Österreichern in Österreich gehalten werden?
- oder auch für alle Ausländer mit einem öst. Depot?

- Was passiert mit dem deutschen Depot eines Österreichers, der österreichische Wertpapiere hält?

- Gegenrechnung der Verluste? - bei mehreren Depots, eventuell auch noch ein ausländisches darunter?


usw., usw.

Irgendwie glaube ich, dass die Spa-Klausur-Runde selbst noch keine Ahnung hat....

Das wird noch lustig/interessant!

  

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RE: weitere, offene Fragen
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 00:45)

Das sind in der Tat interessante Fragen.
Ich denke, daß öster. Broker die Steuer abführen außer wenn der Depoteigentümer Ausländer ist.
Bei ausländischen Broker wird es wohl keine automatische Abführung geben, man kann die ja nicht dazu verpflichten. Hängt wohl auch von der Banklizenz ab. Gegenrechnung verschiedener Depots wird es wohl nur bei Anführung beim Finanzamt geben.

Glückspilz, aber das hast du dir wahrscheinlich auch selbst gedacht, du willst die Fakten und keine Spekulationen. Ich glaube, daß nichtmal die Politiker selbst das wissen, hier wurde mal ein Grundsatzbeschluß gefasst, Daumen mal Pi die Einnahmen geschätzt und jetzt geht es um Verhandlung mit den Banken. Die sollen in 1 Monat eine funktionierende Software einsetzen, hmm das wird noch was werden...

Interessant ist eigentlich, daß die Steuer für Steuerehrliche das Gegenteil bewirkt, was gemeinhin das Ziel sein könnte (nicht meine Meinung): steuerehrliche Spekulanten werden entlastet, Langfristanleger belastet. Somit freue ich mich, daß ich in die 1.Gruppe falle.

  

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RE: weitere, offene Fragen
InVinoVeritas(3) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 01:39)

wie sieht die Sache bei:

Währungstrades, oder mit Derivaten, oder bei Rohstoffen aus?



  

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Warum Zinshausbesitzer etc. steuerfrei?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 08:30)

Alle Immospekulanten kommen ungeschoren davon,während wir blechen müssen.
In vielen Ländern werden Eigenheime,Bauernhöfe,2.Wohnbesitze etc ausgenommen von der Steuer,aber die Immospekulanten müssen zahlen.




  

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RE: Warum Zinshausbesitzer etc. steuerfrei?
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 09:17)

>Alle Immospekulanten kommen ungeschoren davon,während wir
>blechen müssen.

Immospekulanten müssen sehr wohl zahlen (Grenzsteuersatz). Spekulationsfrist bei Immos (die nicht selbst bewohnt werden) ist 10 Jahre.

Es geht aber m.E. nicht um den Spekulanten, sondern den Investor. Und hier ist mit der Steuerreform der Wertpapierinvestor nun um 25% der Rendite schlechter gestellt. Langfristiges Investment in Immos ist somit noch attraktiver als bisher (Zinsertrag über Sparbuchzinsen, Sicherheit durch Besitz von Grund und Boden, Wertsteigerung nach 10 Jahren steuerfrei). Hingegen Aktien: Dividenden meist unter Sparbuchzinsen, hoher Unsicherheitsfaktor durch möglichen Unternehmenskonkurs, Wertsteigerung wird mit 25% bestraft.
Ist klar, daß hier der Otto-Österreich-Normalinvestor in Immobilien investieren wird. Es kommt also zu einer klassischen Fehlallokation, weg von sinnvollen Risikoinvestments, welche den Wirtschaftsstandort Österreich stärken, hin zu einer weiteren Aufblähung des Immobilienmarktes (der ohnehin schon überhitzt ist).
Gratuliere zu so viel gesundem Hausverstand, meine lieben Herren Pröll und Feyman.

  

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RE: Warum Zinshausbesitzer etc. steuerfrei?
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 10:47)

Wobei nur Immo-Direktinvestments (und alle möglichen komplizierten Personengesellschafts-Konstruktionen) in Frage kommen,
die Immo-Aktien fallen unter Aktien,
gehören natürlich zu den bösen Spekulationspapieren.

Waren die letzten 2 Jahre eh die ärgsten beim Runter und Rauf

  

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RE: Warum Zinshausbesitzer etc. steuerfrei?
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 17:13)

>Gratuliere zu so viel gesundem Hausverstand, meine lieben
>Herren Pröll und Feyman.


Das Problem fängt bei mir schon damit an daß ich Spekulation als
nichts Negatives sehe (ohne mich selbst für einen Spekulanten zu
halten).

Die leben eben in einer eigenen Welt.




  

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Abgeltungssteuer: Alle Antworten aus Deutschland interessantinteressantinteressant
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 00:57)

Es soll ähnlich wenn nicht gleich wie in D kommen. Die haben es 2009 eingeführt. Hier eine tolle Seite mit Antworten zu allen erdenklichen Fragen:

http://www.boerse-online.de/steuern/nachrichten/abgeltungssteuer/:Abgeltungssteuer--Frage n-und-Antworten-%28FAQ%29/487741.html

z.B.:
1. Ab wann tritt die Abgeltungssteuer in Kraft?

2. Fallen nur Aktien darunter?

3. Was besagt eigentlich der Begriff Abgeltungssteuer?

4. Ist die Abgeltungssteuer gut für Aktionäre?

5. Was sind die Gründe für die Mehrbelastungen der Aktionäre?

6. Was ist mit Wertpapieren, die ich vor 2009 kaufe, unterliegen sie dann ab 2009 auch der Abgeltungssteuer?

7. Wie läuft es mit dem Werbungskostenabzug ab 2009?

8. Was ist eigentlich mit der Kirchensteuer ab 2009?

9. Gibt es künftig noch eine Verlustverrechnung?

10. Wie läuft die Verlustverrechnung bei Optionsgeschäften?

11. Wie läuft die Verlustverrechnung bei Zertifikaten?

12. Kann ich einen Verlustvortrag aus Wertpapiergeschäften aus der Zeit vor 2009 künftig mit Dividenden und Zinsen verrechnen?

13. Wenn ich Wertpapiere 2008 angeschafft habe und 2009 verkaufe, sie aber weniger als ein Jahr im Depot hatte – entstehen dann Neu- oder Altverluste?

14. Wie managt die Bank im nächsten Jahr die Verrechnung von Verlusten, wenn ein Anleger zunächst nur Gewinne erzielt?

15. Gibt es ab 2009 noch einen Kontenabruf?

16. Was muss ich künftig beachten, wenn ich Dividendentitel im Ausland erworben habe und ausländische Quellensteuer bezahlt habe?

17. Sind Lebensversicherungen dank der Abgeltungssteuer ein neues Steuersparmodell?

18. Welche Regeln gelten im Erbfall?

19. Gelten auch für Immobilien neue Regeln?

20. Ich habe einen Riestervertrag und eine private Rentenversicherung. Wie wirkt sich hier die Abeltungssteuer aus?

21. Gibt es auch echte Gewinner der Abgeltungssteuer?

22. Gibt es Nichtveranlagungsbescheinigungen und Freistellungsaufträge weiterhin?

23. Welche Härten kommen auf Zertifikateanleger zu?

24. Greifen die Ausnahmeregeln für Zertifikate auch bei Knock-outs und Turbos?

25. Welche Grundsätze gelten bei der Besteuerung von Fonds?

26. Ich habe bereits einen Fondssparplan abgeschlossen, um mir Kapital fürs Alter anzusparen. Fällt der auch unter die Abgeltungssteuer? Und was ist mit VL-Sparplänen?

27. Gibt es Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen thesaurierenden Fonds?

28. Gibt es eigentlich bei ETFs (Exchange Traded Funds) Besonderheiten zu beachten?

29. Wie werden Zerobonds, die vor Ende 2008 gekauft wurden, bei einem Verkauf nach 2009 versteuert?

30. Unterliegen auch Devisengeschäfte künftig der Abgeltungssteuer?

31. Wie sehen eigentlich die Steuerregeln bei Veräußerungsgewinnen in unseren Nachbarländern aus?

32. Die Altfallregelung ist mir noch unklar. Müssen die Papiere, die ich erwerbe, bis Ende 2008 bereits aus der einjährigen Spekulationsfrist heraus sein?

33. Woran erkennt man, ob ein Zertifikat steuerlich als Finanzinnovation gilt?

34. Führt jede Garantiezusage gleich zur Einstufung als Finanzinnovation?

35. Lohnen sich Zertifikate nach Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009 noch?

36. Wie wird eigentlich die derzeit noch gültige einjährige Spekulationsfrist berechnet?

37. Braucht es ein Zweitdepot, um mit Blick auf die Abgeltungssteuer seine Altbestände aus Wertpapiere von Neubeständen ab 2009 abzugrenzen? Oder langt auch lediglich ein Unterdepot aus?

38. Doch warum ist eine Bestandstrennung in Zeiten der Abgeltungssteuer überhaupt sinnvoll?

39. Gibt es Fonds, die unter der Abgeltungssteuer steuerlich attraktiver werden?

40. Welche Besonderheiten greifen bei offenen Immobilienfonds?

41. Wie werden CFD´s künftig steuerlich behandelt?

42. Kann man mit Hilfe von CFD´s die Steuerbelastung auf Kursgewinne minimieren?

43. Wie läuft die Besteuerung, wenn Stillhalterprämien in 2008 kassiert werden - die Closing-Prämie aber erst in 2009 gezahlt wird?

44. Bei Ausübung eines Optionsscheins werden Aktien ins Depot gebucht. Verlangt der Fiskus für spätere Kursgewinne Abgeltungssteuer?

45. Wenn ich als Deutscher mit meinem Aktiendepot ins Ausland gehe, kann ich dann die Abgeltungssteuer umgehen?

46. Wie läuft ab 2009 die Zinsfreistellung?

47. Wird auch in Bagatellfällen Abgeltungssteuer einbehalten?

48. Ich zahle in einen staatlich geförderten Bausparvertrag ein. Bislang unterliegt er keinem Zinsabschlag. Bleibt das auch ab 2009 so?
49. In welchen Fällen muss man Zinseinkünfte auch ab 2009 noch deklarieren?

50. Kann man von Genussscheinen in der Übergangsphase auf die Abgeltungssteuer profitieren?

51. Fällt auf Zinszahlungen und Boni der Bausparkasse Abgeltungssteuer an, auch wenn der Vertrag schon lange läuft?

52. Werden Fondspolicen durch die Abgeltungssteuer attraktiver?

53. Wie werden Finanzinnovationen wie Zerobonds oder Anleihen unter den neuen Regeln der Abgeltungssteuer behandelt?

54. Wie wird eine Kaufoption und eine Verkaufsoption / Long Call und Long Put steuerlich behandelt?

55. Wie werden in Zukunft Kapitalerträge von Anlegern mit einem persönlichen Steuersatz von unter 25 Prozent besteuert?

56. Wie kann der Anleger die Kapitalerträge in der Einkommensteuer deklarieren, wenn die Banken ab 2009 keine Jahresbescheinigung mehr erstellen?

57. Wie werden Übernahmen bei der Abgeltungssteuer behandelt?

58. Welche Besonderheiten gelten ab 2009 beim Altersentlastungsbetrag?

59. Ich möchte meine Aktien auf meine Kinder übertragen. Die Spekulationsfrist für die Papiere ist bereits abgelaufen. Wenn meine Kinder die Aktien später verkaufen, fallen sie dann unter die Abgeltungssteuer? Und was ist mit der Schenkungssteuer?

60. Ich möchte mein Depot auf eine neue Bank übertragen. Werden die Anschaffungsdaten für die Wertpapiere in meinem Bestand auf die neue Bank mit übertragen?

61. Gilt eine Übertragung von Fondsanteilen von einer Depotbank zur anderen nach 2009 als Neuanlage?

62. Wird auch bei intransparenten ausländischen Investmentanteilen ohne Ausschüttungen einfach der Veräußerungsgewinn mal 0,25 als Steuer abverlangt?

63. Wirken sich Zinsgewinne und Wertzuwächse auf die Höhe der gesetzlichen Krankenversicherung aus?

64. Wie werden Discount-Zertfikate behandelt, die der Emittent durch Aktien tilgt?

65. Fallen bei der Veräußerung von Renten-ETFs, die ich nach dem 1.1.2009 kaufe, auch Zwischengewinne an?

66. Welche Regeln gelten ab 2009 für Kursgewinne aus Gold- uns Silbermünzen /-barren?

67. Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Muss ich das meiner Bank mitteilen, damit sie mir ab 2009 nicht einfach Kirchensteuer auf meine Kapitalerträge abzieht?

68. Wie wirkt sich die Abgeltungssteuer auf die steuerliche Behandlung von Spin-offs und anderen Kapitalmaßnahmen aus?

  

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RE: Abgeltungssteuer: Alle Antworten aus Deutschland
DerGrinch(3) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 10:10)

danke für den guten Link und sicher wird unsere Variante ähnlich der deutschen werden ABER ich möchte schon davor warnen jetzt deutsche Regeln als auch für Österreich gültig anzusehen.
Das kann öfter schief gehen als man denkt, denn gerade die geglaubte Ähnlichkeit entpuppt sich dann oft im Detail als Verhängnis.
Man frage die profil Journalisten, die aus Gerichtsakten zitierten und sich jetzt über Gerichtspost aus Deutschland freuen (natürlich freut sich Profil über Gratis-publicity).
Der Grinch

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details gut analysiertgut analysiert
Rang: Thalion(20) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 11:29)

Wenn ich jetzt rein egoistisch denke, dann kann ich die Wertpapier-KEST nur begrüßen. Für mich würde sich sogar durch diese neue Steuer eine Steuererleichterung ergeben. Ich halte selten Aktien länger als ein Jahr, ergo dessen habe ich immer kräftig Speck-Steuer in Höhe von 50% zahlen dürfen.

Ganz allgemein gesehen ist die neue Steuer gerechter als die jetzige Regelung. Wie kommt jemand dazu, der 11 Monate lang seine Aktien gehalten hat, nun aus charttechnischen oder sonstigen wirtschaftlichen Gründen die Aktien verkaufen muss und somit 50% Steuer auf seine Gewinne zahlen muss, während der, der seine Werte 13 Monate im Depot hatte, alles für sich behalten darf. Ist der 11 Monate-Typ im Vergleich zum 13 Monate-Typ der totale Zocker? Die Speck-Steuer hat sämtliche steuerlichen Staffelungen außer Acht gelassen. Es ist wie, als wenn bis 60.000 Euro Verdienst keine Einkommenssteuer zu zahlen ist und bei Überschreitung sind dann plötzlich 50% Steuer fällig. Da bekommt der 55.000 Euro Verdiener wesentlich mehr raus als der, der das Pech hatte, die 60.000 Euro zu überschreiten. Genauso sieht es momentan mit der Speck-Steuer aus.

Heikel sieht es aber für die Banken aus. Neben der Belastung durch die neue Bankensteuer müssen auch Systeme erweitert werden, die die neue Wertpapiersteuer unter Berücksichtigung der Gegenrechnung mit Verlusten berechnen. Andererseits könnte die Aktienspekulation wieder attraktiver werden, da deren Steuer nur noch halb so hoch ist. Spekulation wird ja von den Roten immer als das Übel der Nation angesehen, übersehen wird dabei immer, dass die Banken durch Spekulation viel verdienen und der österr. Aktienmarkt deutlich belebter ist (höhere Umsätze aufweist). Vielleicht können die Kosten für die Steuerberechnung mit den vielleicht höheren Einnahmen aus Spesen irgendwann ausgeglichen werden.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details witzig
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 12:05)

>Wenn ich jetzt rein egoistisch denke, dann kann ich die
>Wertpapier-KEST nur begrüßen. Für mich würde sich sogar durch
>diese neue Steuer eine Steuererleichterung ergeben. Ich halte
>selten Aktien länger als ein Jahr, ergo dessen habe ich immer
>kräftig Speck-Steuer in Höhe von 50% zahlen dürfen.

Ich glaube man geht hier fälschlicherweise davon aus, das alle Leute die mit Aktien handeln, bereits ein zu versteuerndes Einkommen von über 55000,- EUR haben und somit für Spekulationsgewinne 50 % ESt zahlen müssten.

Nach meiner Erfahrung ist das aber nicht so.

Mich würde es gar nicht wundern wenn der tatsächlich anzuwendende Steuersatz bei voller Nutzung der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Durchschnitt unter 25 % liegt.



  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 12:57)

>>Wenn ich jetzt rein egoistisch denke, dann kann ich die
>>Wertpapier-KEST nur begrüßen. Für mich würde sich sogar
>durch
>>diese neue Steuer eine Steuererleichterung ergeben. Ich
>halte
>>selten Aktien länger als ein Jahr, ergo dessen habe ich
>immer
>>kräftig Speck-Steuer in Höhe von 50% zahlen dürfen.
>
>Ich glaube man geht hier fälschlicherweise davon aus, das alle
>Leute die mit Aktien handeln, bereits ein zu versteuerndes
>Einkommen von über 55000,- EUR haben und somit für
>Spekulationsgewinne 50 % ESt zahlen müssten.
>
>Nach meiner Erfahrung ist das aber nicht so.

Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, daß die meisten nicht mal die Steuerfreibetragsgrenze von Euro 11.000,- erreichen ...

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 13:18)

Da dürftest Du recht haben.

Ich kenne genug Leute, die von ihren Aktiengewinnen leben wollen
und gar keinen richtigen Job haben.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 14:01)

>Da dürftest Du recht haben.
>
>Ich kenne genug Leute, die von ihren Aktiengewinnen leben
>wollen
>und gar keinen richtigen Job haben.

Betonung liegt auf WOLLEN, oder?

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 15:10)

Ja. Die ich kenne, deren Vermögen schrumpfen.

Dass sich das überhaupt auszahlt, fast ganzen Tag in den Monitor zu gucken, spielen sie auf Kredit auch noch.

Freuen sich dann über ein paar Minitrades, wo sie um 5% über dem Einkaufspreis verkauft haben.

Ärgern sich über Margin Calls und Zwangsverkäufe.

Zahlen dann noch einen Haufen Zinsen.

Und können NIE auf Urlaub gehen.

Fix ist: sie werden von der Steuer betroffen sein, obwohl sie in Summe (nach Abzug von Spesen und Kreditzinsen) Verluste machen.

Aber ist bei der normalen KESt auch so: zahlen tun die Kleinen. Schon mein Pfarrer hat sich geärgert, dass er von dem bißl Zinsen, die seine Pfarre für die Spendengelder bekommen hat, auch noch Steuer bezahlen hat müssen. Das Geld sei für die Armen (Afrika) bestimmt, und er verstehe nicht, warum sich der Staat auch daran noch bereichert.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 15:12)

Kreisky hat wegen der 10%igen ZeSt damals die Wahl verloren und mußte gehen.

Heute sind´s 25% KESt, und jeder nimmt es hin.

Und da die Aktiensteuer eh nur "die Verursacher der Krise" trifft, ist das Volk dieses Mal überwiegend sogar happy.

Drum gibt´s 1,2% für die Pensionisten, und sie sind gleich noch glücklicher.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 15:23)

>
>Fix ist: sie werden von der Steuer betroffen sein, obwohl sie
>in Summe (nach Abzug von Spesen und Kreditzinsen) Verluste
>machen.
>
>Aber ist bei der normalen KESt auch so: zahlen tun die
>Kleinen. Schon mein Pfarrer hat sich geärgert, dass er von dem
>bißl Zinsen, die seine Pfarre für die Spendengelder bekommen
>hat, auch noch Steuer bezahlen hat müssen. Das Geld sei für
>die Armen (Afrika) bestimmt, und er verstehe nicht, warum sich
>der Staat auch daran noch bereichert.

Soweit ich weiss, kriegt jemand, der keine ESt zu zahlen hat, bzw. dessen Grenzsteuersatz unter 25 % liegt, die eingehobene Kest auf Antrag zurück.

  

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Neue Steuer lässt viele vor Silvester zu Aktien greifen
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 18:22)

Das einzig Positive an der Wertpapier-KESt - Vorziehkäufe wahrscheinlich

Alle Gewinne aus dem Verkauf von Aktien unterliegen ab Jänner der KESt. Der BE hat Reaktionen vom Markt eingesammelt.

Alle Details sind noch nicht ausgearbeitet, die wichtigsten Eckdaten für die neue „Wertpapier-KESt“ sind aber seit dem Wochenende bekannt. Da die Steuer nur für Aktienanschaffungen ab 1. Jänner 2011
gilt, dürfte es vor dem Jahreswechsel noch zu Vorzieheffekten von Aktienkäufen kommen.
Eine starke Jahresendbewegung nach oben ist daher möglich, meint Günther Artner vom Research der Erste Group. Peter Schiefer vom Aktienforum wünscht sich eine steuerliche Begünstigung für langfristige Aktieninvestments etwa zur Pensionsvorsorge. Und IV-Steuerexperte Markus Fichtinger nennt die neue Steuer „ein Beispiel für das Auseinanderklaffen von politischer Rhetorik und steuerlicher Realität“.

Günther Artner, Co-Head CEE Equity Research der Erste Group: „Wir beurteilen die Besteuerung von allen Kursgewinnen als mittelfristig negativ für den Aktienmarkt, da es die Nachsteuerrendite für Aktienanleger verschlechtert und damit Risikoanlagen weniger attraktiv macht. Speziell schmerzt die Einführung dieser Steuer bei einem ATX-Stand von etwas mehr als der Hälfte des historischen Hochs. Kurzfristig kann die Einführung dieser Steuer allerdings positiv für Aktien wirken, weil Vorziehkäufe vor dem 31.12.2010 noch zu einer starken Jahresendbewegung nach oben führen sollten. Wir rechnen zumindest mit einem Test des Jahreshochs bei 2800 Punkten.“

Markus Fichtinger, Steuerexperte der Industriellenvereinigung, nennt die einheitliche 25%-Steuer „ein Beispiel für das Auseinanderklaffen von politischer Rhetorik und steuerlicher Realität.“ Durch die neue Regelung werde die Spekulation gegenüber dem langfristigen Besitz von Wertpapieren sogar gefördert. „Ein Treppenwitz der Geschichte, aber die SPÖ wird zum Förderer der Aktienspekulation“. Denn bislang unterlagen ja Aktiengewinne vor Ablauf eines Jahres (also für „Spekulanten“) dem jeweiligen ESt-Satz (i.A. wird das wohl der Steuersatz 50% sein). Fichtinger: „Für „Spekulanten“ halbiert sich also der Steuersatz nach der neuen Regelung. Dafür werden alle jene Anleger (die überwiegende Mehrheit), die langfristigen Vermögensaufbau zur privaten sozialen Absicherung betreiben, steuerlich bestraft. Denn durch Wegfall der Spekulationsfrist wird jeder zukünftige realisierte Wertzuwachs erfasst. Das versteht also die SPÖ als Kampf gegen „Spekulanten“?“ Der Steuerexperte ortet zudem einen Bruch des Gleichbehandlungsprinzips: „Halte ich Wertpapiere also vom 31.12.2010 über zehn oder zwanzig Jahre, zahle ich keine Steuern. Kaufe ich die gleichen Wertpapiere allerdings am 1.1.2011 dann werde ich nach praktisch dem gleichen Zeitraum steuerlich vollkommen anders behandelt. Das soll dem Gleichbehandlungsprinzip entsprechen?“

Günter Geyer, Chef der Vienna Insurance Group, gibt für Versicherungskunden Entwarnung: Die neue Steuer werde die heimischen Versicherungsunternehmen und deren Kunden auch künftig nicht treffen. Generell hält Geyer die Änderung für Privatanleger für „vertretbar“, das sei „ein Trend in eine gerechtere Besteuerung“,
meinte er gegenüber der APA.

