1. Quartal 2025/26: Umsätze gesunken, Kosteneinsparungen angekündigt
Die Ergebnisse des 1. Quartals 2025/26 zeigten wie erwartet eine schwache Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Außer die DACH-Region verzeichneten alle anderen Regionen Umsatzrückgänge, besonders UK. In Summe verringerten sich die Umsatzerlöse um 7,8% auf EUR 266,4 Mio. Die gesunkenen Umsatzerlöse drückten auch auf die Margen, wobei die bereinigte EBIT-Marge bei 2,5% lag (1Q 24/25: 7,0%). Das EBIT rutschte infolge negativer Sondereffekte von rund EUR 7,4 Mio. infolge der Schließung eines defizitären Standorts in den USA leicht ins Minus (EUR -0,8 Mio.) Das Quartalsergebnis lag schließlich bei EUR -4,0 Mio. (1Q 24/25: EUR 12,8 Mio.).
Gleichzeitig kündigte der Vorstand ein Effizienzprogramm an, das jährlich steigende Einsparungen in Vertrieb und Verwaltung bringen soll mit einem Volumen von EUR 30-40 Mio. im GJ 28/29. 80% der insgesamt erwarteten Kosten einsparungen sollen bis zum GJ 2027/28 realisiert sein. Die damit verbundenen Restrukturierungskosten sollen sich bis ins GJ 2028/29 jährlich im einstelligen Millionenbereich bewegen.
Ausblick
Der Vorstand erwartet für das GJ 2025/26 weiter einen rückläufigen Umsatz im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge wird zwischen 1% und 4% erwartet.
Zumtobel legte nun das 4. Quartal in Folge rückläufige Umsätze vor. Wie bereits mehrfach in unseren vergangenen Beiträgen im Equity Weekly erwähnt, bleibt nachhaltiges Volumenwachstum für Zumtobel entscheidend, um seine Marktposition zu behaupten und die Margen zu verteidigen. Da im aktuell schwachen wirtschaftlichen Umfeld ein Umsatzwachstum nur schwer erreichbar ist, kam die Ankündigungen neuer Kosteneinsparungen nicht überraschend. Der Großteil der Maßnahmen soll über die nächsten drei Jahre greifen, ist zunächst aber mit Kosten verbunden. Wir bleiben weiter bei unserer vorsichtigen Einschätzung der Zumtobel-Aktie, die wir mit Halten einstufen.