Ottakringer Vzg. – Profil☆
Unternehmensidentität
Die Ottakringer Brauerei GmbH ist eine große, unabhängige Brauerei mit Sitz in Wien, im 16. Bezirk Ottakring. Gegründet wurde sie 1838, nachdem sie bereits 1837 die Braubewilligung erhielt. Als Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist das Unternehmen in der Brauerei-Branche tätig. Die Ottakringer Brauerei ist an der Wiener Börse notiert. Derzeit wird die Brauerei von Tobias Frank geleitet. Stand zum 31. Dezember 2022 hatte das Unternehmen 790 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 238 Millionen Euro.
Geschichte und Entwicklung
Die Gründung der Ottakringer Brauerei geht auf den Müllermeister Heinrich Plank zurück, der 1837 die Braubewilligung erhielt. 1850 übernahmen Ignaz und Jakob Kuffner die Brauerei und entwickelten sie innerhalb kurzer Zeit zur Großbrauerei. 1905 wandelte Moriz von Kuffner, der die Führung geerbt hatte, die Brauerei in eine Aktiengesellschaft um. Trotz der Herausforderungen während des Ersten und Zweiten Weltkriegs konnte die Brauerei bestehen, jedoch musste sie 1938 aufgrund der jüdischen Herkunft von Moriz Kuffner zwangsweise verkauft werden. Nach dem Krieg gelang es den Nachfahren von Kuffner, eine faire Abfindung zu erhalten. 1977 spielte die Brauerei eine entscheidende Rolle beim Zerfall des österreichischen Bierkartells. Weitere prägende Ereignisse waren der Börsengang 1986 und der Wandel zu einer Tochtergesellschaft der Ottakringer Getränke AG im Jahr 2010.
Börsengang & Kapitalmarktgeschichte
Die Ottakringer Brauerei ging im Jahr 1986 an die Börse, was für das Unternehmen ein bedeutendes Ereignis darstellte. Im Zuge des Börsengangs wurde sie zu einer Aktiengesellschaft. Später, im Jahr 2009, erwarb die Ottakringer Brauerei GmbH Anteile des niederländischen Bier-Konzerns Heineken, was die Brauerei wieder in vollständigen österreichischen Besitz brachte. Heute sind rund 6 % der Anteile im Streubesitz und werden an der Wiener Börse gehandelt.
Geschäftsbereiche
Die Ottakringer Brauerei GmbH ist bekannt für ihre vielfältige Produktpalette, die verschiedene Bierstile umfasst. Neben den klassischen Bieren bietet die Brauerei auch Spezialitäten wie alkoholfreies Bier, mit dem sie Marktführer in ihrem Segment wurde. Des Weiteren entwickelt die Brauerei innovative Produkte, wie beispielsweise die Einführung von Drehkorkenverschlüssen und grüne Flaschen, die sich vom österreichweit genormten Flaschenstandard abheben. Die Brauerei betreibt auch den Getränkefachgroßhandel und bietet umfassende Dienstleistungen im Getränkeservice an.
Märkte und Standorte
Die Ottakringer Brauerei ist hauptsächlich in Österreich tätig, mit einem Schwerpunkt auf den lokalen Markt in Wien. Das Unternehmen bedient verschiedene Kundengruppen, von privaten Konsumenten bis hin zu Gastronomiebetrieben. Die geografische Präsenz konzentriert sich auf Österreich, wobei der Export von Spezialprodukten in andere europäische Länder eine untergeordnete Rolle spielt. Die Brauerei engagiert sich zudem in der Unterstützung unabhängiger Privatbrauereien in Österreich und ist Mitbegründer einer einschlägigen Initiative.
Kennzahlen
Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Ottakringer Brauerei einen Umsatz von 238 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl im Jahr 2012 beträgt 790, was auf eine signifikante Beschäftigung hinweist. Der Hauptsitz befindet sich in Wien, am Standort der ursprünglichen Gründung im Bezirk Ottakring.
Investment Case
Für Investoren bietet die Ottakringer Brauerei interessante Anhaltspunkte. Die lange Geschichte und die traditionsreiche Marke verleihen dem Unternehmen eine stabile Marktposition in der regionalen Bierproduktion. Die Innovationsfreude, welche sich durch neue Produktentwicklungen und Verpackungslösungen zeigt, sowie die Unabhängigkeit als Privatbrauerei heben sie in einem oft von Großkonzernen dominierten Sektor ab. Hinzu kommt die starke Identifikation und Bindung zur lokalen Kundschaft, insbesondere in Wien, was in Kombination mit der Börsennotierung für eine gewisse Stabilität sorgt. Die Diversifikation der Geschäftsbereiche, einschließlich des Großhandels, bietet zusätzliche Investitionspotenziale.
Quelle: Wikipedia-Artikel
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