Für Peter Schiefer, Geschäftsführer des Aktienforums, ist die Wertpapier-KESt „von allen Kapitalmarkt-Steuern, die in den vergangenen Monaten diskutiert wurden, diejenige, die den geringsten volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet und somit ein geringeres Übel als eine Börsenumsatzsteuer oder Substanzsteuer auf Vermögen.
Ein grosses Manko des präsentierten Vorschlages ist jedoch das völlige Fehlen einer steuerlichen Begünstigung für langfristige Aktieninvestments etwa zur Pensionsvorsorge.“ Schiefer hofft, dass dies im endgültigen Gesetzesentwurf noch enthalten sein wird.

Anlegervertreter Wilhelm Rasinger vom Interessensverband der Anleger (IVA) spricht ebenfalls von einem „geringeren Übel.“ Die neue Regelung ist für ihn „umfassender und gerechter“ als die alte. Er hält aber eine Besteuerung von Aktienkursgewinnen bei mehr als fünf Jahren Behaltefrist für „administrativ unsinnig“. „Wer seine Aktien so lange hält, ist kein Spekulant.“

Michel Vukusic, der Vorstandsvorsitzende von brokerjet, bedauert, dass die neue Steuer genau das Gegenteil dessen ist, was man für Eigenvorsorge über langfristige Investments in Aktien braucht, nämlich wirksame Anreize. Vukusic kann derzeit noch nicht die Planzahlen der Regierung zu den Einnahmen aus dieser Steuer in den kommenden Jahren nachvollziehen. Unklar sei ihm etwa, welche Aktienkursanstiege, etwa von ATX- oder DAX-Werten, hier unterlegt seien. Die Zahl der Transaktionen auf der Börsehandels-Plattform
könnte zurückgehen. (bs/apa)

aus dem BE-free vom 25.10.

  

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RE: Neue Steuer lässt viele vor Silvester zu Aktien greifen
Rang: Glückspilz(91) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 18:27)

Lustig, dass der Versicherer "Entwarnung" gibt.
Er ist offenbar der einzige, der weiß, dass seine Kunden nicht checken werden, dass die Rendite der Lebensversicherung, etc. plötzlich wegen der 25%-Steuer schlechter ausfällt. Denn wer schaut sich denn schon die Ergebnisse der Langfristveranlagungen im Detail an und macht sich Gedanken, warum da immer nur so wenig herausschaut und die Abgaben/Gebühren den meisten Ertrag fressen?

Die Masse nicht....

Und analog wird's bei der Bankensteuer und auch der Aktien-KEST sein. Die Masse bzw. der Durschnittsösterreicher weiß gar nicht wieviel er wofür Kontogebühren/Spesen bezahlt - sonst gäbe es ja nur mehr Gratiskonten bzw. diese hätten enormen Zulauf...

Und "wir direkt in Aktien Investierten" sind halt stark in der Minderheit....

  

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Verwirrung um die V-Steuer: Alle Wertpapiere sind betroffen
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 15:37)

Rund um die von der Regierung geplante Vermögenszuwachssteuer wächst die Verwirrung. Während Experten bisher davon ausgingen, dass die V-Steuer nur für Aktien gilt, heißt es aus dem Finanzministerium, dass alle Wertpapiere betroffen sind.

Die Verwirrung ist perfekt. Während Experten wie Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek kritisieren, dass eine "willkürliche Vermögenszuwachssteuer" (nur) auf Aktien ein Schlag für die Wiener Börse sei, heißt es aus dem Finanzministerium, dass die neue V-Steuer für alle Wertpapiergattungen gilt.

Brezinschek im O-Ton gegenüber der APA: "Wenn eine Vermögenszuwachsbesteuerung, die insgesamt schon problematisch ist, halbwegs gerecht sein soll, dann muss sie ausnahmslos alle Vermögenskategorien beinhalten. Wegen volkswirtschaftlicher Kosten der Infrastruktur und der Knappheit wäre eine Besteuerung von Immobilien viel mehr gerechtfertigt", so der Chefanalyst der Raiffeisen Bank International (RBI).

Das Argument, Sparbücher würden mit 25 Prozent besteuert und Aktien nicht, sei falsch, so der Analyst. Die ausgeschütteten Gewinne - sprich Dividenden - werden schon jetzt mit 25 Prozent besteuert.

Bei Aktien gehe es um Risikokapital, das Firmen für ihr Wachstum bräuchten. "Eine Umschichtung in Immobilienveranlagungen und Kunstgegenstände würde Steuerfreiheit bei Realisierung der Gewinne und damit Steuerungerechtigkeit erzeugen", argumentiert Brezinschek.

Bereits am Vormittag kritisierte Anlegerschützer Wilhelm Rasinger, dass die neue Aktien-KESt nur Privatanleger treffen werde, während Institutionelle wie auch Fondsgesellschaften und Versicherungen verschont werden. Das ist aus Sicht von Rasinger "unfair".

Dass es sich bei der neuen Wertpapier-KESt lediglich um eine Besteuerung von Aktiengewinnen handelt, wird im Finanzministerium so nicht gesehen. Finanzministeriumssprecher Harald Waiglein gegenüber dem WirtschaftsBlatt: "Von der neuen KESt sind alle Wertpapiere betroffen."

  

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RE: Verwirrung um die V-Steuer: Alle Wertpapiere sind betroffen
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 15:48)

>Bereits am Vormittag kritisierte Anlegerschützer Wilhelm
>Rasinger, dass die neue Aktien-KESt nur Privatanleger treffen
>werde, während Institutionelle wie auch Fondsgesellschaften
>und Versicherungen verschont werden. Das ist aus Sicht von
>Rasinger "unfair".
>
>Dass es sich bei der neuen Wertpapier-KESt lediglich um eine
>Besteuerung von Aktiengewinnen handelt, wird im
>Finanzministerium so nicht gesehen. Finanzministeriumssprecher
>Harald Waiglein gegenüber dem WirtschaftsBlatt: "Von der
>neuen KESt sind alle Wertpapiere betroffen."


Wenn es sich auszahlen soll müssen alle blechen.Da muss man Rasinger zustimmen.

  

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RE: Neue Steuer lässt viele vor Silvester zu Aktien greifen
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 18:50)

Es ist schon immer wieder lustig.Genau,aber ganz genau das gleiche Lamento war vor dem 1.1.2009 in Deutschland zu hören.Die gleichen Argumente,die gleichen Sprüche und die gleichen Bedenkenträger aus diversen Branchen.

Heute fast zwei Jahre später ist alles zur Normalität übergeschwenkt.Ich wette nächstes Jahr um die gleiche Zeit wird die Steuer auch in Ö akzeptiert sein und keinen Hund mehr hinter dem Ofen vorholen, ähnlich der damaligen 22% Zins-KEST,wo auch am Anfang ein riesiger Aufschrei war und heute völlig zur Gewohnheit geworden ist.


>Das einzig Positive an der Wertpapier-KESt - Vorziehkäufe
>wahrscheinlich
>
>Alle Gewinne aus dem Verkauf von Aktien unterliegen ab Jänner
>der KESt. Der BE hat Reaktionen vom Markt eingesammelt.
>
>Alle Details sind noch nicht ausgearbeitet, die wichtigsten
>Eckdaten für die neue „Wertpapier-KESt“ sind aber seit dem
>Wochenende bekannt. Da die Steuer nur für Aktienanschaffungen
>ab 1. Jänner 2011
>gilt, dürfte es vor dem Jahreswechsel noch zu Vorzieheffekten
>von Aktienkäufen kommen.
>Eine starke Jahresendbewegung nach oben ist daher möglich,
>meint Günther Artner vom Research der Erste Group. Peter
>Schiefer vom Aktienforum wünscht sich eine steuerliche
>Begünstigung für langfristige Aktieninvestments etwa zur
>Pensionsvorsorge. Und IV-Steuerexperte Markus Fichtinger nennt
>die neue Steuer „ein Beispiel für das Auseinanderklaffen von
>politischer Rhetorik und steuerlicher Realität“.
>
>Günther Artner, Co-Head CEE Equity Research der Erste Group:
>„Wir beurteilen die Besteuerung von allen Kursgewinnen als
>mittelfristig negativ für den Aktienmarkt, da es die
>Nachsteuerrendite für Aktienanleger verschlechtert und damit
>Risikoanlagen weniger attraktiv macht. Speziell schmerzt die
>Einführung dieser Steuer bei einem ATX-Stand von etwas mehr
>als der Hälfte des historischen Hochs. Kurzfristig kann die
>Einführung dieser Steuer allerdings positiv für Aktien wirken,
>weil Vorziehkäufe vor dem 31.12.2010 noch zu einer starken
>Jahresendbewegung nach oben führen sollten. Wir rechnen
>zumindest mit einem Test des Jahreshochs bei 2800 Punkten.“
>
>Markus Fichtinger, Steuerexperte der Industriellenvereinigung,
>nennt die einheitliche 25%-Steuer „ein Beispiel für das
>Auseinanderklaffen von politischer Rhetorik und steuerlicher
>Realität.“ Durch die neue Regelung werde die Spekulation
>gegenüber dem langfristigen Besitz von Wertpapieren sogar
>gefördert. „Ein Treppenwitz der Geschichte, aber die SPÖ wird
>zum Förderer der Aktienspekulation“. Denn bislang unterlagen
>ja Aktiengewinne vor Ablauf eines Jahres (also für
>„Spekulanten“) dem jeweiligen ESt-Satz (i.A. wird das wohl der
>Steuersatz 50% sein). Fichtinger: „Für „Spekulanten“ halbiert
>sich also der Steuersatz nach der neuen Regelung. Dafür werden
>alle jene Anleger (die überwiegende Mehrheit), die
>langfristigen Vermögensaufbau zur privaten sozialen
>Absicherung betreiben, steuerlich bestraft. Denn durch
>Wegfall der Spekulationsfrist wird jeder zukünftige
>realisierte Wertzuwachs erfasst. Das versteht also die SPÖ als
>Kampf gegen „Spekulanten“?“ Der Steuerexperte ortet zudem
>einen Bruch des Gleichbehandlungsprinzips: „Halte ich
>Wertpapiere also vom 31.12.2010 über zehn oder zwanzig Jahre,
>zahle ich keine Steuern. Kaufe ich die gleichen Wertpapiere
>allerdings am 1.1.2011 dann werde ich nach praktisch dem
>gleichen Zeitraum steuerlich vollkommen anders behandelt. Das
>soll dem Gleichbehandlungsprinzip entsprechen?“
>
>Günter Geyer, Chef der Vienna Insurance Group, gibt für
>Versicherungskunden Entwarnung: Die neue Steuer werde die
>heimischen Versicherungsunternehmen und deren Kunden auch
>künftig nicht treffen. Generell hält Geyer die Änderung für
>Privatanleger für „vertretbar“, das sei „ein Trend in eine
>gerechtere Besteuerung“,
>meinte er gegenüber der APA.
>
>Für Peter Schiefer, Geschäftsführer des Aktienforums, ist die
>Wertpapier-KESt „von allen Kapitalmarkt-Steuern, die in den
>vergangenen Monaten diskutiert wurden, diejenige, die den
>geringsten volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet und somit
>ein geringeres Übel als eine Börsenumsatzsteuer oder
>Substanzsteuer auf Vermögen.
>Ein grosses Manko des präsentierten Vorschlages ist jedoch das
>völlige Fehlen einer steuerlichen Begünstigung für
>langfristige Aktieninvestments etwa zur Pensionsvorsorge.“
>Schiefer hofft, dass dies im endgültigen Gesetzesentwurf noch
>enthalten sein wird.
>
>Anlegervertreter Wilhelm Rasinger vom Interessensverband der
>Anleger (IVA) spricht ebenfalls von einem „geringeren Übel.“
>Die neue Regelung ist für ihn „umfassender und gerechter“ als
>die alte. Er hält aber eine Besteuerung von Aktienkursgewinnen
>bei mehr als fünf Jahren Behaltefrist für „administrativ
>unsinnig“. „Wer seine Aktien so lange hält, ist kein
>Spekulant.“
>
>Michel Vukusic, der Vorstandsvorsitzende von brokerjet,
>bedauert, dass die neue Steuer genau das Gegenteil dessen ist,
>was man für Eigenvorsorge über langfristige Investments in
>Aktien braucht, nämlich wirksame Anreize. Vukusic kann derzeit
>noch nicht die Planzahlen der Regierung zu den Einnahmen aus
>dieser Steuer in den kommenden Jahren nachvollziehen. Unklar
>sei ihm etwa, welche Aktienkursanstiege, etwa von ATX- oder
>DAX-Werten, hier unterlegt seien. Die Zahl der Transaktionen
>auf der Börsehandels-Plattform
>könnte zurückgehen. (bs/apa)
>
>aus dem BE-free vom 25.10.

  

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RE: Neue Steuer lässt viele vor Silvester zu Aktien greifen
Medina(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 22:19)

>Es ist schon immer wieder lustig.Genau,aber ganz genau das
>gleiche Lamento war vor dem 1.1.2009 in Deutschland zu
>hören.Die gleichen Argumente,die gleichen Sprüche und die
>gleichen Bedenkenträger aus diversen Branchen.
>
>Heute fast zwei Jahre später ist alles zur Normalität
>übergeschwenkt.

Stimmt seit langem ist es NORMAL, daß alle intelligenten und reichen Deutschen das Land verlassen und durch Gauner und Dummköpfe aus aller Herren Länder ersetzt werden

  

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RE: Neue Steuer lässt viele vor Silvester zu Aktien greifen
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 09:51)

Die KESt wurde ursprünglich als ZESt mit 10% eingeführt.

Das war Kreiskys Ende. Ich habe mir damals eine Straßenbauanleihe gekauft, für die der Staat die ZESt-Freiheit garantiert hat. Rendite geringer als bei vergleichbaren Anleihen, aber eben ZESt-frei.

Dann wurde die ZESt durch die 22%ige KESt ersetzt, die auch als Abgeltung für Einkommens- und Erbschaftssteuer galt.

Von der KESt war meine Straßenbauanleihe nicht befreit!

Vertrau nie dem Wort eines Finanzministers!

  

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Brutto oder Netto?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 18:31)

Was ich immer noch nicht weiß: Wird der Brutto- oder der Nettogewinn besteuert? Damit meine ich: Muß man die Handelsspesen vom versteuerten Gewinn bezahlen, oder senken diese die Bemessungsgrundlage?

  

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RE: Brutto oder Netto? gut analysiert
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 18:58)

Was mich interessieren tät ist: Wer hat diese 250 Mio. Kosten für die Banken, die die Steuer kosten soll, berechnet und wie kommt das zustande? Die Zahl erscheint mir nämlich verrückt hoch. Ebenso dass das technisch nicht machbar sei so schnell. Jedes Zertifikat ist heut schon mit 25% belastet und die Mathematik dieser Formel sollte sich doch relativ einfach umsetzen lassen.

Heisst nicht dass die Steuer gut ist, bloss der Teil der Rechnung scheint mir zweifelhaft.

  

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Österreich - Deutschland
Rang: aktienpeter(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 19:13)

@SiurKolou; Ich finde man kann da Deutschland mit Österreich überhaupt nicht vergleichen, in D haben 20 % der Bevölkerung Aktien und in Ö 3 %. Und die wenigen die bei uns Aktien haben, werden durch eine solche Steuer wohl auch noch weniger werden. Ich persönlich werde mit eine Aktienpause von drei, vier Jahren gönnen, und dann wird diese Steuer wieder obsolet sein, denn dann wird man draufkommen, das der Aufwand viel größer ist, als man durch diese Steuer einnimmt. 250 Millionen im Jahr 2014, ha,ha, traue mich jetzt schon wetten, das die Summe niemals im dreistelligen Millionbereich ist.

  

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RE: Österreich - Deutschland
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 19:44)

>@SiurKolou; Ich finde man kann da Deutschland mit Österreich
>überhaupt nicht vergleichen, in D haben 20 % der Bevölkerung
>Aktien und in Ö 3 %. Und die wenigen die bei uns Aktien haben,
>werden durch eine solche Steuer wohl auch noch weniger werden.
>Ich persönlich werde mit eine Aktienpause von drei, vier
>Jahren gönnen, und dann wird diese Steuer wieder obsolet sein,
>denn dann wird man draufkommen, das der Aufwand viel größer
>ist, als man durch diese Steuer einnimmt. 250 Millionen im
>Jahr 2014, ha,ha, traue mich jetzt schon wetten, das die Summe
>niemals im dreistelligen Millionbereich ist.


Es gibt ja in vielen Ländern von Dänemark bis Spanien von Italien bis Finnland Speksteuern,die oft noch gesalzener sind als bei uns.Und das Dänen oder Schweden mehr spekulieren als wir kann getrost ausgeschlossen werden.

Wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) meldet, gab es zum Jahresende in Deutschland 3,6 Millionen Menschen, die Aktien halten.

Werden die Menschen hinzugezählt, die Aktien indirekt über Fonds halten, liegt die Anzahl der Anteilseigner bei 8,8 Millionen.


In Österreich veranlagen immerhin 10% der Haushalte (420 Mrd Euro schwer) in Aktien und sonstige Anteilsrechte,20% in Lebensversicherungen & Co, 10% in festverzinsliche Wertpapiere z.b Anleihen und 7% in Investmentzertifikate.


  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 19:52)

>Was mich interessieren tät ist: Wer hat diese 250 Mio. Kosten
>für die Banken, die die Steuer kosten soll, berechnet und wie
>kommt das zustande? Die Zahl erscheint mir nämlich verrückt
>hoch. Ebenso dass das technisch nicht machbar sei so schnell.
>Jedes Zertifikat ist heut schon mit 25% belastet und die
>Mathematik dieser Formel sollte sich doch relativ einfach
>umsetzen lassen.
>
>Heisst nicht dass die Steuer gut ist, bloss der Teil der
>Rechnung scheint mir zweifelhaft.

stimmt schon, die zahl finde ich auch ziemlich hoch gegriffen. die darstellbarkeit wird ein kleines problem machen.

beispiel: ich halte heute x-aktien an EVN und kaufe im jänner noch welche dazu. jetzt muß die bank die position zwei mal darstellen... einmal als kest-frei und einmal als kest-pflichtig.

das mit den zertifikaten ist schon richtig... hier wird allerdings zusätzlich noch der einstandskurs über oder unterhalt des emissionspreis berücksichtigt... im prinzip sogar komplizierter als die neue kest.

und noch mehr stimme ich zu das niemals eine neue steuer gut sein kann, insbesondere nicht für leute welche sparpläne haben.

die versicherer haben sicher wieder den vorteil hier ausgenommen zu sein... darum wohl auch die aussage vom geyer es interessiere ihn nicht... wir haben ja eh die versicherungssteuer. vielleicht wäre es überhaupt besser gewesen die versicherungsteuer auch für depots zu nehmen. also eine eingangssteuer... würde viel an arbeit ersparen... wäre aber eine kapitalbesteuerung.

  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 13:04)

>Was mich interessieren tät ist: Wer hat diese 250 Mio. Kosten
>für die Banken, die die Steuer kosten soll, berechnet und wie
>kommt das zustande? Die Zahl erscheint mir nämlich verrückt
>hoch. Ebenso dass das technisch nicht machbar sei so schnell.
>Jedes Zertifikat ist heut schon mit 25% belastet und die
>Mathematik dieser Formel sollte sich doch relativ einfach
>umsetzen lassen.


wo war von 250 millionen kosten die rede? sollen es nicht 250 einnahmen in 214 sein?

  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 13:10)

Raiffeisenverband nannte die 250 Mio Kosten,interessantes heute in der Krone,naja Krone, die Aktienkäufe ab 1.1.2011 werden mit 25 % versteuert wenn man nach dem 1.1.2012 verkauft,vorher gilt das gleiche wie jetzt.

  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 13:13)

>Raiffeisenverband nannte die 250 Mio Kosten,interessantes

das kann net ihr ernst sein. die wollen sich einen ordentlichen brocken von der steuer als kostenerstatz abschneiden

  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 19:10)

Ich habe mal gelesen:

Gewinn/Verlust = (Verkaufskurs der Anteile - Kaufkurs der Anteile)* Anzahl der Anteile - Ordergebühren bzw. fremde Spesen

  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 20:00)

>Ich habe mal gelesen:
>
>Gewinn/Verlust = (Verkaufskurs der Anteile - Kaufkurs der
>Anteile)* Anzahl der Anteile - Ordergebühren bzw. fremde
>Spesen

Ja, das ist das bereits übliche und naheliegende Verfahren. Würde mich wundern, wenn es jetzt anders käme.
Also, netto!

  

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RE: Brutto oder Netto?
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 25.10.10 21:38)

>>Ich habe mal gelesen:
>>
>>Gewinn/Verlust = (Verkaufskurs der Anteile - Kaufkurs der
>>Anteile)* Anzahl der Anteile - Ordergebühren bzw. fremde
>>Spesen
>
>Ja, das ist das bereits übliche und naheliegende Verfahren.
>Würde mich wundern, wenn es jetzt anders käme.
>Also, netto!


Wünschen täte ich mir das auch so. Der status quo bei den Zertifikaten läßt allerdings das Gegenteil befürchten. Deshalb meine Skepis.

Daß etwas naheliegend wäre, ist bei solch emotionellen Themen leider kein Kriterium.

  

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Die KEST wird bald wieder vergessen sein
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 00:01)

Beim Lesen ist mir folgendes aufgefallen. "Wir haben nur 3% Aktionäre und jetzt wird sogar höher besteuert?". Interessant eigentlich, daß trotz Steuerfreiheit (was eher die Ausnahme weltweit ist), die Aktionquote so gering ist. Sprich: Die Leute haben nicht mehr trotz Steuerbegünstigung investiert und werden auch nach den 25% nicht weniger investieren. Mir macht nur Sorge, ob dieser %-Satz so bleibt oder bei einer anderen Regierungskoalition vielleicht noch erhöht wird. Einmal installiert ist eine Erhöhung leicht möglich.

Jedenfalls sehe ich nicht, wie die Steuer irgendwas in Ö umbringt, nachdem die Steuerbefreiung ja auch keine Aktionärsnation aus uns gemacht hat.

  

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Keine Specksteuerdaten
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 09:58)

Zur dauernd wiederkehrenden Mär, die meisten Anleger hätten ihre Spekulationseinkünfte nicht deklariert:

1) Wer sagt, dass so viele Privataktionäre überhaupt Gewinne gemacht haben?

2) Im ORF wurde verlautbart, dass das BMF überhaupt keine Daten über das Spekulationssteueraufkommen hat, weil diese Spekulationssteuer eben als Teil der Einkommensteuer ausgewiesen wird.

Die Verdächtigungen sind also unseriös und unfair.

(Ich hätte liebend gerne einmal dem Finanzbeamten meine Specksteuererklärung auf den Tisch geknallt, dass ihm die Kinnlade runterfällt, leider war ich von einem positiven Spekulationssaldo im Jahr meilenweit entfernt)

  

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Verwaltungsreform
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 10:00)

Herr Mitterlehner denkt gar nicht daran, den Ländern Sparen abzuverlangen, und er wird dabei auch ziemlich laut:

http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZiB-2/episodes/1684057-ZIB-2

  

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"Budget ist nicht in Stein gemeißelt"
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 13:15)

Faymann in ÖSTERREICH: "Budget ist nicht in Stein gemeißelt"
Utl.: Faymann zeigt sich im ÖSTERREICH-Interview gesprächsbereit über Änderungen beim Sparpaket und plant neue Steuerreform bis 2013 =

Wien (OTS) - Im Interview für die Dienstag-Ausgabe der
Tageszeitung ÖSTERREICH zeigt sich Bundeskanzler Werner Faymann offen
gegenüber Verbesserungsvorschlägen beim ausverhandelten
Budget-Kompronmiss. Faymann wörtlich: "Nichts ist in Stein gemeißelt.
Dieser Budgetplan ist ein Pfad bis 2014, der unser Budget so
konsolidiert, dass wir die Schulden zurückfahren und in Zukunft
erfolgreich sind. Aber das Budget gilt erst, wenn es vom Nationalrat
beschlossen ist. Wenn jemand bessere Vorschläge hat, die das Gleiche
oder mehr an Einnahmen bringen, bin ich offen." Und: "Der Entwurf
steht den ganzen November zur Diskussion - ich werde mich dieser
Diskussion stellen und alle Kritikpunkte ernst nehmen."

Zusätzlich plant Faymann eine neue Steuerreform "noch in dieser
Legislaturperiode". Faymann: "Mein Plan ist, dass wir bei einer
besseren Konjunkturentwicklung zusätzlich zu diesem Budget über eine
Stuerreform reden sollten, die zu einer spürbaren Entlastung der
Arbeitnehmer und zu einer stärkeren Belastung der wirklich
Vermögenden in diesem Land führt. Diese Steuerreform soll die
Arbeitnehmer, vor allem jene, die zwischen 2.000 und 3.000 Euro
verdienen und von der Progression betroffen sind, entlasten."

Faymann verteidigt den Budgetplan. Eine verantwortungsvolle
Budgetkonsolidierung sei "ohne die eine oder andere Kürzung" nicht
möglich. Faymann weiter: "Viele fühlen sich auch stärker betroffen
als sie wirklich sind - da müssen wir aufklären."

Zur Erhöhung der Mineralölsteuer meint Faymann, er persönlich wäre
immer dagegen, der Kompromiss mit dem Koalitionspartner wäre aber
nötig gewesen. Faymann: "Ich war immer gegen die Erhöhung der
Mineralölsteuer, aber sie war ein ausdrücklicher Wunsch des
Koalitionspartners. Die ÖVP hat eine ganze Reihe von Erhöhungen
vorgeschlagen, die Massensteuern betroffen hätten - ich habe sie alle
bis auf die Mineralölsteuer wegverhandelt. Ich musste diesen
Kompromiss schließen, weil eine Koalition eben auch Kompromiss
bedeutet. Was hätte ich tun sollen? Wegen der Mineralölsteuer in
Neuwahlen gehen?"

Außerdem sei ein höherer Spritprei im internationalen Vergleich
"das mit Abstand kleinste Übel". Faymann: "Was passiert denn überall
in Europa? In Frankreich und Spanien gehen Millionen auf die Straße,
weil die Pensionen gekürzt werden - wir haben sie gestern erhöht. Und
bei uns zahlt man vier Cent mehr für Sprit und alle Pendler bekommen
dieses Geld zurück."

  

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RE: "Budget ist nicht in Stein gemeißelt"
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 15:07)

Reines Dummschwätzer Geschwätz.

  

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Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 15:58)

Während die Gewinne ab 2012 automatisch von den Banken abgezogen und ans Finanzamt abgeführt werden, sind die Verluste aus Wertpapiergeschäften nur individuell über die Steuererklärung zurückzubekommen.
So steht´s in der Krone von heute.
Das wäre natürlich nicht so toll.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 16:16)

>Während die Gewinne ab 2012 automatisch von den Banken
>abgezogen und ans Finanzamt abgeführt werden, sind die
>Verluste aus Wertpapiergeschäften nur individuell über die
>Steuererklärung zurückzubekommen.
>So steht´s in der Krone von heute.
>Das wäre natürlich nicht so toll.

Bei diesen Konditionen sehe ich schon riesige Wertpapierdepots ins Ausland abwandern ...

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 16:18)

es ist schlicht weg vertrottelt daß die Verluste nicht automatisch berechnet werden.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 16:24)

>es ist schlicht weg vertrottelt daß die Verluste nicht
>automatisch berechnet werden.

Das könnte leicht mal das Aus für viele Trader bedeuten:
Bei Gewinnen werden, neben den sowieso anfallenden Spesen und Spreads, auch noch 25% KESt sofort abgezogen. Bei Kursverlusten fallen noch Spesen und Spreads an, jedoch können sie nicht mit Gewinnen sofort gegenverrechnet werden. Depot wird somit mit 25% KESt und den immer anfallenden Kursverlusten bei mißlückten Trades belastet. Da brauche ich schon eine Erfolgsquote von mindestens 70% positiver Trades, damit das Depot nicht fortlaufend an Wert verliert (bis zur nächsten Steuererklärung, wo ich vielleicht was zurückbekomme - aber wahrscheinlich ist nicht mal das sicher, sondern erst Gegenverrechnung im darauffolgenden Jahr möglich).

Wer sich so etwas ausdenkt, beweis seine absolute Kompetenzfreiheit ...
(bei uns im ländlichen Raum würden die Menschen auch sagen, das sind Volltrotteln ...)

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 16:33)

>Wer sich so etwas ausdenkt, beweis seine absolute
>Kompetenzfreiheit ...
>(bei uns im ländlichen Raum würden die Menschen auch sagen,
>das sind Volltrotteln ...)


Ich würd eher sagen, das ist volle Absicht.
Die SPÖ freut sich, weil sie den bösen Spekulanten ein Haxl stellt.
Und die ÖVP-Banken-Lobby freut sich über geringeren Verwaltungsaufwand bei den Banken.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 17:24)

Abwarten, ich nehme nicht an, daß Krone da so tolle Infos hat. Zum einen habe ich jetzt rausgelesen, daß es doch erst 2012 kommt. Erscheint mir realisitischer. Vielleicht 2011 nicht elektronisch, per Finanzamt. Und erst 2012 elektronisch. Würde vielleicht auch erklären, daß 2011 weniger budgetiert ist wie 2012, was ist mal ad-hoc nicht so ganz verstehe.

Also wenn das elektronisch kommt, dann gibt es mMn keinen Grund, warum man nicht Verluste gleich gegenrechnen kann. Außerdem, in D ist das so. Vielleicht hat die Krone da was mißverstanden, daß Verluste von ANDEREN Depots über das Finanzamt gegenverrechnet werden müssen.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 18:21)

>Abwarten, ich nehme nicht an, daß Krone da so tolle Infos
>hat. Zum einen habe ich jetzt rausgelesen, daß es doch erst
>2012 kommt. Erscheint mir realisitischer. Vielleicht 2011
>nicht elektronisch, per Finanzamt. Und erst 2012 elektronisch.
>Würde vielleicht auch erklären, daß 2011 weniger budgetiert
>ist wie 2012, was ist mal ad-hoc nicht so ganz verstehe.
>
>Also wenn das elektronisch kommt, dann gibt es mMn keinen
>Grund, warum man nicht Verluste gleich gegenrechnen kann.
>Außerdem, in D ist das so. Vielleicht hat die Krone da was
>mißverstanden, daß Verluste von ANDEREN Depots über das
>Finanzamt gegenverrechnet werden müssen.


Dass die Banken sich jetzt mit allen Mitteln dagegen streuben und Fantasiekosten ins Spiel bringen und voll auf Zeitgewinn gehen, war ja von vorhinein klar. Das gehört zur Taktik "Täuschen und Tarnen".

Aber es wird wohl so sein,dass es eine Übergangslösung geben wird bis 2012.

-) Mittelmodell: Die Bank führt bei jedem Aktienverkauf einen Prozentsatz (25%) ab. Der Anleger muss sich dann im Zuge der Veranlagung die von Verlust-Transaktionen abgezogene Steuer zurückholen.

oder

für die Übergangszeit - ) Eigenveranlagung des Kunden


Aber entgültig Sinn macht nur das deutsche Modell.Frage ist nur ob unsere Pappenheimer sogar zu blöd sind einfach zu kopieren.Ich traue denen ja alles Schlechte zu:

- ) Das Modell Deutschland: Hier gibt es ein Verrechnungskonto für den Kunden, wo Gewinne und Verluste gegengerechnet werden. "Die deutschen Banken hatten dafür aber zwei Jahre Einführungszeit. Ich wüsste nicht, wie wir das in zwei Monaten schaffen sollten", so Pangl.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 18:46)

Und wenn schon.
Wenns den Banken zu teuer ist, eine ordentliche Durchführung der Abgeltung zu machen, dann soll einfach jeder sein Depot zu einem ausländischen Onlinebroker verlagern und die Abrechnung per Steuererklärung selber machen. Dann kann nicht passieren, dass die Gewinne besteuert werden und die Verluste erst ein Jahr später dagegen verrechnet werden.

  

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Fonds auch betroffen interessant
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 18:46)

Wertpapier-Steuer trifft auch Fonds

Anleger sind empört - Raiffeisen-Analyst sieht schweren Schlag für Wiener Börse - Banken rechnen noch an Belastungen durch Bankenabgabe

Wien - Die von der Regierung paktierte Besteuerung realisierter Kursgewinne hat es in sich. Entgegen ersten Interpretationen sind nicht nur Privatanleger direkt von der nun Wertpapier-Kapitalertragsteuer getauften Belastung betroffen, sondern auch Fonds. Wie der Sprecher des Finanzministeriums, Harald Waiglein, klarstellt, falle die 25-prozentige Abgabe überall an, wo Gewinne lukriert werden. Ausgenommen seien nur Vorsorgeprodukte, die bereits jetzt von der KESt ausgenommen sind.

Das treffe beispielsweise auf die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge oder die Pensionskassen zu. Aufpassen müssen Anleger, die bei ihrer Bank ein Vorsorgeprodukt gekauft haben, das rein rechtlich aber nicht in die genannten Kategorien fällt.

Gültig bei Investments ab 2011

Erfasst werden alle Arten von Wertpapieren, neben Aktien also auch Anleihen oder Derivate. Bei Fonds, die derzeit einer fünfprozentigen Substanzbesteuerung unterliegen, wird das Prozedere wie folgt aussehen: Die Kapitalanlagegesellschaft ermittelt stichtagsbezogen den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Transaktionen und führt bei positivem Überhang 25 Prozent ab. Der Anleger muss dann die zwischen dem Stichtag des Fondsanbieters und dem Verkauf angefallenen Kurssteigerungen selbst versteuern. Insgesamt erhofft sich die Regierung im Jahr 250 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen aus der Wertpapier-KESt. Weil erst ab 2011 getätigte Investments erfasst sind, werden im kommenden Jahr nur 30 Mio. Euro budgetiert.

Die Reaktionen auf die Steuer, vor allem die isolierte Einführung für Wertpapiere, folgten auf den Fuß: "Eine Umschichtung in Immobilienveranlagungen und Kunstgegenstände würde Steuerfreiheit bei Realisierung der Gewinne und damit Steuerungerechtigkeit erzeugen", kritisiert Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek. Er spricht zudem von einem schweren Schlag für die Wiener Börse, weil die Aktienquote hierzulande ohnehin gering ist und die Maßnahme die Eigenkapitalaufbringung für die quotierten Konzerne erschwere.

Zudem stellt Brezinschek das veranschlagte Einnahmenvolumen in Frage, müsse doch den Banken für die Abführung der Steuer ein dreistelliger Millionenbetrag refundiert werden. Zudem verweist er darauf, dass das Wifo das Steueraufkommen trotz inkludierter Immobilien auf 200 Mio. Euro geschätzt habe. Ebenfalls Einwände hat Wilhelm Rasinger, Chef des Interessenverbandes der Anleger. Er beschwert sich vor allem darüber, dass realisierte Gewinne auch nach einer Behaltefrist von fünf Jahren besteuert werden sollen. "Wer seine Aktien so lange hält, ist kein Spekulant. Es kann sich ja keine Bank die Unterlagen jahrzehntelang aufheben", sagte Rasinger zur APA. Peter Schiefer vom Aktienforum wiederum bemängelt, dass langfristige Pensionsvorsorge über Aktieninvestments durch die Besteuerung erschwert werde.

Banken rechnen noch

Die Vertreter der Stiftungen sind wiederum wegen der Verdoppelung der Zwischen-Kapitalertragsteuer auf Zinsen enttäuscht und kritisieren mangelnde Rechtssicherheit: Seit Einführung des Stiftungsrechts 1994 handle es sich um die 14. Änderung, betont Christoph Kraus, Generalsekretär des Stiftungsverbands. Steuerberater Karl Bruckner meint, durch die Änderung werde es nicht mehr attraktiver sein, die Erträge in der Stiftung zu belassen, weshalb künftig wohl mehr ausgeschüttet werde. Der steuerliche Mehraufwand von 50 Mio. Euro komme bei 3000 Betroffenen auf 16.700 Euro je Stiftung und sei somit verkraftbar.

Bei der Bankenabgabe halten sich die Institute bedeckt - sie rechnen ihre Belastung gerade aus. Dem Vernehmen nach ist die Bank Austria besonders stark betroffen, weil kleinere Institute begünstigt werden. Zwar fallen auch Raiffeisen Bank International und Erste Group unter den vollen Steuersatz von 0,08 Prozent, allerdings werden kleine Sektorkassen geschont. Positiv wird die Streichung der Kreditvertragsgebühr beurteilt. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.10.2010)

  

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RE: Fonds auch betroffen
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 18:49)

Frag mich ob da jetzt einmal der Fonds und dann noch der Anleger zahlen muss??? Klingt nämlich fast so.

Irgendwie hab ich den Eindruck, dass es soviele offene Punkte und widersprüchliche Angaben gibt, weil die Entscheidungsträger über erfrischender Ahnungslosigkeit mit dem Thema verfügen.

  

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RE: Fonds auch betroffen
Rang: AlbertEinstein(75) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 09:19)

Wie schaut das denn eigentlich zur Zeit aus? Bei Fonds gibt es ja die 25% auf 1/5 der realisierten Kursgewinne (also effektiv 5% der Kursgewinne). Kann man die mit Verlusten gegenrechnen?

  

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RE: Fonds auch betroffen
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 19:04)

>Die Reaktionen auf die Steuer, vor allem die isolierte
>Einführung für Wertpapiere, folgten auf den Fuß: "Eine
>Umschichtung in Immobilienveranlagungen und Kunstgegenstände
>würde Steuerfreiheit bei Realisierung der Gewinne und damit
>Steuerungerechtigkeit erzeugen", kritisiert
>Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek.


Immobilien und Kunstgegestände,dass ich nicht lache.Schon Kosto schrieb:" Anfang der 80iger Jahre waren Sachwerte als Anlage sehr gefragt.Leute kauften Bilder,alte Möbel,Porzellan,Briefmarken,Münzen und Gold,ich kannte sogar jemanden der sein Geld in Kaffeemühlen anlegte.
Die Anleger wurden aber nicht glücklich und haben seit fast 20 Jahren nur Geld verloren.Sachwerte werfen keine Rendite ab,deshalb eignen sie sich als Anlagewerte nicht,ausser in einer Hyperinflation.
Die Sammler lieben ihre Materie,sie stehen mit ihnen auf und gehen mit ihr zu Bett.Er erzielt zwar grosse Gewinne buchmässig,doch kann er nie davon profitieren".


Also ich empfehle Herrn Brezinschek alte Kaffeemühlen zur Anlage.Die sind sicher besser als Aktien

Und bei Immos war Kosto auch immer skeptisch (ausser Eigenheim und so).Ist eigentlich nur was für Giganten und Grossanleger.


  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 20:12)

>Abwarten, ich nehme nicht an, daß Krone da so tolle Infos
>hat.

Heute steht´s in der Krone, morgen in der Presse:

• Die Kursgewinnsteuer wird gleich von den Banken eingehoben– wie auch die Kapitalertragsteuer auf Sparbuchzinsen. Verluste können gegenverrechnet werden. Man muss sie aber selbst in der Einkommensteuererklärung geltend machen, die Banken machen keinen Verlustausgleich.
•Ein Verlustvortrag auf spätere Wirtschaftsjahre ist laut Finanzministerium nicht möglich, ebenso wenig wie eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten (etwa der Lohnsteuer).

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 20:48)

Ich seh mich schon in Freilassing ein Depot anmelden. Die Frage ist allerdings, wie die Erträge von Ausländern in D behandelt werden.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 16:50)

>• Die Kursgewinnsteuer wird gleich von den Banken eingehoben–
>wie auch die Kapitalertragsteuer auf Sparbuchzinsen. Verluste
>können gegenverrechnet werden. Man muss sie aber selbst in der
>Einkommensteuererklärung geltend machen, die Banken machen
>keinen Verlustausgleich.
>•Ein Verlustvortrag auf spätere Wirtschaftsjahre ist laut
>Finanzministerium nicht möglich, ebenso wenig wie eine
>Verrechnung mit anderen Einkunftsarten (etwa der Lohnsteuer).


Man kann nur hoffen falls das wirklich so
kommt es sofort wieder gekippt wird. Wie argumentiert man keine
Vortragsfähigkeit von Verlusten bei Aktien, die oft ausgeprägte Trends aufweisen?

Eine reine Schikane um das Aufkommen aus der Steuer zu erhöhen.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 17:21)

>Man kann nur hoffen falls das wirklich so
>kommt es sofort wieder gekippt wird. Wie argumentiert man
>keine
>Vortragsfähigkeit von Verlusten bei Aktien, die oft
>ausgeprägte Trends aufweisen?
>
>Eine reine Schikane um das Aufkommen aus der Steuer zu
>erhöhen.

Es war ja auch bisher so, dass man Verluste nicht vortragen konnte. Und ja, s geht hier um eine Maximierung des Steueraufkommens. Aber da kann man durch Timing durchaus die Verluste in jenes Jahr bringen, wo man auch die Gewinne hat. Ich sehe da kein so großes Problem. Ich habe mir selbst seit einiger Zeit ein Gewinnrealisierungsverbot auferlegt und die Verlustpositionen werden alle geschlossen und eventuell dann wieder neu eröffnet.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 17:49)

>Es war ja auch bisher so, dass man Verluste nicht vortragen
>konnte.

Bisher gab es ja auch keine 25%-Steuer bei einer Haltedauer über einem Jahr, da war es egal.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 18:07)

>>Es war ja auch bisher so, dass man Verluste nicht
>vortragen
>>konnte.
>
>Bisher gab es ja auch keine 25%-Steuer bei einer Haltedauer
>über einem Jahr, da war es egal.
>

Da hast du Recht. Aber kann nicht gerade ein langfristiger Anleger mal so oder mal so verkaufen? Da die Aktien im Schnitt steigen dürfte man immer wieder größere Gewinnpositionen im Depot haben, die man schließen und wieder neu eröffnen kann, wenn man Verluste in einem Jahr hat. Ich glaube, daß das schon ganz gut klappen könnte.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 18:54)

>Da hast du Recht. Aber kann nicht gerade ein langfristiger
>Anleger mal so oder mal so verkaufen? Da die Aktien im Schnitt
>steigen dürfte man immer wieder größere Gewinnpositionen im
>Depot haben, die man schließen und wieder neu eröffnen kann,
>wenn man Verluste in einem Jahr hat. Ich glaube, daß das schon
>ganz gut klappen könnte.


Da hast du wahrscheinlich recht. Aber es ist trotzdem ärgerlich - wenn
man eine faire Besteuerung haben will, müssen Verluste vorgetragen werden können.
Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 20:37)

... es trifft ja eh nur die Spekulanten, die Reichen, die Verursacher der Krise. Und das Volk jubelt, weil einmal die Richtigen zur Kasse gebeten werden.

Aber, *kopfkratz*, wenn man sich den reichen Wienbroker, den Kurzfristtrader Wienbroker anschaut, der sich sichtlich freut, bedarf die neue Specksteuer wohl noch des einen oder anderen "Feinschliffs"

(der arme Vecernicek, der bis dato nie auch nur einen einzigen Cent an Spekulationssteuer gezahlt hat, der freut sich jedenfalls nicht über die neue 25%ige Aktiensteuer)

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar gut analysiert
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 05.11.10 21:26)

>>Da hast du Recht. Aber kann nicht gerade ein langfristiger Anleger mal so oder mal so verkaufen? Da die Aktien im
>>Schnitt steigen dürfte man immer wieder größere Gewinnpositionen im Depot haben, die man schließen und wieder neu eröffnen kann,
>>wenn man Verluste in einem Jahr hat. Ich glaube, daß das schon ganz gut klappen könnte.
>
>
>Da hast du wahrscheinlich recht. Aber es ist trotzdem ärgerlich - wenn
>man eine faire Besteuerung haben will, müssen Verluste vorgetragen werden können.
>Man merkt die Absicht und ist verstimmt.

Die Broker müssten jubeln über diese Ansicht - als Investor kann man sowas aber nicht teilen. Wie kommt man dazu, zunächst über die Anrechenbarkeit von Tradingkosten auch noch streiten zu müssen und dann gezwungen zu werden, Gewinnpositionen zwischenzutraden - Gebühren für den Broker, juhuu! - um für etwaige Pechsträhnen nicht auch noch steuerlich bestraft zu werden (schließlich lassen sich echte Verluste nicht timen, nur steuerliche auf bekannte Art...).

Das kanns ja wohl nicht sein und vor allem: Das kann ja wohl einer entsprechenden Beurteilung nicht standhalten so.

Im Ergebnis läuft dann wieder alles auf den Dividendentrick hinaus, und das ist einfach nur ärgerliche Schlamperei.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 08:43)


>Im Ergebnis läuft dann wieder alles auf den Dividendentrick
>hinaus, und das ist einfach nur ärgerliche Schlamperei.

Das ist sicher keine Schlamperei, sondern ganz bewusstes handeln.

Und das in einer besonders miesen, gemeinen und schäbigen Art und Weise.

Aber alles andere wird ja eh schon wieder nachgebessert -
ein bisserl Sozialromantik muss ja auch sein.

Ich kann diese zwei De.... jedenfalls nicht mehr sehen und hören.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 09:17)

Faymann hat eh schon die Vertreter aller anerkannten Glaubensgemeinschaften zu einem Runden Tisch geladen, um dem Budget die ärgsten Zähne zu ziehen.

Schönborn fordert dezidiert, das "Augenmerk besonders auf die schwächsten Glieder der Gemeinschaft" zu legen, damit werden wohl wir Aktionäre gemeint sein, die bisher keine Lobby haben.

(Der IVA bezeichnet die neue Steuer nur als "vergleichsweise geringes Übel")

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 10:29)

>
>(Der IVA bezeichnet die neue Steuer nur als
>"vergleichsweise geringes Übel")

Es geht bei dieser Steuer doch nur darum ab jetzt einfach alle zu
" erwischen ".

Und dazu bedient man sich nicht der Methoden einer modernen, einfachen Verwaltung, sondern derer, einer Mischung aus Diktatur und Bananenrepublik .

Der sofortige Abzug ist ja nichts anderes als eine Kriminalisierung.

Es wird auch Zeit, das die Broker ihre Kunden über die geplanten Änderungen informieren bzw. in deren Interesse tätig werden
um das intern zu verrechnen.

Denn sonst - RIP Bankgeheimniss




  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 16:46)

Denn sonst - RIP Bankgeheimnis

Der gläserne Bürger, oder besser gesagt Untertan, wird sowieso kommen.Die Kassen der Volksxxxxxx werden immer klammer und dadurch steigt ganz natürlich die Sehnsucht auch noch die letzten rechtschaffenen Bürger abzuräumen,auszuspionieren und auszuplündern.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 16:55)

die Broker hängen an Banken und die sch... sich in die Hosen seit sie vom Staat das Geld bekommen haben und das Klientel vom bladen Konrad findet schon seinen Ausweg.

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 17:03)

>Das kanns ja wohl nicht sein und vor allem: Das kann ja wohl
>einer entsprechenden Beurteilung nicht standhalten so.

Womit wir wieder beim Verfassungsgerichtshof wären - rein gefühlsmäßig
würde ich auch sagen so etwas kann eigentlich nicht zulässig sein,
aber was heißt das schon...

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.11.10 18:02)

>aber was heißt das schon...

Und wann kommt eine diesbezügliche Entscheidung? Nach der zweiten Novelle? Oder gibt es für so eine Beschwerde einen Dringlichkeitsmodus, aufschiebende Wirkung, oder Ähnliches?

  

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RE: Verluste nur über Steuererklärung anrechenbar
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 08.11.10 18:10)

>Und wann kommt eine diesbezügliche Entscheidung? Nach der
>zweiten Novelle? Oder gibt es für so eine Beschwerde einen
>Dringlichkeitsmodus, aufschiebende Wirkung, oder Ähnliches?

Da kenne ich mich leider überhaupt nicht aus. Wenn ich mich aber richtig
erinnere, ist das Gesetz damals im Jahr 2000 erst gar nicht in Kraft getreten.

  

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Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 21:32)

Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage

Kreditwirtschaft will vollen Kostenersatz für Investitionen. Wenn diese nicht gewährt wird, gehen die Banken vor Gericht.


http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/wertpapier-kest-banken -drohen-bund-mit-klage-444072/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=2.2.DT

  

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RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 22:04)

Seinen wir uns ehrlich:

Dass Verluste nicht vorgetragen werden können, ist eine Frechheit. Dass man Verluste nicht mit der normalen EKST gegenrechnen kann, ist ja noch einzusehen, weil die 25% eine Art begünstiger EKSt-Satz sind.
Kann man eigentlich in einem Jahr die Verluste mit den Zinsen (aus Anleihen) und Dividenden gegenrechnen?

In Deutschland kann man zB Aktienverluste nicht mit Anleihegewinnen/Zinsen gegenrechnen (die Angst war zu groß, dass dadurch die Steuern dahinschmelzen bei schlechter Börsenlage).


Depot in Deutschland: Ich nehme nicht an, dass die Deutschen für Ö. diese Steuer einheben. Ausländerdepots werden normalerweise immer anders behandlt.

Sonst gibts auch in der Schweiz Onlinebroker (www.swissquote.ch). So günstig wie gewohnt sind die aber nicht.

Die Gewinne/Verluste in der Steuererklärung selber zu deklarieren, ist an sich nicht so schwierig.

  

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RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 22:05)

>Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
>
>Kreditwirtschaft will vollen Kostenersatz für Investitionen.
>Wenn diese nicht gewährt wird, gehen die Banken vor Gericht.
>
>
>http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/wertpapier-kest-banken -drohen-bund-mit-klage-444072/index.do?_vl_backlink=/home/index.do&_vl_pos=2.2.DT


Die Schätzungen der Banken,was ihnen die Umstellung kosten wird, gehen also von 30 Mille bis 250 Mille.Was für ein Affentanz.

Das diese Idi**enregierung nicht mal das Einfachste zusammenbringt,nämlich von einem anderen Land einfach zu kopieren, ist wirklich nur mehr erbärmlich zu nennen.


  

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RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 22:16)

ca. 7% der Österreicher besitzen Aktien.In Deutschland sind es ca.10%...Ich dachte der Unterschied sei grösser.

  

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RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
patbull7(4) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 22:54)

Mal abwarten wie es wirklich kommt. Aber wenn es tatsächlich keinen Verlustausgleich gibt fließen 100% meines Kapitals ins Ausland.. Viel Spaß mir nachzuweisen wieviel Geld ich am Singapur-Konto verdient habe!

Einfach nur peinlich diese Regierung!

Die angedachte Variante für Fonds halte ich für einen Skandal, wir leben in einer benchmarkorientierten Welt mit abwechselnd positiven und negativen Jahresrenditen - dieses System würde die Nachsteuerperformance des durchschnittlichen Aktienfonds stark beeinträchtigen.

  

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RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 23:01)

>Die angedachte Variante für Fonds halte ich für einen Skandal,
>wir leben in einer benchmarkorientierten Welt mit abwechselnd
>positiven und negativen Jahresrenditen - dieses System würde
>die Nachsteuerperformance des durchschnittlichen Aktienfonds
>stark beeinträchtigen.


alle aktiv gemanagten fonds können zusperren und auf indextracking umstellen weil den nachteil holt keiner auf

  

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RE: Wertpapier-KESt: Banken drohen Bund mit Klage
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 10:38)

alle aktiv gemanagten fonds können zusperren und auf indextracking umstellen weil den nachteil holt keiner auf

Das stimmt, aber das würde nur zu einem anderen Firmensitz der Fonds führen. Kann nicht Sinn der Sache sein, wird deshalb mMn sicher nicht kommen. Ein Fondverkauf wird gleich gehandhabt wie eine Aktie, d.h. der Anleger bezahlt direkt die Steuern. Innerhalb des Fonds macht es keinen Sinn Steuern zu bezahlen.

Vor dem Hintergrund der Bankenklage macht es wieder mehr Sinn, daß für 2011 nur wenig Ertrag durch die Steuer budgetiert ist, weil die den Banken wohl was zahlen werden.

  

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Was bei einem Depotwechsel passiert
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 26.10.10 23:14)

Und wieder ein Detail zur geplanten Wertpapier-KESt auf Aktien. Laut Finanzministeriumssprecher Harald Waiglein sind im Zuge eines Wertpapierdepots-Wechsel zwei Vorgehensweisen geplant: Einerseits kann der Kunde die Bank freiwillig vom verfassungsrechtlich verankerten Bankgeheimnis entbinden, sodass sie die notwendigen Daten für die Steuererfassung an das neue Geldhaus übermitteln kann. Dies löst dann keine Steuerpflicht aus. Sollte ein Wertpapier-Besitzer nicht diesen Weg wählen, dann werde der Depot-Wechsel "wie eine Veräusserung behandelt" und er muss eine allfällige Steuer an die Bank abführen. Erst danach kann die Bank den Wechsel vollziehen.

  

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proell out of controll
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 10:38)

na,es wird für so manchen vielleicht sinn machen, seinen hauptwohnsitz in ein anderes eu-land zu verlegen,schliesslich sind wir doch alle niederlassungsberechtigte europäer....
jedenfalls, den brezinschik vorzuschicken und das paket als gift für die börse darstellen zu lassen verwundert.
haben konrad und rothensteiner bzw.der wirtschaftsflügel in der oevp tatsächlich die kontrolle über diesen völlig ausser rand und band geratenen,abgehobenen und ausgefr....finanzminister verloren???
ok, eine transaktionssteuer von 0,1 so wie früher die börse ust. wäre das einzig vernünftige gewesen...
abgesehen davon-- wenn ich bedenke dass die grösseren börsen seit jahren auf der stelle treten oder die fondsperformance betrachte, frag ich mich was man mit den einzunehmenden micky-maus-beträgen anfangen will. vermutlich ist der administrative aufwand sowieso grösser als jegliche einnahme.

  

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RE: proell out of controll
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 10:49)

>eine transaktionssteuer von 0,1 so wie früher die börse ust. wäre das einzig vernünftige gewesen...

Das wäre das Ende jeder Finanzmarktaktivität in Öserreich gewesen. So einzigartig ist der Wiener Finanzmarkt nun wirklich nicht.

  

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RE: proell out of controll
Rang: j77(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 10:51)

...wird sowieso eu-weit noch kommen...

  

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RE: Was bei einem Depotwechsel passiert gut analysiert
Martin_Buber(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 12:15)

Was passiert, wenn der Depotübertrag noch vor dem 1.1.2011 stattfindet?
Wie soll man dann dem Finanzamt darstellen, dass man das Papier (zB Immofinanz) vor dem Übertrag zu einem wesentlich höherem Kurs gekauft hatte -> vonwegen Gegenrechnung der Verluste bei einem etwaigen Verkauf?

  

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RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 12:30)

>Was passiert, wenn der Depotübertrag noch vor dem 1.1.2011
>stattfindet?
>Wie soll man dann dem Finanzamt darstellen, dass man das
>Papier (zB Immofinanz) vor dem Übertrag zu einem wesentlich
>höherem Kurs gekauft hatte -> vonwegen Gegenrechnung der
>Verluste bei einem etwaigen Verkauf?



Ich würde mich da auf keinen Kuhhandel einlassen und die Papiere noch heuer verkaufen, einen etwaigen Verlust realisieren und gegebenenfalls wieder zurückkaufen.

Kostet nur die Spesen und spart wahrscheinlich Zeit und Ärger.

  

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RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
Martin_Buber(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 12:33)

aber dieses Jahr habe ich keine Gewinne die ich gegen die beim VK entstehenden Verluste gegenrechnen kann.. in den nächsten Jahren hoffentlich schon

  

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RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
Rang: carlos(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 12:35)

>Was passiert, wenn der Depotübertrag noch vor dem 1.1.2011
>stattfindet?
>Wie soll man dann dem Finanzamt darstellen, dass man das
>Papier (zB Immofinanz) vor dem Übertrag zu einem wesentlich
>höherem Kurs gekauft hatte -> vonwegen Gegenrechnung der
>Verluste bei einem etwaigen Verkauf?


Alles vor dem 1.1.2011 fällt sowieso noch in die alte Regelung mit Verlustgegenrechnung nur bei Behaltedauer von unter einem Jahr. (Die Immofinanz ist da schon lange rausgefallen)

  

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RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
Martin_Buber(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 12:53)

nein, Verluste können auch von Papieren gegengerechnet werden, die man länger als ein Jahr gehalten hat und eben mit Verlust verkauft hat..

  

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RE: Was bei einem Depotwechsel passiert
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 13:14)

>nein, Verluste können auch von Papieren gegengerechnet
>werden, die man länger als ein Jahr gehalten hat und eben mit
>Verlust verkauft hat..

Das ist nicht richtig. Nach alter Regelung sind überjährig erzielte Gewinne steuerfrei, aber Verluste ebenso, sprich nicht anrechenbar.

  

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Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 14:23)

viel komplizierter gehts bald net mehr

<<<<<<<<<


Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt sickerten durch, die entsprechenden Gesetzesentwürfe sollen heute, Mittwoch, oder Donnerstag vorlegen.

So sollen - wie bereits vermutet - Verluste zwar gegengerechnet werden können, allerdings nur im entsprechenden Kalenderjahr. Die Banken, die die neue KESt einheben sollen, werden aber keine Gegenverrechnung durchführen. Man muss die Verluste selbst in der Einkommensteuererklärung geltend machen.Ein Verlustvortrag auf spätere Wirtschaftsjahre ist weiters laut Finanzministerium nicht möglich, ebenso wenig wie eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten (etwa der Lohnsteuer), berichtet "Die Presse".

Bei Fonds sollen zunächst Gewinne und Verluste, die der Fonds selbst erwirtschaftet, zu einem bestimmten Stichtag gegenverrechnet werden, die Differenz wird besteuert. Verkauft ein Anleger seine Anteile nach diesem Stichtag und fährt weitere Gewinne ein, muss er zusätzlich Steuer berappen. Sind die Gewinne hingegen geringer als zum Stichtag, kann er sich die Differenz per Einkommensteuererklärung zurückholen, heisst es weiters.


<<<<<<<


Die neue 25-prozentige Aktienkursgewinnsteuer betrifft auch Inhaber von Investmentfondsanteilen, Anleihen und anderen Wertpapieren. Entsprechende Berichte von "Presse" und "Standard" bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des Finanzministeriums: Bei den Fonds soll die Steuer auf beiden Ebenen greifen, zunächst laufend intern und später beim Inhaber, sobald er seinen Fondsanteil verkauft. Eine doppelte Besteuerung soll dabei aber vermieden werden. Die Fondsindustrie kritisiert, dass die ausgeweitete Besteuerung dem Vorsorge-Gedanken zuwiderläuft und befürchtet ausser hohen IT-Kosten auch eine gebremste Investitionsfreude durch verunsicherte Kunden. Es könnte dafür aber heuer noch einen Run geben, da die Steuer erst ab Anfang 2011 greift.

"Die KESt wird ausgeweitet auf Veräusserungsgewinne für Wertpapiere", sagte Harald Waiglein, Sprecher von Finanzminister Josef Pröll, am Mittwoch. Zunächst würden auf fondsinterner Ebene wie bisher die Zinsausschüttungen und Dividenden verkestet, aber - neu - auch Kursgewinne von Aktien, die in einem Fonds gehalten werden. Die zweite Besteuerungsebene greife dann, sobald ein Fondsinhaber sich von Anteilen trennt. Jedoch wird dann beobachtet, ob der Wert des Fondsanteils zum Zeitpunkt der Veräusserung überhaupt höher war als zu einem früheren Stichtag, zu dem Verluste und Gewinne in einem Fonds bereits gegengerechnet wurden. Der Stichtag sei einmal im Jahr und müsse nicht unbedingt ident sein mit dem Jahresultimo.

Manfred Stagl, Chef der Volksbank Invest KAG, versteht grundsätzlich "die budgetären Handlungszwänge der Regierung" und auch die Zielsetzung, bei der KESt eine Gleichbehandlung zu Zinspapieren anzustreben, "das wirkt sich aber an den Börsen und bei den Firmen, die sich Eigenkapital besorgen wollen, nicht förderlich aus". Den Menschen sollte eine private Vorsorge zum Schliessen der in Zukunft grösser werdenden "Pensionslücke" nicht erschwert werden, argumentierte Stagl am Mittwoch im Gespräch mit der APA.

Stagl, der auch Vizepräsident der VÖIG (Verband österreichischer Investmentgesellschaften) ist, sieht die "Gefahr einer Verunsicherung wegen der neuen Steuer". Dabei seien die Kunden ohnedies schon durch die Finanzkrise verunsichert worden. Ähnlich wie es in Deutschland vor der Einführung einer ähnlichen Steuer der Fall war, "könnte es aber auch bei uns heuer noch einen Run geben", also einen Vorzieheffekt. Schliesslich greift die neue Kursgewinn-"KESt" ja erst bei Wertpapieren, die ab 1. Jänner 2011 angeschafft werden - auch wenn das Gesetz selbst, wie Waiglein sagt, erst mit 1. Juli in Kraft treten soll, um den Finanzinstituten eine Vorlaufzeit für die Einführung geeigneter EDV-Lösungen zu geben.

Noch heuer in Aktien zu investieren, rät übrigens auch Karl Bruckner - Vizepräsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) und Vorsitzender des Fachsenats für Steuerrecht der KWT - jenen Anlegern, die an weitere Kurssteigerungen glauben, wie der heutigen "Presse" zu entnehmen ist. Denn dann kann man etwaige Gewinne auch in den folgenden Jahren noch steuerfrei einstreifen.

  

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Nicht einmal vortragen ...
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 14:31)

kann man die Verluste?

No des is a schena Bledsinn,
des war ja praktisch des anzige Goodie an der neuen Steuer.

  

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RE: Nicht einmal vortragen ...
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 15:09)

Ich hab Dich ja im Verdacht, Vecernicek, daß Du sowieso nur Liebhaberei treibst, im steuerlichen Sinn.

  

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Enteignungs-KESt ein Schlag ins Gesicht der Privatanleger
Rang: Priapos(8) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 15:09)

Wirklich überraschend kam es nicht, die Details haben es aber in sich: Österreich weitet die KESt in Zukunft auf sämtliche Finanzinstrumente (also übertragbare Aktien, Anleihen, Zertifikate, Geldmarktinstrumente und Derivate) aus. Die Republik erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von mehr als 200 Mio. Euro pro Jahr.

Die neue Finanzinstrumente-KESt soll auch ohne Ausnahmen gelten. Fonds, die bislang nur einer Substanzgewinnsteuer von 5% unterliegen, werden - soweit ich das bis jetzt verstehe - jeweils zum Geschäftsjahresende 25% der realisierten Gewinne an Steuer abführen. Fondsanleger versteuern dann beim individuellen Realisierungszeitpunkt die Wertsteigerung vom letzten Geschäftsjahresende zum Verklaufszeitpunkt. Auch Stiftungen würden dadurch attraktiver.

Minerva-Fazit

Als Liechtensteiner Kapitalanlagegesellschaft könnte die neue Finanz - instrumente-Steuer durchaus Geschäfts - möglichkeiten eröffnen. Insbesondere die liechtensteinsche Anlagegesellschaft (Investmentaktiengesellschaft) könnte für österreichische Private eine interessante Alternative zu Stiftungen werden. (Anm.: Wenngleich wir zugeben müssen, dass dies erst dann der Fall sein wird, wenn das Netzwerk an OECD-konformen Doppelbesteuerungsabkommen, die Liechtenstein abgeschlossen hat, deutlich ausgeweitet wird - aber da ist unsere Regierung auf sehr gutem Weg.)

Andreas Wölfl-Fazit

Als österreichischer Staatsbürger sehe ich massive Probleme a) mit Glaubwürdigkeit/ Gleichbehandlungsgrundsatz (also wieso eine Steuer auf Wertsteigerungen bei Aktien, nicht aber bei Immobilien) und b) bei der Bemessungsgrundlage. (Bemessungsgrundlage wird wohl der Euro sein. Wenn die Inflation anzieht - und das massive Gelddrucken der Notenbanken wird wohl genau dazu führen müssen -, wird die neue Steuer zu einer Mittelstands-Enteignungssteuer.)

Würde die neue KESt nur auf reale Gewinne (also Wertsteigerung minus Inflationsrate) abgezogen, wäre mir deutlich wohler ...

http://www.be24.at/blog/entry/649387/enteignungs-kest-ein-schlag-ins-gesicht-der-privatan leger/fullstory

  

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RE: Enteignungs-KESt ein Schlag ins Gesicht der Privatanleger
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 15:59)

Mich wundert die große Überraschtheit, dass auch Fonds der Steuer unterliegen. War man wirklich so naiv zu glauben, nur die paar Aktienanleger seien davon betroffen??

PS: Staatliche Enteignung gibts schon immer. Auch die ZESt führt de facto in der Regel zur Enteignung. Man braucht nur den Zins nach Steuer mit der (echten) Inflationsrate vergleichen. Und mit zunehmender Inflation wird dieser Effekt immer schlimmer.
Und die Inflation wird kommen, da können noch so viele vom Deflationshirngespinst daherfaseln.

  

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RE: Enteignungs-KESt ein Schlag ins Gesicht der Privatanleger
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:03)

... und selbst für 0,0625% Zinsen am Girokonto muss man volle Wäsch KEST zahlen,
egal um wieviel höher die Inflationsrate ist.

Die einzigen steuerfreien Zinsen kriegt man offenbar bis zu 4% brutto für netto bei den Wohnbauanleihen.

Gut, die hab ich eh. Sachliche Rechtfertigung dafür kenne ich aber keine.

Und warum man die sogar bei den Sonderausgaben von der Steuer absetzen kann, das entzieht sich auch meiner Phantasie

  

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RE: Nicht einmal vortragen ...
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:05)

Wenn Verluste über die Jahre nicht mit Gewinnen gegenverrechnet werden können, trifft der sozialistische Grundsatz, Gewinne zu sozialisieren und Verluste zu privatisieren, voll zu. Das wird das Aus für viele Trader und die Aktienveranlagung generell bedeuten. Aber vielleicht möchte man das ja: Sollen sie lieber (noch mehr) arbeiten anstatt zu spekulieren! Arbeit läßt weniger Zeit zum Denken, das macht die Menschen gefügiger und verschafft der herrschenden politischen Obrigkeit noch mehr Einfluß ...

  

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RE: Nicht einmal vortragen ... witzig
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:19)

Seh ich voll nicht ein

Von jedem positiven Schnitt 1/4 für den Fiskus,
und jeder negative Schnitt bleibt zu 100% mir alleine

Obwohl´s eh schon verdammt schwer ist, auch nur irgendwelche Gewinne zu machen,
d.h. in Zukunft bin ich weg vom Markt, entweder
a) freiwillig, dann erspar ich mir weitere Verluste, oder
b) erst nachdem mich der Fiskus noch ordentlich gerupft hat

  

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RE: Nicht einmal vortragen ...
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:21)

Wundert mich, dass die ÖVP da nur blöd zuschaut,
oder warten sie, bis die SPÖ da voll gegen die Wand rennt
und die ganze Steuer fällt, weil sie von der SPÖ gar zu deppert konstruiert wurde?

  

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RE: Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 15:50)

>
>Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt sickerten durch, die
>entsprechenden Gesetzesentwürfe sollen heute, Mittwoch, oder
>Donnerstag vorlegen.
>
>So sollen - wie bereits vermutet - Verluste zwar
>gegengerechnet werden können, allerdings nur im entsprechenden
>Kalenderjahr. Die Banken, die die neue KESt einheben sollen,
>werden aber keine Gegenverrechnung durchführen. Man muss die
>Verluste selbst in der Einkommensteuererklärung geltend
>machen.Ein Verlustvortrag auf spätere Wirtschaftsjahre ist
>weiters laut Finanzministerium nicht möglich, ebenso wenig wie
>eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten (etwa der
>Lohnsteuer), berichtet "Die Presse".

Ich kann gar nicht glauben was ich hier lese.

Da müssen sie aber einige Bundesgesetze ausser Kraft setzen, wenn sie das so durchbringen wollen.

  

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RE: Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:32)

haben wir eigentlich keine Lobbyisten, warum gehen Brokerjet und Co nicht auf die Barrikaden?

  

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RE: Weitere Details zur neuen Wertpapier-KESt
Rang: Peter35(13) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:46)

haben wir eigentlich keine Lobbyisten, warum gehen Brokerjet und Co nicht auf die Barrikaden?

also BJ gehört zur Ersten Bank.Direktanlage zur Unicredit,Easybank zur BAWAG also den Amis.

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Medina(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:42)

die Trader und Kleinstkunden mit Ihren online-Glaskonten wirds treffen

alle anderen werden Ihr Geld sicher nicht in Österreich liegen lassen

man darf nicht den Fehler machen und glauben es wird so wie in D keinen spürbaren Abfluss geben. In D fliessen die Gelder ja schon seit Jahrzehnten zunehmend ab unter anderem nach Ö, wer sein Geld in Sicherheit bringen wollte hat das in D bereits vor dieser Steuer längst aus anderen Gründen getan

aus Ö raus hat bisher noch kaum wer sein Geld in "Sicherheit" gebracht, weil es bisher nicht notwendig war. Daher wird hier sehrwohl eine Bombe platzen - Ö Bankaktien sollte man auf jeden Fall raschest verkaufen

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: Finanzinvest(175) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 16:54)

>die Trader und Kleinstkunden mit Ihren online-Glaskonten
>wirds treffen
>
>alle anderen werden Ihr Geld sicher nicht in Österreich liegen
>lassen
>
>man darf nicht den Fehler machen und glauben es wird so wie in
>D keinen spürbaren Abfluss geben. In D fliessen die Gelder ja
>schon seit Jahrzehnten zunehmend ab unter anderem nach Ö, wer
>sein Geld in Sicherheit bringen wollte hat das in D bereits
>vor dieser Steuer längst aus anderen Gründen getan
>
>aus Ö raus hat bisher noch kaum wer sein Geld in
>"Sicherheit" gebracht, weil es bisher nicht
>notwendig war. Daher wird hier sehrwohl eine Bombe platzen - Ö
>Bankaktien sollte man auf jeden Fall raschest verkaufen

Für Trader gibt es nur mehr zwei Alternativen: entweder aufhören oder aber ins Ausland abwandern. Jeder muß für sich selbst übelegen, was von beidem für ihn sinnvoller ist!

  

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RE: Aktiensteuer/Wertpapier-KEST - Die Details
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:04)

>Für Trader gibt es nur mehr zwei Alternativen: entweder
>aufhören oder aber ins Ausland abwandern. Jeder muß für sich
>selbst übelegen, was von beidem für ihn sinnvoller ist!


Kann man auch im Zweitwohnsitz,den man im Ausland hat spekulieren?
Wenn nicht werde ich trotzdem in Ö weitermachen.

  

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Gegenverrechnung der Verluste
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:02)

Daß man Verluste nicht ins nächste Kalenderjahr mitnehmen kann, war ja auch bisher nicht so. Damit war nicht zu rechnen, aber gerade langfristige Anleger können das ein wenig timen, also Verlustpositionen in Jahren schließen, wo man auch Gewinne macht.

Daß man aber die Verluste innerhalb eines Jahres nicht gegenverrechnen kann, ist schlimm und wird ein großer Standortnachteil für heimische Broker darstellen. Deshalb dürfte an dieser Stelle wohl noch nachgebessert werden. Immerhin sind es scheinbar die Banken, die sage, daß sie das nicht machen (wollen). Übrigens, ich glaube in D hatte man die gleiche Diskussion. Und mittlerweile machen es angeblich einige Broker da auch freiwillig. Nur eben nicht verpflichtend per Gesetz.

Aber denken wir mal weiter: Wenn eine Gegenverrechnung nicht möglich ist, dann muß mir die Bank sowohl die bereits bezahlten Steuern als auch die Verluste ausweisen. Hmm, da sollte unbedingt was kommen, sonst sind die Trader weg.

  

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RE: Gegenverrechnung der Verluste
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:20)

Wienbroker:

Dass man Verluste nicht vortragen hat können, war ja die große Ungerechtigkeit an der bisherigen Spekulationssteuer.

Dass das wegfällt, hat man schon erwarten dürfen. Wär ja das mindeste.

Aber sieht so aus, als ob sich die, die nichts von der Wirtschaft verstehen, auf allen Längen durchgesetzt haben.

  

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Ausweg
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:24)

Wenn Ihr eine gewisse Anzahl von Trades macht,
könnt Ihr mit dem Finanzamt kämpfen,
das ist ja dann nicht Eure Privatspekulation,
sondern das ist Euer Erwerbseinkommen, um Eure Familie zu ernähren!

Wenn das Finanzamt die Gewerblichkeit anerkennt,
könnt Ihr Verluste auch vortragen.

Aber das Finanzamt wird Euch wohl Liebhaberei unterstellen.
Das machen sie immer.
Dann heißt´s: Kämpfen! Bis zum Unabhängigen Finanzsenat.
Weiter geht´s nicht, VwGH ist teuer für uns Kleine.

Der Liebhaberei entgehen könnte man nur über die Form einer GesmbH.

Da fallen allerdings die üblichen Kosten einer GesmbH an. Muss man überlegen, ob es sich auszahlt.

Bei mir hätte es sich bisher ausgezahlt. Ich könnte meine GesmbH mit saftigen Verlustvorträgen zu einem stolzen Preis verkaufen!

  

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RE: Ausweg
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:27)

Sogar die Firma kann man im Ausland gründen.

Für mich käme nur Bratislava in Frage, weiß aber nicht, wie es steuerlich da ausschaut. Dann könnt man sogar den österreichischen Broker behalten.

Der Scherf auf be24.at macht um wenige Tausend Euro eine Firmengründung in Delaware für Euch.

Ist natürlich eine eigene Gschicht. Mit den USA will ich eigentlich nichts zu tun haben, geschweige denn mein Geld dort suchen müssen.

  

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RE: Ausweg
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 17:30)

Auf Jersey braucht man sich um Verlustvorträge nicht zu kümmern, die haben sowieso nur eine minimale Pauschalsteuer pro Firma.

Allerdings (siehe MAI und MIP) kann man Verlustvorträge somit auch nicht an den Meistbietenden verscheppern, da keiner sie braucht, weil die Steuern eh so niedrig sind.

Firmengründungskosten (Jersey hat bekanntlich ein anderes Recht als wir, nicht einmal das Gleiche wie in Großbritannien) sind aber recht hoch.

  

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RE: Ausweg
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 19:19)

>Wenn Ihr eine gewisse Anzahl von Trades macht,
>könnt Ihr mit dem Finanzamt kämpfen,
>das ist ja dann nicht Eure Privatspekulation,
>sondern das ist Euer Erwerbseinkommen, um Eure Familie zu
>ernähren!
>
>Wenn das Finanzamt die Gewerblichkeit anerkennt,
>könnt Ihr Verluste auch vortragen.
>
>Aber das Finanzamt wird Euch wohl Liebhaberei unterstellen.
>Das machen sie immer.
>Dann heißt´s: Kämpfen! Bis zum Unabhängigen Finanzsenat.
>Weiter geht´s nicht, VwGH ist teuer für uns Kleine.
>
>Der Liebhaberei entgehen könnte man nur über die Form einer
>GesmbH.
>
>Da fallen allerdings die üblichen Kosten einer GesmbH an. Muss
>man überlegen, ob es sich auszahlt.
>
>Bei mir hätte es sich bisher ausgezahlt. Ich könnte meine
>GesmbH mit saftigen Verlustvorträgen zu einem stolzen Preis
>verkaufen!

Die Frage ist, ob bei gewerbsmässiger ausbübung nicht ein anderer Steuersatz zur Geltung kommt.

  

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Alternativen gut analysiertgut analysiert
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 19:34)

Hauptproblem für Trader beim aktuellen Vorschlag ist, daß Steuern auf Gewinne sofort beahlt werden müssen, Verluste aber erst am Jahresende vom Finanzamt zurückverlangt werden können.

Dabei gibt es 2 Punkte:
1. Wer nicht viel "Umsatz" macht, für den ist das kein Problem, er gibt einen kostenlosen Kredit an den Staat, quasi Steuervorauszahlung.
Wer viel Umsatz macht, z.B. Depot 100.000 Euro, es 10x umsetzt, also 1.000.000 umsetzt. Davon angenommen die Hälfte mit 10% Gewinn, die andere Hälfte mit 5% Verlust: Dann zahlt er im Laufe des Jahres vom Gewinn 500.000*10%=50.000 die 25% = 12.500. Am Jahresende erhält er vom Verlust 500.000*5%=25.000 die 25% wieder zurück=6.250. Er hat also 6250 vorgestreckt. Klingt jetzt eigentlich nicht so schlimm, aber halt lästig.

2. Die Finanz weiß über Gewinn und Verlust bescheid, Steuer wird nicht anonymisiert abgeführt.

Auswege:
Zum einen kann es sein, daß die Banken doch Verluste sofort gegenrechnen.
Zum anderen kann es sein, daß die Banken freiwillig gegenrechnen dürfen. Das erscheint mir am wahrscheinlichsten. Somit weniger Programmieraufwand verpflichtend, aber Brokerjet & Co werden das der Kunden wegen schon so machen.

Wenn das nicht geht:
* Wohnsitzwechsel geht nicht, da reicht kein Zweitwohnsitz, sondern da muß man wirklich komplett umziehen.
* Aber umziehen muß man ja nicht, ein Broker im Ausland reicht völlig. Die führen das nicht ab und man gibt die Steuer in der Erklärung an. Fertig. Und genau deshalb spricht mMn gar nichts dagegen, daß die Banken freiwillig die Gegenverrechnung machen dürfen. Das werden die schon raushandeln. Wenn nicht, selber schuld.


Noch ein allgemeines Wort zur Steuer: Wir müssen das Budget sanieren, das kommt allen zu gute, v.a. auch den Aktienbesitzer/Wohlhabenden. 25% ist ok, international üblich und ich kann damit leben. Es geht v.a. darum diese Steuer so zu gestalten, daß es nicht zur Kapitalflucht kommt. Das wird wohl hoffentlich gelingen.

  

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RE: Alternativen gut analysiert
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 19:53)

>2. Die Finanz weiß über Gewinn und Verlust bescheid, Steuer
>wird nicht anonymisiert abgeführt.

nö so ist das nicht! kest wird von der bank gesammelt und einmal monatlich an die finanz überwiesen. wir haben in Ö ein bankgeheimnis!

auf die möglichkeit der gegenrechnung hätte das aber keinen negativen einfluß... jedoch wird das nur funktionieren wenn nur innerhalb eines depots gegengerechnet werden kann aber nicht quer über mehrere.

wenn das möglich wäre wird man sich halt überlegen müssen eventuell nur noch ein depot zu führen.

oder man geht nach deutschland, schweiz oder wo immer hin und macht wie bisher eine erklärung... damit auch kein vorschuß an die finanz... die höhe der kest muß ja dann auch gleich sein.

  

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Wertpapier-KESt - Eine Empfehlung an alle Anleger
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 20:38)

Das wird die Regierung nicht nur bei Derivativkomponente der Bankensteuer bemerken (auf derivate Geschäfte soll rund ein Drittel der geplanten Einnahmen von 500 Mio. Euro entfallen), sondern auch bei der Wertpapier-KESt, zu der immer weitere Details durchsickern.

Da der Anleger - wie es aussieht - Kursverluste nicht vortragen kann, wird er in Verlustjahren extrem geschädigt (wenn er realisieren will oder auch muss), und er darf in den Folgejahren sämtliche unechten Gewinne aus Ersatzinvestitionen versteuern. Die Konsequenz daraus: Es ist besser, möglichst kurzfristig und viel zu spekulieren, als Papiere länger zu halten.

Weiters: Da die Banken anscheinend keine Gegenrechnung mit Verlusten innerhalb des Jahres ausführen (sondern dies über die Eigenveranlagung passiert), ist es für den Anleger besser, alles selbst steuerlich zu deklarieren. Damit fallen Verluste und Gewinne gleichzeitig mit der Erklärung an; ansonst wird die KESt ja künftig immer gleich beim Verkauf abgezogen, die Gegenrechnung mit den Verlusten führt dann aber erst im Folgejahr zu einer Rückzahlung.

Der Ausweg: Um steuerlich selbst zu deklarieren, muss man nur sein Depot ins Ausland verlagern.

Insofern ist das - so schade es um den Finanzplatz Wien ist - eine Empfehlung für alle Anleger.

Wollen Sie ein Zeichen gegen diese Steuer setzen? Tragen Sie sich auf unserer Liste ein: http://www.boerse-express.com/liste

Aus dem Börse Express vom 27. Oktober 2010

  

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Wertpapier-KESt: So wird das nicht kommen können
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 20:47)

27. Oktober 2010 08:33

Der Börse Express lehnt die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer /Wertpapier-KESt strikt ab. Die Vermögenszuwachssteuer und die Bankensteuer werden dazu führen, dass die Banken als einzige eine Verwaltungsreform (aber hin zu mehr Verwaltung) machen müssen. Für die Banken entstehen enorme Kosten, die "Krot" wird der Kunde fressen. Wer sonst. Die armen Privaten werden also von der Regierung UND von den Banken belastet. Der aktuelle Stand:

• Gegenrechnung von Verlusten nur über die Steuererklärung möglich
• Keine Gegenrechnung mit anderen Einkunftsarten
• Abführung durch die Banken erst ab 1.1.2012
• Wertpapier-KeSt soll nur für Private gelten, da Unternehmen ja jetzt schonSteuern auf Wertpapiergewinne bezahlen
• Fondsbehandlung ist noch sehr nebulös. Standard: „Die KAG ermittelt stichtagsbezogen den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Transaktionen und führt bei positivem Überhang 25 Prozent ab. Der Anleger muss dann die zwischen dem Stichtag des Fondsanbieters und dem Verkauf angefallenen Kurssteigerungen selbst versteuern.

FAZIT:
- der BE wird weiter massiv gegen eine Steuer, die Aktien gegen andere Anlageklassen diskriminiert, auftreten
- die Steuer ist ökonomischer Blödsinn: Sie kostet mehr, als sie bringt (dazu Riesenaufwand bei Finanzämtern)
- die grossen Spekulanten können sie locker umgehen, der kleine Privatanleger nicht - unsozial. Will man das wirklich?
- die Aktie als Vorsorgeinstrument gehört gefördert, nicht besteuert (selbst bei langen Fristen fällt die Steuer an)
- Gewinne automatisch, Verluste via Finanzamt (Kredit an den Staat) - VfGH-Anfrage
- und: die Finanz kennt die G&V der Kleinanleger, aber wohl auch die Bilanzssumme -> Vorbote Vermögenssteuer, gläserner Bürger
- und (2): wo sind die Budget-Einsparungen auf der Ausgabenseite (Verwaltungsreform)?

Aktuelles unter: http://www.boerse-express.com/cat/dossie...

Der Börse Express lädt Sie ein, sich an der "Öffentlichen Namensliste gegen die Vermögenszuwachssteuer" , die im Jahr 2008 startete (und nun aus aktuellem Grund wieder online ist), zu beteiligen. Ihr Name, optional Ihre Firma und Ihre Mail-Adresse (nicht öffentlich, aber für "Zwischenstände"). Sie erhalten dann ein Mail, mit dem Sie Ihre Eintragung bestätigen müssen. Fertig. (Und wir werden Sie dann fallweise über Neuerungen und Aktivitäten per Newsletter auf dem Laufenden halten).

Der Link zum Eintragen und Weitersagen: http://www.boerse-express.com/liste




  

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Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 20:53)

Nach und nach sickern einige Details zur kommenden Wertpapier-KeSt durch. Der Informationsstand an sich bleibt aber immer noch reichlich unbefriedigend und nebulös. Hier eine kurze Zusammenfassung des Erkenntnisstands aus diversen Medien der letzten beiden Tage:

Gegenrechnung von Verlusten nur über die Steuererklärung möglich (Presse, Kronen Zeitung)
Keine Gegenrechnung mit anderen Einkunftsarten (Presse)
Abführung durch die Banken erst ab 1.1.2012 (Waiglain, Sprecher des BMF im Wirtschaftsblatt)
Wertpapier-KeSt soll nur für Private gelten, da Unternehmen ja jetzt schon Steuern auf Wertpapiergewinne bezahlen (Wirtschaftsblatt)
Fondsbehandlung ist noch sehr nebulös. Standard: „Die KAG ermittelt stichtagsbezogen den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Transaktionen und führt bei positivem Überhang 25 Prozent ab. Der Anleger muss dann die zwischen dem Stichtag des Fondsanbieters und dem Verkauf angefallenen Kurssteigerungen selbst versteuern.“
Wenn das so kommt ist mM insbesondere die Gegenrechnung von Verlusten nur über die Steuererklärung ein massives Problem für viele Privatanleger. Im Sinne des Kapitalmarkts und der Vernunft, wäre es sehr wünschenswert, wenn hier stattdessen auf das deutsche Modell (Gegenrechnung Gewinn/Verlust innerhalb eines Kontos) zurückgegriffen würde. Auch die mangelnde Gegenrechnung mit anderen Einkunftsarten ist eine heftige Diskriminierung.

Das von Wertpapier-KeSt-Gegnern oft gebrachte Argument, es handle sich um die Versteuerung bereits versteuerter Gewinne (es werden ja auch Dividenden bereits versteuert), ist meiner Meinung nach hingegen nicht haltbar. Wer heute bspw. einen GmbH-Anteil verkauft, muss diesen schon jetzt unabhängig von erhaltenen versteuerten Ausschüttungen versteuern, wenn er damit einen Gewinn macht. Und zwar nicht mit 25% sondern mit der vollen Steuerprogression. Selbiges gilt für Anteile an Aktiengesellschaften >1%.

Unerklärlich sind mir auch die 250 Mio. Euro, die die Einführung dieser Steuer die Banken angeblich kosten soll. Ich glaube nicht dass die deutlich komplexere Besteuerung von Zertifikaten auch nur annähernd in diese Dimension vorgedrungen ist.

Dass die Steuer beim aktuellen Diskussionsstand den gewünschten Budgeteffekt bringt, daran habe ich allerdings so meine Zweifel. Vermögende Privatkunden werden dadurch erst recht angespornt, ihr Vermögen in anderen Strukturen anzulegen und Steuer- und Vermögensberater werden entsprechend erfinderisch sein. Die Suche wird auch nicht schwer sein, denn praktisch jede andere – vollkommen legale - Variante der Kapitalveranlagung über Firmen und Fonds im In- und Ausland ist attraktiver als 25% auf Wertpapiereinzelgewinne sofort zu bezahlen und Verluste erst in Nachhinein abziehen zu dürfen.

Die Steuer wird daher vor allem die Kleinanleger treffen, für die solche Lösungen nicht wirtschaftlich sind oder denen das entsprechende Know-How fehlt.


  

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direktanlage.at: ein Fünftel Umsatz könnte wegbrechen
Rang: keram(483) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 21:02)

Huber: "Flucht" von Depotkunden ins Ausland wegen Verlust-Gegenrechnung erst im Jahresausgleich

Der Chef der direktanlage.at - des heimischen Marktführers im Online-Brokerage - rechnet durch die neue 25-prozentige Steuer auf Wertpapier-Kursgewinne mit einem Einbruch der Transaktionsumsätze um bis zu einem Fünftel. "Einen Rückgang um 15 bis 20 Prozent halte ich für realistisch", sagte Vorstandschef Ernst Huber zur APA. Aufs Ergebnis soll sich das bei der UniCredit-Tochter aber nur wenig durchschlagen: "Ich hoffe, dass wir das durch Zugewinne woanders kompensieren können oder spätestens nach einem Jahr wieder ausgeglichen haben". Nur die Hälfte des Geschäfts entfalle auf das Brokerage. Huber sieht auch die Gefahr, dass Kunden ihre Depots ins Ausland, etwa nach Deutschland, verlagern.

"Zu 95 Prozent wird die neue Steuer den Kleinanleger treffen", ist der direktanlage.at-Chef überzeugt und erwartet daher, dass der eine oder andere Kunde eine "Flucht" ins Ausland überlegen wird - nämlich dann, wenn Verluste aus Wertpapierverkäufen erst mit Verspätung über die Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden können, wovon er ausgehe. Dass das genau so geplant ist, bestätigte Finanzminister-Sprecher Harald Waiglein am Mittwoch der APA: Man werde nicht von den Depotbanken verlangen, dass sie bereits Kursverluste gegenrechnen; auch bei der KESt bisher gebe es allfällige Refundierungen über die AN-Veranlagung, wenn der persönliche Einkommensteuersatz unter dem KESt-Satz liegt.

Huber befürchtet nicht eine Kunden-"Flucht" ins Ausland, um der neuen Steuer gänzlich zu entgehen, sondern weil sie dabei durch eine zeitliche Streckung - spätere Geltendmachung auch der von ihnen zu bezahlenden KESt erst über den "Jahresausgleich" - Zinsvorteile lukrieren könnten, zumindest wenn es um höhere Beträge geht.

Einen "Run" auf Wertpapier in den letzten Wochen dieses Jahres - Anschaffungen noch heuer bleiben auch in den Folgejahren steuerfrei, was Kursgewinne betrifft - sieht Huber kaum. Bei einigen langfristig orientierten Anlegern könnte es solche Vorzieheffekte geben, bei kurzfristigen Tradern aber nicht. Im Vorjahr ist bei der direktanlage.at die Zahl der Wertpapiertransaktionen um 7,3 Prozent auf 1,138 Mio. Käufe und Verkäufe angestiegen und die Zahl der Kunden um 7 Prozent auf rund 60.000 angewachsen.

Der IT-Aufwand für die neuen EDV-Systeme für die Handhabung der neuen Steuer sei "immens", deshalb schließe er sich vollinhaltlich der Forderung aus der Banken-Welt an, dass die Republik diese Zusatzkosten trägt. Erwin Hameseder, Chef der RLB NÖ-Wien, beziffert die zusätzlichen Kosten für alle heimischen Institute auf mehr als 100 Mio. Euro, auch RZB-Chefanalyst Peter Brezinschek sprach von einer dreistelligen Millionensumme; andere Banker gehen dagegen nur von rund 30 Mio. Euro aus.

Ob das geplante halbe Jahr für die EDV-System ausreicht, bezweifelt der direktanlage.at-Vorstandschef stark. Wie berichtet soll die gesetzliche Regelung zur neuen "Wertpapier-KESt" erst mit 1. Juli 2011 in Kraft treten, aber rückwirkend per 1. Jänner. Bei der Einführung der Abgeltungssteuer per Anfang 2009 in Deutschland hätten die Institute trotz eineinhalb Jahren Vorlaufzeit "alle Hände voll zu tun" gehabt, gibt Huber zu bedenken.

Die Regierung erwartet sich laut den am Wochenende vorgelegten Unterlagen aus der neuen "Aktien-KESt" für 2011, dem ersten Jahr, 30 Mio. Euro an Einnahmen - bis 2014 wird mit einem Anstieg auf 250 Mio. Euro jährlich gerechnet.

(APA)

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt gut analysiert
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 21:02)

Sehr schöne Zusammenfassung, die verbreitete fehlende Vortragsfähigkeit der Verluste sollte aber dringend noch dazu, das ist eine unfassbare Schlechterstellung auch zum Status quo, angesichts der gefallenen Behaltefrist.

Imho verletzt das den Gleichheitsgrundsatz, wenn meine Gewinne ewig besteuert werden können dann sollen gefälligst auch meine Verluste, und sei es innerhalb der Anlageklasse, ewig fortschreibbar sein, sonst ist das tatsächlich reines Abschöpfen.

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 21:51)

>Sehr schöne Zusammenfassung, die verbreitete fehlende
>Vortragsfähigkeit der Verluste sollte aber dringend noch dazu,
>das ist eine unfassbare Schlechterstellung auch zum Status
>quo, angesichts der gefallenen Behaltefrist.
>
>Imho verletzt das den Gleichheitsgrundsatz, wenn meine Gewinne
>ewig besteuert werden können dann sollen gefälligst auch meine
>Verluste, und sei es innerhalb der Anlageklasse, ewig
>fortschreibbar sein, sonst ist das tatsächlich reines
>Abschöpfen.


tjo wie schon vorhin erwähnt... es gibt ein unüberwindliches problem bei der sache... und zwar ganz einfach das bankgeheimnis. es verhindert den austausch zwischen finanz und bank bzw. auch zwischen bank und bank. all das wäre zwingend um eine sofortig gegenrechnung durchzuführen.

im wege der veranlagung lässt es sich dann eben lösen. natürlich ist es unfair das vorab abgezogen wird. fair wäre in diesem sinne eben die zwanghafte deklarierung und besteuerung mittels offenlegungserklärung. derartiges gab es ja früher für fonds schon mal.

wer sich offenlegt muß handeln und erspart sich zur belohnung die vorabbesteuerung... wer es nicht macht muß halt diese lösung schlucken.

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 23:46)

>>Sehr schöne Zusammenfassung, die verbreitete fehlende
>>Vortragsfähigkeit der Verluste sollte aber dringend noch
>dazu,
>>das ist eine unfassbare Schlechterstellung auch zum
>Status
>>quo, angesichts der gefallenen Behaltefrist.
>>
>>Imho verletzt das den Gleichheitsgrundsatz, wenn meine
>Gewinne
>>ewig besteuert werden können dann sollen gefälligst auch
>meine
>>Verluste, und sei es innerhalb der Anlageklasse, ewig
>>fortschreibbar sein, sonst ist das tatsächlich reines
>>Abschöpfen.
>
>
>tjo wie schon vorhin erwähnt... es gibt ein unüberwindliches
>problem bei der sache... und zwar ganz einfach das
>bankgeheimnis. es verhindert den austausch zwischen finanz und
>bank bzw. auch zwischen bank und bank. all das wäre zwingend
>um eine sofortig gegenrechnung durchzuführen.

Ist das denn wirklich so schwer? Wenn mein 1.Trade ein Verlust ist, bekomme ich eine virtuelle Gutschrift. Da muß die Finanz nichts davon wissen. Wenn mein 2.Trade ein Gewinn ist, wird das dann mit der Gutschrift gegenverrechnet und eben nicht sofort an die Finanz überwiesen. Schwieriger ist es vielleicht wenn man erst mit Gewinnen anfängt und dann im 2.HJ die Verluste einfährt. Das müßte man dann wohl so lösen, daß man bei Jahresende...ok, ich sehe ein, wird schon kompliziert.

Einfacher wäre halt, wenn man die Steuer erst am Jahresende gesammelt abführt, wie es bei den ausländschen Brokern auch der Fall sein wird. Wie ich in einem anderen Posting gerechnet habe, macht das weniger aus, als man im ersten Moment meinen könnte. Lästiger für einige wird wohl sein, daß die Finanz über Gewinn und Verlust und vielleicht sogar Depotvermögen erfährt. Bei den Heavy Trader wird es sowieso ein Auslandsdepot geben müssen. Die Deutschen kommen zu uns und wir zu den Deutschen . Vielleicht kann man bei brokerjet über eine Auslandstochter ein Depot führen.

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt gut analysiert
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 09:29)

ja auf die jahresendabrechnung will ich hinaus... ist ja für alle beteiligte dann fair.

die banken brauchen nur einmal im jahr einen jahresendbeleg ausdrucken... links die realisierten verluste / rechts die realisierten gewinne.

wenn das alle broker machen braucht die finanz diese nur zu saldieren.

am einfachsten gleich eine elektronische übermittlung mittels einheitsformular für alle broker... analog dem jahreslohnzettel der gehaltsverrechnung.

eine aufstellung zu generieren wird um welten billiger kommen als die komplette edv- als steuereintreibungsprogramm zu programmieren. ergo würden auch die banken mit dem aufwand leichter zurecht kommen.

damit das bankgeheimnis über die vermögenswerte dann noch gewahrt bleibt werden eben nur die umsätze angezeigt, nicht aber der depotstand selbst.









>>tjo wie schon vorhin erwähnt... es gibt ein
>unüberwindliches
>>problem bei der sache... und zwar ganz einfach das
>>bankgeheimnis. es verhindert den austausch zwischen finanz
>und
>>bank bzw. auch zwischen bank und bank. all das wäre
>zwingend
>>um eine sofortig gegenrechnung durchzuführen.
>
>Ist das denn wirklich so schwer? Wenn mein 1.Trade ein Verlust
>ist, bekomme ich eine virtuelle Gutschrift. Da muß die Finanz
>nichts davon wissen. Wenn mein 2.Trade ein Gewinn ist, wird
>das dann mit der Gutschrift gegenverrechnet und eben nicht
>sofort an die Finanz überwiesen. Schwieriger ist es vielleicht
>wenn man erst mit Gewinnen anfängt und dann im 2.HJ die
>Verluste einfährt. Das müßte man dann wohl so lösen, daß man
>bei Jahresende...ok, ich sehe ein, wird schon kompliziert.
>
>Einfacher wäre halt, wenn man die Steuer erst am Jahresende
>gesammelt abführt, wie es bei den ausländschen Brokern auch
>der Fall sein wird. Wie ich in einem anderen Posting gerechnet
>habe, macht das weniger aus, als man im ersten Moment meinen
>könnte. Lästiger für einige wird wohl sein, daß die Finanz
>über Gewinn und Verlust und vielleicht sogar Depotvermögen
>erfährt. Bei den Heavy Trader wird es sowieso ein
>Auslandsdepot geben müssen. Die Deutschen kommen zu uns und
>wir zu den Deutschen . Vielleicht kann man bei brokerjet
>über eine Auslandstochter ein Depot führen.

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 27.10.10 23:07)

>Sehr schöne Zusammenfassung, die verbreitete fehlende
>Vortragsfähigkeit der Verluste sollte aber dringend noch dazu,
>das ist eine unfassbare Schlechterstellung auch zum Status
>quo, angesichts der gefallenen Behaltefrist.
>
>Imho verletzt das den Gleichheitsgrundsatz, wenn meine Gewinne
>ewig besteuert werden können dann sollen gefälligst auch meine
>Verluste, und sei es innerhalb der Anlageklasse, ewig
>fortschreibbar sein, sonst ist das tatsächlich reines
>Abschöpfen.

Interessant wird die Frage, die sicher der Vwgh klären muss, ob es zulässig ist eine Anlageklasse gegenüber der anderen schlechter zu stellen.

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
BM(1) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 00:06)

Akademisch schon, ich fürchte bloss dass das dann zu einem guten Anlass, dass auch die anderen Anlageklassen gleich schlecht gestellt werden.

  

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RE: Zwischenanalyse Wertpapier-KeSt
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 08:29)

- Gewinne automatisch, Verluste via Finanzamt (Kredit an den Staat) - VfGH-Anfrage
- und: die Finanz kennt die G&V der Kleinanleger, aber wohl auch die Bilanzssumme -> Vorbote Vermögenssteuer, gläserner Bürger


Genau das ist der Punkt.Man will von den Anlegern gerne erfahren was sie so im Depot haben,damit hebelt man eigentlich das Bankgeheimnis indirekt aus.Man will sich scheinbar einen gläsernen Bürger schaffen, um dann zu gegebenen Anlass eine dubiose Vermögenssteuer einzuführen.

Die SPÖ plant scheinbar schon mit Rot-Grün im Bund.Die FPÖ wird höchstwahrscheinlich eine zertrümmerte ÖVP überholen.In der ÖVP scheinen ja nur mehr verrückte Sozichristen durch die Gegend zu laufen

Wie @WB es schon geschrieben hat,man kann nur hoffen,dass die österr. Broker irgendwie freiwillig trotzdem eine Art Gewinn/Verlustrechnung einführen,wie die Kollegen in Deutschland, um den Abfluss der Kundschaft ins Ausland zu vermeiden.

  

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Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:08)

"Dass das genau so geplant ist, bestätigte Finanzminister-Sprecher Harald Waiglein am Mittwoch der APA: Man werde nicht von den Depotbanken verlangen, dass sie bereits Kursverluste gegenrechnen;"

Deutet für mich darauf hin, daß das ein Entgegenkommen gegenüber den Banken ist und ich hoffe, daß rausgehandelt wird, daß eine Bank freiwillig diesen Mehreinsatz leisten darf, z.B. brokerjet, für die das überlebenswichtig wäre. Für die Finanz kann eine elektronische Abrechnung im Vergleich zu einer Refundierung ja auch nicht erstrebenswert sein, da dies wieder Verwaltungsaufwand bedeutet.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:26)

>"Dass das genau so geplant ist, bestätigte
>Finanzminister-Sprecher Harald Waiglein am Mittwoch der APA:
>Man werde nicht von den Depotbanken verlangen, dass sie
>bereits Kursverluste gegenrechnen;"
>
>Deutet für mich darauf hin, daß das ein Entgegenkommen
>gegenüber den Banken ist und ich hoffe, daß rausgehandelt
>wird, daß eine Bank freiwillig diesen Mehreinsatz leisten
>darf, z.B. brokerjet, für die das überlebenswichtig wäre.

ein richtiges ähmm steuerrichtiges gegenrechnen funktioniert depotübergreifend nicht. es kommt hier kein richtiges ergebnis raus. oder willst du jeden verpflichten nur noch ein depot zu führen?


Für
>die Finanz kann eine elektronische Abrechnung im Vergleich zu
>einer Refundierung ja auch nicht erstrebenswert sein, da dies
>wieder Verwaltungsaufwand bedeutet.

der ist doch schon schwer überschaubar...

stell dir mal den aufwand vor wenn einer sagt ich hab zwei depots und meine banken haben mich nicht richtig abgerechnet weil sie sich gegenseitig nicht kontrollieren können ( w/anonymität und enormen edv-aufwand).





  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 11:29)


>ein richtiges ähmm steuerrichtiges gegenrechnen funktioniert
>depotübergreifend nicht. es kommt hier kein richtiges ergebnis
>raus.

schon wahr. das führen mehrerer depots ist aber sicher nicht der regelfall. außerdem ist bei einzelkontenabrechnung auch das gesamtergebnis korrekt, wenn alle depots im plus oder im minus sind.
nur wenn ein depot im plus und eins im minus ist, muß über die ESt-Erklärung nachgeregelt bzw. zurückgefordert werden.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 11:39)

>
>>ein richtiges ähmm steuerrichtiges gegenrechnen
>funktioniert
>>depotübergreifend nicht. es kommt hier kein richtiges
>ergebnis
>>raus.
>
>schon wahr. das führen mehrerer depots ist aber sicher nicht
>der regelfall. außerdem ist bei einzelkontenabrechnung auch
>das gesamtergebnis korrekt, wenn alle depots im plus oder im
>minus sind.
>nur wenn ein depot im plus und eins im minus ist, muß über die
>ESt-Erklärung nachgeregelt bzw. zurückgefordert werden.

genau! es ist ein problem und eine steuer muß richtig und nicht falsch zu erheben sein.

das mit dem geringen regelfall würde ich nicht unterschätzen. bei den meisten banken hierzulande ist es nicht möglich eine aktie und einen sparplan für einen fonds über ein einziges depot darzustellen. BJ kann es, die offlinebanken die ich kenne nicht!

weiterer beispiel: ich hab ein depot für mich alleine und eines mit meiner frau.

und dieser fall ist sicher kein einzelfall, schon gar nicht in österreich!

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 12:28)

>genau! es ist ein problem und eine steuer muß richtig und nicht falsch zu erheben sein.

>weiterer beispiel: ich hab ein depot für mich alleine und eines mit meiner frau.


Man muß mE nicht jeden einzelnen möglichen Fall automatisieren. Würden alle Steuern von vornherein richtig eingehoben, bräuchte man gar keinen Jahresausgleich machen. Es soll halt möglichst genau stimmen, sodaß sich gegen Jahresende nicht das halbe Kapital beim Fiskus sammelt.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 12:36)

>>genau! es ist ein problem und eine steuer muß richtig und
>nicht falsch zu erheben sein.
>
>>weiterer beispiel: ich hab ein depot für mich alleine und
>eines mit meiner frau.
>
>
>Man muß mE nicht jeden einzelnen möglichen Fall
>automatisieren. Würden alle Steuern von vornherein richtig
>eingehoben, bräuchte man gar keinen Jahresausgleich machen. Es
>soll halt möglichst genau stimmen, sodaß sich gegen Jahresende
>nicht das halbe Kapital beim Fiskus sammelt.

hast du natürlich recht! ...auch darf es keine schlechterstellung von inländischen brokern zu ausländischen geben.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 16:59)

>>"Dass das genau so geplant ist, bestätigte
>>Finanzminister-Sprecher Harald Waiglein am Mittwoch der
>APA:
>>Man werde nicht von den Depotbanken verlangen, dass sie
>>bereits Kursverluste gegenrechnen;"
>>
>>Deutet für mich darauf hin, daß das ein Entgegenkommen
>>gegenüber den Banken ist und ich hoffe, daß rausgehandelt
>>wird, daß eine Bank freiwillig diesen Mehreinsatz leisten
>>darf, z.B. brokerjet, für die das überlebenswichtig wäre.
>
>ein richtiges ähmm steuerrichtiges gegenrechnen funktioniert
>depotübergreifend nicht. es kommt hier kein richtiges ergebnis
>raus. oder willst du jeden verpflichten nur noch ein depot zu
>führen?

Es geht nicht um 2 Depots, sondern Gegenrechung innerhalb des Depots.
Beispiel:
1. Trade: 1000 Verlust
2. Trade: 1000 Gewinn: 250 KEST werden automatisch abgeführt.
Am Jahresende stellt mir der Broker eine Bestätigung für eine Gutschrift von 250 Euro aus und damit kann ich ein Formular ausfüllen, damit ich das Geld wieder bekomme. Das ist, was mich stört.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 17:07)

>>ein richtiges ähmm steuerrichtiges gegenrechnen
>funktioniert
>>depotübergreifend nicht. es kommt hier kein richtiges
>ergebnis
>>raus. oder willst du jeden verpflichten nur noch ein depot
>zu
>>führen?
>
>Es geht nicht um 2 Depots, sondern Gegenrechung innerhalb des
>Depots.
>Beispiel:
>1. Trade: 1000 Verlust
>2. Trade: 1000 Gewinn: 250 KEST werden automatisch abgeführt.
>Am Jahresende stellt mir der Broker eine Bestätigung für eine
>Gutschrift von 250 Euro aus und damit kann ich ein Formular
>ausfüllen, damit ich das Geld wieder bekomme. Das ist, was
>mich stört.

mich stört das auch. im prinzip ist ab 2 depots ein steuerehrliches abrechnen nur über die veranlagung möglich.

darum wünsch ich mir eine gleichstellung mit ausländischen brokern... am jahresende eine +/- list und ab zur finanz. wenn dann eine mehr als ein depot hat ist dann auch schon die lösung vorhanden.

die vorauszahlung ist der wahsinn! sowas werde ich sicher nicht machen, warum auch... gibt ja schon eine elegantere lösung via ausländischen anbieter. ich hab ja die wahl und werde mich sicher nicht ärgern.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 17:30)

>>>ein richtiges ähmm steuerrichtiges gegenrechnen
>>funktioniert
>>>depotübergreifend nicht. es kommt hier kein richtiges
>>ergebnis
>>>raus. oder willst du jeden verpflichten nur noch ein
>depot
>>zu
>>>führen?
>>
>>Es geht nicht um 2 Depots, sondern Gegenrechung innerhalb
>des
>>Depots.
>>Beispiel:
>>1. Trade: 1000 Verlust
>>2. Trade: 1000 Gewinn: 250 KEST werden automatisch
>abgeführt.
>>Am Jahresende stellt mir der Broker eine Bestätigung für
>eine
>>Gutschrift von 250 Euro aus und damit kann ich ein
>Formular
>>ausfüllen, damit ich das Geld wieder bekomme. Das ist,
>was
>>mich stört.
>
>mich stört das auch. im prinzip ist ab 2 depots ein
>steuerehrliches abrechnen nur über die veranlagung möglich.

Ich weiß nicht, warum du immer von 2 Depots redest? Das Problem hat man schon bei 1 Depot, daß man veranlangen muß wenn man nur einen einzigen Verlusttrade dabei hat.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 20:41)

>>>Es geht nicht um 2 Depots, sondern Gegenrechung
>innerhalb
>>des
>>>Depots.
>>>Beispiel:
>>>1. Trade: 1000 Verlust
>>>2. Trade: 1000 Gewinn: 250 KEST werden automatisch
>>abgeführt.
>>>Am Jahresende stellt mir der Broker eine Bestätigung
>für
>>eine
>>>Gutschrift von 250 Euro aus und damit kann ich ein
>>Formular
>>>ausfüllen, damit ich das Geld wieder bekomme. Das
>ist,
>>was
>>>mich stört.
>>
>>mich stört das auch. im prinzip ist ab 2 depots ein
>>steuerehrliches abrechnen nur über die veranlagung
>möglich.
>
>Ich weiß nicht, warum du immer von 2 Depots redest? Das
>Problem hat man schon bei 1 Depot, daß man veranlangen muß
>wenn man nur einen einzigen Verlusttrade dabei hat.

nicht nur weil es mich betrifft, ich hab gar noch mehr als 2 depots.

bei einem depot wäre eine gegenrechnung steuerehrlich leicht möglich... es ist so wie du sagst eine sauerei wenn es nicht gemacht wird sondern der weg der veranlagung beschritten werden muß.

eine automatisiertes gegenrechnen bei mehr als einem depot ist aber schon technisch nicht möglich... hier bleibt immer die veranlagung... denn wie sollen technisch die verluste von depot A den gewinnen aus depot B angelastet werden. nicht mal beim selben broker würde das funktionieren.

ich bin klar gegen die diskriminierung der ö-broker/banken gegenüber den ausländischen. hab ich bei cortal consors in D ein depot kann ich gemütlich per jahresende eine aufstellung machen und diese der finanz schicken. sowas wünsche ich mir auch hierzulande. fein wäre wenn die bank mir eine fertige aufstellung ausdruckt (inkl. spesen, depotgebühr udgl. auf der sollseite).

entweder sie finden eine lösung oder ich suche mir eine... nur so wie es aktuell überall zu lesen ist werde ich es nicht machen.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:28)

Für dieses Service werden die Banken aber auch Geld verlangen.

Die Bank Austria verlangt schon für die simple Erträgnisaufstellung (Dividenden minus KESt), die man nicht abbestellen kann, 5 Euro.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:32)

>Für dieses Service werden die Banken aber auch Geld
>verlangen.
>
>Die Bank Austria verlangt schon für die simple
>Erträgnisaufstellung (Dividenden minus KESt), die man nicht
>abbestellen kann, 5 Euro.

derartiges wirst du ohnehin nie verhindern können... alles ist verhandlungssache, außer bei der BA halt.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung... gut analysiert
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:51)

Bin ja nimmer im VIP-Club von BJ, wird mir also schwer fallen, mich zu artikulieren.

Von Direktanlage habe ich schon Geschichten gehört, wie brutal dort selbst die Verhandlungen zwecks Depotspesenreduktion sind.

Die Bankdirekt ist sowieso als Spesenreiter bekannt, da wird auf nix verzichtet.

Easybank ist eine eigene Geschichte. Von der Software her sind sie gar nicht so schlecht aufgestellt. Die berechnen interessanterweise schon heute Dividenden und Zinsen bei meinem Gesamtverlust mit rein. Hab mich gewundert, warum der so niedrig ist, hab nachgerechnet und war überrascht.

  

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RE: Dieser Satz gibt Hoffnung...
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 11:10)

Was ist eigentlich mit den Schweizer Onlinebrokern (zB auch Saxo-Bank mit günstigen Konditionen, wenn auch die Qualität umstritten ist)? Außerdem gibt es ja auch noch Interactive Brokers, von denen ich viel Lob gehört habe. Ich habe zwar kein Vermögen, aber in Österreich bleibe ich sicher nicht!

  

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Wohlhabende, Transparenz
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:01)

@ Wienbroker,
zu "Aktienbesitzer = Wohlhabende":

Ich bin nicht wohlhabend.

Wo fängt man bei Dir an, sich als wohlhabend zu fühlen?

Wen siehst Du als Wohlhabenden?



@ zur Transparenzdatenbank:

Die Bausparprämie kommt auf jeden Fall rein, über die Daten verfügt bereits das Finanzamt für Körperschaften.

Ich kann mir vorstellen, dass - wenn jemand sich deklariert, um die KESt teilrefundiert zu bekommen - diese Daten auch in einigen Bundescomputern gesammelt werden.

Immerhin ist es ja jetzt schon so, dass man z.B. den Alleinverdienerabsetzbetrag verliert, wenn die Frau hohe Zinsen angibt. Weiters erhöhen die Zinsen, die man angibt, den Steuersatz für die anderen Einkünfte (Progressionsvorbehalt). Diesen Progressionsvorbehalt hat man wohlweislich nicht außer Kraft gesetzt, als die Endbesteuerung eingeführt wurde.

  

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RE: Wohlhabende, Transparenz
Rang: aktienpeter(9) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 10:48)

Brrrr, wenn ich das alles lese, bekräftigt es mich noch mehr ab nächstes Jahr die Finger von Aktien zu lassen. Hat unterm Strich in den letzten Jahren eh nur sehr wenig für mich gebracht. Ist ein guter Zeitpunkt für mich aufzuhören, erspar mir dadurch Zeit und Nerven, in diesem Sinne mein Dank an die Regierung, sonst hätte ich wohl weitergewurstelt.

  

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RE: Wohlhabende, Transparenz
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 11:17)

>Brrrr, wenn ich das alles lese, bekräftigt es mich noch mehr
>ab nächstes Jahr die Finger von Aktien zu lassen. Hat unterm
>Strich in den letzten Jahren eh nur sehr wenig für mich
>gebracht. Ist ein guter Zeitpunkt für mich aufzuhören, erspar
>mir dadurch Zeit und Nerven, in diesem Sinne mein Dank an die
>Regierung, sonst hätte ich wohl weitergewurstelt.

Ein mehr als nachvollziehbarer Gedankengang, der allerdings außen vor lässt, dass Aktienveranlagung zum Vermögenserhalt alternativelos ist. Da Veranlagung aber nicht Trading heißt, genügt es evtl. sich umzustellen (und damit von der "antisozialistischen Teufelsidee" Trading zu lassen).

Vorderhand muss aber ohnedies auf endgültiges gewartet werden, die Diskussion dreht sich ja noch um Mögliches, Erhofftes und Befürchtetes . Und zunehmend erscheint mir auch noch ein "nicht" möglich angesichts des stürmischen Gärvorganges .

  

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RE: Wohlhabende, Transparenz
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 11:24)

Ja, oft hilft wirklich nur die Holzhammermethode,
ist bei den Alkoholikern und Drageekeksimißbrauchern nicht anders.

  

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Eine Empfehlung an alle Anleger
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 12:54)

http://www.boerse-express.com/pages/915027/kommentare

Kapital ist flüchtig.

Das wird die Regierung nicht nur bei der Derivativkomponente der Bankensteuer bemerken (auf derivate Geschäfte soll rund ein Drittel der geplanten Einnahmen von 500 Mio. Euro entfallen), sondern auch bei der Wertpapier-KESt, zu der immer weitere Details durchsickern.

Da der Anleger - wie es aussieht - Kursverluste nicht vortragen kann, wird er in Verlustjahren extrem geschädigt (wenn er realisieren will oder auch muss), und er darf in den Folgejahren sämtliche unechten Gewinne aus Ersatzinvestitionen versteuern. Die Konsequenz daraus: Es ist besser, möglichst kurzfristig und viel zu spekulieren, als Papiere länger zu halten.

Weiters: Da die Banken anscheinend keine Gegenrechnung mit Verlusten innerhalb des Jahres ausführen (sondern dies über die Eigenveranlagung passiert), ist es für den Anleger besser, alles selbst steuerlich zu deklarieren. Damit fallen Verluste und Gewinne gleichzeitig mit der Erklärung an; ansonst wird die KESt ja künftig immer gleich beim Verkauf abgezogen, die Gegenrechnung mit den Verlusten führt dann aber erst im Folgejahr zu einer Rückzahlung.

Der Ausweg: Um steuerlich selbst zu deklarieren, muss man nur sein Depot ins Ausland verlagern.

Insofern ist das - so schade es um den Finanzplatz Wien ist - eine Empfehlung für alle Anleger.

  

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RE: Eine Empfehlung an alle Anleger
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 13:46)

Welche Empfehlungen bzw Tipps gibt es bezüglich Brokern in der Schweiz?
Gibt es in der Schweiz eine Gewinn- bzw. Vermögenszuwachssteuer, die von Ausländern automatisch eingehoben wird?

  

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Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: Finanzer(573) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 13:15)

Wer nach dem 1. Juli 2011 seine Wertpapiere verkauft, die er sich nach Jahresbeginn 2011 zugelegt hat, hat für damit realisierte Kursgewinne eine 25-prozentige Vermögenszuwachssteuer zu berappen. Dem am Mittwochabend versandten Begutachtungsentwurf des Finanzministeriums zufolge sind davon Aktien, Anleihen, Fonds und auch Derivatve (Optionen, Futures) erfasst. Das Finanzministerium spricht von einer KESt-Ausweitung auf Wertpapier-Kursgewinne. Instrumente, die jetzt schon von KESt befreit sind, bleiben es auch im neuen Steuersystem.

Stellungnahmen zum Gesetz können bis 17. November abgegeben werden.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November interessant
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 28.10.10 18:33)

>>Gibt es in der Schweiz eine Gewinn- bzw. Vermögenszuwachssteuer, die von Ausländern automatisch eingehoben wird?<<

1. Für Schweizer und inder Schweiz Steuerpflichtige gibt es keine Vermögenszuwachssteuer und keine Mindesthaltedauer bei Wertpapieren.
2. Auch für Ausländer wurde bisher keine eingehoben.
3. Für Deutsche (und nur für Deutsche soweit) wird vermutlich eine eingehoben werden, sobald alles ausverhandelt ist, siehe auch hier:
http://www.foonds.com/article/9273/

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 10:11)

Nachdem die österreichische Finanz auch die Steuer-CD nicht besonders gierig aufgegriffen hat, ist wohl nicht so schnell damit zu rechnen, dass Ö in der Schweiz ebenfalls die deutsche Lösung anstrebt?
Welche Online-Broker in der Schweiz sind denn empfehlenswert, wenn man kein allzuheftiger Daytrader ist, sondern auf Monats- bzw Jahresbasis arbeitet?

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 10:25)

>Welche Online-Broker in der Schweiz sind denn empfehlenswert,
>wenn man kein allzuheftiger Daytrader ist, sondern auf Monats-
>bzw Jahresbasis arbeitet?

Keine Ahnung, aber sieh's Dir an:
http://www.modern-banking.ch/vergleich-brokerage-5.php

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 10:46)

Ich habe mir das Angebot von Saxo in der CH angesehen: sehr günstige Konditionen, nur manchmal soll es dort haken bei den Ausführungen etc.
Wollte nur fragen, ob jemnad Erfahrungen hat mit Alternativen. Demnnächst werden sich ja mehrere von uns umsehen (müssen). Ich werde mir das künftige österr. System nicht antun, da bin ich fest entschlossen.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November interessant
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 10:53)

Ja, anscheinend haben wenige hier Erfahrung mit Schweizer Brokern.
Ich hab allerdings mal das Market Access von BJ verwendet, das meines Wissens von der Saxo Bank war. Das hat für meine Begriffe tadellos funktioniert.

Aber wenn, dann werde ICH eher auf einen deutschen Broker wechseln.

  

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Schweizer Broker
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 11:11)

Können Sie mir Ihre Gründe für deutsche Broker nennen? Und ist man dort vor einem Direktabzug der Gewinnabgabe/Abgeltungssteuer (z.B. baldiges bilaterales Abkommen etc. im Rahmen der EU, da scheint mir die Schweiz vorteilhafter?) sicher, d.h. man kann sich selbst deklarieren bei Bedarf?

  

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RE: Schweizer Broker
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 11:22)

>Können Sie mir Ihre Gründe für deutsche Broker nennen? Und
>ist man dort vor einem Direktabzug der
>Gewinnabgabe/Abgeltungssteuer (z.B. baldiges bilaterales
>Abkommen etc. im Rahmen der EU, da scheint mir die Schweiz
>vorteilhafter?) sicher, d.h. man kann sich selbst deklarieren
>bei Bedarf?

Das ist eine Frage, die zu klären bleibt. Ich nehme aber an (und denke es auch hier bereits gelesen zu haben), daß in D die Erträge von Ausländern unangetastet bleiben. Und sollte das jetzt so sein, werden sich die deutsche Banken sicher nicht die Arbeit machen, nachträglich ein Extra-System für Österreicher zu implementieren.
Ansonsten, denke ich, gibt es sehr gute deutsche Broker mit guten Konditionen und teilweise auch größerem Anlagehorizont (z.B. puncto Anleihen) als BJ. Die Handelsplattform muß man natürlich vorher kennenlernen.

Außerdem ist vielleicht in der CH die Führung eines Euro-Kontos (mE unbedingt notwendig) mit zusätzlichen Spesen verbunden.

  

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RE: Schweizer Broker
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:29)

Die Handelsmethode ist mir egal, da ich kein aktiver Day-Trader bin, sondern günstig bewertete Titel kaufe und liegen lasse. Deswegen täte mir die Aufhebung der Einjahresfrist eher weh, da ich weniges kürzer als ein Jahr behalte, sondern im Durchschnitt 2-3 Jahre. Und dann noch Abgaben, obwohl man kein Zocker ist, sondern auf Substanz setzt? Mit mir jedenfalls nicht!

  

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RE: Schweizer Broker
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:42)

>Die Handelsmethode ist mir egal, da ich kein aktiver
>Day-Trader bin, sondern günstig bewertete Titel kaufe und

Ich denke mit Grauen an das vorsintflutliche und superteure online brokerage der Bank Austria zurück. So was kann einem nicht egal sein, egal wie die Handelsausrichtung ist. Das nur als Nebenbemerkung.

  

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RE: Schweizer Broker
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:52)

Sorry, ich bezog mich auf den folgenden Beitrag von Lavanttaler, der meinte, man müsste eine gewinnoptimierte Handelsmethode haben, bevor man sich über das Steuersystem Gedanken macht. Darauf meinte ich, dass mir dass als eher mittelfristig orientierter Substanzkäufer wurscht sei. Alles klar somit? Sorry nochmals für das Missverständnis.
PS. Und ich weiß den Komfort bei BJ zu schätzen, aber dasselbe bieten die meisten deutschen online-Broker doch auch?

  

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RE: Schweizer Broker
Rang: lavanttaler(118) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 11:52)

Ich glaube man sollte sich hier noch nicht zu viel Gedanken machen bevor die Sache nicht in trockenen Tüchern ist.

Viel wichtiger ist, das man eine Handelsmethode hat die funktioniert
d.h. beständige Gewinne erzielt.
Dann ist man mit der neuen Regelung auch hier besser dran.

Deutsche Broker halte ich vorwiegend für sehr gut, was generell für den deutschen Kapitalmarkt gilt.

Mehr Auswahl, meht Liquidität usw.

Wer die Derivate der Ö - Emmis kennt, weiss wahrscheinlich Bescheid.

Der Österreichische Staat bzw. seine Organe hat aber nicht nur die Möglichkeit Steuern einzuheben, sondrn auch die Pflicht, dafür zu sorgen, das die Kapitalmarktregeln eingehalten werden.
Die Skandale der letzten Zeit zeigen aber, das das nicht der Fall ist und ich sehe da auch keine Bemühungen das zu ändern :_(

  

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RE: Schweizer Broker
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:31)

Die Handelsmethode ist mir egal, da ich kein aktiver Day-Trader bin, sondern günstig bewertete Titel kaufe und liegen lasse. Deswegen täte mir die Aufhebung der Einjahresfrist eher weh, da ich weniges kürzer als ein Jahr behalte, sondern im Durchschnitt 2-3 Jahre. Und dann noch Abgaben, obwohl man kein Zocker ist, sondern auf Substanz setzt? Mit mir jedenfalls nicht!

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November interessant
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 11:21)

>Ja, anscheinend haben wenige hier Erfahrung mit Schweizer Brokern.
>Ich hab allerdings mal das Market Access von BJ verwendet, das meines Wissens von der Saxo Bank war. Das hat für meine Begriffe tadellos funktioniert.
>
>Aber wenn, dann werde ICH eher auf einen deutschen Broker wechseln.


Ich zB. habe keine und der Grund dafür liegt in der Spesensituation. Als ich recherchierte entpuppten sich die möglichen Schweizer Alternativen als so langsam (was die Aufbereitung des Frontends betrifft) und teuer dass ich nicht mal einen 2. Blick riskiert habe. Auch war Wien nicht immer leicht handelbar. Da waren unsere eigenen Broker besser und billiger.

Der Deutsche Markt gibt da viel mehr her, das Hauptargument dagegen war häufig die Meldung von Zinserträgen an die Finanz, das fällt ja nun weg. In Dtld. bist Du als Österreicher genauso (Steuer)Ausländer wie umgekehrt, und das Depot wird entsprechend behandelt.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November witzig
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 11:36)

Ich hoffe,dass unsere Broker doch noch etwas freiwillig machen oder mit dem FM ausverhandeln,dass unser Leben (anonym) erleichern wird.
Die werden ja nicht blöde sein und einen Kundenstrom Richtung Deutschland ziehen lassen.Oder?

Ich hoffe es wird nicht so heiß gegessen ,wie gekocht

>>Ja, anscheinend haben wenige hier Erfahrung mit Schweizer
>Brokern.
>>Ich hab allerdings mal das Market Access von BJ verwendet,
>das meines Wissens von der Saxo Bank war. Das hat für meine
>Begriffe tadellos funktioniert.
>>
>>Aber wenn, dann werde ICH eher auf einen deutschen Broker
>wechseln.
>
>
>Ich zB. habe keine und der Grund dafür liegt in der
>Spesensituation. Als ich recherchierte entpuppten sich die
>möglichen Schweizer Alternativen als so langsam (was die
>Aufbereitung des Frontends betrifft) und teuer dass ich nicht
>mal einen 2. Blick riskiert habe. Auch war Wien nicht immer
>leicht handelbar. Da waren unsere eigenen Broker besser und
>billiger.
>
>Der Deutsche Markt gibt da viel mehr her, das Hauptargument
>dagegen war häufig die Meldung von Zinserträgen an die Finanz,
>das fällt ja nun weg. In Dtld. bist Du als Österreicher
>genauso (Steuer)Ausländer wie umgekehrt, und das Depot wird
>entsprechend behandelt.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: AS(15) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 11:42)

>Ich hoffe,dass unsere Broker doch noch etwas freiwillig
>machen oder mit dem FM ausverhandeln,dass unser Leben (anonym)
>erleichern wird.
>Die werden ja nicht blöde sein und einen Kundenstrom Richtung
>Deutschland ziehen lassen.Oder?
>
>Ich hoffe es wird nicht so heiß gegessen ,wie gekocht

Bei einer derartigen Vorhersehbarkeit, was passieren würde, denke ich das auch.

  

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Deutsche Broker
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:13)

Deutsche Broker sind vom Angebot her sicher besser. Was die steuerliche Situation betrifft, wird man ja sehen. Mein Kapital bei BJ behoben und nach D gereist ist eine Sache von einer Woche und ich werde sicher keine Sekunde zögern. Ich habe nicht nicht vor, von dem selbst Erspartem, mit dem ich auf eigenes Risiko spekuliere, nochmals was abzuführen, während Bankengiganten wie Raiffeisen praktisch null Steuern zahlen und noch staatliche Beihilfen kassieren.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:19)


>Der Deutsche Markt gibt da viel mehr her, das Hauptargument
>dagegen war häufig die Meldung von Zinserträgen an die Finanz,
>das fällt ja nun weg. In Dtld. bist Du als Österreicher
>genauso (Steuer)Ausländer wie umgekehrt, und das Depot wird
>entsprechend behandelt.

was hab ich hier versäumt? warum keine meldung mehr?

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 12:53)

>
>>Der Deutsche Markt gibt da viel mehr her, das Hauptargument dagegen war häufig die Meldung von Zinserträgen an die Finanz,
>>das fällt ja nun weg. In Dtld. bist Du als Österreicher genauso (Steuer)Ausländer wie umgekehrt, und das Depot wird entsprechend behandelt.
>
>was hab ich hier versäumt? warum keine meldung mehr?

Das meinte ich nicht. Es ist vielmehr egal ob von dort eine Meldung über Zinsgewinne erfolgt oder man sich hier mühevoll um die Anrechnung seiner Spekulationsverluste selbst kümmern muss und die Gewinne automatisch besteuert werden -> im Ergebnis ist man gemeldet .

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 13:05)

Ja aber, eine Meldung über meinen Depotinhalt erfolgt von Deutschland doch nicht an die österreichische FInanz, sondern es werden die Zinsen automatisch abgeliefert und sonst nichts. Oder raffe ich hier etwas falsch?

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 14:17)

>Ja aber, eine Meldung über meinen Depotinhalt erfolgt von
>Deutschland doch nicht an die österreichische FInanz, sondern
>es werden die Zinsen automatisch abgeliefert und sonst nichts.
>Oder raffe ich hier etwas falsch?

die EU-zinsrichtlinie ist was gänzlich anderes. hier werden zinserträge von bestimmten anlageklassen (u.a. zinsen aus anleihen, verrechnungskonto, fonds mit mehrheitlich anleihen) an das wohnsitzfinanzamt mit name und steuernummer gesendet. d.h. bei einer depoteröffnung in D ist die steuernummer beizulegen. nicht betroffen sind hier kursgewinne aus anlageklassen wie aktien, derivaten oder ähnlichem. bedeutet auch die künftige wp-kest hat nichts damit zu tun und es erfolgt wie bisher auch eine persönliche veranlagung am jahresende mit allen einkünften und verlusten.

aktuell ist wohl die schweiz mit eur-konto mein ziel... BJ werd ich wohl dann nur noch für die derivate vewenden, da ändert sich eh nichts.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: semmler(106) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 14:25)

> BJ werd ich wohl dann nur noch für die derivate vewenden, da ändert sich eh nichts.

bist du dir sicher dass die ausgenommen sind?

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 14:28)

>> BJ werd ich wohl dann nur noch für die derivate
>vewenden, da ändert sich eh nichts.
>
>bist du dir sicher dass die ausgenommen sind?

nicht ausgenommen, eh schon betroffen... hier gilt die differenzbesteuerung... eben schon eine besteuerung auf kursgewinne von in höhe 25%.

optionsscheine und kest-freie zertifikate wird es wohl neu treffen.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 14:40)

In Deutschland hat man das alles eleganter und anonymer gelöst in dem Wissen,dass viele die jahre oder jahrzehntelang ihre Steuer zu zahlen vergessen haben,wo auch immer, oder einfach ein grosses legales Vermögen besitzen,dass aber niemand mitbekommen soll, nun keine Lust haben beim Finanzamt alles offnenzulegen. Denn wenn die mal wissen,was bei manchen so auf dem Depot schlummert, könnten sie (FA) berechtigt oder unberechtigt neugierig werden und die Vergangenheit in Frage stellen.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: Hagen(760) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 14:43)

>In Deutschland hat man das alles eleganter und anonymer gelöst

In Deutschland ist nichts anonym. Dort kann das Finanzamt auf Knopfdruck jeden Kontostand abrufen. Ohne jeden begründeten Verdacht, einfach aus Neugier, ohne sich vorher oder nachher dafür zu rechtfertigen.

  

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RE: Stellungnahmen zum Gesetz bis 17. November
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 15:11)

>>In Deutschland hat man das alles eleganter und anonymer
>gelöst
>
>In Deutschland ist nichts anonym. Dort kann das Finanzamt auf
>Knopfdruck jeden Kontostand abrufen. Ohne jeden begründeten
>Verdacht, einfach aus Neugier, ohne sich vorher oder nachher
>dafür zu rechtfertigen.


Stimmt.Kein Bankgeheimnis mehr in D.Aber für Österreicher wäre das deutsche System (mit Bankgeheimnis) besser als das jetztig angedachte.

  

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gerechte KEST, meine Forderung an die Politik interessantgut analysiert
Rang: ctt(14) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 14:53)

was ich gerne von unserer Politik hätte:

-quartalsweise verrechnung der KEST durch die depotführende Bank (abzug, sowie etwaige Gutschrift oder Verlustvortrag)
-Verlustvortrag
-Wahl zwischen First in last out, First in First out, etc.
-Keine KEST auf Tilgungsträger, Vorsorgefonds, Vorsorgesparpläne
-Berücksichtung der Transaktionskosten wie Spesen, Depotgebühr, Margin Gebühren, etc. für die KEST-Bemessungsgrundlage
-Evaluierung der Steuer nach 2 Jahren sowie eine bergrenzte Laufzeit dieser Steuer

Damit kann ich leben und zahle meinen Beitrag.

ich kann nicht damit leben:

-dem Staat einen zinsfreien Kredit bis zur Einreichung der Einkommenssteuererklärung zu geben
-Investitionskosten & Tranksaktionskosten nicht abschreiben zu können
-keinen Verlustvortrag durchführen zu können
-meine Pensionsvorsorge, meinen Tilgungsträger mit einer KEST zu belasten! (auch eine verschärfte Belastung mit KEST, innerhalb von Fonds.)

Wenn dieses Szenario eintritt, ist ein weiterer verbleib als aktionär, Fondsbesitzer, Tilgungsträgerbesitzer, Pensionansparer nicht mehr sinnvoll möglich.


  

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RE: gerechte KEST, meine Forderung an die Politik
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 15:27)

schick doch den beiden zuständigen Herrn ein Mail

josef.proell@bmf.gv.at

http://www.bka.gv.at/site/3337/default.aspx

  

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Stichtag 1. Jänner 2011
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 17:50)

Wer ab kommendem Jahr Aktien und andere Wertpapiere kauft, muss für die Kursgewinne KESt zahlen. FORMAT zeigt, wo eine teure Falle lauert und wie man noch Schlupflöcher nutzen kann.

Was Sparer seit langem gewöhnt sind, trifft ab dem 1. Jänner auch die Besitzer von Aktien und anderen Wertpapieren: Auf alle Kursgewinne hebt der Fiskus künftig eine KESt von 25 Prozent ein. Das kann ganz schön teuer werden. Wer es zum Beispiel schafft, Aktien um 10.000 Euro zehn Jahre lang mit einer durchschnittlichen Rendite von zehn Prozent zu vermehren und dann Kasse macht, muss künftig 3.984 Euro Steuern zahlen.

Grundsätzlich sollen alle Wertpapiere von der neuen Vermögenszuwachssteuer betroffen sein, also auch Fonds und Kursgewinne auf Anleihen (ausgenommen bleiben Gewinne innerhalb der Zukunftsvorsorge oder anderer Versicherungen). Bisher waren solche Wertpapier-Erträge nach einem Jahr Behaltefrist völlig legal steuerfrei. Künftig ist es gleich, wie lange ein Wertpapier im Depot liegt, es wird bei Gewinnen generell KESt abgezogen.

Letzte Chance vor Jahresende
Allerdings gibt es für Anleger noch ein letztes Schlupfloch. Wer jetzt schon Aktien hält oder diese noch heuer anschafft, bleibt weiterhin von der Wertpapier-KESt befreit, und das noch viele Jahre. Wenn man allerdings die Aktien über Fonds hält, ist die Regelung deutlich komplizierter.

Hier will der Finanzminister nämlich gleich auf zwei Ebenen zugreifen. Die erste ist die Ebene innerhalb der Fonds. Wenn ein Fonds durch den internen Verkauf von Aktien Gewinne erzielt, sind diese künftig KESt-pflichtig, und das unabhängig davon, ob der Fonds schon heuer im Depot lag oder ab 2011 angeschafft wird. Unterschiede bestehen aber auf der zweiten Ebene, den zusätzlichen Gewinnen, die der Anleger erst beim Verkauf von Anteilen erzielt. Liegt der Fonds vor Neujahr im Depot, kann man diese künftigen Verkaufsgewinne ungeschmälert behalten.

Kauft man erst ab Jänner, sind auch diese externen Kursgewinne voll steuerpflichtig. Dazu ein Beispiel: Ein Fondsanleger kauft einen Fonds um 1.000 Euro. Der Fonds erzielt künftig einen Gewinn von 100 Euro durch den Verkauf von Aktien und weitere 100 Euro Ertrag aus noch nicht realisierten Buchgewinnen, also insgesamt 200 Euro Wertsteigerung. Die ersten 100 Euro sind in jedem Fall steuerpflichtig, gleich wann der Fonds erworben wurde, allerdings gibt es bis 2013 eine Einschleifregel. Die KESt für die zweiten 100 Euro werden nur denjenigen Anlegern abgezogen, die den Fonds ab kommendem Jänner kaufen. Fällig wird die KESt auf die 100 Euro Buchgewinn erst, wenn der Fonds verkauft wird.

Aufhebung der Anonymität bei Verlusten
Eine Falle der geplanten Vermögenszuwachsbesteuerung liegt in der Gegenrechnung von Gewinnen und Verlusten. Während die Banken ab 1. Juli erstmals KESt für erzielte Gewinne aus Aktien und Fonds abziehen werden, müssen Anleger entstandene Verluste selbst beim Finanzamt per Einkommensteuer-Erklärung zurückfordern. Man kann aber in einem Jahr maximal so hohe Verluste geltend machen, wie Gewinne entstanden sind. Darüber hinaus verbleibende Verluste verfallen und können nicht in kommende Jahre übertragen werden.

Das hat mehrere Konsequenzen:
Erstens muss ein Anleger bei Verlusten im Rahmen der Steuererklärung offenlegen, dass er das Depot Nr. X bei der Bank Y besitzt, und hebt damit selbst die Anonymität auf. Das könnte das Finanzamt auch zu weiteren Fragen veranlassen, zum Beispiel, was sonst auf dem Depot liegt und wo das Geld herstammt. Zweitens besteht die reale Gefahr, dass man KESt für Gewinne zahlt, obwohl unter dem Strich gar keine Erträge erzielt werden. Beispiel: In einem Crash-Jahr verkauft man Aktien mit einem Verlust von 10.000 Euro, die man nicht geltend machen kann. Im kommenden Jahr verkauft man dank einer Kurserholung Aktien mit 10.000 Euro Gewinn, die man voll versteuern muss. Unter dem Strich hat man nichts verdient, aber der Finanzminister hat trotzdem 2.500 Euro kassiert.


Quelle: Format vom 29.10.010


.
.
Gruß

  

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Bankgeheimnis ade gut analysiertgut analysiert
Rang: SieurKolou74(340) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 18:29)

Erstens muss ein Anleger bei Verlusten im Rahmen der Steuererklärung offenlegen, dass er das Depot Nr. X bei der Bank Y besitzt, und hebt damit selbst die Anonymität auf. Das könnte das Finanzamt auch zu weiteren Fragen veranlassen, zum Beispiel, was sonst auf dem Depot liegt und wo das Geld herstammt.

Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Diese hinterfozige Regierung will so das Bankgeheimnis aufweichen und uns zu gläsernen Bürgern machen (dies ist,mMn, voll beabsichtigt...).

  

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RE: Bankgeheimnis ade
Rang: byronwien(546) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 23:24)

einfach das Bargeld über die Grenze bringen xxx ...

Scheinbar will der Pröll uns alle in die Illegalität treiben...

  

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Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
maxi01(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 21:46)

Hi,

vielleicht kann mir ein Experte hier helfen:

Wenn ich vor Jahresende Fonds (in meinem Falle einen ETF Indexfonds) in einem AT-Depot kaufe, greift die Finanz bei Substanzgewinnen trotzdem 1x im Jahr automatisch zu.

Wie verhält es sich aber, wenn ich vor Jahresende Fonds in einem Depot in DE kaufe, wo es ja keine automatisch Fonds-KeSt geben wird. Sind die Substanzgewinne dann steuerfrei, oder müsste ich sie dann trotzdem bei Verkauf abführen, obwohl ich den Fonds schon vor dem 31.12.2010 hatte?

Hab mir den Gesetzestext angeschaut, werde aber leider nicht schlau draus, bin also für hilfreichen Input sehr dankbar!

lg Maxi

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 29.10.10 23:20)

>Hi,
>
>vielleicht kann mir ein Experte hier helfen:
>
>Wenn ich vor Jahresende Fonds (in meinem Falle einen ETF
>Indexfonds) in einem AT-Depot kaufe, greift die Finanz bei
>Substanzgewinnen trotzdem 1x im Jahr automatisch zu.
>
>Wie verhält es sich aber, wenn ich vor Jahresende Fonds in
>einem Depot in DE kaufe, wo es ja keine automatisch Fonds-KeSt
>geben wird. Sind die Substanzgewinne dann steuerfrei, oder
>müsste ich sie dann trotzdem bei Verkauf abführen, obwohl ich
>den Fonds schon vor dem 31.12.2010 hatte?

Grundsätzlich läuft das mit Fonds so ab, anhand eines Beispiels:
Fond verwaltet 1000 Euro und macht jetzt 100 Gewinn also Fondvermögen neu 1100. Davon werden zum Stichtag 25% bezahlt, also nur 75 Gewinn also 1075 Euro. Bei 10 Anteilen hast du den Fond um 100 gekauft und ist zum Stichtag 107,5 wert. Wenn du jetzt verkaufst, wird keine KEST abgezogen, weil die ja bereits vom Fond bezahlt wird. Hättest du zur Mitte verkauft, als der Fond erst 50 verdient hat, wäre 1 Anteil 105 wert gewesen. Da aber die KEST nicht beim Fond abebucht wird, wird sich direkt bei dir abgezogen, du erhälst also 105-25%*5, denn du hast seit dem Stichtag 5 verdient.

Im Ausland läuft es ganz genau ab. Wenn dein Fond, den du hast, die KEST bereits abgeführt hat, also es ein öster. ist, dann mußt du sie nicht bezahlen bzw. erst nach dem Stichtag. Wenn es ein Auslandsfond ist, bezahlst du 25%. Kaufst du also vor 31.12 einen ausländischen Fond, dann kommst du steuerfrei durch. Bei einem inländischen Fond, muß dieser ab 1.1 die KEST bezahlen. Ob du selbst die KEST ab Stichtag bezahlen mußt, ist unklar, fair wäre nein.

Ein öster. Fond wird immer die KEST zahlen müssen, auch wenn ein Ausländer ihn hält oder der Fond auf einem ausländischen Depot sitzt. Möglicherweise wird da noch was eingebaut, daß der Staat den KESt Anteil refundiert, aber ich glaube nicht. Wenn ein Deutscher in Ö anlegt, zahlt er ja auch "unsere" 25% KEST. Oder kann er die zurückverlangen?

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
jo(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 00:41)

ich weiss, ich sollt dass bei meiner bank hinterfragen aber falls wer lust, zeit und knowhow hat wär ich für eine verständliche antwort dankbar.
ich betreibe schon seit jahren für mich und mein kind ein monatliches ansparen in form von einem globalen investmentfond (raiffeisen) so quasi als pensionsvorsorge. wollt das eigentlich noch etliche jahre weiterlaufen lassen da sich die fonds ganz gut entwickelt haben.
nachdem ich jetzt die foren so überflogen hab stössts mir ein bisserl sauer auf. da versucht man auf eigene faust für seine pension und deren kinder vorzusorgen, dann wird einem dass mit solchen aktionen vermisst.
die frage die ich mir jetzt stelle ist folgende: wird bei verkauf des fonds sagen wir mal in 5 jahren nur alles besteuert was nach dem 1.1.2011 gekauft wird oder auch jene monatlichen käufe vor dem 1.1.2011.
danke für antwort

jo

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 01:43)

Wenn dem so ist, dass bei ö. Fonds generell die Vermögenszuwachssteuer abgezogen wird, dann wird KEIN AUSLÄNDER mehr einen österr. Fonds (ATX-ETF etc) kaufen. Da wäre er ja schön blöd. Arme Fondsindustrie. Allerdings gibt es ja auch ö. Fonds nach Luxemburger Recht und nicht in Österreich aufgelegte ATX-ETFs.

Eine so dämliche, dilettantische und stümperhafte Steuer habe ich bisher noch nie gesehen.

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 11:11)

>Wenn dem so ist, dass bei ö. Fonds generell die
>Vermögenszuwachssteuer abgezogen wird, dann wird KEIN
>AUSLÄNDER mehr einen österr. Fonds (ATX-ETF etc) kaufen. Da
>wäre er ja schön blöd. Arme Fondsindustrie. Allerdings gibt es
>ja auch ö. Fonds nach Luxemburger Recht und nicht in
>Österreich aufgelegte ATX-ETFs.
>
>Eine so dämliche, dilettantische und stümperhafte Steuer habe
>ich bisher noch nie gesehen.

Nicht zu polemisch werden
Steuer auf Treibstoff ist ungerecht, der Wegfall der Familienbeihilfe ist ungerecht... Gerechte Steuern wird man nur selten finden.

Ja, Ausländer werden kaum öster. Fonds kaufen. Aber wieviele öster. Fonds kennst du? Wäre Öster. eine Nation der Fonds, so wie in Luxemburg, würde die Steuer schon anders aussehen. Es wird halt jetzt eine Verlagerung der Fonds ins Ausland geben, nach Luxemburg. Aber ob sie in Ö keine Steuern zahlen oder in Luxemburg, ist egal. Und eine andere Lösung wäre schwer. Sollten Fonds keine Steuern zahlen? Dann gäbe es wieder Umgehungsmöglichkeiten. Kapitalsteuern sind immer sehr schwierig.

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 20:13)

>Nicht zu polemisch werden
>Steuer auf Treibstoff ist ungerecht, der Wegfall der
>Familienbeihilfe ist ungerecht... Gerechte Steuern wird man
>nur selten finden.
>
>Ja, Ausländer werden kaum öster. Fonds kaufen. Aber wieviele
>öster. Fonds kennst du? Wäre Öster. eine Nation der Fonds, so
>wie in Luxemburg, würde die Steuer schon anders aussehen. Es
>wird halt jetzt eine Verlagerung der Fonds ins Ausland geben,
>nach Luxemburg. Aber ob sie in Ö keine Steuern zahlen oder in
>Luxemburg, ist egal. Und eine andere Lösung wäre schwer.
>Sollten Fonds keine Steuern zahlen? Dann gäbe es wieder
>Umgehungsmöglichkeiten. Kapitalsteuern sind immer sehr
>schwierig.

polemisch bist jetzt aber du wienbroker! fonds sind eine nicht zu verachtende einnahmenquelle für die österreichischen banken!

findest du es gerecht das fondsgebundene lebensversicherungen ausgenommen sind?

die frage die sich hier stellt ist klar! wie schaffen sie es die österreichischen fonds nicht gegenüber ausländischen zu diskriminieren. vor ein paar jahren waren die ausländischne fonds gegenüber den inländischen diskriminiert... sie mussten einen steuerlichen vertreter im inland suchen und wurden durch die dann gleiche möglichkeit der besteuerung den österreichischen gleichgestellt... jetzt sind die inländer die angeschmierten... genial nicht?

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
joschr(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 20:04)

kauf vor 01.01.2011 keine25% kest
kauf nach 01.01,2011 sehr wohl

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
maxi01(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 16:41)

Hi,

das heißt:

*) vor dem 1.1.2011 Fonds in Österreich kaufen -> Pech gehabt, Steuer greift jährlich bei Substanzgewinnen zu

*) vor dem 1.1.2011 Fonds in DE kaufen (blütenweiße) -> Keine Steuer auf Substanzgewinne

Habe ich das so richtig verstanden?

Vielen Dank!

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
Rang: AlbertEinstein(75) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 19:26)

> Fonds in DE kaufen (blütenweiße) -> Keine Steuer auf Substanzgewinne

Wäre schön, kann ich mir aber nicht vorstellen das eine solche offensichtliche Lücke offengelassen wird. Eher wahrscheinlich das man die Fondsintern realisierte Kursgewinne dann selber heraussuchen (die Information ist ja bei Blütenweissen verfügbar) und abführen muss.

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
maxi01(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 22:00)

Tja ich konnte dazu im Gesetzestext leider nichts finden, dazu bin ich mit der Materie nicht gut genug betraut.

Prinzipiell gehe ich wie du vom worst case aus, aber die Hoffnung stirbt zuletzt

  

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RE: Fondsbesteuerung im Auslandsdepot
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 00:59)

>Hi,
>
>das heißt:
>
>*) vor dem 1.1.2011 Fonds in Österreich kaufen -> Pech
>gehabt, Steuer greift jährlich bei Substanzgewinnen zu
>
>*) vor dem 1.1.2011 Fonds in DE kaufen (blütenweiße) ->
>Keine Steuer auf Substanzgewinne
>
>Habe ich das so richtig verstanden?

Nicht ganz:
1. Punkt ist korrekt.
2.*) vor dem 1.1.2011 Fonds in DE kaufen (blütenweiße) ->
>Keine Steuer auf Substanzgewinne

Der Ort des Depots ist grundsätzlich egal, weil du hier in Ö steuerpflichtig bist. Unterschied ist nur, daß in Ö beim Gewinn automatisch abgezogen wird und bei einem Auslandsdepot nicht (also beim FA angeben). Deshalb werden Trader (mit ihrem Depot) und vielleicht auch manch ein Fonds (mit ihrem Sitz) ins Ausland gehen.

  

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xtb
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 10:32)

Aus dem Prospekt von "xtb online trading", Prospekt richtet sich offenbar an alle Anleger, nicht nur deutsche Anleger:

"Profitieren Sie von einem deutschen Bankkonto und sichern Sie sich gleichzeitig den Finanzierungsvorteil, da X-Trade Brokers die Abgeltungssteuer nicht einbehält. Kontoführung in mehreren Währungen möglich."

  

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RE: xtb interessant
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 23:20)

Ich bin durchaus nicht polemisch, aber selbst die Deutschen haben es halbwegs hinbekommen:
Der Fonds wird wie eine Aktie beim Verkauf hinsichtlich des Kursgewinnes besteuert. Punkt. Ist ja nicht so schwierig.
Verluste können vorgetragen werden.

<<Grundsätzlich gilt, dass Verluste aus Kapitalanlagen in Zukunft isoliert zu betrachten sind. Sie gleichen nicht anderen Einkunftsarten und dürfen daher mit anderen Einkünften nicht verrechnet werden. Stattdessen sind sie in folgende Perioden vorzutragen und mindern die Kapitaleinkünfte in zukünftigen Veranlagungszeiträumen.>>
http://www.abgeltungssteuer.com/abgeltungssteuer-verluste.html

So wie das in Österreich geplant ist - ohne Verlustvortragsmöglichkeit und bei Fonds auch noch extra kompliziert, würde ich das Ganze als "unverschämte Abzocke bar jeglichen Hausverstandes" charakterisieren.
Und die erwarteten Einnahmen sind den Aufwand nicht wert und werden zudem nicht mal erreicht werden.

  

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RE: xtb
aurelian1(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 30.10.10 23:26)

Hier findet man auch einen Vergleich mit anderen Ländern
http://www.abgeltungssteuer.com/abgeltungssteuer-vergleich.html

wobei nicht gut recherchiert wurde, denn bereits bei der Schweiz liegt ein Fehler vor (auch Zinsen mit 35%). Daher ist die Tabelle wohl mit Vorsicht zu genießen.

  

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RE: xtb
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 10:18)

>Ich bin durchaus nicht polemisch, aber selbst die Deutschen
>haben es halbwegs hinbekommen:
>Der Fonds wird wie eine Aktie beim Verkauf hinsichtlich des
>Kursgewinnes besteuert. Punkt. Ist ja nicht so schwierig.
>Verluste können vorgetragen werden.
>
><<Grundsätzlich gilt, dass Verluste aus Kapitalanlagen
>in Zukunft isoliert zu betrachten sind. Sie gleichen nicht
>anderen Einkunftsarten und dürfen daher mit anderen Einkünften
>nicht verrechnet werden. Stattdessen sind sie in folgende
>Perioden vorzutragen und mindern die Kapitaleinkünfte in
>zukünftigen Veranlagungszeiträumen.>>
>http://www.abgeltungssteuer.com/abgeltungssteuer-verluste.html
>
>So wie das in Österreich geplant ist - ohne
>Verlustvortragsmöglichkeit und bei Fonds auch noch extra
>kompliziert, würde ich das Ganze als "unverschämte
>Abzocke bar jeglichen Hausverstandes" charakterisieren.
>Und die erwarteten Einnahmen sind den Aufwand nicht wert und
>werden zudem nicht mal erreicht werden.

Egal ob die Fondsbesteuerung nun so oder so ähnlich kommt, für mich ist damit der Punkt gekommen, an dem Fonds aufhören, für mich relevant zu sein.
Eigentlich musste man sich ja schon - seit breiterer Zugang zu ETFs geschaffen wurde - die Frage stellen, warum man dennoch einen aktiv gemanagetes Fondsprodukt und seine Kostenstruktur antun soll. Die angedachte Dummheit bezüglich Stichtagsregelung und mehrfache Besteuerung ist aus meiner Sicht das Ende des breiteren Fondshandels in Österreich.
Es gab ja zarte Versuche, am Börsenplatz Wien auch Fonds börsentäglich handelbar einzuführen (ähnlich wie in Deutschland). Da hat sich aber die Fondsindustrie erfolgreich dagegen durchgesetzt, um nicht um die üppigen Ausgabeaufschläge umzufallen. Das rächt sich nun,...

Mein Fazit:
Die künftige "Vermögenszuwachs-Steuer" in Österreich, so schmerzhaft und konzeptlos sie bereits an sich sein mag - impliziert eine Aufforderung, sich endgültig börsentäglich handelbaren ETFs zuzuwenden, wenn man fernab von Einzeltititel investieren will.

  

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RE: xtb
Rang: AlbertEinstein(75) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 10:43)

Ich dachte ETFs sind steuerlich genauso zu behandeln wie normalen Fonds?

  

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RE: xtb
Rang: DrEvil(205) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 10:48)

>Ich dachte ETFs sind steuerlich genauso zu behandeln wie
>normalen Fonds?

das stimmt, war ja auch kein Loblied an die ETFs ob Ihrer Steuerfreiheit, sondern nach dem Motto gemeint: "wenn schon, dann...."

  

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Thema Fonds
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 11:07)

generell trifft die besteuerung auf fonds nur auf neuanschaffungen des fonds ab 1.1.2011 zu. d.h. es kann keine rückwirkende steuer auf bereits geschaffene kursgewinne stattfinden. auch kein rückwirkende steuer beim privaten investor. das leite ich aus dem kommentar des voig ab... wär ja auch sonst nicht haltbar.

je wenige der fonds als sein depot umschichtet desto geringer wird die steuerlast sein... am anfang zumindest.

bin schon gespannt wie sie das edv-technisch lösen wollen... vor allem wenn einer einen fondssparplan hat... kauft bis 31.12. kest-frei, kauft dann weiter, die neu angeschaffenen positionen sind dann kest-pflichtig. na bravo!

  

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flatex.at: empfehlenswert?
waldlaeufer(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 12:47)

war hat da schon erfahrungen gesammelt?

  

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RE: flatex.at: empfehlenswert?
Rang: Hubertus(161) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 18:02)

Also wenn ich mich recht besinne, sind es die günstigen Gebühren, die bei j e d e r Teilausführung verrechnet werden, daß größte Problem.


Gruß


  

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RE: flatex.at: empfehlenswert?
Rang: Alptraum(117) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 09:21)

>Also wenn ich mich recht besinne, sind es die günstigen
>Gebühren, die bei j e d e r Teilausführung verrechnet
>werden, daß größte Problem.
>

Richtig, das war ein wichtiges Argument. Mittlerweile haben sie das etwas angepasst (nachdem ihnen Ihre Kunden wohl zu oft nahegetreten sind) -> http://www.flatex.at/preise-vergleich.html

Gebühren für Teilausführungen also nurmehr wenn sie an unterschiedlichen Kalendertagen stattfinden (Einheitswerte in Wien zB wären so ein Fall mit erhöhtem Risiko). Was bleibt ist, dass die Gebührenstruktr zwar einigermaßen transparent ist, die Gebühren aber nie im vorhinein bekannt (Börsegebühren immer drauf), das ist mühsam wenn man anderes gewöhnt ist.

Ein anderer Apsekt der für mich Flatex ausschließt ist die Zugehörigkeit zum "Kulmbacher Zirkel" des gefrickten geförtsches ( http://www.flatex.at/impressum.html ), ich tu mich schwer damit beim Broker eines Pushers und Manipulators der Massen (Morphosys 1000 - und das war der beste Fall, weil das einzige Unternehmen das wenigstens werthaltig war) Kunde sein zu wollen.

Mit der Arbeit des Brokers selbst habe ich aus diesen Gründen bislang keine Erfahrungen gemacht, da sind andere berufener.

  

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RE: flatex.at: empfehlenswert?
waldlaeufer(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 12:02)

hm, und wird das dann ab 2011 steuerlich gehandhabt?
ist ja ein deutscher broker-ähnlich/genauso wie bei cmc markets?
wiener einheitswerte interessieren mich eh nicht-aber alle atx werte kann man schon handeln-oder?

  

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RE: flatex.at: empfehlenswert? / IW-Bank
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 12:51)

Hier wär noch die IW-Bank interessant,
ist aus Italien, da muss man bei der Kontoeröffnung unterschreiben,
dass man eh in Österreich ehrlich Steuern zahlt,
und das tun wir ja.
Dann gibts keinen Wertpapier-KESt-Abzug.

  

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RE: xtb
Rang: Wien Broker(90) ProfilBuddyIgnorieren (am 31.10.10 20:38)

>Egal ob die Fondsbesteuerung nun so oder so ähnlich kommt, für
>mich ist damit der Punkt gekommen, an dem Fonds aufhören, für
>mich relevant zu sein.
>Eigentlich musste man sich ja schon - seit breiterer Zugang zu
>ETFs geschaffen wurde - die Frage stellen, warum man dennoch
>einen aktiv gemanagetes Fondsprodukt und seine Kostenstruktur
>antun soll. Die angedachte Dummheit bezüglich
>Stichtagsregelung und mehrfache Besteuerung ist aus meiner
>Sicht das Ende des breiteren Fondshandels in Österreich.

Ich finde ETFs sowieso besser, aber ich sehe nicht, warum die Fonds jetzt viel schlechter werden oder meinst du, weil jetzt eine Steuer nach 1 Jahr anfällt? Dann ok. Aber die zahlst du auch bei ETFs. Ein Fond wird nicht doppelt besteuert. Die Regelung mit dem Stichtag klingt nur ein wenig kompliziert, ist aber in sich logisch und nicht teurer. Ein Fond zahlt mit dem Stichttag die KEST. Somit zahlst du bis zu diesem Stichtag keine KEST. Unterjährig zahlt der Fond keine KEST, deshalb wird bei dir die KEST für den unterjährigen Gewinn abgezogen. Wer also genau zum Stichtag verkauft, zahlt keine KEST. Auch wenn er auf 100% Gewinn sitzt.

  

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Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 11:35)

natürlich muß man sich auch gedanken über ein einsparen an steuern machen.

nun nachdem die einjährige spek-frist per 1.1.11 (im übrigen ein schönes datum) fällt und anleihen ja von der finanz ja unbedingt von der neuen spek-steuer erfasst werden sollen gibt es hier eine interessantes für die finanz wohl tragisches detail.

ab 1.1.11 ist es nicht uninteressant anleihen über-pari zu kaufen. das erhöht im endeffekt die rendite. warum...? ja die finanz beteiligt sich am sicheren verlust per laufzeitende. der verlust kann gar auf den tag genau geplant werden.

mein vorgehensweise wird daher wie folgt aussehen: verkauf meiner bestände an unternehmensanleihen und rückkauf im neuen jahr. timing muß ich mir noch überlegen.

ist jetzt nur mal so eine idee... die details aus dem gesetz und deren auslegung werde ich klar noch abwarten.

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die finanz glaubt wohl sie können mit dieser steuer bei anleihen den großen erfolg für sich verbuchen... insbesondere bei anleihefonds. irrtum, die fonds haben alle eine modified duration (wer nicht weiss was das ist soll es via wikipedia checken) die sich gewaschen hat...

die meisten anleihefonds werden wohl über viel jahre weg keine steuern zahlen.

habe mal eine statistik gelesen wie depots so im schnitt in österreich aufteilt sind... im schnitt ist alles in allem ein gemischter fonds mit 70% anleihe und 30% aktien (derivate und sonstiges in den aktien enthalten).

  

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RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
Rang: Vecernicek(618) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 12:54)

Ich glaub, da ist ein kleiner Denkfehler:

Du zahlst ja für die Zinsen die volle KESt, d.h. Du zahlst nicht nur von Deiner Rendite KESt, sondern auch vom Betrag, den Du nicht bekommst, weil Du einem anderen mehr als das Nominale bezahlt hast.

Das gleicht sich dann wieder aus: Du zahlst KESt drauf, drum ersparst Du Dir (wenn Du was zum Gegenrechnen hast) in gleicher Höhe die Wertpapier-KESt, am Ende der Laufzeit.

  

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RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen interessant
Rang: shareholder(102) ProfilBuddyIgnorieren (am 01.11.10 14:32)

>Ich glaub, da ist ein kleiner Denkfehler:
>
>Du zahlst ja für die Zinsen die volle KESt, d.h. Du zahlst
>nicht nur von Deiner Rendite KESt, sondern auch vom Betrag,
>den Du nicht bekommst, weil Du einem anderen mehr als das
>Nominale bezahlt hast.
>
>Das gleicht sich dann wieder aus: Du zahlst KESt drauf, drum
>ersparst Du Dir (wenn Du was zum Gegenrechnen hast) in
>gleicher Höhe die Wertpapier-KESt, am Ende der Laufzeit.

denkfehler ist es keiner... ich steueroptimiere das portfolio an sich. natürlich ist die nominalverzinsung immer fix mit 25% kest belastet. ist aber hier hier nicht das thema.

beispiel: ich habe bei der emission eine omv-anleihe mit laufzeit 04/2014 und einer nominalverzinsung von 6,25% gekauft. diese hat aktuell satte (steuerfreie) buchgewinne.

kurs aktuell bei ~111,75%

diese anleihe verkaufe ich und kaufe sie mir im neuen jahr wieder zurück.

ich kann dir jetzt schon sagen das ich am 07.04.2014 einen verlust von 11,75 % haben werden.

beispiel in zahlen: EUR 50.000,-- / 111,75% = nominale ~ 44.700,-- (anmerkung: stückelung ist in 1.000er).

tilgung erfolgt mit EUR 44.700,-- = verlust punkt genau am 07.04.2014 in höhe von EUR 5.300,--

diesen kann ich für andere gewinne im selben jahr verwenden (vorausgesetzt ich mache welche).

in wirklichkeit ist es kein verlust... ich habe ja selben betrag heuer schon steuerfrei aus dem selben investment genommen.


  

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RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
Medina(0) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 14:28)

Ich denke jeder der mehr als 500.000,- am Depot hat wird die Sachen langsam abverkaufen und das Geld stückchenweise ins Ausland bringen und dort neu kaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich irgendwer ausser vielleicht sozialistische Billamädchen mit Migrationshintergrund und Minidepots diese Schweinereien gefallen lässt.

Der Staat wird an indirekten Steuern viel Geld verlieren - diese Dummheit das Geld rauszutreiben wird zum Milliardenloch werden. Am Ende wird es gerade den Armen und Dummen die sich über diese Steuer freuen noch viel schlechter gehen.

  

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RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 16:56)

>Ich denke jeder der mehr als 500.000,- am Depot hat wird die
>Sachen langsam abverkaufen und das Geld stückchenweise ins
>Ausland bringen und dort neu kaufen. Ich kann mir nicht


Brokerjet (ecetra) hat ja auch Auslandstöchter - vielleicht geht über
die Schiene etwas?

  

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RE: Vorziehverkäufe bei Anleihen = Steuer sparen
Rang: majorsepp(7) ProfilBuddyIgnorieren (am 06.11.10 15:16)

Habe zwar nur ein Drittel von 500k, aber trotzdem zahlt es sich aus sein Depot ins Ausland zu bringen, würde ich mal sagen. Sind deutsche Online-Broker eigentlich safe oder ist es klüger gleich in die Schweiz zu gehen?
Die größte Sauerein finde ich, dass brave Aktien- und Fondssparer bestraft werden, die das Wort "Spekulation" nicht mal in den Mund nehmen würden. Eine einzige Sauerei dieser Regierung, anders kann man es pardon nicht sagen.

  

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Wertpapiersteuer nicht ganz geheuer
Rang: Warren Buffett(3546) ProfilBuddyIgnorieren (am 15.11.10 19:48)

Wertpapiersteuer nicht ganz geheuer

Sowohl Wirtschaftstreuhänder als auch die Fondsbranche laufen gegen die neue Wertpapiersteuer Sturm

weiter:

http://derstandard.at/1289607939979/Widerstand-Wertpapiersteuer-nicht-ganz-geheuer

  

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Thema #111312

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